S.P.Q.R. (Ein RTR AAR)

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George Pickett
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S.P.Q.R.

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Der Gallisch - Römische Krieg

I. Teil - Jenseits des Limes (264 - 259 v. Chr.)

Der Bekämpfung der Gefahr im Norden wurde nun alles untergeordnet. Der Senat schuf den Begriff der "wehrhaften Republik". War es bisher so, dass Soldaten nur in wenigen Städten wie Rom oder Capua ausgebildet und ausgerüstet werden konnten, so sollte dieses mittelfristig im ganzen Land möglich sein. Rom musste in der Lage sein, binnen kürzester Zeit überall im Land mit seinen Truppen präsent zu sein. Den Göttern sei Dank war die Staatskasse gut gefüllt, aber andere Bauvorhaben in den Städten mussten hinten anstehen. Die Bürger Roms ächzten unter der hohen Steuerlast, bekamen dafür aber auch Annehmlichkeiten, die Ihr Leben einfacher und schöner gestalteten. Dieses Gleichgewicht drohte nun aus den Fugen zu geraten.

Im Frühjahr 263 v. Chr. entsetzte Oppius Rullianus mit seiner Legion Ariminum. Vor den Toren der Stadt kam es zur Schlacht, die stundenlang hin und her wogte. Den Ausschlag für den römischen Sieg gab der Ausfall der Stadtgarnison unter Amulius Coruncanius, welcher mit über 1.000 Mann den Galliern in den Rücken fiel und ihr Schicksal besiegelte. Kein Gallier wurde verschont und das feindliche Heer vollständig ausgelöscht. Die Legion zog bereits kurze Zeit später weiter nach Arretium. Als sich die römischen Truppen der Stadt näherten, beendeten die Gallier die Belagerung und zogen sich an die Küste zurück. Die größte Gefahr schien für das erste gebannt zu sein.

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Doch zu mehr war Roms für´s erste militärisch nicht in der Lage. Spione berichteten, dass in Patavium tausende gallische Soldaten lagerten. Zu viele für eine einzelne römische Legion. Auch musste Rom ein Auge auf andere Eeignisse werfen, die mittelbar Rom betreffen konnten. Die Griechen und die Makedonier hatten einen Waffenstillstand geschlossen und vielleicht würde sich ihre Aufmerksamkeit wieder mehr auf Rom richten. Rom brauchte Verbündete! So wurde Sextus Antio nach Aquileia entsandt um mit den Illyrern zu verhandeln. Diese zeigten sich einem Bündnis gegenüber aufgeschlossen, was vielleicht auch der Tatsache geschuldet war, das ihr Reich im Süden sowohl an das griechische als auch an das makedonische Reich grenzte. Im Norden standen sie den Galliern gegenüber, denen sie nicht wirklich vertrauten.

In den nächsten 3 Jahren kam es im Norden des Landes immer wieder zu kleineren Gefechten und Schlachten. Die Gallier wurden nicht müde, die nördlichsten römischen Provinzen und die dortigen Handelswege zu bedrohen. Oppius Rullianus verdiente sich ein ums andere mal sene Meriten und war im Rom inzwischen hoch angesehen. Dann schließlich, im Frühjahr 260 v. Chr., glaubte sich Rom stark genug um gegen die gallischen Besitzungen vorgehen zu können. Zwei Legionen mit zusammen über 10.000 Mann sollten die gallischen Städte Bononia und Patavium erobern und das gallische Heer in Norditalien vernichten. Zahlemäßig würden die Gallier überlegen sein und es kam darauf an, die gallischen Truppen einzeln anzugreifen und aufzureiben.

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Während Placius Trebellius nach Bononia marschierte, suchte Oppius Rullianus die offene Feldschlacht. Am Limes schlug er das gleichstarke Heer des Budic von Aduatuca vernichtend. In Schriften wird vermerkt, das am Abend der Schlacht und die ganze Nacht, bis zum nächsten Morgen, als das Nachtlager der Legion wieder abgebaut wurde, vor dem Zelt des Oppius Rullianus ein Speer in den Boden geramt war, auf dessen Spitze der abgeschlagene Kopf des gallischen Heerführers steckte. So manchem Senator in Rom waren diese barbarischen Auswüchse suspekt, aber seine Soldaten vergötterten ihn. Nach dem überschreiten des Limes trieb er kleiner Heere der Gallier vor sich her. Als ihn die Meldung erreichte, das zwei große gallische Heere auf dem Weg nach Bononia waren, änderte er seinen Plan, direkt auf Patavium zu marschieren und beschloss, Placius Trebellius zur Seite zu stehen. Als er Bononia erreichte, hatte die Legion des Placius Trebellius die Stadt bereits eingenommen. Späher berichteten von großen Heerlagern der Gallier nördlich des großen Flusses.

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Keine Seite wollte anscheinend während des kalten Winters in die Schlacht ziehen und so belauerte man sich über den Fluß hinweg. Weit im Osten begannen unruhige Zeiten. Griechen und Makedonier befanden sich wieder im Krieg, während das griechische Bündnis mit den Seleuken zerbrach. Die Illyrer nutzten die Gunst der Stunde und schlossen ein Bündnis mit den Seleuken. Griechenland hatten an Feinden wahrlich keinen Mangel. Als das Frühjahr einsetzte waren die Gallier verschwunden. So marschierte Oppius Rullianus, durch Truppen der Legion von Placius Trebellius verstärkt, mit rund 6.500 Mann nach Patavium, während Placius Trebellius weiter im Süden seine Legion wieder auffüllte. Die Gallier wurden überrascht und in der Stadt eingeschlossen.

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Doch es nahte Unheil. Späher brachten die Meldung, das sich aus allen Richtungen gallische Horden auf Patavium zubewegten. Oppius Rullianus stand allein in Barbarenland. Verstärkungen hatte er nicht zu erwarten und so würde er auf sich allein gestellt sein. Was wird er tun...
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George Pickett
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Beitrag von George Pickett »

S.P.Q.R.

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Der Gallisch - Römische Krieg

II. Teil - Ein Meer aus Blut (259 - 256 v. Chr.)
Oppius Rullianus blieb nur der Rückzug. Bei Patavium standen ihm inzwischen mehr als doppelt so viele Gallier gegenüber. So mied er die Schlacht und marschierte nach Westen. Die Gallier unter Virsuccius von Massilla setzten ihm nach, jedoch ohne auf die Starke Garnison aus Patavium zu warten. In einer blutigen Schlacht konnten die Truppen Roms den Feind auf offenem Felde besiegen, doch so mancher Römer blieb auf dem Felde zurück. Von Norden, aus den hohen, verschneiten Bergen, kamen weitere gallische Heerscharen und fielen ihm in Flanke und Rücken. In den Wochen des Rückzuges siegte sich die Legion des Oppius Rullianus fast zu Tode. Ende 259 v. Chr. bestand seine Legion noch aus knapp 2.500 erschöpften Legionären. Die Hoffnung auf einen raschen Sieg gegen die Gallier war dahin. Man musste eingestehen, das man sie unterschätzt hatte. Während seine Legion am Nordufer des großen Flusses stromaufwärts marschierte um einen Übergang auf das rettende Südufer zu finden kam die Meldung, das sich von Westen ein weiteres gallisches Heer näherte.

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In Rom war man auf das äußerste besorgt, ob der bedrückenden Meldungen aus dem Norden. Als einziger Lichtblick erschien die Meldung, das die Illyrer ein Bündnis mit den Makedoniern eingegangen waren, was die Lage Griechenlands nicht unbedingt verbesserte und aus dieser Richtung zur Zeit keine Bedrohung Roms erkennen lies. Nun musste alles aufgeboten werden um den Feldzug doch noch zu einem glorreichen Ende zu bringen. Placus Trebellius wurde eine Depeche geschickt die ihn darüber informierte, das jede irgendwie entbehrliche Kohorte in den Norden entsand würde, damit er eine kampfstarke Legion aufstellen konnte. Anfang 258 v. Chr. gelang es der Legion des Oppius Rullianus, sich über den Fluß in Sicherheit zu bringen. In der Nähe von Bononia schlug er das Feldlager auf und schmiedete bereits neue Pläne.

In den nächsten Monaten trafen Verstärkungen im Norden ein, die es ermöglichsten, die Legionen des Oppius Rullianus und Placus Trebellius wieder aufzufüllen. Während die Legion des Placus Trebelilus zwischen Bononia und Ariminum lagerte , um den Limes zu sichern, marschierte Oppius Rullianus Ende 258 v. Chr. mit seinen Truppen an der Küste entlang nach Jenuensis. Nach kurzer Belagerung und einem erfolglosen gallischen Entsatzangriff konnte er die Stadt erobern. Unter den gallischen Toten war auch Ereomporix, der Erbe des gallischen Reiches. Ein herber Schlag für den Feind.

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Die Reaktion der Gallier lies nicht lange auf sich warten. Sie begannen die Belagerung von Jenuensis und marschierten mit einem Heer auf Bononia. Hier stellte sich ihnen die Legion des Placus Trebellius in den Weg. In einer heroischen Schlacht konnte er das feindliche Heer von fast 8.000 Männern vollständig vernichten. Die Gebeine der toten Gallier türmten sich meterhoch auf dem Schlachtfeld. Und das Heer, welches die Gallier hier verloren hatten, kam aus Patavium! Jene Stadt, die über all die Jahre durch eine starke Garnison geschützt war, schien nun wehrlos zu sein. Im Vertrauen darauf, das Oppius Rullianus die Belagerung überwinden könne, überquerte Placus Trebellius mit seiner Legion den großen Fluß und begann seinen Marsch auf Patavium. Sein Vertrauen in Oppius Rullianus war durchaus gerechtfertigt, denn mit einem kraftvollen Ausfall zwang er die Gallier zum Rückzug.

Doch schon bald wurde sein Marsch jäh beendet. Ihn erreichte eine Nachricht aus Rom, dass Gallien um Frieden gebeten hatte. Rom war nicht gewillt, die Gallier ungestraft davonkommen zu lassen. Doch auch Rom brauchte den Frieden und so beschränkten sich die Forderungen Roms auf die Abtretung von Patavium. Diese Bedingung wurde von den Galliern zähneknirschend angenommen und jedem war klar, das dieser Frieden nicht für die Ewigkeit sein würde...

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Hohenlohe
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Beitrag von Hohenlohe »

Gut zu wissen, dass die Feinde Roms heftig bluten mussten. Nun gilt es dringend neue Kohorten auszuheben, um die Legionen zu verstärken, damit die Gallier auf Distanz bleiben... :top:
Hoffentlich wurde die Geldspende sinnvoll verwendet, denn weiteres Vermögen können wir nicht entbehren. Da sollte der Senat meinem Beispiel folgen... :reiter:

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MrAugustus
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Beitrag von MrAugustus »

Wir finden auch das Vorgehen Roms für sehr gut, doch wir halten den Friedensvertrag mit den Galliern für einen Fehler, auch wenn dadurch Patavium gewonnen werden konnte. Mediolanium sitzt Euch nun wie ein Stachel im Fleisch von Oberitalien und Gallien hat einen idealen Punkt für einen Aufmarsch gegen die frischen eroberten Städte in dieser Gegend. Erst wenn auch Mediolanium in Euren Besitz ist, kann Rom ohne Gefahr konsolidiert werden.
An Eurer Stelle würden wir sofort Truppen ausheben, die jetzt unter Eurer Herrschaft sich befindenende Routen durch die Alpen mittels Wachtürmen und kleinen Festungsgarnisionen sichern. In weiterer Folge würden wir gegen Mediolanium marschieren und Gallien endgültig aus Oberitalien vertreiben. (Sofern die nicht schon vorher kommen und den Frieden brechen, wie bei jeden TW-Spiel ;) ). Danach auch die Pässe sichern und dann die Gallier solange aufreiben, bis sie um Frieden wieder betteln. Danach kann man sich auch mal anderen Gegenden des Mittelmeers kümmern. ;)
Seine Durchlaucht, Von Gottes und Königs Gnaden Reichsverweser, Reichsfeldmarschall und 1.Ritter des Königreichs Eggenberg.
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Hjalfnar
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Beitrag von Hjalfnar »

Wir hätten ja einfach Geld gefordert. Gallisches Gold ist so gut wie römisches, wenn man damit neue Kasernen, Latifundien und SOLDATEN bezahlen kann? Wie sagt man so schön, die Macht kommt aus den Gew...äh...von den Gladii! Dann zwei Spione nach Patavium, ab über die Grenze, Stadt mit offenen Toren einnehmen und anschließend noch Mediolanum erobern. Fertsch!

Ab davon: Schöner AAR! Wir warten derzeit auf die Perfektionierung von EB2.
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Hohenlohe
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Beitrag von Hohenlohe »

Basiert EB2 etwa auf Medieval TW II...?? Das alte EB habe ich auch auf Platte und spiele gelegentlich die Römer oder die Averner... :) Macht noch immer Spass...!! :D

herzliche grüsse

Hohenlohe... :smoke: :)
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Hjalfnar
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Beitrag von Hjalfnar »

Japp, basiert es. Leider noch in der Beta, also herunterladbar, aber nur eingeschränt spielbar. Die KI beispielsweise buggt noch ziemlich rum.
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George Pickett
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Beitrag von George Pickett »

Wir hatten überlegt, der Bitte um Frieden nicht nachzukommen, aber wir erhofften uns davon etwas Zeit um unser Heer größer uns schlagkräftiger zu machen. Mediolanium muss natürlich mittelfristig römisch werden und die Pässe über die Alpen müssen unser sein, denn irgendwann werden uns die Katharger auf die Füsse treten. Die und die Griechen zeigen im Augenblick eine beunruhigende Aktivität auf Sizilien...

P.S. Die Staatskasse ist im übrigen gut gefüllt... :D
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Ruprecht I.
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Beitrag von Ruprecht I. »

Kein Grund, diesen Geizkragen von Senator, der der Republik lediglich die Hälfte seines Vermögens überlassen wollte, nicht zu enteignen :teufel:
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Hohenlohe
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Beitrag von Hohenlohe »

Ruprecht I. hat geschrieben:Kein Grund, diesen Geizkragen von Senator, der der Republik lediglich die Hälfte seines Vermögens überlassen wollte, nicht zu enteignen :teufel:
Das ist ja unverschämt, ein kleiner Plebejer wagt es aufzumucken...ans Kreuz mit ihm... :frech: :D

herzliche grüsse

Hohenlohius, der sein Vermögen halbierte um den Staat und die Stadt Rom vor seinen Feinden zu bewahren... :ritter:
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George Pickett
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Beitrag von George Pickett »

S.P.Q.R.

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Bis repetita non placent - Wiederholungen gefallen nicht (Horaz)

(256 - 249 v. Chr.)
Einige Zweifler hatten es kommen sehen, andere Senatoren, die noch wenige Tage zuvor den Waffenstillstand begeistert beklatscht hatten, spielten sich nun als Mahner auf. Kaum, dass die gallische Abordnung Rom verlassen hatte, griffen gallische Truppen Jenuensis an, wo die Legion des Oppius Rullianus lagerte. Er stemmte sich zusammen mit der Garnison der Stadt den gallischen Horden entgegen. Noch während die Schlacht tobte, näherte sich ein weiteres feindliches Heer der Stadt und drohte den römischen Truppen in die Flanke zu fallen. In diesem Augenblick, so berichteten es Augenzeugen, stand Oppius Rullianus auf einer kleinen Anhöhe, von der er das Schlachtfeld und die Umgebung überblicken konnte. Mit einer Handbewegung befahl er Hauptmann Silvanus, den Kommandanten der Garnison zu sich. Nur wenige Worte wechselte er mit ihm, bevor dieser davon eilte um sich den heranrücknden gallischen Verstärkungen entgegenzuwerfen. Mit ihm marschierte das Groß der römischen Truppen ab. Lediglich ein paar Hundert Mann scharrten sich um Oppius Rullianus, um die Schlachtlinie zu halten.

Bis in die Nacht und bis zum nächsten Morgen tobte die Schlacht von Jenuensis. Als der Schlachtenlärm endlich verebbte, war fast alles Leben gewichen. Tausende leblose Körper lagen über das ganze Tal verstreut, aber Jenuensis war noch römisch. Im Zentrum des Schlachtfeldes, umgeben von seinen Getreuen, lag der Leichnam von Oppius Rullianus. Das blutverschmierte Schwert immer noch in der Hand haltend. Die Schlachtlinie im Zentrum hatte gehalten. So lange, bis Hauptmann Silvanus, nachdem der die flankierenden Gallier besiegt hatte, zurückkehrte und die Schlacht für Rom entschied. Ein Held Roms war zu den Göttern aufgestiegen - ein neuer Held wurde Rom von den Göttern gesandt. Cassius Silvanus wurde zum General ernannt und erhielt weitere Ehrungen für seine heldenhaften Taten.

Rom war außer sich. Viele Mitglieder des Senats verlangten, das die "wehrhafte Republik" endlich ein Zeichen setzen müsse, um den Feinden Roms einen Schlag zu versetzen, von dem sie sich nicht wieder erholen düften. Den Anfang machte im Frühjahr 255 v. Chr. die Legion des Placus Trebellius, welche die Provinz Venetia von gallischen Truppen säuberte und keine Gnade walten lies. Nicht weniger als drei gallische Heerführer wurden gefangengenommen und ans Kreuz geschlagen, auf das sich die Geier an Ihren Augäpfeln laben konnten. Nun war Mediolanium nach nächste Ziel. Von Osten rückte die Legion des Placus Trebellius an und von Süden näherte sich die Legion des Cassius Silvanus der Stadt. Im Sommer 254 v. Chr. vereinigten sich beide Legionen vor den Toren der Stadt und schlossen sie ein. In mehreren Schlachten versuchten die Gallier die Belagerung zu durchbrechen, doch vergeblich.

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Auf Sizilien indes kommt es zwischen Griechen und Kathargern zum Krieg. Der Grund hierfür ist ein anhaltender Zwist um die Stadt Messana. Beide Seiten erheben Ansprüche auf diese Stadt. In Rom kann man ob dieses Krieges nur milde lächeln, kommt er doch der Republik nicht ungelegen. In den Straßen Roms macht man sich über beide Kriegsparteien lustig, denn sie streiten um eine Beute, die sich gegen beide bereits mehrmals erfolgreich gewehrt hat. Sowohl die Katharger, als auch die Griechen haben bereits erfolglos die Stadt Messana belagert.

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Doch alle Augen richteten sich auf den Norden, wo Rom den Feldzug gegen die Gallier mit Nachdruck vorantrieb. Ende 254 v. Chr. erstürmen die römischen Legionen Mediolanium, die letzte gallische Stadt südlich des großen Gebirges. Die Kampfkraft des Feindes erlahmt zusehens und die Tage Galliens in Italien scheinen gezählt zu sein. In der Provinz Liguria macht ein junger Hauptmann von sich reden, in dem er mit nur 5 Kohorten Principes die Gallier über die Pässe des westlichen Gebirges zurückwarf und diesen für Rom sicherte. Trotz seiner Jugend von 21 Jahren wurde ihm der Rang eines Generals der römischen Armee angetragen. In den folgenden Monaten war die römische Armee damit beschäftigt, die Gallier vollends aus Cisalpine Gaul zu vertreiben und die neuen Grenzen zu sichern. Vorposten wurden errichtet und es entstanden zwei große befestigte Lager, die jeweils eine Legion aufnehmen konnten. Diese Legionen sollten den Schutz im Norden der römischen Republik sicherstellen. Im Frühjahr 250 v. Chr. baten die Gallier erneut um Frieden, aber dieses mal sollten sie bluten. Rom forderte die Provinz Transalpine Gaul mit der Hafenstadt Massilla und 10.000 Dinare. Die Gallier nahmen an...in dem Wissen , dass das letzte Wort noch nicht gesprochen sein würde.

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Der Beginn des Jahres 249 v. Chr. brachte keine guten Nachrichten für Rom. Die Griechen hatten auf Sizilien die Oberhand gewonnen und Messana erobert. Die Katharger baten daraufhin um Frieden nach. Die Gallier schmieden ein Bündnis mit dem makedonischem Reich, wohl in der Hoffnung, diese zum Kriege gegen Rom verleiten zu können. Innenpolitisch wird die römische Republik von einem Skandal innerhalb des Senats erschüttert. Es kam ans Licht, dass Spenden für die Ausrüstung der Legionen durch reiche Römer in nicht unwesentlichem Maße jahrelang in dunkle Kanäle geflossen ist. Mehrere Senatoren, die sich in den letzten Jahren in der Umgebung Roms große Herrensitze erbauen ließen, stehen nun am Pranger...
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Beitrag von Ruprecht I. »

Und einen Namen kennen wir bereits, nicht wahr? :teufel:

Massilia geschenkt. Na, das ist doch ein Wort :ja:
Setzt Ihr nun Richtung freies Gallien nach oder sind andere Richtungen interessanter?
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Beitrag von George Pickett »

In der Tat ist zumindest ein Name bekannt, werter Ruprecht :D

Wir werden entlang der Küste nachsetzen und den Galliern noch den einen oder anderen Hieb verpassen :teufel:

Aber mittelfristig schielen wir auf Korsika, Sardinien und Sizilien und das bedeutet Stress mit den Griechen und Kathargern. Dafür muss das Heer noch um einiges stärker werden.
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Beitrag von Ruprecht I. »

Ist das 'nur' deren Interessenssphäre oder sitzen die da bereits (abgesehen von Sicilia, das sieht man ja)?
Und was sind das eigentlich für blaue und schwarze Gestalten in der Cisalpina?
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Beitrag von George Pickett »

Korsika, Sardinien und der Westen Siziliens gehört den Kathargern. Der Osten Siziliens gehört zur Zeit den Griechen. Und die Typen, die durch Norditalien latschen sind das augenblickliche Problem. Die blauen sind gallische Reste, die noch abziehen. Die schwarzen...das ist ein makedonisches Heer. Und die hatten keine Einladung von uns...
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Beitrag von Ruprecht I. »

Autsch, die neuen Verbündeten Eures Feindes gleich vor der Haustür...
Wie praktisch, muß man sie nicht erst suchen, wenn man sie vernichten will :fiesemoep:

Dann mal aufauf, wohlriechender Pickelschorsch! :fecht:
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Beitrag von George Pickett »

So sei es, werter Ruprecht :reiter:
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Beitrag von Hohenlohe »

Wir gratulieren den heldenhaften Legionären zu den deutlichen Erfolgen gegen die Gallier und wünschen uns Senatoren und der Stadt Rom weitere Erfolge... :fecht:
Desweiteren sollten neue Kohorten aufgestellt werden um evtl die Griechen sowie die Karthager zu besiegen sowie die Makedonen... :top:

herzlichste grüsse

Hohenlohe... :smoke: :)
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Beitrag von George Pickett »

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Flectere si nequo superos, acheronto movebo! - Wenn mich der Himmel nicht hört, dann ruf ich die Hölle zur Hilfe (Vergil)

(249 - 246 v. Chr.)
Die Lage im Norden hatte sich in der Tat dramatisch verschlechtert. Die Makedonier hatten die Verbündeten Roms, die Illyrer, die Küste entlang nach Norden gedrängt und hatten Aquileia erobert, standen also nun an den Grenzen der römischen Republik. Bei Patavium retteten sich die Reste eines illyrischen Heeres auf das Gebiet Roms. Die Makedonier mißachteten die Grenzen Roms und drangen mit einem Heer in die Provinz Venetia ein, blieben aber passiv. Cassius Silvanus stellte sich ihnen mit einer Legion entgegen und beide Seiten beobachteten sich argwöhnisch. Ein weiteres Makedonisches Heer überschritt Ende 249 v. die Grenze. Rom befand sich mit dem makedonischen Reich nicht im Krieg, obwohl es viele Heerführer und Senatoren inoffiziell bereits anders sahen. Erschwerend kam hinzu, das ein römisches Heer nördlich von Massilla Teile der gallischen Provinz Arverni besetzt hatte, um den Zugang nach Massilla zu sperren. Die Gallier hatten auf diese Provokation noch nicht reagiert. Offiziell lebte Rom in Frieden.

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Rom beschloß, das Heft des Handelns in die eigenen Hände zu nehmen. Der Senat billigte einen Präventivkrieg gegen das Makendonische Reich. Nördlich von Bononia kam es Anfang 248 v. Chr. zur Schlacht gegen die Makedonischen Heere. Die Legionen des Cassius Silvanus und Placus Trebellius rückten mit 11.000 Mann gegen das rund 8.000 Mann zählende Feindheer vor. Das Makedonische Heer wurde vernichtend geschlagen und flüchtete in Richtung Aquileia. Cassius Silvanus setzte ihnen nach und stand wenige Wochen später vor den Toren von Aquileia. Hier wurde er durch ein frisches Heer der Makedonier überrascht, welches ihn mit Übermacht in eine Schlacht verwickelte. Es wurde von keinem geringeren als dem Führer des Makedonischen Reiches, Demetrius "Der Mörder" angeführt. 10.000 Feinde standen kanpp 6.000 römischen Legionären gegenüber. In einer heroischen Schlacht konnte die Legion des Cassius Silvanus die Makendonier besiegen und die Reste des Feindheeres in der Stadt Aquileia einschließen. Dieses Sieg bezahlten über 4.000 Legionäre und auch Cassius Silvanus mit ihrem Leben. Als Placus Trebellius mit seiner Legion zur Verstärkung anrückte, übernahm er das Kommando über die Reste der Legion des Cassius Silvanus.

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In den folgenden Wochen versuchten feindliche Heere mehrmals einen Entsatzangriff bei Aquileia. In der letzten Schlacht fiel Placus Trebellius in vorderster Linie. Seine Männer waren außer sich vor Wut und Trauer, so dass sie unter der Führung ihrer Hauptmänner die Stadt stürmten und ein Massaker unter den Makedoniern anrichteten. Auch der Makedonische König Demetrius fiel den wütenden Legionären zum Opfer. Das Haus, in dem er sich mit wenigen Getreuen verschanzt hatte, wurde über seinem Kopf angezündet, Jeder, der versuchte aus dem Haus zu flüchten, wurde von einer Mauer aus Pfeilen dahingemetzelt. Der Statthalter von Ariminum, Amulius Coruncanius, wurde mit Verstärkungen nach Histria gesandt, um die Lage dort unter Kontrolle zu bekommen.

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Rom hatte wieder einmal gesiegt, aber der Preis war hoch gewesen. Die römische Armee im Norden hatte hohe Verluste zu beklagen gehabt und in kurzer Zeit waren zwei verdiente Heerführer Roms in der Schlacht gefallen. Wie würden die Makedonier reagieren? Was würden die Gallier tun? Und im Süden der Republik braut sich Unheil zusammen. Griechische Spione wurden in und um der Stadt Rhegium gefasst und hingerichtet...
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Beitrag von Ruprecht I. »

Hmmmm, die Minen von Segestica... :teufel:
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