Council on Foreign Relations sieht Hauptschuld an Ukraine-Krise beim Westen
Und das aus dem guten alten Großbritannien.
Falls jemand den Originalbericht ( in englisch ) lesen möchte:
Why the Ukraine Crisis Is the West’s Fault
Moderatoren: ulysses, Montesquieu
Jetzt fehlt nur noch Rotschild und die Illuminaten und wir glauben euch.Gilia hat geschrieben:Denen kann man nun wirklich nicht vorwerfen Russische Propaganda zu verbreiten.
Die NATO lehnt einen Beitritt der Ukraine ab. Genau so wie die europäische Union. Junker und auch die anderen Kommissare sind davon überzeugt in den nächsten 5 Jahren kein europäisches Land in die EU oder NATO zu integrieren. Selbst wenn geschieht der Beitritt zur NATO oder der EU auf freiwilliger Basis souveräner Staaten. Niemand kann es einem Staaten verbieten der EU oder der NATO beizutreten. Besonders nicht Russland, der Nachfolgestaat der Sowjetunion welche bis 1990 Osteuropa besetzt und unterdrückt hat.Was eindeutig hinter den Aktivitäten des Westens stecke, sei "das Ziel einer Erweiterung der NATO, die Ukraine vom Einfluss Russlands zu befreien und das Land in die westliche Sphäre zu integrieren".
Was schreibt unser beliebter "Kopp-Verlag"Danach sei die Tatsache beängstigend, dass die Neocons, welche die US-Außenpolitik bestimmten, fest davon überzeugt seien, dass die Vereinigten Staaten das Recht auf einen "präventiven Nuklearschlag" gegenüber Russland hätten
http://info.kopp-verlag.de/hintergruend ... 6D456AC985wenn Moskau nun eine neue Nukleardoktrin verkündet, die einen »präventiven Atomschlag« unter bestimmten Bedingungen nicht ausschließt.
http://www.welt.de/politik/article15705 ... chlag.htmlRussland würde seine Atomwaffen für einen Präventivschlag einsetzen. Das sagte der Stabschef der Streitkräfte in Moskau. Um sein Territorium zu verteidigen, setze Russland sein Militär ein. Dazu gehörten auch die Atomwaffen.
http://www.welt.de/politik/ausland/arti ... raine.htmlVernichter hat geschrieben:Es muss kein ein Fake sein. Es kann sich aber auch ohne Wollen Putins zu einem Fake entwickeln. Wir gehen vom Letzterem aus. Es käme auf den Versuch an. Der Ukraine würde es nicht schaden.
Putin fordert Gespräche über souveräne Ostukraine
Ihr vergesst eine viel wahrscheinlichere Option: Weißrussland. Lukaschenko ist nicht mehr der Jüngste, sein "Nachfolger" ist ein 12 (?) jähriges Kind und das Land ist an Russland gebunden. Dann gibt es halt mal einen kleinen Unfall oder "Unruhen".Private_S hat geschrieben:Das war von Anfang klar. Putin wollte nie wirklich Verhandlungen. Es ging auch nie um den Schutz irgendwelcher Volksleute. Die auch gar nicht bedroht waren. Wer tatsächlich Verhandlungen zu mehr Autonomie will, der zettelt keinen Konflikt an, indem er Schläger und Söldner in Rathäuser schickt und diesen dann alle Verhandlungsvollmacht zuweist wohlwissend, dass diese nie verhandeln werden.
Vielmehr ist die Ostukraine Variation 2 zu Variation 1 "Krim".
Dezentralisierung ist sicherlich eine Lösung. Die wird aber auch in Kiew diskutiert, dafür braucht man keinen Putin. Wer Putins Russland kennt, weiß, dass es ihm auf so etwas nie ankam. Wurde gerade auch noch einmal schön im Presseclub aufgedröselt.
Was bleibt?:
Wir erleben eine neuartige Form der Eroberung, zunächst erprobt an der Ukraine. Wohin aber will Putin? Wird es, nachdem er die Ukraine auf die eine oder andere Weise geschlachtet hat, mit dem Baltikum, mit Kasachstan weitergehen?
Dass die russische Politik und ihre Satelliten in den Nachbarstaaten zunehmend ihre Fühler in die west-/mitteleuropäische Innenpolitik austrecken, sieht man ja nicht nur darin, dass das Propagandabüro etwa zur Bearbeitung Deutschlands personell gerade aufgestockt wurde. Sondern auch in dem offensichtlich erfolgreichen Andocken an die antiwestliche Grundstimmung in der europäischen Rechten.Überlagert doch das Entsetzen über den Vormarsch der islamistischen Horrortruppe IS derzeit die Aufmerksamkeit der Welt für Russlands Frontalangriff auf das internationale Recht. Schon erheben sich hierzulande Stimmen auch aus dem bürgerlichen Lager, im Kampf gegen den Islamismus eine "Wertegemeinschaft" mit Russland zu erneuern.
Wir würden es auf viel abstraktere Worte herunterbrechen: Aufklärung gegen Gegenaufklärung Da Rechtspopulisten, Faschisten, Antieuropäer und Teile der Linken Positionen der Gegenaufklärung vertreten, erklärt sich auch ihre Begeisterung für Putin. Russland ist wieder wie im 19. Jahrhundert der Hort der Gegenaufklärung.Neosowjet-Imperialismus gegen westliche Demokratie
Die Zeitfenster schliessen sich. Das ist die Aussage. Hier zu schreiben, dass Putin nie verhandeln wollte ist schon deswegen blanker Unsinn, weil die Gegenseite nie verhandelt hat. Mit jedem Schritt konnten wir es auch hier im Forum wunderbar beobachten. Silem und Private schrieben jedes mal, dass man nichts abgeben könne und Putin sich zurückziehen sollte. Sicher wird Putin ab einem bestimmten Zeitpunkt wegen des Verbleibs der Ostukraine bei Kiew weder verhandeln wollen, noch können.Kurze Zeit später kommentierte Kreml-Sprecher Dmitrij Peskow die Äußerungen des russischen Regierungschefs. Laut Nachrichtenagentur Reuters sagte Peskow, die Ostukraine solle weiterhin Teil der Ukraine bleiben. Bei der Situation handele es sich um einen innerstaatlichen Konflikt.
Mit wem den sonst als mit den Separatisten? Die ganze Geschichte für die russische Bevölkerung ist so aufgezogen, dass Russland den Brüdern hilft. Da muss selbstverständlich die Ukraine auch mit ihren Vertretern verhandeln.Thomasius hat geschrieben:Werter Vernichter,
Putin fordert immer nur Verhandlungen mit den Separatisten und mit denen braucht wirklich niemand verhandeln. Die sind nur der verlängerte Arm Moskaus und sobald Moskau seine Unterstützung einstellen würde, wären die innerhalb kürzester Zeit Geschichte. Wenn Putin also Verhandlungen wollte, müsste er Verhandlungen mit Russland fordern, aber dafür müsste er seine Maske fallen lassen.
Was ihr verlangt ist praktisch Putins Schauspiel mitzumachen. Das geht nicht, die ukrainische Regierung und der Westen würden sich vollkommen lächerlich machen.Vernichter hat geschrieben:Mit wem den sonst als mit den Separatisten? Die ganze Geschichte für die russische Bevölkerung ist so aufgezogen, dass Russland den Brüdern hilft. Da muss selbstverständlich die Ukraine auch mit ihren Vertretern verhandeln.
Zudem verstehen wir nicht wo das Problem sein soll. Wenn man weiss, dass man wenn man mit den Separatisten redet, man überweigend mit Moskau spricht, ist doch alles in Ordnung. Die Masken werden schön anbehalten und alle sind zufrieden. Wenn euch ein Maskierter überfällt, fordert ihr ja auch nicht, dass er zuerst die Maske abnehmen soll, bevor ihr "verhandelt"?
Was wirklich lächerlich ist die westliche Haltung, dass aus der Ablehnung Schutz entstehen würde. Moskau selbst hat 1996 selbst mit islamistischen Feldkommandeuren direkt verhandelt. Die Lächerlichkeit ist ein geringer Preis. Moskau kann die Maske nicht fallen lassen, da es für die russische Bevölkerung nicht zu erklären und Putins Macht direkt bedrohen würde.Thomasius hat geschrieben:Was ihr verlangt ist praktisch Putins Schauspiel mitzumachen. Das geht nicht, die ukrainische Regierung und der Westen würden sich vollkommen lächerlich machen.
Die islamistischen Feldkommandeure hatten aber auch eine Befehlsgewalt über ihre Untergebenen. Die Separatisten in der Ukraine sind entweder russische Soldaten oder direkt von Russland abhängig. Wenn Putin sagt: "Spring!" springen die und wenn Putin sagt: "Hör auf!", hören die auf. Es ist sinnlos mit den Separatisten zu verhandeln wenn am Ende doch Moskau alle Befehle erteilt.Vernichter hat geschrieben:Was wirklich lächerlich ist die westliche Haltung, dass aus der Ablehnung Schutz entstehen würde. Moskau selbst hat 1996 selbst mit islamistischen Feldkommandeuren direkt verhandelt. Die Lächerlichkeit ist ein geringer Preis. Moskau kann die Maske nicht fallen lassen, da es für die russische Bevölkerung nicht zu erklären und Putins Macht direkt bedrohen würde.
Wir sind hier nicht in Tschetschenien, wir sind hier auch nicht im Kaukasus und die Ukraine ist keine abtrünnige Republik. Würde man das tschetschenische System auf die Ukraine übertragen müsste diese anfangen wahllos Menschen verschwinden zu lassen und deren Leichen mit ein wenig TNT zu sprengen. Das ist alles in Tschetschenien so passiert, noch heute werden "Islamisten" zuhause abgeholt, gefoltert und entweder in einem Straßengraben verscharrt oder freigelassen um als Warnung für ein ganzes Dorf zu gelten. Man kann keine barbarische und archaische Politik auf die Ukraine übertragen. Sonst fangen wir an mit Drohnen Vertreter der russischen Regierung zu jagen. Das kann ja wohl nicht die Lösung sein.Vernichter hat geschrieben:[...]
Euer Problem besteht darin, dass ihr meint es hätte sich durch den technischen Fortschritt irgendwas geändert. Die Änderung besteht darin, dass man das Köpfen eines Journalisten bei youtube hochladen kann.Euer Problem ist das ihr Putin Zugeständnisse machen wollt. Ihr argumentiert das man Putin doch einfach nur ein Stück Land geben soll, seine Schergen weiterhin politische Gegner ermorden lassen soll und darauf hoffen soll das sich Russland irgendwann auflöst und wir die Krim zusammen mit der Ostukraine zurück annektieren können. Könntet ihr vielleicht mal 5 Minuten daran denken das Putin absolut gar nichts in der Ukraine zu suchen hat und seine Einflusszone in Sibirien aufbauen kann? Die Ukraine ist ein souveräner Staat mit einer eigenen Regierung. Da hat Putin nicht rumzuwursteln oder zu sagen: "Gib clay!". Wir können auch nicht einfach in Österreich einmarschieren und in Salzburg ein deutsches Marionettenregime errichten weil in Wien die FPÖ an die Macht kam. Wir haben auch nicht Ungarn destabilisiert weil klein Orban die Demokratie abschafft. Das macht man einfach nicht.