Courage. Honor. Loyalty. Sacrifice. _ A Pbem vs L. Armisteads feat. controversial POV

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Courage. Honor. Loyalty. Sacrifice. _ A Pbem vs L. Armisteads feat. controversial POV

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Dunkelheit. Schwarze, absolute Dunkelheit. Weder der Mond noch die Sterne waren durch die dicht geschlossenen Gewitterwolken zu sehen. Der Wind peitschte die Regentropfen nahezu waagerecht über das Land. Nur im grellen Lichtschein der einschlagenden Blitze konnte man die beiden Männer erkennen, die sich auf der offenen Weidelandschaft gegenüber standen. Aufrecht standen sie, mit geradem Rücken - trotz der heftigen Böen, welche die wenigen verkrüppelten Bäume beinahe aus der Erde rissen. Sie musterten sich stumm. Ihre Blicke verrieten Entschlossenheit und Stärke.

Ruhig, fast wie ein leises Brummen: Das ist ein Fehler.

Keine Antwort. Im selben kontrollierten Tonfall: Legt die Waffen nieder oder ich bin nicht länger für das verantwortlich, was geschehen wird!

Jetzt streckte sich der andere. Er wiegte den Kopf leicht nach links und dann nach rechts, wobei er geräuschvoll die Halswirbel knacken ließ. Ein Fehler war es, diesen Präsidenten zu wählen. Jetzt verhöhnen er und seine radikalen Parteigänger unsere heilige Verfassung. Wo bist Du gewesen, als Willkür und Ungerechtigkeit über uns alle herein brachen? Jetzt stehst Du hier und wagst es, mir zu drohen? Woher nimmst Du Dir das Recht? Was bist Du anderes als eine Marionette, ferngesteuert von charakterlosen Tyrannen...

Tyrannen? erwiderte der erste Mann erregt und sprang auf seinen Widersacher zu. Tyrannei ist es, was Du und Deine Leute erhalten wollen, hier auf dem heiligen Boden der Freiheit! Jetzt preist Du die Verfassung und nennst Dich im Recht... Alle geschworenen Eide, die Einheit des Landes zu schützen, seine Stärke und sein Recht, in bitterem Zorn hast Du sie gebrochen, hast Recht und Verfassung gelästert und bringst Hass, Tod und Elend über das Land! Ich werde das nicht länger zulassen. Wir werden das nicht länger zulassen!

Die Muskeln beider Männer bebten, als sie die Wut überkam. Doch dies war nicht der Ort, und dies war nicht die Zeit.

Ich habe Dir nichts mehr zu sagen. erwiderte der Zweite. Und mitten ins Krachen der Donnerschläge rief der erste zurück: Dann wird es so sein.

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Captain America is not here to lead the country. I'm here to serve it. If I'm a captain, then I'm a soldier. Not of any military branch, but of the American people. Years ago, in simpler times, this suit and this shield were created as a symbol to help make America the land it's supposed to be... to help it realize its destiny. Ricocheting from super-villain duel to super-villain duel doesn't always serve that purpose. There's a difference between fighting against evil and fighting for the common good. I'm not always able to choose my battles... but effective immediately, I'm going to make an effort to choose the battles that matter. Battles against injustice, against cynicism, against intolerance. I will still serve with the Avengers. I will continue to defend this nation from any and all threats it may face. But as of today, I am not a "super hero." Now and forevermore, I am a man of the people. Together, you and I will identify and confront America's problems. Together, we will figure out what we are and what we can be. Together, we will define the American Dream and make it an American reality.
Aus 'Captain America', Vol. 4, #7
Herzlich willkommen, werte Leserschaft. Ich habe Lewis Armistead zu einem Pbem überreden können. Auf und Ab dieser Partie werden Gegenstand dieses AARs sein, den ich sicherheitshalber auch auf meinem Rechner abspeichere, um die Kalamitäten zu vermeiden, unter welchen die beiden Vorgänger litten. Ich werde mich dennoch in der Beschreibung der Aktivitäten knapp halten, da wir beide möglichst rasch spielen wollen. Außerdem liegt mein Augenmerk auf dem Nebenstrang, welcher den AAR in unregelmäßigen Intervallen bereichern soll. Dafür ist eine gewisse Recherche nötig, und die wird ebenfalls Zeit in Anspruch nehmen. Worum geht es dabei?
Mit einer stillen Genugtuung habe ich zur Kenntnis genommen, dass Autoren beliebter AARs einen Geschichtsteil in ihre Erzählungen integrierten, um historische Personen, Schlachten, politische und gesellschaftliche Entwicklungen aus einer neutralen Position heraus zu schildern, wie ich es beim Take Command!-AAR oder Hearts-of-Iron-AAR unternahm. Ich werde diesen Stil nicht noch einmal kopieren. Statt dessen will ich die Grenzen der Neutralität verlassen: ich werde kontroverse Meinungen und Standpunkte vertreten, wie Ihr sie nicht in den Lehrbüchern finden könnt. Ich werde abseits des 'common sense' an einigen 'heiligen Institutionen' der Bürgerkriegsgeschichte rütteln und werde auch Unterschiede heutiger Populärkultur zur Realität erläutern. Ich erhoffe mir, darüber interessante Diskussionen unter den Lesern in Gang zu setzen. Ich bitte jedoch um Nachsicht: ich betitele diese Abschnitte zwar als Point-of-View, mache mir aber dennoch nicht alle darin enthaltenen Ansichten zu eigen. Es handelt sich also um EINEN Standpunkt, nicht zwingend um MEINEN.
Ich wünsche allen Lesern viel Vergnügen!

Nachtrag: Der Herr rechts im Bild ist Captain Confederacy, titelgebender Held einer Comicserie Ende der 80er, Anfang der 90er Jahre. Der Herr links im Bild ist wahrscheinlich bekannter.
Gez.
Der Captain
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Das Jahr 1861

Richmond, 31. Dezember 1861 - Das Jahr 1861 aus der Sicht Armisteads .......... Washington, 31. Dezember 1861 - Das Jahr 1861 aus der Sicht Aktivists

Kapitel 01: Washington, 1. April 1861 - Am Vorabend des Kriegs
Kapitel 02: Washington, 15. April 1861 - Die Würfel sind gefallen
Kapitel 03: Washington, 1. Mai 1861 - Zeit für's Pläne schmieden
Kapitel 04: Washington, 15. Mai 1861 - We're coming, Father Abraham, 300.000 more
Kapitel 05: Washington, 1. Juni 1861 - Der Löwe schlägt als erster zu
Kapitel 06: Wahington, 15. Juni 1861 - three, two, one - liftoff
Kapitel 07: Washington, 1. Juli 1861 - Königsrochade
Kapitel 08: Washington, 15. Juli 1861 - Geschützdonner am Potomac
Kapitel 09: Washington, 1. August 1861 - Seeing the elephant
Kapitel 10: Washington, 15. August 1861 - Taktischer Rückzug am Potomac
Kapitel 11: Washington, 1. September 1861 - Die Schatten großer Ereignisse
Kapitel 12: Washington, 15. September 1861 - Die erste strategische Offensive der Union
Kapitel 13: Washington, 1. Oktober 1861 - Im Wettlauf mit der Zeit
Kapitel 14: Washington, 15. Oktober 1861 - Dämmerung in Arkansas
Kapitel 15: Washington, 1. November 1861 - Showdown bei Fort Donelson
Kapitel 16: Washington, 15. November 1861 - Der Winter macht Pause
Kapitel 17: Washington, 1. Dezember 1861 - Der Süden gibt Kentucky auf
Kapitel 18: Washington, 15. Dezember 1861 - Weihnachtsgeschenke aus dem Süden: Verwirrung bei Fort Donelson

Das Jahr 1862

Richmond, 31. Dezember 1862 - Das Jahr 1862 aus der Sicht Armisteads .......... New York, 31. Dezember 1862 - Das Jahr 1862 aus der Sicht Aktivists

Kapitel 19: Washington, 1. Januar 1862 - Neujahrsgrüße von Henry Halleck
Kapitel 20: Washington, 15. Januar 1862 - Zeit fürs Pläne schmieden, Teil 2
Kapitel 21: Washington, 1. Februar 1862 - Blutiger Schnee
Kapitel 22: Washington, 15. Februar 1862 - Union Grand Strategy Eighteen Sixty Two
Kapitel 23: Washington, 1. März 1862 - Fremont wirft das Handtuch
Kapitel 24: Washington, 15. März 1862 - Der Süden bittet zum Tanz
Kapitel 25: Washington, 1. April 1862 - Friss die Hälfte; Schmalkost in Fremonts Küche
Kapitel 26: Washington, 15. April 1862 - Die zweite strategische Offensive der Union
Kapitel 27: Washington, 1. Mai 1862 - Meine Herren, nehmen Sie Haltung an!
Kapitel 28: Washington, 15. Mai 1862 - High Noon in Tennessee
Kapitel 29: Washington, 1. Juni 1862 - Forrest's Race of Galveston
Kapitel 30: Washington, 15. Juni 1862 - Vor dem Sturm
Kapitel 31a: Washington, 1. Juli 1862 - Aaaaaaaaaaa!!
Kapitel 31b: Washington, 1. Juli 1862 - Grant's Tennessee Blues: A man of constant sorrow
Kapitel 32: Washington, 15. Juli 1862 - Let's go burn ole Nashville down
Kapitel 33: Washington, 1. August 1862 - Those Bushwackers, hang 'em high!
Kapitel 34: Washington, 15. August 1862 - Steam Past auf dem Mississippi
Kapitel 35: Washington, 1. September 1862 - Farragut: Volldampf voraus!
Kapitel 36: Washington, 15. September 1862 - Den Stein ins Rollen bringen
Kapitel 37: Washington, 1. Oktober 1862 - Muskelspiele in Virginia
Kapitel 38: Washington, 15. Oktober 1862 - ...that all slaves are, and shall be forever, free men!
Kapitel 39: Washington, 1. November 1862 - Lee schlägt zurück
Kapitel 40: New York, 15. November 1862 - Das Banner weht noch
Kapitel 41: New York, 1. Dezember 1862 - Der Unbesiegbare
Kapitel 42: New York, 15. Dezember 1862 - Die Fronten frieren ein

Das Jahr 1863

Kapitel 43: New York, 1. Januar 1863 - Der Mobile-Plan
Kapitel 44: New York, 15. Januar 1863 - Hohenlohe's Road Trip
Kapitel 45: New York, 1. Februar 1863 - Schwermetall
Kapitel 46: New York, 15. Februar 1863 - Ein Irischer Abschied
Kapitel 47: New York, 1. März 1863 - Im Westen steigt die Sonne auf
Kapitel 48: New York, 15. März 1863 - Trügerische Ruhe
Kapitel 49: New York, 1. April 1863 - Ist das alles?


Aktivist vs. Armistead - The Score

Lewis Armistead and Winfield Hancock (Gettysburg, 1993)
* * *
Danilow vs. Dr. Alban - No Coke Remix (2011)
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Lester Flatt & Earl Scruggs - Foggy Mountain Breakdown (1949)
* * *
The Band - The Night They Drove Old Dixie Down (1969)
* * *
Johnny I Hardly Knew Ye (Version der Dropkick Murphys, 2008)
* * *
Bob Dylan - Cross The Green Mountains (2003)
* * *
Man Of Constant Sorrow (Version aus 'O Brother, where art thou?', Soggy Bottom Boys, 2000)
* * *
Jello Biafra & Mojo Nixon - Let's Go Burn Ole Nashville Down (1994)
* * *
New York Girls (Version von Bellowhed, 2010)
* * *
Waylon Jennings - Rebel Soldier (1991)
* * *
It's A Long Way To Tipperary (aufgenommen mit John McCormack, 1914)
* * *
Carry Me Back To Old Virginny (aufgenommen mit Alma Gluck, 1916)
* * *
No More Auction Block For Me (Many Thousand Gone) - mir unbekannter Interpret
* * *
Onward Christian Soldiers (Version von Libera, 1999)
* * *
Duke Ellington Orchestra - Mobile Bay (1939-1941)
* * *
Guns N'Roses - Civil War (1991)
* * *
The Parting Glass - (Version von Shaun Davey, 1998)
* * *
Die Ärzte - Ist das alles



Aktivist vs. Armistead - Leserbeiträge

George Pickett - Pickett bei Gettysburg
Admiral Hipper - Lagebesprechung im Weißen Haus
Admiral Hipper - Chucks Rache
Admiral Hipper - Western Shootout


Aktivist vs. Armistead - Bonusmaterial

behind the scenes - Der Arkansas-Feldzug
behind the scenes - ...und treffen uns dann wie verabredet.


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Die Fort Sumter Krise: Wie Präsident Lincoln den Krieg herauf beschwor ...und... App. 1: Addendum zu Fort Sumter
John C. Frémont - Aufstieg und Fall eines politischen Rivalen
Lewis Armistead in Popkultur und Realität
Preview: Abraham Lincoln - General-in-Chief?
Abraham Lincoln - General-in-Chief, Teil 1: Der Halbinsel-Feldzug 1862, Seite 1 und Seite 2
Abraham Lincoln - General-in-Chief, Teil 2: Der Virginia-Feldzug 1862
Abraham Lincolns Emancipation Proclamation, Seite 1 und Seite 2



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Produktionsort, -zeit, und -zeitberechnung
Nachschubprodution, Nachschubverbrauch und Nachschubverteilung
Frontage
Naval Bombardment & Double Adjacency Rule
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Washington, 1. April 1861 - Am Vorabend des Kriegs
Tja, viel ist hier noch nicht zu sagen. Das Land befindet sich noch im Frieden, wenngleich die Ankündigung eines Versorgungskonvois für das eingeschlossene Fort Sumter zu Kriegsdrohungen seitens der Konföderation geführt hat. Als Reaktion darauf hat die Regierung eine Seeblockade gegen den Süden verkündet. Ob die Politik von Präsident Lincoln den unteren Süden besänftigen und vor allem den oberen Süden in der Union halten wird, ist eine spannende Frage. Fürs erste werden nicht noch weitere Provokationen unternommen: die meisten Truppen ziehen sich in ihre Stützpunkte zurück und nur die notwendigsten Ersatzaufstellungen werden genehmigt. Washington - und mit ihr das ganze Land - halten den Atem an.
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Winfield Scott, Veteran des Krieges von 1812 und des Mexicokrieges, beaufsichtigt den Bau von Stellungen hinter dem Potomac
An dieser Stelle darf ich vielleicht zu ein paar grundsätzlichen Dingen Stellung nehmen:
Armistead und ich spielen spielen nach den gewohnten Optionen und Zusatzregeln. Auf zwei Ausnahmen haben wir uns geeinigt. Erstens: Jeder Spieler hat pro Zug ein Redeployment frei, um 3-Sterne-Generäle und Stabszubehör zu bewegen. Eine Frage der Trägheit, Ihr versteht... Zweitens: River Transportation ist nur gestattet, wenn sich Start- und Zielprovinz zu mindestens 51% unter eigener militärischer Kontrolle befinden. Eine Frage der maritimen Strategie.

Apropos Strategie: ich habe bereits ein strategisches Konzept im Hinterkopf, welches etwa bis in den Sommer 1862 reicht. Natürlich können Aktionen und Reaktionen des Gegners nur bedingt eingerechnet werden, sodass ich regelmäßig meine Pläne und ihre Verwirklichung abgleichen werde, um gegebenenfalls auf ein ganz anderes Pferd zu setzen. Der Grund, warum ich in diesem und im nächsten Zug relativ wenig Ausgaben tätige, liegt in meinem immensen Rüstungsbedarf für die kommenden Monate. Ich plane, ein starkes Expeditionskorps an der feindlichen Küste landen zu lassen, solange die Gelegenheiten dafür noch da sind. Auf der anderen Seite fehlen mir diese Einheiten dann an den Hauptfronten: weder will ich zulassen, dass mich Beauregards "Army of the Potomac" bei Washington grün und blau schlägt, noch will ich Schwäche an den anderen Fronten zeigen. Freilich, wenn ich mir nicht sicher bin, blase ich die Operation ab. Insgesamt stellen sich meine strategischen Forderungen so dar:
- die Hauptstadt schützen
- möglichst wenig Schwachstellen bieten, welche den Gegner zur Attacke einladen
- falls doch, dann wenigstens hohen Schaden zufügen
- meine Truppen so bewegen und einsetzen, dass ich eher durch Manöver, denn durch Kampf Raum gewinne
Der Grund dafür: statistisch wird der Süden mehr Gefechte gewinnen - also mehr NM, mehr VP. Diese Spreizung sollte bis zum Zeitpunkt der vollen Mobilisierungsfähigkeit der Union niedrig gehalten werden. Freilich ist mir nicht damit geholfen, hinter sicheren Gräben auszuharren, während die Monate ins Land gehen. Also Initiative werde ich schon zeigen müssen, aber überlegt. Sorgfältig und vorsichtig dort, wo die Hauptarmeen des Gegners stehen. Mutig und verwegen dort, wo ich freie Hand habe. Im Verlaufe der Jahre 1863 und 1864 wird sich vieles ändern. Mehr werde ich darlegen, wenn es soweit ist und auch durchgeführt wird.
Gez.
Der Captain
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Die Fort Sumter Krise - Wie Präsident Lincoln den Krieg herauf beschwor
Der Süden hat den Krieg begonnen. "Die bewaffneten Feindseligkeiten begannen mit dem Beschuss Fort Sumters durch die Konföderierten (...)" (Quelle: Wikipedia) Ist es nicht so? Ist es nicht das, was wir in Geschichtsbüchern lesen oder in TV-Dokumentationen sehen? Der Süden hat den Krieg ausgelöst - und weil dieser Fakt kaum weiter erklärt wird - anscheinend unprovoziert. Die Frage ist, WARUM? Das Fort war seit Monaten (seit dem Jahreswechsel 1860/1) umstellt und abgeriegelt. Fühlte sich der Süden nun plötzlich stark genug? WAS waren die Auswirkungen? Nun, die Wiederherstellung der Union mit MILITÄRISCHEN Mitteln hatte hier ihren Ausgangspunkt. Auf Basis des Angriffs auf Fort Sumter konnte Präsident einerseits kraft seiner War Time Authorities, andererseits mit Hilfe des ihn nun mehrheitlich unterstützenden Kongresses (der noch aus den alten Abgeordneten bestand) Gesetzgebungen initiieren, wie etwa der unmittelbaren Ausrüstung eines 75.000-Mann-Freiwilligenheeres (lt. Gesetzestext zur Rückeroberung von Fort Sumter und damit zum Marsch von Washington durch den halben Süden bis Charleston). Wenn die unmittelbaren Auswirkungen so bedeutend sind, lohnt es sich, einen genaueren Blick auf die Affäre zu werfen.

Die Vorgeschichte werde ich nur kurz anreißen, da sie von jedem auf die Schnelle nachgelesen werden kann. Am 20. Dezember 1860 trat South Carolina aus der Union aus. Sechs Tage später besetzte Major Anderson mit seinen Garnisonstruppen Fort Sumter, welches die Hafeneinfahrt kontrollierte. In den folgenden Tagen und Wochen zog South Carolina tausende Freiwillige ausgerüstet mit erbeuteten Waffen und Kanonen heran, um Fort Sumter von allen Landseiten her zu umstellen und eine mögliche militärische Expedition zu vereiteln. Im Januar 1861 erwog Präsident Buchanan ein solches Unternehmen, entsandte dann aber nur ein unbewaffnetes Handelsschiff, die "Star of the West", um Nachschub und Versorgungsgüter zu liefern. Unter dem Beschuss der Landbatterien drehte der Kapitän (am 9. Januar) ab. Danach vereinbarte Buchanan mit der sich mittlerweile konstituierenden Regierung der Südstaaten einen Waffenstillstand, lehnte aber eine Übergabe Fort Sumters ab. Am 04. März übernahm Präsident Lincoln sein Amt.

Nun, was hatte sich seither geändert? Die Sezessionsstaaten hatten in der Zwischenzeit SÄMTLICHE föderalen Liegenschaften auf ihrem Staatsgebiet besetzt - ohne Kompensation. Dazu zählten nicht nur Militärdepots und Forts, auch Postämter, Telegraphenämter und Zollstationen wurden übernommen. Könnt ihr euch vorstellen, was Frau Merkel tun würde, wenn z.B. bayrische Separatisten die dortigen Postfilialen übernehmen? Nun, staatsrechtlich ist das sicherlich ein feindseliger Akt. Die Frage ist aber, ob er einen Krieg rechtfertigt. Anfang 1861 sah das die Mehrheit der Bürger der verbleibenden Nordstaaten (noch inklusive des oberen Südens) und seiner Politiker anders. Alternativen gab es: eine freiwillige Wiedereingliederung, wenn auch nicht während der Regierungszeit Lincolns oder die Entschädigung im Gegenzug für die Anerkennung der Südstaaten als souveräner Staat. Innerhalb der Parteien gab es aber auch besonders unionstreue Flügel, die Druck auf Präsident Buchanan und Lincoln machten. James McPherson schreibt z.B.

"Oder er konnte den Frieden bewahren, (...) den Norden freilich würde diese Entscheidung spalten, ja sie würde (...) die Partei demoralisieren, vielleicht seine, Lincolns, Regierung vorzeitig beenden." (Aus "Für die Freiheit sterben")

Und das ist meiner Ansicht nach der springende Punkt. Lincoln wollte nicht seine Karriere, seine Ruf und seine noch junge Partei UM DES FRIEDENS WILLEN opfern. Dazu musste er Standpunkte setzen. In seiner Inauguration Address versprach er (am 4. März):

"I shall take care that the laws of the Union be faithfully executed in all the States [inklusive der Südstaaten]. Doing this I deem simple duty on my part; and I shall perform it... (unless) the American people, shall withold the requisite means, or, in some authoritative manner, direct the contrary."

Offensichtlich sind diese "means", diese Mittel, um das Recht (die Verfassung) auch in den de facto souveränen Südstaaten durchzusetzen militärischer Natur. Wie sonst wohl könnte man REALISTISCHERWEISE dieses Versprechen umsetzen? Er fährt fort:

"In doing this there needs to be no bloodshed or violence; and there shall be none, UNLESS it be forced upon. The power confined in me, will be used to HOLD, OCCUPY and POSSESS the property, and places belonging to the government..."

Er will das Eigentum der Union halten, die Verfassung durchsetzen, aber keine (militärische) Gewalt anwenden, sofern er nicht dazu gezwungen wird. Kommt es aber dazu, und ist dann der Süden folgerichtig der Aggressor, wird er sicherlich die Unterstützung der Bevölkerung, vielleicht sogar der des oberen Süden erhalten. Das ist Plan. Um welche Liegenschaften handelte es sich eigentlich noch? Da ist zum einen Fort Pickens an der Golfküste Florida, zum anderen eben besagtes Fort Sumter. Okay, rücken wir das für einen Moment beiseite. Auf die Aktionen rund um Fort Pickens will ich nicht ausführlich eingehen. Nur soviel sei gesagt, dass es nach Ansicht von Winfield Scott (Oberbefehlshaber der US Streitkräfte) kein militärisches Problem war. Dennoch war Scott an der Entscheidung und der Planung der Pickens-Operation nur in dem Maße beteiligt, als das er nach Weisung aus dem Weißen Haus den für die Aktion verantwortlichen Offizieren (Planung: für die US Army LtCol. Keyes, für die US Navy Cpt. Meigs (ein Army Engineer), das Kommando erhielt Col. Brown) Truppen, Ausrüstung und Gerätschaften zuwies, quasi seine Autorität geltend machte, um das Unternehmen in Gang zu bringen. Den Planern wird auch ein Lt. Porter der US Navy zugewiesen, und auf dessen Rolle komme ich später wieder zu sprechen.

Nun zu Fort Sumter. Am 5. März traf eine Delegation der Südstaaten in Washington ein, um die Übergabe Fort Sumters zu VERHANDELN. Am selben Tag wurden Gen. Winfield Scott und Gideon Welles (Marineminister) zu Lincoln gerufen, wo er sie nach ihrer Einschätzung betreffend eines militärischen Entsatzes der Sumter-Garnison befragte. (Aus Gideon Welles posthum veröffentlichtem "The Diary of Gideon Welles") Scott wiegelte ab. Auf Geheiß Lincoln legte er dennoch die für eine erfolgreiche Operation seiner Meinung nach mindestens erforderlichen Truppen, Schiffe und Ausrüstungen vor: eine Streitmacht von 25.000 Mann; die zu organisieren einen Gesetzgebungsprozess von mehreren Monaten Dauer erfordert hätte! Er, Welles, Simon Cameron (Kriegsminister) und William Seward (Außenminister und Lincolns Intimus) schlugen eine Evakurierung vor. Zu diesem Zeitpunkt begann sich Lincoln nach anderen Männern umzusehen...
Am 9. März entsandte er Gustavus Fox, einen GESCHÄFTSMANN und ehemaligen Marineoffizier, nach Fort Sumter, um vor Ort Maj. Andersons Meinung zu einer Militärexpedition einzuholen. Obwohl Anderson keine praktischen Möglichkeiten dazu sah, beauftragte Lincoln Fox nach dessen Rückkehr mit der Ausarbeitung einer solchen Expedition und erteilte Welles den Auftrag, ihm von Seiten des Marineministeriums zur Seite zu stehen:

"The President accepted the services of Fox..., the object being the relief of the garrison and the supplies and troops for reinforcement being from the army, the expedition was a military one and not a naval one, but with naval aid and cooperation." (Welles Diary)

Es ist klar, das Welles hier nur der Unterstützer war, auf die Ausarbeitung der Operation an sich hatte er keinen Einfluss. Am 12. März legte Fox dem Präsidenten seinen Plan vor: Die Army würde unter der Autorisation Scotts 200 Soldaten bereithalten, darüber hinaus (zivile) Transportschiffe, Barkassen und Schlepper chartern sowie Nachschub und Versorgungsgüter für zwölf Monate bereitstellen. Die Navy sollte drei Kriegsschiffe, zum Rendezvous vor der Küste Charlestons detachieren. Auf einer Sandbank vor der Küste würden Soldaten und Nachschub unter dem Schutz der Navy in die Barkassen umgeladen werden, welche bei Nacht und Hochwasser Fort Sumter ansteuern sollten. Geheim. Am 13. März befragte Lincoln sein Kabinett zum letzten Mal geschlossen in der Angelegenheit (und auch später setzte er nur noch sehr selten gemeinsame Kabinettsversammlungen fest). Fünf von sieben Ministern empfahlen die Evakurierung, einer (Chase) war unter der Bedingung einverstanden, dass KEIN Krieg folgen könnte. Nur Montgomery Blair (Postminister) war für das Unternehmen. (Aus den Nachkriegserinnerungen Welles und Sewards)
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oben: Die Lage Fort Sumters in der Hafeneinfahrt von Charleston und die konföderierten Batteriestellungen.
von links nach rechts: David Porter (mittlerweile Rear Admiral), Gustavus Fox (Chefplaner der Sumter Expedition), Gideon Welles (US Marineminister), USS Powhattan
An dieser Stelle schiebe ich wieder meine Meinung ein: das Entsenden einer militärischen Einheit unter dem Schutz von Waffen nach Fort Sumter WIDERSPRACH eindeutig dem Waffenstillstandsabkommen. Wäre dieses Unternehmen so in die Tat umgesetzt worden, wäre der NORDEN der Aggressor gewesen. Nichts wäre für Lincoln gewonnen worden. Wie aber der Präsident nun SELBER dafür sorgte, dass das Unternehmen scheiterte, und das die Konföderierten von SICH AUS die Garnison angriffen, will ich im folgenden erläutern.

Fox und Welles hatten für den maritimen Teil der Operation Cmd Ward und Cdr Stringham im Auge, beides hohe Marineoffiziere. Beide erklärten allerdings nach einigen Briefings bei Winfield Scott ihre Zweifel am Erfolg der Mission. Zu diesem Zeitpunkt beauftragte Lincoln erneut Gustavus Fox, der gerade von einem zweitem Besuch in Fort Sumter zurück gekehrt war (etwa um den 24. März herum). Inzwischen wurden an die Kapitäne der beteiligten Schiffe sowie die Stützpunktkommandanten (USS Pawnee und USS Pocahontas in Norfolk, USS Harriet Lane in Washington) Befehle erteilt, ihre Schiffe so schnell wie möglich auslaufbereit zu machen und für ein Unternehmen nicht später als dem 6. April bereitzuhalten. Nun erst kommt die USS Powhatan ins Spiel. Am 13. März erreichte das Schiff New York. Sie war in sehr schlechtem Zustand und bereitete sich auf eine Werftüberholung vor. Die Matrosen bekamen Landurlaub, das Schiff wurde entladen und entwaffnet. Welles, der wieder im Auftrag Lincolns mit Fox zusammen arbeitete, erließ zwischen dem 29. März und 1. April den Befehl, die Powhatan schnellstmöglich einsatzbereit zu machen. (Foote wurde erst später durch Welles informiert) Mehr noch, nach Fox Planungen sollte sie nun das Flaggschiff der Operation werden und Cpt. Mercer die Führung übernehmen. Entsprechende Anweisungen ergingen über die üblichen Kanäle an Mercer und die anderen Kapitäne, aber auch an den New Yorker Stützpunktkommandant Andrew Foote. Hier nun der Befehl an Mercer:

"The US Navy steamers Powhatan, Pawnee, Pocahontas and Harriet Lane will compose a naval force under your command, to be sent to the vincinity of Charleston Harbor, for the purpose of (...) carrying out the objects of an expedition of which the War Department has charge [Fox]. The primary object (...) is to provision Fort Sumter (...). You will protect the transports or boats, OPEN the way for their ingress, and remove all obstructions to the entry (...)"

Des weiteren führt der Befehl aus, dass sich die anderen Schiffe der Powhatan zehn Meilen vor Charleston Lighthouse anschließen sollen. Die Befehle an die anderen Kapitäne lauteten ähnlich, nur mit dem Unterschied, dass sie auf die Powhatan zu warten hätten, welche dann das Unternehmen anführen würde. Es ist zweifelhaft, dass Lincoln nichts von diesen Befehlen wusste, geschah doch die ganze Unternehmung allein auf sein Geheiß hin. Eins ist aber auch klar: trifft die Powhatan nicht am Treffpunkt ein, geschieht gar nichts! Nun kommt Lt. Porter ins Spiel - wir erinnern uns, er war zunächst für die Pickens-Operation tätig. Aus seinen 1885 veröffentlichten Erinnerungen wissen wir, er bereits auf dem Weg nach Kalifornien war, als ihn Seward am 1. April ins Weiße Haus rief. Dort befragte ihn Präsident Lincoln im Beisein Sewards zum Stande der Pickens-Operation. Des weiteren befragte ihn der Präsident über die Powhatan (Porter kam gerade aus New York), ob sie rechtzeitig einsatzbereit sein werde. Zu diesem Zeitpunkt hatte Präsident Lincoln bereits einen eigenen Befehl an Andrew Foote, Stützpunktkommandant in New York, telegraphiert: die Powhatan schnellstmöglich einsatzbereit zu machen und für eine Fahrt unter Geheimorder am 6. April klar zu halten. Porter merkt an, dass die Sicherheitsvorkehrungen lax sind und die Befehle an Mercer nicht lange geheim bleiben würden. Er bietet an, die Befehle persönlich zurück nach New York zu nehmen. Nach dem Treffen sendet Lincoln einen weiteren Befehl über die offenen Kanäle an Foote: Lt. Porter würde in New York das Kommando über die Powhatan übernehmen, Cpt. Mercer ablösen und einen geheimen Auftrag unter seinem (Lincolns) Oberbefehl ausführen. Von all dem weiß Welles nicht - er glaubt, Porter wäre auf seine Veranlassung hin auf dem Weg nach Kalifornien. Er glaubt, Mercer bleibt Kapitän der Powhatan. Als er zwei Tage später selbst einen Befehl an Foote übermittelt, in dem Mercer weiterhin als Kapitän genannt wird, ist Porter bereits vor Ort und macht die Autorität des Präsidenten geltend. Foote schweigt.

In seinem Gepäck hat Porter zwei Geheimbefehle für ihn und Mercer, datiert vom 1. April, nicht zu öffnen vor dem 6. April (dem Tag des Auslaufens) und ein weiteres Bestätigungsschreiben Lincolns für Andrew Foote. Am 5. April begibt sich Porter an Bord der USS Powhatan und übernimmt befehlsgemäß das Kommando. Erstaunt ist Mercer, als ihm klar wird, dass Porters zweiter Geheimbefehl ihn der Pickens-Operation zuteilt. Er beschwert sich bei Foote, der weist ihn ab. Schließlich geht Mercer zu Meigs, der sich an Welles wendet. Zu diesem Zeitpunkt ist die Powhatan bereits ausgelaufen. Auf Welles Beschwerde bei Lincoln hin beschwichtigt ihn dieser. (Wieder aus Welles Diary)

In der Zwischenzeit haben konföderierte Spione alles nach Montgomery gemeldet: das Kriegsschiffe ausgerüstet werden, dass Truppen an Bord gehen, dass sie sich auslaufbereit machen, dass sie eins nach dem anderen auslaufen und dass das Ziel Fort Sumter ist. Wie "geheim" all dies ablief, zeigt sich aus der Botschaft der konföderierten Unterhändler in Washington an Gen. Beauregard in Charleston am 10. April:

" The Tribune [Washington Tribune] of today declares the main object of the expedition [von der sie bereits Kenntnis hatten] to be the relief of Sumter, and that a force will be landed which will overcome ALL opposition."

Am selben Tag erteilt der Kriegsminister der Konföderation Walker im Auftrag von Jefferson Davis Gen. Beauregard volle Handlungsvollmacht zur Inbesitznahme von Fort Sumter - wissend, dass er Fort Pickens verliert, aber Fort Sumter gewinnen wird.

Lasst mich mal zusammen fassen: Lincoln entsendet entgegen dem Waffenstillstandsabkommen und während Verhandlungen laufen einen militärischen Verband mit eindeutig offensiven Befehlen, aber dann sabotiert er den Erfolg der einzigen Mission, welche die Südstaatler effektiv verhindern können. Das Resultat: der Süden wird wahrscheinlich Fort Sumter angreifen, während seine Entsatzstreitmacht ohne Führung und Operationsbefehle vor der Küste Charleston herum dümpelt. Die Südstaaten sind die Aggressoren. Die Nordstaaten sind die Opfer. Er bekommt seinen Krieg, die Unterstützung der Bevölkerung, um die "Mittel" seiner Inaugurationsrede zu erhalten und vielleicht sogar den oberen Süden. Im letzten Punkt sollte sich Lincoln zwar täuschen, aber alle anderen Ziele hatte er erreicht. Später (am 11. Mai 1861) übernahm er in Teilen die Verantwortung für die fehlgeschlagene Operation. Aber war das nicht von Anfang an sein Plan?
Nun, geachtete Historiker wie James McPherson geben Seward [seinen Indiskretionen] die Schuld an dem Debakel, ohne dabei anzuerkennen, dass Lincoln die Geheimbefehle an Porter und Mercer erteilt hat. Es war Lincoln, der die Operation durchführen wollte, als noch alle anderen dagegen waren. Es war Lincoln, der an den Befehlshabern seiner Streitkräfte vorbei dubiose Männer beauftragt hat, und die haben ihm zugearbeitet. Ihrem Elan ist es zu verdanken, dass zu einem späteren Zeitpunkt, als man ohnehin nichts mehr hätte unternehmen können, immerhin vier von sechs befragten Kabinettsmitgliedern einem Entsatz Fort Sumters zustimmten. Aber es gab keine zweite Kabinettsversammlung - Lincoln bearbeitete die Mitglieder seiner Regierung getrennt voneinander und holte sich ihre Zustimmung schriftlich, ohne sie in die Einzelheiten einzuweihen. Und das ausgerechnet Seward, der während des gesamten Krieges der EINZIGE Minister Lincolns war, der ständig Zugang zu ihm hatte und über alle Gedanken Lincolns informiert war, in dieser Angelegenheit gegen seinen Commander-in-Chief intrigieren würde, halte ich für ausgemachte Phantasie. Zumal Sewards Eingreifen, so wie es McPherson beschreibt, Lincoln eher in die Hände spielte. Aber auf Lincoln darf kein Schatten fallen, und das hat die moderne Geschichtswissenschaft erfolgreich erzielt.

Ich wäre hocherfreut, Meinungen und Gegenpositionen von Euch, werten Lesern, zu erhalten.

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Beitrag von Aktivist »

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Washington, 15. April 1861 - Die Würfel sind gefallen
Und weiter im Spiel. Armistead griff Fort Sumter an. Ab nun herrscht hier Krieg! Die Events fielen - zwiespältig aus, vereinfacht gesagt. Ich werde das gleich mal erläutern:
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Wie man sieht, hat auch der Armistead im letzten Zug 150.000 Dollar ausgegeben, um ein generelles Baumwollembargo zu verhängen. Sowohl seine Maßnahme, als auch meine Blockade wirkten sich negativ auf das Image der Südstaaten bei den europäischen Großmächten aus. Ihr jubelt? Das ist zu kurzfristig gedacht. Es stimmt zwar, dass Armistead die Mittel zum Aufbau einer ganzen Division inklusive Artillerie für nichts und wieder nichts verpulvert hat, aber wäre ich an seiner Stelle, würde ich die Exportembargos von nun an links liegen lassen. Das bedeutet für mich: jedes halbe Jahr wird Armistead eine Division zusätzlich aufstellen können (für alle Wirtschaftler: komparative Kosten). Für den Süden ist das eine nicht zu unterschätzende Verstärkung. Natürlich kann man auch gleich von Beginn an auf die Embargos verzichten (wie ich es mache, wenn ich den Süden spiele), aber viele Strategen nutzen sie aus Geschmacksgründen, wegen der mickrigen paar Punkte Moral oder weil sie tatsächlich einen Kriegseintritt Europas fördern wollen. Zum letzten Grund sei gesagt: das ist in einem Pbem mit gleichwertigen Spielern so gut wie unmöglich. Punkt.
Auf der anderen Seite triggerte für mich Lincoln's Inauguration Speech zum frühest möglichen Zeitpunkt. Das bedeutet mehr NM für mich und damit in den nächsten Zügen ein kleines Plus an Wirtschaftskraft. Außerdem rief Präsident Lincoln die Staaten dazu auf, Kriegsfreiwillige anzuwerben und stellte mit Hilfe der Gesetzgebung des Kongresses Bundesmittel dafür zur Verfügung. Das bedeutet zusätzliche 75 verfügbare Wehrpflichtige im Conscripts-Pool und 50 War Supply Units. Geschenkt.
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links: wie hier in Philadelphia haben sich überall im Land Freiwillige zum Kriegseinsatz gegen die abtrünnigen Südstaaten gemeldet. rechts: was Erfahrung alles ausmachen kann am Beispiel des 2nd US Cavalry Rgt
Eine weitere Folge war das Auftauchen von Freiwilligenbrigaden im Land: im ganzen sind es 13 im ersten Rutsch. Weitere werden durch Folgeevents erscheinen. Der Kampfwert dieser unerfahrenen Soldaten ist zwar gering, sie spielen jedoch eine wichtige Rolle: den größten Teil dieser Brigaden werde ich nach Maryland beordern, wo sie die übrigen Truppen verstärken werden. Einige werden im Westen den Grundstock meiner geplanten Divisionen bilden. Der Rest wird wichtige Verkehrsknotenpunkte und Depots sichern, bis Garnisonstruppen vor Ort eintreffen. Warum? Ein Wort: Kavallerie! Der Süden bekommt in den ersten Monaten des Spiels eine Menge Kavallerie durch Events - je nach Aggressivität des Nordstaatenspielers können es 14 bis 18 Regimenter werden. Viele davon sind einzeln organisiert. Einige aber, wie etwa die 1st Virginia Cavalry, die Laurel Brigade oder die Texas Ranger Brigade bestehen aus mehreren Regimentern bei gleichzeitig drastisch verminderten Kommandokosten. Zu alledem sind diese Einheiten von Beginn an Elitetruppen (was man an ihrem Erfahrungswert erkennt). Erfahrung ist eine oft unterschätzte Spielgröße: für jedes ungerade Level an Erfahrungspunkten bekommt ein Element einen Punkt zusätzlich in Initiative, Disziplin, Patrouillieren und Ausweichen. Für jedes gerade Level steigen Offensivfeuer, Defensivfeuer, Nahkampf und Unterdrückung um einen Punkt. Außerdem gibt es jedes Mal 10 Punkte Cohesion (also Zusammenhalt). Ihr seht also, Armistead hat von Beginn an einen deutlichen Kavallerievorteil und ich rechne fest mit weiträumigen Störattacken seiner klug organisierten Einheiten. Diesen Raidern mit Unionskavallerie gegenüber zu treten ist ein hoffnungsloses Unterfangen. Meine Regimenter sind, selbst wenn ich eine äquivalente Anzahl aufstellen würde, der Südstaatenkavallerie in diesem frühen Spielstadium nicht gewachsen. Das ändert sich erst ab 1863, dann aber deutlich zu meinen Gunsten.
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großes Bild: die Verkündung der Aufstellung einer Freiwilligenarmee hat zu Unruhen in Baltimore geführt. Wie man dem Farbschema entnehmen kann, ist die Loyalität hier mehrheitlich auf der des Südens.
inks unten: eine Reihe neuer Generäle hat sich in Washington zu Dienst gemeldet
Die weiteren Standardevents - der Pratt-Street-Riot: er zerstört nicht nur die Eisenbahngleise, sondern senkt auch die Loyalität und Nachschubproduktion der Provinz, weiterhin werden War Supplies abgezogen. Naja, und die vielen Offiziere in Washington werden in den kommenden Monaten bitter nötig sein. Drei machen sich bereits jetzt auf den Weg nach St. Louis. Der Rest bleibt noch zurück. Warum, erkläre ich im nächsten Zug.
Das war's dann auch schon mit den wichtigen Events. Wer General Schurz und sein Kavallerie-Regiment vermisst, hat Recht. Ich vermisse ihn auch. Dies kann unter Umständen dazu führen, dass ich nicht in der Lage sein werde, Harpers Ferry in West Virginia zu halten, selbst wenn ich es im nächsten Zug zurück erobern sollte, denn meinen Truppen werden 15 Tage fehlen, sich einzugraben. Der Verlust von Harpers Ferry und die dauerhafte Stationierung einer starken Rebelleneinheit dort wäre für mich schon ein Grund, meine Strategiepläne zu überdenken. Aber all dies liegt in der Zukunft... Zum Schluss noch ein kurzer Blick auf meine Eckdaten... ja, sieht soweit ganz gesund aus.
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Beitrag von Aktivist »

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Washington, 1. Mai 1861 - Zeit für's Pläne schmieden
Da ich im Laufe des Jahres bereits für die kommende Feldzugsaison günstige Ausgangsstellungen sichern möchte, beginnen ab jetzt die wichtigen Züge. Denn ab jetzt kann "eingekauft" werden. In Gedanken sollte man daher bereits jetzt analysieren, wo man seine Truppen am wahrscheinlichsten benötigen und mit Erfolg einsetzen kann - und auch dort mit der Produktion beginnen. Doch bevor ich zu meinen Planungen komme, schauen wir uns erst einmal die Ergebnisse der letzten zwei Wochen an:
Mein kleines Kampfgeschwader aus Norfolk kreuzt mittlerweile vor den Hampton Roads, um eventuell durchgehenden Schiffsverkehr abzufangen. Zwei weitere Kampfschiffe aus dem Golf von Mexiko machen sich ebenfalls dahin auf den Weg. Ein Paar Kanonenboote ist bei Cairo IL frei geschaltet worden und macht sich auf den Weg, den Zusammenfluss von Tennessee und Cumberland River zu überwachen. Doch die interessantesten Ereignisse betrafen den Osten der Vereinigten Staaten:
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Bewegungen im Osten der Vereinigten Staaten
Bei Alexandria VA sammelt sich die "North Virginia Army" (ich bitte den Fehler im Screenshot zu entschuldigen) unter dem Kommando von BGen McDowell. Insgesamt sind dort etwas über 9.000 Freiwillige eingetroffen, die nun von ihren Offizieren ausgebildet werden. Der Kampfwert der Truppe ist gleich null, dennoch arbeite ich mit Hochdruck daran, sie einsatzbereit zu machen. In Baltimore hat sich Gen Banks zum Dienst gemeldet. Da er über keine guten Anführerwerte verfügt, wird er kein Feldkommando erhalten. Er ist aber exzellent im Anwerben neuer Rekruten (siehe eingekreistes Symbol), weshalb er sofort per Bahn nach New York fahren wird. Das sollte mir pro Runde 7-8 zusätzliche Kompanien verschaffen. Hierzu sei gesagt, dass Recruiting Officers in Städten der Mindestgröße 5 eingesetzt werden müssen. Wie viele Rekruten sie zusätzlich anwerben, hängt von der Moral und der Loyalität der Stadt ab. Außerdem gibt es eine gewisse Zufallsschwankung. Soweit ich weiß, spielt der in der Stadt vorhandene Truppenpool keine Rolle. Ein Regiment Marines wird nun nach Baltimore ziehen, um die Gleise zu reparieren. Sämtliche übrigen Offiziere aus der Kommandoreserve bewegen sich nach Cumberland MD, weil dort im nächsten Zug Arbeit auf sie wartet. Weil erfahrungsgemäß nicht alle aktiv sind und ich kein Risiko eingehen will, schicke ich den ganzen Trupp. Außerdem gibt es anderswo noch keine Verwendung für sie. Die aus zwei hochmotivierten Regimentern bestehende Washington Bde wird gemeinsam mit dem nun in New York erschienenen BGen Schurz und seiner Kavallerie nach Harpers Ferry WV ziehen. Harpers Ferry? Da war doch was:
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Die Ortsgarnison hat dem Sturmangriff der Virginia-Miliz stand gehalten. Warum, erklären euch die roten Kreise. Die Truppen hatten sich bereits um satte zwei Stufen eingegraben, auf der anderen Seite machte das Regenwetter den Angreifern das Leben schwer. Ja, Regen wirkt auch IN Städten. Weshalb Harpers Ferry von so zentraler Bedeutung für mich ist, erläutert der nächste Screeny:
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Bedeutung der Provinz Harpers Ferry für die operativen Optionen des Gegners
Es geht mir dabei weniger um den Besitz der Stadt, als vielmehr um die Wegnahme einer wichtigen Stellung für den Gegner. Nicht nur lässt sich Harpers Ferry hervorragend gegen mögliche Angriffe aus dem Norden und Osten verteidigen, sondern es bietet auch günstige Gelegenheiten für Ausfälle ins Hinterland meiner Front. Je nachdem, wie stark die Invasoren sind, können sie eine ernsthafte Bedrohung für die Städte Marylands und Südpennsylvanias werden. Effektiv würde es mich zwingen, zusätzliche Truppen an der Potomac-Front bereit zu halten. Stattdessen erwäge ich nun folgende Aufstellungen:
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Maßstabskarte Ostküste: Aufmarschräume der US Streitkräfte
Fort Monroe im Südosten wird vorerst geräumt werden, trotz seiner günstigen Lage. Die großen Sterne markieren meine Hauptkonzentrationen an Truppen - im Laufe des Jahres will ich dort überall etwa drei Divisionen aufstellen. Die fünfzackigen Sterne bilden unabhängige Divisionen ab, die kleinen Sterne stellen verstärkte Garnisonstruppen dar. Wenn die Gelegenheit besteht, werden weitere Truppen im Rücken der Front mit dem Ausheben von Auffangstellungen beginnen. Philadelphia wird mein Hauptmarinestützpunkt. Im Gegensatz zu Baltimore liegt es für den Gegner im Kriegsnebel und anders als New York oder Boston ist nicht allzu weit von der Potomac-Front entfernt. Die Streitmacht, die sich bei Philadelphia konstituieren wird, ist für eine maritime Invasion vorgesehen. In zwei Monaten könnte sie in See stechen und eineinhalb Monate später wären die Truppen an Land. Ein Wettlauf gegen die Zeit, weil die Einheiten dort auch noch einen Kampfauftrag bekommen sollen. Meine Operationsziele könnte ich bis Wintereinbruch (nach weiteren Verstärkungen) endgültig gesichert haben, aber das liegt noch in ferner Zukunft. Insgesamt möchte ich bis Ende Herbst ca. 80.000 Mann am Potomac mobilisiert haben, davon sind ca. 20.000 für die eventuelle Invasion vorgesehen. Klar ist auch, Armistead kann in der Zeit ebenfalls 75.000 Mann in Virginia auffahren. Warum ich mich dennoch nicht hinter den Potomac stellen will? Gebe ich diese Stellungen auf, ist mein Drohpotential in Virginia für eine lange Zeit erschöpft. Diese Brückenköpfe sind von allerhöchster Bedeutung und ich werde sie zu verteidigen wissen.
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Maßstabskarte Westen: Aufmarschräume der US Streitkräfte, außerdem kalkuliertes Finanzbudget
Entschuldigt das gequetschte Bild, werte Leser. Im Westen wird der Grundplan etwa so aussehen. Nach Kentucky werde ich, so mir die Vorsehung oder mein Gegner nicht zuvorkommt, in Bälde einmarschieren. Insgesamt hoffe ich hier ca. 60.000 Mann aufstellen zu können, mit weiteren Garnisonstruppen für wichtige Knotenpunkte. In Missouri werde ich sehen, ob und wie weit man vorstoßen kann. Das hängt sehr von Armisteads Aufmarsch in dem Gebiet ab. Die Flussmarine wird zunächst die Einmündungen der großen Flüsse decken, mit zusätzlichen Aufstellungen außerdem die Ufer Illinois und Indianas gegen Raider schützen. Um all das umsetzen zu können habe ich momentan noch keine Finanz- oder Draftoptionen gezogen. Wehrpflichtige habe ich noch genug und der verfügbare Geldbetrag, den ich erhalten könnte wird in den folgenden Wochen noch ansteigen. Ich bin mir sicher, dass Armistead sofort in die Vollen greift, aber das Risikospiel MUSS ich eingehen. Sonst verhungere ich auf halber Strecke wegen fehlenden Geldes. Dennoch habe ich einiges in Neuaufstellungen investiert. Angefordert wurden:

- 1 Sanitätszug (für die Invasionstruppen)
- 3 große Pennsylvania-Brigaden (4 Elemente)
- 1 Wisconsin-Brigade (mit Artillerie)
- 2 Missouri-Milizen
- 2 Missouri-Kanonenboote
- 4 normale Feldgeschütze mit Zug
- 2 6-Pfünder-Feldgeschütze
- 12 12-Pfünder-Napoleons

Diese Einheiten (mal von den Milizen abgesehen und Schiffen) haben die längste Produktionszeit. Die meisten Batterien werden in der Nähe des Ostens bzw. Missouris ausgebildet.

Ein kleiner Nachtrag: meine grobe Kalkulation ergibt, dass ich in diesem Jahr noch zweimal Freiwillige anwerben muss, wobei ich für jede Kompanie ein Handgeld von 2.000 Dollar zahle. Dass sind über den Daumen gepeilt 750 Kompanien zu 1.5 Mio. Dollar. Dennoch werden mir spätestens ab Ende Oktober/Anfang November die Rekruten ausgehen. Und ich werde nicht viel in Reserven bereithalten können. Und ich werde jeden Penny zweimal umdrehen müssen - also keine Stabseinheiten außer einem weiteren Armeehauptquartier, keine Großbrigaden, keine Rifled Guns mehr, keine Steamer und relativ wenig Marine. Das Augenmerk wird sich daher auf Milizen und Glattrohrgeschütze richten, sowie im Schnitt eine regulären Brigade monatlich bis Jahresende. Dann wird wieder gespart, um bei den nächsten Drafts noch einmal zuzuschlagen. Geld werde ich mir über exzessive Besteuerung verschaffen, auch wenn das Moral kostet. Glaubt mir aber, Inflation ist schlimmer... viel, viel schlimmer. Hochverzinste Kriegsanleihen werde ich daher nur auflegen, wenn mir Armistead über den Kopf zu wachsen droht.

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Beitrag von Aktivist »

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Washington, 15. Mai 1861 - We're coming, Father Abraham, 300.000 more
Herzlich willkommen, Crawlbots und Leserschaft! In diesem Zug gibt es sowohl Positives als auch (potentiell) Negatives zu berichten. Zunächst einmal wurden all meine Befehle an meine Einheiten sowie die Forderungen an die Bundesstaaten, neue Einheiten auszuheben, zu 100 Prozent erfüllt. Außerdem sah Armistead davon ab, ein weiteres Mal Harpers Ferry zu attackieren. Meine kleine Observation Fleet in den Hampton Roads ist mittlerweile um ein Kriegsschiff erweitert und umfasst nun zwei Dampffregatten und eine Brigg. RAdm Palmer, den ich im letzten Zug mit einer weiteren Brigg unter seinem Kommando nach Philadelphia PA kommandiert habe, ist auf dem Weg und wird in drei Tagen dort eintreffen. Damit verbleiben zwei Fregatten in der Shipping Box, die demnächst um eine weitere Fregatte aus dem Golf verstärkt werden, um feindliche Handelsstörer aufzuklären und zu jagen. Außerdem meldeten mir unionstreue Bürger aus Richmond, dass Präsident Davis offenbar fiskalische Maßnahmen ergriffen hat, um in großem Stile Freiwillige für seine Armeen anzuwerben.
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Konkret bedeutet dies, dass die Konföderation, die bereits durch die frühe Antrittsrede Lincolns an Moral verloren hat (-3 NM) nun noch einmal Moral UND Siegpunkte opfert. Außerdem steigt die Inflation in den Südstaaten dadurch auf drei Prozent, d.h. jede Geldausgabe des Südens kostet von nun an drei Prozent mehr. Das ist auf lange Sicht ein erheblicher Geldbetrag, zumal zur jetzigen Zeit nur begrenzte finanzielle Mittel zur Verfügung stehen. Später, wenn die Einnahmequellen des Südens zunehmen - und damit auch seine Militärausgaben - wird er teuer dafür bezahlen müssen. Andererseits zeigt mir Armistead mit dieser Maßnahme, dass er von vornherein alles einsetzen will, was er hat, ungeachtet der langfristigen Kosten. Das wird, so glaube ich nun fest, auch auf seine militärische Strategie übertragbar sein. Ich bin überzeugt, mein Gegner will noch 1861 eigene Offensive starten, wenn sich die Gelegenheit dazu auch nur andeutet. Ansonsten macht so eine Fiskalpolitik einfach keinen Sinn. Ganz ehrlich - dass ist eine hervorragende Nachricht, auch wenn es sich im ersten Moment vielleicht nicht danach anhört.

In Maryland wurde nördlich der später vielleicht einmal strategisch wichtigen Baltimore-Ohio-Railroad das unabhängige Armeekommando von Gen Patterson freigeschaltet. Alle seine Truppen besitzen nur 50% Stärke und keinerlei Zusammenhalt. Des weiteren ist Patterson der mit Abstand schlechteste Offizier des gesamten Spiels. Miserable Anführerwerte haben viele Generäle der Union, er hat darüber hinaus aber auch noch die Eigenschaft, im Falle von Inaktivität diverse Mali an die ihm unterstellten Truppen weiterzureichen. Deshalb habe ich so viele Offiziere in die Region verlegen lassen: sie werden nun seine Truppen übernehmen und schnellstmöglich nach Harpers Ferry bzw. an andere Orte führen. Zwei Brigadegeneräle schicke ich gleich weiter nach Westen.
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Pattersons Kommando wird aufgeteilt. Vier von fünf Brigaden werden noch in diesem Zug Harpers Ferry erreichen, die letzte kommt einige Tage später an. Außerdem gibt es weitere Verstärkung aus Baltimore. Dadurch ist Schurz' Kavallerieregiment frei, um zwei Häfen in Besitz zu nehmen, was wiederum den Gesamtblockadewert erhört.
Patterson wird nach Fort Monroe geschickt, denn dort wird über kurz oder lang jeder Hopfen und Malz verloren sein. Alle anderen Bewegungen werden in dem Screenshot erläutert. In Baltimore machen sich die Marines an die Reparatur der Gleisanlagen. In Alexandria kommen McDowells Brigaden allmählich auf ihre volle Kampfkraft. Zwei Züge hat McDowell noch Zeit, dann muss er einsatzbereit sein!

In Saint Louis MO sind mittlerweile Unruhen ausgebrochen, d.h. BGen Lyon ist dort erschienen. Er bringt auch ein paar Truppen mit und wird in einem Zug einsatzbereit sein. Lyon ist zu diesem frühen Zeitpunkt der mit Abstand beste Feldkommandeur meiner Armee. Seine Aufgabe soll es später sein, mit starken Kräften nach Südmissouri vorzustoßen und einen Brückenkopf in Arkansas zu erobern. Im allergünstigsten Fall - wobei Lo Armistead dabei auch ein Wörtchen mitreden wird - könnte er in Little Rock, der Hauptstadt Arkansas, überwintern.
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Lyon verfügt in St Louis über ein CavRegt, ein US InfRgt, eine Batterie und zwei VolBde. Bald werden ihn weitere Truppen erreichen. Außerdem sind drei weitere Generäle im nächsten Zug vor Ort.
Lyon verfügt über besondere Eigenschaften: zum einen ist sein Command Rating, seine Führereigenschaften, ziemlich gut. Er wird sehr häufig aktiv sein, und seine Offensiv- und Defensivwerte sind brauchbar. Zum anderen verteilt er an alle unterstellten Einheiten erhöhte Moral und Zusammenhalt. In feindlichen Provinzen wird er das Kriegsrecht anwenden, was mittelfristig die Loyalität auf einen Mindestwert steigert (so er nicht bereits überschritten ist, dann würde die Loyalität sinken). Leider ist er sehr angriffslustig, d.h. er wird sich keinesfalls in den ersten zwei Runden eines Gefechts zurück ziehen, selbst wenn er deutlich unterlegen ist. Daher ist es wichtig, ihm ausreichend Truppen zu unterstellen.

Damit kommen wir nun zu den schlechten Überraschungen. In Dallas TX fand das seltene (20%) Sam-Houston-Event statt. Sam Houston war bis zur Sezession seines Staates Gouverneur von Texas und darüber hinaus unionstreu. Dieses ahistorische Ereignis bildet ab, was passiert wäre, wenn es Houston kraft seines Einflusses gelungen wäre, reguläre US Army Truppen nach Mitteltexas zu rufen, um diesen Teil des Staats vor den Rebellen zu schützen. In Texas gab es viele deutsche Einwanderer, aber auch Übersiedler aus anderen Bundesstaaten, die wirtschaftlich nicht mit den Großbauern und ihren Sklavenplantagen konkurrieren konnten. Daher siedelten sie sich in landwirtschaftlich ungeeigneten Gegenden an, wie z.B. Mitteltexas. Aufgrund ihrer Nöte waren diese Bürger mehrheitlich Sklavereigegner und loyal zur Union. Immerhin stehen nun zwei Eliteregimenter US Cavalry in Dallas, ein willkommenes Geschenk. Doch ist es unwahrscheinlich, dass sie - so weit von den Unionslinien entfernt - ihre Stellung halten können. Daher ziehe ich sie ins Indianergebiet ab.
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Gemeinsam mit der Kavallerie in Fort Gibson und Tucson verfüge ich nun in dem Gebiet über vier sehr brauchbare Regimenter. Leider werden letztere Einheiten erst einen Zug später aktiv, deshalb verlasse ich Dallas lieber, als diese "Schätze" zu riskieren.
Warum ist das schlecht? Nun ja, Dallas ist nunmehr ein strategisches Ziel, welches der Süden nicht nur einnehmen, sondern auch halten will. Es ist anzunehmen, dass Armistead entweder texanische Brigaden aushebt, oder Verstärkungen in eine Gegend entsendet, in der ich ihn nicht vorzeitig provozieren wollte. Denn wenn er merkt, dass sich auf meiner Seite nichts tut, könnte er auf den Gedanken verfallen, Tucson und eventuell sogar San Franscisco anzugreifen (letzteres ist wegen des langen Marsches durch die Wüste problematisch). Auf der anderen Seite werde ich Dallas verlieren, komme was wolle - und damit auch Moral und Siegpunkte. Das wiederum wirkt sich negativ auf meine fiskalischen Möglichkeiten aus - aber noch nicht in diesem Planungszug. Da ich mit hoher Wahrscheinlichkeit im nächsten Zug Abzüge erleide, muss ich früher als erwartet meine Kriegsmaschine anwerfen. Doch durch die zur Zeit hohe Moral wären etwa 20 Kompanien mehr verfügbar, als normalerweise. Das bedeutet 45.000 Dollar zusätzlich, plus der komparativen Kosten! Das zu diesem Zeitpunkt durch Steuererhöhungen gewonnene Geld reicht nun nicht mehr aus - womit ich gezwungen bin, auch Kriegsanleihen auszugeben. Und jetzt das diabolische: durch den Moralabzug werden trotzdem weniger Freiwillige angeworben - ergo weniger Geld verbraucht (dass ich in diesem Zug aber trotzdem nicht ausgeben kann) und durch den Siegpunktverlust auch weniger Anleihen verkauft werden. Im ganzen ein Minusgeschäft von geschätzt 50.000 Dollar - oder vier Artilleriebatterien! Aber es hilft halt nichts, daher tätige ich schweren Herzen die notwendigen Schritte.
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oben rechts: Eine Kriegsanleihe des Staats New York über 10.000 Dollar während des Bürgerkriegs
Statt also wie erwartet in diesem Zug eine Brigade, vier Milizbataillone und etwas Artillerie zu produzieren, schaffe ich neben der Brigade nur zwei Milizen - alles in Missouri. Ein kleiner Rest bleibt für den Reservepool übrig. Den Überschuss von 33.000 Dollar halte ich sicherheitshalber zurück, da ich ja Moral und VPs einbüße, und die Inflation um einen Punkt ansteigt. Zusammen mit den aus der Shipping Box erwarteten mindestens 50.000 Dollar werden dann trotzdem noch alle Ausgaben getreu meinen Anweisungen ausgeführt.

Nachtrag: Sollte ein Leser wünschen, dass ich die Spielmechanismen hinter so manchen Beschreibungen mal genauer erläutere, bitte ich um Anfragen. Nur keine Scheu zeigen!

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Beitrag von Cfant »

Also, ich lese die AARs zu diesem Spiel eher sporadisch, aber soweit ich gesehen habe, ist Armistead ein Meister seines Fachs. Eure Erläuterungen habe ich zur Hälfte nicht kapiert (hab das Spiel nicht), klingen aber wohlüberlegt :D Sollte es das Duell zweier Giganten werden? :) Ich werde als mit großer Aufmerksamkeit die Entwicklungen verfolgen. Fast möchte ich sagen: Ich sympathisiere mit Eurer Sache, was in diesen Hallen eher selten ist, da die meisten Regenten dem Süden zuzuneigen scheinen ;) Die genauen Erläuterungen und die schon beschriebenen Screenshots erlauben es, Eure Überlegungen nachzuvollziehen, bitte weiter so.

In einer Sache bin ich aber nicht Eurer Meinung: Bei diesem Fort-Sumter-Provokations-Zeugs. Kenne das im Detail nur aus Eurem Post, klingt für mich aber nach einem sehr komplizierten Plan, der völlig umsonst ist, wenn der Süden trotzdem einfach nicht losballert. Ich vermute - ohne es belegen zu können - eher, dass hier hektisch agiert wurde in einer Situation, der man sich nicht gewachsen fühlte. Die Entscheidungsträger standen unter enormen Druck und auch die großen Geister müssen in ihre Aufgaben erst hinweinwachsen. Ich denke, in solchen Phasen sind - letztlich sinnlose - verschiedene Ideen, widersprüchliche Anweisungen und wechselnde Meinungen ganz normal. Erst hinterher neigt der Mensch dazu, in allem einen Sinn zu sehen. Ist aber nur meine Meinung. :)
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Beitrag von Aktivist »

Werter Cfant, ich danke für Euren Beitrag und werde mich bemühen, Euren Erwartungen an den "Kampf der Titanen" gerecht zu werden. Auch für Eure Meinung zum POV danke ich sehr. Gestattet mir, zu diesem Zeitpunkt keine Erwiderungen hinsichtlich Eurer Position zu schreiben. Ich will Euch schließlich nicht mit Rechthaberei zu so frühem Zeitpunkt verärgern. Erst mal anfüttern :)

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Beitrag von gelöschter Benutzer »

Joh ... wir sind auch gespannt, was da kömmen möge und merken noch an, dass der AAR bewährter Aktivisten-Qualität vollinhaltlich entspricht.

Dagegen wirken die Bildchen in unseren AArs absolut stümperhaft!!! Seid Ihr Designer oder so etwas?
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Beitrag von Aktivist »

Werter Zardoz, der Name ist mir noch in guter Erinnerung. Es freut mich, dass Ihr mich wieder mit Euren Besuchen beehrt. Auch Euer AAR über das Jägerbataillon XY war wegen der völlig unprosaischen Sprache, seiner Realitätsnähe und dem engen, heimatlichen Bezug eine Wucht. Ne - ich bin kein Designer. Ich nutze das Windows Snipping Tool für die Screenies, Paint zum zurechtschneiden und Excel zum zusammenführen oder beschriften. Eine Mordsarbeit mit dem Billigwerkzeug. Ich glaube, schon am Comic-Titelbild habe ich über 2 Stunden gesessen.

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Beitrag von Aktivist »

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Washington, 1. Juni 1861 - Der Löwe schlägt als erster zu
Der Countdown im Osten steht bei eins, im Westen bereits bei null. Dennoch beginne ich zunächst einmal im Osten, nachdem ich noch das Fiskalresultat des letzten Zuges vorstelle. Vorweg: alle Befehle, alle Maßnahmen und alle Neuaushebungen werden zunächst nur unter Vorbehalt geplant. Ob sie dann auch so eintreffen oder ob etwas dazwischen kommt, entscheidet sich, während die Züge beider Seiten berechnet werden. Meine geplanten Finanzeinnahmen im letzten Zug sind sicherlich noch in Erinnerung. Hier nun die Wirklichkeit:
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Wie man sieht, habe ich weniger Rekruten anwerben können, ergo weniger Prämien ausgezahlt. Das liegt an dem Moralverlust, den ich erlitten habe. Außerdem fielen die geplanten Staatseinnahmen niedriger als erwartet aus. Hierfür ist sowohl der Verlust an Moral als auch an Siegpunkten verantwortlich. Hätte ich diese Maßnahmen, wie ursprünglich geplant, erst jetzt durchgeführt, wäre zumindest das Finanzielle besser ausgefallen. Denn: die Einnahmen durch Kriegsanleihen erhöhen sich aufgrund generell steigender Siegpunkte ständig (bis zu einem Cap). Die Steuereinnahmen hängen ein wenig von der Moral ab, ansonsten aber wachsen sie mit jedem Zug, der ins Land geht (ebenfalls bis zu einem Cap).

Nun zum Osten: Die Karten werden ab jetzt sehr unübersichtlich, da nun eine ganze Menge Mikromanagement nötig wird. Ich beschreibe daher nur kurz in Worten, was allgemein passiert. Beinahe alle Einheiten aus Pattersons Kommando haben sich den Verteidigern von Harpers Ferry angeschlossen, nur eine Brigade mit dem Supply Train ist noch unterwegs. Von diesem Stack habe ich auch einen inaktiven General abgekoppelt, der ist nun auf dem Weg nach Wheeling. In Manassas sammeln sich Truppen der Südstaaten aus South Carolina und Norfolk. Außerdem, man kann es auf der Karte nicht erkennen, ist etwas interessantes passiert: In Loudon County südlich des Potomac sank meine militärische Kontrolle über die Provinz auf 90%. Also ist entweder eine feindliche Einheit hindurch marschiert, oder noch vor Ort. Ich gehe vom schlimmsten aus und rechne mit einem feindlichen Cav.Rgt., welches ich durch seinen Hiding-Wert nicht sehen kann. Es ist gut möglich, dass sich diese ominöse Einheit auf den Weg nach Maryland macht, um an irgend einer Stelle die im nächsten Zug essentiellen Gleisanlagen zwischen Annapolis und Harpers Ferry zu zerstören. Daher schicke ich in zwei potentiell betroffene Provinzen je eine Vol.Bde., um das zu unterbinden. Schurz Cav.Rgt. geht direkt nach Loundon, um mal nachzusehen.
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oben mittig: Die California Bde ist aufgestellt worden. Sie zählt zu den Eliteeinheiten. Man vergleiche die Kampfwerte eines ihrer Regimenter mit denen herkömmlicher Infanterie. Die eingekreiste Spezialfähigkeit bringt 5 Punkte Cohesion für die ganze Einheit (Brigade oder Division)
In Philadelphia ist die California Bde erschienen. Sie stammt übrigens nicht aus Kalifornien, sondern überwiegend aus Philadelphia. Den Namen hat sie aus patriotischen Gründen. Gemeinsam mit einer Batterie aus New York verstärkt sie Harpers Ferry. Andere frei geschaltete Einheiten bewegen sich per Eisenbahn nach Alexandria. Außerdem gruppiere ich noch einige Offiziere um. Die Marines und ein Regiment regulärer US Infantry begibt sich schon mal nach Philadelphia (auf der Karte nicht erläutert), um dort den Grundstock für die Invasionstruppen zu stellen.

Im Westen hat der Gegner in Rolla MO eine Einheit, vermutlich Miliz. BGen Lyon wird mit allen kampfbereiten Truppen und zwei weiteren Generälen das Depot sichern, bevor es der Gegner in die Luft sprengen kann. In Jefferson City, der Hauptstadt Missouris, ist im letzten Zug eine Unionsmiliz aus St. Joseph MO eingetroffen. Ich hätte ehrlich gesagt aufgrund unserer River Transport-Zusatzregel noch nicht damit gerechnet - aber sie sind da. Herrlich! Denn dort befindet sich ein Rekrutierungszentrum. Damit bekommt Armistead nun eine Kompanie pro Zug weniger. Eine weitere Miliz und ein Cav.Rgt. sollen die Stellungen verstärken.
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MGen. Hamilton zieht mit einem Cav.Rgt. nach Washington MO, um die dortige Bahnstrecke zu sichern und militärische Präsenz zu zeigen - sprich, er wird allmählich die militärische Kontrolle über die Provinz übernehmen. Damit das schneller klappt, kommt im übernächsten Zug noch mehr Kavallerie hinzu. Derweil laufen Adm. Footes Gunboats den Mississippi hinunter nach Süden, um die Zufahrten von südlicher Seite aus in den Ohio River zu blockieren. An beiden Positionen werden demnächst je zwei Kanonenbooteinheiten und ein Flußtransporter patrouillieren.
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Im Wilden Westen ging die Absetzbewegung meiner Kavallerie ungestört von statten. Tatsächlich ist der Gegner mit überlegenen Kräften nach Dallas vorgestoßen. Ich nutze den nächsten Zug, um die Indianersiedlungen zu zerstören. Das tue ich nicht aus Rassismus oder historischer Genauigkeit, sondern um gegnerischen Raidern Rückzugsräume zu nehmen. Es hat keine weitere spielrelevante Auswirkung. Sodann werden die Truppen in Richtung MGen. Hamilton reiten, der hier im Westen eine erste größere, reine Kavallerieformation übernehmen soll. Ihre Aufgabe wird vornehmlich Aufklärung und militärische Kontrolle sein, aber auch gegnerische Raider sollen abgefangen werden, wenn sie über die offene Prärie in mein Hinterland einfallen. Ich rechne übrigens nicht mit großem Erfolg dabei... Tucson in Arizona liegt dem Gegner bei Dallas nun schutzlos gegenüber. Ich lasse Truppen von jenseits der Rockie Mountains herübereilen, aber das dauert Monate. Im Ernstfall bereite ich mich auf einen Last Stand in Kalifornien vor.
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Damit zur Flotte. Noch sind viele Geschwader geblockt, doch einige konnte ich auch in dieser Runde in Marsch setzen. So sieht der Plan für Juni aus: fünf Blockadegeschwader sind im Atlantik - und bleiben vorerst da. Eins ist schon im Golf von Mexiko und wird durch zwei weitere Blockadegeschwader, die ich aus anderen Schiffen zusammen gestellt habe, verstärkt. Im Juli bekommen diese Schiffe dann neue Befehle. Das Geschwader in den Hampton Roads wird um eine letzte Steam Frigate verstärkt, ein Transportschiff läuft Fort Monroe an, um die Truppen dort zu evakuieren, sollte es nötig werden. Zwei weitere Segelfregatten verstärken das Atlantik-Jagdgeschwader und sechs Transportschiffe (oder fünf, ich weiß nicht mehr) fahren in die Shipping Box. Warum? Transportschiffe in der Shipping Box simulieren den gesamten Küstenverkehr zwischen allen Häfen und ein wenig den Überseehandel. Sie akkumulieren also Geld und War Supply, abhängig natürlich auch von der Präsenz feindlicher Handelsstörer. Deswegen die Fregatten daneben. Aber brauche ich doch auch Schiffe, um meine Truppen zu transportieren? Ja, bald schon muss ich einige Schiffe wieder abziehen. Doch der Gegner wird das sehen, und er wird eins plus eins zusammen zählen. Nur weiß er nicht, wo ich zuschlagen werde. Ich hoffe, dass wird Armistead etwas Kopfzerbrechen bereiten. Der mickrige Rest an Schiffen fährt schon mal nach Philadelphia (unter anderem auch ein Transportschiff - für den Fall, dass ich Kalifornien verstärken muss).

Damit zum Ende des Berichts. Ich habe in diesem Zug noch ein paar wenige Einheiten in meinen Reservepool geholt, viel Geld war ja nicht mehr da. Mit dem Rest bin ich noch einmal auf Einkaufstour gegangen. Die Masse der Truppen - fast ausschließlich Milizen und Artillerie - wird im Osten bestellt. Der Westen hat noch ein bis zwei Runden Zeit.
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oben links: Ich habe nur eine Cash Reserve von 8.000 Dollar, ich rechne daher nicht damit, dass alle bestellten Einheiten tatsächlich gebaut werden.
oben rechts: Die Colt Small Arms Factory (1857) in Hartfort, Connecticut - eine der wenigen Waffenmanufakturen vor Ausbruch des Bürgerkriegs.
Ich möchte an dieser Stelle noch einmal betonen, dass ich mir bisher weder teure Spezialtruppen geleistet habe, noch unnötige Ressourcen in den Reservepool gesteckt habe. Und schon gar nicht habe ich Eisenbahn- und Flussschifffahrtskapazitäten erhöht. Das hat Zeit, viel Zeit...

Eine weitere Sache möchte ich auch noch erläutern: neuaufgestellte Einheiten müssen erst einmal produziert werden. Wo das ist, entscheidet der Gouverneur des jeweiligen Staates (also die KI). Artillerie und Kriegsschiffe können nur in Städten mit War Supply Production gebaut werden - und westlich des Mississippi auch nur dann, wenn man die Industriekapazität erhöht. Es gibt dort jedoch Ausweichstaaten, die anstelle der Weststaaten die Produktion übernehmen. Gerade die Artillerieproduktion ist an eine Reihe Bedingungen geknüpft: War Supply Production, military control, loyalty. Des weiteren richtet sich die Gesamtbaudauer auch ein bisschen nach der Moral. Zufallselemente verlängern oder verkürzen die Bauzeit in jedem Zug. Mein Sanitätszug z.B. sollte eigentlich in 50 Tagen fertig sein. Jetzt lese ich, dass er neun Tage länger braucht. Na ja, man wird sehen, ob es dabei bleibt. Falls Bedarf angemeldet wird, mache ich mal ein Spezialkapitel dazu.

Das war's. Sollte mir noch etwas einfallen, schiebe ich es morgen nach.

Gez.
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Beitrag von George Pickett »

Werter Aktivist,

in eurer Art der Berichterstattung steckt viel Mühe um dem geneigten Leser die Vorgänge verständlich zu machen. Dafür meinen Dank und meinen Respekt. Da wir auch noch in der Lernphase sind, werden wir hier fleißig mitlesen und sind sehr auf den Verlauf des Krieges gespannt, kreuzen hier doch anscheinend zwei Schwergewichte dieses Spiels die Klingen! :fecht:

Beste Grüße

George
General Lee, ich habe keine Divison mehr!

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Beitrag von Cfant »

Gibt's sowas wie Moralabzug, wenn man die Schlacht von Bull Run nicht wagt und dergleichen? In irgendeinem Civil-War-Spiel gab's sowas, weiß aber nicht mehr, ob es dieses war.
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Longstreet
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Beitrag von Longstreet »

Verehrter Aktivist, Eure Ausführungen lassen Uns das Spiel mit anderen Augen oder besser aus neuer Perspektive sehen. Wenn Ihr Euch noch etwas mehr über die Produktion - im Besonderen Dauer und Voraussetzungen - verbreiten könntet, wäre das wirklich sehr freundlich :) .
[indent]Das Glück kommt nur zu dem, der warten kann.

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Beitrag von Aktivist »

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Washington, 15. Juni 1861 - three, two, one - lift off!
Werte Kommentatoren, ich bedanke mich für Eure Anmerkungen und Eure Aufmerksamkeit. Lasst mich zunächst darauf eingehen. Zu der Manassas-Frage: Ja, ein solches Event gibt es und es startet Anfang Juli 1861, also im nächsten Zug. Danach habe ich bis Ende September Zeit, eine Armee in Manassas zu stationieren und die Stadt einzunehmen, ansonsten gibt es die besagten zehn Minuspunkte Moral. Es MUSS eine Armee sein, also ein Drei-Sterne-General mit angeschlossenem Hauptquartier! Um das zu erleichtern, wird Gen. McDowell ab übernächstem Zug IN JEDEM FALL aktiv sein, bis die Frist abläuft. Es gäbe Strategien, dieses Ziel zu erreichen. Sowohl über nackte Gewalt, als auch über Versuche, den Gegner aus Manassas zu locken - indem man beispielsweise scheinbar auf seine Hauptstadt Richmond marschiert. Da ich im Osten viele Truppen für meine Invasion verplant habe - auf die später noch zu reden sein wird - traue ich mir mit den verbliebenen Kräften keine solche Aktion zu. Aber man muss sehen, ob sich eventuell etwas ergibt. Zu Longstreets Bitte: ja, ich werde in Kürze ein extra Kapitel darüber einschieben.

Doch nun, um es mit Monty Python zu sagen, zu etwas völlig anderem: ab dem jetzigen Zug sind die Hauptarmeen beider Seiten frei geschaltet. In dem Screenshot unten kann man nicht wirklich viel erkennen, denn ich verlege nun scheinbar willkürlich Truppen von A nach B und andere auf gleichem Wege zurück. Mikromanagement eben. McDowell wird mit 12.300 Mann und 43 Geschützen nach Leesburg VA ans Südufer des Potomac ziehen, wo sich im letzten Zug tatsächlich ein Kavallerieregiment aus Georgia aufgehalten hat. Es kam aber zu keinem Gefecht. Ihm wird aus Washington ein Army Engineer beigestellt, welcher die Eingrabungsgeschwindigkeit erhöht. In Alexandria bleibt BGen. Heintzelman zurück, dessen Resttruppen - ergänzt durch ein paar stationäre Einheiten der Alexandria Garnison - durch weitere Verstärkungen auf dann 12.100 Mann mit 54 Geschützen gebracht werden. Verstärkungen ziehen auch nach Harpers Ferry, um dort MGen. Milroy auf eine Stärke von insgesamt 16.100 Mann mit 48 Geschützen gebracht werden. Seine Einheiten sind größtenteils bereits fast voll kampfbereit, die anderen Kommandos noch nicht. Alle drei Kommandos werden aber bald etwa gleich stark sein. Warum ich Alexandria am wenigsten schützen lasse? Ein großer Bluff. Es würde mich wundern, würde Armistead mich hier sofort angreifen. Harpers Ferry genießt etwas mehr Aufmerksamkeit, da der Gegner im letzten Zug viele Einheiten zu Joe Johnstons Shenandoah Command nach Strasburg VA transferiert hat. Im ganzen etwa drei Batterien, 13 Miliz-Bataillone und BGen. Magruders kleine Einheit. Das heißt, er hat alle in Virginia verfügbaren Milizeinheiten gebaut - ein wichtiges Indiz! Ich glaube, diese kampfschwachen Einheiten sollen seine Stellung halten, während seine Kampfbrigaden unter den fähigsten Kommandeuren, die er hat, frei sind für andere Aufgaben. Sollte er mich sofort in Harpers Ferry angreifen wollen, wird es eine kleine Schlacht geben, die wahrscheinlich gut für mich ausgehen wird.
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Die großen Sterne markieren die drei Hauptkommandos. Es wird noch ein paar Rochaden geben, aber dann versuche ich, sie etwa gleich stark zu halten. Es sind dort Grundtruppen für je drei Divisionen vorhanden. In Washington werden zwei große, aber zur Zeit ziemlich unvollständige Brigaden aus McDowells Armee die Verteidigung der Hauptstadt im Ernstfall übernehmen. Die kleinen Sterne markieren die Positionen, wo kleine Einheiten Auffangstellungen für den Fall eines Rückzugs vorbereiten - oder vorbereiten sollen.
Die übrigen auf der Karte sichtbaren Konzentrationen des Gegners sind noch nicht der Rede wert. Aber in genau vier Tagen wird Gen. Beauregards "Army of the Potomac" aus Richmond VA nach Manassas geeilt kommen, jede Wette. Zwei Cav.Rgt. betreiben ein bisschen Aufklärung. Soweit, so gut. Was sind die Optionen? Greift der Gegner in den kommenden Zügen mit überlegenen Kräften eine meiner Flanken an, kann Gen. McDowell sofort nachsetzen und die Lage bereinigen. Greift er mich im Zentrum an, steht den am besten organisierten Truppen gegenüber - also dem Stack, der die meisten Einheiten ohne Command Penalties führen kann. Zeigt er im Shenandoah-Tal Schwäche, überlege ich mir, auf Winchester vorzustoßen. Das ist aber extrem unwahrscheinlich. Ende nächsten Zuges treffen viele der letzten Neubauten ein, doch einen Zug später werde ich die Brigaden und Batterien abziehen, die ich für mein Spezialvorhaben benötige. Ich hoffe, dass ich hier noch mehr Einheiten ausheben kann, insbesondere auch noch ein paar Milizen für die rückwärtigen Räume. Denn alle bisher gebauten Milizen sind verplant und müssten ihre Auffangstellungen verlassen, wenn nicht rechtzeitig Ersatz eintrifft.

In Missouri gestaltet sich die Lage ebenso dynamisch. Nachdem ich ja bereits Jefferson City durch einen Gewaltmarsch erobert hatte, ist BGen. Lyon mit seinem kleinen Stack nach Rolla vorgeprescht, wo er tatsächlich eintraf, bevor die Milizeinheit der Stadt das Depot in die Luft sprengen konnte. Das dauert nämlich inklusive der Gleissprengung zehn Tage, Lyon - der Löwe - war aber schon am neunten Tag vor Ort. Nun begab sich merkwürdiges - trotz meiner Befehle griff Lyon den Gegner nicht an (kann manchmal passieren), presste die Miliz aber auch nicht aus der Provinz. Die konnte das Depot aber dennoch nicht zu Ende demontieren, weil Lyon die Stadt erobert hatte - und das, obwohl der Gegner dort noch mehr militärische Kontrolle hat! Das ist äußerst merkwürdig - ich gehe von einem Bug aus. Eigentlich hätte ich die Stadt unter diesen Umständen nicht ohne Gefecht oder Rückzug des Gegner einnehmen können - und damit die Sprengung des Depots nicht verhindert. Ich rechne damit, dass es in diesem Zug passieren wird. Um dem Vorschub zu leisten, lasse ich eine Vol.Bde. aus Lyons Kommando mit Offensiv Posture zurück.
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Meine Truppen sind überall noch sehr spärlich. Die Textboxen beschreiben sie Lage, wie sie in 2-3 Monaten aussehen KÖNNTE.
Der Gegner hat aber noch weniger Einheiten als ich: jeweils ein Btn. Miliz in Rolla und Springfield. Da auf der aufgedeckten Karte keine weiteren gefährlichen Einheiten zu sehen sind, versuche ich nun auch die Sprengung des Depots in Springfield zu verhindern. MGen. Hamilton wird drei seiner US Cav.Rgt. unterwegs einsammeln und mit wehenden Fahnen nach Springfield reiten (Dauer: sechs Tage), wo er Smith' Miliz verjagen soll, Lyons spärlicher Rest kommt dann am Tag 14 nach und nimmt die Stadt ein. Aus Texas gibt es noch nichts Neues zu berichten.

Damit komme ich zu meiner Seeinvasion. Die Tatsache, dass ich hier in Missouri kaum Einheiten des Gegners sehe und sich Gen. Price noch nicht aus Fayetteville AR fortbewegt hat, macht mich glauben, dass Armistead Missouri völlig aufgeben will, ja sich vielleicht sogar bis Fort Smith oder Little Rock in Arkansas zurück zieht. Ergo hat er hier auch nicht viele Truppen gebaut. Aus Virginia weiß ich aber, dass er alle Milizen gebaut hat. Schlussfolgerung: Entweder rüstet er Virginia wirklich stark auf (z.B. 3 übergroße VA-Bde. plus der gesamten Miliz), oder er hat die Virginia-Miliz als Ersatz für eine oder 2 dieser kampfstarken Verbände gebaut. Im ersten Fall wird mir die Potomac-Front unter dem schieren Gewicht des Gegners wegbrechen, wenn ich über 20.000 Mann abziehe. Im zweiten Fall baut er die Einheiten halt woanders - vielleicht für Kentucky, vielleicht für New Orleans und Mobile. Das hat mich auf eine eigentlich längst verworfene Idee gebracht, die aber SEHR riskant ist. Wie gesagt, ich will jetzt noch nichts versprechen, denn es ist alles noch Spekulation. Frühestens in 30 Tagen ist nun mein Invasionsverband einsatzbereit (diese dämlichen Produktionsverzögerungen), und selbst dann müsste ich noch nach Philadelphia, dort die Schiffe besteigen und dann losfahren. Solange lasse ich mir noch alle Optionen offen.
Apropos Schiffe: Sicherheitshalber schicke ich nun schon mal fünf Transporter aus dem Atlantik nach Philadelphia. Insgesamt werde ich in 30 Tagen dort ausreichende Transportkapazität für drei Divisionen, diversen Garnisonstruppen und ein paar Nachschubzügen haben. Sieben Transporter bleiben dann in der Shipping Box. Ein Blockadegeschwader verlegt aus dem Atlantik in den Golf, damit habe ich überall vier Blockadegruppen. Die feindlichen Handelsstörer habe ich in den Hampton Roads übrigens nicht stellen können. Damit wird die dortige Gruppe schon bald neuen Aufgaben zugewiesen. Adm. Palmer fährt außerdem nach Fort Monroe, um den Evakuierungsverband anzuführen. Das liegt daran, dass die Abfahrt der Schiffe immer um mehrere Tage verzögert wird. Mit einem Admiral an der Spitze ist die Verzögerung aber deutlich reduziert - und er könnte gerade rechtzeitig an der Front eintreffen.

Damit zu den übrigen Maßnahmen. Ich habe wirklich lange überlegt, was ich nun baue und wo. Das hängt mit meinen Handlungsalternativen zusammen. Ich habe mich dann für folgendes entschieden:

- Wisconsin: 1 Bde.
- Illinois: 1 Bde.
- Missouri: 1 Sharpshooter-Btn., 2 Mil. und 5 Art.
- New England: 3 Sharpshooter-Btn, 28 Mil.
- Iowa: 3 Mil.
- Indiana: 2 Mil.
- Kansas: 2 Art.
- New Jersey: 1 Art.
- Maryland: 1 Art.
- New York: 5 Art.

Vorerst bleibt der Scherpunkt im Osten und in Missouri, außerdem gebe ich auch schon Truppen für BGen. Sumner in Cairo in Auftrag. Stück für Stück. Auch meine Reserven wurden einen Hauch angehoben.
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Wie man sieht, musste ich dafür erneut Sondersteuern erheben und eine Blockade verkünden (beides war ab diesem Zug wieder möglich - 2mal pro Jahr insgesamt). Und wie man sieht habe ich meine Manpower beinahe restlos verbaut. Geld halte ich noch zurück und will in den folgenden Zügen etwas ansparen, damit ich Anfang August 1861 neue Freiwillige anwerben kann. Dafür werde ich geschätzt 750.000 Dollar brauchen.
Nun, ich bin sehr gespannt auf die Zukunft und ich hoffe, mich nicht mit einer Invasion zu vergaloppieren, während mich der Gegner in Washington wegputzt. Kann bei so ambitionierten Vorhaben geschehen...

Gez.
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Beitrag von Cfant »

Sind Milizen nur in ihrem Heimatstaat einsetzbar? Oder warum sonst verzichtet man auf den Bau in Staaten, die wahrscheinlich verloren gehen?
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Beitrag von Aktivist »

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Produktionsort, -zeit und -zeitberechnung
James 'Pete' Longstreet hat geschrieben:Verehrter Aktivist, Eure Ausführungen lassen Uns das Spiel mit anderen Augen oder besser aus neuer Perspektive sehen. Wenn Ihr Euch noch etwas mehr über die Produktion - im Besonderen Dauer und Voraussetzungen - verbreiten könntet, wäre das wirklich sehr freundlich.
Vorneweg: Lese ich die Quelldateien des Spiels, sehe ich nur Fragezeichen. Ich unternehme auch keine Testreihen, um Zusammenhänge per Reverse-Engineering zu erschließen. Ich muss ich also an die Informationen halten, die von sehr zuverlässigen Quellen - Ageod-Mitarbeitern und Beta-Testern - verbreitet werden, in den Patch Updates auftauchen bzw. mit offen gelegten und nachvollziehbaren Testreihen in Foren veröffentlich wurden.


.Punkt 1 - der Produktionsort

Als Führer einer Nation kann man nicht bestimmen, wo angeforderte Einheiten aufgestellt werden. Das entscheidet die KI im Hintergrund, während die Berechnungsphase abläuft. Jede Einheit besitzt eine eigene Datei (/GameData/Units). Werfen wir einen Blick auf zwei Beispiele:
UID = 276
NationTag = USA
Name = $Artillery 10 lb p. (MO)
Alias = uni_USA_Art3MO
ShortName = Art. 10lb parrott
Text = $uni_txt_USA_Artillery
Kind = $Land
Color = $colUSARegular
ModelType0 = $mdl_USA_Art3|1
FamilyType0 = $famMedArty|1
CmdCost = 1
Pillage = 0
ForcePool = 12
BuildRule = $recWSU
Area = $MO
AltArea = $Old_Northwest
UID = 193
NationTag = USA
Name = $Infantry Bde (MO)
Alias = uni_USA_Bde3MO
ShortName = Inf Bde
Text = $uni_txt_USA_Infantry1
Kind = $Land
Color = $colUSARegular
ModelType0 = $mdl_USA_Inf2|1
ModelType1 = $mdl_USA_Inf5|1
ModelType2 = $mdl_USA_Cav3|1
FamilyType0 = $famLeader|1
FamilyType1 = $famLine|3
FamilyType2 = $famCavalry|1
CmdCost = 3
Pillage = 0
ForcePool = 8
BuildRule = $recCity
Area = $MO
AltArea = $Old_Northwest
Das erste Beispiel ist ein 10-Pfund-Parrot-Unions-Geschütz aus Missouri, das zweite ist eine Unions-Brigade aus demselben Staat. Unter ModelType werden alle Elemente, die zu dieser Einheit gehören, benannt. Diese "Models" haben ebenfalls einen Unterordner (/GameData/Models). Außerdem gehören die Elemente auch einer "Einheitenfamilien" an (FamilyType). Ziemlich weit unten sieht man die Zeile "BuildRule" - die beschreibt ein Set von Regeln, die zutreffen müssen, um eine solche Einheit zu bauen. Unter Area und AltArea werden Gruppen von Regionen (Provinzen) zusammen gefasst, in denen diese Einheit produziert werden kann. Kommt das Primärgebiet nicht in Frage, wird sie im Alternativgebiet aufgestellt. Diese "Areas" findet man unter /GameData/Areas verzeichnet. Diese Alternativgebiete sind NUR für Einheiten aus Kansas, Missouri, Arkansas, Texas und Mississippi verzeichnet!

Im folgenden will ich die "BuildRules" erläutern:

* generell gilt: für jede Seite sind nur bestimmte Regionen zulässig; als Union kann ich z.B. keine Einheiten aus Texas aufstellen
* generell gilt: eine potentielle Stadt muss zu mindestens 50% unter eigener Kontrolle sein
* generell gilt: die Provinz muss eine Loyalität von mindestens 25% haben
* $recObj: solche Einheiten können nur in eigenen strategischen Zielstädten gebaut werden (z.B. Signalkompanien)
* $recCap: solche Einheiten können nur in eigenen Hauptstädten gebaut werden (z.B. Hauptquartiere)
* $recTown: ab Stadtgröße 1 aufwärts; je größer die Stadt, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass die Einheit dort aufgestellt wird (z.B. Miliz)
* $recCity: ab Stadtgröße 1 aufwärts; die Wahrscheinlichkeit wächst nun aber mit dem Quadrat der Stadtgröße (z.B. reguläre Brigaden)
* $recHarbor: wie $recTown oder $recCity, nur muss zusätzlich ein Hafen vorhanden sein (z.B. Briggs)
* $recHarborWSU: wie $recHarbor, nur muss der Hafen eine Mindestgröße haben, um War Supply zu generieren - ich weiß aber nicht welche, oder ob das evt. mit der War Supply Production der Stadt verschmolzen werden kann (z.B. Dampffregatten, aber auch Küstenartillerie)
für die beiden letztgenannten gilt: je größer die Menge an produzierten WSU im Hafen, desto höher die Wahrscheinlichkeit
* zusätzlich gilt: Artillerieeinheiten aus Kansas, Missouri, Arkansas und Texas, die unter $recWSU fallen, können nur dann im Primärgebiet aufgestellt werden, wenn mindestens eine erfolgreiche Indústrialisierung durchgeführt wurde, die den WSU-Ausstoß erhöht hat. Das ist manchmal buggy, d.h. manchmal klappt es trotzdem.

Also - ich kann jederzeit Artillerie in Missouri anfordern, solange ich genügend Geld, Conscipts und WSU habe. Ob sie dann jedoch auch dort hergestellt wird, entscheiden die Regeln. Wird die Regel an irgendeinem Punkt gebrochen, wird für das Alternativgebiet geprüft, ob die Regeln zutreffen. So weit alles klar? Es wird nämlich noch komplizierter:

Die neuen Einheiten werden zu Beginn der Berechnungsphase gesetzt, NACHDEM eventuell andere Events oder Maßnahmen bearbeitet wurden. Reicht durch irgend eine Kausalität mein vorhandenes Geld nicht mehr aus, werden Einheiten gestrichen. Zweitens: wer schon einmal probiert hat, in South Carolina in einem Zug sechs Batterien aufzustellen, weiß, dass das nicht geht. South Carolina produziert insgesamt nur 1 WSU. In der Regel wird man nicht mehr als zwei Batterien "genehmigt" bekommen. Also - die Menge der maximal produzierbaren Einheiten wird durch die Gesamtproduktion an WSU begrenzt, wenn es sich um $recWSU-Einheiten handelt. Drittens: stellt man in einem Zug in einer Primärregion sehr viele Einheiten auf, führt die KI mehrere Berechnungsphasen durch. Nehmen wir als Beispiel die Südstaaten und Kentucky. Der Spieler fordert nun z.B. 5 übergroße Kentucky-Bde., 10 Kentucky-Mil. und 4 Batterien an. Im ersten Schritt werden die "billigen" Einheiten berechnet (liegt wahrscheinlich an der ID der Einheit oder der Reihenfolge der im Quellcode verzeichnetes Rules). Alle Milizen werden wahrscheinlich in Columbus und Bowling Green erscheinen. Dann folgen weitere Schritte. Die Artillerie kann nur in Bowling Green gebaut werden (glaube ich), die Brigaden aber überall. Weil in Columbus, Bowling Green und Paducah aber schon eine Menge Einheiten aufgestellt wurden, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Mehrzahl dieser Brigaden im fernen Hinterland (z.B. Prestonburg) auftauchen - wo sie aus Nachschubmangel eingehen. Dieses Problem hat der CSA-Spieler häufig mit den Januar-Aufstellungen.

Punkt 2 - Produktionszeit

Ich habe noch keine Antwort aus dem Ageod-Forum. Ich stelle mir vor, dass es eine Formel gibt, die eventuell so aussehen könnte:

"(100 - BuildRate) x NM-Modifier (capped) x Zufall (sagen wir eine Zahl zwischen 0.8 und 1.2) x (weitere Faktoren)" = Anzahl der nötigen Tage"

Schwere CSA-Infanterie hat z.B. eine BuildRate von 40, Miliz steht bei 60, während Hauptquartiere bei 33 stehen. Wenige US-Einheiten haben eine niedrigere BuildRate als ihre CS-Gegenstücke, sie brauchen also mehr Zeit (z.B. Hauptquartiere). Wird eine Einheit aufgestellt, wird eine Zeitbedarf angezeigt - natürlich kann die KI nicht wissen, wie sich Zufallsfaktoren auswirken oder sich die Moral entwickelt. Folgende Beobachtung habe ich auch gemacht. Die Schwankungen sind bei teuren Einheiten und Einheiten, die War Supply verbrauchen, am höchsten. Die Ausschläge gehen aber allmählich zurück - damit wird simuliert, dass je weiter der Produktionsprozess voranschreitet, desto genauer die Prognosen werden.
Folgende weitere Faktoren könnten eine Rolle spielen: War Supply Produktion im Bundesstaat oder der Stadt, Menge an verbrauchtem WSU in einer Runde - dito für Geld. Stadtgröße. Und ich kann mir vorstellen, dass zusätzlich Modifikatoren für Einheitentypen bestehen: Miliz und Infanterie wird relativ genau berechnet, Schiffe und Artillerie ungenauer. Aber wenn ich da was weiß, füge ich es nachträglich ein.


Gez.

Der Captain
Edit: Lesefehler bei mir. Ich habe mir noch einmal ein paar Model-Dateien angesehen. Bei den meisten ist die BuildRate für USA und CSA gleich. Einige US-Einheiten haben aber niedrigere Werte. Text wurde angepasst.
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Beitrag von Aktivist »

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Washington, 1. Juli 1861 - Königsrochade
Zu allererst beantworte ich Cfants Frage: ja, Milizen erleiden einen 10%en Moralabzug, wenn sie außerhalb ihres Heimatstaates eingesetzt werden. Aber das ist eigentlich nicht von hoher Bedeutung, denn über die Zeit werden Milizen erst zu Wehrpflichtigen-Infanterie, später zu Linieninfanterie. Sie sind aber ein Drittel billiger als normale Infanterie. Ich nutze Milizen, um Depotgarnisonen zu formieren und meine Divisionen aufzufüllen. Außerdem kann man zwei Miliz-Elemente miteinander zu einer "Minibrigade" verschmelzen. Ich habe Armisteads Milizaufstellung eigentlich nur erwähnt, weil er so viele davon gebaut hat. Das sind immerhin ca. 5.000 Mann gewesen!

Nun zum letzten Zug, welcher für mich ziemlich gut lief. Zunächst einmal gab es wieder eine Reihe erfreulicher Events und Meldungen. Wieder einmal hat Armistead in diesem Zug wieder maximale Fiskaloptionen gezogen: also noch einmal 3% Inflation verursacht. Halten wir ihm mal zu gute, dass er seine Inflation vielleicht um einen Punkt senken konnte, so sind das immer noch 5% Mehrkosten für seine Kriegsmaschine. Auch Freiwillige hat er wieder angeworben, leider kann ich nicht sehen, wie viele. Diesmal hat er kein Baumwollembargo verhangen, wie ich es Euch vor ein paar Zügen bereits prophezeit habe. Leider wird er sein Geld von nun an in die Rüstung stecken.
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Die erste Schlacht von Bull Run - Präsident Lincoln fordert eine Offensive auf den wichtigen Eisenbahnknotenpunkt Manassas
Bei mir sank dafür die Inflation um einen Prozentpunkt. Ein weiteres Event wurde nicht im Spiel angezeigt: ich habe 200.000 Dollar und 100 Kompanien Freiwillige erhalten, dazu auch noch etwas War Supply.

Mittlerweile ist mir auch klar geworden, warum Armistead viel Geld in Milizen, statt in Brigaden investiert hat. Im Golf von Mexiko tauchten nämlich SIEBEN! Blockadebrecher auf. Einige davon sind Starttruppen, doch ein paar hat er hinzugekauft. Eine kluge Investition, die sich nach etwa 12-15 Monaten amortisieren wird:
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Blockadebrecher schleusen Geld und War Supply in die Konföderation. Was bevorzugt wird, entscheidet sich nach der Knappheit der jeweiligen Ressource - in der Regel also Geld. Die Menge kann ich durch eigene Blockademaßnahmen begrenzen. Außerdem ist der Gewinn nicht linear, vielmehr nimmt er mit jedem weiteren Blockadebrecher ab.
An der Potomac-Front hat sich nichts ergeben - auch gut. Meine Aufstellung muss Armistead aber beeindruckt haben, denn er schrieb mir in seiner Email, dass er ziemlich lange über die Situation nachgrübeln musste. Das hatte seine Gründe. So wie sich ihm die Situation darstellte, boten sich mir nun mehrere Handlungsoptionen. Manche davon würden seinerseits gewisse Gegenmaßnahmen erfordern. Manche waren defensiver Natur und darauf ausgerichtet, mögliche Angriffe seitens der Südstaaten zu kontern. Mit großer Gewissheit zu kontern. Ich möchte das mal anhand des Screenies näher erläutern.
Bild
Er sieht, dass mein Schwerpunkt augenscheinlich auf meinem rechten Flügel liegt. Damit sind Offensiv-Operationen ins Upper Valley möglich. Zum Beispiel könnte ich mit Milroy und McDowell gemeinsam gegen Jacksons Truppen in Winchester ziehen. Milroy würde als erster eintreffen und im Kampf gegen den noch nicht eingegrabenen Gegner durchaus Wirkung hinterlassen. Ein Sieg ist freilich ausgeschlossen. Nur 2-3 Tage später könnte aber McDowell vor Ort sein, der dann gegen einen angeschlagenen Jackson leichtes Spiel hätte (das Zauberwort hier heißt Cohesion.) Ich würde Winchester erobern, und dabei noch nicht einmal viel Cohesion verlieren, sodass McDowell im Prinzip auch im nächsten Zug einsatzbereit wäre. Um das zu verhindern, müsste er seine Truppen entweder verstärken oder mich mit Beauregards Armee (oder einem Teil davon) abfangen. Er sieht auch, dass hinter dem Potomac bereits Auffangstellungen vorbereitet werden - ich also taktische Rückzüge in starke Positionen einleiten könnte. Er sieht, dass mein linker Flügel am schwächsten ist, dahinter befindet sich aber General Scott in Washington mit ca. 8.000 Mann. Griffe er meinen linken Flügel an, würde sich Heintzelman nach einigem Geplänkel in eine sehr sichere Stellung zurück ziehen. Will ich etwa einen Angriff provozieren? Armistead hätte ja genügend Truppen, um Heintzelman zu schlagen, aber der steht dann lachend in Washington, während McDowell eventuell die angeschlagenen Truppen Beauregards verjagt. Mit den auch bald eintreffenden frischen Verstärkungen könnte ich Beauregard vor mir her bis nach Manassas treiben. Oder vielleicht rechne ich mit einem Angriff auf Alexandria und marschiere auf gut Glück nach Manassas? Verdammt - da Washington selbst bei einem Verlust Alexandrias gut gesichert scheint und auf hinter dem Potomac Stellungen vorbereitet werden, könnte ich sogar mit McDowells gesamten und Milroys halben Stack an Manassas vorbei nach Richmond laufen. DAS wäre für ihn eine Katastrophe! 50 Punkte Moral Abzug für ihn und 50 Gewinn für mich, wenn ich Richmond erobere, bevor er die Hauptstadt verlegt hat. Es ist daher wahrscheinlich, dass er versuchen wird, die Frontlinie zwischen ihm und Jackson zu schließen, vielleicht sogar Jackson zu verstärken. Das teuflische daran ist bloß, dass ich gar nicht an Angriffe denke - ich will sie ihm bloß vorgaukeln!
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Dies ist nun meine Ausgangslage. Harpers Ferry ist sicher, komme da was wolle. Verteilt er bloß seine Truppen über die Front (Nr.3), ist alles gut. Fühlt er sich sicher genug, Alexandria mit seinen überlegenen Truppen anzugreifen, sollte er sich überlegen, ob er nicht ein paar Truppen in Manassas zurück lässt. Trotzdem wird er Heintzelman wohl schlagen können. Diese Alternative ist gar nicht mal so unwahrscheinlich; den folgenden Zug hatte ich aber ohnehin vor. Ich werde die beiden Führer austauschen, damit steht der bessere Kommandant wieder in Alexandria. Die Truppen dort haben Befehl, sich um jeden Preis zu verteidigen. Außerdem rauschen etliche Verstärkungen heran, die mich dort auf eine nahezu ebenbürtige Stärke bringen. Leider werden die meisten Einheiten ihr Ziel erst erreicht haben, wenn Beauregard schon vor Ort ist (Nr.2). Ich hoffe, dass dort alles gut geht. Denn manchmal werfen sich diese Truppen eigenständig in die Schlacht - und werden restlos vernichtet werden. Überlegt er sich einen Angriff auf die noch nicht eingegrabenen Truppen in Loundon, werden sich die dortigen Truppen (die auch einige Verstärkungen erhalten), nach ein paar Kampfrunden zurück ziehen - denn dann stehe ich in mit starken Einheiten in Alexandria und kann mir aussuchen, ob ich die Stellung zurück erobere, Manassas angreife, oder mich nach Washington zurück ziehe. Ich habe wieder viele aussichtsreiche Optionen. Am problematischsten ist es, sollte er mich aus beiden Richtungen in Loundon County angreifen (Nr.1) - der unwahrscheinlichste Fall, aber der aussichtsreichste. Denn dann hätte er wieder alle Optionen mit seiner vereinten Armee in der Hand. Ich glaube aber, dass er eher vorsichtig sein wird, schließlich braucht er sein Land ja nur zu verteidigen. Und wer sein Pulver zu schnell verschießt, hat bald keines mehr...

Aus Missouri gibt es erfreuliches zu berichten. Auch das Depot in Springfield konnte ich rechtzeitig einnehmen. Das ist jetzt schon der zweite Rückschlag für ihn in diesem Gebiet. Und ich sorge dafür, dass er die Depots nicht im Nachhinein mit schnellen Kavallerieattacken zerstören kann. Immer noch gibt es kein Zeichen von CS-Truppen - nur eine einzige Brigade ist aufgetaucht. Die Miliz, welche Springfield verteidigt hatte, wurde vernichtet - und zwar auf dem Rückzug! Dabei ist ihr Befehlshaber, BGen. Smith, entweder gestorben oder verwundet worden. Da Ende dieses bzw. Anfang nächsten Zuges Verstärkungen für Lyons tapferes, kleines Kommando eintreffen, schicke ich BGen. Griffin (ich hoffe, ich erinnere mich richtig an den Namen) schon mal zurück nach St. Louis, wo er bald sein eigenes Kommando aufmachen wird. Die abgekämpfte Kavallerie von MGen. Hamilton ruht sich erst einmal in der Stadt aus, während er die drei anderen US Cav.Rgt. einsammeln wird und den Wald östlich Springfields durchstöbern soll. Das ist für Kavallerie eigentlich ein schlechter Auftrag, ich möchte jedoch bald mal einen genaueren Blick nach Arkansas werfen, ob Armistead dort weitere Verstärkungen bereit hält.
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Ansonsten gibt es nicht viel zu berichten. Ich habe wieder einige Einheiten angefordert:

- Wisconsin: 1 Brigade
- Maryland: 1 Brigade
- Missouri: 1 Scharfschützen, 1 Batterie und 3 Milizen
- Kansas: 1 Batterie
- Illinois: 4 Milizen
- New England: 2 Milizen
- Delaware: 2 Batterien und 1 Miliz

Damit schließe ich die Runde bei etwa knapp über 200.000 Dollar ab, wenn mich mein Gedächtnis nicht trügt. Bis Anfang August kommen durch Produktion und Seehandel noch einmal etwas über 300.000 dazu. Außerdem sollte ab dann ein weiteres vorteilhaftes Event erscheinen, sodass ich wieder Freiwillige anwerben kann. Das bringt mich dann bis zum Herbst.
In Illinois, Indiana und Ohio werden demnächst auch die ersten neuen Einheiten eintreffen. In Wheeling WV habe ich Nelson um eine Brigade verstärkt (auf Stand jetzt eine Brigade). Außerdem macht sich MGen. McClellan von Cincinnati OH auf den Weg an die Potomac Front, er wird die Truppen in Harpers Ferry übernehmen und trainieren (das macht er nämlich großartig!). Gen. Butler dagegen wird, wenn alles glatt geht, während des nächsten Zuges die Truppen in Alexandria übernehmen.

Gez.

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rawoll
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Beitrag von rawoll »

Werter Aktivist,

ich staune Bauklötze ob der mir bisher verborgenen Erkenntnisse (meine Spiele gingen bisher immer nur gegen KI und waren durchwachsen, d.h. eigentlich bin ich noch Lernender). Ich fühle mich fast wie ein Fernstudent beim ACW Kurs. Ich warte dann besonders auf die Nachschubschulung "Versorgung im Winter" (gerade auch, da Ihr ja nicht in Bahn und Schiffe investiert). Wie wird Lyon im Winter in Springfield satt? Bei mir gehen da immer Brigaden vor die Hunde. Wenn ich dann schon beim Fragen bin. Wie versorgt Ihr die Flotte(n)? Habt Ihr ein Rotationssystem oder schiebt Ihr immer Transporter nach? Wie ist's dabei mit dem Golf von Mexiko? Einige Regenten bauen ein Depot in einer der Festungen vor Florida aber nach meiner Beobachtung kommt da wenig an.

Die Rekrutierung billiger Milizen und dann Ausbildung war für mich auch ein Augenöffner. Sammelt Ihr dann die Milizen irgendwo im "Hinterland" und lasst sie trainieren oder geschieht das direkt an der Front und müssen dann die entsprechenden Leader dort auch hin?

Schon jetzt vorab meinen Dank und selbstverständlich kann ich warten, bis die Fragen sich aus dem Spiel ergeben.

rawoll
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