Festung Europa (Sicily to Brenner Pass 43-45 vs. Ammann)

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George Pickett
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Festung Europa (Sicily to Brenner Pass 43-45 vs. Ammann)

Beitrag von George Pickett »

Festung Europa

Lesen Sie hier die Ereignisse aus der Sicht der Alliierten: Vor dem Tod die Hölle!

Und hier wie alles begann..."Wettlauf nach Tunis"


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Strasse von Messina, 01. Juli 1943
"Den Spaghettis unser Leben anvertrauen! Da können wir ja nur ins Gras beißen!" Leutnant Derner übergab sich abermals mit Anlauf über die Reling und röchelte markerschütternd. Oberstleutnant Lauck musste grinsen. Er kannte seinen neuen Adjutanten zwar erst seit zwei Tagen, aber abgesehen von seiner absoluten Seeuntauglichkeit schien er ein fähiger Offizier zu sein. Den Italienern die Schuld an seinem Zustand zu geben war mehr als unfair. Der Fährpram schnitt so ruhig es ging durch die See und brachte ihn und seinen Stab samt Fuhrpark nach Sizilien. Genauer gesagt zu Hafenstadt Messina, wo sich die 29. Panzergrenadierdivision sammeln sollte. Erst vor einer Woche hatte er von seinem neuen Kommando erfahren. Er hatte sich schnellstmöglich nach Neapel zu begeben um dort das Kommando über das Panzergrenadierregiment 15 der 29. PGD zu übernehmen, welche erst vor wenigen Wochen in Südfrankreich aufgestellt worden war und nun nach Süditalien verlegt wurde. Das bedeutete das Ende seiner Zwischenverwendung an der Offiziersschule in Frankfurt, wo er nach einem Erholungsurlaub seit Anfang Mai junge Offiziersanwärter in Infanterietaktik unterrichtete. Er zündete sich eine Zigarette an und rückte unter der Brückennock in den Schatten. Er sah auf die See hinaus und konnte bereits die Küste Siziliens erkennen.

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Die Landschaft hatte gewisse Ähnlichkeiten mit Tunesien, was wieder Erinnerungen hochkommen lies. So viele Kameraden hatten es nicht geschafft. Major Pommé, Hauptmann Bitterer. Feldwebel Schulz, der übergewichtige aber geniale Feldkoch seines Bataillons und so viele andere. Er hatte versucht, mehr über das Schicksal seiner Männer zu erfahren aber Informationen waren nur spärlich vorhanden. Vom Panzergrenadieregiment 69 der 10. Panzerdivision hatten es weinger als hundert Mann über das Meer nach Sizilien geschafft. Eine ganze Armee...nein eine ganze deutsch-italienische Heeresgruppe mit über 250.000 Mann war verloren. Das konnte das Oberkommando schönreden wie es wollte. Ein Desaster bleibt ein Desaster. Nun sollte er helfen, die "Festung Sizilien" zu verteidigen. In den letzten Wochen sollen große Truppenteile nach Sizilien verlegt worden sein. Die Gerüchteküche sprach von 8-10 deutschen Divisionen und über 1.000 Flugzeugen. Schwere Küstenartillerie bis hoch zum Kaliber 280 mm sollen an neuralgischen Positionen in gut geschützten Bunkern auf die alliierten Schiffe warten. Und da war ja noch die italienische Marine, die zur Verteidigung des eigenen Bodens wohl bis zum äußersten gehen würde.

Der Fährpram näherte sich der Hafeneinfahrt und verringerte die Fahrt. Oberstleutnant Lauck konnte das rege Treiben an der Pier gut beobachten. Dutzende kleine und größere Schiffe drängelten sich auf engstem Raum an der Pier oder warteten auf Reede bis sie dran waren. Über ihnen kreisten in großer Höhe einige Jäger um für den Fall eines feindlichen Luftangriffes zur Stelle zu sein. Auch konnte er an mehreren Stellen Flakstellungen ausmachen. Von dem einfachen MG auf Lafette über die 20 mm Flak bis zu den schweren 88 mm Kanonen war alles zur Sicherung des Hafens eingesetzt. Es gab ihm ein Gefühl der Sicherheit.
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Fast zwei Stunden mussten sie warten, bis der Fährpram anlegen durfte. Gegen Nachmittag war sein Regiment ausgeladen und er setzte sich mit seinem Kübel an die Spitze der Kolonne. Noch hatte er kaum Zeit gefunden, sich den Offizieren seines Regimentes vorzustellen. Jedoch hatte er sich fest vorgenommen, dieses in den nächsten Tagen nachzuholen. Er wusste bereits, dass sein Regiment hervorragend ausgerüstet und auf Sollstärke war! Gerade im Bereich der leichten Flugabwehr verfügte das Regiment über zwei Dutzend 20 mm Flakgeschütze. Das Regiment war vollständig motorisiert und die Grenadierkompanien waren komplett mit Schützenpanzern ausgerüstet. Den Kern der artilleristischen Unterstützung bildeten 2 Batterien Panzerhaubitzen "Wespe" mit ihren 105 mm Kanonen.

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Gegen Abend erreichten sie den vorgesehehen Verfügungsraum des Regimentes. Für morgen früh hatte Generalleutnant Fries, der Kommandeur der 29. Panzergrenadierdivision eine Lagebesprechung anberaumt. Dann würden sie mehr erfahren über ihre Aufgaben, was an Großverbänden auf der Insel lag und was die Führung für die Zukunft erwartete. Von ihnen und vom Feind...
General Lee, ich habe keine Divison mehr!

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Voetmann
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Beitrag von Voetmann »

Dann sind wir gespannt, was uns hier so erwarten wird. :top:
Wir werden fleißig mitlesen! :) :prost:
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George Pickett
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Beitrag von George Pickett »

Festung Europa

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"Schleicher, traben Sie an Mensch! Wir müssen los!" Oberstleutnant Lauck sah immer wieder auf seine Uhr. Der Divisionsgefechtsstand war zwar nur wenige Kilometer entfernt aber offiziell müssten sie schon in zehn Minuten da sein. Er war Generalleutnant Fries noch nicht persönlich begegnet. Zu hektisch war es in Neapel zugegangen. Er wollte zur ersten Begegnung nicht gleich unpünktlich sein. In diesem Augenblick kam Hauptgefreiter Schleicher kauend um die Ecke. In der linken Hand ein großes Stück Brot, in der rechten Hand eine passende Salami. Lauck war fassungslos. "Ja gibt´s denn das? Möchten der Herr, das wir den Krieg anhalten, solange der Herr speist???" Sofort stellte Schleicher das kauen ein und wollte etwas erwidern, lies es aber sein, da er merkte, das aus seinem Mund wohl nur Krümel und unverständliches Gebrabbel kommen würde. Mit einem Satz war er im Kübel und startete dem Motor. Oberstleutnant Lauck lies sich auf den Beifahrersitz fallen und sah Schleicher an. Der würgte mehrmals, bis der den Mund wieder frei hatte. "Ich bin seit Kriegsbeginn Fahrer, Herr Oberst. In Frankreich, Russland und Afrika." Er sah Lauck mit einem undeutbaren Blick an. "Noch nie ist einer meiner "Fahrgäste" zu spät zu einer Besprechung gekommen!" Er legte krachend den Gang ein. "Festhalten..."

Zehn Minuten später kam der Kübel vor dem alten Bauernhaus, in dem der Divisionsstab untergekommen war, zum Stehen. Es waren für Oberstleutant Lauck die längsten zehn Minuten seines Lebens gewesen. "Darüber sprechen wir noch, Schleicher!" brachte er mühsam hervor. Der sah ihn verunsichert an, da er nicht wusste, wie ernst das zu nehmen war. Dieser Lauck war im unbekannt. Er hatte ihn eigentlich erst auf der Fähre persönlich kennengelernt. Oberstleutnant Lauck hastete in das Gebäude und schloss sich der kleinen Gruppe von Offizieren an, die gerade in den Nebenraum geführt wurden. Dort verteilten sie sich im Halbkreis um einen großen Tisch, hinter dem Generalleutnant Fries stand. "Schön, dass Sie es alle geschafft haben, meine Herren. Die Division hat die Verlegung von Frankeich bis hierher gut gemeistert. Vollzähligkeitsappell für Personal und Material bitte bis heute Abend!" Die anwesenden Offiziere nickten und machten sich Notizen. Der General sah suchend in die Runde, bis er die zwei ihm noch unbekannten Offiziere entdeckte. "Meine Herren, ich möchte Ihnen unsere letzten Neuzugänge vorstellen: Oberstleutnant Lauck, der das Panzergrenadierregiment 15 kommandieren wird und Major Remer, welcher das Pionierbataillon 29 übernehmen wird!" Die angesprochenen stellten sich kurz vor und schüttelten einige Hände.

"Nun zum Ernst des Lebens, meine Herren! Wenn ich Sie bitten dürfte?" Die Offiziere stellten sich enger um den Tisch und begannen, die dort liegende Karte zu studieren. Das erste, was Oberstleutnant Lauck auffiel, war das Fehlen von Fähnchen. Nicht, dass es keine gab...er hatte nur weitaus mehr Fähnchen erwartet. "Unsere Division untersteht formal dem XIV. Panzerkorps, genau wie die 15. Panzergrenadierdivision und die Panzerdivision "Hermann Göring". Mit dem Eintreffen des Stabes und der Korpsartillerie wird innerhalb der nächsten zwei Wochen gerechnet. Auf Sizilien hat die 6. italienische Armee die Kommandogewalt. Sie besteht aus dem XII. Korps und dem XVI. Korps mit jeweils 4 Divisionen. Offiziel untersteht das XIV. Panzerkorps zwar nicht der 6. italienischen Armee, jedoch wird im Falle einer Landung das Vorgehen des Korps eng mit den Italienern abgestimmt." Lauck sah sich die Karte genau an und seine Stimmung verdüsterte sich. "Herr General...ist das alles? Acht Italienische Divisionen von zweifelhafter Kampfkraft und drei deutsche?" Der General lächelte schwach. "Dann sind sie wohl auch den in ganz Italien kursierenden Scheißhausparolen aufgesessen, mein lieber Lauck." Er lies seine Hand von rechts nach links über die Karte schweifen. "Das ist alles, was derzeit zur Verfügung steht..."

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Ein leises Gemurmel machte sich breit als die anwesenden Offiziere die Lage untereinander beurteilten. Oberstleutnant Lauck sah mißmutig auf die Karte. "Natürlich kann sich die Lage jederzeit ändern." Unbemerkt hatte sich der General neben ihn gestellt. "Generalfeldmarschall Kesselring ist sich der Situation auf Sizilien durchaus bewusst und wird nichts unversucht lassen um die Italienfront zu verstärken." Lauck sah neugierig auf. "Front?, Herr General?" Der General lächelte nachsichtig. "Der Feind wird kommen, Lauck. Das ist gewiss. Das einzig ungewisse ist, wann er kommen wird..."
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Hjalfnar
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Beitrag von Hjalfnar »

Sehen Wir das falsche, oder ist er auf der Karte sogar schon da?^^ Schön, dass es losgeht.
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Cfant
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Beitrag von Cfant »

Jepp, die ersten Allierten sind bereits an Land, wenn das Spiel startet.

Bin ja mal gespannt, viel Erfolg! :) Und viel Glück, Ihr werdet es brauchen! :D
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Beitrag von RED-IKE »

Falls ich mal eine Bemerkung dazwischenschieben darf: Ich würde das Szenario dahin bearbeiten, dass wiederaufgestellte Verbände im Norden Italiens erscheinen; sonst werdet Ihr das Vergnügen haben, dass diese Verbände entweder im Rücken des Allierten plaziert werden oder eben gar nicht, da das entsprechende Hex nicht mehr zur Achse gehört. Unschönes Detail...
Danke für die Aufmerksamkeit!
Viel Spass!
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Cfant
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Beitrag von Cfant »

wurde das nicht schon geändert?
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Ruppich
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Beitrag von Ruppich »

Immer diese vielen kostenpflichtigen Abos. Naja was tut man nicht alles für die Kriegswirtschaft ;)
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George Pickett
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Beitrag von George Pickett »

Um alle Regenten zu beruhigen...das PBEM hat noch nicht begonnen (Erst im August). Wie der werte Cfant schon sagte bekommt man keine "saubere" Karte von der Ausgangslage (Und die ist schon beschissen genug :D )

Was das Problem mit den Neuaufstellungen angeht, bzw. dem Ort der Neuaufstellung. Wie ist dieses Problem zu lösen bzw. ist es noch ein Problem? Wir bitten disbezüglich um die Mithilfe der Regenten. :)
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Cfant
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Beitrag von Cfant »

Einfach im Matrixforum den Designer (mike1984) anschreiben und fragen - er sucht glaub ich sowieso grade Testspieler für die aktuelle Version :)
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George Pickett
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Beitrag von George Pickett »

So...haben gegen die KI im Schnelldurchlauf mal die ersten 30 Tage angespielt (Die Alliierten haben eine unverschämt hohe Kampfkraft :motz :)

Als ersten hat es naturgemäß die italienischen Küstenssicherungen erwischt. Als diese wieder aufgestellt wurden, tauchten sie jedoch nicht an ihrem ursprünglichen Platz auf bzw. hinter den inzwischen feindlichen Linien auf, sondern bei Messina im Nordosten Siziliens. Als es dort zu eng wurde, tauchten die wieder aufgestellten Einheien auch auf Korsika auf. Wir denken mal, das dieses Problem wohl nicht mehr aktuell ist. :)
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George Pickett
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Beitrag von George Pickett »

Festung Europa

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Randazzo - 05. Juli 1943
"...und achten Sie immer darauf, dass Sie niemals den General an Körpergröße überragen! Zur Not gehen Sie leicht in die Knie! Er ist da recht eigen..." Der Ia der 15. Panzergrenadierdivision war nicht zu bremsen. Er und Oberstleutnant Lauck standen auf der Terrasse eines kleinen Anwesens, welches sich auf einer Anhöhe über Randazzo erhob. Sie gab einen herrlichen Blick auf den nur wenige Kilometer entfernt liegenden Ätna frei. Wie ein schlafendes Ungeheuer lag der Gipfel im leichten Dunst verborgen. Hangabwärts reihten sich über hunderte von Metern Olivenbäume aneinander und an diesen frühen Abend konnte man zu tausenden die Grillen zirpen hören. Es war ein lauer Abend. So hatte er sich Italien in seiner Jugend vorgestellt. Ursprünglich mit freundlichen Menschen, einer herrlichen Landschaft und angenehmen Temperaturen. Ersteres schien sich gewandelt zu haben. Als Oberstleutnant Lauck von nunmehr fast 1 Jahr nach Italien kam, wurde er als Freund, als Waffenbruder, begrüsst und auch so behandelt. Wo immer er hinkam grüßten ihn freudlich die Menschen. Oft boten sie ihm sogar eine Kleinigkeit zu essen oder zu trinken an. Das hatte sich geändert. Als sie vorhin durch den Ort fuhren gingen ihnen die Menschen aus dem Weg. Türen und Fensterläden wurden geschlossen, als die durch die Strassen fuhren. Italien war Kriegsmüde. Nicht nur das Volk, auch die italienische Armee. Die letzten 2 Tage hatten ihn aller Illusionen beraubt. Die Inspektionsfahrt in den Süden der Insel zur 206. italienischen Küstendivision, die zwischen Syracus und Scoglitti ihre Stellungen hatte, erschütterte ihn zutiefst. Die italienische Armee hatten in den Reihen der Wehrmacht nie einen guten Ruf gehabt, aber was er dort sah, lies seine schlimmsten Befürchtungen wahr werden. Veraltete und unvollständige Ausrüstung und eine spürbar schlechte Moral bei den kaum ausgebildeten italienischen Soldaten. Man konnte das Sichtum förmlich greifen.

"...die Lagebesprechungen beim General arten gerne mal in eine römische Orgie aus..." Die Stimme des Ia kam ihm wieder zu Bewustsein. "Natürlich nur im kulinarischen Sinne." Oberst Schönfeld zwinkerte ihm übertrieben stark zu. Lauck leerte sein Glas Rotwein in einem Zug in der Hoffnung, das es helfen würde, diesen Abend zu überstehen. Etwa zwei Dutzend Offiziere des XIV. Panzerkorps waren hier versammelt und warteten auf General Alfredo Guzzoni, den Befehlshaber der 6. italienischen Armee, der die Verteidigung Siziliens übertragen wurde. Jetzt, wo das Groß des Korps auf Sizilien eingetroffen war, lies es sich der General nicht nehmen und führte die Wehrmachtsoffiziere und die italienischen Kommandeure des XII. und XVI. Korps zusammen. Bevor Oberst Schönfeld wieder zu einer weiteren Belehrung ansetzen konnte wurde es im Haus laut. Man konnte bis auf die Terrasse das Knallen der Hacken hören...und dann trat er auf die Terrasse in die Abendsonne: General Alfredo Guzzoni...

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Wie fast alle Italiener begrüsste er seine Gäste gestenreich und überschwänglich. Seine ersten Opfer waren Generalleutnant Conrath, der Kommandeur der Panzerdivision Hermann Göring, Generalleutnan Roth, der Kommandeur der 15. Panzergrenadierdivision und Generalleutnant Fries, der Kommandeur der 29. Panzergrenadierdivision. Nach und nach lies er sich sämtliche Regimentskommandeure vorstellen, bis auch Lauck an der Reihe war. Obwohl er einen halben Kopf größer war als der General war es ihm einfach zu dumm in die Knie zu gehen. Nach etwa einer halben Stunde war den Förmlichkeiten genüge getan und der General bat zu Tisch, was in diesem Fall eine fast 30 Meter lange Festtafel war. Jeder suchte den ihm zugewiesenen Platz und Ordonanzen schenkten Wein nach. Lauck spürte bereits einen leichten Druck hinter der Stirn und er beschloss auf Wasser umzusteigen, was der italienische Oberst zu seiner linken mit einem abfälligen Blick zur Kenntnis nahm. Oberst Schönfeld hatte nicht übertrieben. In den folgenden zwei Stunden wurden etliche Karaffen Wein geleert und der Lärmpegel stieg immer weiter an. Doch dann, unvermittelt, schlug der General mit der flachen Hand auf den Tisch und verschaffte sich so die nötige Aufmerksamkeit. "Wenn ich die Herren Offiziere nun hinein bitten dürfte. Wir haben noch einiges zu besprechen."

Schlagartig erhoben sich die Offiziere und folgten dem General ins Haus. Im Lageraum hing eine riesige Karte Siziliens an der Wand. Es dauerte einige Zeit, bis alle im Raum versammelt waren und die Tür von außen geschlossen wurde. Oberstleutnant Lauck musterte den General aufmerksam. Er hatte mindestens 2 Karaffen Wein alleine geleert, aber davon war ihm nichts anzumerken. Er schien plötzlich ein anderer Mensch zu sein. Er sah in die Runde und es wurde ruhig im Raum. Der General drehte sich zur Karte um und betrachtete sie eine Zeit lang. Dann wandte er sich wieder den Offizieren zu. "Was sehen Sie, meine Herren?" Er sah von einem zum anderen. Niemand wagte es zu antworten. "Soll ich Ihnen sagen was ich sehe?" Er drehte sich wieder zur Karte um. "Ich sehe eine unlösbare Aufgabe." Lauck dachte, so etwas wie einen kleinen Anflug von Resignation in den Gesichtszügen des Generals zu erkennen. "Rom...Mussolini...das Commando Supremo glauben, das die erfolgreiche Verteidigung Siziliens mit den zur Verfügung stehenden Kräften gewährleistet ist. Schließlich muss der Feind ja über das Meer kommen und ist verwundbar..." Der General verstummte und starrte die Karte an. "Dabei ist es völlig egal, wo sie an Land gehen..." Er drehte sich wieder um und setzte ein entschlossenes Gesicht auf. "In den letzten Tagen bin ich zu der Erkenntnis gekommen, nach eingehender Beratung mit unseren Verbündeten, dass eine Verteidigung ganz Siziliens unmöglich ist. Wir werden daher unsere Kräfte nach erfolgter Feindlandung im Nordosten der Insel bündeln. Nachhuten sollen den feindlichen Vormarsch verlangsamen bis das Groß der Verbände die Verteidigungsstellungen eingenommen hat. Wenn ich die Herren näher an die Karte bitten dürfte...."

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"Im Rahmen unserer begrenzten Möglichkeiten werden wir versuchen, den Stellungsbau dort voranzutreiben. Der Erfolg hängt davon ab, was wir an Männern und Material einsetzen können und wie lange uns der Feind noch Zeit gibt. Es ist meine feste Überzeugung, dass wir hier dem Feind Einhalt gebieten müssen um eine Invasion des italienischen Festlandes zu verhindern..."
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Templer
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Beitrag von Templer »

Werter Pickett,

mit Vergnügen haben wir die Erlebnisse eures Helden bei Tunis verfolgt.
Von unserer Seite ein Vorschlag, eine Bitte, eine Anregung: Zukünftig zur jeweiligen Lage auch immer den Wetterbericht mit einblenden.

Nachdem Ihr ja nun keine Division mehr habt, solltet Ihr dafür Zeit finden. :D
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George Pickett
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Beitrag von George Pickett »

Werter Templer,

euer Wunsch soll natürlich erfüllt werden. Das Wetter ist ja auch kein unwichtiger Faktor und wir wollen natürlich, dass die werte Leserschaft mit dem Maximum an Informationen versorgt wird. Dahingehend die Bitte an alle Mitleser bzw. TOAW Spieler. Haltet euch bitte nicht mit Tipps, Anregungen oder Kritik zurück. Wir sind für Hilfe und andere Sichtweisen durchaus dankbar. :)
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Beitrag von George Pickett »

Der Krieg in Italien 1943 - 1945 in Wort und Bild

Von Generalmajor (WH) Manfred Lauck - 1. Auflage - Pickett Verlag 1955


Vorwort
Der Autor wurde am 12. März 1910 in Wiesbaden geboren. Er trat 1932 in die Reichswehr ein und erhielt 1935 sein Offizierspatent. Bis zum Ausbruch des 2. Weltkrieges hatte er verschiedene Dienstposten inne, darunter eine 1-jährige Verwendung beim deutschen Militärattaché in Buenos Aires. Es folgte die Verwendung als Zugführer bei der 32. Infanteriedivision in Köslin (Westpommern). Mit dieser Division zog er 1939 in den 2. Weltkrieg und nahm mit ihr am Polen- und Westfeldzug teil. Für die Teilnahme an den beiden Feldzügen wurde er mit den Eisernen Kreuzen I. und II. Klasse sowie mit dem Verwundetenabzeichen ausgezeichnet. Ebenso erhielt er die Beförderung zum Oberleutnant. Am 22. Juni 1941 überschritt die 32. Infanteriedivision als Teil des II. Armeekorps der 16. Armee die sowjetische Grenze im Zuge des Unternehmens "Barbarossa". Anfang 1942 wurde er im Kessel von Demjansk schwer verwundet und ausgeflogen. Nach seiner Genesung und Beförderung zum Hauptmann folgte eine dreimonatige Verwendung beim Ersatzheer bis er im Sommer 1942 in den Stab des Oberbefehlshabers Süd nach Rom versetzt wurde.
Im Zuge der alliierte Landung in Nordafrika im November 1942 wurde er als Vorausabteilung des "Korpsstabes Nehring" zusammen mit einer Kommandoeinheit Fallschirmjäger nach Tunis geflogen. Von November 1942 bis Ende Januar 1943 kommandierte er im Verband der 10. Panzerdivision zuerst das II./Panzergrenadierregiment 69, ab Februar 1943 bis zur Kapitulation der 5. Panzerarmee Mitte März 1943 das Regiment selbst. Inzwischen zum Oberstleutnant befördert und mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet, war er einer der letzten deutschen Soldaten, die durch die Kriegsmarine aus Nordafrika evakuiert werden konnten. Anfang Juli 1943 kehrte er in den Mittelmeerraum zurück, nunmehr als Kommandeur des Panzergreandierregimentes 15 der 29. Panzergrenadierdivision auf Sizilien. Dieser Division und diesem Kriegsschauplatz blieb er bis Kriegsende treu.

Viel ist über den 2. Weltkrieg geschrieben worden. Der Autor konzentriert sich auf die Ereignisse im Mittelmeerraum während der letzten 22 Monate dieses furchtbaren Krieges. Ereignisse, die vielleicht unterschätzt werden im Vergleich zu dem Ringen an der Ostfront oder dem D-Day in der Normandie 1944. Aber die Ereignisse in Italien hatten direkt und indirekt Auswirkungen auf andere Fronten und umgekehrt. Diese Wechselwirkungen werden gerne übersehen. Auch die Leiden der Soldaten und der Zivilbevölkerung in Italien werden angesichts der Greuel im Osten und dem Bombenkrieg an der Heimatfront gerne übersehen.


"Krieg kann und darf niemals wieder die Alternative zur Vernunft und zur Verständigung werden!"
(Manfred Lauck)

Frankfurt am Main im Juni 1955





I. Kapitel
Mare Nostrum - das Ende eines italienischen Traums
Im Sommer 1942 befand sich Italien, dank der Unterstützung des deutschen Verbündeten, auf dem Höhepunkt seiner Macht. Die deutsch-italienischen Truppen standen tief in Ägypten und das italienische Expeditionskorps in Russland war auf Armeestärke vergrößert worden. Es stand tief in Russland und deckte die Flanke der Heeresgruppe B bei ihrem Vormarsch auf die Wolga und Stalingrad. Diese 8. italienische Armee sollte Mussolinis Ansprüche gegenüber Hitler sichern, wenn die Sowjetunion entgültig besiegt sein sollte. Mit diesem Sieg wurde fest für das Jahr 1942 gerechnet. Doch nicht einmal 6 Monate, von November 1942 bis März 1943 sollten ausreichen, um Mussolini und ganz Italien die Grenzen aufzuzeigen und das Leid zu ihnen zu tragen.

Während der sowjetischen Winteroffensive 1942/1943 wurde in Südrussland die 8. italienische Armee de facto vernichtet. Fast 200.000 italienische Soldaten waren tot, verwundet oder in Gefangenschaft geraten. Der Aderlass für das italienische Heer war unglaublich hoch gewesen, gerade weil diese Verbände, im Vergleich zu anderen Divisionen, einen relativ guten Ausbildungs- und Ausrüstungsstand hatten. Die Hoffnung auf einen baldigen Sieg im Osten und ein Ende der Kämpfe dort war dahin.

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Nur wenige Wochen später ereilte eine weitere italienische Armee dieses Schicksal. In Nordafrika, genauer gesagt in Südtunesien, kämpfte die 1. italienische Armee zusammen mit dem deutschen Afrikakorps einen aussichtlosen Kampf. Der Versuch, sich kämpfend aus Lybien zurückzuziehen und Verbindung mit den in Nordtunesien gelandeten Truppen herzustellen, war gescheitert. Am 09. März 1943 kapitulierte die 1. italienische Armee unter General Messe vor Montgomery´s 8. britischen Armee. Auch hier gingen fast 200.000 Soldaten in die Kriegsgefangenschaft. Binnen weniger Monate hatte das italienische Heer fast die Hälfte ihrer Verbände verloren.

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Noch während man versuchte, sich von diesem Schock zu erholen, zog die nächste Bedrohung am Horizont auf. In Tunesien sammelten die siegreichen Alliierten ihre Verbände und bereiteten sich auf den Sprung nach Italien vor. Der erste Schritt würde hierbei, dessen waren sich alle bewusst, Sizilien sein. Wer den Wind säht wird den Sturm ernten. Der Krieg kam nach Italien.
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Beitrag von George Pickett »

Angaben zum Szenario:

-667 Runden (10.07.43 - 07.05.45)
-Hexgröße 5km
-1 Zug = 1 Tag

Hier mal die bisher vereinbahrten Hausregeln:

-Eine Landung auf dem italienischen Festland darf erst erfolgen, wenn Sizilien von den Alliierten vollständig erobert ist.
-Keine Landung der Alliierten nördlich von Anzio
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Beitrag von Cfant »

Gibt es eine Hausregel zur Landung in Neapel? Dass zuerst Salorno oder so erobert sein muss?
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Beitrag von George Pickett »

Cfant hat geschrieben:Gibt es eine Hausregel zur Landung in Neapel? Dass zuerst Salorno oder so erobert sein muss?
Nein, wir haben erst mal nur diese beiden Regeln aufgestellt. Ist wohl ein Balanceakt zwischen historischer Anlehnung und freiem Spiel. Wir sind, wie gesagt, für Vorschläge dankbar. :)
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Beitrag von Templer »

George Pickett hat geschrieben:Angaben zum Szenario:

-667 Runden (10.07.43 - 07.05.45)
Tatsächlich?
Noch eine Woche nach Hitlers Selbstmord?
Und wo steht nun Generalmajor Lauck politisch?
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Beitrag von George Pickett »

Ja, bis zum bitteren Ende wird gekämpft!

Wo Lauck politisch steht??? Er gehört der "Not me" -Fraktion an :D

Nein, mal ernsthaft. Politik wollten wir eigentlich aus dem AAR heraushalten. Man sieht ja im SH4-AAR wohin das führt... :rolleyes:
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George Pickett´s AAR´s
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