Wir schreiben den Sommer des Jahres 2994 des III Zeitalters. Dies sind die Aufzeichnungen Boromirs, Sohn und Erbe von Denethor II. Der Morgulturm ist nun, seit der Mitte des letzten Jahres belagert. Auch, haben wir den versteckten Eingang, zum versteckten Tunnel, auf der anderen Seite des Morgultal entdeckt, doch hinein wagte sich kein Mann. Jedem vergeht der Mut und die Erinnerung an Licht und Freude der in diese Tunnel steigt. Etwas grausames uraltes haust dort. Wir lassen den Eingang einstürzen. Wenn sich Orks hineinwagen, müssen sie einen neuen Weg buddeln. Erdwühler ! Abschaum ! Sobald ich Barad Dur dem Erdboden gleichgemacht habe, werde ich mich an die Zwerge vom Blauen Gebirge wenden. Ich werde sie bitten mir 2 oder 3 Expeditionskorps zu schicken, damit wir die Gebirge Mordors nach Orkhöhlen absuchen und jede einzelne auf immer verschließen. Doch das sind Zukunftsgesänge. Morgen jedoch lasse ich den Sturm auf den Turm beginnen und werfe Sauron Scharen aus dem Tal. Dann soll es rechtmäßig "Tal der Wacht" heißen und kein Ork soll je wieder einen Fuß hineinsetzen.
Boromir nimmt das Morgultal nun endgültig für Gondor ein. Damit steht Osgiliath nun wieder im Schutz der zwei Türme. Minas Tirith und Minas Ithil. Cirith Ungol wird als vorgelagerte Burg benutzt, um Minas Ithil im Osten zu decken und Ausfälle in die Ebene von Gorgoroth zu unternehmen.
Mein verwegener Spion wagte sich weit in den Norden Mordors. Und dort erblickte er den dunklen Turm von Barad Dur.
Saurons Trutzburg im Westen. Erbaut vor Jahrtausenden. Unzählige Jahre dauerte sein Bau. Auf einem Ausläufer des Schattengebirges errichtet und mitten in der Ebene von Gorgoroth stehend erhebt er sich thronend über ganz Mordor. Der Turm ist hoch und fast uneinnehmbar. Doch hat der dunkle Feind bis zum heutigen Tage keine Festung erbaut, die den Kindern Eru Iluvatars standhielten und zum Ende des letzten Zeitalters, als Menschen und Elben, Elendil König der Edain und Gil-Galad, Hoher König der Noldor in Mittelerde, gemeinsam, mit dem größten Heer aller Zeiten, fast bis zurück an die Tage, des Krieges des Zorns, als die Valar selbst über das Meer aus Aman kamen, da war ihr Heer von Gold und Adamant, und so gewaltig war hier erscheinen, dass als Eonwe, Manwes Herold und Heerführer des Westens, den niemand im Waffengang besiegt, den Befehl zum Angriff gab, das Aufblitzen der Schwerter der Eldar wie ein zweiten Sonnenaufgang war. Und gegen Sauron zogen nun die Kinder,Enkel und Nachfahren der alten Könige, wie Fingolfin Sohn von Finwe, der die Noldor nach Aman führte in Heilige Land und auch Reste der Söhne Numenors, die Manwe und Eru nicht aus ihren Herzen geschlossen haben, fochten unter dem Banner Numenors. Jahre lang belagerten sie Barad Dur und Sauron. Doch am Ende war der Druck so hoch, dass Sauron selbst hervor kam. Schrecklich war sein Antlitz und nur die Mutigsten wagten sich gegen Ihn zu stellen. Damals fiel Elendil und Amandil, sein Sohn, erschlagen von Sauron und auch Gil-Galad fiel und mit ihnen fiel die Blüte des Menschengeschlechts und der Elben in Mittelerde. Doch auch Sauron fiel und viele Jahre lang hatte die Welt Frieden vor ihm. Und der Ring der Macht ging verloren und wart nicht mehr gesehen.
Das letzte Bündnis.
Der Hohe Rat von Gondor hat mir folgenden Auftrag nahegelegt. Oh du wunderschönes Annulond mit deinen endlosen weißen Stränden und dem milden Wetter. Während des Bürgerkrieges ging es verloren. Ich entsandte Hisaelven, Sohn von Fürst Imrahil von Dol Amroth. Sein Vater spricht in höchsten Tönen von ihm. Ein Heerführer Gondors, wie in den alten Tagen. Mutig und stark, dabei doch weise und mit der Voraussicht der Eldar. Denn Elbenblut fließt durch seinen Venen, wie durch die Venen aller, aus dem Hause Amroth.
Ein Spion soll die Burg infiltrieren, bevor die Armee mit dem Angriff beginnt.
Auf der Ebene von Gorgoroth schlägt Boromir erneut, einen der Nazgul in die Flucht.
Mein Spion kundschaftet das Orklager aus. Einer der Neun befindet sich im Lager. Solch eine Chance bietet sich nicht oft, deshalb hab ich den Angriff befohlen. Außerdem bekommen wir so einen vorgeschobenen Posten, nahe Barad Dur.
Die Tore des Lagers wurden in der Nacht heimlich geöffnet und so hatte Boromir leichtes Spiel mit den Hunden. Der Nazgul floh wie ein Feigling als Gespenst in die Nacht hinaus. Soll er seine Strafe von seinem Herrn persönlich erhalten...
Von Pelagir aus ließ ich Truppen auf die andere Anduin Seite verschiffen. Tir Ethraid ist das Ziel. Wenn es fällt, gehört uns ganz Ithilien wieder. Vom Norden bis in den Süden. Außerdem liegt die Stadt nah an einer Brücke. Eine gute Position um Verstärkungen der Haradrim zu entgegnen.
Nordöstlich von Osgiliath werden mehrere Orkverbände eingekesselt und aufgerieben. Die sollte für lange Zeit der letzte Orktrupp sein, der sich in unserem Reich bewegt.
Von weit schon, hörten wir ihre Klagegesänge. Ein Lied, wie es nur die Elben zu singen vermögen, getragen vom Wind. Weit über die Ebenen von Gondor, aus Norden kommend, sahen wir sie. Ein Trauerzug voller Glanz und Schönheit. Und ein grauer Tag war dies, kein Sonnenstrahl traf die Erde. Wer von den Mauern und Türmen Minas Tirith, jedoch nach Norden blickte und die Trauernd sah, dem war als ginge ein Licht von ihnen aus. Schwach wie Nebel, der dem Tross folgte. Wer ihrem Lied lauschte, wurde stumm vor Trauer. Denn Macht war in den Worten und wer horchte wurde an Mitleid und Erbarmen reicher. Doch die Trauernden zogen nicht in die Stadt ein, sondern wanderten weiter gen Süden. Eine Gesandtschaft, aber kam in die Stadt und berichtet von den Geschehnissen. Orks aus dem Nebelgebirge, sind in großer Zahl aus den Bergen gekommen. Und das versteckte Tal von Imladris wurde entdeckt. Elrond stellte sich dem Heer und wurde bei der Verteidigung der Stadt erschlagen. Dutzende Orks erschlug er und erst ein Pfeil der ihn traf, brach seinen Kampfeswillen. Bruchtal wurde verwüstet und geschändet. Und die nun spärlichen Reste der Noldor, ziehen durch Eriador
in Richtung der Grauen Anfurten nach Westen.
Wir bauen stätig unser Straßennetz aus und verbessern die Landwirtschaft. Auch wird unser Handel gesteigert. Kurz gesagt Gondor wächst.
Unser neues altes Kernland. Im Westen steht unsere wehrhafteste Bastion und Hauptstadt, Minas Tirith, der Turm der Wacht. Früher jedoch hieß die Stadt, Minas Anor, Turm der Sonne. Als Osgiliath, die Stadt der Sterne, jedoch fiel und Minas Ithil, der Turm des Mondes, vom Feind schon erobert war, wurde Minas Anor in Tirith umbenannt. Da die Vergangenheit gesühnt wurde und der Dunkle Lord nun kurz vor dem Fall steht, benenne ich Minas Tirith in Minas Tûr, Turm des Sieges um ! Osgiliath wird wieder unsere Hauptstadt werden, auf das der Glanz der ältesten Tage wiederkehrt.
Im Norden stehen desweiteren unsere Festungen Cair Andros und Henneth Anun. Beide sind gut zu verteidigen und seit einigen Jahren nun schon hervorragende Bastionen gegen Vorstöße aus dem Norden. Im Süden steht aud den Emyn Arnen ein Wachturm der Ithilien überblickt. Man sagt, jene mit den schärfsten Augen vermögen es, bis zu den Anduinfurten zu blicken. Und die sind viele hundert Meilen weiter südlich.
Doch schon wieder ereilt uns schlimme Kunde. Heerschaaren der Haradrim kommen erneut die Furten des Anduin und bedrohen die Küstenstädte Linhir und Pelagir. Außerdem wurden Flottenaktivitäten vermeldet. Meine Späher vermuten, dass die Südländer auf Tolfalas gelandet sind. Die Insel an den Anduinfurten war für viele Jahrhunderte eine Zuflucht und ein Urlaubsort der Könige Gondors. Ich werde die Insel schon bald von jedwedem Besitzer zurückfordern.