Die Verteidigung der japanischen Heimatinseln.

In diesem AAR wollen wir uns mit der japanischen Operation Ketsu-gō bzw. auf auf der Gegenseite die Operation Downfall ansehen. Die Prämisse ist dabei dass den Amerikanern keine Atombomben zur Verfügung stehen und sie deshalb die japanischen Heimatinseln im konventionellen Angriff nehmen müssen um den Krieg zu beenden.
Gespielt wird das ganze in den John Tiller Titeln Japan'45 und Japan'46.
Operation Downfall war in zwei Teile gegliedert, die Operation Olympic, welche die Invasion von Kyūshū im November 1945 vorsah, sowie die Operation Coronet, welche die Invasion von Honshū nahe bei Tokio im Frühjahr 1946 beinhaltete.
Die alliierte Streitmacht für die Landungen war die größte, die jemals zusammengestellt wurde. Sie bestand aus 42 Flugzeugträgern, 24 Schlachtschiffen und etwa 400 Zerstörern mit ihren Begleitschiffen. Für die Landungen selbst waren 14 US-Divisionen vorgesehen. Als Zwischenbasis stand Okinawa bereit, von wo aus der Südteil von Kyūshū eingenommen werden sollte. Weiterhin gab es einen Plan zur Irreführung, die Operation Pastel, die einen alliierten Angriff auf die Häfen von China vortäuschen sollte.
Fünf Tage vor der Hauptinvasion war die Einnahme der Inseln Tanegashima, Yakushima und der Koshiki-Inselkette geplant. Dies resultierte aus den positiven Erfahrungen der Schlacht um Okinawa, wo Ankerplätze für Schiffe, die nicht mehr an den Landungsstränden benötigt wurden, oder für beschädigte Schiffe zur Verfügung gestanden hatten.
Die 6. US-Armee sollte auf Kyūshū bei Miyazaki, Ariake (heute: Shibushi), und Kushikino (heute: Ichiki-Kushikino) anlanden. Die Eastern Assault Force, bestehend aus der 25., 33. und 41. Infanteriedivision, würde in der Nähe von Miyaski an den nach Automarken benannten Stränden Austin, Buick, Cadillac, Chevrolet, Chrysler und Ford landen und landeinwärts ziehen, um zu versuchen, die Stadt und den nahe gelegenen Flugplatz zu erobern. Die Southern Assault Force, bestehend aus der 1st Cavalry Division, der 43. Division und der Americal Division, würde in der Ariake-Bucht an den Stränden DeSoto, Duesenberg, Essex, Ford und Franklin landen und versuchen, Ariake und die Stadt Kanoya und deren Flugplatz zu erobern.
Das V Amphibious Corps sollte mit der 2., 3. und 5. Marinedivision an den Stränden Pontiac, Reo, Rolls-Royce, Saxon, Star, Studebaker, Stutz, Winston und Zephyr landen und die Hälfte seiner Truppen landeinwärts nach Sendai schicken und die andere Hälfte in die Hafenstadt Kagoshima.[5]
Die Planer gingen davon aus, dass die Amerikaner den Japanern im Verhältnis 3:1 überlegen sein würden, wenn an jeder Landungsstelle ein Korps an Land ginge. Im Frühjahr 1945 war Ariake mit dem danebenliegenden Hafen die einzige schwer bewachte Stelle aller Landungspunkte. Die Einheiten an allen anderen Punkten sollten daher kaum Schwierigkeiten beim Vordringen ins Landesinnere haben.
Die Invasion war allerdings nicht darauf ausgelegt, die komplette Insel zu erobern, sondern nur das südliche Drittel unterhalb einer Linie von Tsuno an der Ostküste bis Sendai im Westen. Von dort aus war geplant, mit ausgebauten Stützpunkten die Operation Coronet zu unterstützen, ganz besonders mit Flughäfen für die US Army Air Forces damit die geplanten Operationen gegen die Industriezentren von Honshū geflogen werden konnten. Dazu wurden vier Flachlandgebiete, die für den Aufbau von großen Flugplätzen geeignet waren, ausgewählt. Eine Ebene erstreckte sich von Kagoshima am Westufer der gleichnamigen Bucht durch einen schmalen Korridor bis zur Kushikino-Ebene am Ostchinesischen Meer. Eine zweite verlief von Shibushi an der Ariake-Bucht nordwärts, durch ein gewundenes Tal nach Miyakonojo; die dritte begann in Kanoya, östlich der Kagoshima-Bucht und folgte der Küste der Ariake-Bucht. Die vierte und größte befand sich nördlich von Miyazaki an der Ostküste.
Um diese Gebiete schnellstmöglich einzunehmen sollten die ersten Angriffe darauf ausgerichtet sein, die Buchten Kagoshima und Ariake als Transporthäfen zu sichern. Der Vorstoß ins Landesinnere würde dann bis zur Tsuno-Sendai-Linie ausgedehnt, um Gebirgspässe zu blockieren und feindliche Verstärkungen aus dem Norden zu verhindern.
Der Start der folgenden Operation Coronet war für März 1946 vorgesehen. Die bis dahin größte amphibische Operation aller Zeiten sollte auf Honshū in der Ebene der Hauptstadt Tokio stattfinden. Dazu war der Einsatz von 25 Divisionen vorgesehen. Der 1. US-Armee unter General Courtney H. Hodges war der Kujukuri-Strand auf der Bōsō-Halbinsel zugeteilt, während die 8. US-Armee unter Generalleutnant Robert L. Eichelberger die Invasion bei Hiratsuka in der Sagami-Bucht starten sollte. Anschließend sollten beide Armeen nördlich ins Landesinnere vorstoßen und sich dann in Tokio vereinen.
Die Operation Coronet sollte von allen Heeres- und Marinestreitkräften im Pazifik unterstützt und zusätzlich durch zahlreiche aus Europa verlegte Kampfeinheiten ergänzt werden. Die Luft-, See- und Logistikunterstützung würde nach dem gleichen Muster wie bei der Operation Olympic ausgeführt werden, allerdings in einem vergrößerten Maßstab. Die zwischen General MacArthur, Admiral Nimitz und General Spaatz aufgebauten Befehlsbeziehungen sollten fortgeführt werden.
Die Planung sah Landungen von 10 verstärkten Infanteriedivisionen, drei Marinedivisionen und zwei Panzerdivisionen vor. Diese sollten von Stützpunkten auf den Philippinen und im Zentralpazifik kommenden Schiffen und Flugzeugen der Pazifikflotte sowie durch landgestützte Flugzeuge geschützt werden. Eine Verstärkung jeder Armee durch ein Korps von drei Divisionen war für 30 Tage nach dem ersten Angriff vorgesehen. Fünf Tage danach würden eine Luftlandedivision und ein AFPAC-Reservekorps (Army Forces in the Pacific) von drei Divisionen zur Verfügung gestellt. Diese 25 Divisionen sollten die Kanto-Ebene, einschließlich der allgemeinen Gebiete Tokio und Yokohama, einnehmen und dann alle zusätzlichen Operationen durchführen, die erforderlich sind, um den japanischen Widerstand zu brechen. Die strategische Reserve für die gesamte Operation würde aus einem Korps von drei Divisionen auf den Philippinen und einer ausreichenden Anzahl von Divisionen aus den Vereinigten Staaten bestehen, um eine Verstärkung von vier Divisionen pro Monat zu ermöglichen.
Für Zentral-Honshu war zunächst nur der Einsatz amerikanische Truppen vorgesehen, aber es wurden Pläne für den Heranzug australischer, kanadischer, britischer und französischer Divisionen in den folgenden Phasen des Feldzugs gemacht. Sie würden eingesetzt, falls der japanische Widerstand weitergehen sollte, auch wenn Japan weitgehend in amerikanischer Hand war.
Der japanische Verteidigungsplan „Ketsu-gō“
Unterdessen arbeiteten die Japaner ihren eigenen Plan aus, da sie eine Invasion bereits während des Sommers 1945 erwarteten. Doch da die Schlacht um Okinawa sich länger als erwartet hinzog, gingen sie davon aus, dass die Amerikaner nicht in der Lage wären, vor der Taifun-Saison eine neue Operation zu starten. Für eine amphibische Operation wäre aber das Wetter dann zu riskant geworden.
Da die Japaner keine realistische Chance mehr sahen, den Krieg gewinnen zu können, setzten sie darauf, das Mutterland mit einer solchen Stärke zu verteidigen, die den Amerikanern eine Eroberung nur unter untragbaren Verlusten möglich machen würde. Dies zielte letztlich auf einen möglichen Waffenstillstand.
Der japanische Plan für die Abwendung der Invasion wurde Operation Ketsu-gō (決号作戦, Ketsu-gō sakusen) genannt, auf Deutsch etwa „Operation Entscheidung“.
Die japanische Abwehr setzte ein besonderes Augenmerk auf den Einsatz von Kamikaze-Flugzeugen. Da selbst die Schulungspiloten der Kampfflugzeuge und Bomber für den Einsatz abkommandiert waren, setzten die Japaner nun Quantität gegen Qualität. Die Armee und Seestreitkräfte hatten bis zum Juli mehr als 10.000 Maschinen einsatzbereit, im Oktober sollten es deutlich mehr sein. Die Japaner planten, alle Flugzeuge einzusetzen, die die Invasionsflotte erreichen konnten.
In der Schlacht um Okinawa war es den Kamikazefliegern gelungen, ein Trefferverhältnis von 9:1 zu erreichen, das heißt, jede neunte Attacke war ein Treffer. In Kyūshū hofften sie durch die besseren Umstände, ein 6:1-Verhältnis zu erreichen. Daher wurde erwartet, dass die Maschinen mehr als 400 Schiffe versenken würden. Dadurch, dass die Piloten auch auf die Erkennung von Transportern, neben Flugzeugträgern und Zerstörern, trainiert wurden, sollten die alliierten Verluste überproportional höher als auf Okinawa ausfallen. Eine Studie des Führungsstabs sprach sogar von einer möglichen Zerstörung eines Drittels oder gar der Hälfte der Invasionsflotte.
Durch die sehr hohen Verluste in der See- und Luftschlacht im Golf von Leyte und den Luftangriffen auf ihre Marinebasen hatten die Japaner kaum noch größere Schiffseinheiten als Zerstörer. Im August waren etwa 100 mittelgroße U-Boote der Koryu-Klasse und rund 250 der etwas kleineren Kairyu-Klasse fertiggestellt. Dazu kamen 800 Shin´yō-Kamikaze-Boote der Armee.
Um einer amphibischen Landeoperation zu begegnen, hat der Verteidiger zwei Möglichkeiten: eine starke Verteidigung der Strände oder eine Verteidigung aus der Tiefe. In einer früheren Phase des Krieges, beispielsweise 1943 auf Tarawa, setzten die Japaner darauf, mit einer starken Streitmacht die Strände zu verteidigen, fast ohne Reserveeinheiten heranziehen zu können. Diese Taktik erwies sich allerdings als sehr anfällig angesichts der Bombardierungen der Küste, die einer Invasion vorangingen. Daher zogen die Japaner später auf Peleliu, Iwo Jima und Okinawa die andere Strategie vor und gruben ihre Einheiten im besser zu verteidigenden Terrain des Hinterlandes ein. Dies führte zu langen, aufreibenden Schlachten mit hohen amerikanischen Verlusten, letztlich allerdings ohne Erfolgsaussichten für die Japaner.
Für die Verteidigung von Kyūshū setzten die Japaner auf eine gemischte Taktik. Die Hauptstreitkräfte lagen einige Kilometer im Inland hinter den Stränden, um einem Bombardement aus dem Weg zu gehen, aber nahe genug, um den Alliierten keine Möglichkeit zu bieten, einen Brückenkopf aufzubauen, bevor sie auf die Verteidiger treffen würden. Die Gegenangriffseinheiten lagen jederzeit eingreifbereit weiter im Landesinneren, um zum meistumkämpften Strand vorrücken zu können.
Im März 1945 lag erst eine Division in Kyūshū. In den nächsten vier Monaten zogen die Japaner aus Mandschukuo, Korea und Nordjapan weitere Einheiten ab und brachten sie nach Kyūshū. Im August belief sich die komplette Truppenstärke dort auf etwa 900.000 Soldaten. Es lagen 14 Divisionen und kleinere Truppeneinheiten dort sowie drei Panzerbrigaden.
Zwar konnten die Japaner viele neue Soldaten rekrutieren, aber es fehlte an Ausrüstung für die Truppe. Im August gab es in ganz Japan 65 Divisionen, die Ausrüstung reichte jedoch nur für etwa 40 und die Munition nur für 30. Zwar setzten die Japaner nicht alles auf den Ausgang der Schlacht um Kyūshū, aber ihre Hauptanstrengungen waren doch so stark darauf ausgerichtet, dass kaum Reserven übrigblieben. So besaßen die Truppen auf Kyūshū etwa 40 Prozent aller Munitionsreserven.
Zusätzlich hatten die Japaner alle Zivilisten aufgerufen, sich in patriotischen Kampfkorps zu organisieren, um Unterstützung zu leisten und auch selbst Kampfeinsätze auszuführen. Grundsätzlich mangelte es an Waffen und Training, aber es wurde erwartet, dass sich jeder mit aller Macht gegen die Invasion stemmen würde.
Die Verteidigung von Kyushu ab 04.11.1945 - "Live" PBEM auf Seiten des japanischen Kaiserreichs
+ 04.11.1945 Mittagslagebericht
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Leider ist unser alter Bildhoster verschwunden, darum fehlen Teile der Bilder zu diesem AAR.
Die Verteidigung von Honshu ab 01.03.1946 - PBEM auf Seiten des japanischen Kaiserreichs
+ 01.03.1946 Mittagslagebericht
+ 02.03.1946 Mittagslagebericht
+ 03.03.1946 Mittagslagebericht
+ 04.03.1946 Mittagslagebericht
+ 05.03.1946 Mittagslagebericht
Wir können dazu auch noch diese (englische) Playlist empfehlen:
https://www.youtube.com/playlist?list=PLaBYW76inbX4kE52CPUvx8gZ7CQyjweEg
Leider ist sie nicht richtig sortiert also muss man selbst aufpassen mit dem richtigen Video ("How Europe Colonized Asia - Pacific War #0.1 DOCUMENTARY") anzufangen






















