Es wird heute, wo die Geburtenstarken aus den 50ern und 60ern in Rente gehen, nur am unteren Ende weniger. Da ich nicht vermute, dass man in 20 Jahren generell bis 120 lebt, wird in 20 Jahren an beiden Enden abgenommen.
Natürlich wird man weiter an beiden Enden abnehmen, aber am unteren Ende eben immer stärker als am oberen.
Das sagt doch die Geburtenrate.
2,1 ist genau der Wert den du brauchst um die Bevölkerung konstant zu halten,also das genau so viele sterben wie geboren Werten.
Stells dir vereinfacht vor: hast du 500 Frauen und 500 Männer, jeder Mann hat eine Frau, so braucht jedes dieser Paare 2 Kinder damit der Wert stabil bleibt. (die 0,1 in dem sind einfach die "Ausfälle"). hast du eben nur 1,5 Kinder pro paar hast du eben keine 1000 Menschen mehr sondern nur noch 750.
Müssen in Fall (A) 1000 Kinder 1000 Eltern ernähren (irgend wann halt mal) sind es in fall (B) eben 750 Kinder die 1000 Eltern ernähren müssen.
Klar pendelt sich das verhältnis irgendwann ein, sofern die geburtenrate stabil ist, aber auf einem Niveau das eigentlich schonnimmer finanzierbar ist. alle Rahmenbedingungen (immer später Kinder, längere Rentenbezugsdauer, höhere Rahmenkosten usw.) verschlimmern die Sache immer weiter.
Wie gesagt: so langfristige Prognosen sind immer unseriös, aber es deutet eben nix auf ne Trendwende hin.
Und wenn Prognosen über 10+ Jahre unseriös sind, wie soll man dann für 40-60 Jahre vorsorgen wollen
Zinseszins funktioniert einfach. und ist en Vorsorgemodell nur weitgehend "gestreut" ist es auch sicher. Altersvorsorge sind ja nun nicht nur Finanzprodukte, auch ganz altmodische Sachen wie Wohneigentum gehören da mit rein.
Und ein grundlegendes vertrauen in das funktionieren der Gesellschaft muss man mitbringen, sonst is ja eh alles egal. "Fürwas arbeiten, morgen könnte nen Asteroid die erde treffen und dann wa alles für die katz" ist einfach keine praktikable Philosophie.
Und muss der private denn nachhaltig arbeiten
Ja. Gibt da schon nen Haufen Regelungen. AFAIK müssen versicherer nicht nur von nem längeren Leben ausgehen als statistisch notwendg sondern auch Sicherheitsrücklagen bilden.
Die solidarische Rentenversicherung sollte höchstens wissen, wie das Verhältnis Beitragszahler:Rentner in 5 Jahren aussieht
Nützt dirnix wenn das Verhältnis so beschissen ist, das der Beitragszahlen nicht leben kann weil er zuviel abdrücken muss ud der Rentern nicht davon leben kann, weil der Beitrag unter zu vielen verteilt wird.
Die Crux ist nämlich, das Solidarprinzipien nur funktionieren wenn du mehr hast die in den Topf reinzahlen als die die rausholen

Bei den Krankenkassen haben wir doch das Problem (noch) ganz akut: die gesetzlichen Kassen sind zu teuer, weil alle potentiellen "zahler" austreten und sich viel billiger privat versichern. Ist bei der Rente nicht anders, nur das die Zahler nicht austreten, sondern einfach nicht geboren werden.