Die Unabhängigkeit Schottlands
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- [B@W] Abominus
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Die Unabhängigkeit Schottlands
http://www.spiegel.de/politik/ausland/b ... 10579.html
Welche politische Bedeutung hätte die Abspaltung Schottlands aus der Realunion mit England/Großbritannien für die EU? Sind die Schotten weiterhin EU-Bürger, müssen Beitrittverhandlungen geführt werden und wird man weiterhin von England nach Schottland reisen können, ohne Grenze?
Welche politische Bedeutung hätte die Abspaltung Schottlands aus der Realunion mit England/Großbritannien für die EU? Sind die Schotten weiterhin EU-Bürger, müssen Beitrittverhandlungen geführt werden und wird man weiterhin von England nach Schottland reisen können, ohne Grenze?
- Hjalfnar
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Für die EU? Nicht viel. Vermutlich würde Schottland innerhalb von wenigen Jahren in die EU aufgenommen, oder sogar direkt mit übernommen. Wichtiger wäre: Welche Auswirkungen hätte das auf GB? Die einzigen britischen Ölvorkommen liegen vor Schottland, und wären auf schottischem Territorium. DAS wäre ein dicker Einschnitt ins britische Geldbeutelchen.
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[Gast]
England müsste weitere 5 bis 10 Mrd Pfund einsparen, wegenen Öleinnahmen.
Schottland würde entweder in die EU Streben ( noch während des Spaltungsprozesses ) und damit die gerade gewonnene Unabhängigkeit wieder ein Stück abgegeben oder aber es wie Norwegen sagen, zu allen negatives Auswirkungen der EU sagt man "fi... euch", positive Auswirkungen kann man auch problems außerhalb der EU aufnehmen, Binnenmarkt, Schengen, Rechtsunterstützung usw.
Was die innerbritische Grenze angeht: Wenn beide EU Länder wären, gäbe es das Recht, jederzeit die Grenze zu überqueren, aber da England kein Schengenmitglied ist, gäbe es Grenzkontrollen. Aber da eine Unabängigkeit nicht am Tag nach dem Referndum kommt, sondern über Jahre zusammen mit London ausgearbeitet werden würde, käme es sicherlich am Tag der Unabhängigkeit zu einem Staatsvertrag beider Staaten.
Schottland würde entweder in die EU Streben ( noch während des Spaltungsprozesses ) und damit die gerade gewonnene Unabhängigkeit wieder ein Stück abgegeben oder aber es wie Norwegen sagen, zu allen negatives Auswirkungen der EU sagt man "fi... euch", positive Auswirkungen kann man auch problems außerhalb der EU aufnehmen, Binnenmarkt, Schengen, Rechtsunterstützung usw.
Was die innerbritische Grenze angeht: Wenn beide EU Länder wären, gäbe es das Recht, jederzeit die Grenze zu überqueren, aber da England kein Schengenmitglied ist, gäbe es Grenzkontrollen. Aber da eine Unabängigkeit nicht am Tag nach dem Referndum kommt, sondern über Jahre zusammen mit London ausgearbeitet werden würde, käme es sicherlich am Tag der Unabhängigkeit zu einem Staatsvertrag beider Staaten.
- [B@W] Abominus
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+25
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Semjon Budjonny
Welche Auswirkungen das hätte ist relativ einfach.
Schottland wäre als neuentstandener Staat selbstverständlich NICHT von vorneherein Mitglied irgendeiner Gemeinschaft, sei es EU, NATO etc.
Der Beitritt bzw. die Aufnahme darin steht ihnen dann aber mit allen Wartenzeiten etc offen.
Weiter bricht für Schottland ein erheblicher Teil des Handelsvolumen mit England/GB weg. Zumindest bis das durch neue Handelsabkommen neugeregelt wird. Aber das zählt mit Sicherheit mal nicht mehr als (zollfreier) Binnenhandel.
Was die Spiegelgeschichte mit den britischen Atom U-Booten angeht, halten Wir die ganze Aufregung für inhaltslos. Man wird bzw. hat womöglich bereits schon mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die Stützpunkte beibehalten und von GB fürstlich bezahlen lassen, dass sie genutzt werden können. Etwa analog zu Sewastopol.
Schottland wäre als neuentstandener Staat selbstverständlich NICHT von vorneherein Mitglied irgendeiner Gemeinschaft, sei es EU, NATO etc.
Der Beitritt bzw. die Aufnahme darin steht ihnen dann aber mit allen Wartenzeiten etc offen.
Weiter bricht für Schottland ein erheblicher Teil des Handelsvolumen mit England/GB weg. Zumindest bis das durch neue Handelsabkommen neugeregelt wird. Aber das zählt mit Sicherheit mal nicht mehr als (zollfreier) Binnenhandel.
Was die Spiegelgeschichte mit den britischen Atom U-Booten angeht, halten Wir die ganze Aufregung für inhaltslos. Man wird bzw. hat womöglich bereits schon mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die Stützpunkte beibehalten und von GB fürstlich bezahlen lassen, dass sie genutzt werden können. Etwa analog zu Sewastopol.
- Jorrig
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Sie entscheiden 2014, aber selbst wenn sie dann für den Austritt stimmen sollten, ist der ja nicht sofort vollzogen. Da wird man sich dann wohl ein paar Jahre Zeit nehmen, um das alles zu organisieren. Und in der Zeit kann man auch Reiseabkommen oder U-Boot-Basen-Verträge aushandeln.
Selbst, wenn die Schotten nicht in die EU wollen, sie werden nicht nur das Positive aus der EU mitnehmen können. Rosinenpicken gibt es da nicht. Die negativen Seiten stehen nur nicht so dick in der Zeitung. So zahlt die Schweiz beispielsweise regelmässig in den Kohäsionsfonds der EU ein, sobald neue Mitglieder aufgenommen werden, aktuell Kroatien. Bei den EU-10 waren das einige Milliarden Franken, bei Kroatien ein paar Hundert Millionen, wenn ich mich recht erinnere. Und dazu können sie nirgendwo mitbestimmen und sind in bilateralen Verträgen fast immer in der schwächeren Position. Ich bin der Meinung, dass die EU mittlerweile so gross ist, dass man besser dazugehört, als draussenzubleiben.
Selbst, wenn die Schotten nicht in die EU wollen, sie werden nicht nur das Positive aus der EU mitnehmen können. Rosinenpicken gibt es da nicht. Die negativen Seiten stehen nur nicht so dick in der Zeitung. So zahlt die Schweiz beispielsweise regelmässig in den Kohäsionsfonds der EU ein, sobald neue Mitglieder aufgenommen werden, aktuell Kroatien. Bei den EU-10 waren das einige Milliarden Franken, bei Kroatien ein paar Hundert Millionen, wenn ich mich recht erinnere. Und dazu können sie nirgendwo mitbestimmen und sind in bilateralen Verträgen fast immer in der schwächeren Position. Ich bin der Meinung, dass die EU mittlerweile so gross ist, dass man besser dazugehört, als draussenzubleiben.
- Montesquieu
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+22
Ich bin gegen zuviel Unabhängigkeitswahn. Imperium ist gar nicht mal schlecht. Muss man auch mal sehen, was Handel, Heterogenität etc. angeht. Wirkliche Probleme werden durch eine Unabhängigkeit auch nicht gelöst werden, einen wirklichen Grund gibt es auch nicht, um Tee ins Meer zu schmeißen. Bleibt also vor allem eines: Ganz viel Jefööhl!
Und zertretenes Geschirr auf dem Weg dahin, jetzt nicht in Schottland, aber bspw. in Katalonien und Südtirol.
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Der texanische Senator der Herzen
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Schottland ist keine Exportnation in Richtung England. Dort wird nichts für England hergestellt - noch nichtmal der Whisky, der wird nur zu einem Bruchteil dort vermarktet. Insofern ist es eher so, dass für England ein Binnenmarkt wegbräche und nicht umgekehrt.Semjon Budjonny hat geschrieben:Weiter bricht für Schottland ein erheblicher Teil des Handelsvolumen mit England/GB weg. Zumindest bis das durch neue Handelsabkommen neugeregelt wird.
Wir waren erst vor 4 Wochen für eine Woche in Schottland im Urlaub und haben Uns dort auf Islay ein wenig mit den Eingeborenen über dieses Thema unterhalten können.
Die Leute dort sind ziemlich sauer auf die Zentralregierung (in London), weil die nur die Steuern abschöpfen (Whisky wird mit bis zu 80% besteuert), das Öl abpumpen und ansonsten nicht wirklich viel im Land investiert wird. Die Highlands sterben gerade aus, weil sich dort buchstäblich die Schafe Gute Nacht sagen.
Ökonomisch wäre Schottland der Gewinner einer Trennung, das steht ausser Frage.
Marc Bloch: "Misunderstanding of the present is the inevitable consequence of ignorance of the past."
- Colonel Chris
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- ulysses
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EU1, EU2 oder EU3? Dürfte nen cb geben...[B@W] Abominus;891085 hat geschrieben: Abominus;891085"]... Welche politische Bedeutung hätte die Abspaltung Schottlands aus der Realunion mit England/Großbritannien für die EU? ...
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- Silem
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Das muss man sich mal ausmalen: 100 Jahre nachdem sich England aufgemacht hat das Deutsche Kaiserreich zu zerstören. Ist vom Empire nicht mehr viel übrig und will Schottland die Unabhängigkeit von Großbritannien während Deutschland überall als "Hegemon" von Europa gepriesen und gerufen wird. Das muss man sich einfach mal auf der Zunge zergehen lassen.
- Württemberg
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- Æxit
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Es ist aber leider nicht die Wahrheit, dass Deutschland wirklich hegemon ist. Wir sind ein Land das von den USA,GB und Russland massivst kontrolliert wird, mit einer Streitmacht die auf Rang 101 liegt und einem nationalem Selbstbewusstsein wie Luxemburg.Silem hat geschrieben:Das muss man sich mal ausmalen: 100 Jahre nachdem sich England aufgemacht hat das Deutsche Kaiserreich zu zerstören. Ist vom Empire nicht mehr viel übrig und will Schottland die Unabhängigkeit von Großbritannien während Deutschland überall als "Hegemon" von Europa gepriesen und gerufen wird. Das muss man sich einfach mal auf der Zunge zergehen lassen.
- Colonel Chris
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So sieht's leider aus...Æxit hat geschrieben:Es ist aber leider nicht die Wahrheit, dass Deutschland wirklich hegemon ist. Wir sind ein Land das von den USA,GB und Russland massivst kontrolliert wird, mit einer Streitmacht die auf Rang 101 liegt und einem nationalem Selbstbewusstsein wie Luxemburg.
Erich von Manstein, bester Feldherr der Moderne
Hört auf zu jammern! Es gibt IMMER jemanden, dem es schlechter geht! Also: packt es an!
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gelöschter Benutzer
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- Æxit
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Aber seien wir doch mal ehrlich zu uns selbst. Wie der werte Thomasiusonair sagt: Kleinstaaterei hat keine Zukunft mehr. Die Menschheit könnte sich nach zehntausenden von Jahren Krieg, Sklaverei und Verfolgung endlich einen, um nach den Sternen zu greifen. Es ist einfach so traurig, dass nicht jeder Mensch dieses Ziel vor Augen haben kann. Wir haben so ein gewaltiges Potential und könnten alle großen Probleme aus der Welt schaffen, wenn wir denn nur diesen elenden Drang nach Gier und Macht überwinden und uns besinnen auf das, was uns eint. Den Wunsch nach Frieden im Geist und Herzen, einer Familie die einen liebt, sich um ihre Kinder sorgt, die Kranken und Schwachen beschützt, sich entwickelt und vorwärts blickt. Die Natur heilt, statt sie zu vernichten, des Geldes wegen, welches eh nichts mehr wert ist. Eine Welt die einem die Tore öffnet statt sie zu verriegelt. Ich verstehe das wirklich nicht. Ein bisschen Verzicht von jedem, und allen würde es gut gehen. Jeder könnte seinem glauben frönen, ohne Angst vor Tod und Misshandlung. Ich versteh es nicht. Die Menschheit ist mir in den letzten Jahren so fremd geworden.