Klin Zha oder: Schach ist erst dann gut, wenn man es im klingonischen Original spielt

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Johann III.
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Tja... mittlerweile sehen Wir, dass das alles nicht gut ist:

In Jorrigs Variante könnte Uns der goldene Fechter geschlagen werden, wenn die KI ihren grünen Flieger auf G36 opfert ... was sie wohl kann, denn ohne Unseren Fechter kann der andere grüne Flieger schnell zum Sieg fliegen, ohne dass Wir was dagegen tun könnten.

In Unserer Variante sieht es genauso düster aus.

Wir stellen fest: Unsere Ausgangsstellung ist Mist. :rolleyes: Worauf Wir auch selbst hätten kommen müssen, denn das Ziel auf einen Hüter zu platzieren, der nur in exakt eine Richtung fliehen kann, ist ja geradezu eine Einladung für den Gegner, diesen Fluchtweg zuzubauen.

Was also tun ... *grübel*

Vielleicht ist ein etwas aggressiverer Stil mit bewussten Opfern vonnöten.

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Züge 2 und 3 - Kamikaze

Das Oberkommando hat eine Entscheidung getroffen: Unsere beiden goldenen Flieger werden in heldenhaftem Einsatz geopfert, um die gegnerische Luftwaffe auszuschalten (man möge Uns diese Ausdrucksweise verzeihen ... aber eigentlich sehen Wir keine Spielfiguren vor Unserem inneren Auge, sondern Flugzeuge, U-Boote und Schiffe ... und die sind nicht klingonisch, sondern erscheinen Uns eher ... japanisch. Wie auch immer.)
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Hier die Ausführung:
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Es ist zwar tragisch um unsere Flieger, aber Unser Nachteil, das Eingemauertsein, könnte sich jetzt noch als vorteilhaft erweisen. Denn der Gegner ist nun gezwungen, den langsamen Landweg zu nehmen.


(Entschuldigt die sehr hellen Farben ... aus einem Uns nicht erfindlichen Grund meint Google/Picasa, beim Hochladen von jpg-Bildern eine Helligkeitskorrektur vornehmen zu müssen, und das kann man nicht abstellen. Bisher haben Wir immer .pngs hochgeladen, aber die sind doch recht groß.)

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Zug 4
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Im vierten Zug haben Wir zunächst Unseren goldenen Fechter in die Sicherheit der Kontrollzone unseres Blockierers gebracht und damit auch näher ans Zentrum des Geschehens gebracht. Unser Gegner hat sich entschieden, seinen Lanzenträger zu ziehen. Zwar lässt er damit sein Ziel allein zurück, aber da Wir keine Steine mit großer Reichweite haben, ist es trotzdem recht sicher. Und grüner Tänzer und Lanzenträger decken sich gegenseitig, wenn sie nun versuchen werden, Uns aus der Deckung zu locken und zu Unserem Ziel vorzustoßen.

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Jorrig
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Warum schlagt Ihr nicht den Tänzer? Der ist doch wertvoller als der Fechter, oder?
Ich sehe auch nicht, warum Ihr zum abtauschen gezwungen wart, das habe ich nicht verstanden. Ich halte meinen Zug immer noch für den besten. Der untere Flieger kann auf die Linie links unter dem Ziel nicht landen, ohne entweder von Hüter oder Fechter geschlagen zu werden. Das gilt für den oberen genauso.

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Bei Eurem Vorschlag würde der untere grüne Flieger erst 6 Felder nach rechts ziehen, wo er von Uns nicht geschlagen werden kann. Im nächsten Zug würde er nochmal drei Felder nach rechts ziehen und hat Uns dann. Oder was meint Ihr?

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Jorrig
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Wenn er das macht, schlagt Ihr erstmal den Tänzer. Dann muss er den Lanzenträger schlagen, sonst verliert er. Daraufhin zieht Ihr den Tänzer drei nach links und bedroht den zweiten Flieger. Wenn er dann in die Ecke zieht, könnt Ihr mit dem Hüter auf das Feld ausweichen, auf dem vorher der Tänzer stand. Und Ihr bedroht immer noch mit Eurem Tänzer Flieger und Fechter (der wahrscheinlich den Lanzenträger geschlagen hat). Ich halte das für ziemlich stark. Ihr könnt ja mit Euren Fliegern dann auch noch weiter Druck auf das Ziel machen.

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... verdammt. Ihr habt Recht.
Wenn er das macht, schlagt Ihr erstmal den Tänzer. Dann muss er den Lanzenträger schlagen, sonst verliert er.
Wir haben das echt nicht gesehen.

Tja... sollen Wir jetzt mit Unserem Zug weiterspielen, oder Euren Zug nutzen?

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Wir haben Uns jetzt dafür entschieden, mit Unserem Zug, d.h. mit beiden Seiten ohne Flieger, weiterzuspielen.

Es hat sich ein zähes Gefecht auf teilweise engstem Raum entwickelt, das nach 37 Zügen endete -- siegreich für Uns. Im Gegensatz zur letzten Partie finden Wir, dass Unser Sieg auch verdient war, denn Wir haben die KI nach dem 4. Zug auf "Experte" und 3 Minuten Rechenzeit gestellt, und die Zufalls-Zugvariation auf "aus". Das ist das Maximum, das man auswählen kann; danach kommt nur noch "unendlich" bzw. "wie menschlicher Spieler".

Allerdings kommt Uns das trotzdem seltsam vor. Es sollte eigentlich nicht möglich sein, dass Wir bei dieser Einstellung gewinnen, denn die KI berechnet dabei mehrere Millionen Stellungen in bis zu 12 Zügen voraus, und zeigt dafür ihre Siegchancen in der Statusleiste an. Und bis kurz vor Schluss war sie zuversichtlich. Doch dann machten Wir einen einzigen Zug, der das Blatt wendete. Wenn sie das nicht mit einberechnet hat, dann können Wir nur sagen, dass "Zillions of Games" Schrott ist, Schach-ELO-Wert von 1900 hin oder her.

Aber gut, Wir werden nun gleich beginnen, die weiteren Züge zu posten. Dabei werden Wir ein wenig zusammenfassen.


Edit: Im Spiel gegen sich selbst hat die KI mit Gold nach 13 Zügen gewonnen.

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Hier nun wie versprochen die wichtigsten Ereignisse bis zu Unserem seltsamen Sieg.

Zug 8

So sah das Bild nach dem 8. Zug aus. Bisher wurden keine weiteren Steine geschlagen, Wir haben damit begonnen, Uns in Unserem Brettdrittel einzugraben. Dies würden Wir noch eine Weile so weitermachen.
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Zug 11
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Hier war es Uns gelungen, den Zugang zu Unserem Ziel für den Gegner sehr zu erschweren, da Wir mittlerweile Unser Ziel und Unseren Blockierer nach rechts bewegt hatten. Der Weg, den der grüne Lanzenträger offensichtlich nehmen wollte (von oben herabstoßend), ist nun versperrt. Es ist nur noch möglich, über die unterste Reihe (I) zu Unserem Ziel vorzudringen.

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Zug 15

Beide Gegner hatten sich mittlerweile an der Grenze zwischen ihren Brettdritteln angenähert, wobei die KI hier durchaus klug ihren Blockierer eingesetzt hat.
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Insbesondere standen sich Unser goldener Fechter und der grüne Lanzenträger gegenüber. Es war ein heftiger Schlagabtausch zu erwarten.


Züge 16 bis 20

Bald schon kam es zur Konfrontation:
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An dieser Stelle waren beide Armeen heftig dezimiert. Neben dem Blockierer besaß Grün nur noch seinen Fechter und drei Hüter. Wir hatten nur noch Unseren goldenen Tänzer und zwei Hüter. Es kam nun alles darauf an, dem gegnerischen Fechter den Zugang zu Unserem Ziel zu verwehren bzw. den Fechter zu schlagen.

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Zug 24

Wenige Züge später stellte sich die Situation wie folgt dar:
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Der grüne Fechter hatte sich nah an Unser Ziel herangewagt, doch konnte er auf diese Art nicht gewinnen. Offensichtlich hat die KI nicht gesehen, dass Unser Tänzer auch noch da ist.


Züge 25 bis 27
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Nun waren Wir kaum noch aufzuhalten.

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Züge 28 und 29

Und so zogen Wir plündernd durch die gegnerischen Gebiete:
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Der Gegner versuchte jetzt nur noch, Uns mit seinem Blockierer den Weg zu versperren.

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Züge 30 und 31

Wir setzten Unsere Plünderung fort:
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Dass wir den Hüter unten links auf I12 verschonten, hatte nur damit zu tun, dass der grüne Blockierer Uns sonst im nächsten Zug in der Ecke eingesperrt hätte. Zwar hätten Wir dann noch mit Unserem Hüter zum Sieg schleichen können, aber diese Peinlichkeit wollten Wir Uns doch ersparen.

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Züge 32 bis 37 -- Gold gewinnt

Und dann ging alles ganz schnell. Wir sind vermutlich nicht den schnellsten Weg zum Ziel gegangen, aber das war Uns dann doch egal:
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Schlussanalyse

Wir haben ja schon nach Zug 4, als Wir das Ergebnis bekanntgaben, etwas dazu geschrieben, dass Uns die KI doch schon wieder enttäuscht, und das, wo sie auf der höchsten Stufe gespielt hat.

Wir haben drei Dinge beobachtet:

1. Sie nimmt sehr gern Opfer an bzw. lässt sich zum Schlagen verleiten.

2. Sie benutzt ihre Hüter nicht aktiv, um andere Steine zu decken.

3. Sie übersieht offensichtliche Bedrohungen, die sie im nächsten oder übernächsten Zug erwarten.

Es ist Uns ein Rätsel, wie sie 12 Züge und Millionen von Stellungen vorausberechnen kann, ohne diese Probleme zu vermeiden.


Edit: Aber Wir wollen mal nicht nur negativ sein. Was Uns gut gefallen hat:

1. Die KI nutzt ihren Blockierer nicht sehr oft, aber wenn es Sinn macht, dann recht klug.

2. Solange die KI ihre Flieger hat, ist sie eine echte Bedrohung.

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Bekanntmachung


Die Mecklenburgische Staatskanzlei und
Unsere weit entfernten mächtigen Verbündeten,
in Anerkennung der einzigen Autorität, des Kaisers,
mit gnädiger Erlaubnis desselben,

verleihen dem edlen

Jorrig

für seine anhaltenden und geduldigen Verdienste um
das Lernen und Lehren des Klin Zha den neu gestifteten Orden

Mecklenburger Strategycon-Ehrenmal des Klin

2. Klasse


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Johann III.
Herrscher.

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