Preview-AAR: "Birth of America"

Canaris

Preview-AAR: "Birth of America"

Beitrag von Canaris »

Birth of America
Ich begrüße die werte Leserschaft zu meinem Kurz-AAR, das als Preview zum bald erscheinenden Spiel Birth of America von AGEOD, dem neuen Team um Philippe Thibaut, dienen soll.
Zuallerst, für alle durch Pax Romana oder Great Invasions abgeschreckten Spieler - dieses Mal hat Thibaut wirklich den Wechsel vom Brettspiel zum Computerspiel geschafft. Die Vorgänger sind nicht mit BoA vergleichbar, da ein ganz neues, rundenbasiertes Engine verwendet wird.

Bevor ich mit dem AAR beginne, hier erstmal etwas zum Spiel selbst.

Birth of America spielt von 1755 bis 1783, also die Zeit der French and Indian Wars und vor allem des American War of Independence, also des amerikanischen Freiheitskrieges. Die Karte, die von Florida bis Quebec und New England bis Mississippi reicht, ist in 700 Provinzen aufgeteilt. Die Provinzen sind wiederum in Staaten aufgeteilt, mehr dazu wird in meinem AAR folgen.
Der Spieler kontrolliert hauptsächlich die militärische Seite des Krieges, also Truppen steuern, Forts und Depots bauen, Belagerungen und vieles mehr.
Die Truppeneinheiten der Infanterie sind die Regimenter, die aus Kompanien bestehen, auf die man allerdings keinen direkten Einfluss hat. Insgesamt gibt es ca. 90 verschiedene Einheiten zu Land und auf See - jeder mit ihrer eigenen Moral, Erfahrung, Stärke, Qualität, Herkunft(sstaat) etc.
Außerdem gibt es über 100 Generale, jeder mit individuellen Eigenschaften.
Das gesamte Geschehen wird durch viele verschiedene Aspekte wie das Wetter, die Jahreszeit, die Landschaft und die Treue der Einwohner, entweder zu den Briten oder den Rebellen, beeinflusst.

Viel mehr will ich zuerst eigentlich gar nicht sagen, weil man sich von der Beschreibung doch nur ein ungenaues Bild machen kann. Im AAR werde ich alle genannten Aspekte und auch noch einige mehr, die ich noch nicht erwähnt habe, vertiefen.
Canaris

Beitrag von Canaris »

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Das 1778 Norther Campaign Szenario

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Canaris

Beitrag von Canaris »

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Das 1778 Northern Campaign Szenario
Die allgemeine Situation im Jahre 1778: Die strategische Situation hat sich durch den Kriegseintritt Frankreichs stark verändert. War es zunächst nur ein regionales Geplänkel, nimmt der Krieg nun globale Ausmaße an. Die Engländer müssen nun nicht nur um ihren Nachschub nach Amerika, sondern auch um den Handel rund um den Globus fürchten. Aber noch können die Rebellen ihre Vorteile nicht ausnutzen. Es fehlte an Devisen und einem ausgeklügelten Plan zur Beseitigung der britischen Truppen auf dem Kontinent.

Das historische Geschehen im Jahre 1778: Als Sir Henry Clinton das Kommando in Nordamerika übernahm, hatte er bereits die Befehle, Philadelphia zu evakuieren. Damit sollte sichergestellt werden, das New York nicht in die Hände der Feinde fällt. Die Amerikaner übernahmen die Initiative und begannen den Angriff auf die Armee Clintons am 28. Juni. Das erste Mal konnte die Continental Army Stärke auf dem Schlachtfeld beweisen, das Training, unter anderem durch den preußischen Baron von Steuben, zeigte seine Früchte. Nichtsdestotrotz verlor Washington die Schlacht und Clinton gelang der Rückzug nach New York.

Ich habe mich in diesem Szenario für die Briten entschieden, da sie die etwas schlechteren Chancen auf einen Sieg haben. Mehr zu Strategie im nächsten Teil.

Meine zu erreichenden Ziele:

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Canaris

Beitrag von Canaris »

Erklärungen zur Spieloberfläche:

Bevor es richtig losgeht, erstmal das Nötigste zur Spieloberfläche, von oben nach unten.

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Oben mittig ist die Landschaft der Region zu sehen. Es gibt insgesamt acht verschiedene Typen. Das zu sehende "Clear" repräsentiert offenes und kultiviertes Land. Es nimmt keinen Einfluss auf den Kampf und den Marsch, ist also für das Durchmarschieren gut geeignet, bietet aber bei einer Verteidigung keinen Schutz. Außerdem sind feindliche Truppen leichter zu entdecken. Das Gegenteil von "Clear" wäre "Mountain", dort kann man nur sehr langsam marschieren und es gibt kaum Nachschub. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit einer Entdeckung gleich 0 und das Gebiet ist ausgezeichnet zu verteidigen.

Weiter rechts im Bild ist das Wetter zu sehen. Es gibt 5 verschiedene Stufen, von "Fair" bis "Blizzard".

Ganz oben rechts ist das Jahr und der Monat zu sehen. Eine Runde entspricht einem Monat. Interessant dürfte allerdings sein, dass sich Einheiten nicht in Runden, sondern in Tagen bewegen. Auch Schlachten finden in Tagen statt.

In der Bildmitte ist die Karte in der höchsten Zoomstufe zu sehen. Dabei ist der Filter "Control" aktiviert, dass heißt, es wird die Zugehörigkeit einer Region angezeigt. (In diesem Fall rot für die Briten, blau für die Rebellen)

Auf der Karte befinden sich einige Städte. Sie bieten einen gewissen Schutz und Nachschub. Außerdem gibt es auch noch Forts und Depots, die sowohl in einer Stadt als auch mitten in einer Region errichtet werden können. Dazu später mehr.

Auf der Karte befinden sich zwei große Armeen. Die rote "Main Army", angeführt vom Commander in Chief Clinton und die Continental Army unter General Washington. Die grünen Punkte unter den Bildern zeigen die Stärke der Armee an.

Ich habe meine "Main Army" angeklickt und fahre gerade mit meiner Maus darüber, deswegen werden mir Daten zu der Armee angezeigt. Ansonsten kann ich mir per Mausbewegung auch noch Extrainfos zu der Region und zur feindlichen Armee geben lassen. Das werde ich im Laufe des AARs demonstrieren.

In der Bildmitte ist die Zusammenstellung meiner Armee mit den Allernötigsten Informationen zu sehen. Zuallerst kommt der Befehlshaber, dann ihm unterstehende Generale und dann die verschiedenen Regimenter.

Unten mitte links gibt es vier Buttons in grün, blau, orange und rot. Mit ihnen kann man das Verhalten der Armee einstellen. Grün heißt "Passiv". Die Armee hat größere Chancen, bei einem Angriff fliehen zu können. Allerdings gibt es bei einer Attacke Abzüge.
Blau bedeutet "Defensiv". Durchreisende Armeen werden nicht angegriffen, sollte man allerdings angegriffen werden, gibt es Boni.
Orange bedeutet "Aggresiv". Feindliche Armeen in der selben Region werden angegriffen, sollte sich ein Fort oder eine Stadt in der Region befinden, wird sie belagert.
Rot heißt "Assault", also Sturmangriff. Jeder Feind in der Region wird angegriffen und Städte oder Forts gestürmt.

Weiter rechts sieht man die Einheiten, die sich in der Armee befinden (hier nur die Generale, um mehr zu sehen muss man nach rechts scrollen). Oben rechts bei den Generalen ist der Rang in Sternen (bei Admiralen: Schiffe) zu sehen, von eins bis drei. Oben links sind spezielle Eigenschaften zu sehen.

Ganz unten rechts stehen noch einige Informationen zu den Einheiten/Generalen. Beim Klick darauf erscheint ein Fenster mit ausführlichen Infos.

Über den Bildchen, etwas weiter rechts, ist neben einem Brief ein Kessel und Kanonenkugeln zu sehen. Das zeigt den Munitions- und Nahrungsvorrat an.

Gehen wir noch einmal zurück nach links unten. Dort sind sechs Symbole zu sehen. Von links nach rechts: Fort errichten, Depot errichten, Ausfall (aus Forts oder Städten), Eingraben, Hinterhalt (nur Indianer, Miliz und ein paar andere Einheiten) und "forced march", also ein Kraftmarsch, mit dem man zwar schneller marschiert, der aber andere Nachteile hat.
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Jaycee
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Beitrag von Jaycee »

Oha, das schaut nett aus. :)
Kann man das modden? :D ;)
Canaris

Beitrag von Canaris »

Nun, es gibt Events. *hust* Außerdem wird es einen Nachfolger zu ähnlichen Zeiten in Europa geben, darf ich eigentlich gar nicht sagen*hust*

Wie dem auch sei, spätestens morgen gibt es die Fortsetzung.
Canaris

Beitrag von Canaris »

Hier die Details zum werten General Cornwallis:

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Und einer Kompanie der 42nd Black Watch:

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Ruprecht I.
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Beitrag von Ruprecht I. »

Sieh mal an, Unsere penetranten Nachfragen früherer Zeiten machen sich jetzt in ausführlicheren Erklärungen bezahlt :^^:
Wünsche Deinem Feind nichts Schlechtes.
Plane es.
Nassauern für Anfänger (Stand 10.7.2014)
Canaris

Beitrag von Canaris »

Die britische Strategie:

Die Stärken des britischen Heeres liegen klar auf der Hand. Gut trainierte und gut ausgerüstete Einheiten und eine große Mobilität im Küstengebiet durch die Royal Navy.
Aber natürlich gibt es auch einige Nachteile. Im Falle des Eindringens tief in rebellisches Gebiet wird der Nachschub knapp. Wenn ich meine Truppen zersplittere (und das muss ich) bin ich außerdem anfällig für Hinterhalte.

Mein erster Schritt wird es sein, die Continental Army in einer offenen Feldschlacht zu besiegen. So soll die Störung des Rückzugs meiner "Main Army" verhindert werden und vergleichsweise gut ausgerüstete Rebellen vernichtet werden.

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Im Norden ist das Vorgehen weit komplizierter. Hier verfügen wir über weniger Truppen und müssen größere Gebiete erobern. Hier stehen mir eine unbekannte Zahl Rebellen entgegen. Zunächst ist mein Plan, das Fort West Point einzunehmen, um die wichtige Brücke gen Osten zu kontrollieren. Dann soll weiter nach Albany marschiert werden.

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Sollte dieses riskante Manöver, bei dem ich New York nur mit einer kleinen Garnison besetzen kann, gelingen, soll meine Armee, in der Zwischenzeit hoffentlich durch die "Main Army" verstärkt, wieder runtermarschieren, um strategisch wichtige Städte einzunehmen.
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Man darf sich also auf die erste richtige Folge meines AARs freuen :)
König Andre

Beitrag von König Andre »

Schön Werter Canaris nur weiter so bin gespannt. :prost:

Eine frage nebenbei wie werden die schlachten im game dargestellt?
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Ruprecht I.
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Beitrag von Ruprecht I. »

Das unterliegt leider der NDA :^^:
Wartet doch einfach die nächste (erste) Folge ab ;)
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MADCAT

Beitrag von MADCAT »

Hmm das Spiel gefällt mir schon jetzt :D Eine Frage hätte ich, vielleicht habe ich das auch nciht richtig mitbekommen: Kann man weitere Truppen ausheben oder muß man mit seinen Anfangstruppen auskommen?
von Stollberg

Beitrag von von Stollberg »

Ui :eek:
Das sieht ja mal gut aus!
Stauffenberg

Beitrag von Stauffenberg »

MADCAT hat geschrieben:Hmm das Spiel gefällt mir schon jetzt :D Eine Frage hätte ich, vielleicht habe ich das auch nciht richtig mitbekommen: Kann man weitere Truppen ausheben oder muß man mit seinen Anfangstruppen auskommen?
Ein Canarienvögelchen hat mir im ICQ gezwitschert, dass man Milizen und Indianer in befreundeten Provinzen ausheben könne, dass reguläre Verstärkungen und Ersatz aber primär per Event erscheinen würden... ;)

Sieht in der Tat seeeeehr interessant aus, aber, Thibaut hat sich bis jetzt letztendlich IMHO immer als ein Vertreter des "gut gemeint und gut gemacht sind für mich unüberbrückbare Gegensätze" erwiesen, darum erlaube ich mir bis auf Weiteres, skeptisch zu bleiben, leider...
MADCAT

Beitrag von MADCAT »

Ahso ok danke für die Antwort :) Na dann ab mit Indianern gegen die Amis :D
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Alith Anar
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Beitrag von Alith Anar »

@Canaris

Das unten Links ist die Spielkarte ?
Gibt es Marineeinheiten?
Ich kann keine sehen, oben hast du Sie aber erwähnt.
Wo wird das zu kaufen sein. Sieht nicht so nach einem Massenmarkttitel aus :(

Alith
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Canaris

Beitrag von Canaris »

Stauffenberg hat geschrieben:Ein Canarienvögelchen hat mir im ICQ gezwitschert, dass man Milizen und Indianer in befreundeten Provinzen ausheben könne, dass reguläre Verstärkungen und Ersatz aber primär per Event erscheinen würden... ;)
Vollkommen richtig. Allerdings kehren die Indianer im Winter in ihre Quartiere zurück und die Milizen manchmal in ihre Städte. Also nicht gerade die zuverlässigsten Einheiten.
Wie bereits gesagt, bekommt man Einheiten hauptsächlich per Event. Also z.B.: Nachschub aus England - oder: Truppen für die Continental Army werden in der Stadt ausgestampft.
Außerdem gibt es dann noch in manchen Szenarien Armeen, die aus dem Hinterland "auftauchen", wenn nicht die ganze Karte spielbar ist.
Alith Anar hat geschrieben: Das unten Links ist die Spielkarte ?
Gibt es Marineeinheiten?
Ich kann keine sehen, oben hast du Sie aber erwähnt.
Wo wird das zu kaufen sein. Sieht nicht so nach einem Massenmarkttitel aus
Ja, es gibt Marineeinheiten. Die werden im Laufe des AARs noch gezeigt. Es gibt von Booten für das Befahren von Flüssen im Landesinneren bis zu Ships of the Line alles :) . Das unten links ist die Spielkarte, und das Spiel ist in den USA und via: Internet erhältlich. Der Nachfolger ist für den europäischen Markt bestimmt.


Achja, vielleicht ist war es bis jetzt nicht so ganz klar. Das Spiel beinhaltet nicht nur den Freiheitskrieg sondern auch die Kriege der Engländer gegen den Franzmann.
Canaris

Beitrag von Canaris »

Die Briten im Feldzug 1778 gegen Frankreich und die Rebellen

Erzählt aus dem Blickwinkel des britischen Commanders in Chief Sir Henry Clinton

Gerade erleichterte sich der Befehlshaber über alle amerikanischen Truppen Seiner Majestät sich in einem eigens bereitstehenden Kessel, als ein Adjudant mit einer Nachricht in seinen Raum trat. Ganz Engländer trete trete sich dieser um und schaute ohne eine Miene zu verziehen auf die Wand.
"Euer Lordschaft, die Continental Army unter General Washington hat soeben Reading besetzt. Loyalisten berichten, dass die unter Baron von Steuben ausgebildeten Truppen erstmals ein gewissen, wenn auch primitiven Grad an Disziplin erreicht haben."
"Aufrührer und Disziplin? Ich habe selten etwas lächerlicheres gehört. Aber denen werde ich schon zeigen, wie richtige Truppen aussehen. Noch hat keiner dieser verlausten Affen von selbsternannten Generalen über mich gesiegt. Und ich plane nicht, das zu ändern. Rufen sie meinen Stab zusammen..."
Canaris

Beitrag von Canaris »

Die Briten im Feldzug 1778 gegen Frankreich und die Rebellen

Erzählt aus dem Blickwinkel des britischen Commanders in Chief Sir Henry Clinton

Gerade erleichterte sich der Befehlshaber über alle amerikanischen Truppen Seiner Majestät sich in einem eigens bereitstehenden Kessel, als ein Adjudant mit einer Nachricht in seinen Raum trat. Ganz Engländer trete sich dieser um und schaute ohne eine Miene zu verziehen auf die Wand.
"Euer Lordschaft, die Continental Army unter General Washington hat soeben Reading besetzt. Loyalisten berichten, dass die unter Baron von Steuben ausgebildeten Truppen erstmals ein gewissen, wenn auch primitiven Grad an Disziplin erreicht haben."
"Aufrührer und Disziplin? Ich habe selten etwas lächerlicheres gehört. Aber denen werde ich schon zeigen, wie richtige Truppen aussehen. Noch hat keiner dieser verlausten Affen von selbsternannten Generalen über mich gesiegt. Und ich plane nicht, das zu ändern. Rufen sie meinen Stab zusammen..."

Nur einen Tag später begann der Marsch der Main Army. Wie Clinton nicht wissen konnte, plante Washington, die Continental Army zum ersten Sieg auf offener Feldschlacht gegen die Briten zu führen.

Am 25. Februar begegneten sich die beiden Armeen zwischen Reading und Philadelphia.

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In der Nacht zuvor hatte man den englischen Lord wegen des anstehenden Kampfes geweckt, und dementsprechend war seine Laune. Die konnte sich allerdings wieder ändern, als General Leslie, von Clinton hinter seinem Rücken als Hofschranze bezeichnet, ihm mitteilte, dass die amerikanische Armee der ihrigen zahlenmäßig überlegen war. Und so konnte sich Clinton dazu aufraffen, das Fernrohr aufs Auge zu setzen.
Zwar gefiel ihm, wie dort eine amerikanische Reihe nach der anderem, zunächst unter dem Feuer der Kanonen, dann der der Musketen, zu Boden ging, fragte dann aber: "Wer hat denn die Grenadieren dort hingestellt? Wenn die wieder verenden, muss ich King George wieder um neue bitten. Und wir alle wissen, wie sehr ich diese Bittstellerei hasse."
"Euer Lordschaft, ihr habt die Positionierung der Schlachtreihen so angeordnet..."
"Ah, wo sie es sagen. Selbstverständlich. Dort werden sie den meisten Schaden anrichten."
Verheerend wirkte sich aus, dass die Engländer wegen ihrer besseren Ausbildung schon wesentlich früher mit dem Beschuss beginnen konnten.

Wenig später kicherte der General über die scheinbar feindliche Kavallerie, die zwischen den beiden Heeren völlig aufgerieben wurden. Nur gut, dass er seinen Mund gehalten hat. Denn der Feind besaß gar keine Kavallerie...

Fünf Tage später:

"Oh, wie schön. Der feindliche Sturmangriff beginnt. Darauf freue ich mich immer am meisten."
Und dieses Mal hatte er auch allen Grund sich zu freuen. Zu hunderten gingen die Amerikaner unter dem konzentrierten Feuer der englischen Linien zu Grunde.

Das Ergebnis der Schlacht:
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Am siebten Tag zog sich General Washington zurück. Dieses Desaster sollte ihm eine Lehre sein...
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Boron
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Beitrag von Boron »

Verzeiht den kritischen Post.
Erstmal vielen Dank für das interessante AAR, euer Idealismus die Thibaut-Spiele zu promoten hat uns sogar zu einer positiven Reputation hingerissen, einfach bewunderswert :) .

Eine Hauptfrage drängt sich auf:
Könnt ihr selber kämpfen (so wie z.B. bei Crown of Glory oder RTW) oder wird euch das Ergebnis nur so präsentiert wie ihr es gezeigt habt?

Falls letzteres tatsächlich zutrifft, wäre das schon arg seltsam. Kommen wir also zu meinem Ersteindruck bzw. zu meiner Kritik:

Das Spiel scheint ein typischer Fall von Pseudokomplexität zu sein. Auf den ersten Blick scheint es zwar komplex in Wirklichkeit ist es aber eher langweilig.
Ihr habt ja schon geschrieben das Hauptaugenmerk liegt auf den Kämpfen.
Wenn die aber nur so schematisch ablaufen wie von euch beschrieben wo ist dann der Sinn des Spieles?
Da kann ich das Unabhängigkeitsszenario in Eu2 spielen und habe wohl mehr Spielspaß als hier.

Denn dass ihr eure Truppen fast nur per Event kriegt ist ja noch schlimmer.
Da werdet ihr als Spieler quasi entmündigt.
Was müsst ihr dann überhaupt noch tun? Nur Armeen hin+ und herschieben?

Wargame geht auch anders. Es ist zwar Fantasyszenario, aber Wargame: Dominions 2. Dominions 2 wurde ebenfalls von einem kleinen Indyteam (2 Skandinavier) entwickelt und ist ein Nischenprodukt, daher ist der Vergleich also sehr berechtigt.
Dominions 2 bietet dem Spieler jedoch extreme spielerische Freiheiten.

Was für Vorzüge außer dem unterschiedlichen Szenario (das für uns Europäer eh nicht so interessant sein dürfte, zumindest die meisten) hat denn Birth of America zu bieten?

Nochmals sorry für den sehr kritischen Post aber wir denken wie der werte Stauffenberg dass es sich hierbei nur wieder um ein zwar innovatives jedoch eher unspielbares Spiel handelt.
Vielleicht könnt ihr uns ja im Verlauf des AARs eines Besseren belehren, das nachfolgende Spiel für den europäischen Markt könnte durchaus interessant werden. Great Invasions wollten wir uns schon fast kaufen aber die totale Kritik an dem Spiel (auch von Euch) hat dies dann verhindert. Ich habe kein einziges Review gefunden dass Great Invasions gelobt hat.
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