
Die Fort Sumter Krise - Wie Präsident Lincoln den Krieg herauf beschwor
Der Süden hat den Krieg begonnen. "Die bewaffneten Feindseligkeiten begannen mit dem Beschuss Fort Sumters durch die Konföderierten (...)" (Quelle: Wikipedia) Ist es nicht so? Ist es nicht das, was wir in Geschichtsbüchern lesen oder in TV-Dokumentationen sehen? Der Süden hat den Krieg ausgelöst - und weil dieser Fakt kaum weiter erklärt wird - anscheinend unprovoziert. Die Frage ist, WARUM? Das Fort war seit Monaten (seit dem Jahreswechsel 1860/1) umstellt und abgeriegelt. Fühlte sich der Süden nun plötzlich stark genug? WAS waren die Auswirkungen? Nun, die Wiederherstellung der Union mit MILITÄRISCHEN Mitteln hatte hier ihren Ausgangspunkt. Auf Basis des Angriffs auf Fort Sumter konnte Präsident einerseits kraft seiner War Time Authorities, andererseits mit Hilfe des ihn nun mehrheitlich unterstützenden Kongresses (der noch aus den alten Abgeordneten bestand) Gesetzgebungen initiieren, wie etwa der unmittelbaren Ausrüstung eines 75.000-Mann-Freiwilligenheeres (lt. Gesetzestext zur Rückeroberung von Fort Sumter und damit zum Marsch von Washington durch den halben Süden bis Charleston). Wenn die unmittelbaren Auswirkungen so bedeutend sind, lohnt es sich, einen genaueren Blick auf die Affäre zu werfen.
Die Vorgeschichte werde ich nur kurz anreißen, da sie von jedem auf die Schnelle nachgelesen werden kann. Am 20. Dezember 1860 trat South Carolina aus der Union aus. Sechs Tage später besetzte Major Anderson mit seinen Garnisonstruppen Fort Sumter, welches die Hafeneinfahrt kontrollierte. In den folgenden Tagen und Wochen zog South Carolina tausende Freiwillige ausgerüstet mit erbeuteten Waffen und Kanonen heran, um Fort Sumter von allen Landseiten her zu umstellen und eine mögliche militärische Expedition zu vereiteln. Im Januar 1861 erwog Präsident Buchanan ein solches Unternehmen, entsandte dann aber nur ein unbewaffnetes Handelsschiff, die "Star of the West", um Nachschub und Versorgungsgüter zu liefern. Unter dem Beschuss der Landbatterien drehte der Kapitän (am 9. Januar) ab. Danach vereinbarte Buchanan mit der sich mittlerweile konstituierenden Regierung der Südstaaten einen Waffenstillstand, lehnte aber eine Übergabe Fort Sumters ab. Am 04. März übernahm Präsident Lincoln sein Amt.
Nun, was hatte sich seither geändert? Die Sezessionsstaaten hatten in der Zwischenzeit SÄMTLICHE föderalen Liegenschaften auf ihrem Staatsgebiet besetzt - ohne Kompensation. Dazu zählten nicht nur Militärdepots und Forts, auch Postämter, Telegraphenämter und Zollstationen wurden übernommen. Könnt ihr euch vorstellen, was Frau Merkel tun würde, wenn z.B. bayrische Separatisten die dortigen Postfilialen übernehmen? Nun, staatsrechtlich ist das sicherlich ein feindseliger Akt. Die Frage ist aber, ob er einen Krieg rechtfertigt. Anfang 1861 sah das die Mehrheit der Bürger der verbleibenden Nordstaaten (noch inklusive des oberen Südens) und seiner Politiker anders. Alternativen gab es: eine freiwillige Wiedereingliederung, wenn auch nicht während der Regierungszeit Lincolns oder die Entschädigung im Gegenzug für die Anerkennung der Südstaaten als souveräner Staat. Innerhalb der Parteien gab es aber auch besonders unionstreue Flügel, die Druck auf Präsident Buchanan und Lincoln machten. James McPherson schreibt z.B.
"Oder er konnte den Frieden bewahren, (...) den Norden freilich würde diese Entscheidung spalten, ja sie würde (...) die Partei demoralisieren, vielleicht seine, Lincolns, Regierung vorzeitig beenden." (Aus "Für die Freiheit sterben")
Und das ist meiner Ansicht nach der springende Punkt. Lincoln wollte nicht seine Karriere, seine Ruf und seine noch junge Partei UM DES FRIEDENS WILLEN opfern. Dazu musste er Standpunkte setzen. In seiner Inauguration Address versprach er (am 4. März):
"I shall take care that the laws of the Union be faithfully executed in all the States [inklusive der Südstaaten]. Doing this I deem simple duty on my part; and I shall perform it... (unless) the American people, shall withold the requisite means, or, in some authoritative manner, direct the contrary."
Offensichtlich sind diese "means", diese Mittel, um das Recht (die Verfassung) auch in den de facto souveränen Südstaaten durchzusetzen militärischer Natur. Wie sonst wohl könnte man REALISTISCHERWEISE dieses Versprechen umsetzen? Er fährt fort:
"In doing this there needs to be no bloodshed or violence; and there shall be none, UNLESS it be forced upon. The power confined in me, will be used to HOLD, OCCUPY and POSSESS the property, and places belonging to the government..."
Er will das Eigentum der Union halten, die Verfassung durchsetzen, aber keine (militärische) Gewalt anwenden, sofern er nicht dazu gezwungen wird. Kommt es aber dazu, und ist dann der Süden folgerichtig der Aggressor, wird er sicherlich die Unterstützung der Bevölkerung, vielleicht sogar der des oberen Süden erhalten. Das ist Plan. Um welche Liegenschaften handelte es sich eigentlich noch? Da ist zum einen Fort Pickens an der Golfküste Florida, zum anderen eben besagtes Fort Sumter. Okay, rücken wir das für einen Moment beiseite. Auf die Aktionen rund um Fort Pickens will ich nicht ausführlich eingehen. Nur soviel sei gesagt, dass es nach Ansicht von Winfield Scott (Oberbefehlshaber der US Streitkräfte) kein militärisches Problem war. Dennoch war Scott an der Entscheidung und der Planung der Pickens-Operation nur in dem Maße beteiligt, als das er nach Weisung aus dem Weißen Haus den für die Aktion verantwortlichen Offizieren (Planung: für die US Army LtCol. Keyes, für die US Navy Cpt. Meigs (ein Army Engineer), das Kommando erhielt Col. Brown) Truppen, Ausrüstung und Gerätschaften zuwies, quasi seine Autorität geltend machte, um das Unternehmen in Gang zu bringen. Den Planern wird auch ein Lt. Porter der US Navy zugewiesen, und auf dessen Rolle komme ich später wieder zu sprechen.
Nun zu Fort Sumter. Am 5. März traf eine Delegation der Südstaaten in Washington ein, um die Übergabe Fort Sumters zu VERHANDELN. Am selben Tag wurden Gen. Winfield Scott und Gideon Welles (Marineminister) zu Lincoln gerufen, wo er sie nach ihrer Einschätzung betreffend eines militärischen Entsatzes der Sumter-Garnison befragte. (Aus Gideon Welles posthum veröffentlichtem "The Diary of Gideon Welles") Scott wiegelte ab. Auf Geheiß Lincoln legte er dennoch die für eine erfolgreiche Operation seiner Meinung nach mindestens erforderlichen Truppen, Schiffe und Ausrüstungen vor: eine Streitmacht von 25.000 Mann; die zu organisieren einen Gesetzgebungsprozess von mehreren Monaten Dauer erfordert hätte! Er, Welles, Simon Cameron (Kriegsminister) und William Seward (Außenminister und Lincolns Intimus) schlugen eine Evakurierung vor. Zu diesem Zeitpunkt begann sich Lincoln nach anderen Männern umzusehen...
Am 9. März entsandte er Gustavus Fox, einen GESCHÄFTSMANN und ehemaligen Marineoffizier, nach Fort Sumter, um vor Ort Maj. Andersons Meinung zu einer Militärexpedition einzuholen. Obwohl Anderson keine praktischen Möglichkeiten dazu sah, beauftragte Lincoln Fox nach dessen Rückkehr mit der Ausarbeitung einer solchen Expedition und erteilte Welles den Auftrag, ihm von Seiten des Marineministeriums zur Seite zu stehen:
"The President accepted the services of Fox..., the object being the relief of the garrison and the supplies and troops for reinforcement being from the army, the expedition was a military one and not a naval one, but with naval aid and cooperation." (Welles Diary)
Es ist klar, das Welles hier nur der Unterstützer war, auf die Ausarbeitung der Operation an sich hatte er keinen Einfluss. Am 12. März legte Fox dem Präsidenten seinen Plan vor: Die Army würde unter der Autorisation Scotts 200 Soldaten bereithalten, darüber hinaus (zivile) Transportschiffe, Barkassen und Schlepper chartern sowie Nachschub und Versorgungsgüter für zwölf Monate bereitstellen. Die Navy sollte drei Kriegsschiffe, zum Rendezvous vor der Küste Charlestons detachieren. Auf einer Sandbank vor der Küste würden Soldaten und Nachschub unter dem Schutz der Navy in die Barkassen umgeladen werden, welche bei Nacht und Hochwasser Fort Sumter ansteuern sollten. Geheim. Am 13. März befragte Lincoln sein Kabinett zum letzten Mal geschlossen in der Angelegenheit (und auch später setzte er nur noch sehr selten gemeinsame Kabinettsversammlungen fest). Fünf von sieben Ministern empfahlen die Evakurierung, einer (Chase) war unter der Bedingung einverstanden, dass KEIN Krieg folgen könnte. Nur Montgomery Blair (Postminister) war für das Unternehmen. (Aus den Nachkriegserinnerungen Welles und Sewards)
oben: Die Lage Fort Sumters in der Hafeneinfahrt von Charleston und die konföderierten Batteriestellungen.
von links nach rechts: David Porter (mittlerweile Rear Admiral), Gustavus Fox (Chefplaner der Sumter Expedition), Gideon Welles (US Marineminister), USS Powhattan
An dieser Stelle schiebe ich wieder meine Meinung ein: das Entsenden einer militärischen Einheit unter dem Schutz von Waffen nach Fort Sumter WIDERSPRACH eindeutig dem Waffenstillstandsabkommen. Wäre dieses Unternehmen so in die Tat umgesetzt worden, wäre der NORDEN der Aggressor gewesen. Nichts wäre für Lincoln gewonnen worden. Wie aber der Präsident nun SELBER dafür sorgte, dass das Unternehmen scheiterte, und das die Konföderierten von SICH AUS die Garnison angriffen, will ich im folgenden erläutern.
Fox und Welles hatten für den maritimen Teil der Operation Cmd Ward und Cdr Stringham im Auge, beides hohe Marineoffiziere. Beide erklärten allerdings nach einigen Briefings bei Winfield Scott ihre Zweifel am Erfolg der Mission. Zu diesem Zeitpunkt beauftragte Lincoln erneut Gustavus Fox, der gerade von einem zweitem Besuch in Fort Sumter zurück gekehrt war (etwa um den 24. März herum). Inzwischen wurden an die Kapitäne der beteiligten Schiffe sowie die Stützpunktkommandanten (USS Pawnee und USS Pocahontas in Norfolk, USS Harriet Lane in Washington) Befehle erteilt, ihre Schiffe so schnell wie möglich auslaufbereit zu machen und für ein Unternehmen nicht später als dem 6. April bereitzuhalten. Nun erst kommt die USS Powhatan ins Spiel. Am 13. März erreichte das Schiff New York. Sie war in sehr schlechtem Zustand und bereitete sich auf eine Werftüberholung vor. Die Matrosen bekamen Landurlaub, das Schiff wurde entladen und entwaffnet. Welles, der wieder im Auftrag Lincolns mit Fox zusammen arbeitete, erließ zwischen dem 29. März und 1. April den Befehl, die Powhatan schnellstmöglich einsatzbereit zu machen. (Foote wurde erst später durch Welles informiert) Mehr noch, nach Fox Planungen sollte sie nun das Flaggschiff der Operation werden und Cpt. Mercer die Führung übernehmen. Entsprechende Anweisungen ergingen über die üblichen Kanäle an Mercer und die anderen Kapitäne, aber auch an den New Yorker Stützpunktkommandant Andrew Foote. Hier nun der Befehl an Mercer:
"The US Navy steamers Powhatan, Pawnee, Pocahontas and Harriet Lane will compose a naval force under your command, to be sent to the vincinity of Charleston Harbor, for the purpose of (...) carrying out the objects of an expedition of which the War Department has charge [Fox]. The primary object (...) is to provision Fort Sumter (...). You will protect the transports or boats, OPEN the way for their ingress, and remove all obstructions to the entry (...)"
Des weiteren führt der Befehl aus, dass sich die anderen Schiffe der Powhatan zehn Meilen vor Charleston Lighthouse anschließen sollen. Die Befehle an die anderen Kapitäne lauteten ähnlich, nur mit dem Unterschied, dass sie auf die Powhatan zu warten hätten, welche dann das Unternehmen anführen würde. Es ist zweifelhaft, dass Lincoln nichts von diesen Befehlen wusste, geschah doch die ganze Unternehmung allein auf sein Geheiß hin. Eins ist aber auch klar: trifft die Powhatan nicht am Treffpunkt ein, geschieht gar nichts! Nun kommt Lt. Porter ins Spiel - wir erinnern uns, er war zunächst für die Pickens-Operation tätig. Aus seinen 1885 veröffentlichten Erinnerungen wissen wir, er bereits auf dem Weg nach Kalifornien war, als ihn Seward am 1. April ins Weiße Haus rief. Dort befragte ihn Präsident Lincoln im Beisein Sewards zum Stande der Pickens-Operation. Des weiteren befragte ihn der Präsident über die Powhatan (Porter kam gerade aus New York), ob sie rechtzeitig einsatzbereit sein werde. Zu diesem Zeitpunkt hatte Präsident Lincoln bereits einen eigenen Befehl an Andrew Foote, Stützpunktkommandant in New York, telegraphiert: die Powhatan schnellstmöglich einsatzbereit zu machen und für eine Fahrt unter Geheimorder am 6. April klar zu halten. Porter merkt an, dass die Sicherheitsvorkehrungen lax sind und die Befehle an Mercer nicht lange geheim bleiben würden. Er bietet an, die Befehle persönlich zurück nach New York zu nehmen. Nach dem Treffen sendet Lincoln einen weiteren Befehl über die offenen Kanäle an Foote: Lt. Porter würde in New York das Kommando über die Powhatan übernehmen, Cpt. Mercer ablösen und einen geheimen Auftrag unter seinem (Lincolns) Oberbefehl ausführen. Von all dem weiß Welles nicht - er glaubt, Porter wäre auf seine Veranlassung hin auf dem Weg nach Kalifornien. Er glaubt, Mercer bleibt Kapitän der Powhatan. Als er zwei Tage später selbst einen Befehl an Foote übermittelt, in dem Mercer weiterhin als Kapitän genannt wird, ist Porter bereits vor Ort und macht die Autorität des Präsidenten geltend. Foote schweigt.
In seinem Gepäck hat Porter zwei Geheimbefehle für ihn und Mercer, datiert vom 1. April, nicht zu öffnen vor dem 6. April (dem Tag des Auslaufens) und ein weiteres Bestätigungsschreiben Lincolns für Andrew Foote. Am 5. April begibt sich Porter an Bord der USS Powhatan und übernimmt befehlsgemäß das Kommando. Erstaunt ist Mercer, als ihm klar wird, dass Porters zweiter Geheimbefehl ihn der Pickens-Operation zuteilt. Er beschwert sich bei Foote, der weist ihn ab. Schließlich geht Mercer zu Meigs, der sich an Welles wendet. Zu diesem Zeitpunkt ist die Powhatan bereits ausgelaufen. Auf Welles Beschwerde bei Lincoln hin beschwichtigt ihn dieser. (Wieder aus Welles Diary)
In der Zwischenzeit haben konföderierte Spione alles nach Montgomery gemeldet: das Kriegsschiffe ausgerüstet werden, dass Truppen an Bord gehen, dass sie sich auslaufbereit machen, dass sie eins nach dem anderen auslaufen und dass das Ziel Fort Sumter ist. Wie "geheim" all dies ablief, zeigt sich aus der Botschaft der konföderierten Unterhändler in Washington an Gen. Beauregard in Charleston am 10. April:
" The Tribune [Washington Tribune] of today declares the main object of the expedition [von der sie bereits Kenntnis hatten] to be the relief of Sumter, and that a force will be landed which will overcome ALL opposition."
Am selben Tag erteilt der Kriegsminister der Konföderation Walker im Auftrag von Jefferson Davis Gen. Beauregard volle Handlungsvollmacht zur Inbesitznahme von Fort Sumter - wissend, dass er Fort Pickens verliert, aber Fort Sumter gewinnen wird.
Lasst mich mal zusammen fassen: Lincoln entsendet entgegen dem Waffenstillstandsabkommen und während Verhandlungen laufen einen militärischen Verband mit eindeutig offensiven Befehlen, aber dann sabotiert er den Erfolg der einzigen Mission, welche die Südstaatler effektiv verhindern können. Das Resultat: der Süden wird wahrscheinlich Fort Sumter angreifen, während seine Entsatzstreitmacht ohne Führung und Operationsbefehle vor der Küste Charleston herum dümpelt. Die Südstaaten sind die Aggressoren. Die Nordstaaten sind die Opfer. Er bekommt seinen Krieg, die Unterstützung der Bevölkerung, um die "Mittel" seiner Inaugurationsrede zu erhalten und vielleicht sogar den oberen Süden. Im letzten Punkt sollte sich Lincoln zwar täuschen, aber alle anderen Ziele hatte er erreicht. Später (am 11. Mai 1861) übernahm er in Teilen die Verantwortung für die fehlgeschlagene Operation. Aber war das nicht von Anfang an sein Plan?
Nun, geachtete Historiker wie James McPherson geben Seward [seinen Indiskretionen] die Schuld an dem Debakel, ohne dabei anzuerkennen, dass Lincoln die Geheimbefehle an Porter und Mercer erteilt hat. Es war Lincoln, der die Operation durchführen wollte, als noch alle anderen dagegen waren. Es war Lincoln, der an den Befehlshabern seiner Streitkräfte vorbei dubiose Männer beauftragt hat, und die haben ihm zugearbeitet. Ihrem Elan ist es zu verdanken, dass zu einem späteren Zeitpunkt, als man ohnehin nichts mehr hätte unternehmen können, immerhin vier von sechs befragten Kabinettsmitgliedern einem Entsatz Fort Sumters zustimmten. Aber es gab keine zweite Kabinettsversammlung - Lincoln bearbeitete die Mitglieder seiner Regierung getrennt voneinander und holte sich ihre Zustimmung schriftlich, ohne sie in die Einzelheiten einzuweihen. Und das ausgerechnet Seward, der während des gesamten Krieges der EINZIGE Minister Lincolns war, der ständig Zugang zu ihm hatte und über alle Gedanken Lincolns informiert war, in dieser Angelegenheit gegen seinen Commander-in-Chief intrigieren würde, halte ich für ausgemachte Phantasie. Zumal Sewards Eingreifen, so wie es McPherson beschreibt, Lincoln eher in die Hände spielte. Aber auf Lincoln darf kein Schatten fallen, und das hat die moderne Geschichtswissenschaft erfolgreich erzielt.
Ich wäre hocherfreut, Meinungen und Gegenpositionen von Euch, werten Lesern, zu erhalten.
Gez.
Der Captain