10. November 1957
Nordatlantischer Rücken.
Die Koordinaten hatten uns zu einer unbekannten Erhebung geführt. Zu einem großen, geheimnisvollen Berg, der sich aus den finsteren Tiefen erhob. Wir dachten, wir wären auf alles vorbereitet gewesen.
"Mayday, Mayday, Mayday! Hier spricht die USS Salem. Wir brauchen Hilfe! Unsere Steuerung ist ausgefallen und es dringt Wasser an Bord ein. Unsere aktuelle Position ist fünf acht Strich fünf eins Punkt... Was zum Teufe ist das? *schreit*"
Wie wenig wir doch wussten. In der Tiefe lauern nicht nur uralte Ruinen und vergessene Fragmente der Geschichte, und so blieb unsere Ankunft nicht unbemerkt. Im Ozean kann selbst die kleinste Welle alles verändern.

Hier ist nun Lieutenant Commander Harrison Holland. Gerade erst zu Bewusstsein gekommen, noch etwas benommen. Und er muss raus aus dieser Höhle. Es scheint nur einen Weg zu geben, also folgen wir dem.

Lieutenant Commander Holland flucht flüsternd. Eine Leiche. Im Ozean muss es unzählige Höhlen geben, aber ausgerechnet in dieser befindet sich eine Leiche. Das kann kein gutes Omen sein.
Der Tote trägt eine Uniform, die nach all den Jahren im Wasser zwarstark in Mitleidenschaft gezogen wurde, aber dennoch offenbart, dass es sich bei dem Toten um einen Seaman hohen Ranges handelte. Jemanden wie ihn würde man nach seinem Ableben nicht einfach über Bord werfen. Kam es zu einer Meuterei? Oder einem Kampf?
Antworten wird Holland hier nicht finden, aber wer weiß, dass er nicht so enden will wie dieser Mann - welches Schicksal auch immer ihn ereilt haben mag. Mit einer respektvollen Geste senkt Holland sein Haupt und geht weiter.
Holland folgt weiter dem Weg durch die Höhle und findet einen Sack, der ein Harpunengewehr mit 2 Harpunen enthält. Schaden kann es nicht, also nimmt er die Waffe an sich.

Aber irgendetwas stimmt hier unten nicht. Nur so ein Gefühl...

Die Qualle ist riesig. Holland glaubt nicht wirklich, dass sie gefährlich ist, aber man muss es ja nicht darauf angelegn. Unbemerkt umgeht er sie in weitem Abstand.

Nachdem sich Lieutenant Commander Holland eine Weile durch die düstere Höhle bewegt hat, macht er aprubt Halt. Vor ihm lehnt regungslos eine Gestalt an der Felswand, und sie trägt einen Taucheranzug der Expedition. Holland ist also nicht allein.

Er eilt zu dem regungslos daliegenden Kameraden und ist erleichtert, als er Luftbläschen aus dem Abluftgitter des Taucheranzugs austreten sieht. Die Person scheint zwar bewusstlos, aber noch am Leben zu sein.
"Hier spricht Lieutenatn Commander Holland. Können Sie mich hören?" Holland kann nur hoffen, dass die Funksysteme beider Taucheranzüge noch funktionieren. Es folg ein Moment Stille, der ihm wie eine Ewigkeit vorkommt, bis plötzlich eine leise Stimme in seinem Helm widerhallt.
"Ich bin hier.... ich meine, ich kann Sie hören." Es ist Able Seamnan Oliver, schwach und benommen - so wie Holland selbst, als er wieder zu sich kam.
"Was ist hier los? Wo bin ich?"
"Das weiß ich selbst noch nicht, Able Seaman." antwortet Holland mit gespielt ruhiger und selbsbewusster Stimme. "Versuchen Sie, wieder auf die Beine zu kommen und überprüfen Sie Ihre Ausrüstung. Es gibt viel zu tun."

Zu zweit erkunden Sie weiter die Höhle nach einem möglichen Ausgang, der Ihnen, als sie ihn endlich gefunden haben, von 2 Riesenquallen versperrt wird. Ein Kampf ist diesmal unausweichlich.
Beider Männer sind mit Messern für den Nahkampf ausgerüstet, der Lieutenent Commander, der als Offizier mit Fernwaffen ohnehin besser umgehen kann, sogar mit dem Harpunengewehr. Da aber nur 2 Harpunen verfügbar sind, und der gegner als recht schwach angesehen werden darf, gene die Männer mit den Messern auf die Quallen los.

Die Männer leiden noch immer unter den Geschehnissen, und so gehen 3 Angriffe fehle, während die Quallen sich mit Elektroschlägen wehren. Dann aber gelingt zuerst AS Oliver ein Treffer, und anschließend kann auch LC Holland den Feind mit einem Streich erledigen. Der Ausgang zur Höhle ist frei.

Die erledigte Qualle liegt in sich zusammengefallen auf dem Boden. Unter der durchsichtigen Haut sind noch schwache Blitze einer elektrischen Entladung zu erkennen. Oliver ist zwar kein Experte auf diesem Gebiet, aber er weiß, dass Tiere wie diese nicht mithilfe elektrischer Stromstöße jagen oder sich verteidigen. Handelt es sich hierbei etwa um eine neue Scyphozos-Art? Unter anderen Umständen würde sich Oliver über diese neue biologische Entdeckung freuen, aber in dieser Situation beunruhigen sie den AS nur noch mehr.
Gleich beim Ausgang der Höhle entdeckt LC Holland Metalltrümmer, die er unverzüglich an sich nimmt.

Nur unwesentlich weiter entdeckt Holland die Ankerkette der USS Salem. Rettung ist nah!

Holland klettert vorsichtig die Ankerkette hinauf, bis er die Druckschleuse des U-Bootes erreicht. Wie bei der Ausbildung unzählige Male durchexerziert lässt sich der Mechanismus leicht öffnen. Er kann es gar nicht mehr erwarten, das U-Boot zu betreten und endlich den verfluchten Taucheranzug auszuziehen.
Im Kommandoturm herrscht das blanke Chaos: Überall in dem kleinen Raum liegt kreuz und quer Ausrüstung herum. Aber wichtiger ist jetzt erst einmal die Operationszentrale.

Als sich LC Holland vor die Luke kniet und und zieht, gibt die schwere Stahltür mit einem gequälten Knarzen nach, und zum Vorschein kommt eine dunkle, ruhige Wasserobefläche. Das U-Boot steht unter Wasser!
In Holland macht sich Panik breit. Die USS Salem ist die einzige Möglichkeit, wieder nach Hause zu gelangen und seine Familie wiederzusehen. Was, wenn das U-Boot zu schwer beschädigt ist, um wieder einen Hafen zu erreichen, geschweige denn aufzutacuehn...?
Konzentration! Da das U-Boot nicht auf den Meeresgrund gesunken ist, muss noch genügend Luft in einigen Räumen sein. Die Crew muss lediglich das Wasser aus den gefluteten Bereichen pumpen und die Geräte in der Operationszentrale reparieren. Holland wird sich seinem Schicksal nicht tatenlos ergeben.


Langsam erwacht die alte Lady wieder zum Leben und die Mechanik in den nach wie vor überfluteten Räumen reagiert auf die Signale aus der Operationszentrale. Das Summen und Vibrieren der Motoren bibt Grund zur Hoffnung, doch die Lichter der Funkanlage mit der Notsignalortung verpassen der Crew wieder einen Dämpfer.
Dutzende Taucheranzüge, die alle mit Sendern ausgestattet sind, befinden sich nicht mehr an Bord des Schiffs, doch nur eines der Signale ist aktiv. Vielleicht sind die anderen Taucher ja lediglich ausser Reichweite, oder es gibt irgendeinen anderen triftigen Grund? Jedenfalls fühlt es sich nach den schwierigen Reparaturarbeiten un der unheimlichen Stille auf der USS Salem nun gut an, wieder ein Ziel vor Augen zu haben.
Es gibt noch viel an Bord zu tun. Die meisten Funktionen können nach wie vor nicht genutz werden, und der rest wird nur noch mit Klebeband und der Kraft des positiven Denkens zusammengehalten. Als wäre das nicht genug, sind auch noch die Schaltpläne aus dem wasserdichten Wartungsschrank der Operationszentrale gefallen. Die alte Lady braucht einen langen Aufenthalt im Trockendock, falls - wenn - sie wieder ihren Heimathafen erreicht.































