Krise der globalen Finanzmärkte III

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Vernichter
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Beitrag von Vernichter »

Jerobeam II. hat geschrieben:Ich denke, daß Vernichter (nicht zu Unrecht?) "den Liberalismus" als milieuspezifische Lehre ansieht, also Klasseninteresse und Liberalismus bei Ihm (ursprünglich und in den Folgen?) zusammenfallen.
Zunächst muss man sagen, dass der Artikel nun schon mehrere Jahre her ist und wir annehmen, dass der Autor einige Positionen daraus relativiert hat, bzw. relativieren musste, da seine Mentoren andere Ansichten vertreten. Das soll aber nicht unser Problem sein, da wir zum Thema konkret nur diesen einen Artikel kennen. Er wird in den Kommentaren auch ausschweifend kritisiert und die Kritiker sind nicht links.

Der werte Jerobeam II. hat recht, hier fallen tatsächlich liberale Ansichten mit eigenen Klasseninteressen zusammen.

Teilweise wird der Standpunkt hiermit ganz gut getroffen:

http://www.sezession.de/28225/waren-wir ... jager.html
Es ist ein Freitagabend im Spätsommer: Ich sitze mit einigen Leuten bei Jüterbog vor der Dorfkneipe und trinke Bier. Auf dem Feld rodet ein übertrieben großes Gefährt Kartoffeln, das Land ist flach, der Boden wird in langen Staubfahnen vom Wind erodiert. „Hier fehlen Hecken, hier fehlen Alleebäume, Windbremsen, die den Abtrag verhindern“, sage ich. „Bleib mir mit Deinem grünen Gewäsch vom Leibe“, sagt einer. „Ökofritze, Vollidiot.“

Er darf so sprechen, er darf mich gleich duzen, ich erfahre es später, er ist Großbauer und in der CDU. Er ist nicht konservativ, nicht rechts, sondern einer von denen, die aus der Ackerkrume ein totes Substrat gemacht haben, zwanzig Leuten in den Kuhställen und auf den Feldern Arbeit geben und neu gepflanzte Bäumchen ebenso plattwalzen wie Differenzierungen und Argumente, die ihnen im Wege stehen. CDU: Das ist für diese Leute das Pragmatische, das Technokratische, das Wirtschaftsfreundliche.

Lorenz Jäger muß solche Leute gemeint haben, als er am 5. Oktober in der
Frankfurter Allgemeinen Zeitung sein „Adieu, Kameraden, ich bin ein Gutmensch“ rief und damit aller Öffentlichkeit signalisierte, daß er fortan „nicht mehr unter Rechten“ sein wolle. Vielleicht saß er mit einem solchen Bauern zusammen, der irgendwie rechts wirkte, während einer der Traktoren am Feldrain jede Vielfalt zu Tode spritzte. Jäger hat sich aus dem Gespräch gemerkt, daß man gegen den Atomausstieg und für die landwirtschaftliche Fleisch- und Milchfabrik sein muß, wenn man „rechts“ ist, natürlich für den Irakkrieg und gegen die Grünen (und eine weitere, von der Tagesstimmung abhängige Anzahl von „Vollidioten“).
Der von uns vorneweg gebrachter Artikel ist natürlich nicht sauber liberal, da er die Unis immer noch in der Hand des Staates belässt. Aber allein schon die Aussprache für das "Homescooling" ist liberal. Grundsätzlich ist es aber der Glaube, an die unwiderstehliche Wirkung von Strukturen und der richtigen Verteilung von Konsummöglichkeit. Alles was nicht direkt verwertbar ist, kann man nciht gebrauchen:
Aus eigener Erfahrung: Wenn man nicht einen Karlheinz Weißmann als Lehrer hat, wird in den geisteswissenschaftlichen Fächern sowieso zuviel rumgequasselt. Wöchentlich ein paar Stunden weniger hiervon stellen meines Erachtens kein Problem dar. Damit verbunden muß auch eine Entpolitisierung der Bildung und eine Stärkung des praktischen Sinns sein.
Damit ist natürlich nicht gemeint, dass der Liberale der Meinung ist, dass es perse sinnlos wäre. Es wird nur der Standpunkt vertreten, dass es nicht die Aufgabe des Staates oder der Gesellschaft ist, sich um so etwas zu kümmern. Diese Bereiche würden dann angeblich im ausreichendem Masse in der Freizeit oder durch den Markt gestellt. Nur mit dem Unterschied, dass so ein Nationalliberaler noch ein grösserer Optimist sein muss als ein klassischer Liberaler oder der ihm verhasster Sozialliberaler. Den klassischen Liberalen interessiert die Nation immerhin einen Kehricht und er steht dazu, dass sie seine Ideen nicht überleben wird. Auch der Sozialliberale interessiert sich nicht für die Nation, setzt aber immerhin auf Umverteilung als Schmiermittel. Der Nationalliberale möchte aber wieder eine ganz konkrete Indoktrination, also die Nation, ohne auch nur irgendwie zu investieren. Die Deutschen sind dann qausi ein Regionalprodukt des Marktes, vielleicht nur mit der Ausnahme, dass der Staat dann doch einigen Auserwählten bestimmte Vorrechte einräumen soll.

Gerade für Konservative sind aber solche Haltungen ein Schuss ins Knie. Wir denken beispielsweise nicht, dass man auch im Bezug auf Moslems der Meinung ist, dass Heimunterricht eine gute Idee ist. Genauso wie es uns ebenfalls nicht einfallen möchte, wieso so eine MINT-Absolvent, mit auf das "Praktische" hin verschlankten Ausbildungsweg, irgendwie national oder auch nur sozial zu irgendwas verbunden fühlen soll, was über seinen engsten Kreis der Familie und Freunde hinausreicht.
Wenn ich gewusst hätte, dass es harmlos war, hätte ich es selber umgebracht.

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Anton
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Beitrag von Anton »

Vielleicht ist mein Eindruck durch die übrige Dämlichkeit des Artikels getrübt, aber ich würde dem Autor nicht unterstellen, dass er die Frage der politischen Bildung aus Überzeugung den "Märkten" überlassen will. Sein Kampf dagegen gleicht vielmehr dem Kampf der Linken gegen den Verfassungsschutz: man will die Waffe ächten, weil sie vom Feind geführt wird. Würde der Verfassungsschutz nur Nazis verfolgen statt Bodo Ramelow zu beschatten, hätte seine Partei kein Problem damit. Wären die PoWi-, Deutsch- und Geschichts- und Ethiklehrer durchschnittlich nicht so links, hätte der Autor nix dagegen deren Fächern an den Schulen eine angemessene Stellung zuzugestehen. Sagt er ja selbst, indem er Karlheinz Weißmann ins Spiel bringt.

Da man aber mittelfristig es nicht schaffen wird, allzuviele Konservative zum Studium der Philosophie auf Lehramt zu bringen (weil es unter Konservativen verpönt ist), möchte man doch zumindest der "linken Propaganda" den Stachel nehmen. Ähnlich sehe ich's mit Homeschooling. ;)
Und als den Feind ich warf in Staub und Sand,
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Vernichter
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Beitrag von Vernichter »

Anton hat geschrieben:Vielleicht ist mein Eindruck durch die übrige Dämlichkeit des Artikels getrübt, aber ich würde dem Autor nicht unterstellen, dass er die Frage der politischen Bildung aus Überzeugung den "Märkten" überlassen will. Sein Kampf dagegen gleicht vielmehr dem Kampf der Linken gegen den Verfassungsschutz: man will die Waffe ächten, weil sie vom Feind geführt wird. Würde der Verfassungsschutz nur Nazis verfolgen statt Bodo Ramelow zu beschatten, hätte seine Partei kein Problem damit. Wären die PoWi-, Deutsch- und Geschichts- und Ethiklehrer durchschnittlich nicht so links, hätte der Autor nix dagegen deren Fächern an den Schulen eine angemessene Stellung zuzugestehen. Sagt er ja selbst, indem er Karlheinz Weißmann ins Spiel bringt.

Da man aber mittelfristig es nicht schaffen wird, allzuviele Konservative zum Studium der Philosophie auf Lehramt zu bringen (weil es unter Konservativen verpönt ist), möchte man doch zumindest der "linken Propaganda" den Stachel nehmen. Ähnlich sehe ich's mit Homeschooling. ;)
Natürlich sehen wir diese Beweggründe. Nur sind sie auf der einen Seite sinnlos - wenn man die Meinung vertritt, dass diese Bereiche von der Linken kontrolliert werden - sie würden die Positionen natürlich aus einem Eigeninteresse heraus nicht aufgeben. Und dort wo sie es müssten, hätten sie ja keine Kontrolle mehr, die Kontrolle wäre also konservativ. Dann würden die Forderung nach der Flucht in das Private obsolet werden. Man unternimmt also taktische Schritte, die nur langfristige strategische Nachteile mit sich bringen, ohne auch nur kurzfristig etwas zu nützen. Faktisch ist man eher bereit verbranntes Land zu hinterlassen, als es dem Gegner zu hinterlassen.

Aber wir meinen schon, dass der Artikel zumindest damals, schon aus der Position verfasst wurde, eine allgemein richtige Meinung zu vertreten, ohne Taktik. Dazu kennen wir einfach zu viele "Konservative", die ähnliche Meinungen haben. Man könnte sogar meinen, dass es eine übliche Position der CDU-Akademiker ist.
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Anton
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Beitrag von Anton »

Ich glaube nicht, dass diese "Taktik" eine bewusste, durchdachte ist. Eher entsteht sie reflexartig. Just wie Antifa-Krieger die Polizei verschmähen, welche, rational betrachtet, auch ihre körperliche Unversehrtheit garantiert, sagen Eure konservativen Akademiker "Fuck the Geisteswissenschaft/AStA, weil sie zwar nicht mit der Idee, wohl aber mit ihrer heutigen Manifestation eine Menge Frust und Ärger erleben. :)

Anders ausgedrückt: wenn man keinen guten Draht zum Zensor hat, wird man automatisch zum Verfechter der Meinungsfreiheit, ob man nun Kapitalist, Sozialist, Faschist, Fundamentalist oder sonst irgendwas ist. Auch Khomeini sprach sich im Exil für eine politische Liberalisierung Irans aus. Einer, der seine Kinder in politische Bildungsanstalten des politischen Gegenspielers schicken muss, wird plötzlich und unversehens zum liberalen Freund des Homeschooling - wie die in anderen Belangen eher konservativen Verbrennt-die-HEXE-Christen in den Vereinigten Staaten, zum Beispiel. Sich aus den Sünden, ja auch nur aus den Glaubensvorstellungen ihrer nächsten rauszuhalten sehen die hingegen überhaupt nicht ein, weil Amerika ja eine chrisliche Nation ist. So weit geht der Liberalismus also doch wieder nicht.

Es ist eben eine Zweckfreundschaft - wie die der Grünen mit den Volksentscheiden. :)
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Vernichter
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Beitrag von Vernichter »

Anton hat geschrieben:Ich glaube nicht, dass diese "Taktik" eine bewusste, durchdachte ist. Eher entsteht sie reflexartig. Just wie Antifa-Krieger die Polizei verschmähen, welche, rational betrachtet, auch ihre körperliche Unversehrtheit garantiert, sagen Eure konservativen Akademiker "Fuck the Geisteswissenschaft/AStA, weil sie zwar nicht mit der Idee, wohl aber mit ihrer heutigen Manifestation eine Menge Frust und Ärger erleben. :)

Anders ausgedrückt: wenn man keinen guten Draht zum Zensor hat, wird man automatisch zum Verfechter der Meinungsfreiheit, ob man nun Kapitalist, Sozialist, Faschist, Fundamentalist oder sonst irgendwas ist. Auch Khomeini sprach sich im Exil für eine politische Liberalisierung Irans aus. Einer, der seine Kinder in politische Bildungsanstalten des politischen Gegenspielers schicken muss, wird plötzlich und unversehens zum liberalen Freund des Homeschooling - wie die in anderen Belangen eher konservativen Verbrennt-die-HEXE-Christen in den Vereinigten Staaten, zum Beispiel. Sich aus den Sünden, ja auch nur aus den Glaubensvorstellungen ihrer nächsten rauszuhalten sehen die hingegen überhaupt nicht ein, weil Amerika ja eine chrisliche Nation ist. So weit geht der Liberalismus also doch wieder nicht.

Es ist eben eine Zweckfreundschaft - wie die der Grünen mit den Volksentscheiden. :)
Natürlich ist es unbewusst und die Folge von einem widersprüchlichen Weltbild. Der Wunsch nach einem Austausch der Zensur ist auch herauszulesen. Geht auch eher in die Richtung: http://www.si-games.com/forum/showpost. ... tcount=643
Wo wir das Ganze dann auch gerne fortsetzen würden.

Auch wenn es unbewusst ist, so bleibt es dennoch falsch. Am Ende hat die Umsetzung einer solchen Taktik ja tatsächliche Folgen und die sind dann weder in unserem Sinne, noch in dem Sinne des Autors. Und da nützt es erstmal wenig, dass man es gut meint. Menschen meinen es in der Regel immer gut.

Wir haben uns jedenfalls ziemlich aufgeregt, als wir den Artikel gelesen haben.
Wenn ich gewusst hätte, dass es harmlos war, hätte ich es selber umgebracht.

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Eldanesh

Beitrag von Eldanesh »

http://www.spiegel.de/wirtschaft/untern ... 92,00.html
Euro-Zentralbank senkt überraschend Leitzins
die Druckerpressen laufen an...X_X
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Elvis
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Beitrag von Elvis »

Es ist viel wichtiger. Es ist ein klares Statement wo die EZB steht.
Meine Damen und Herren... wir haben jetzt die erwartete Situation des Dilemmas der Zentralbank, welche wir hier schon vor Jahren erwartet haben. Nun hat sie sich eindeutig gegen die Geldwertstabilität entschieden.
In einem klar inflationärem Umfeld senkt die Zentralbank den Zins.
Damit hat die EZB jetzt viele der wichtigsten Fragen beantwortet.
Eldanesh

Beitrag von Eldanesh »

Sag ich doch: die Pressen laufen an :D
Nö, sorry, das war jetzt entgültig. Wer jetzt noch dran glaubt das wir mit dem Euro einen "Fortschritt" haben, dem is nimmer zu helfen. Das ist Supergau.
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Elvis
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Beitrag von Elvis »

Eldanesh hat geschrieben:Das ist Supergau.
Das ist FED

Edit: Ich kann mir gerade ein Lächeln nicht verkneifen das du eingedenk des Atomthreads eine Zinssenkung als Supergau bezeichnest. :D
Eldanesh

Beitrag von Eldanesh »

Hier ist es angebracht ;) Das wird teurer als Fukushima, Tschernobyl und Hiroshima zusammen und wesentlich mehr Existenzen ruinieren, bei weitem.
mal ganz ehrlich: unser gesamtes Vorsorgesystem hier basiert auf Währungstabilität, mit südländischen Verhältnissen können wir hier nicht leben.

Im Prinzip müsste jetzt Deutschland austreten, kostet zwar auch, aber die alternative ruiniert uns. ich für meinen Teil bring jetzt alles außer landes und lass nur noch das nötigste für gängige Abbuchungen auf nem Girokonto.
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the general
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Beitrag von the general »

Wohin willst du es den bringen? Eine sichere Währung gibt es doch so nicht mehr.
Ohne Worte.
Eldanesh

Beitrag von Eldanesh »

Erstmal Schweiz. Die haben sich zwar an den Euro gekoppelt werden das aber bei ner talfahrt vermutlich lösen. Wenn nicht sehen wir weiter. Yen? Schweden, norgwegen? ... mal schauen
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G'Kar
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Beitrag von G'Kar »

Yen? Japan hat ebenfalls marode Banken und dazu eine noch ältere Gesellschaft und höhere Staatsschulden.

G'Kar - der mit dem Apostroph

Neues Spiel, neues Glück - der erste SI-AAR mit HoI 3
G'Kar vs. Hasardeur - ein Lern- und Lehr-PBEM mit A World Divided
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DAIM - der KI Mod für HoI 2 - Linksammlung
Eldanesh

Beitrag von Eldanesh »

Trotzdem ne relative stabile Wähung, die auch grad als Fluchtwährung dient.

Kanadische Dollar wären noch ne Idee, oder Rubel oder das Zeug in Singnapur....
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Elvis
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Beitrag von Elvis »

Dann eher der kanadische Dollar oder der australische Dollar. Vielleicht noch der Real.
Schweden, Norwegen ist im Grunde dasselbe in Grün wie Schweiz.

Das ist jetzt kein Statement ob es bereits jetzt oder überhaupt angebracht wäre oder nicht. Es ist einfach nur ein Spiel von Wahrscheinlichkeiten wo jeder für sich selber wissen muss, auf welche Seite er sich wann stellen möchte. Was richtig und was falsch ist, werden wir alle erst hinterher wissen.
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Beitrag von Vernichter »

Für uns persönlich spielt das Ganze nur insofern eine Rolle, dass wir uns in Kürze einen kleinen Vorrat an Konserven und anderen notwendigen Dingen anlegen werden, für 2-3 Wochen ausreichend. Ersparnisse haben wir ehe nicht, müssen im Gegenteil noch Bafög zurückzahlen. Insofern würden wir vor einem grossen Zusammenbruch sogar profitieren, wenn sichergestellt wäre, dass man auch die damit verbundenen Umwälzungen überstehen würde. Ansonsten heisst weiter Sport treiben, um körperlich fit zu bleiben. Schöner Weise haben wir keine Familie für die wir eine Verantwortung tragen, wären auch aus dieser Sicht flexibel.
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Beitrag von Vernichter »

http://www.taz.de/Kommentar-EZB/!81230/
Diese Frage ist von ungeheurer Brisanz, wie Nachrichten zeigen, die auf den ersten Blick eher abseits liegen. So hat die französische Großbank BNP Paribas am Donnerstag ihren Quartalsbericht veröffentlicht und darin mitgeteilt, dass sie einen großen Teil ihrer spanischen und italienischen Staatsanleihen abgestoßen habe - trotz der enormen Kursverluste, die sie abschreiben musste. Diese Paribas-Aktion macht klar: Italienische Papiere gelten inzwischen als Ramsch, der schnell loszuschlagen ist.
Game Over? Man lebt anscheinend wieder in herrlichen Zeiten.
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derblaueClaus
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Beitrag von derblaueClaus »

Elvis hat geschrieben:Es ist viel wichtiger. Es ist ein klares Statement wo die EZB steht.
Meine Damen und Herren... wir haben jetzt die erwartete Situation des Dilemmas der Zentralbank, welche wir hier schon vor Jahren erwartet haben. Nun hat sie sich eindeutig gegen die Geldwertstabilität entschieden.
In einem klar inflationärem Umfeld senkt die Zentralbank den Zins.
Damit hat die EZB jetzt viele der wichtigsten Fragen beantwortet.
Würden wir anders sehen. Wir denken, dass die Zinssenkung eher der sich abkühlenden Wirtschaft in den EU-Staaten geschuldet ist. Aber Endgültiges wird erst die Zukunft zeigen.
Who we are is but a stepping stone to what we can become
Illuminat und Graue Eminenz von Allenthalben im CWII-ARR Dishonor of the Blue ?
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Anton
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Beitrag von Anton »

Als Geheimtipp empfehlen sich ungarische Forints und polnische Zloty. Ansonsten kann werter Eldanesch einfach einen Lager aus Klopapier, Zucker, Salz und Schnaps anlegen. Wird nicht schlecht, wird immer gebraucht, kann man zur Not wieder verkaufen. Schnaps ist als Geldspeicher sogar relativ effizient, vom benötigten Platz her gesehen. Einfach mal ein paar Cognac- und Whiskyfässer im Keller lagern. :)
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Beitrag von Elvis »

derblaueClaus hat geschrieben:Würden wir anders sehen. Wir denken, dass die Zinssenkung eher der sich abkühlenden Wirtschaft in den EU-Staaten geschuldet ist. Aber Endgültiges wird erst die Zukunft zeigen.
Ja natürlich. Was den sonst?
Aber eindeutig wird auf diesem Altar die Währungsstabilität dafür geopfert.
Und dies ist das bis zuletzt immer wieder beschworene, unangefochtene Primärziel der EZB gewesen. Ihre Existenzbegründung.
Und die ist damit ganz eindeutig widerlegt. Es ist nicht automatisch der Untergang des Abendlandes, aber die EZB die geschaffen wurde, existiert jetzt nachweislich nicht mehr.

Für mich auch keine Frage der Interpretation.
Man darf bitte nicht unterstellen, das ich das vorgehen verteufel. Auch hierbei mag jeder seine eigene Ansicht haben die jede ganz bestimmt ihre guten Begründungen hat. Aber die heutige Zinssenkung ist Ausdruck einer völlig veränderten EZB, die sich und ihren AUftrag erstmal neu definieren muss, denn der alte gilt nun nicht mehr in dieser Form.
Unter diesen Umständen kann man auch drüber diskutieren, ob die EZB noch überhaupt unbedingt unabhängig sein muss oder ob das nun nicht mehr notwendig ist.
Gesperrt

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