Das Timar-System:
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has_timar_system_global;Timar;;Das Timar-System;;;;;;;;;;;x
desc_has_timar_system_global;In the Ottoman Empire, the Timar system was one in which the projected revenue of a conquered territory was distributed in the form of temporary land grants among the Sipahis (cavalrymen) and other members of the military class including Janissaries and other kuls (slaves) of the sultan. These prebends were given as compensation for annual military service, for which they received no pay. In rare circumstances women could became Timar holders. This position however was restricted to women who were prominent within the imperial family, or high-ranking members of the Ottoman elite. Timars could be small, when they would be granted by governors, or large, which then required a certificate from the Sultan, but generally the fief had an annual value of less than twenty thousand akces (an Ottoman silver coin). This system of land tenure lasted roughly from the fourteenth century through to the sixteenth century. The goals of the system were necessitated by financial, state and expansionist purposes. The financial aims of the system were to relieve pressure from the Ottoman state of paying the army as well as to gain a new source of revenue for the central treasury. The expansionist aims were to increase the number of cavalry soldiers and to gradually assimilate and bring conquered countries under direct Ottoman control. The Ottoman state also desired to centralize the sultan’s authority by removing the feudal system and aristocratic elements from dominating the empire.;;Das Timar-System war ein Spezifikum des Osmanischen Reiches. Es diente zur Entlohnung der Bediensteten der Staatsverwaltung. Zahlreiche Inhaber von zivilen und militärischen Ämtern wurden nicht mit einem Gehalt besoldet, sondern man wies ihnen für ihre Dienste Ländereien, sog. Timare (T?mar) zu, aus denen sie ihren Lebensunterhalt bestritten. Die Grundstücke gingen dabei nicht in den Besitz der Würdenträger, Beamten und Militärs über. Ihnen wurden lediglich die Nutzungsrechte übertragen. In der Regel verpachteten die Timar-Inhaber das Land dann zur Bewirtschaftung an die Bauern. Sie selbst lebten von den Abgaben, die die Landbevölkerung ihnen zahlen musste, und fungierten in ihrem Gebiet als Steuereintreiber des Staates. Die Timare wurden auf Lebenszeit verliehen, und durften von den Timarioten weder verkauft noch verschenkt werden. Auch waren die Ländereien nicht erblich, sondern fielen nach dem Tode des Inhabers an den Staat zurück, um vom Sultan neu vergeben zu werden. Zwar gab es in der Praxis eine gewisse Kontinuität - viele Pfründe blieben innerhalb einer Familie und wurden nach dem Tode des Vaters dem Sohn erneut verliehen -, doch gab es kein ererbtes Vorrecht. Ein jeder musste sich im Dienst für Staat und Sultan neu beweisen, um in den Vorzug eines Amts bzw. Timars zu gelangen. Dieses System der individuellen Entlohnung nach dem Leistungsprinzip sicherte dem Sultan das unbedingte Engagement und die Loyalität der Führungsschicht. So konnte sich eine politische und militärische “upper class“, eine Art Amts- oder Leistungsadel im Dienste des uneingeschränkt herrschenden Sultans, herausbilden.;;;;;;;;;;;x
has_timar_system_local;Timar;;Das Timar-System;;;;;;;;;;;x
desc_has_timar_system_local;In the Ottoman Empire, the Timar system was one in which the projected revenue of a conquered territory was distributed in the form of temporary land grants among the Sipahis (cavalrymen) and other members of the military class including Janissaries and other kuls (slaves) of the sultan. These prebends were given as compensation for annual military service, for which they received no pay. In rare circumstances women could became Timar holders. This position however was restricted to women who were prominent within the imperial family, or high-ranking members of the Ottoman elite. Timars could be small, when they would be granted by governors, or large, which then required a certificate from the Sultan, but generally the fief had an annual value of less than twenty thousand akces (an Ottoman silver coin). This system of land tenure lasted roughly from the fourteenth century through to the sixteenth century. The goals of the system were necessitated by financial, state and expansionist purposes. The financial aims of the system were to relieve pressure from the Ottoman state of paying the army as well as to gain a new source of revenue for the central treasury. The expansionist aims were to increase the number of cavalry soldiers and to gradually assimilate and bring conquered countries under direct Ottoman control. The Ottoman state also desired to centralize the sultan’s authority by removing the feudal system and aristocratic elements from dominating the empire.;;Das Timar-System war ein Spezifikum des Osmanischen Reiches. Es diente zur Entlohnung der Bediensteten der Staatsverwaltung. Zahlreiche Inhaber von zivilen und militärischen Ämtern wurden nicht mit einem Gehalt besoldet, sondern man wies ihnen für ihre Dienste Ländereien, sog. Timare (T?mar) zu, aus denen sie ihren Lebensunterhalt bestritten. Die Grundstücke gingen dabei nicht in den Besitz der Würdenträger, Beamten und Militärs über. Ihnen wurden lediglich die Nutzungsrechte übertragen. In der Regel verpachteten die Timar-Inhaber das Land dann zur Bewirtschaftung an die Bauern. Sie selbst lebten von den Abgaben, die die Landbevölkerung ihnen zahlen musste, und fungierten in ihrem Gebiet als Steuereintreiber des Staates. Die Timare wurden auf Lebenszeit verliehen, und durften von den Timarioten weder verkauft noch verschenkt werden. Auch waren die Ländereien nicht erblich, sondern fielen nach dem Tode des Inhabers an den Staat zurück, um vom Sultan neu vergeben zu werden. Zwar gab es in der Praxis eine gewisse Kontinuität - viele Pfründe blieben innerhalb einer Familie und wurden nach dem Tode des Vaters dem Sohn erneut verliehen -, doch gab es kein ererbtes Vorrecht. Ein jeder musste sich im Dienst für Staat und Sultan neu beweisen, um in den Vorzug eines Amts bzw. Timars zu gelangen. Dieses System der individuellen Entlohnung nach dem Leistungsprinzip sicherte dem Sultan das unbedingte Engagement und die Loyalität der Führungsschicht. So konnte sich eine politische und militärische “upper class“, eine Art Amts- oder Leistungsadel im Dienste des uneingeschränkt herrschenden Sultans, herausbilden.;;;;;;;;;;;x
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timar_system_global_title;Timar;;Das Timar-System;;;;;;;;;;;x
timar_system_global_desc;In the Ottoman Empire, the Timar system was one in which the projected revenue of a conquered territory was distributed in the form of temporary land grants among the Sipahis (cavalrymen) and other members of the military class including Janissaries and other kuls (slaves) of the sultan. These prebends were given as compensation for annual military service, for which they received no pay. In rare circumstances women could became Timar holders. This position however was restricted to women who were prominent within the imperial family, or high-ranking members of the Ottoman elite. Timars could be small, when they would be granted by governors, or large, which then required a certificate from the Sultan, but generally the fief had an annual value of less than twenty thousand akces (an Ottoman silver coin). This system of land tenure lasted roughly from the fourteenth century through to the sixteenth century. The goals of the system were necessitated by financial, state and expansionist purposes. The financial aims of the system were to relieve pressure from the Ottoman state of paying the army as well as to gain a new source of revenue for the central treasury. The expansionist aims were to increase the number of cavalry soldiers and to gradually assimilate and bring conquered countries under direct Ottoman control. The Ottoman state also desired to centralize the sultan’s authority by removing the feudal system and aristocratic elements from dominating the empire.;;Das Timar-System war ein Spezifikum des Osmanischen Reiches. Es diente zur Entlohnung der Bediensteten der Staatsverwaltung. Zahlreiche Inhaber von zivilen und militärischen Ämtern wurden nicht mit einem Gehalt besoldet, sondern man wies ihnen für ihre Dienste Ländereien, sog. Timare (T?mar) zu, aus denen sie ihren Lebensunterhalt bestritten. Die Grundstücke gingen dabei nicht in den Besitz der Würdenträger, Beamten und Militärs über. Ihnen wurden lediglich die Nutzungsrechte übertragen. In der Regel verpachteten die Timar-Inhaber das Land dann zur Bewirtschaftung an die Bauern. Sie selbst lebten von den Abgaben, die die Landbevölkerung ihnen zahlen musste, und fungierten in ihrem Gebiet als Steuereintreiber des Staates. Die Timare wurden auf Lebenszeit verliehen, und durften von den Timarioten weder verkauft noch verschenkt werden. Auch waren die Ländereien nicht erblich, sondern fielen nach dem Tode des Inhabers an den Staat zurück, um vom Sultan neu vergeben zu werden. Zwar gab es in der Praxis eine gewisse Kontinuität - viele Pfründe blieben innerhalb einer Familie und wurden nach dem Tode des Vaters dem Sohn erneut verliehen -, doch gab es kein ererbtes Vorrecht. Ein jeder musste sich im Dienst für Staat und Sultan neu beweisen, um in den Vorzug eines Amts bzw. Timars zu gelangen. Dieses System der individuellen Entlohnung nach dem Leistungsprinzip sicherte dem Sultan das unbedingte Engagement und die Loyalität der Führungsschicht. So konnte sich eine politische und militärische “upper class“, eine Art Amts- oder Leistungsadel im Dienste des uneingeschränkt herrschenden Sultans, herausbilden.;;;;;;;;;;;x
timar_system_local_title;Timar;;Das Timar-System;;;;;;;;;;;x
timar_system_local_desc;In the Ottoman Empire, the Timar system was one in which the projected revenue of a conquered territory was distributed in the form of temporary land grants among the Sipahis (cavalrymen) and other members of the military class including Janissaries and other kuls (slaves) of the sultan. These prebends were given as compensation for annual military service, for which they received no pay. In rare circumstances women could became Timar holders. This position however was restricted to women who were prominent within the imperial family, or high-ranking members of the Ottoman elite. Timars could be small, when they would be granted by governors, or large, which then required a certificate from the Sultan, but generally the fief had an annual value of less than twenty thousand akces (an Ottoman silver coin). This system of land tenure lasted roughly from the fourteenth century through to the sixteenth century. The goals of the system were necessitated by financial, state and expansionist purposes. The financial aims of the system were to relieve pressure from the Ottoman state of paying the army as well as to gain a new source of revenue for the central treasury. The expansionist aims were to increase the number of cavalry soldiers and to gradually assimilate and bring conquered countries under direct Ottoman control. The Ottoman state also desired to centralize the sultan’s authority by removing the feudal system and aristocratic elements from dominating the empire.;;Das Timar-System war ein Spezifikum des Osmanischen Reiches. Es diente zur Entlohnung der Bediensteten der Staatsverwaltung. Zahlreiche Inhaber von zivilen und militärischen Ämtern wurden nicht mit einem Gehalt besoldet, sondern man wies ihnen für ihre Dienste Ländereien, sog. Timare (T?mar) zu, aus denen sie ihren Lebensunterhalt bestritten. Die Grundstücke gingen dabei nicht in den Besitz der Würdenträger, Beamten und Militärs über. Ihnen wurden lediglich die Nutzungsrechte übertragen. In der Regel verpachteten die Timar-Inhaber das Land dann zur Bewirtschaftung an die Bauern. Sie selbst lebten von den Abgaben, die die Landbevölkerung ihnen zahlen musste, und fungierten in ihrem Gebiet als Steuereintreiber des Staates. Die Timare wurden auf Lebenszeit verliehen, und durften von den Timarioten weder verkauft noch verschenkt werden. Auch waren die Ländereien nicht erblich, sondern fielen nach dem Tode des Inhabers an den Staat zurück, um vom Sultan neu vergeben zu werden. Zwar gab es in der Praxis eine gewisse Kontinuität - viele Pfründe blieben innerhalb einer Familie und wurden nach dem Tode des Vaters dem Sohn erneut verliehen -, doch gab es kein ererbtes Vorrecht. Ein jeder musste sich im Dienst für Staat und Sultan neu beweisen, um in den Vorzug eines Amts bzw. Timars zu gelangen. Dieses System der individuellen Entlohnung nach dem Leistungsprinzip sicherte dem Sultan das unbedingte Engagement und die Loyalität der Führungsschicht. So konnte sich eine politische und militärische “upper class“, eine Art Amts- oder Leistungsadel im Dienste des uneingeschränkt herrschenden Sultans, herausbilden.;;;;;;;;;;;x