Die Salier - Die Geschichte einer Dynastie im Mittelalter

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Daniel90
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Philipp I. (1347-1371) 1.Teil: 1347-1364

Beitrag von Daniel90 »

Philipp I. (1347-1371)
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Geboren am: 25. August 1323
Königkrönung: 24. Januar 1347
Kaiserkrönung: 2. März 1359
Gestorben am: 5. Februar 1371

Als Philipp I. im Januar 1347 zum König von Deutschland gekrönt wird steht er vor einer sehr schwierigen Aufgabe. Die Pest wütet in Europa, die Autorität der Krone in Italien ist durch einige Unabhängigkeitserklärungen italienischer Vasallen geschwächt und die Stabilität im Reich ist auf dem Tiefstand. Philipp Hauptziel ist es also die Stabilität wieder herzustellen und die Autorität in Italien wiederherzustellen. Philipp Erziehung war eigentlich für die geistliche Laufbahn vorgesehen, so hatte im Kaiserin Ermengard sogar schon den bischöflichen Sitz in Ferrara angeboten, sollte der dortige Erzbischof bei der nächsten Wahl zum Papst gewählt werden. Dies wurde vor allem durch die Unabhängigkeitserklärung des Erzbischof im Mai 1346 verhindert. Nun saß er auf dem deutschen Thron und stellte sich auf eine Menge Konflikte ein, die es zweifellos geben wird.

Gleich nach seiner Krönung beginnt Philipp mit der Verbesserung der Stabilität im Reich. Im Juni gelingt es ihm mit Hilfe er Kirche einen Teil der Stabilität wieder herzustellen. Dies nahm der Herzog von Hochburgund zum Anlass sich am 14. November 1347 wieder unter den Schutz des Königs zu stellen. Das Philipp die Kirche zur Unterstützung nimmt lässt ganz klar erkennen, dass er sich von der Kirchenpolitik seines Bruders Heinrich VI. entfernt und lieber den Ausgleich mit der katholischen Kirche sucht und nicht danach trachtet diese zu vernichten. Eine Abschaffung der Laieninvestitur gab es jedoch auch unter Philipp I. nicht.

Im Mai 1348 erreicht die Pest dann auch das Herzogtum Franken. Philipp lässt daraufhin die Zitadelle von Franken unter Quarantäne stellen. Niemand durfte die Festung ohne Anordnung des Königs verlassen und auch Besucher wurden gründlichst auf Pestbeulen untersucht bevor sie zum König vorgelassen wurden. Diese Sicherheitsmaßnahmen verhinderten jedoch nicht dass Hofangestellte erkrankten. Im Gegenteil, der große Hof des Königs sorgte eher dafür das sich die Krankheit ziemlich schnell verbreitet. Aufzeichnungen von Chronisten zufolge sollen etwa 20% des Hofes an der Pest gestorben seien. Besonders ältere Höflinge überlebten die Epidemie nicht.
Trotz allem gelang Philipp die Wiederherstellung der Reichsstabilität in den nächsten Monaten. Wieder bekam Philipp dazu die Hilfe der Kirche. Auch den ehemaligen Vasallen schien Philipps Geschick auf diplomatischer Ebene klar geworden zu sein. Jedenfalls kehrt der Erzbischof von Krain am 8. Mai 1348 wieder in Reich und unter den Schutz Philipps I. zurück.

Im Juli 1348 wird auch Philipps Frau Kunigunde von der Pest befallen und stirbt nur eine Woche später an den Folgen der Krankheit. Philipp heiratet am 9. August 1348 ein zweites Mal. Seine neue Frau Gerberga ist eine Adelige aus der Grafschaft Oldenburg. Sie bringt eine Mitgift von 3178 Golddukaten mit in die Ehe. Geld das Philipp gut gebrauchen kann um unzufriedene Vasallen, die es aufgrund der angeschlagenen Stabilität nach wie vor gab, zufrieden zu stellen.

Am 27. Mai 1349 kommt Philipps Chefspion auf den König zu und schlägt vor einen rivalisierenden Herrscher ermorden zu lassen. Philipp lehnt dieses Vorhaben ausdrücklich ab. Seine theologische Erziehung verbietet ihm ein solch barbarisches Vorgehen.

Es vergeht wieder ein Jahr ehe sich auf politischer Ebene etwas rührt. Als der Graf von Fürstenberg am 14. Januar 1350 den Herzog von Schwaben angreift steht Philipp seinem Vasallen bei und erobert die Provinz am 12. April desselben Jahres. Philipp entschließt sich dazu die Provinz für sich zu behalten um die Macht des Herzogs zu schmälern. Die Macht der schwäbischen Herzogfamilie umfasste neben den Besitzungen in Schwaben auch das Herzogtum Brabant, aus Philipps sicht waren die Rheinfeldener damit zu mächtig und somit war ein weitrer Machtzuwachs der Familie unter allen Umständen zu verhindern. Fürstenberg wird also deutsche Kronprovinz.

Am 28. Juli 1350 stirbt Papst Benedikt XII. in Jerusalem an Altersschwäche. Neuer Papst wird jedoch nicht, wie man erwartet hatte, der Erzbischof von Ferarra sondern der Bischof von Lappland, der den Namen Clemens VI. annahm.

Zu Weihnachten 1350 erreichen Philipp erfreuliche Nachrichten aus Alexandria. Dort hatte die Pest sich zurückgezogen und die Menschen begannen nun damit die Wirtschaft in der Provinz wiederherzustellen.

In den folgenden Zwei Jahren gelingt es Philipp, wiederum durch Mithilfe der Kirche die Stabilität im Reich wieder zu normalisieren, außerdem wird der Erzbischof von Köln wieder Vasall des Königs. Trotzdem sagt sich am 4. März 1353 der Gouverneur von Genua vom Reich los, die Herzöge von Kampanien, Apulien folgen nur wenige Wochen später. Philipps Reaktion macht deutlich wie angespannt die Lage in Italien während dieser Jahre war. Im Dezember, nur eine Woche vor Weihnachten erklärt er dem Gouverneur von Genua den Krieg und zieht mit starken Verbänden nach Italien.

Italien im September 1353
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Philipp zieht also nach Italien. Auf dem Weg dorthin erfährt der König, dass auch das Erzbistum Pisa seine Unabhängigkeit erklärt hat. Philipp ist außer sich als er die Nachricht erhält. Wenn man den Chronisten Glauben schenkt wäre der König am liebsten sofort mit gezogener Klinge auf die Boten losgegangen um sie zu erschlagen, besann sich jedoch im letzten Augenblick wieder. Der Zorn des Königs ging stattdessen über die Truppen des Gouverneurs von Genua nieder dessen Truppen am 16. Februar 1354 in Nizza vernichtend geschlagen werden. Philipp beginnt mit der Belagerung. Kurz nach Beginn der Belagerung lässt der König die Truppen des Herzogs von Mailand mobil machen und fordert ihn auf Monferrato einzunehmen. Der Herzog folgt dem Aufruf Philipps und zieht nach Monferrato. Eine Einnahme Monferatos sollte sich jedoch als Überflüssig herausstellen. Nach dem Philipp am 1. Juni 1354 in Nizza einmarschiert bietet der Gouverneur Frieden an. Er erklärt sich bereit Nizza und Monferrato abzutreten und zahlt außerdem 14079 Golddukaten an den König. Damit endet die Geschichte der Republik Genua.
Am 13. September 1354 entsteht das Erzbistum Genua mit Adelimo von Lenzburg als Bischof.
Am 9. November 1354 erklären die Herzogtümer von Mecklenburg und Friedland dem Erzbistum Ferrara den Krieg. Diese Nachricht freut Philipp erspart es ihm den geplanten Angriffskrieg der bei Erfolg seinem Ruf sehr geschädigt hätte. So kann er mit der Begründung seinen Vasallen beizustehen nach Italien ziehen um den Erzbischof wieder in Reich einzugliedern. Nach der Eroberung Bolognas, Ravennas und Ferraras lenkt der Erzbischof in den von Philipp diktierten Frieden ein und wird wieder Vasall des Königs.

Während Philipp gegen Genua und Ferrara vorgegangen war wurde das Erzbistum Pisa vom Herzog der Toskana annektiert.

Italien 1355
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Philipps Hoffnung, dass nun wieder Ruhe in Italien einkehren würde erfüllte sich nicht und scheiterte unter anderem an den Unabhängigkeitserklärungen Mailands und Veronas im Sommer des Jahres 1356.

Im Dezember 1356 wird Philipp dazu aufgerufen die Ständeversammlung einzuberufen. Der König weigert sich und ruft die Versammlung nicht ein. Das hat zu Folge dass die Stabilität im Reich steigt. Eine hervorragende Vorrausetzung für Philipp diplomatische aktiv zu werden. Der König entsendet Boten nach Kampanien und in die Toskana um den Herzögen seinen Schutz anzubieten. Beide stimmen zu und werden damit Vasallen des Königs.

Am 7. Mai 1358 greift die Grafschaft Schwaben den König an. Die Grafschaft wird am 12. Oktober 1358 eingenommen und in ein Bistum umgewandelt. Bischof wird Ordulf, ein Verwandter Philipps.

Ein knappes Jahr später bietet der Papst Clemens VI. Philipp I. die Kaiserkrone an. Der König zieht also nach Jerusalem und lässt sich in einer prunkvollen großen Zeremonie zum Kaiser krönen.

Durch die Krönung zum Kaiser stieg Philipps Machteinfluss auf die Gebiete in Italien und festigte seine Position dort. Trotzdem kehrte keiner der italienischen Vasallen ins Reich zurück. Bevor Philipp sich um Italien kümmern konnte gab es jedoch wieder einmal Krieg mit dem Nachbarland Frankreich. Die Franzosen hatten die Grafschaft Oldenburg angegriffen und sich damit die Kriegserklärung des Herzogs von Sachsen eingehandelt, der nun Philipp um Hilfe bat. Eigentlich hatte Philipp vorgehabt sich auf Italien zu ziehen und dort die abtrünnigen Vasallen ins Reich zurückzuholen. Das war nun nicht mehr ohne weiteres möglich da die innenpolitische Stabilität gelitten wenn Philipp in Italien gewesen und die Franzosen Sachsen überrannt hätten. Also zieht Philipp mit einem Heer nach Frankreich.
Knapp ein Jahr dauert der Konflikt diesmal an. Philipp gelingt es dabei die Besitztümer des französischen König zu erobern und am 23. März 1361 einen Friedensvertrag mit Frankreich zu schließen. Es handelt sich dabei um einen weißen Frieden. Jegliche Durchsetzung von Ansprüchen hätte Philipps Ruf zu sehr geschädigt und den geplanten Italienzug unmöglich gemacht.
Philipp war jedoch von Frankreich so sehr begeistert, dass der Traum einen geeinten deutsch-französischen Kaiserreiches entsteht. Damit hatte Philipp bereits die politische Marschrichtung für die Zeit nach der Einigung Italiens gelegt.

Bereits im Oktober 1361 bietet sich für Philipp die nächste Möglichkeit die Einigung Italiens fortzusetzen. Als am 5. Oktober 1361 der Graf von Apulia dem Grafen von Vermandois, Vasall des Herzogs von Holland, den Krieg erklärt schickt Philipp seinen Marschall Sa´daddin an der Seite des Herzog im Herbst 1361 nach Italien.
Nach zwei Schlachten gegen den Herzog von Apulien am 18. Februar 1362 und dem 9. April 1362 wird Lecce am 6. August 1362 eingenommen. Der Herzog von Apulien nimmt Philipps Friedensangebot an und wird wieder Vasall des Kaisers.

Am 13. Januar 1363 wird dem Kaiser mitgeteilt, dass der Herzog von Mailand Lorenzo von Este Anspruch auf den Titel Herzog von Verona erhoben hat und seinem Nachbarn daraufhin den Krieg erklärt hat. Philipps Chefspion berichtet zudem das der Herzog von Verona den Mailändern deutlich unterlegen ist und keine Chance hätte diesen Krieg zu gewinnen.
Philipp handelt schnell, das letzte was er gebrauchen konnte war ein unabhängiges Herzogtum, das die Alpen kontrolliert und ihm den Zugang nach Italien versperrt hätte. Also beginnt Philipp am 22. Januar 1363 seinen nächsten Feldzug nach Italien, gegen Mailand.
Am 25. Februar kommt es zur Schlacht von Cremona, dem Hauptsitz des Herzog von Verona der, wie Philipp Chefspione vorausgesagt hatten, nicht in der Lage waren sich gegen die Mailänder zu wehren und bereits kurz vor der Kapitulation standen. Im letzten Augenblick konnte die Belagerung durchbrochen und die Vereinigung der beiden Herzogtümer unter Mailänder Kontrolle verhindert werden. Philipp holt sich Unterstützung vom Herzog von Savoyen, dem die Einnahme von Dauphine Viennois gelingt. In der Zwischenzeit hatte Philipp die Lomarbei eingenommen und zog nun nach Padua weiter. Padua fällt am 14. November 1363.
Die Mailänder Truppen waren nun soweit ausgelaugt dass das Lorenzo ohne zu zögern Philipp Angebot wieder Vasall des Heiligen Römischen Reiches zu werden annimmt. Auch mit Verona schließt der Herzog kurze Zeit später Frieden.
Nun fehlten nur noch das Herzogtum Verona und das Erzbistum Ferrara, welches sich schon wieder in die Unabhängigkeit begeben hatte, um die einstige Macht in Italien wiederherzustellen.

Italien 1364
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Daniel90
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Philipp I. (1347-1371) 2.Teil: 1364-1371

Beitrag von Daniel90 »

Nachdem es Philipp gelungen war die Entstehung des Herzogtums Mailand/Verona zu verhindern, zieht der Kaiser zurück nach Deutschland. Langsam zog sich auch die Pest wieder zurück und die Menschen schöpften wieder Hoffnung.
Philipps Ruhezeit währt jedoch nur kurz. Am 1. August 1365 erhält der Herzog von Sachsen eine ganze Reihe Kriegserklärung nämlich die der Grafen von Tyrnovo, Sinope, Lower Don und des Königs von Bulgarien. Philipp steht seinem Vasallen wie immer bei und erklärt den Herrschaften ebenfalls den Krieg.
Der Kaiser entsendet seinen Marschall von Konstantinopel aus um die Provinzen des bulgarischen Königs zu erobern, Philipp bleibt auf seiner Zitadelle in Franken und kümmert sich um den Wiederaufbau der Provinzen, in denen die Pest bereits vorbei war.
Dem Marschall Sa´daddin Mansoor gelingt die Einnahme der königlichen Provinzen in Bulgarien. Außerdem gewinnt er mehrere Schlachten gegen die Bulgaren. Am 28. Januar 1366 wird Frieden geschlossen. Bulgarien gibt die Grafschaft Veglia auf, die Philipp kurze Zeit später an den Herzog von Istrien belehnt.
Im März 1366 wird der Erzbischof von Genua zum Papst gewählt. Philipp lässt daraufhin am 5. März seinen Verwandten Philipp zum Erzbischof weihen.
Im Sommer desselben Jahres kann Philipp auch auf dem diplomatischen Parket Erfolge erzielen. Dem Kaiser gelingt die Vasallierung der Herzöge von Verona und der Steiermark.

Am 3. März 1367 erfährt Philipp, dass der Herzog von Oberlothringen ein Vasallierungsangebot des Königs von Ungarn angenommen hat. Philipp reagiert ziemlich heftig auf diese Reaktion des Herzogs, der zumal auch noch ein Verwandter des Kaisers ist. Kurz gesagt: Philipp erklärt dem Herzog offen den Krieg und legt sich folglich auch mit dem König von Ungarn an.
Innerhalb von 5 Monaten werden die Provinzen des Herzogs eingenommen und der Herzog zu einem Friedensvertrag gezwungen: Oberlothringen wird wieder Vasalle des Kaisers.
Auch der König von Ungarn muss schnell einsehen, dass er keine Chanve gegen die Kaiserlichen Truppen hat und bietet am 25. April Frieden an. Philipp nimmt an und somit enden die Kampfhandlungen.

Drei Jahre später, am 21. April 1370 beginnt der Herzog von Bayern einen Krieg gegen den Grafen von Innsbruck, der sich kurz vorher losgesagt hat. Dieser Feldzug sollte sich als schwierig herausstellen. Philipp verliert am 28. September 1370 eine Schlacht gegen den Grafen und muss sich zurückziehen. Erst in einem zweiten versuch kann der Graf am 30. November 1370 besiegt werden und Philipp nach Innsbruck ziehen. Die Stadt fällt am 28. Januar 1371 in die Hände des Kaisers. Am 3. Februar bestätigt der Graf von Innsbruck Philipp als neuen Grafen.

Philipp verlässt Innsbruck nicht mehr und stirbt nur zwei Tage nach seinem letzten politischen Erfolg in Innsbruck an Aletersschwäche. Er ist zu zu diesem Zeitpunkt 47 Jahre alt.
Philipps Regentschaft war schwierig, aber ziemlich erfolgreich. Es gelang ihm das Ansehen der Salier beim Papst wieder herzustellen und damit die Regentschaft seines Bruders Heinrich VI. in Vergessenheit geraten zu lassen. Doch eines gelang ihm nicht. Die vollständige Einigung Italien unter deutscher Herrschaft. Das Erzbistum Ferarra war noch unabhängig. Ein Umstand den Philipps Nachfolger Rudolf beheben will um Italien wieder, so wie vor der Pestepidemie, unter deutscher Regentschaft zu bekommen.
Zum Abschluss sei noch anumerken, dass der Herzog von Galiläa gegen Ende des Jahres 1370 das Herzogtum Sachsen geerbt hat, welches damit unter englischen Einfluss geraten ist. Auch Sachsen muss in Reich zurückgeholt werden.

Sachsen unter englischer Kontrolle
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Das Reich 1371
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Daniel90
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Rudolf I. (1371-1384)

Beitrag von Daniel90 »

Rudolf I. (1371-1384)
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Geboren am: 26. April 1341
Königskrönung: 5. Februar 1371
Kaiserkrönung: 21. Juni 1373
Gestorben am: 13. April 1384

Rudolf I. wird am 5. Februar 1371 vom Kölner Erzbischof zum König von Deutschland gekrönt. Er tritt die Nachfolge seines Vaters Kaiser Philipp I. an, der mit starker Hand und aggressiver Italienpolitik einen Großteil der deutschen Macht in Italien wiederherstellen konnte. Nun will Rudolf den letzten Unabhängigen „Staat“ auf italienischem Boden zurückgewinnen, das Erzbistum Ferarra.
Doch zuerst einmal ein Blick auf die Hausmacht der Salier im Jahr 1371, die sich seit Ludwig V. stark vergrößert hat.

Hausmacht der Salier 1371
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Der erste Konflikt während der Regentschaft Rudolfs I. ist der Konflikt zwischen dem Grafen von Schleswig und dessen Lehnsherrn dem Herzog von Holstein, der am 19. August 1371 beginnt. Rudolf entsendet ein 8000 Mann starkes Herr nach Schleswig, welchem am 8. März die Einnahme der Stadt gelingt. Der Herzog erhält die Stadt daraufhin zurück.

Währenddessen konnte Rudolfs Verwalter eine Revolte in Palermo beenden, in dem er den Rebellen 166 Golddukaten zahlt.

Ein knappes Jahr später greift das Königreich Portugal einen Vasallen des Herzogs von Meissen an und fängt sich daraufhin die Kriegserklärung des Herzogs sowie des deutschen Königs ein. Rudolf entsendet ein Heer unter dem Kommando seines Marschalls nach Portugal. Der Grund weshalb der König nicht selbst auf die Iberische Halbinsel zieht liegt an dem Angebot zur Kaiserkrönung das der Papst dem Rudolf I. unterbreitet hatte. Der König zieht also nach Jerusalem und wird dort am 21. Juni 1373 zum Kaiser gekrönt. Ganz in der Tradition seiner Vorgänger lässt Rudolf eine große Zeremonie abhalten.

Kurz nach der Krönung trifft sich der Kaiser mit seinem guten Freund, dem Erzbischof von Köln, der seine eigenen Ambitionen in Richtung des heiligen Stuhls hat und Rudolf um Hilfe bittet diese durchzusetzen. Rudolf ist sofort bereit seinen Freund so gut zu unterstützen wie er kann.

Während sich die Politik Rudolfs im Reich erfolgreich gestaltet, sieht der Feldzug gegen die Portugiesen eher düster aus. Zwischen Oktober und Dezember verlieren die deutschen Truppen 3 Schlachten und müssen sich zurückziehen. Rudolf verhandelt daraufhin mit dem König von Portugal und erreicht am 17. Dezember 1373 einen Friedensvertrag mit Portugal. Der Kaiser zahlt 500 Golddukaten und gibt seine Ansprüche auf die Grafschaften Coimbra und Alcantara auf.

Am 23. Oktober 1374 beginnt Rudolf dann endlich die Umsetzung seines ersten Hauptzieles, der Rückeroberung Ferrarras. Dieser Feldzug sollte eigentlich kein Problem darstellen, da der Erzbischof gerade einmal 23.129 Männer unter seinem Kommando hat, eine sehr geringe Zahl im Vergleich zu 612.150 kaiserlichen Soldaten. Um ein Desaster wie beim Portugalfeldzug zu vermeiden zieht der Kaiser diesmal selbst in den Krieg.
Ende November erreicht Kaiser Rudolf I. die Stadt Bologna und besiegt die Armee des erzbischöflichen Marschalls in einer blutigen Schlacht. Auch Marschall Sa´addin gelingt am 1. Dezember die Zerschlagung einer Armee des Erzbischofs nahe der Stadt Ferrara. Beide Heerführer beginnen mit der Belagerung der Städte.
Ferrara fällt am 25. Januar 1375, Bologna folgt am 12. März 1375. Nur 18 Tage später wird auch Ravenna eingenommen. Marschall Sa´addin war nach der Eroberung Ferraras dorthin weitergezogen.
Nach der Eroberung der Italienischen Provinzen Ferraras mussten nun die Osteuropäischen bzw. die Afrikanische Provinz Mahdia erobert werden. Letztere fällt 15. September 1375.
Ungefähr zur selben Zeit treten beim Kaiser Stresssymptome auf. Rudolf vertrug die ständigen Schlachten nicht. Trotz allem muss er den Krieg fortführen.
Auf seinem Zug nach Osteuropa macht der Kaiser kurz in Ungarn halt um seinen Sohn und Nachfolger, der ebenfalls Rudolf heißt als Mündel zum König von Ungarn zu geben. Dieser stimmt dem Anliegen am 29. Dezember 1375 zu und erklärt sich damit bereit die Ausbildung des künftigen Kaisers zu übernehmen.
Im Sommer 1376 werden dann die Provinzen Reval und Livs erobert, so dass der Erzbischof am 11. August das Friedensangebot Rudolfs I. annimmt und wieder Vasall des Kaisers wird. Somit war Italien wieder vereint unter deutscher Herrschaft.

Italien 1376
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Am 29. Juni greift das Königreich der Seldschuken das Herzogtum Sardinien an. Die Kriegserklärung des mächtigsten muslimischen und Territorial größten Reiches löst beim Kaiser Wahnsinn aus, zumal am 4. August auch noch Gedanken hinsichtlich einer Änderung der Nachfolge im Heiligen Römischen Reich aufkommen, die durch die Herzöge von Holland und der Toskana ausgelöst werden. Beide Herren treten für die Verabschiedung des Wahlgesetzes ein. Rudolf kann und will das Gesetz nicht ändern, da es über kurz oder lang die Absetzung der Salier bedeutet hätte.

Doch zurück zum eigentlichen Thema das die Kaiserliche Politik beschäftigte, den Krieg mit den Seldschuken. In schweren und verlustreichen Schlachten kann ein weiterer Vormarsch der Seldschuken verhindert werden. Am 1. Mai 1378 wird dann der Seldschukenkönig Kambiz der Große auf dem Schlachtfeld von Konstantinopel erschlagen und sein 4jähriger Neffe übernimmt die Regentschaft. Ziemlich schnell bricht ein Bürgerkrieg unter den Persern aus so dass am 8. Mai ein Status-quo-Frieden vereinbart wird. Gebietsgewinne können nicht erzielt werden.

Nach dem Friedensvertrag beginnt eine Zeit des Friedens im Reich. Der Kaiser erholt sich von seinem Wahnsinn und beginnt damit die Wirtschaft im Reich zu fördern. Außerdem erhebt er Anspruch auf den Grafentitel von Paris und den französischen Königstitel.
Am 23. September versucht einer von Rudolfs Rivalen den Kaiser ermorden zu lassen. Der Anschlag scheitert zwar, verletzt den Kaiser jedoch schwer. In Folge der Verwundung erkrankt Rudolf zu Weihnachten 1382. Die Krankheit fesselt den Kaiser ans Bett, weshalb keine großen Politischen Aktionen mehr zu erwarten waren. Die einzige Handlung auf politischer Ebene war die Übernahme des Herzogtitels von
Schwaben vom Herzog von Venedig.
Im Frühjahr 1384 erkrankt Kaiser Rudolf I. dann an der Pest, die nur noch in ganz wenigen Gebieten des Reiches ihr Unwesen trieb. In Folge dieser Erkrankung stirbt Rudolf I. am 13. April 1384 in Franken.

Das Heilige Römische Reich 1384
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Ende!!

Beitrag von Daniel90 »

Leider muss ich euch mitteilen, dass mein Savegame gelöscht wurde. Deus Vult war bisher nicht auf meinem eigenen Computer installiert sondern nur auf dem von meinem Bruder. Demnach musste ich mein Savegame immer auf meinem USB-Stick speichern, der jedoch leider kaputt gegangen ist.

Trotzdem danke ich jedem Leser des AAR für das Interesse und auch für die Reps einen herzlichen Dank.

Ich werde demnächst ein zweites AAR starten und möchte die erfahrenden AAR-Autoren daher bitten mir mitzuteilen wie das AAR war und was ich eventuell besser machen könnte.

Herzlichen Dank.
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Beitrag von Ladegos »

Zum Glück bin ich kein AAR-Autor. ;)

Mir hat dein AAR gefallen und finde es sehr schade das er nun schon zu ende ist. :(

Freu mich schon auf deinen Nächsten.

Einen Leser hast du schonmal. :D
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EIN WUNDER!!

Beitrag von Daniel90 »

Ich habe mein Savegame wiedergefunden. Eine Sicherheitskopie meines AAR-Spielstandes, die noch auf dem PC meiner Eltern gespeichert war. Darum habe ich mich kurzerhand entschlossen den AAR an der Stelle fortzuführen, wo ich ihn habe aufgeben müssen: im Jahr 1384 nach dem Tod Rudolfs I.

Ich hoffe nun das die letzten 70 Jahre ohne Unfall verlaufen und ich den AAR doch noch beenden kann! :)
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Beitrag von Preussenhusar »

:top: Sehr Löblich :ja:

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Beitrag von Performer »

Ich fand es sehr schön zu lesen.
Manchmal etwas ZU ausführlich, aber es ist sicher schwer, die Balance zwischen zu knapp und zu viel zu finden. Ich fand gut, dass du auch deine taktischen Überlegungen hast einfliessen lassen.
Seh schon, ich muss auch mal AAren.
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Daniel90
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Beitrag von Daniel90 »

Performer hat geschrieben:Ich fand es sehr schön zu lesen.
Dafür erst einmal herzlichen Dank! :)
Performer hat geschrieben:Manchmal etwas ZU ausführlich, aber es ist sicher schwer, die Balance zwischen zu knapp und zu viel zu finden. Ich fand gut, dass du auch deine taktischen Überlegungen hast einfliessen lassen.
Das war in der Tat schwierig, zumal es ja mein erster AAR war als ich angefangen habe (und nun wohl auch der erste den ich bis zum Ende durchspiele).
Performer hat geschrieben:Seh schon, ich muss auch mal AAren.
Worauf wartet ihr noch?? ;)
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onscho

Beitrag von onscho »

Wirklich ein hervorragender AAR.
Ihr verdient wirklich Lob werter Daniel.

Dass ihr es den Italienern so gezeigt habt, freut mich persoenlich besonders :)

Sagt mir nur eines: Wie koennt ihr euch eine solch grosse Hausmacht leisten?
Liegt es an DV, habt ihr einen Trick oder einfach genug Geld um euch die verschlechterte Steuereffizienz zu leisten?
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Beitrag von Daniel90 »

onscho hat geschrieben:Wirklich ein hervorragender AAR.
Ihr verdient wirklich Lob werter Daniel.
Danke sehr!

onscho hat geschrieben:Sagt mir nur eines: Wie koennt ihr euch eine solch grosse Hausmacht leisten?
Liegt es an DV, habt ihr einen Trick oder einfach genug Geld um euch die verschlechterte Steuereffizienz zu leisten?
Das liegt hauptsächlich and den guten Intrigenwerten meiner Herrscher, aber auch an dem Bonus von für die späteren Zeitalter. Meine Effizienz liegt immer so bei 80-90%, was bei dem Vermögen meiner Herrscher kein Problem ist.
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Rudolf II. Teil 1

Beitrag von Daniel90 »

Da es morgen für eine Woche in den Urlaub geht liefere ich heute schon mal den nächsten Teil meines AARs.
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Rudolf II. (1384-1413)

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Geboren am: 31. April 1367
Königskrönung: 13. April 1384
Kaiserkrönung: 17. September 1387
Gestorben am: 10. April 1413

Rudolf II. besteigt im Alter von 16 Jahren den deutschen Königsthron. Mit seinem Regierungsantritt beginnt eine Reform der Salischen Hausmacht. Viele Jahre hatten die Kaiser Provinz um Provinz erobert um den Einfluss der Familie zu stärken. Schlussendlich führte das dazu dass eine Verwaltung dieser Provinzen nicht mehr möglich war.
Rudolf begann gleich nach seinem Regierungsantritt mit den Reformen. Es entsteht das Herzogtum Schwaben mit Ludwig Capet als Herzog. Oberbayern wird an den Herzog von Bayern belehnt. Der Herzog von Österreich erhält Innsbruck. Zusätzlich wir der bisherige Hofkaplan Ottokar von San Bonifazio zum Erzbischof von Genua geweiht.
Damit stellte sich die Hausmacht der Salier 1384 so da:

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Im Oktober 1384 hatte der junge König dann die erste Chance sich als Feldherr zu beweisen, als der Herzog von Brandenburg von seinem bis dato treuem Vasallen aus der Grafschaft Altmark angegriffen wird. Am 18. Dezember kam es zur Schlacht die mit einer sensationellen Niederlage der Königlichen Truppen endete. Erst als Verstärkung aus Nassau kam konnte Rudolf die feindliche Armee zerschlagen und die Altmark am 4. April 1385 erobern. Die Provinz wird dem Herzog von Brandenburg zurückgegeben.

Zwei Jahre später bietet Papst Urban V. Rudolf II. die Kaiserkrone an. Rudolf akzeptiert und wir am 17. September in einer prunkvollen Zeremonie auf dem Tempelberg von Jerusalem zum Kaiser gekrönt.

Am 26. Juni 1388 greift das Königreich Seldschuken einen Vasallen des Herzogs von Holland an. Rudolf folgt seinem Vasallen in den Krieg, bietet sich doch jetzt endlich das eine Möglichkeit das einstige Großreich zu vernichten. Rudolf besaß außerdem den Anspruch auf den Titel „König der Seldschuken“ seit ein Anschlag des König auf einen Hofangestellten gescheitert war.
In einem 19-monatigen Feldzug kann Rudolf alle Provinzen des Seldschukenkönigs erobern und diesem seine Friedensbedingungen diktieren. Rudolf wird König der Seldschuken.

Am 12. Juni 1391 heiratet Rudolf II. endlich. Seine Gemahlin ist die junge Adelige Margarete aus der Grafschaft Lüneburg. Sie bringt 4968 Golddukaten in als Mitgift in die Ehe. Ein wenig verwunderlich ist diese Eheschließung schon gewesen da Margarete über keinen Einfluss verfügte und bis heute nicht bekannt ist aus welcher Familie die neue Kaiserin eigentlich stammt. Es ist also sehr wahrscheinlich, dass es sich dabei um eine Liebeshochzeit handelte.

Diese Geschichte ist vergleichbar mit der Hochzeit Kaiser Heinrichs II. mit Kunigunde vor beinahe 400 Jahren. Auch damals heiratete der Einflussreiche Heinrich die eher unbedeutende Kunigunde. Leider entsprangen auch dieser Ehe keine Kinder und auch bei Rudolf und Margarete sah es lange so aus, als ob keine Kinder geboren werden würden. Erst 12 Jahre nach der Hochzeit am 5. März 1403 wurde endlich ein Thronfolger geboren. Der Junge wird auf den Namen Heinrich getauft.

In der Zwischenzeit hatte sich auch politisch so einiges getan. Im Sommer 1395 hatte Rudolf einen Krieg gegen den Herzog von Sachsen und damit gegen das Königreich England begonnen. Der Feldzug sollte drei Jahre dauern. Rudolf eroberte die Provinzen des Herzogs und stellte den englischen König unweit von Celle zur Schlacht.
Hugo de Bourgogne, König von England, stellte 12.000 Mann zu Schlacht, Rudolf II., Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, 15.000 Mann. Die folgende Schlacht war eine der blutigsten, die seit langem auf deutschem Boden ausgetragen wurde, mehr als 5000 Briten und 3000 Deutsche fallen in der Schlacht. Unter ihnen ist auch der König von England.
In den nachfolgenden Verhandlungen zwischen Rudolf und dem neuen König Heinrich III. wird Rudolf das Herzogtum Sachsen (mit Ausnahme Osnabrücks) zurückgegeben. Zudem musste der König von England eine Entschädigung in Höhe von 12.450 Golddukaten zahlen.

Die folgenden 8 Jahre verbringt Rudolf damit das Land wirtschaftlich und kulturell weiter zu fördern. Es entstehen Universitäten, Dome, Ordenshäuser und weitere Gebäude.

Zeitgleich blickt Rudolf ein wenig sorgenvoll nach Asien. Das Seldschukenreich Kambiz des Großen war zwar untergegangen, aber noch nicht vergessen. Nun begannen die Quarakhniden die Rolle des Seldschukenreiches einzunehmen und ein großes Reich aufzubauen. Bis zum Jahr 1400 wurde der Großteil der Türkei durch Abdul-Malik Quara Khan erobert. Als der König im Winter 1400 stirbt und sein Sohn Jalil das Reich erbt stoßen die Quarakhniden weiter nach Ägypten vor. Selbst große Teile Russland wurden von den Muslimen erobert.

Im Jahr 1406 kommt es dann zum Konflikt mit den Quarakhniden. Der König von Frankreich wird vom Scheichtum Moray angegriffen, einem Vasallen des Quarakhnidenkönigs. Rudolf ist eigentlich nicht sonderlich an einem Feldzug gegen die Muslime interessiert, will aber seinen Verbündeten auf gar keinen Fall im Stich lassen.
Der folgende Krieg dauert Jahre und wird auf beiden Seite verbissen geführt. Rudolf kann jedoch ab dem 2. Kriegjahr erhebliche Vorteile erringen und mit Tripolis und Damaskus zwei der wichtigsten Provinzen seines Gegners erobern. Die Eroberungen reichten aber noch nicht um den König zu einem Frieden zu bewegen. Daher rückte der Kaiser nach Al Mafraq weiter um eine große Armee der Moslems zur Schlacht zu stellen. Am 11. April 1408 treffen Jalil und Rudolf aufeinander, und Rudolf gewinnt.
Rudolf gelingt es nun einen Status-quo-Frieden auszuhandeln und somit den Krieg zu beenden. Der Kaiser zieht daraufhin aus dem Heiligen Land ab.
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Rudolf II. Teil 2

Beitrag von Daniel90 »

Kurz nachdem der Anfang Mai Deutschland erreicht erhält er die Nachricht, dass sich der Herzog der Steiermark für unabhängig erklärt hat. Herzog Friedrich von Braunschweig war ein 62-jähriger Häretiker, der obendrein verrückt und depressiv war. Seine Einstellung zur Kirche hatte eine völlig gegensätzliche Grundlage als die kirchentreue des Kaisers.
Rudolf macht sich sofort bereit den Häretiker zu vernichten. Solches Gedankengut sollte im Reich nicht verbreitet werden. Bis zum Februar 1409 wird der Sitz des Herzogs in Pressburg erobert. Rudolf erkennt Friedrich alle Titel ab und schickt ihn ins Exil. Neuer Herzog der Steiermark wird der Graf Siegmund von Chiemgau, Graf der Steiermark. Die Grafschaft Pressburg geht zusammen mit dem Herzogtitel von Esztergom an den Herzog von Österreich.

Im Sommer des Jahres 1409 führte Rudolf einen ähnlichen Konflikt gegen den Grafen von Usti und Labem. Dieser hatte sich gegen seinen Lehnsherrn, den Herzog von Meißen erhoben und versuchten nun den Herzogtitel an sich zu reißen. Rudolf erkannte endlich eine Gelegenheit seine Stammgüter in direkter Weise mit dem etwas außerhalb liegenden Prag zu verbinden. Rudolf folgt seinem Vasallen in den Krieg und erobert die Grafschaft bis zum Ende des Jahres. Rudolf II. wird daraufhin neuer Graf von Usti un Labem.
Um seine Hausmacht ein wenig zu verkleinern, belehnt er dann Anfang 1410 den Herzog von Bayern mit Nürnberg und Fürstenberg. Der Herzog von Schwaben, der Fürstenberg eigentlich hätte erhalten sollen war nach dem Tod Ludwig Capets zum Königreich Portugal übergelaufen und daher nicht mehr Teil des Reiches. Abschließend wird Celle an den Herzog von Sachsen belehnt.

Im Februar 1411 kommt es zu einer, für die römisch-deutschen Kaiser bis dahin einmaligen Vereinbarung. Rudolf II. vereinbart mit seinem Verwandten, dem Papst, dass der Kirchenvater die Ausbildung seinen einzigen Kindes und Erben Heinrich übernehmen sollte. Der Papst stimmte zu und nahm den 7-jährigen am päpstlichen Hof in Jerusalem auf.

Im Juli 1411 erhebt Rudolf Anspruch auf die Krone Frankreichs. Er hatte den Traum seines Großvaters Philipp, von einem deutsch-französischen Reiches nicht vergessen und hatte sich nun das Ziel gesetzt den Thron Frankreichs zu besteigen. Das Ansehen des Kaisers litt zwar beträchtlich, könnte aber die überlegene Stellung des deutschen Kaisertums nicht wirklich schwächen. Rudolf beauftragte seinen Marschall Friedrich umgehend mit der Planung für einen Feldzug gegen die Alanenkönige in Frankreich. Der Feldzug sollte im Jahr 1413 beginnen.

Dieser Plan wurde jedoch im Oktober 1412 zerstört. Der irische Graf Tuadmumu, Vasall des deutschen Kaisers, erklärt seinem Lehnsherrn den Krieg um die Krone Irlands an sich zu reißen. Rudolf ist bereit seinen Vasallen zu unterstützen, nicht zu letzt, da sich nun die Gelegenheit bot den Sundgau zurückzuerobern. Der Sundgau war sein fast hundert Jahren in irischer Hand und sollte nun zurückerobert werden. Rudolf war klar, dass es ein langer Krieg werden sollte. Die Besitzungen des irischen Königs lagen weit verstreut. Von Irland über Deutschland bis nach Spanien hatte der König einzelne oder mehrere Grafschaften in seinem Besitz. Rudolf entsendete seinen Marschall, den Sundgau zu erobern, während er selbst per Schiff nach Irland segeln wollte.
Dem Marschall geling am 22.02.1413 die Eroberung des Sundgaus. Rudolf war zu der Zeit an Bord seines Schiffes, als er plötzlich zusammenbrach. Die Ärzte rätselten, was der Kaiser hatte und konnten nicht dagegen tun, dass Rudolf am 10. April 1413 im Alter von nur 45 Jahren an Altersschwäche starb.
Rudolf II. hatte während seiner knapp 29-jährigen Regentschaft einiges erreicht. Besonders loben muss man in diesem Zusammenhang seine Hausmachtreformen und die Rückeroberung Sachsen in den Anfangsjahren. Nun sollte sein 9-jähriger Sohn König werden, Heinrich VIII.
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Beitrag von Performer »

Sie bringt 4968 Golddukaten in als Mitgift in die Ehe. (...) Es ist also sehr wahrscheinlich, dass es sich dabei um eine Liebeshochzeit handelte.
Hm ... bei einer solchen Mitgift würde ich nicht unbedingt von einer Liebeshochzeit sprechen. ;-)
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Beitrag von Der Zarewitsch »

Großes Lob für einen gelungenen AAR, werter Daniel90! :)
Kaiserliche Grüße an alle Regenten

Es heißt in den Schriften der Weisen: Du sollst die Schlange nicht deshalb gering achten, weil sie keine Hörner hat.
Niemand weiß, ob aus ihr nicht einst ein gewaltiger Drache wird, so wie aus einem einzigen Mann eine ganze Armee werden kann.
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Beitrag von Daniel90 »

Aufgrund von Zeitmangel hat es mit dem Update länger gedauert als geplant. Aber hier ist es...

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Heinrich VII. (1413-

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Geboren am: 5. März 1403
Königskrönung: 10. April 1413
Kaiserkrönung:
Gestorben am:

Heinrich ist erst 10 Jahre alt, als sein Vater Kaiser Rudolf II. auf dem Feldzug gegen Irland stirbt. Während der Minderjährigkeit Heinrichs wird Kaiserin Margarete die Regentschaft führen. Die Kaiserin beschließt kein Risiko einzugehen und den Krieg mit Irland schnellstmöglich zu beenden. Einen Bürgerkrieg, wie er während der Regentschaft Albrechts des Großen aufgetreten war musste verhindert werden. Doch bevor man einen Frieden vereinbaren kann musste der Gegner erst einmal geschwächt werden. Theodosius von Franken, Herzog von Holstein, übernimmt die Führung der 45.000 Mann starken Armee und kann innerhalb weniger Monate die irischen Gebiete des Gegners erobern. Für einen weißen Frieden reichten die Eroberungen aus und so wird der Friedensvertrag am 13. Januar 1414 unterzeichnet. Der Krieg war jedoch alles andere als ein gescheitertes Unternehmen. Die Grafschaft Sundgau konnte zuvor in einem Frieden des Herzogs von Niederlothringen mit dem König von Irland gewonnen werden.

Im Laufe der nächsten Jahre stellte sich der junge Heinrich als aggressiver Kriegführer heraus. Sein Interesse für die römische Geschichte weckte in dem jungen Salier den Traum eines Imperiums vom Bosporus bis zum Atlantik. Bevor ein solcher Traum in Erfüllung gehen kann muss der König aber erst einmal erwachsen werden.

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Die Politik der Kaiserin zeigte erste Erfolge, als sich die Stabilität des Reiches erhöhte. Innenpolitische Schwächen musste der junge Kaiser bei dem stabilen Reich nicht erwarten.

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Die Entwicklung des jungen Königs sorgte jedoch für einiges Unbehagen. Entgegen seiner Vorfahren zeigte Heinrich VII. ein große Lust am Krieg führen. Durch seine aggressive Art kamen einige Fürsten zu dem Schluss, dass Heinrich die Weltreichspläne Philipp I. fortführte. Heinrich träumte von einem Reich, dass vom Atlantik bis an den Bosporus reichte und neben dem bisherigen Reichsgebiet auch Ungarn, Kroatien, Bulgarien und Frankreich umfasste.
Im Jahr 1418 hatte der König die Möglichkeit sich das Frankenreich einzuverleiben. Die Herzöge von Venedig und Oberlothringen erklärten Frankreich den Krieg und erwarteten von ihrem König, dass er sie unterstütze. Heinrich zögerte keinen Augenblick und verriet seinen Bündnispartner um seine Vasallen zu unterstützen. Heinrich selbst war zu Beginn des Krieges erst 15 Jahre alt und konnte deshalb nicht an dem aktiv an dem Feldzug teilnehmen. Geführt wurde der Krieg stattdessen von Heinrichs Cousin Ordulf von Franken, einem brillanten Strategen in Diensten des Königs. Ordulf zeigte seine ganze Klasse während des Krieges und konnte einen Sieg nach dem anderen erringen und die Franzosen nach und nach zurückdrängen. Nach einem Jahr waren die Franzosen besiegt und der Frieden von Paris konnte am 28. Juli 1419 unterzeichnet werden. Heinrich VII. wurde als Heinrich III. zum König von Frankreich gekrönt und erhielt die Hauptstadt des Reiches Paris.

Das Jahr 1420 beginnt mit zwei Schicksalsschlägen für den jungen König. Zuerst wird sein Cousin und Freund Ordulf von Franken am Hof ermordet und dann starb am 12. April 1420 seine Mutter im Alter von 50 Jahren an Altersschwäche. Heinrichs Schmerz über die Verluste war groß. Um den Schmerz zu ertragen stürzte sich der König in sein Kirchenstudium, das er aufgrund seiner kriegerischen Vorlieben vernachlässigt hatte. Die Bemühungen zahlten sich aus. Heinrich beendete seine Ausbildung als Gelehrter Theologe. Nun konnte seine Regentschaft erst so richtig beginnen.

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Beitrag von Performer »

Sehr schönes Update! Ich bin gespannt, welche Akzente der nun ausgebildete König (mit seinem Faible für Theologie) setzen wird.
Zuerst wird sein Cousin und Freund Ordulf von Franken am Hof ermordet
Wer könnte dafür verantwortlich sein? Gibt es Vermutungen?
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Daniel90
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Beitrag von Daniel90 »

Performer hat geschrieben: Wer könnte dafür verantwortlich sein? Gibt es Vermutungen?
Der Mörder war ein anderer Verwandter von Heinrich und Ordulf. Wenzel von Franken war ebenso wie Ordulf ein brillianter Feldherr, was zu einem Konkurrenzkampf der beiden um den Posten des Marschalls geführt hat. Da Heinrich Ordulf vorgezogen hatte war Wenzel gekränkt und hat, nachdem Heinrich ein Duell der beiden verbot, entschlossen seinen Konkurrenten zu töten. Wenzel hat daraufhin den Marschallsposten übertragen bekommen.
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Beitrag von Performer »

Oha. Niedertracht scheint sich zu lohnen ... ;-)
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