Klin Zha oder: Schach ist erst dann gut, wenn man es im klingonischen Original spielt

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Johann III.
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Klin Zha oder: Schach ist erst dann gut, wenn man es im klingonischen Original spielt

Beitrag von Johann III. »

Regenten!

Die Mecklenburgische Staatskanzlei unter Seiner Herrlichkeit Johann III. möchte der Regentschaft ein Spiel näherbringen, das Seiner Herrlichkeit bereits vor vielen Jahren von Seinen ... äh, weit entfernten mächtigen Verbündeten übermittelt wurde und das jedem an Schach interessierten Regenten zumindest eine vor Interesse gehobene Augenbraue entlocken sollte:
Klin Zha

Bild
Es ist dies ein Spiel, das konzeptuell dem menschlichen Schach ähnelt, aber etwas dynamischer ist und andere Strategien und Taktiken verlangt. Wer gern Schach spielt, wird sich in Klin Zha schnell einfinden, aber nicht automatisch gut spielen. Ähnlich wie beim Schach, das über sehr viele Varianten verfügt, gibt es auch vom Klin Zha reguläre Regeln und eine Reihe Varianten, die sich im Laufe der Jahre entwickelt haben. Laut Mecklenburgs weit entfernter mächtiger Verbündeter ist Klin Zha daher eine abwechslungsreiche Schulung des Geistes für jeden ernsthaften Regenten.

Die Gesetze von Klin Zha finden sich in englischer Sprache hier als PDF.

Dieser Themenstrang dient Spielberichten nebst der Diskussion des Spieles. Dies geschieht in der Hoffnung, dass sich das Spiel Mecklenburgs weit entfernter mächtiger Verbündeter auch in den Reichen der anderen Regenten verbreiten möge und dereinst ein Wettkampf unter den Reichen stattfinde, wie er bereits für das menschliche Schach ausgerichtet wurde.

Daher wird Seine Herrlichkeit Johann III. auch gütigst Fragen zulassen und im Rahmen der Möglichkeiten Unterstützung gewähren.


In diesem Thread berichtete Spiele:

1. Johann III. vs. KI (mittel, 15s Rechenzeit): Zug 1 - Zug 25 (beendet, Sieg: Johann III.)
2. Johann III. vs. KI (Züge 1 bis 4: mittel, 30s Rechenzeit; ab Zug 4: höchster, 3 min Rechenzeit): Zug 1 - Zug 37 (beendet, Sieg: Johann III.)
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Johann III.
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Beitrag von Johann III. »

Wie angekündigt, hier nun der Link zu einer deutschsprachigen Einführung, die Wir unter Unserem bürgerlichen Namen verfasst haben:

http://www.gamersglobal.de/user-artikel ... hes-schach
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Johann III.
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Beitrag von Johann III. »

1. Partie

Regenten!

Hier nun präsentieren Wir eine etwas längere Partie. Wir hatten erst gedacht, sie ins AAR-Forum zu posten, aber irgendwie scheint es Uns hier besser aufgehoben -- analog zu den Schachpartien, die hier gepostet werden.

Wir spielen gegen die KI, die durch Zillions of Games gestellt wird. Damit Wir überhaupt den Hauch einer Chance haben, wurde der Schwierigkeitsgrad auf "mittel", die Zufallsvariation der KI-Züge auf "groß" sowie die Bedenkzeit der KI auf 15 Sekunden gesetzt. Wir hoffen, dass die KI damit endlich mal Fehler begeht; normalerweise gewinnt sie immer. Zumindest gegen Uns. *hust*

Wir haben Gold, beginnen also das Spiel. Das ist ein gewisser Nachteil, da die KI (in Grün) dann direkt auf Unsere Ausgangsstellung reagieren kann. Allerdings haben Wir immer den jeweils ersten Zug, sodass dieser Vorteil nicht so groß sein sollte. (Zumindest ist das Unser Eindruck, wenn Wir in Grün gegen die KI verlieren ...)


Zug 1: Aufbau der Ausgangsstellung

Klin Zha beginnt stets auf einem leeren Brett:
Bild
Anders als beim Schach gibt es keine festgelegte Ausgangsstellung, bei der man erstmal die "Figuren entwickeln" müsste. Dieser beim Schach ja durchaus spannende Aspekt wird beim Klin Zha dadurch ersetzt, dass der Aufbau der Ausgangsstellungen selbst interessante Startsituationen ermöglicht. Allerdings gibt es sozusagen "optimale" Ausgangsstellungen, bei der die Figuren ihre theoretisch beste Wirkung entfalten könnten, und Abweichungen davon wären rein mathematisch betrachtet unsinnig. Da lebendige Spieler aber durchaus auch irrational entscheiden (z.B. wenn sie eher zu Defensive oder Offensive neigen, oder wenn sie einfach mal was Neues probieren wollen), macht diese anfängliche Offenheit durchaus Spaß.

Wir haben Uns für folgende Stellung entschieden:
Bild
Wir werden nachher noch erklären, was man hier sieht; zuerst wollen Wir aber die Antwort von Grün zeigen:
Bild
Nun müssen noch Unsere Ziele auf eine gültige Trägerfigur (Hüter, Lanzenträger oder Fechter) platziert werden. Die Spieler haben dies wie folgt gelöst:
Bild
Dies insgesamt war der 1. Zug. Bevor es im 2. Zug richtig losgeht, werden Wir nachher kurz etwas zu diesen Stellungen und Unseren Möglichkeiten sagen.
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Admiral Yamamoto
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Beitrag von Admiral Yamamoto »

Nerdig. Aber nicht uninteressant. :top:
Skyrim KurzAAR: Ulik Dareth - The Oblivion Conjurer
http://www.si-games.com/forum/showthread.php?t=26747
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Johann III.
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Beitrag von Johann III. »

Admiral Yamamoto hat geschrieben:Nerdig. Aber nicht uninteressant. :top:
In dem Buch, aus dem Klin Zha stammt, wird übrigens ein klingonischer Stratege namens Kethas vorgestellt, der von der Förderation ehrfürchtig als "Der klingonische Yamamoto" bezeichnet wird.
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Johann III.
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Beitrag von Johann III. »

Kommen Wir und wir nun zur Beschreibung der beiden bereits gezeigten Ausgangsstellungen. Wir zeigen die Bilder hier jeweils noch ein zweites Mal, um unnötiges Hochscrollen zu vermeiden.

Wie erwähnt, beginnt Gold das Spiel, und das bedeutet, dass Gold sich normalerweise vorher überlegt haben wird, wie Gold das Spiel gestalten will. Grün muss sich dann sinnvoll dazu positionieren.

Die goldene Ausgangsstellung:

Wir haben das obere Brettdrittel gewählt. Wir neigen dazu, Unsere Kräfte gleichmäßig zu verteilen, sodass Wir auf die beiden Uns gegenüberliegenden Brettdrittel einwirken können; denn Wir können ja nicht wissen, welches davon der Gegner wählen wird.
Bild
Daher haben Wir zuerst Unsere beiden Flieger auf die Felder E16 und E49 gesetzt. Die Flieger sind die beiden hexagonalen Steine, deren Symbol ein wenig wie ein Schwan aussieht. Flieger ziehen in gerader Linie mindestens 3 Felder weit, höchstens 6 Felder. Sie können außerdem andere Figuren überspringen. Sie sind in der Fernwirkung mit den Türmen beim Schach zu vergleichen und spielen auch beim Gewinnen eine ähnlich wichtige Rolle. Allerdings kann man den Fliegern eben auch entgehen, wenn man sich sozusagen in ihrem Schatten aufhält, d.h. auf den beiden angrenzenden Feldern. In der von Uns gewählten Position können die Flieger in je einem Zug die Außenbereiche der beiden anderen Brettdrittel erreichen.

Das gleiche Ziel verfolgen Wir mit dem Tänzer, den wir genau in die Brettmitte (F36) gesetzt haben. Der Tänzer hat ebenfalls eine hexagonale Form, es fällt Uns jedoch schwer, das abgebildete Symbol zu beschreiben. Er zieht mindestens 2, höchstens 4 Felder in jede Richtung; er ist nicht auf gerade Linien beschränkt, sondern auch um die Ecke ziehen, ein wenig wie der Springer beim Schach. Der Tänzer darf jedoch keine anderen Figuren überspringen. An der von Uns gewählten Position kann er in einem Zug die Mitte beider anderen Brettdrittel erreichen; er ergänzt damit Unsere Flieger, die auf die jeweiligen Außenbereiche wirken.

Weit oben (C28) haben Wir Unseren Fechter platziert. Der Fechter wird durch ein an einen Degen erinnerndes Symbol dargestellt; der Stein hat Kreisform. Die Kreisform zeigt an, dass der Fechter das ebenfalls kreisförmige "Ziel" tragen darf (dazu später mehr). Der Fechter darf 1 bis 3 Felder in jede Richtung ziehen, auch um die Ecke.

Den Lanzenträger, die nächstschwächere Figur und durch eine Lanze dargestellt, haben wir auf die linke Seite nach E26 gesetzt, wo er einen der Flieger deckt. Eigentlich eine Entscheidung, mit der jetzt gar nicht mehr so glücklich sind, denn wenn der Gegner die rechte Seite wählt, ist er zu weit weg. Aber sei's drum. Der Lanzenträger zieht 1 bis 3 Felder in jede Richtung, aber nur geradeaus. Auch er darf das "Ziel" tragen, wie man an seiner runden Form sieht.

Zwei unserer Hüter haben Wir weiter oben zur späteren Verwendung geparkt (D17 und D39). Die Hüter ziehen 1 Feld weit und ähneln einem Wassertropfen; die runde Grundform zeigt wieder an, dass sie das "Ziel" tragen dürfen. Der dritte Hüter steht spiegelbildlich zum Lanzenträger auf der rechten Seite (E48) und deckt ebenfalls einen der Flieger. Aber wie gesagt, diese Asymmetrie gefällt Uns mittlerweile nicht mehr so richtig; auf jeder Seite ein Hüter und den Lanzenträger dafür mehr mittig wäre besser. Doch egal, ist jetzt nicht mehr zu ändern.

Bleibt der Blockierer. Er zieht 1 bis 2 Felder weit. Er darf selbst keine Figuren schlagen und auch nicht geschlagen werden. Zudem sind die drei direkt an ihn angrenzenden Felder seine Kontrollzone, in die der Gegner nicht ziehen darf. Alle eigenen Figuren innerhalb dieser Kontrollzone sind also vor Schlagen geschützt. Selbstverständlich darf aber das eigene "Ziel" nicht in die Kontrollzone gebracht werden (denn dann könnte der Gegner nicht gewinnen). Den Blockierer haben Wir über dem Tänzer in der Mitte auf E37 positioniert; von dort kann der Blockierer bei Bedarf seine Kontrollzone schnell nach links oder rechts tragen und so Lanzenträger und Hüter schützen.

Unser "Ziel", ein Klingonen-Logo in rundem Kreis, verbleibt zunächst außerhalb des Spielfelds.
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Johann III.
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Beitrag von Johann III. »

Die grüne Ausgangsstellung

Wir finden es immer sehr spannend, wie ein Gegner auf Unsere Ausgangsstellung reagieren wird. Denn da zeigt sich, ob Unsere Ideen sinnvoll waren oder Unseren schnellen Untergang bedeuten.
Bild
Die KI beansprucht offensichtlich das Brettdrittel links unten. Das ist insofern gut für Uns, als dass Unser Lanzenträger dann schnell ins Spiel eingreifen kann.

Die KI hat ihre beiden Flieger auf G36 und I45 gesetzt, ihren Tänzer auf H45. Ihr Fechter steht auf F25, ihr Lanzenträger auf G24. Die Hüter sind am Rand des Brettdrittels verteilt (I12, H23 und F15). Ihr Blockierer befindet sich auf H34.

Mit dem Flieger auf G36 bedroht Grün nicht nur den Hüter auf D39, sondern vor allem unseren Flieger auf E16. Der ist zwar durch Unseren Lanzenträger gedeckt, welcher jedoch seinerseits durch den KI-Fechter bedroht ist. Würde der perfide grüne Fechter Unseren edlen Lanzenträger schlagen, würde sie den Zorn Unseres goldenen Tänzers zu spüren bekommen. Schön wäre es aber dennoch nicht.

KI-Tänzer und KI-Lanzenträger sind noch zu weit entfernt, um gleich zu Beginn Wirkung zu zeigen, das kann sich aber schnell ändern.
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Johann III.
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Beitrag von Johann III. »

Die Ziele

Nachdem Grün seine Ausgangsstellung aufgebaut hat, müssen noch die Ziele beider Spieler platziert werden. Wie erwähnt, können nur Hüter, Lanzenträger und Fechter Ziele tragen.

Die Ziele sind sozusagen der "König" im Klin Zha: Ist das Ziel geschlagen, oder kann der Spieler keinen gültigen Zug machen, hat er verloren. Das Ziel selbst kann sich jedoch nicht bewegen, daher die Trägerfigur.

Das heißt nun natürlich, dass das Ziel mit einer starken Trägerfigur schneller außer Gefahr gebracht werden kann als mit einer langsamen. Nur bedeutet das auch, dass man sich entscheiden muss, ob man eine starke Figur eher zum Schutz des Ziels oder zum Angriff auf das gegnerische Ziel einsetzen will. Ein von einem Hüter getragenes Ziel ist schnell gefangen, ein von einem Fechter getragenes Ziel schnell in Sicherheit. Aber ein Hüter hat kaum Chancen, nennenswerte Angriffe durchzuführen, während ein Fechter das gut hinbekommt.

Nun, Wir haben immer Angst um Unser Ziel, und haben es daher auf Unseren Fechter auf C38 platziert. Der ist weit weg und gut beweglich. Grün hat sein Ziel seinem Lanzenträger auf G24 übergeben, vielleicht ein guter Kompromiss.

Hier nochmal das Bild:
Bild
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Johann III.
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Beitrag von Johann III. »

Regenten!

An dieser Stelle laden Wir dazu ein, Vorschläge für den ersten Zug oder die anfängliche Strategie Mecklenburgs gegen die böswillige KI zu unterbreiten.
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Jorrig
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Beitrag von Jorrig »

Tja, sieht interessant aus, aber wenn man das Spiel so gar nicht kennt und nicht weiss, wie es funktioniert, wie kann man dann einen ersten Zug vorschlagen? Ansonsten: Schlagt doch den gegnerischen Flieger auf G36, sollte doch gehen, oder?
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Beitrag von Johann III. »

Jorrig hat geschrieben:Tja, sieht interessant aus, aber wenn man das Spiel so gar nicht kennt und nicht weiss, wie es funktioniert, wie kann man dann einen ersten Zug vorschlagen?
Ihr kennt aber die Zugregeln der Figuren :)
Ansonsten: Schlagt doch den gegnerischen Flieger auf G36, sollte doch gehen, oder?
Seht Ihr, das wäre schon eine Möglichkeit :) Weitere?
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Johann III.
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Beitrag von Johann III. »

Züge 2 bis 5

Nun denn, Wir wollen dann Unsere Entscheidung bekanntgeben. Wir haben den Rat des weisen Jorrig geprüft, Uns jedoch schnell dagegen entschieden. Sicher, den Flieger auf G36 könnten Wir mit drei Unserer Figuren (Flieger, Tänzer, Lanzenträger) schlagen, allein, es würde in ein brutales Gemetzel ausarten, bei dem auch Wir schnell wertvolle Figuren verlieren würden und was dem Gegner sehr schnell erlauben würde, Unser Ziel zu schlagen. (Kann Uns jemand der mitlesenden Regenten sagen, was auf 2. Goldener Tänzer F36 x Grüner Flieger G36 folgen könnte?)

Wir haben Uns für folgende Variante entschieden (das Bild zeigt die Stellung nach dem 5. Zug; die Pfeile zeigen die Wege der Figuren in den Zügen 2 bis 5).
Bild
Zunächst haben Wir Unseren wertvollen Flieger von E16 nach E37 in Sicherheit gebracht. Dort genießt er den Schutz der Kontrollzone Unseres Blockierers. Es bestand ein gewisses Risiko, dass die KI nun Unseren Lanzenträger auf E26 schlagen würde, aber das hat sie glücklicherweise nicht getan. Hätte sie es, hätte es zwar wie bei Jorrigs Vorschlag wieder Mord und Totschlag gegeben, aber Wir hätten am Ende immer noch zwei Flieger besessen, die KI aber nur noch einen. Das hat sie klugerweise erkannt und stattdessen ihren Blockierer nach G35 gezogen. Dadurch ist nun ihr Flieger auf G36 durch die grüne Kontrollzone geschützt.

Wir haben dann Unseren Lanzenträger ebenfalls in Sicherheit gebracht (nach E27 in die Kontrollzone des goldenen Blockierers), wodurch gleichzeitig der KI-Fechter auf F25 bedroht wurde. Scheinbar befürchtete die KI, wir würden ihn später schlagen (das würde uns den Lanzenträger kosten, die KI danach einen Hüter und Uns evtl. Unseren Tänzer) und zog darum ihren Fechter ebenfalls in die grüne Kontrollzone nach G25.

Nun sah das ganze Bild schon etwas anders aus. Beide Seiten hatten sich eingegraben, aber dadurch auch Platz geschaffen. Wir haben dann Unsere beiden Flieger in das freie Brettdrittel nach G79 und H68 gezogen, um den Gegner von der Seite anzugreifen. Die KI hat ihren Tänzer nach F47 gezogen, wo sie nur für Unseren Hüter eine Gefahr darstellt. Sie hat außerdem ihren Lanzenträger nach H24 gezogen -- ohne das von ihm getragene Ziel, das weiterhin und nun wehrlos auf G24 liegt.


Und auch hier wieder die Frage an die Regenten: Wie könnte es weitergehen?
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Jorrig
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Beitrag von Jorrig »

Ich würde den Hüter zum Tänzer ziehen. Er ist gedeckt durch den Flieger und weniger wert als der Tänzer.
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Beitrag von Johann III. »

Jorrig hat geschrieben:Ich würde den Hüter zum Tänzer ziehen. Er ist gedeckt durch den Flieger und weniger wert als der Tänzer.
Ihr meint den Hüter von E48 nach F48? Gar nicht so schlecht, denn des Tänzers Angriff ist dann erstmal abgewehrt. Könnte sein, dass die KI dann den Hüter schlagen wird (mit dem Flieger, der unten auf I45 steht), was aber ziemlich blöd wäre, denn dann würden Wir den mit Unserem Flieger (H68) schlagen und hätte dann einen ziemlichen Vorteil (Wir 2 Flieger, KI 1). Ansonsten wissen Wir erstmal nicht, was als nächstes passieren könnte -- die KI könnte auch immer noch mit ihrem anderen Flieger Unser Ziel angreifen, aber das wäre genauso sinnloser Selbstmord.

Wir sind also gespannt und werden Euren Zug nachher umsetzen und berichten.
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Beitrag von Johann III. »

Zug 6

Nachdem Wir Jorrigs Idee umgesetzt, d.h. den Hüter von E48 nach F48 gezogen haben, hat die KI einen Zug gemacht, an den Wir selbst in Unserer Beschränktheit nicht gedacht haben, der aber sehr sinnig ist. Sie hat ihren Tänzer von F47 nach G68 gezogen und bedroht damit Unseren Flieger auf G79.
Bild
Dass Wir diese Möglichkeit übersehen haben (und Wir haben sie offensichtlich schon in Unserem 5. Zug übersehen, nicht erst jetzt), betrübt Uns etwas, denn das erinnert Uns daran, dass Wir noch in zu geraden Linien denken. Es ist aber wichtig, die flexiblen Zugmöglichkeiten von Tänzer (und Fechter) nicht zu vergessen.

Jedenfalls macht Uns das jetzt einen kleinen Strich durch die Rechnung und Wir müssen jetzt mal überlegen.
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Beitrag von Jorrig »

Tja, Ihr könnt den Flieger auf G58 ziehen. Der Tänzer kommt dann auch kaum noch weg, ohne dass Ihr ihn dann angreifen könnt mit einem der Flieger. Insgesamt weiss ich aber auch nicht, ob die beiden Flieger da aussen so gut stehen. Was sollen die da bringen? Für den Angriff zu weit weg, und in der Verteidigung fehlen sie auch. Sie können ausserdem schlecht gedeckt werden.
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Beitrag von Johann III. »

Eigentlich wollen Wir von der Seite aus das gegnerische Ziel angreifen, was ab dem nächsten Zug möglich wäre, wenn da nicht der grüne Tänzer wäre. Allerdings erkennen Wir mittlerweile, dass der Zeitpunkt dafür nicht günstig war, und Wir werden Uns wohl nochmal zurückziehen müssen, wenn Wir beide Flieger behalten wollen. Hmpf.
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Beitrag von Johann III. »

Züge 7 und 8

Wir haben einen Weg gefunden, der Uns erstmal aus der Bredouille bringt:
Bild
Wie vermutet, haben Wir Uns mit dem Zug des Fliegers von G79 nach E49 erstmal zurückgezogen, aber sehen das als temporäre Maßnahme. Der grüne Tänzer ist Uns allerdings auf den Fersen.

Wir beschließen, den Flieger nach H46 zu retten und dafür den Hüter auf D39 zu opfern:
Bild
Dadurch sind Wir auch da, wo Wir ohnehin hin wollten: Im gegnerischen Drittel.
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Beitrag von Jorrig »

Und wie wollt Ihr jetzt verhindern, dass Schwarz das Spiel im nächsten Zug gewinnt? Was genau sollen die Flieger da angreifen? Ist das nicht alles mehrfach gedeckt?
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Jorrig hat geschrieben:Und wie wollt Ihr jetzt verhindern, dass Schwarz das Spiel im nächsten Zug gewinnt? Was genau sollen die Flieger da angreifen? Ist das nicht alles mehrfach gedeckt?
Na, es ist ja jetzt wieder Gold am Zug, d.h. Unser Ziel können Wir erstmal wegziehen.

Das mit den Fliegern braucht noch etwas Zeit, aber Uns ist wichtig, dass Wir da etwas Druck machen können.

Wir zeigen gleich, wie es mittlerweile weiter ging.
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