Courage. Honor. Loyalty. Sacrifice. _ A Pbem vs L. Armisteads feat. controversial POV

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Hohenlohe
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Beitrag von Hohenlohe »

Sir,

Wir haben Keyes Männer bei Shelbyville mit unseren Einheiten vereinigt und bilden nun Cooks Division und machen strammen Einheitsdrill mit allen Einheiten, damit alle Einheiten wieder Gefechtsdrill erleben.
Bislang alles erfolgreich. Danke für die kubanischen Zigarillos und den Virginia-Whiskey, den sie uns Ofizieren nebst Kaffee und Tee haben zukommen lassen. Danke ebenso für die Ersatzpferde, die sie geschickt haben.
Die zusätzliche Munition nebst neuen Colts wurde von den Mannschaften begeistert entgegengenommen... :fecht: :reiter:

herzliche grüsse

Heros von Hohenlohe... :smoke:
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Aktivist
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Beitrag von Aktivist »

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Abraham Lincoln - General-in-Chief, Teil 2: Der Virginia-Feldzug 1862
In den beiden vorangehenden Kapiteln über Abraham Lincoln als Oberkommandierender der US-Streitkräfte habe ich mich mit Lincolns militärischer Sachkenntnis und McClellans Strategie für den Krieg gegen die Südstaaten beschäftigt. Ich möchte nochmals betonen, dass ich Mister Lincoln keinen Vorwurf mache - woher hätte er sein Wissen denn schöpfen sollen? Anders als sein Kontrahent Jefferson Davis - der West Point Absolvent war, während des Mexikokrieges gedient hatte und Verteidigungsminister unter Franklin Pierce war - musste Lincoln seine Erfahrungen aus den bitteren Lehren des Krieges ziehen. Andererseits habe ich Euch hoffentlich deutlich machen können, dass Lincoln durchaus einen "Masterplan" im Kopf hatte. Im Osten waren seine drei Top-Prioräten in absteigender Reihenfolge:

- Washington muss zu jeder Zeit vollständig sicher bleiben,
- Die feindliche Army of Northern Virginia muss zerschlagen werden, bevorzugt durch einen offensiven, aktiven Feldzug,
- Territorium der Konföderation soll an mehreren Stellen erobert werden, z.B. im Shenandoah-Tal, Ost-Tennessee oder Tidewater Virginia.

Wie seine Prioritäten - und seine Direktiven aus dem Weißen Haus - mitunter ganze Feldzüge der Union behinderten, habe ich bei Frémont oder McClellan erläutert. Im Kapitel über McClellan habe ich eine mögliche Strategie dargestellt, die Lincolns Vorstellungen widersprach. Nichts desto weniger hätte sie meiner Ansicht nach erfolgreich sein können, wenn McClellan nicht schon vor Beginn seiner Operation über 55.000 Soldaten vorenthalten worden wären. Einerlei, nach Malvern Hill schien weder McClellan mit neuen Operationen gegen Richmond beginnen zu wollen, noch hätte Lincoln diese unterstützt. Statt dessen wurde ein anderer General mit dem Kommando über eine Armee betraut, die wenn die Ereignisse anders gelaufen wären, wahrscheinlich die gesamte Army of the Potomac vereinnahmt hätte. General Pope sollte Lincolns ursprüngliches Konzept wieder aufnehmen: einen Vormarsch durch Nord- und Zentral-Virginia in Richtung Richmond mit dem Ziel, Lee's Armee irgendwo auf dem Weg dorthin zum Kampf zu stellen. Wir können schlecht beurteilen, ob Pope hätte Erfolg haben können, denn General Robert Lee kam dem Unionsgeneral zuvor und trieb in nach mehreren Schlachten auf Washington zurück - noch bevor Pope überhaupt seine Offensive begonnen hatte. Danach verlagerte sich das Kampfgeschehen nach Maryland, gefolgt von der Schlacht beim Antietam. Ich will auch nicht den Eindruck stehen lassen, dass George McClellan ein Glücksfall für die Nordstaaten gewesen sei.
Tatsächlich schien er relativ ausgeglichene Offensivqualitäten zu besitzen: insgesamt fünf Offensiven trug er vor, die meisten nach sehr gründlicher und zeitraubender Vorbereitung:

- Die Offensive beim Rich Mountain 1861, die zur Eroberung und Sicherung West Virginias führte,
- Die Offensive gegen Johnstons zurück fallende Armee nach dem Fall von Yorktown im Mai 1862,
- Die Offensive in Richtung Hanover nach der Schlacht bei Seven Pines im Juni 1862,
- Die Offensive gegen Robert Lee vor der Schlacht bei Antietam im September 1862,
- Und die Offensive gegen Lee nach der Schlacht bei Antietam, beginnend Ende Oktober 1862.

Drei seiner Offensiven waren erfolgreich - zum Teil sehr erfolgreich: Rich Mountain, Hanover und Antietam. Die beiden anderen waren herbe Enttäuschungen. Zwei Belagerungsoperationen unternahm er:

- Die Belagerung von Yorktown (erfolgreich),
- und die Belagerung von Richmond (erfolglos).

Taktische Defensive war nicht McClellans Stärke - bei der Schlacht von Seven Pines ließ er es zu, dass ein Flügel seiner Armee isoliert wurde und unter anderen Umständen der Vernichtung anheim gefallen wäre. Während der Sieben-Tage-Schlacht war er eigentlich konstant auf dem Rückzug, obwohl seine Korpskommandeure beinahe jedes Gefecht siegreich beendeten. Und vor allem gibt es keinerlei Entschuldigung dafür, nach der Schlacht bei Malvern Hill nicht die Gelegenheit zur Gegenoffensive ergriffen zu haben.
Vor allem aber war McClellan illoyal und ein Unruheherd für die Regierung Lincoln. Ihn dennoch solange im Amt zu halten (und über vier Monate hinweg sogar zum Generalstabschef der US Army zu machen), geht wieder auf das Konto des Präsidenten. Vielleicht hätte ihn Lincoln direkt nach der Sieben-Tage-Schlacht entlassen sollen und Pope (oder einen anderen General) auf dessen Posten setzen sollen. Und anstatt in Nordvirginia eine Patchwork-Armee aufzustellen, hätten die Verstärkungen lieber auf die Halbinsel gebracht werden sollen. Aber mehr als meine vage Einschätzung, dass der Feldzug schließlich hätte erfolgreich beendet werden können, kann ich Euch leider nicht bieten. Was ich allerdings unternehmen kann, ist den auf die Schlacht beim Antietam folgenden Verlauf der Virginia-Offensive 1862 zu beschreiben - einem Feldzug, der so ziemlich allen Vorgaben entsprach, die Präsident Lincoln ursprünglich im Hinterkopf hatte...

Nach Antietam - das Vorspiel

In der letzten Septemberwoche 1862 befand sich die Army of the Potomac im Gebiet zwischen Sharpsburg und Hagerstown nördlich des Potomac, während die Army of Northern Virginia Stellung bei Winchester bezogen hatte und ihre Wunden leckte. Wäre es nach McClellan gegangen, hätte er wahrscheinlich gar keine Offensivoperation gestartet und sich statt dessen wieder auf die Verlegung auf die Halbinsel vorbereitet. Doch diese Wahl war General McClellan nicht gegeben und so eröffneten sich für ihn zwei Alternative: erstens die Verfolgung Lees ins Shenandoah-Tal oder zweitens eine flankierende Operation östlich der Blue Ridge Mountains in Richtung Gordonsville. McClellan schien erstere Möglichkeit zu bevorzugen, doch er sah gravierende Hindernisse. Zum einen würde er seine Armee nur über die Winchester & Potomac Railroad versorgen können, deren Gleisanlagen und Brücken Jeb Stuart während des Rückzuges großflächig zerstört hatte. Zum anderen sah er wenig Gewinn in der Tatsache, Lee aus dem Shenandoah-Tal heraus zu drängen.
When in due course the Potomac rose enough to limit the crossing places and make guarding them practicable [also mit Einsetzen der Herbstniederschläge], he [McClellan] might open a brief campaign, advancing on Winchester and either fight Lee there or pushing him farther up the Shenandoah Valley. The lack of railroad made it IMPOSSIBLE to supply such an advance much beyond 25 miles. His next step would be to the entire upper Potomac [...]. Finally, presumably in the spring of 1863, he would return to the his grand campaign against Richmond by the Peninsula route [also wieder über die Halbinsel]. (Sears, The Young Napoleon)
Am 1. Oktober 1862 traf der Präsident persönlich bei der Armee ein, vorrangig, um die Schauplätze der vergangenen Schlachten zu besichtigen und sich den Soldaten zu zeigen. Aber er konferierte auch mit McClellan, wo er ihm den politischen Druck, auf keinen Fall wieder in Inaktivität zu verfallen, nahe brachte. Als ihm McClellan die Schwierigkeiten erläuterte, welche eine Operation ins Valley mit sich bringen würde, ließ Lincoln das Thema fallen. Aber direkt nach seiner Rückkehr nach Washington am 4. Oktober beriet er sich mit Generalstabschef Henry Halleck und Kriegsminister Edward Stanton. Zwei Tage später sandte Halleck dem General ein Telegramm - und dieses würde nur eine von vielen Depeschen der nächsten 30 Tage sein, welche den Druck auf McClellan schrittweise erhöhten und schließlich in seine Demission mündeten:
"The president directs that you cross the Potomac and give battle to the enemy or drive him south." [Anscheinend soll McClellan also Winchester angreifen] Doch Halleck fährt fort: "The president advises the interior line, but does not order it." (Sears, The Young Napoleon)
Präsident Lincoln bekräftigte seinen Entschluss eine Woche später mit einem Brief - einem zweiseitigem Brief (recht lang für die damalige Zeit) - an den General:
"You remember my speaking to you of what I called your over-cautiousness. [Verweis auf das Treffen mit McClellan am 2. Oktober] [...] Why can you not reach there [Culpeper-Gordonsville östlich der Blue Ridge Mountains] before him, unless you admit that he [Robert E. Lee] is more than your equal on the march? ... I would press closely to him, fight him if favorable opportunity should present, and at least try TO BEAT HIM to Richmond on the inside track [also östlich der Blue Ridge Mountains] [...] We should not so operate as to merely drive him away. As we must beat him somewhere OR FAIL FINALLY. [...] If we cannot beat the enemy where he is now, WE NEVER CAN, he being again within the entrenchments of Richmond." (Lincoln an McClellan, 13. Oktober 1862, aus: Foote, The Civil War)
Also das müssen wir mal genauer betrachten. Der Präsident macht deutlich, dass seiner Meinung nach Lee's Armee NICHT BESIEGT werden kann, wenn sie die Befestigungen Richmonds erreichen sollte. Sicherlich wegen des Misserfolgs von McClellans Halbinsel-Feldzug - aber dass ER SELBST in den Ausgang des Feldzugs eingegriffen hatte, als er dem General über 55.000 Mann entzogen hatte, erwähnt er mit keiner Silbe. Auch Sears und McPherson, diese beiden hoch geschätzten Historiker, greifen das nicht auf. Stattdessen weisen beide anhand dieses Dokuments darauf hin, welche großen strategischen Fähigkeiten Lincoln sich doch eigentlich erarbeitet hatte. Besonders McPherson (lest seine Fußnoten und sein Quellenverzeichnis) belegt damit Clausewitz'sche Prinzipien Lincolns, lange bevor Clausewitz selbst ein Thema in der Army wurde. Ich verweise hier nochmals auf das Preview-Kapitel mit den Stichworten concentration-in-time versus concentration-in-space. Ich erlaube mir festzustellen, dass es keinerlei Beweis gibt, der Lincolns Schlußfolgerung rechtfertigt, dass die ANV nur außerhalb Richmonds hätte besiegt werden können - auch wenn Grant 1864 vor Richmond scheitern sollte (das lag aber an anderen Gründen). Des weiteren verweise ich nochmals darauf, dass diese Situation niemals hätte entstehen können, wenn die AotP nicht von der Halbinsel abgezogen worden wäre. Und ich verweise darauf, dass McClellan nach der Sieben-Tage-Schlacht (und dem damit verbundenen Scheitern der Belagerung Richmonds) VORGESCHLAGEN HATTE, den James River zu überqueren um Petersburg zu umschließen und die drei Eisenbahnlinien südlich Richmonds zu kappen, was die Versorgung der Army of Northern Virginia mittelfristig unmöglich gemacht hätte (also die Befestigungen Richmonds UMGANGEN HÄTTE).

Warum schaltete sich Lincoln überhaupt persönlich ein? Nun, nach Hallecks Befehl am 6. Oktober setzte McClellan das Hauptquartier ordnungsgemäß von seinen Planungen und Vorbereitungen in Kenntnis. Insbesondere folgende Umstände müssen betrachtet werden:
McClellan veranschlagte für den Feldzug eine Dauer von ca. drei Wochen, würde sich aber von seiner jetzigen Basis im westlichen Maryland aus nicht mehr versorgen können, wenn er den Potomac erst überschritten hätte. Da er während des Marsches an beiden Flanken einen Kavallerieschutz benötigt hätte (nicht zu sprechen von einem Screen etwa 24 Stunden vor seinen Marschkolonnen und Pferden für die Artillerie), plante er mit dem gesamten Einsatz seiner Kavallerie, ca. 15.000 Tiere in der gesamten Armee. Diese Pferde waren seit Antietam kaum einsatzfähig geworden, und hätten zunächst ausreichend "gefüttert" werden müssen, ganz zu schweigen von dem Grünfutterbedarf während des Marsches. Außerdem machte er geltend, dass seine Truppen nicht über genügend Schuhe, Uniformen, Zelte und Decken verfügte (was Divisionskommandeure wie George Meade oder Alpheus Williams bestätigten). McClellan schob die Schuld für die ausbleibenden Lieferungen auf Stanton und Meigs (den Generalquartiermeister), diese wiederum wiesen als Grund auf fehlerhafte Materialanforderungen der Armee aus. Beides dürfte zutreffend sein - denn einerseits war das Nachschubwesen immer noch zu großen Teilen auf Brigadeebene konzentriert und daher schwer zu koordinieren, andererseits gibt es Beweise für fehlgeleitete Eisenbahnzüge und falsche beladene Waggons. Wie dem auch sei, der Oktober verging, und McClellan blieb in Maryland. Es gab einen Grund für McClellans gewissenhafte Vorbereitung seiner Nachschubsituation - und davon wird zu einem späteren Zeitpunkt noch zu sprechen sein - er hätte sich nach der Überquerung des Potomac kaum noch versorgen können...

Sowohl Foote als auch Sears legen in ihren Werken dar, dass Lincolns (bzw. Hallecks und Stantons) Drängen einem anderen Ziel entsprach - es sollte den Boden für die Entlassung McClellans als Armeechef bereiten. McPherson verschweigt dies.
"When I was a boy we used to play a game.Three times round, and you're out. Stuart has been round him twice. If he goes around McClellan once more, gentlemen, he will be out." (Lincoln nach einem Truppenbesuch Mitte Oktober, Foote, The Civil War) Anlass war ein zweiter erfolgreicher Raid Jeb Stuarts Kavallerie hinter den Linien der Army of the Potomac.

"I said I would remove him if he let Lee's army get away from him, and I must do so." (Lincoln zu Francis Blair, einem der Gründerväter der Republikanischen Partei, Foote, The Civil War)

He had grown weary of the generals endless excuses, he said, and were it not for the midterm elections [Kongress-Wahlen Anfang November 1862 in einigen Bundesstaaten] taking place just then he dismiss him. (Lincoln zu Vice-President Hamlin, Sears, The Young Napoleon)
Es spielte gar keine Rolle mehr, dass McClellan nach fünf Wochen Vorbereitungen (nach Antietam) am 26. Oktober 1862 mit der Überquerung des Potomac begann und neun Tage später seine GESAMTE Armee bei Warrenton (50 Meilen südlich des Potomac) versammelt hatte. Auch dass Lee nur Longstreets Korps aus dem Shenandoah-Valley abgezogen hatte und Jackson immer noch bei Strasburg stand, kann nicht als aureichender Grund dienen. Denn Lincoln hatte bereit am 5. November den Entlassungsbefehl für McClellan unterschrieben - noch bevor das Ergebnis der Zwischenwahlen (die fanden am 4. November statt) ausgezählt war, aber spät genug, als das Nachrichten darüber eine Auswirkung auf das Wahlergebnis gehabt hätten. Während Washingtons Politiker im Kongress und die Öffentlichkeit über die großen Tageszeitungen bereits seit Wochen auf den Führungswechsel bei der Armee vorbereitet wurden, wartete Lincoln nur noch auf den richtigen Zeitpunkt - den POLITISCH FRÜHEST MÖGLICHEN Zeitpunkt.

Major General Burnside übernimmt das Kommando

Es ist nur schwer zu begreifen, welche militärischen Gründe am 7. November 1862 vorlagen (als Lincolns Befehl in McClellans Hauptquartier eintraf), McClellan seines Kommandos zu entheben. Die Army of the Potomac stand nur unweit der Stelle, an der General Pope vor drei Monaten seine Army of Virginia versammelt hatte. Und auch Lees Armee befand sich in der selben Gegend, in der sie damals Pope gegenüber stand. Selbst der Operationsplan war derselbe: der Nordstaatenarmee sollte entlang der Orange & Alexandria Railroad nach Süden vorstoßen und den Feind dabei in eine Schlacht verwickeln. Warum um alles in der Welt hatte McClellan (in McPhersons und Sears Augen) hier versagt, wo doch auch Pope vor ihm nicht in der Lage gewesen war, rechtzeitig vor dem Gegner vor Ort zu sein? Diese Frage ist müßig, sie führt ohnehin nicht weiter ins Thema. Vielleicht war Lincoln bestürzt darüber, dass die Armee nicht nach Süden raste, um Lees Rückzugslinien abzuschneiden. Beschäftigen wir uns daher lieber mit den Voraussetzungen für die Offensive, wie sie Lincoln schon vor vielen Monaten (wenn nicht sogar schon seit Herbst 1861) im Hinterkopf hatte und wie sie Ambrose Burnside nun umsetzen sollte.
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Auf der Karte erkennt man die ursprüngliche Vormarschplanung. Und ganz ehrlich, weiter hatte man in Washington auch nicht voraus gedacht. Denn Burnside erkannte sehr schnell, dass das Vorhaben schlichtweg unmöglich war: der Vorstoß bis nach Gordonsville und dann weiter ostwärts entlang der Virginia Central Railroad war ein Hirngespinst, ein Phantom!

Am 7. November war die gesamte Armee - mehr als 120.000 Mann - am Nordufer des Rappahannock versammelt. Südlich davon, bei Culpeper, stand die Army of Northern Virginia. An dieser Stelle MUSS ich einfach auf einen LÄCHERLICHEN Kunstgriff der Historiker hinweisen. Bei Antietam verfügte Lee über etwa 35-38.000 Mann und erlitt mehr als 10.000 Verluste. Jetzt, sieben Wochen später, behaupten McPherson und Co., sollte der Personalbestand auf 60-70.000 Mann angewachsen sein. WAS? Wie um alles in der Welt hätte Lee das bewerkstelligen sollen? Mit keinem Wort erklären diese Historiker dieses Wunder. Wahrscheinlich verfügte Lee damals höchstens über 50.000 Mann, eher weniger. Also das ist doch die Gelegenheit für Burnside, oder nicht? Tja, aber Burnside schreibt seinem Präsidenten am 7. November ein Memorandum:
Not liking the army's present location [...] Burnside had the notion of converting the advance just east of the Blue Ridge into a feint, under cover of which he would "accumulate a four or five day's supply for the men and animals; then make a rapid move of the whole force to Fredericksburg, with a movement upon Richmond from that point." This was se so-called "covering approach" which Lincoln had always favored, since it protected Washington. (Foote, The Civil War)
Lincoln war diesmal nicht einverstanden, er wollte, das Burnside seinen Gegner angriff (wenn sich Lee in seiner Verfassung überhaupt zum Kampf gestellt hätte). Und er entsandte Henry Halleck nach Warrenton, um mit General Burnside zu sprechen. Am 12. November traf Halleck dort ein. Was war Burnsides Problem?

Nun, die Orange & Alexandria Railroad war 1862 eine Ein-Schienen-Verbindung mit keinerlei Ausweichgleisen entlang der gesamten 50 Meilen zwischen dem Rappahannock und Gordonsville für lange Frachtzüge. Das bedeutet, dass jeweils nur ein Zug in eine Richtung fahren kann, da sich auf keinem Abschnitt der Strecke Züge begegnen können. Außerdem gab es nirgends ausreichend Holz in der Nähe, um die Lokomotiven mit genügend Brennstoff für ihre gezwungenermaßen schweren und langen Züge zu versorgen - die Züge hätten waggonweise selbst Tender mitführen müssen (und damit die Kapazität für Frachtladung herab gesetzt). Und es gab keine Wasserdepots für eine derart intensive Streckennutzung. Das war die Realität in Lincolns großem Plan für Pope drei Monate vorher. UNMÖGLICH! Es hat während des gesamten Krieges auch kein Commander der Army of the Potomac versucht, über Gordonsville auf Richmond vorzustoßen. McClellan nicht, Burnside nicht, Hooker nicht und auch nicht Grant. Wie hätten über diese Strecke auch täglich 700 Tonnen Nachschub transportiert werden sollen? Aber wenn Lee (wovon auszugehen ist), hier nach Süden ausgewichen wäre, hätte ihm Burnside nur langsam folgen können, bevor er schließlich wegen Nachschubmangels mitten in Virginia liegen geblieben wäre.
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Nach seiner Rückkehr überzeugte Halleck den Präsidenten, Burnsides Fredericksburg-Plan zuzustimmen, und am 15. November begann Burnside seinen Marsch. Seine Armee hatte er in drei "Grand Divisions" unter Sumner, Franklin und Hooker gegliedert, jede war zwei Armeekorps stark. Sumner machte den Anfang, gefolgt von Franklin mit Hooker als Nachhut - und die ersten Truppen erreichten Falmouth gegenüber Fredericksburg am Nordufer des Rappahannock bereits zwei Tage später. Nun, Burnside hatte auch die Pontonbrücken vom Potomac angefordert, welche laut Zeitplan bis zum 20. oder 21. November hätten in Falmouth oder Aquia eintreffen können - doch Halleck vermasselte es. Später sollte er sich damit heraus reden, dass es verabredet gewesen sei, dass Burnside SÜDLICH des Rappahannock nach Fredericksburg vormarschieren würde. Nun, das wäre militärischer Nonsens gewesen. Hätte Burnside diesen Weg genommen, hätte er ein Gebiet, dass nur "Wilderness" genannt wurde, durchqueren müssen. Es gab dort nur eine Straße in Ost-West-Richtung und sie führte durch eine urwaldartigen Landschaft. Dort wäre seine rechte Flanke die ganze Zeit ungeschützt für Angriffe aus südlicher Richtung gewesen. Das Gelände hätte überdies jeden zahlenmäßigen Vorteil und jede Artillerieüberlegenheit zunichte gemacht. Es gibt übrigens zwei Beweise dafür: weder gelang es Hooker 1863, noch Grant 1864 in der Wilderness gegen einen weniger als halb so starken Robert E. Lee zu bestehen.

Es spielt auch keine Rolle. Die Pontons trafen erst am 27. November bei der Army of the Potomac ein. Zu diesem Zeitpunkt hatte Longstreet schon die Anhöhen südlich Fredericksburg befestigt und Jackson streckte sich aus, das gesamte Gebiet zwischen Port Royal an der Mündung des Rappahannock und Massapomax Creek südlich von Longstreets Stellungen abzudecken. Immerhin, beide Armeen waren wieder in ganzer Stärke versammelt. Nominell hatte Burnside 250.000 Soldaten unter seinem Kommando! Nominell, wohlgemerkt. Denn davon standen knapp 100.000 in Washington bzw. in Stellungen entlang des Potomac und waren unabkömmlich. Zieht man weitere Kommandos ab, die er entlang des Rappahannock stationiert hatte oder welche seine Nachschublinien sicherten, verfügte er aber immer noch über etwa 125.000 Mann, davon waren zwischen 100-110.000 "fit for duty", wie es so schön heißt. Lee auf der anderen Seite wurde durch Verstärkungen aus dem gesamten Süden auf 72.000 Mann gebracht und stellte sich darauf ein, Burnside auf jeden Fall eine Schlacht zu liefern. War das nicht Lincolns so lange ersehnte Gelegenheit, die feindliche Armee in einem Frontalangriff zu vernichten?

Lincoln zögert

Tja, der November war nicht mehr der April oder August des Jahres 1862. Nach den schrecklichen Verlusten bei Shiloh, 2nd Bull Run, Antietam oder Perryville war Lincoln mittlerweile der Sinn nach blutigen Schlachten vergangen (oh je, wurden McClellan, Buell und später Rosecrans nicht genau deswegen entlassen). Aber keine Sorge, die Historiker werden Euch auch das mit der wundervollen strategischen Begabung Lincolns erklären, denn der Präsident hatte nun einen anderen Plan. Am 22. November hatte Burnside Halleck die Lage bei Fredericksburg und das zur Gänze verlorene Überraschungsmoment erläutert - und bat um die Erlaubnis, mit dem Angriff fortzufahren. Lincoln schrieb dem General am 25.11., dass er sich unverzüglich mit ihm in Aquia (Burnsides Nachschubbasis am Potomac) treffen würde. Lincoln musste einsehen, dass Burnsides Chancen, den ursprünglichen Plan umzusetzen, wahrscheinlich viele Opfer gefordert hätte - und davon hatte er 1862 bereits genug. Zurück in Washington arbeitete er (ohne Halleck) einen Alternativplan aus:
First I wish Burnsides crossing of the river nearly free from risk and secondly I wish the enemy to be prevented from falling back accumulating his strength as he is going back to Richmond. (Lincolns Memorandum an Halleck, The Collective Works of Abraham Lincoln, Library of Congress)
Bevor ich zu dem eigentlichen Plan komme, lasst mich bitte ein paar deutliche Worte zu dieser Einleitung verlieren. Wie um alles in der Welt soll Burnside den Rappahannock in Gegenwart der gesamten feindlichen Armee OHNE RISIKO überqueren? Und wie soll ein derart gestalteter ungefährlicher Flussübergang den Gegner effektiv daran hindern können, sich nach Richmond zurück zu ziehen? Meinem Verständnis nach ist das eine Entweder-Oder-Entscheidung. Entweder Burnside führt seine Bewegung in unmittelbarer Nähe zu Lees Armee aus und kann damit eine Absetzbewegung durch einen Vorstoß gegen die Nachhut des Feindes kontern, oder er überquert den Fluss in sicherer Entfernung zu den feindlichen Stellungen, was Lee im Gegenzug genug Zeit geben muss, sich vollständig zurück zu ziehen. Oder seht Ihr das anders?

Nun, Lincoln gedachte das Dilemma durch einen gleichzeitigen Vormarsch an mehreren Punkten zu lösen:
I therefore propose, that Burnside shall NOT MOVE IMMEDIATELY [war es nicht genau das, was Lincoln bisher stets von seinen Generälen gefordert hat?] [...] that we accumulate a force on the south bank of the Rappahannock at say Port Royal under protection of gunboats. I want an force of 25.000 men at Port Royal to move to Northwest [zurück nach Fredericksburg]. At the same time I want another force of 25.000 to be as high up the Pamunkey as can be protected by gunboats. This being ready as all three forces [gemeinsam mit Burnsides Hauptarmee] are moving simultaneously. (Aus Lincolns Memorandum an Halleck, The Collective Works of Abraham Lincoln, Library of Congress)
Einer der größten Verehrer Lincolns, die graue Eminenz der Geschichte des Bürgerkriegs James McPherson, sagt nun dies über Lincolns Plan:
Lincoln evolved through his studies of military history and strategy and his own common sense, his own intellectual acumen [Scharfsinn] a strategy that modern military strategist would call concentration in time. Lincoln came up with the idea that the Confederacy's ability to use their interior lines to concentrate troops at their most threatened points, for example during [...] the first battle of Bull Run [...] to counter that Union invasion, and to repulse it... Lincoln learned from that, and subsequent situations that the only way of the United States Army to counter the ability of the Confederates to shift troops, was to send forward, to invade on more fronts simultaneously. (James McPherson in einem Interview an der University of California, Berkeley, "Lincoln as Commander in Chief", 2008)
Ich habe in der Vergangenheit immer herablassend über so manche seiner Äußerungen berichtet - und diesmal will seine Sätze etwas genauer auseinander nehmen. McPherson und seine Fixierung auf "concentration in time" passen nicht zu Lincolns Plan für Fredericksburg, wenn man das Beispiel Bull Run als Maßstab nimmt. (McPherson spricht auch Situationen in Kentucky und Tennessee an, aber geht dort nicht ins Detail. Außerdem sind die in Frage kommenden Feldzüge ebenfalls kein geeignetes Beispiel für angebliches Ausnutzen der "inneren Linie" - ein strategisches Konzept, welches ich zur Zeit von Schießpulver und Musketen ohnehin stark anzweifle.) Bei Bull Run gelang es den Konföderierten TROTZ der Befehle McDowells an MGen. Patterson, Truppen aus dem Shenandoah-Tal zu Beauregards Armee zu verlegen. Nun - anscheinend waren sich alle damals Beteiligten schon über dieses "Konzept" im klaren gewesen (eigentlich eine militärische Selbstverständlichkeit). Des weiteren war die Bewegung TAKTISCHER Natur und keineswegs strategisch. Dasselbe träfe auch auf Burnside vor Fredericksburg zu. Doch war es in Fredericksburg doch nicht der Vorteil der "inneren Linie", der die Konföderierten begünstigte. Geschweige denn hätten sie Truppen aus anderen, nicht bedrohten Frontabschnitten herbei schaffen können. Hier ging es einzig und allein um die Möglichkeit, sich vor der Schlacht zurück zu ziehen - und Lincoln spricht das explizit an: "...I wish the enemy to be prevented from falling back..." . Diese Möglichkeit hat JEDER Opponent, der über eine intakte Rückzugslinie verfügt (also nicht eingekesselt ist). Das hat soviel mit "concentration in time" (im Sinne Clausewitz') zu tun, wie Niveau mit einer Handcreme.

Worüber McPherson nicht spricht, ist was Halleck und Burnside sagen sollten, als Lincoln beiden am 29. November seinen Plan in Washington vorstellte (Burnside wurde extra dafür in die Hauptstadt beordert):
Both generals rejected the plan [...] (Foote, The Civil War)

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Und warum taten sie das? Auf der Karte seht Ihr Lincolns eigene Vorstellungen. Das ist sein Plan! Er hat ihn nicht abgeschrieben oder von einem Ghostwriter diktieren lassen. Folgendes zog er nicht in Betracht:

- Wie lange würde es dauern, 25.000 Mann bei Port Royal zu versammeln, und welche Truppen könnte der Gegner in der Zwischenzeit flussbabwärts verlegen?
- Wie hoch ist der Wasserstand des Pamunkey River? Welche Art von Schiffen kann den Fluss mit welcher maximalen Zuladung befahren?
- Wie viele Schiffe braucht man also, um 25.000 Mann am Pamunkey zu versammeln? Wie viele stehen zur Verfügung? In Verbindung mit der notwendigen Zeit für das Boarding und Unboarding, für Transit und Bunkern, wie lange würde eine solche Operation dauern?
- Kann Artillerie mitgenommen werden?
- Können Pferde mitgenommen werden?
- Wann frühestens könnten die gemeinsamen Operationen beginnen, da ja alle drei Streitkräfte gleichzeitig vorrücken sollen?
- Kann der Gegner den südlichen Angriffskeil nicht mit überwältigender Stärke schlagen oder ihn lange genug blockieren, um seinen Rückzug zu decken?
- Wie hoch wäre das Risiko? Wie hoch wären die Erfolgschancen?

Und schließlich - wie bitte schön sollte Burnside, dessen Hauptstreitkräfte um mehrere zehntausend Mann reduziert waren, OHNE RISIKO den Rappahannock bei Fredericksburg überwinden?

Fazit

Ich will auf die folgende, unausweichliche Schlacht bei Fredericksburg nicht mehr eingehen. Nur so viel sei gesagt, als General Burnside seinen endgültigen Angriffsplan vorstellte - und von Lincoln absegnen ließ - war das Todesurteil für tausende Unionssoldaten ausgesprochen. Es gibt kaum einen einseitigeren Sieg der Konföderation gegen die Union als den bei Fredericksburg. Aber all das ist das zwangsläufige Ergebnis von Lincolns Einflussnahme auf das Kriegsgeschehen des Jahres 1862. Alles hätte anders sein können, wenn die Union McClellans Strategie treu geblieben wäre, selbst unter einem anderen General. War Fredericksburg ein einmaliger Ausrutscher? NEIN! Jede Überlandstrategie der Union, auch 1863 und 1864 führte von Zentral-Virginia aus zwangsläufig in den Osten. Hooker scheiterte schon kurz nach Beginn seines Feldzuges in Chancellorsville. Grant, mit Sicherheit einer der begabtesten und intuitivsten Kommandeure des Krieges musste sich während seines Überlandfeldzuges ebenfalls von Schlacht zu Schlacht bis an die Tore Richmonds schlagen, und das gegen einen Gegner, der im Vergleich zu 1862 oder 1863 schwächer war.

Wie formulierte Grant in einem Telegramm zwei, drei Tage, nach dem die Schlacht in der Wilderness abgeklungen war und sich die Linien beider Seiten allmählich konsolidiert hatten? "I will stay at this line and fight it out, and when it takes all summer!" Das ist exakt Lincolns Sprache, das ist exakt, was sich Lincoln schon kurz nach Kriegsbeginn vorstellte. Und was realisierte Grant nur ein paar Tage später? Das genau das eintreten würde! Er würde in der Wilderness stehen, gemeinsam mit General Lee, jeweils das Messer an der Kehle des anderen, und sie würden an dieser Linie kämpfen - den ganzen Sommer lang! Und was tat Grant schließlich - er tat das einzig richtige, bedenkt man die gigantische Größe seiner Armee und die Nachschublinien, die er an seiner linken Flanke aufgebaut hatte - ER UMGING DEN FEIND! Er machte das, was alle anderen Generäle vor ihm einschließlich McClellan getan hatten. Und wir alle wissen heute, wie erfolgreich das war, oder? Konnte Lee seine geschundene Armee nicht wieder und wieder vor die Front des Gegners führen und zu blutigen Angriffen provozieren? Was geschah in Cold Harbor, nur einen Steinwurf von Richmond entfernt, als Grant ein letztes Mal versuchte, Lees Stellungen frontal zu durchbrechen. Weigerten sich seine Soldaten nach desaströsen Verlusten nicht schließlich, den Angriff fortzusetzen?

Man kann sicherlich über vieles geteilter Meinung sein. Aber wenn man den Verlauf und die Aussichten von McClellans Offensive im Frühjahr und Sommer 1862 mit denen Burnsides im Herbst vergleicht, wenn man das historische Beispiel von Hooker und Grant addiert, so muss man zwangsläufig zu der selben Meinung kommen wie ich. Lincolns Überlandstrategie ist gescheitert. Nicht weil sie schlecht umgesetzt worden wäre, sondern weil sie schlicht weitaus ungünstiger für die Nordstaaten war. Es hätte, ich wiederhole mich da, niemals so weit kommen müssen, wäre die Army of the Potomac auf der Halbinsel geblieben.

Nun ja, wie gesagt, Abraham Lincon war ein bemerkenswerter Politiker und ein großer Präsident. Es wäre zuviel verlangt, von ihm auch noch glänzende Militärfachkenntnisse zu erwarten. Ich möchte das Lincoln nicht vorwerfen. Ich kritisiere lediglich die Art und Weise, wie er in dieser Beziehung von den Geschichtswissenschaftlern gezeichnet wird.

Wenn es keine weiteren Fragen mehr zu dem Thema gibt, werde ich mich das nächste Mal mit General Lees Lost Order auseinander setzen.


Gez.

Der Captain
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Hohenlohe
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Ich bewundere euren Scharfsinn, wie ihr die McPhersonsche Sichtweise von Lincolns einsamen Beschlüssen zerpflückt...sehr einleuchtend eure Argumentation.

herzliche grüsse

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Naval Bombardment & Double Adjacency Rule

Ich weiß, die Frage hat niemand gestellt. Überhaupt wurden in letzter Zeit kaum Mechanikfragen gestellt. Na gut, ergreife ich halt selbst die Initiative und erläutere heute die Funktionen hinter dem Feueraustausch zwischen Land- und Flotteneinheiten, da dass manchen Einsteigern in ACW doch Probleme bereitet.

Welche Voraussetzungen müssen vorliegen, damit Schiffe AKTIV auf Landeinheiten feuern?

A-1. Das Schiff bzw. die Flotte muss über Fahrzeuge mit Geschützen verfügen - also keine Transportschiffe. Auch nicht, wenn diese Artillerie befördern.
A-2. Der Button "Click to bombard with your fleet" muss gedrückt sein.

--> die Flotte wird jeden benachbarte Landstack bombardieren - und zwar genau einmal während des Zuges. Pro Stack feuert die Flotte einmal. Stacks innerhalb von Forts oder Städten gelten als EIN Stack. Es spielt keine Rolle, ob sich die Flotte bewegt oder ankert.

Welche Voraussetzungen müssen vorliegen, damit Schiffe auf Landeinheiten ZURÜCK feuern?

A-1. Siehe oben.

B-1. Die Flotte wird von Landeinheiten beschossen
B-2. Die Flotte verfügt über Geschützträger. Also keine Transportschiffe...

--> Jedes Mal, wenn die Flotte bombardiert wird, schießt sie zurück.

Achtung: Der Schaden, den eine Flotte bei Landeinheiten verursacht, ist höher, wenn der "Bombard"-Button angeklickt ist. Der Schaden, den eine Flotte bei Landeinheiten verursachen kann, hängt natürlich von der Anzahl der Geschütze, der Reichweite und der Kampfwerte der Schiffsgeschütze ab - und vom Eingrabungslevel der Landtruppen oder sonstigen schadensmindernden Eigenschaften. Es werden vorrangig die feindlichen Batterien nieder gekämpft. Wenn keine Geschütze mehr existieren, geht der Schaden zu 100 Prozent auch auf die restlichen Landeinheiten.


Welche Voraussetzungen müssen vorliegen, damit Landeinheiten auf Schiffe feuern?

A-1. Es muss ein Fort an einem Fluss oder einer Küste sein.
A-2. Die Truppen im Fort müssen über Artillerie verfügen. Je mehr Reichweite die Artillerie hat, desto besser. Seezielgeschütze sind natürlich am besten. Man muss nicht eingegraben sein!
A-3. Die Mindestreichweite der Geschütze muss 5 betragen.

B-1. Es müssen Truppen am Ufer von Fluss- oder Küstengewässern stehen.
B-2. Diese Truppen müssen über Artillerie verfügen. Je mehr Reichweite die Artillerie hat, desto besser. Seezielgeschütze sind natürlich am besten.
B-3. Außerdem müssen die Truppen mindestens Eingrabungsstufe 3 erreicht haben.
B-4. Die Mindestreichweite der Geschütze muss 5 betragen.
B-5. Der Button "Your units have order to bombard any passing ship" muss angeklickt sein.
B-5-1. Kommt eine feindliche Flotte in ein angrenzendes Wasserfeld, und hat diese den "Bombard"-Button geklickt, schießt die Landartillerie auch aktiv auf die Flotte.
B-5-2. Andererseits: kommt eine feindliche Flotte in ein angrenzendes Wasserfeld, und hat diese den "Bombard"-Button NICHT geklickt, passiert gar nicht!
B-5-3. Treffen die Voraussetzungen für DAR zu (siehe unten), besteht die Wahrscheinlichkeit, dass die Artillerie auf die Schiffe schießt.

C-1. In jedem Fall schießt Landartillerie ZURÜCK, wenn sie AKTIV von Schiffen bombardiert wird, egal, ob der "Bombard"-Button geklickt ist.


Double Adjacency Rule (DAR)

Unabhängig davon, ob ein Schiff aktiv in Reichweite feindlicher Geschütze fährt, gibt es immer die Möglichkeit, beim PASSIEREN einer feindlichen Geschützstellung unter Feuer genommen zu werden. Dafür muss das Schiff nur von EINEM BENACHBARTEN Wasserfeld zu einem ANDEREN fahren.

Jede Passage triggert ein Bombardment. Der erlittene Schaden ist niedriger als bei aktiver Bombardierung, der verursachte Schaden bei den Landbatterien jedoch auch.

Es gibt eine gewissen Wahrscheinlichkeit, dass sich die Schiffe an den Geschützen "vorbei schleichen" - diese ist umso höher, je höher der Hide-Value der Flotte ist. Anführer-Traits können diese Wahrscheinlichkeit ebenfalls erhöhen.

Ein Beispiel für die DAR anhand Paducahs:
Bild
Alle Zonen, die Landartillerie bestreichen kann, sind rot gekennzeichnet. Ja, dazu gehören auch die Häfen von Paducah, Metropolis und Columbus - denn sie sind NEBEN Paducah. Was als ADJACENT gilt, kann man sich anzeigen lassen, wenn man eine beliebige Landeinheit in der Provinz auswählt und die Shift-Taste gedrückt hält. Jede Provinz, in die eine Linie führt, ist NEBENAN. Und Häfen gelten als Wasserprovinzen (sonst könnten sie Schiffe nicht befahren).

So also funktioniert die DAR nun:
Wenn eine Flotte von EINEM ROTEN Feld in ein ANDERES ROTES Feld fährt, ermittelt die Engine, ob die Geschützbatterie in Paducah das Geschehen beobachtet. Falls ja, wird sie auf die Flotte feuern. Eine Flotte, die von Island No.10 nach Fort Donelson fährt, wird unterwegs maximal drei mal beschossen.

Es gibt noch einen Hinweis für Forts: welche Küstenausgänge ein Fort hat, kann man sich anzeigen lassen, wenn man mit dem Mauszeiger über Hafen des Fort geht. Jeder Ausgang entspricht natürlich einem benachbarten Wasserfeld.


Zu guter Letzt

Man sieht also, man kann ohne weiteres auf eine feindliche Batteriestellung zufahren, wenn man aus der richtigen Richtung kommt und die Geschütze nicht im Sinne der DAR passiert. Auf der anderen Seite gibt es viele Provinzen auf der Karte, die sich ganz ausgezeichnet für Küstenstellungen eignen. Andere wiederum sind absolut sinnfrei. Und noch etwas: ich glaube der letzte Patch, der den Schaden beeinflusst hat, ist der 1.15er??? Schiffe werden IMMER deutlich mehr Schaden einstecken, als sie austeilen. Versucht nicht, Euch auf ein Artillerieduell einzulassen, wenn Ihr die Flotte seid. Ihr werdet es verlieren.

Ach ja, bevor ich es vergesse: es gibt ein paar Spezialregionen, wo die DAR nicht funktioniert. Das ist im Spiel so eingebaut worden, um bestimmte Bombardierungen von vornherein zu unterbinden. Ich erinnere mich da an Vicksburg:
Bild
Eine Flotte, die von Norden kommend in den Yazoo-River einfährt, fällt NICHT unter die DAR (ich glaube seit dem 1.15er oder 1.16er Patch). Der Grund ist, dass die Geschütze Vicksburgs HISTORISCH auf den Flussbogen SÜDLICH der Stadt gerichtet waren, während die Yazoo-Mündung nicht bestrichen werden konnte. Leider sind nicht alle Regionen auf solche historischen Unmöglichkeiten hin überprüft worden.


Wenn noch etwas unklar sein sollte - bitte meldet Euch, ich werde die Formulierungen dementsprechend korrigieren.


Gez.

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Beitrag von Admiral Hipper »

Aktivist hat geschrieben: Wenn noch etwas unklar sein sollte - bitte meldet Euch,...
Ähm...ja...wo ist das nächste Update? :D
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Beitrag von Aktivist »

Das, werter Hipper, wartet auf Zusendung der Spieldateien vom werten Opponenten.
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Beitrag von Aktivist »

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Washington, 1. Oktober 1862 - Muskelspiele in Virginia
Der Stein - wie der werte Mitleser Longstreet vor einigen Tagen forderte - ist ins Rollen gebracht worden. Und obwohl der Herbst bereits seine klammen Finger über das Land ausgetreckt hat und der Winter vor der Tür steht, gedenke ich die dynamische Situation an beinahe allen Fronten auszunutzen. Ich darf es Armistead nicht gestatten, Verstärkungen von unbedrohten Frontabschnitten abzuziehen, um seine Stellungen anderswo zu konsolidieren. Im Osten hat Armistead bereits einige der von mir erhofften Notmaßnahmen getroffen: seine Küstensicherung in Virginia und North Carolina hat er entlang seiner Hauptnachschublinie verlegt, um eventuelle Vorstöße auf Petersburg VA und Garysburg NC zu blockieren. Selbst aus Savannah im fernen Georgia eilt eine Division unter dem Kommando von John Hood heran. Und am Potomac hat er seine Linien gefährlich ausgedünnt. Ich rechne zwar damit, dass in dieser Runde Entsatzdivisionen unter dem Befehl von General Beauregard eintreffen werden, aber vielleicht kann ich Ihnen zuvorkommen.

Die logischste Reaktion wäre sicher ein Angriff mit allen zur Verfügung stehenden Divisionen auf Alexandria. Dort steht zur Zeit nur eine Division, doch diese ist gut verschanzt und wird bestimmt verstärkt werden. Ich will daher einen Keil zwischen seine beiden Flügel treiben und nach Leesburg und Manassas vorstoßen. Die Korps haben Anweisung, nur vorsichtig zu kämpfen, denn ich will in keinen Hinterhalt geraten. Gelingt das Manöver, schneide ich sowohl das obere Shenandoah-Tal als auch Alexandria vom Nachschub ab und kann die geballte Schlagkraft von Frémonts Armee gegen jeweils einen Flügel einsetzen, sollte es mir opportun erscheinen. Milizen halten derweil die Gräben in Germantown und Washington besetzt. Außerdem zahlt es sich nun aus, in Washington eine Festung gebaut zu haben - denn Porters Korps ist für meinen Angriff frei.
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In Ost-Virginia hat Armistead insgesamt acht Divisionen versammelt: bei Garysburg wurde A.P.Hill von den leichten Segelschiffen festgehalten. In Petersburg steht General Lee mit seinen Divisionen, verstärkt um Cheatham und Ruggles, welchen die Flucht aus Norfolk gelang. Bei Prince George versperrt Major General Jackson mit seinen Truppen aus Alexandria den Durchbruch nach Richmond. Mindestens zwei Divisionen dürften in Richmond stehen, vielleicht sogar noch eine weitere. Da es mir von vornherein nicht um die gegnerische Hauptstadt ging, nutze ich die Gelegenheit, um Yorktown und Williamsburg auf der Halbinsel zu sichern. Das ist ein exzellenter Brückenkopf für einen späteren Vorstoß auf Richmond (1863 oder 1864). Außerdem lasse ich Suffolk VA besetzen, um meine Nachschubverbindungen wenigstens zum Teil herzustellen. In der nächsten Runde, wenn die Bedingungen für das Richmond-Event endgültig erfüllt wurden, soll General McDowell Norfolk einnehmen. Mit Glück gewinnt er genügend Seniorität, sodass er das Kommando über eine weitere Armee übernehmen kann. Außerdem rechne ich damit, dass wenigstens einer der Generäle Sherman, Thomas, Sheridan und Lyon einen weiteren Stern erhält. Ein Blockadegeschwader setzt sich von Farraguts Hauptflotte ab, um den Hafen von Richmond zu blockieren. Das wird den Ausstoß der lokalen Wirtschaft um 50% reduzieren und auch die Gesamtblockadeeffizienz steigern.

Befehlsausgabe:
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Lt.Col. Invictus
, zwar blieb der Gegenangriff des Feindes aus, doch gelang Ruggles' Division in Ihrem Frontabschnitt der Durchbruch zwischen unseren noch nicht geschlossenen Linien. Der Abzug der feindlichen Garnison aus Norfolk ist ein herber Rückschlag. Anscheinend war Ihre Defensivaufstellung löchrig wie ein Schweizer Käse. Ich erwarte hier eine Nachbesserung! General McDowell wird die Stellung in Waverly vorerst halten, während Lyon's Division den Rücken der Front bei Suffolk sichern wird. Erarbeiten Sie gemeinsam mit MGen. Sherman einen Plan zur Einnahme von Norfolk!



In Ost-Tennessee ist der linke Flügel von Grants Armee vollständig versammelt. Jetzt rücken die Truppen gemeinsam bis zum Tennessee River vor. Das soll den Druck auf Joe Johnstons Armee verstärken, damit er keine weiteren Kräfte nach Virginia abkommandieren kann. Eventuell plane ich hier sogar noch einen Vorstoß gegen Chattanooga, doch zuerst muss ich die Stärke der feindlichen Truppen in Erfahrung bringen.
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Befehlsausgabe:
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Lt.Col. Longstreet
, wegen der schlechten Straßen in Richtung Süden - und der Ihres Berichts nach mangelnden Schuhausrüstung - gibt es keinen anderen Weg, als Ihre Batterien per Eisenbahn nach Winchester zu verlegen. Dort wird ein vorgeschobenes Nachschubdepot eingerichtet. Sie übernehmen die Durchführung des Bahntransports. Fordern Sie ausreichend Lokomotiven und Waggons von General Buell in Nashville an!

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Maj. Hohenlohe, Watie ist mit seinen Indianern wieder nach Chattanooga entkommen. Da Kentucky für's erste frei von feindlichen Partisanen scheint, hat General Grant die Dienste Ihrer Kavallerie angefordert. Sie sollen Grants offene linke Flanke während des Vormarsches der Armee nach Athens und Stevenson in Alabama sichern. BGen. McCook instruiert gerade die Regimentskommandeure. Ihre Aufgabe ist es, ein weiteres Kavallerieregiment nach McMinnville, dem Zielort von McCooks Vorstoß, heranzuführen. Nehmen Sie Kontakt zu Captain Klein auf, der das Kommando über die sechs Kompanien der 3rd Indiana Cavalry (West Wing) führt, und unterrichten Sie Ihn von dem geplanten Treffpunkt.
Ach so, es wird Sie freuen zu hören, dass General McClellan in Virginia mehrere Schiffsladungen feinsten Tabakschnitts konfisziert hat. Das Hauptquartier sendet Ihnen ein Fässchen "Langgrundblatt" nach Tennessee...


Auch in West-Tennessee rücken meine Streitkräfte näher an die feindlichen Linien heran: Lew Wallace und Amiel Whipple stoßen mit ihren vier Divisionen nach Purdy bzw. Jackson in Tennessee vor. Ob ich mich in Tennessee weiterhin offensiv verhalte, hängt vom Wetter und der Stärke der feindlichen Truppen ab. Denkbar wäre ein Vorstoß gegen Corinth, gegen Memphis oder gegen Chattanooga. Dank der Eisenbahnlinien könnte ich zwei Drittel von Grants Armee an jedem beliebigen Punkt konzentrieren, während das restliche Drittel die Front sichert. Außerdem stehen die Divisionen von Griffin, Doubleday und Geary als Reserve zur Verfügung. Ich könnte sie entweder in bestehende Korps einfügen oder Sie unter Buell bzw. Halleck zusammen fassen. Die Sicherung meiner Nachschublinie ist noch ein Problem, dem ich mich aber stellen kann, wenn es soweit ist.

Im Trans-Mississippi ist die Lage vorerst ruhig. Von Forrest und Stuart dürfte in diesem Jahr keine Gefahr mehr ausgehen: beide haben hohe Verluste erlitten und müssen auch ihre Nachschubvorräte auffüllen. Bis sie wieder einsatzbereit sind, haben Regen und Winter hoffentlich alle Voraussetzungen für tiefe Kavallerievorstöße zunichte gemacht. Daher ziehe ich McCalls Division von Springfield nach Texas. Die Bewegung wird voraussichtlich drei Monate dauern, doch danach sollten Nord-Texas und Shreveport vor Überraschungsangriffen gesichert sein. Hunter und Schurz bleiben in Missouri. Foster's Cav.Div. soll nach Ozark am Nordufer des Arkansas River vorstoßen, wo ich vielleicht noch eine feindliche Kavallerieabteilung abfangen kann.
In Texas war die Einnahme von Henderson erfolgreich. Nun verteilen sich meine Milizen in die verschiedenen texanischen Städte und Greggs Kavallerie sichert Dallas ab. Im äußersten Südwesten beginnt MGen. Hamilton mit dem Vormarsch auf den Rio Grande. Bei Shreveport LA gelang es Jeb Stuart, sich hinter die eigenen Linien zurück zu ziehen. Die Stadtgarnison ergab sich den vorrückenden Truppen von W. Smith' Division. Viele der auf den Baumwollplantagen des Red Rivers arbeitenden Sklaven haben ihren Herren den Rücken gekehrt und sind zur Union übergelaufen. Smith begann sofort damit, Waffen und Ausrüstung für die Aufstellung der ersten schwarzen Freiwilligenregimenter der US Army bereit zu stellen. Ein glorreicher Tag für die Union!

Befehlsausgabe:
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Col. Cfant
, Sie müssen die Aktionen gegen Opelousas sofort abbrechen und nach Berwick marschieren, wo feindliche Streitkräfte eingefallen sind. Dem Hauptquartier liegen keine Aufklärungsberichte vor, doch rechne ich nur mit einer geringen Anzahl von Truppen, vielleicht bis zu einer Brigade Infanterie. BGen. A. Smith wird die Belagerung von Opelousas fortsetzen.

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CWO Rawoll, nach der erfolgreichen Landungsoperation bei Vidalia wird die Flotte den Little Mississippi hinunter nach Berwick geschickt, wo sie den Fluss gegen feindliche Übertrittsversuche sperren soll. Die Navigation in den Mangrovengebieten ist kompliziert - suchen Sie daher in Vidalia und Alexandria nach vertrauenswürdigen Lotsen. Jedes zweite Schiff der Flotte soll nach Möglichkeit einen Lotsen erhalten. Der Admiral lässt Ihnen außerdem mitteilen, dass Buchanans Mississippi-Flotte bei New Orleans gesichtet wurde. Stellen Sie einen Gefechtsübungsplan für die Mannschaft der USS Neosho auf.
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Dieses Event brachte mir außerdem 100 Conscript Points ein. Der größte Teil daon floß in die Reserve. Allerdings habe ich auch einige Truppen aufstellen lassen:

- 1x Großbrigade, 1x Scharfschützen für Humphreys Division bei Williamsburg
- 1x Scharfschützen für Pratts Division bei Frederick
- 1x Aufklärungsgeschwader für die 6. Blockadegruppe im Golf von Mexiko

Ausblick:
In Missouri, Texas und Louisiana, in Tennessee und Kentucky, und in Virginia brauche ich zahlreiche Garnisonstruppen - diese kann ich aber nicht vor 1863 aufstellen. Bis dahin muss ich daher so schnell wie möglich Felddivisionen zu den wichtigsten Punkten abkommandieren:

- In Alexandria und Berwick (Louisiana) soll jeweils eine Division die Nachschubkette sichern. Zwischen Shreveport und Dallas soll eine weitere Division mögliche Vorstöße feindlicher Kavallerie behindern.
- Fort St. Philip an der Mündung des Mississippi muss erobert und von einer Division gehalten werden.
- Fort Gaines am Ausgang der Mobile Bay muss von einer Division besetzt werden.
- Fort Caswell vor Wilmington muss von einer Division besetzt werden.

In Tennessee werde ich, wie oben beschrieben, eventuell weiter nach Süden vorstoßen. In Ost-Virginia werde ich zunächst Norfolk einnehmen und meine Stellungen auf der Halbinsel verstärken. In Nord-Virginia hoffe ich, den Gegner aus seinen Stellungen am Potomac heraus zu manövrieren und das obere Shenandoah-Tal einzunehmen. Die nächste Großoperation soll sich aber nicht gegen Richmond richten (wo General Lee einfach zu stark für McClellan ist), sondern zur Einnahme von New Orleans führen. Außerdem möchte ich mit Aktionen an der Südküste beginnen, z.B. in Georgia. Der Küstenstreifen in North Carolina zwischen der Albemarle Bay und der Pamlico Bay könnte auch eingenommen werden. Anfang 1863 will ich zunächst meine Divisionen und Korps auf volle Stärke bringen und die Garnisonen aufrüsten. Darüber hinaus hoffe ich noch 2-3 zusätzliche Divisionen aufstellen zu können, darunter eine Kavalleriedivision.
Carry me back to ole Virginny



Tja, und da ich momentan in Virginia aktiv bin, gibt's auch eine entsprechende musikalische Untermalung. Carry me back to ole Virginny ist ein Black Minstrel Song von James Bland von 1878. Die Melodie geht auf ein traditionelles Volkslied aus den 1840ern zurück. Bereits vor dem Bürgerkrieg war Carry me back to ole Virginny im gesamten Süden äußerst populär. Während des Bürgerkrieges war es eine der häufigen von Militärkapellen gespielten Melodien und ähnlich beliebt wie Bonny blue Flag oder I wish I was in Dixie. Bland's Vertextung beschreibt die Rückkehr vieler befreiter Sklaven in den Süden auf der Suche nach Arbeit. Es gibt noch zahlreiche andere Texte - eine Version war zwischen 1940 und 1997 sogar die offzielle Hymne des Bundesstaats Virginia! Die hier zu hörende Aufnahme stammt aus dem Jahre 1916, gesungen von der unvergleichlichen Alma Gluck.

Gez.

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Beitrag von Cfant »

Sir, yes, Sir. Endlich mal wieder ein bisschen Pulverrauch. Vor lauter Papierkram und Tinte bekommt man ja schon schwarze Finger. Leider kommen hier kaum Berichte aus der Heimat an. General Smith erbittet vom Hauptquartier eine kurze Darstellung der Lage zuhause. Vor allem bezüglich Moral und bisheriger Verluste.
So, muss mich kurz von meiner Praktikantin verabschieden, ehe es nach Berwick geht :D
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Beitrag von rawoll »

CWO Rawoll meldet volle Einsatzbereitschaft der Neosho und ihres Verbandes. Seit dem Verlassen von Cairo vor vielen Monaten wurde aus dem Haufen Flussschiffer und gepressten Landratten auf unseren Schiffen eine echte Mannschaft. Mittlerweile haben sogar unsere Artilleristen Seebeine und ziehen bei ihren Schussberechnungen die Eigenschaften ihres schwingenden Untergrundes mit ins Kalkül. Buchanan soll nur kommen. Die haben sich bei der Flußabfahrt nicht getraut und jetzt ist's zu spät, uns aufzuhalten.

Der wochenlange Kanonendrill in der Tradition eines Kapitän Aubrey hat die Feuerbereitschaftszeiten erheblich abgesenkt und ab und an treffen wir nun auch. Allen ist das große Ziel vor Augen: New Orleans. Da werden uns auch die Mangroven nicht mehr aufhalten. Die ersten Lotsen sind rekrurtiert und werden derzeit auf ihr Verläßlichkeit geprüft. Ich hoffe sie sind sich bewusst, was ihren Familien droht, wenn sie uns verraten sollten. Die Nachricht, dass noch mehr gepanzerte Schiffe aus dem fernen Norden kommen werden, hat unsere Mannschaften sehr erfreut.
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Beitrag von Aktivist »

Ich danke für die weiterhin rege Teilnahme. Auch wenn es natürlich nur Fiktion ist, Eure Berichte und Geschichtchen erwecken das sterile AAR-Geschehen zu echtem Leben. Danke!

@Cfant - wenn Ihr Euch nicht gedulden wollt, die Zahlen vom 15. September sind noch relativ aktuell und im Stats-Screenshot abgebildet. Natürlich bringe ich Euch zum 15. Oktober ein Update.
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Beitrag von Cfant »

Mein Fehler. Ich hatte zwar zurückgeblättert, dann aber den Screenshot übersehen. Bin nun moraltechnisch wieder auf dem Laufenden :)
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Beitrag von Aktivist »

Aktivist vs. Armistead - The Score

Für alle, die nicht umständlich blättern wollen (also hauptsächlich für mich selbst) habe ich den Original-Soundtrack zum AAR im Inhaltsverzeichnis verlinkt. Viel Spaß beim Hören!
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Beitrag von Longstreet »

General Buell hat sich etwas angestellt, aber mit ein wenig Nachdruck haben wir die erforderliche Transportkapazität bekommen. Auch die Ausrüstung ist nach den letzten Lieferungen auf dem besten Stand; ebenso die Kanonen. Die Neuen sind gut integriert worden und man merkt ihnen schon an, dass sie stolz sind unter General Grant zu dienen. Noch einige Worte zum Bahntransport: Da die Verladung der Artillerie und der Pferde am längsten dauern wird, wird die Infanterie als erstes nach Winchester verlegen. Danach folgt das Material für das Depot und zuletzt werden unmittelbar Kavallerie und Artillerie folgen. Lassen Sie sich nicht verwirren Sir, eine Schwadron Kavallerie fährt zuerst mit, da sie bereits an der Bahnstation war und ich es für geboten hielt, diese Reiter als Kuriere und kleinere Spähtrupps schnell in Winchester verfügbar zu haben. So dürfte auch der Stab schnell arbeitsfähig sein und die Verbindung zu den Korps im Umland sollte rasch aufgebaut sein. Improvisierte Stellungen für alle Truppenteile werden ebenfalls von dieser Einheit abschließend erkundet. Daher ist mit Major Sorrell einer der besten Kundschafter zur Schwadron kommandiert. Alles in allem sollten wir den Bahnmarsch ohne große Probleme bewerkstelligen. Gegen Saboteure wurde die Brücke kurz vor Winchester zusätzlich gesichert und wird permanent überwacht. Eine Störung an der Brücke ist wohl der gravierendste Schwachpunkt - wenn auch kein großer.
[indent]Das Glück kommt nur zu dem, der warten kann.

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Beitrag von SolInvictus202 »

In der Tat....
Meine Vorpostenlinie war wie befohlen aufgestellt worden, alle Offiziere waren informiert.... doch ein gewisser Trunkenbold - dessen Name nur im offiziellen Bericht erwähnt werden wird, da er mit einem gewissen Colonel Cfant eng verwandt ist - hat es versäumt seine Brigade dementsprechend zu deploieren um sich effektiv den vorbeimarschierenden Kolonnen von Ruggles' Division entgegenzustellen!
Befehle und Beförderungen wurden bereits in die Tat umgesetzt!

An General Sherman:
General, it is my utmost belief that a swift capture of Norfolk has to be our next priority... if possible we should mass our artillery in an excellent firing position along that ridge line we discussed yesterday - I will order more ammunition from Washington - hopefully logistics will be able to move them here before we have to launch the attack!
I suggest that 2nd Brigade 1st Division be assigned first position in the line when we attack, Sir - that young Colonel has been reported to be eager and longing for promotion and medals... just what we need, Sir

Weather seems to be quite constant these days - so unless some unexpected thunderstorm rains apocalypse down us, and logistics do their job (ok - wishful thinking) we should be able to kick off the attack within the week!

with my utmost compliments
Lt. Col Invictus
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Beitrag von Hohenlohe »

Sir,

beim Treffen mit Cpt. Klein von der 3rd Indiana Cav. wurde alles Notwendige veranlasst zum Treffpunkt bei McMinnville, Tenn., zu gelangen. Ich werde mit meinem kleinen Stab das Kavallerieregiment begleiten.
Danke für das Fass "Langrundblatttabak", es befindet sich bereits bei meinen Vorräten. Von meiner Frau Hannah habe ich zwei nagelneue Colts "Peacemaker" erhalten, mitsamt dreihundert Schuss Munition.
Einen davon sende ich ihnen aus Dankbarkeit für den Tabak zu. Jetzt kann ich mir jeden Abend eine Pfeife voll genehmigen...

Unsere Ankunft in McMinnville wird in 12 Tagen sein, danach wird es neuen Gefechtsdrill geben, um alle Einheiten auf kommende Einsätze gegen Chattanooga zwecks Aufklärung vorzubereiten. Wir brauchen noch etwa 200 neue Ersatzpferde sowie 300 Sharps-Karabiner mitsamt 30000 Schuss Munition sowie einen Bäckereiwagen und Bohnen, Mehl sowie Fleisch für rund 30 Tage. Wenn ihr uns das schicken könntet wären wir euch zu Dankbarkeit verpflichtet. Das wäre es vorerst von unserer Seite... :fecht: :reiter:

herzliche grüsse

Heros von Hohenlohe... :smoke:
In memoriam Stauffenberg, jota und CJ...
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Beitrag von Aktivist »

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Washington, 15. Oktober 1862 - ...that all slaves are, and shall be forever, free men!

Lewis Armistead hat geschrieben:Mir fehlen an allen Ecken und Enden die Truppen...
Tja, wie Armistead selbst zugibt, muss er zur Zeit mit äußerst heißer Nadel stricken und viele Kompromisse bei der Verteidigung seiner Grenzen machen. Der gleichzeitige Druck auf mehrere Fronten (ohne dass ich dabei Schlachten forciere), hat ihn nicht nur dazu gezwungen, seine Linien in Nordvirginia auszudünnen. Auch seine Küstenschutz-Divisionen bei Tappahannock, Williamsburg, Norfolk, Wilmington, Savannah und neuerdings auch Mobile sind abgezogen worden. Die meisten haben die Riegelstellung südlich von Richmond verstärkt, sodass in dieser Richtung kein Fortkommen mehr für mich in Sicht ist.

Das ist eine gute Nachricht. Gute Nachrichten gibt es aber auch aus Washington selbst. Der Präsident, ermutigt durch einen sehr schönen Sieg auf dem Schlachtfeld und getragen vom Optimismus, welchen die vorrückenden Armeen der Union verbreiten, hat sich dazu entschlossen, eine allgemeine Erklärung zur Sklaverei zu proklamieren. Von nun an sollen alle Sklaven in den noch abtrünnigen Gebieten für alle Zeiten frei sein! Das große Unrecht, was diesen Bürgerkrieg einst herauf beschwor, ist von nun an getilgt. Wir Amerikaner, die wir so lange die Sklaverei in unserem Herzen tolerierten, werden nun Seite an Seite mit den bereits befreiten Negern kämpfen, um ihre unterdrückten Brüder und Schwestern zu befreien! Ein dreifaches Hurra auf die Union! Ein dreifaches Hurra auf Präsident Lincoln!
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Die Freiheits-Proklamation verschafft mir Moral und Siegpunkte. Stimmt Armistead dem Gefangenenaustausch zu, könnte die Moral ebenfalls steigen - je nachdem, wer mehr Gefangene freilässt. Ich glaube aber, dass beide Seiten etwa gleich viele POWs haben.
Um den friedlichen Charakter dieser Botschaft zu unterstützen, übermittelt Lincoln außerdem noch ein Angebot zum Austausch von Gefangenen an die Regierung der Südstaaten. Warum handelt der Präsident gerade jetzt? Nun, die letzten Siege haben die Schmach von Tishomingo vergessen lassen, sodass das Land bereit für einen echten Vorwärtsschritt in der Sklavenpolitik ist. Vor allem dazu beigetragen haben die Doppelschlachten um Leesburg im letzten Zug:
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Der feindliche Kommandeur James Longstreet hatte den Vorstoß durch die Mitte der Front gewittert und sich mit seinen Truppen unverzüglich nach Südosten in Marsch gesetzt. Doch auch Leonidas Polk gab seine Stellungen bei Alexandria auf, um sich mit Longstreet zu vereinigen. Gemeinsam wollten sie sich General Frémont zur Schlacht stellen, der zunächst gemeinsam mit Philipp Kearny den Potomac überschritt. Am 6. Oktober gelang es Polk noch, das Vordringen Kearnys aufzuhalten. Als zwei Tage später jedoch auch Fitz-John Porter eintraf, erneuerte General Frémont unverzüglich den Angriff. Vor allem dank des beherzten Eingreifens von George Meades Division konnte die feindliche Linie im Zentrum durchbrochen werden, wo über 1.300 Gefangene gemacht wurden! Dem Gegner blieb nichts weiteres mehr übrig, als sich Hals über Kopf nach Harpers Ferry zurück zu ziehen. Der Unterlauf des Potomac ist frei! Washington ist nicht länger bedroht! Ein dreifaches Hurra auf General Frémont! BGen. Meade erhält als Auszeichnung seiner Tapferkeit die Beförderung zum Major General.

(Nachtrag: Ich habs noch nicht gesehen, aber Armistead sagte mir, dass im Zuge seiner Handlungen nichts von General Meade übrig geblieben war. Wollen wir hoffen, dass Washington nicht in Gefahr schwebt...)
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In Nord-Virginia scheine ich alle meine Ziele zu erreichen. Polk und Longstreet sind schwer mitgenommen und werden kaum im oberen Shenandoah-Tal bleiben können, nun, da alle ihre Nachschubwege akut bedroht sind. Ich könnte versuchen, Ihnen den Weg abzuschneiden. Doch auch meine Jungs sind kaum zu einem erneuten Waffengang in der Lage. Da ich damit rechne, Harpers Ferry und Winchester letztlich kampflos einzunehmen, kümmere ich mich stattdessen um die linke Flanke und rücke nach Alexandria und Manassas vor. Entlang des Rappahannock will ich alsbald in meine Winterquartiere ziehen.

In Süd-Virginia konsolidiere ich meine Linien entlang der Linie Suffolk-Edenton. General McDowell soll außerdem den wichtigen Marinestützpunkt Norfolk erobern. Die Flotte steht nicht nur bereit, die letzte Todesfahrt der CSS Virginia zu erwarten, sondern wird ab der kommenden Runde auch damit beginnen, einzelne Divisionen zu anderen Kampfschauplätzen zu befördern. Mit etwas Glück wird der zu erwartende Kampf bei Norfolk wieder ein paar Beförderungen nach sich ziehen. Sowohl McDowell als auch Sherman könnten ein Armeekommando winken, während sich die Generäle Thomas, Sheridan und Lyon einen zweiten Stern verdienen könnten.
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Befehlsausgabe:
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Lt.Col. Invictus
, ich hoffe, das Zusammenspiel mit General McDowells Stab hat sich allmählich eingespielt. Nun, mit etwas Glück werden Sie schon bald wieder unter Shermans Kommando kommen. Bis dahin greift General McClellan Ihren Vorschlag zur Eroberung Norfolks auf. McDowells gesamtes Korps soll den Angriff führen. Sie werden übergangsweise als Stabsoffizier zbV zu BGen. Lyons Division kommandiert, denn dessen Division soll die Speerspitze des Angriffs tragen. Übermitteln Sie Lyon seine Befehle und halten Sie Verbindung zu McDowells Stab. Sollte Lyon Verstärkungen benötigen, stellt es der General Ihnen und Nathaniel Lyon frei, weitere Divisionen aus dem Korps an den Orten einzusetzen, welche sie für praktikabel halten. Viel Erfolg!



In Tennessee mache ich den nächsten Schritt nach vorne. Auch wenn Chattanooga nur relativ leicht verteidigt wird, so sprechen das gebirgige Gelände und vor allem die Erschöpfung der Männer gegen eine Operation. Stattdessen verlagere ich den Truppenschwerpunkt nach Westen. Ich will Armisteads Linie erst einmal an beiden Flanken - vor Memphis und vor Corinth - bedrohen.
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Maj. Hohenlohe, ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit und versichere Ihnen im Gegenzug, dass der Quartermaster General alles in seiner Macht stehende unternimmt, um den angeforderten Nachschub rechtzeitig zu Euch zu bringen.
Wegen des einsetzenden Regenwetters können wir Ihre Division nicht mehr sinnvoll in Ost-Tennessee einsetzen. Außerdem scheinen feindliche Spähtrupps in Zentral-Tennessee eingedrungen zu sein (erkennbar an den Plünderungssymbolen). Reiten Sie unverzüglich nach Waverly TN und warten Sie auf weitere Befehle. Das Hauptquartier sendet Ihnen weitere Verstärkung: die 2nd Battery, IN Light Artillery wird in zehn Tagen zu ihrem Kommando stoßen. Damit ist McCooks Division etwa zur Hälfte ausgerüstet.
PS: Erneut bin ich verblüfft, wie genau Ihr die Situation zu kennen scheint. Tatsächlich war McCooks Nachschubvorrat vor dem Aufbruch nach McKinnville aufgebraucht und die Dauer des Vorstoßes betrug tatsächlich zwölf Tage.

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Lt. Col. Longstreet, bevor der Winter einfällt, will General Grant noch einmal einen Vorstoß wagen. Während die Batterien in Eisenbahnwaggons verladen werden, reiten Sie und ein Vorauskommando nach Huntsville AL und sichern den notwendigen Schiffsraum für den Flusstransport nach Purdy TN. Unterwegs treffen Sie sich mit MGen. Franklin in Stevenson: Er wird mit den Divisionen von Meagher und Runyon Ihre alte Stellung bei Winchester übernehmen. Seien Sie so nett und überreichen Sie dem General einen Lageplan mit den wichtigsten Straßen und Landmarken, sowie dem Standort Ihrer Schanzgräben und der Sicherungsposten bei der Eisenbahnbrücke.



In Louisiana-Texas wird es in diesem Zug ruhig bleiben, abgesehen von ein paar kleineren Aktionen. A. Smith' Division war so erschöpft, dass sie gar nicht erst nach Opelousas aufgebrochen ist (oder ich habe es verbockt). Sie erholt sich nun erst einmal in Alexandria. Dafür wird W. Smith, welcher aus Shreveport LA eingetroffen ist, die Stadt mit ihrer kleinen Garnison erstürmen. In Vidalia und Berwick sammeln die Truppen von Sumner und Veatch erst einmal ihre Kräfte. Schließlich wird Porters Flotte um so aktiver ins Geschehen eingreifen:
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Befehlsausgabe:
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Col. Cfant, Glückwunsch zur Rückeroberung von Berwick. Nun machen Sie erst einmal Quartier, denn zur Zeit gibt es keine neuen Anweisungen. Wie gewünscht kann ich Ihnen die letzten Nachrichten aus dem Generalstab mitteilen: seit der letzten Meldung vom 15. September ist die Moral nach der Kapitulation Shreveports um einen Punkt gestiegen und liegt derzeit bei 98 Punkten. Bis Ende Oktober können 8 weitere Moralpunkte dazu kommen: Emanzipation Proclamation, Gefangenenaustausch und die Eroberung Norfolks. Die Streitkräfte der Union haben bislang etwa 85.000 Soldaten im Kampf verloren, zuzüglich etwa 10-13.000 Gefangenen. Durch Fahnenflucht und Krankheit sind mindestens dreimal so viele Männer abgegangen, eher mehr. Die Rebellen haben im gleichen Zeitraum knapp 75.000 Mann im Kampf eingebüßt, außerdem befinden sich über 16.000 Südstaatler in Kriegsgefangenschaft. Wie viele Soldaten sich von der Truppe absentiert haben oder wegen Erkrankung untauglich geschrieben wurden, kann das Hauptquartier nicht ermitteln.

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CWO Rawoll, Ihre Gefechtsausbildung wird sich schon bald beweisen müssen, denn Admiral Porter wird nicht länger auf den Feind warten. Die Flotte soll so schnell wie möglich Anker auf gehen und die feindliche Kampfgruppe im Norden angreifen. Die USS Neosho nimmt die Spitzenposition ein, Sie werden wegen Ihrer Erfahrung Kommando als Decksoffizier führen. Mast- und Schotenbruch!
No more Auction Block for me (many thousand gone)


No more Auction Block for me ist ein Spiritual, welches besonders in den "schwarzen" Regimentern der US Army während des Bürgerkriegs gesungen wurde. Die Melodie ist wahrscheinlich älter. Wie bei Gospel Songs verbreitet, gab es unzählige Abwandlungen in Text, Melodie und Geschwindigkeit. Es handelt von der tiefen Dankbarkeit der schwarzen Bevölkerung des Südens, nie mehr als Sklave sein Dasein zu fristen. Zu den bekanntesten Versionen zählt das hier vorgestellte Stück von Gustavus Pike aus dem Jahr 1873.
1901 wurde die Grundmelodie von Charles Tindley als "I will overcome someday" neu vertextet. 1947, nunmehr "We will overcome", beschreibt es die Zuversicht, Segregation und Rassenhass eines Tages gemeinsam zu überwinden und nimmt auch Anleihen aus dem christlichem Glauben auf. Berühmt wurde das Lied letztlich in den 1960er Jahren, nachdem Pete Seegers Melodie und Thema in seinem Album "We shall overcome" in moderner Weise interpretierte. "We shall overcome" wurde DIE HYMNE der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung der 60er Jahre. Ich habe "We shall overcome" in meiner Schulzeit im Musikunterricht gelernt.


Gez.

Der Captain


Nachtrag: Aus aktuellem Anlass werde ich das POV-Kapitel über Lee's Lost Order zurück stellen und mich zuerst mit Abraham Lincolns Emanzipation Proclamation auseinander setzen.
Aktivist für Deutschland -Wahlprogramm-
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Beitrag von Hohenlohe »

Sir, wir haben unsere Gefechtsdrills beendet und warten noch auf den versprochenen Nachschub, dann werden wir, sogott will, in rund 14 Tagen in Waverly,TN, sein und dort unsere neue Position beziehen, von der aus wir Jagd auf etwaige konföderierte Raider machen werden.

Dort werden wir die 2nd Battery, IN Light Arty. in Empfang nehmen und in unseren Trainingsplan einbeziehen. Brigadier McCook freut sich bereits darüber, dass seine Division verstärkt wird.... :reiter:

herzliche grüsse

Hohenlohe... :smoke:

edit: zu eurem Post Scriptum kann ich nur sagen, dass ich gut geraten habe, da ich AACW selber habe und früher intensiv gespielt habe, kann ich mich noch immer auf mein Bauchgefühl verlassen, wenn ich rate...
Ihr schreibt in eurer Weise einen hervorragenden AAR, an dem ich mich gerne beteilige. Bitte weiter so...!!
In memoriam Stauffenberg, jota und CJ...
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Beitrag von Longstreet »

Sir, die Pläne kann der General gerne haben, ich werde mir erlauben, ihn darauf hinzuweisen, dass er die Stellungen weiter verbessern muss. Da wir sie ja nur provisorisch bezogen hatten. Insbesondere ein paar kleinere Maßnahmen zur Optimierung der Schussfelder sollten hilfreich sein. Hoffentlich liegen in Huntsville noch einige Flussschiffe. Wenn nicht werden wir schon welche auftreiben. Für den Transport wird gesorgt sein!
[indent]Das Glück kommt nur zu dem, der warten kann.

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Beitrag von rawoll »

Zu Befehl. Den Flußlauf in Richtung Norden kennen wir ausreichend aus eigener Anschauung und Vermessung. Also gehen die Lotsen wieder von Bord. Buchanan hat wohl nur noch wenige Chancen unsere Sache aufzuhalten und kann sich entweder auf ewig in einem Hafen verstecken oder versuchen uns aufzuhalten.

Der Angriff auf New Orleans scheint verschoben. Aber first things first. Wenn wir den Rebellen Buchanan verjagt haben werden, gehört der Mississippi der Union und die Befreiung von New Orleans wird nur noch eine Frage der Zeit. Hoffentlich müssen wir nicht zu weit in den Norden, damit uns dort nicht im Winter Eis und Schnee erwischen können. Wir haben uns schon sehr an das milde Klima gewöhnt und sind auch bereit, die Wintersaison über für unsere Sache im Einsatz zu bleiben. Also alle Anker auf, die Jagd geht los.
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Cfant
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Beitrag von Cfant »

Depesche an HQ:

Brenswick erreicht +++ kamen zu spät +++ Konföderierte bereits abgezogen +++ Stellungen gesichert, Truppe weiter einsatzbereit +++ Lage in der Bevölkerung ruhig, aber nicht verlässlich +++ Kriegsrecht und Ausgangssperre wurden verhängt +++ haben fehlerhafte Order aus HQ empfangen: Angeblich keine neue Anweisungen; Truppe ist absolut einsatzbereit und hofft auf neuen Auftrag
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