Longstreet hat geschrieben:
Zudem ist die KI nicht so dumm, wie noch in AACW. Im Test haben Wir durchaus festgestellt, dass gerade die Südstaaten KI in der Lage ist, Lücken zu nutzen. Warum welche Schlacht als Sieg gewertet wird und welche nicht, folgt ja einer gewissen Mathematik. Die Frage ist nur, welche Variablen schwer nachvollziehbar sind.
Wir wollen auch die Frage stellen, was man von CW II außer einer Leistungssteigerung der KI besonderes erwarten wollte? Das Szenario ist gesetzt, damit können sämtliche Änderungen nur noch technisch und kosmetisch sein. Bereits AACW war sehr gut.
Klar die KI - damit würde dann auch CW II fallen, auch wenn hier nicht mehr ganz so extrem daneben gehauen wird. Eine gewisse Unfähgikeit bleibt der KI natürlich erhalten. Immerhin haben Wir Magruder nicht im Herbst 1861 irgendwo in Pennsylvania angetroffen
Um mal unsere persönliche Meinung wiederzugeben...
Was wir uns von Civil War II gewünscht haben, war sozusagen so ein Quantensprung wie von HoI II zu HoI III...klar es gibt immernoch jene, die den Vorgänger vorziehen aber die Möglichkeiten, die der Nachfolger bietet (allein durch das HQ-System, die viel größere Provinzanzahl, den Divisionsbaukasten) sind einfach großartig...
Genau davor hatte AGEOD jedoch offenbar Angst, denn wir alle kennen die Probleme die HoI auch noch nach dem 3. Addon (zumindest für Profis) hat und serviert stattdessen einen an unwichtigen Stellen ansonsten kaum veränderten Nachfolger, der in seinem Ansatz wahrscheinlich genauso viel richtig macht wie der Vorgänger (was zweifellos wirklich viel ist) aber eben auch nur marginal anders und besser ist...
Wir hätten uns gerade durch die Zusammenarbeit mit Matrix eine detailliertere Darstellung gewünscht...mit kleineren Gebieten, Kommandokette, mehr Kommandeuren, kürzeren Zügen (1 Woche) usw.
Gerade aus anderen Spielen von Matrix und AGEOD hätte man hier tolle interessante Features übernehmen können, die auch in Civil War II gut angebracht wären...
Mal ehrlich, AGEOD macht Spiele für Strategiefreaks und nicht mal für die Gruppe die noch annährend Mainstream-Titel wie HoI oder EU spielt sondern noch schlimmere Nerds oder Liebhaber.
Wir behaupten so gut wie niemand von denen würde das Spiel wegen gestiegener Komplexität nicht mehr spielen wollen.
Gerade weil kleinere Szenarien stets die Möglichkeit bieten würden, das Ganze zu begrenzen, während die große Kampagne die Königsklasse wäre...
Für uns ist und war schon die Ganze Zeit der Eindruck, dass man mit einer in großen Teilen nur leicht veränderten Karte, den Region Decisions als neuem Feature und ein bisschen Kleinkram möglichst viel vom alten Code wiederverwenden wollte und es den Usern trotzdem als "Ganz neues Spiel" zu verkaufen...
Uns ist bewusst, dass das nur unsere feuchten Träume waren und sind und diese nicht für die Allgemeinheit gelten...
Aber das hätten wir erwartet...
Und mit relativ wenig Mehraufwand:
- gerade mit der generischen Karte, wäre es kaum ein Problem gewesen, diese genauer aufzuschlüsseln
- eine Rekrutierung in Regimentern wie historisch und eigenem zusammenstellen von Brigaden wäre nur eine Änderung der verfügbaren Rekrutierungseinheiten
- eine Kommandokette mit extra Brigadekommandeuren, wäre das einzige was vlt etwas mehr Aufwand bedeuten würde
- die Verkürzung der Züge wäre eine Veränderung von 2 ein paar Zahlen im Code...
hätte man wirklich ein völlig neues Spielgefühl schaffen können und ein legendäres Spiel erschaffen...
und was haben wir bekommen...ein paar Eyecatcher (neue Karte) und ein paar Features die man auf die Verpackung drucken kann...