
Wir Römer sind ein stolzes Volk. Unsere Geschichte zeugt von Heldentaten und Großmut. Von glorreichen Siegen, aber auch von verheerenden Niederlagen. Immer waren wir von Feinden und Neidern umzingelt, die uns nach unserem Land und unserem Wohlstand trachteten. Doch wir sind stark! Unser Aufstieg begann mit der Befreiung von der etruskischen Knechtschaft im Jahre 509 v. Chr. Die Bürger Roms scharrten sich um ihren Anführer Lucius Iunius Brutus und warfen die Truppen des Etrusker-Königs Tarquinius Superbus aus der Stadt. In den folgenden Jahren konnten wir uns der Attacken der Etrusker und anderer Barbaren erfolgreich erwehren und kleinere Siedlungen und Dörfer schlossen sich der Sache Roms an, dass sich langsam über seine ursprünglichen Stadtgrenzen hinaus ausdehnte.
Im Jahre 450 v. Chr, endete das von den Etruskern übernommene Provisorium der Monarchie, indem die römische Republik ausgerufen wurde. Geschickte Diplomatie und Handel sorgten in den nächsten Jahren dafür, das Rom an Macht und Reichtum gewann, jedoch militärisch immer noch schwach war. 387 v. Chr. überrannten gallische Barbaren unter Brennus die aus 6 Legionen bestehende römische Armee unter Quintus Sulpicius nördlich von Rom. 40.000 römische Soldaten konnten die Plünderung Roms nicht verhindern. Diese Tragödie hinterlies tiefe Narben in der Seele des römischen Volkes. Es folgten die drei Samnitenkriege (343–341 v. Chr., 326–304 v. Chr., 298–290 v. Chr.) und der Latinerkrieg (um 340–338 v. Chr.). Rom schuf schließlich ein weitverzweigtes Bündnisgeflecht. So wurden an strategisch wichtigen Orten Kolonien angelegt und Bündnisse mit mehreren italischen Stämmen geschlossen, die jedoch nicht das römische Bürgerrecht erhielten. Um 300. v. Chr. hatte sich Rom als führende Macht in Mittelitalien durchgesetzt und gewann mit der Eingliederung der Stadtstaaten Ancona und Capua auch flächenmäßig an Bedeutung.

Doch diese Expansion brachte alte und neue Feinde auf den Plan. Im Norden, in der italienischen Tiefebene, bedrohten die gallischen Barbaren unabhängige römische Siedlungen. Im Süden der Halbinsel beäugten die Griechen mißtrauisch unser Treiben, sahen sie doch ihre Ausdehnung nach Norden bedroht. So kam es, für Rom nicht unerwartet, 281 v. Chr. zum Kriege mit den Griechen. Dieser Konfrontation stand Rom allein gegenüber. Kein Verbündeter stand der Republik zur Seite. Durch den Senat hallte das Credo "Sieg oder Tod" als der neue Prätor Quintus Julius im Alter von 47 Jahren sein Amt antrat...









