Im Frühjahr 263 v. Chr. entsetzte Oppius Rullianus mit seiner Legion Ariminum. Vor den Toren der Stadt kam es zur Schlacht, die stundenlang hin und her wogte. Den Ausschlag für den römischen Sieg gab der Ausfall der Stadtgarnison unter Amulius Coruncanius, welcher mit über 1.000 Mann den Galliern in den Rücken fiel und ihr Schicksal besiegelte. Kein Gallier wurde verschont und das feindliche Heer vollständig ausgelöscht. Die Legion zog bereits kurze Zeit später weiter nach Arretium. Als sich die römischen Truppen der Stadt näherten, beendeten die Gallier die Belagerung und zogen sich an die Küste zurück. Die größte Gefahr schien für das erste gebannt zu sein.

Doch zu mehr war Roms für´s erste militärisch nicht in der Lage. Spione berichteten, dass in Patavium tausende gallische Soldaten lagerten. Zu viele für eine einzelne römische Legion. Auch musste Rom ein Auge auf andere Eeignisse werfen, die mittelbar Rom betreffen konnten. Die Griechen und die Makedonier hatten einen Waffenstillstand geschlossen und vielleicht würde sich ihre Aufmerksamkeit wieder mehr auf Rom richten. Rom brauchte Verbündete! So wurde Sextus Antio nach Aquileia entsandt um mit den Illyrern zu verhandeln. Diese zeigten sich einem Bündnis gegenüber aufgeschlossen, was vielleicht auch der Tatsache geschuldet war, das ihr Reich im Süden sowohl an das griechische als auch an das makedonische Reich grenzte. Im Norden standen sie den Galliern gegenüber, denen sie nicht wirklich vertrauten.
In den nächsten 3 Jahren kam es im Norden des Landes immer wieder zu kleineren Gefechten und Schlachten. Die Gallier wurden nicht müde, die nördlichsten römischen Provinzen und die dortigen Handelswege zu bedrohen. Oppius Rullianus verdiente sich ein ums andere mal sene Meriten und war im Rom inzwischen hoch angesehen. Dann schließlich, im Frühjahr 260 v. Chr., glaubte sich Rom stark genug um gegen die gallischen Besitzungen vorgehen zu können. Zwei Legionen mit zusammen über 10.000 Mann sollten die gallischen Städte Bononia und Patavium erobern und das gallische Heer in Norditalien vernichten. Zahlemäßig würden die Gallier überlegen sein und es kam darauf an, die gallischen Truppen einzeln anzugreifen und aufzureiben.

Während Placius Trebellius nach Bononia marschierte, suchte Oppius Rullianus die offene Feldschlacht. Am Limes schlug er das gleichstarke Heer des Budic von Aduatuca vernichtend. In Schriften wird vermerkt, das am Abend der Schlacht und die ganze Nacht, bis zum nächsten Morgen, als das Nachtlager der Legion wieder abgebaut wurde, vor dem Zelt des Oppius Rullianus ein Speer in den Boden geramt war, auf dessen Spitze der abgeschlagene Kopf des gallischen Heerführers steckte. So manchem Senator in Rom waren diese barbarischen Auswüchse suspekt, aber seine Soldaten vergötterten ihn. Nach dem überschreiten des Limes trieb er kleiner Heere der Gallier vor sich her. Als ihn die Meldung erreichte, das zwei große gallische Heere auf dem Weg nach Bononia waren, änderte er seinen Plan, direkt auf Patavium zu marschieren und beschloss, Placius Trebellius zur Seite zu stehen. Als er Bononia erreichte, hatte die Legion des Placius Trebellius die Stadt bereits eingenommen. Späher berichteten von großen Heerlagern der Gallier nördlich des großen Flusses.

Keine Seite wollte anscheinend während des kalten Winters in die Schlacht ziehen und so belauerte man sich über den Fluß hinweg. Weit im Osten begannen unruhige Zeiten. Griechen und Makedonier befanden sich wieder im Krieg, während das griechische Bündnis mit den Seleuken zerbrach. Die Illyrer nutzten die Gunst der Stunde und schlossen ein Bündnis mit den Seleuken. Griechenland hatten an Feinden wahrlich keinen Mangel. Als das Frühjahr einsetzte waren die Gallier verschwunden. So marschierte Oppius Rullianus, durch Truppen der Legion von Placius Trebellius verstärkt, mit rund 6.500 Mann nach Patavium, während Placius Trebellius weiter im Süden seine Legion wieder auffüllte. Die Gallier wurden überrascht und in der Stadt eingeschlossen.

Doch es nahte Unheil. Späher brachten die Meldung, das sich aus allen Richtungen gallische Horden auf Patavium zubewegten. Oppius Rullianus stand allein in Barbarenland. Verstärkungen hatte er nicht zu erwarten und so würde er auf sich allein gestellt sein. Was wird er tun...












