
Geboren am: 25. August 1323
Königkrönung: 24. Januar 1347
Kaiserkrönung: 2. März 1359
Gestorben am: 5. Februar 1371
Als Philipp I. im Januar 1347 zum König von Deutschland gekrönt wird steht er vor einer sehr schwierigen Aufgabe. Die Pest wütet in Europa, die Autorität der Krone in Italien ist durch einige Unabhängigkeitserklärungen italienischer Vasallen geschwächt und die Stabilität im Reich ist auf dem Tiefstand. Philipp Hauptziel ist es also die Stabilität wieder herzustellen und die Autorität in Italien wiederherzustellen. Philipp Erziehung war eigentlich für die geistliche Laufbahn vorgesehen, so hatte im Kaiserin Ermengard sogar schon den bischöflichen Sitz in Ferrara angeboten, sollte der dortige Erzbischof bei der nächsten Wahl zum Papst gewählt werden. Dies wurde vor allem durch die Unabhängigkeitserklärung des Erzbischof im Mai 1346 verhindert. Nun saß er auf dem deutschen Thron und stellte sich auf eine Menge Konflikte ein, die es zweifellos geben wird.
Gleich nach seiner Krönung beginnt Philipp mit der Verbesserung der Stabilität im Reich. Im Juni gelingt es ihm mit Hilfe er Kirche einen Teil der Stabilität wieder herzustellen. Dies nahm der Herzog von Hochburgund zum Anlass sich am 14. November 1347 wieder unter den Schutz des Königs zu stellen. Das Philipp die Kirche zur Unterstützung nimmt lässt ganz klar erkennen, dass er sich von der Kirchenpolitik seines Bruders Heinrich VI. entfernt und lieber den Ausgleich mit der katholischen Kirche sucht und nicht danach trachtet diese zu vernichten. Eine Abschaffung der Laieninvestitur gab es jedoch auch unter Philipp I. nicht.
Im Mai 1348 erreicht die Pest dann auch das Herzogtum Franken. Philipp lässt daraufhin die Zitadelle von Franken unter Quarantäne stellen. Niemand durfte die Festung ohne Anordnung des Königs verlassen und auch Besucher wurden gründlichst auf Pestbeulen untersucht bevor sie zum König vorgelassen wurden. Diese Sicherheitsmaßnahmen verhinderten jedoch nicht dass Hofangestellte erkrankten. Im Gegenteil, der große Hof des Königs sorgte eher dafür das sich die Krankheit ziemlich schnell verbreitet. Aufzeichnungen von Chronisten zufolge sollen etwa 20% des Hofes an der Pest gestorben seien. Besonders ältere Höflinge überlebten die Epidemie nicht.
Trotz allem gelang Philipp die Wiederherstellung der Reichsstabilität in den nächsten Monaten. Wieder bekam Philipp dazu die Hilfe der Kirche. Auch den ehemaligen Vasallen schien Philipps Geschick auf diplomatischer Ebene klar geworden zu sein. Jedenfalls kehrt der Erzbischof von Krain am 8. Mai 1348 wieder in Reich und unter den Schutz Philipps I. zurück.
Im Juli 1348 wird auch Philipps Frau Kunigunde von der Pest befallen und stirbt nur eine Woche später an den Folgen der Krankheit. Philipp heiratet am 9. August 1348 ein zweites Mal. Seine neue Frau Gerberga ist eine Adelige aus der Grafschaft Oldenburg. Sie bringt eine Mitgift von 3178 Golddukaten mit in die Ehe. Geld das Philipp gut gebrauchen kann um unzufriedene Vasallen, die es aufgrund der angeschlagenen Stabilität nach wie vor gab, zufrieden zu stellen.
Am 27. Mai 1349 kommt Philipps Chefspion auf den König zu und schlägt vor einen rivalisierenden Herrscher ermorden zu lassen. Philipp lehnt dieses Vorhaben ausdrücklich ab. Seine theologische Erziehung verbietet ihm ein solch barbarisches Vorgehen.
Es vergeht wieder ein Jahr ehe sich auf politischer Ebene etwas rührt. Als der Graf von Fürstenberg am 14. Januar 1350 den Herzog von Schwaben angreift steht Philipp seinem Vasallen bei und erobert die Provinz am 12. April desselben Jahres. Philipp entschließt sich dazu die Provinz für sich zu behalten um die Macht des Herzogs zu schmälern. Die Macht der schwäbischen Herzogfamilie umfasste neben den Besitzungen in Schwaben auch das Herzogtum Brabant, aus Philipps sicht waren die Rheinfeldener damit zu mächtig und somit war ein weitrer Machtzuwachs der Familie unter allen Umständen zu verhindern. Fürstenberg wird also deutsche Kronprovinz.
Am 28. Juli 1350 stirbt Papst Benedikt XII. in Jerusalem an Altersschwäche. Neuer Papst wird jedoch nicht, wie man erwartet hatte, der Erzbischof von Ferarra sondern der Bischof von Lappland, der den Namen Clemens VI. annahm.
Zu Weihnachten 1350 erreichen Philipp erfreuliche Nachrichten aus Alexandria. Dort hatte die Pest sich zurückgezogen und die Menschen begannen nun damit die Wirtschaft in der Provinz wiederherzustellen.
In den folgenden Zwei Jahren gelingt es Philipp, wiederum durch Mithilfe der Kirche die Stabilität im Reich wieder zu normalisieren, außerdem wird der Erzbischof von Köln wieder Vasall des Königs. Trotzdem sagt sich am 4. März 1353 der Gouverneur von Genua vom Reich los, die Herzöge von Kampanien, Apulien folgen nur wenige Wochen später. Philipps Reaktion macht deutlich wie angespannt die Lage in Italien während dieser Jahre war. Im Dezember, nur eine Woche vor Weihnachten erklärt er dem Gouverneur von Genua den Krieg und zieht mit starken Verbänden nach Italien.
Italien im September 1353

Philipp zieht also nach Italien. Auf dem Weg dorthin erfährt der König, dass auch das Erzbistum Pisa seine Unabhängigkeit erklärt hat. Philipp ist außer sich als er die Nachricht erhält. Wenn man den Chronisten Glauben schenkt wäre der König am liebsten sofort mit gezogener Klinge auf die Boten losgegangen um sie zu erschlagen, besann sich jedoch im letzten Augenblick wieder. Der Zorn des Königs ging stattdessen über die Truppen des Gouverneurs von Genua nieder dessen Truppen am 16. Februar 1354 in Nizza vernichtend geschlagen werden. Philipp beginnt mit der Belagerung. Kurz nach Beginn der Belagerung lässt der König die Truppen des Herzogs von Mailand mobil machen und fordert ihn auf Monferrato einzunehmen. Der Herzog folgt dem Aufruf Philipps und zieht nach Monferrato. Eine Einnahme Monferatos sollte sich jedoch als Überflüssig herausstellen. Nach dem Philipp am 1. Juni 1354 in Nizza einmarschiert bietet der Gouverneur Frieden an. Er erklärt sich bereit Nizza und Monferrato abzutreten und zahlt außerdem 14079 Golddukaten an den König. Damit endet die Geschichte der Republik Genua.
Am 13. September 1354 entsteht das Erzbistum Genua mit Adelimo von Lenzburg als Bischof.
Am 9. November 1354 erklären die Herzogtümer von Mecklenburg und Friedland dem Erzbistum Ferrara den Krieg. Diese Nachricht freut Philipp erspart es ihm den geplanten Angriffskrieg der bei Erfolg seinem Ruf sehr geschädigt hätte. So kann er mit der Begründung seinen Vasallen beizustehen nach Italien ziehen um den Erzbischof wieder in Reich einzugliedern. Nach der Eroberung Bolognas, Ravennas und Ferraras lenkt der Erzbischof in den von Philipp diktierten Frieden ein und wird wieder Vasall des Königs.
Während Philipp gegen Genua und Ferrara vorgegangen war wurde das Erzbistum Pisa vom Herzog der Toskana annektiert.
Italien 1355

Philipps Hoffnung, dass nun wieder Ruhe in Italien einkehren würde erfüllte sich nicht und scheiterte unter anderem an den Unabhängigkeitserklärungen Mailands und Veronas im Sommer des Jahres 1356.
Im Dezember 1356 wird Philipp dazu aufgerufen die Ständeversammlung einzuberufen. Der König weigert sich und ruft die Versammlung nicht ein. Das hat zu Folge dass die Stabilität im Reich steigt. Eine hervorragende Vorrausetzung für Philipp diplomatische aktiv zu werden. Der König entsendet Boten nach Kampanien und in die Toskana um den Herzögen seinen Schutz anzubieten. Beide stimmen zu und werden damit Vasallen des Königs.
Am 7. Mai 1358 greift die Grafschaft Schwaben den König an. Die Grafschaft wird am 12. Oktober 1358 eingenommen und in ein Bistum umgewandelt. Bischof wird Ordulf, ein Verwandter Philipps.
Ein knappes Jahr später bietet der Papst Clemens VI. Philipp I. die Kaiserkrone an. Der König zieht also nach Jerusalem und lässt sich in einer prunkvollen großen Zeremonie zum Kaiser krönen.
Durch die Krönung zum Kaiser stieg Philipps Machteinfluss auf die Gebiete in Italien und festigte seine Position dort. Trotzdem kehrte keiner der italienischen Vasallen ins Reich zurück. Bevor Philipp sich um Italien kümmern konnte gab es jedoch wieder einmal Krieg mit dem Nachbarland Frankreich. Die Franzosen hatten die Grafschaft Oldenburg angegriffen und sich damit die Kriegserklärung des Herzogs von Sachsen eingehandelt, der nun Philipp um Hilfe bat. Eigentlich hatte Philipp vorgehabt sich auf Italien zu ziehen und dort die abtrünnigen Vasallen ins Reich zurückzuholen. Das war nun nicht mehr ohne weiteres möglich da die innenpolitische Stabilität gelitten wenn Philipp in Italien gewesen und die Franzosen Sachsen überrannt hätten. Also zieht Philipp mit einem Heer nach Frankreich.
Knapp ein Jahr dauert der Konflikt diesmal an. Philipp gelingt es dabei die Besitztümer des französischen König zu erobern und am 23. März 1361 einen Friedensvertrag mit Frankreich zu schließen. Es handelt sich dabei um einen weißen Frieden. Jegliche Durchsetzung von Ansprüchen hätte Philipps Ruf zu sehr geschädigt und den geplanten Italienzug unmöglich gemacht.
Philipp war jedoch von Frankreich so sehr begeistert, dass der Traum einen geeinten deutsch-französischen Kaiserreiches entsteht. Damit hatte Philipp bereits die politische Marschrichtung für die Zeit nach der Einigung Italiens gelegt.
Bereits im Oktober 1361 bietet sich für Philipp die nächste Möglichkeit die Einigung Italiens fortzusetzen. Als am 5. Oktober 1361 der Graf von Apulia dem Grafen von Vermandois, Vasall des Herzogs von Holland, den Krieg erklärt schickt Philipp seinen Marschall Sa´daddin an der Seite des Herzog im Herbst 1361 nach Italien.
Nach zwei Schlachten gegen den Herzog von Apulien am 18. Februar 1362 und dem 9. April 1362 wird Lecce am 6. August 1362 eingenommen. Der Herzog von Apulien nimmt Philipps Friedensangebot an und wird wieder Vasall des Kaisers.
Am 13. Januar 1363 wird dem Kaiser mitgeteilt, dass der Herzog von Mailand Lorenzo von Este Anspruch auf den Titel Herzog von Verona erhoben hat und seinem Nachbarn daraufhin den Krieg erklärt hat. Philipps Chefspion berichtet zudem das der Herzog von Verona den Mailändern deutlich unterlegen ist und keine Chance hätte diesen Krieg zu gewinnen.
Philipp handelt schnell, das letzte was er gebrauchen konnte war ein unabhängiges Herzogtum, das die Alpen kontrolliert und ihm den Zugang nach Italien versperrt hätte. Also beginnt Philipp am 22. Januar 1363 seinen nächsten Feldzug nach Italien, gegen Mailand.
Am 25. Februar kommt es zur Schlacht von Cremona, dem Hauptsitz des Herzog von Verona der, wie Philipp Chefspione vorausgesagt hatten, nicht in der Lage waren sich gegen die Mailänder zu wehren und bereits kurz vor der Kapitulation standen. Im letzten Augenblick konnte die Belagerung durchbrochen und die Vereinigung der beiden Herzogtümer unter Mailänder Kontrolle verhindert werden. Philipp holt sich Unterstützung vom Herzog von Savoyen, dem die Einnahme von Dauphine Viennois gelingt. In der Zwischenzeit hatte Philipp die Lomarbei eingenommen und zog nun nach Padua weiter. Padua fällt am 14. November 1363.
Die Mailänder Truppen waren nun soweit ausgelaugt dass das Lorenzo ohne zu zögern Philipp Angebot wieder Vasall des Heiligen Römischen Reiches zu werden annimmt. Auch mit Verona schließt der Herzog kurze Zeit später Frieden.
Nun fehlten nur noch das Herzogtum Verona und das Erzbistum Ferrara, welches sich schon wieder in die Unabhängigkeit begeben hatte, um die einstige Macht in Italien wiederherzustellen.
Italien 1364













