Zustimmung, AoD ist nicht perfekt, aber wie ihr sagt, besser als HoI2 und HoI3. Wenn man es noch "passender" will, gibt es Mods dafür.Mantikor hat geschrieben:Ich habe es jetzt mal ein wenig getestet. Es ist besser als HOI 3 und auch besser als ein ungemoddetes HOI 2. Dennoch bin ich etwas enttäuscht weil man aus dem Spiel wesentlich mehr hätte machen können.
Mantikor hat geschrieben: Die Nationalen Ideen wurden beispielsweise relativ lieblos umgesetzt. Das man gerade mal drei Ideen gleichzeitig wählen kann und hierbei gerade mal drei verschiedene Auswahlmöglichkeiten hat spricht nicht gerade für die Kreativität der Entwickler und erinnert mich an die Gesetze in HOI 3, bei dennen es ebenfalls auch kaum Auswahlmöglichkeiten gab.
Zudem wurden sehr komische Nationale Ideen wie beispielsweise ethnische Fokusse gewählt. Da hätte man auch sinnvollere Nationale Ideen wie beispielsweise Kolchosen, Recyling, den Ausbau der Autobahnen, Lebensmittelrationierung, Tiefenrüstung etz. nehmen können.
Ich mag die Nationalen Ideen - je nach Regierungsart stehen unterschiedliche Ideen zur Verfügung, und das ganze ist extrem leicht modbar. Ich mag das sehr. Vorallem für Mods sehr zu gebrauchen (und seit 1.04 in Vanilla nicht mehr zu extreme Boni, wie es vorher war)
Also mir wäre neu, das es sich nicht lohnt die nationalen Ideen während dem Spiel zu wechseln. Bis '39 lohnt sich als Deutscher die Fokusierung auf Inlands-Boni am meisten, wenn man dann Russland angreifen will, lohnt sich durchaus ein Wechsel. Je nach Situation nunmal (Wer auf Panzer setzt will mehr IC für mehr TC, wer auf Infanterie setzt will mehr Manpower etc.etc.)Mantikor hat geschrieben: Abgesehen davon sollten nicht alle Nationalen Ideen sofort verfügbar sein sondern nur unter bestimmten Voraussetzungen nach und nach freigeschaltet werden damit man im Laufe des Spiels durch neue Nationale Ideen immer wieder von neuem motiviert wird. Wenn man sie nur am Anfang des Spiels einstellt und danach bis Spielende nicht mehr sieht, sind mehr oder weniger sinnlos.
Genau das ist ja der Sinn dahinter, man soll als kleines Land nicht mal eben eine Panzerdivision aus dem Boden stampfen können. Das ging so in der Realität auch nicht vernünftig, eine Produktion braucht immer Anlaufzeit. Evtl. wäre es besser die Anlaufzeiten für Infanterie zu verringern (für Miliz soll sie ja gänzlich gestrichen werden im nächsten Patch) und dafür für "schwierige" Projekte wie moderne Panzer, Bomber etc. erhöhen.Mantikor hat geschrieben: Die Idee mit der Umrüstzeit für Fabriken ist grundsätzlich nicht schlecht. Allerdings bin ich nach wie vor der Meinung das es besser währe wenn die Fabriken in verschiedene Typen wie Leichte Industrie, Schwere Industrie, Werften und Luftfahrtindustrie aufgeteilt werden würden anstatt generell einen Umrüstmalus einzuführen.
Als großes Land kann man zwar trotz Umrüstzeit noch halbwegs planen ohne allzu starke Nachtteile zu erleiden, aber als kleines Land ist man mit diesem Malus doch stark benachteiligt, weil man nicht parallel Bodeneinheiten, Industrie, Infra, Luftwaffe und Marine in Serien laufen lassen kann.
Ohne Planung geht nunmal nichts. Wer wie das DR in der Realität versucht 200 verschiedene Jäger, 50 Panzertypen und 60 schwere Bomber zu entwickeln, der verzettelt sich. Bei AoD lohnt sich die Massenproduktion eben.
Die Amerikaner stellten alle 12 Minuten eine Flying Fortress fertig. So schnell konnte die Deutschen die nichtmal abschiessen wenn sie eine funktionierende Luftabwehr gehabt hätten. (120 Bomber pro Tag)
Die russischen T-34 waren Standardpanzer, deren Stärke ihre Masse war. WW2 wurde über die Kombination von Masse und Klasse gewonnen. Das bildet AoD doch recht gut ab. Nur Masse bringt nichts, nur Klasse ebenfalls nicht, je nach Nation kann man mehr in die eine Richtung gehen, aber eine ausschliessliche Infanterietaktik funktioniert weniger gut als noch in HoI2. Genauso eine Fokusierung auf Panzer-only. Wenn der Gegner dann mit Taks draufhaut, bricht jede Offensive zusammen, wenn die Luftabwehr vergessen ging.
Bei AoD ist Planung, wie im echten Krieg, extrem, extrem wichtig. Ohne Vorausplanung funktioniert nunmal keine Offensive.
Nun, ein Spiel benötigt es vielleicht nicht. Aber eine realistische Simulation des WW2 sicherlich. Im echten Krieg war Spionage und Aufklärung extrem wichtig. Das ist schliesslich kein Sandkastenspiel wie HoI3, sondern sollte einigermassen historisch verlaufen, wenn der Spieler sich nicht gross einmischt. Und da gehört dazu, das die USA/Russland nunmal starke Spione haben, und dem Deutschen gerne mal was sabotieren, während die "Abwehr" nunmal historisch eher schwach war ihren Gegnern gegenüber.Mantikor hat geschrieben: Positiv ist natürlich das Automatische Entsenden der Spione. So kann man sich endlich das nervige Dauergeklicke sparen, obwohl ein Spiel über den 2. Weltkrieg meiner Meinung nach ohnehin weder Spionage noch Diplomatie benötigt um gut zu sein.
Verbrannte Erde.. ja, es wäre besser wenn nur ein Teil der Fabriken zerstört wird, wenn eine Provinz wechselt, aber sie werden ja nicht gänzlich vernichtet sondern nur auf 0 gestellt, der Aufbau per Reparatur ist deutlich günstiger als ein Neubau. (und auch dort muss man 50% noch per Reparatur beisteuern.. das ist sozusagen die Einarbeitszeit, die nötig ist, die Fabriken auf volle Leistung zu bringen)Mantikor hat geschrieben: Das beschädigte Gebäude nun repariert werden müssen klingt zunächst logisch und gut wurde aber wieder mal sehr schlecht umgesetzt weil die Gebäude viel zu leicht Schaden nehmen. Als ich Polen eroberte waren danach sämtliche polnische Fabriken zerstört und zudem ein Großteil der Infrastruktur. Sowas ist natürlich nicht realistisch, da nicht jede Fabrik sofort in die Luft fliegt sobald ein deutscher Soldat innerhalb eines Radius von 100 Kilometer dran vorbei marschiert.
Es ist völlig realistisch das man nur einen Teil der IC erhält. Je nach Minister/nationalen Ideen kann man relativ viel IC von befreiten/besetzten Ländern erhalten. Das der Ami in Deutschland nunmal beliebter war als der Deutsche in Polen und deshalb auch mehr IC erhält (weniger Sabotage, höhere Motivation der Arbeiter etc.) finde ich schon bei HoI2 ein ganz normales Feature. Wem es nicht gefällt, es gibt die Option der vollen IC Übernahme.Mantikor hat geschrieben: Da man zudem nur einen Teil der Ik nach der Reperatur erhält, hat man vom reparieren fast keinen Nutzen mehr. Da stellt sich die Frage ob es überhaupt Sinn macht eroberte Fabriken zu reparien oder ob die IK nicht sinnvoller im Bau eigener Fabriken investiert ist.
Hier haben es die Entwickler eindeutig übertrieben. Der IK Malus aus HOI 2 war realistisch weil sich die Fabriken selbst reparierten und man danach nur einen Teil der Ik erhielt. Der IK Malus und das gleichzeitige Reparieren ist es nicht, weil man hier gleich zwei mal für das Erobern bestraft wird. Das ist doppelt gemoppelt. Das Reperatur Feature gehört entweder ersatzlos gestrichen oder alternativ ersatzlos der IK Malus. Letzteres kann man zwar vor Spielstart ausschalten aber realistisch ist es trotzdem nicht wenn man überall nur 0 Ik erobert.
Das geänderte Kampfsystem konnte mich auch nicht wirklich überzeugen. Das Kämpfe länger dauern währe in Ordnung, wenn sich Einheiten ohne Org, wie in echt auch aus den Kämpfen zurückziehen würden. Da die geschlagenen Einheiten sich jedoch unrealistscher Weise nicht zurückziehen solange noch eine andere Einheit ausreichend Org hat werden die Kämpfe viel zu lange in die Länge gezogen, mit dem Ergebnis das ich die feindlichen Einheiten oft nicht mal mehr kesseln muss, weil sie sich schon im ersten Angriff nach 1 bis zwei Wochen auflösen.
Im 2. Weltkrieg konnte kein Schiff unbegrenzt auf See bleiben. Nachschub auf hoher See war sehr selten (Seekühe sind die Ausnahme) und normalerweise wurde Nachschub im Hafen wieder gebunkert. (Versteht es einfach so, das die geänderte Logistik Org kostet, wenn ihr das Schiff zu einem neuen Hafen verlegt. Das Material muss ja auch erstmal dorthin gehen)Mantikor hat geschrieben: Noch unrealistischer ist jedoch der Seekampf. Das Schiffe ohne Zutun des Feindes auf hoher See Schaden nehmen und zum aufmunitunieren und Treibstoff holen zum Hafen zurückkehren müssen, könnte ich einem Spiel über Napoleon aktzeptieren, jedoch nicht in einem Spiel über den 2. Weltkrieg. Die damaligen Schiffe wurden selbst in Stürmen nur geringfügig beschädigt, abgesoffen ist aber gar kein großes Schiff, und Muniton und Treibstoff muss man auch nicht vom Heimathafen holen. Im 2. Weltkrieg wurden die Kriegsschiffe durch Frachter und Versorgungsuboote mit Muniton und Treibstoff versorgt und die könnten heute noch auf hoher See fahren wenn ihre Besatzung nicht an Altersschwäche gestorben währe.
Ja, Schäden sind vielleicht etwas overpowered, aber U-Boote gingen schon einige verloren auf hoher See, das nicht unterschätzen.
Ich weiss nicht welches Spiel ihr spielt, aber mein AoD hat einen "Provinz priorisiert reparieren" Knopf.. der ist bevorzugt bei meinen High-IC, High-Infra-Provinzen aktiviert, und die synthetische Ölproduktion kann - und sollte - mittels Flak und Luftwaffe geschützt werden. Eure Kritik verstehe ich hier also nicht, weil genau das Feature der Priorisierung existiert. Und wer zulässt das einem als Grossmacht die Bomben auf die Werke fallen, hat den Kräääg sowieso schon halb verloren. Oder Göring als LuftwaffenchefMantikor hat geschrieben: Die Hydrierwerke und synthetische Fabriken sind auf den ersten Blick gut für die Achse weil man davon scheinbar unbegrenzt welche bauen kann, allerdings nur auf den ersten Blick. Beim zweiten Blick wird man feststellen das die Amis und Russen ihre Fabriken, sofern sie denn überhaupt welche benötigen, in ausreichender Entfernung bauen können, und damit vollkommen geschützt sind, während man selbst als Achsenspieler klar im Nachteil ist weil fast alle Fabriken in Reichweite der feindlichen Bomber liegen. Wenn es wenigsten Raffinieren geben würde könnte man als ausgleich vielleicht wenigstens den Engländern die Raffinieren wegbomben und sodurch dafür sorgen das die Engländer nicht mehr genüg Öl in Treibstoff umwandeln können. Da es diese jedoch nicht gibt, ist man jedoch klar im Nachteil, vor allem wen man bedenkt das man auch noch den ganzen Scheiß reparieren muss den man erobert.
Hier währe ein Priorierungsbutton sinnvoll, damit man selber entscheiden kann was repariert werden soll und was nicht. Ansonsten repariert man sich als Achsenmacht gegen einen Gegner der die Luftwaffe einzusetzen weiß zu Tode, da man dummerweise nicht gezielt die Hydrierwerke etz. reparieren kann sondern den ganzen Mist wie die Infrastruktur wertloser Provinzen gleich mitreparieren muss. Aber ich bin ja eh für die Einführung von Bautrupps.
Deutschland hatte nunmal den Nachteil, das seine Fabriken nah und bekannte Ziele waren, während der Russe hinter dem Ural und der Ami in Übersee sicher produzieren konnte. Wem das nicht gefällt: Amerikabomber entwickeln
Bautrupps? Sind wir hier bei Civ?
Als ob das Handbuch bei HoI2 brauchbar gewesen ist.. Sorry, aber AoD ist nicht für den Anfänger-Spieler der mal eben ein paar lustige Stunden haben will gedacht und das Spiel dann wieder weglegt, sondern für den Strategen der auch etwas Zeit darin investieren will.Mantikor hat geschrieben: Positiv finde ich das Infrastruktur nun einen Effizienz Bonus gibt. Das war lange überfällig, da es früher kaum einen Grund gab um überhaupt mal Infrastruktur auszubauen. Negativ finde ich jedoch das ich mir die Infos über die Infrastruktur und Fabriken mühsam aus den Foren herausziehen musste, weil es kein deutsches Handbuch gibt. Vor allem Spieler, die das normale HOI 2 nicht kennen, werden wohl ohne Handbuch kaum durchblicken.
Das man nun eine Info erhält wieviele Arbeitskräfte in welchen Bereich arbeiten ist eine nette aber auch überflüssige Zugabe. Ich hätte mir eine Manpowerverwaltungssystem gewünscht bei dem man Arbeitskräfte gezielt zuteilen kann anstatt einer Info wenn ich die Maus über der MP halte.
Wirklich wichtige Dinge wie unterschiedliche Techbäume wurden natürlich auch nicht realisiert. So sind die Änderungen zwar ingesamt ganz nett, aber wirklich weltbewegend sind sie auch nicht.
Das englische Handbuch ist völlig ausreichend als Start (Vermisst wirklich jemand ein deutsches Handbuch?), und AoD lernt man genauso wie HoI2 mit spielen, nicht Handbuch-lesen. Und das finde ich sympathisch. Spiele, bei denen ich erstmal 5 Stunden das Readme studieren muss bevor ich meine Armee bewegen kann, stossen mich persönlich ab. Ich will loslegen und dabei lernen. Den Effekt der Infra habe ich zu Beginn auch unterschätzt, mittlerweile weiss ich was damit möglich ist. Learning-by-doing, wie der Brite so schön sagt.
Die MP-Angaben finde ich SEHR praktisch - je mehr Mann unter Waffen stehen, desto mehr müssen auch permanent ersetzt werden bei erreichen der Altersgrenze. Je grösser also die Armee, desto geringer die Anzahl "neuer" freier Rekruten. Bei einer wirklich grossen Armee fressen dann die Altersnachschübe fast den ganzen MP-Zuwachs. Finde ich vollständig ok das so zu moddeln, besser als "jede Einheit verliert 0.1% pro Woche" (5% pro Jahr, wenn man annimmt das von 20-40 Jahren gedient wird)