Die große japanische Verbindungskonferenz zwischen Regierung und der höchsten militärischen Führung des Landes beschloss am 03.September 1941 das Japan in den Krieg gegen die USA, Großbritannien und die Niederlande eintreten müsse, wenn das Ölembargo nicht bis Oktober des Jahres aufgehoben sein würde. Doch war Japan auf diplomatischer Ebene nicht zu den Zugeständnissen bereit die nötig gewesen wären, die Situation zu entschärfen und um Vertrauen aufzubauen.
Die USA ihrerseits, das hatte Präsident Roosevelt eindeutig festgelegt, würden dieses Ölembargo nur dann aufheben, wenn sich Japan aus Französisch-Indochina zurückziehen und darüber hinaus die besetzten Gebiete in China räumen würde. Der diplomatische Ton wurde rauer und gipfelte im September 1941 in der ablehnenden Haltung des State Department auf den Vorschlag des japanischen Premierministers Fürst Konoye, der ein direktes Treffen seiner Person mit dem amerikanischen Präsidenten vorschlug. Diese ablehnende Erklärung des State Department brachte unter anderem folgendes zum Ausdruck:
„Die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika hält es jetzt für notwendig zu erklären, dass dann, wenn die japanische Regierung weitere Schritte in der Verfolgung einer Politik oder eines Programms zur militärischen Beherrschung benachbarter Länder durch Gewalt oder durch Androhung von Gewalt unternimmt, die Regierung der Vereinigten Staaten gezwungen sein wird, unverzüglich alle Maßnahmen zu ergreifen, die sie für richtig und notwendig hält, um die legitimen Rechte und Interessen der Vereinigten Staaten zu schützen und die Sicherheit und Unversehrtheit des Staates zu gewährleisten.“
„Vorstoß zwischen den Inseln des mittleren Pazifik (Marshall – Karolinen - Marianen Inseln). Vernichtung der japanischen Flotte nahe den japanischen Gewässern.“
Was dieser Plan aber nicht berücksichtigte war, dass sich sowohl die Zusammensetzung der japanischen Flotte, als auch ihre Doktrin in den letzten zwei Jahrzehnten drastisch verändert hatte…
Im Herbst 1941 wurde die Notwendigkeit einer engeren Zusammenarbeit immer drängender. Doch die Ansätze der in Asien vertretenden Mächte waren zu unterschiedlich. Letztendlich scheiterten die Verhandlungen daran, dass Großbritannien darauf beharrte, die Verteidigung im Falle eines Krieges an der „Singapur-Strategie“ auszurichten, welche diesen Stützpunkt als zentralen Dreh- und Angelpunkt einer jeder Verteidigung ansah. Dementsprechend forderte das Empire für Singapore absolute Priorität in Bezug auf Truppen, Waffen und Ausrüstung.
Als kleinsten gemeinsamen Nenner einigte man sich schließlich am 15. September 1941 auf die Bildung des „Joint Intelligence Center“ (J.I.C.), in welchem die nachrichtendienstlichen Erkenntnisse aller beteiligten Staaten für den asiatischen Raum zusammengetragen und ausgewertet wurden. Ihren Sitz hatte diese im geheimen operierende Organisation in Manila.
Am Vorabend des Krieges
Eigentlich hatte Jedermann es kommen sehen. Die Zeichen waren nicht zu übersehen. In seinem Hauptquartier in Manila bemerkte der Oberbefehlshaber der „Asiatic Fleet“, Admiral Thomas Hart, untrügliche Anzeichen dafür, dass die japanischen Feindseligkeiten jederzeit beginnen konnten. Seit Tagen erfolgten in der Nacht immer wieder Überflüge nicht identifizierter Flugzeuge. Am Vormittag des 06. Dezember 1941 fand in Manila eine Lagebesprechung statt. Anwesend waren General Mc Arthur, der Oberbefehlshaber auf den Philippinen, Admiral Hart sowie Admiral Sir Tom Phillips, der Oberbefehlshaber der „British Far East Fleet“.
Admiral Phillips berichtete, dass seine Aufklärer vor der Küste von Indochina einen großen japanischen Konvoi gesichtet hatten. Leider ging der Kontakt durch schlechtes Wetter im Golf von Siam verloren. Die drei Offiziere fragten sich, welches Ziel dieser Konvoi haben würde, ob dies der Auftakt zum Krieg wäre. Als die Besprechung zu Ende war, wandte sich Admiral Hart an Admiral Phillips und fragte ihn, wann er nach Singapore zurückfliegen wolle. „Ich denke, morgen früh“ erwiderte Admiral Phillips. „Wenn Sie das Bedürfnis verspüren, bei Ihren Männern zu sein, sobald der Krieg ausbricht, dann empfehle ich Ihnen, sofort aufzubrechen!“ meinte Admiral Hart.
Admiral Phillips empfand diesen omenhaften Ratschlag seines amerikanischen Kollegen für übertrieben, lies aber sein Flugzeug zum Start vorbereiten. Am späten Nachmittag hob die S23 "Empire" mit dem Admiral an Bord in der Bucht von Manila ab und nahm Kurs auf Singapore...


















