Preußens Glanz und Gloria - Ein "FeelGood"-AAR

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Jorrig
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Preußens Glanz und Gloria - Ein "FeelGood"-AAR

Beitrag von Jorrig »

Ach ja, werte Freunde, geht es euch nicht auch so? Ihr sitzt abends zuhause und sucht noch eine entspannende Tätigkeit kurz vorm Zubettgehen. Jetzt könnte man noch etwas fernsehen oder auch ein interessantes Buch anfangen, der richtige Zeitpunkt für ein Glas Wein vielleicht oder auch ein Bier... Aber warum nicht einmal etwas anderes probieren? Was gibt es denn Schöneres, als am Computer eine kleine virtuelle Welt selbst zu steuern, aufzubauen, auszubauen und zu sehen, wie alles wächst und gedeiht?

Genau so will ich mein nächstes AAR-Projekt vornehmen. Immer schön zuschauen, wie sich die Zeiten langsam ändern und mein Land behutsam zu Reichtum und Ehre führen.
Als Land habe ich Preußen gewählt. Langweilig vielleicht, aber ich will ja keine Welteroberung mit Xhosa probieren. Extremspiele sind nicht mein Fall, das können andere besser. Aber ich habe mir für Preußen/Deutschland und mit Abstrichen auch für Österreich und andere viele kleine nette Events geschrieben, die ich gerne einmal ausprobieren wollte und die meinem Spiel das gewünschte Flair geben sollen. Zudem spielen die meisten Anfänger gern Preußen/Deutschland, vielleicht können sie noch etwas davon lernen.

Als Nächstes werde ich mit VIP 0.4 spielen, einfach, um dem Forum den Mod einmal vorzustellen und selbst zu sehen, was dort alles passiert.

Zu guter Letzt nehme ich mir noch ein paar Hausregeln vor. Den Zollexploit werde ich nicht ausnutzen, ich werde auch so gewinnen. Unzivilisierte angreifen wie Korea etc., um schnell Manpower zu gewinnen, und ähnliche Taktiken sind nicht, ich bleibe in Europa und spiele "historisch", so weit es geht. Als Wichtigstes werde ich aber ohne Pause spielen. Ich spiele zur Zeit auf "normal" und unterbreche nie. Allenfalls für wichtige Kriege behalte ich mir vor, eventuell auf "unter normal" runterzugehen, dazu gönne ich mir bei Spielstart und beim Neuladen ein bisschen Zeit zur Orientierung.

Ich spiele auf schwer mit normaler Aggressivität.


Nun soll es aber losgehen!

Was finde ich denn in VIP so Neues vor?
Als Erstes fährt man über die Karte und sieht einiges Neues. Es gibt einen Haufen Staaten im Innern Afrikas, Die USA sind größer und es gibt dort nichts zu kolonisieren. Statt dessen gibt es dort Indianernationen, auch in Kanada. Indien gehört nicht mehr zu Großbritannien, sondern formt mit "British India" einen eigenen Staat (der regelmäßig Tributleistungen nach London schickt). Große Teile Sibiriens sind noch unbesiedelt.

Dann habe ich mir Preußen angeschaut. Wir haben 10 Fabriken, 1 Sägewerk in Ostpreußen, 1 Konservenfabrik in Westpreußen, 1 Dünger in Pommern, 1 Sprengstoff und 1 Artillerie in Schlesien, 1 Munition und 1 Handfeuerwaffen in Brandenburg, 1 Beton in Sachsen und 1 Stoff und 1 Stahl im Rheinland. Aber dann kam der Schock: Preußen besitzt zu Beginn nur 2 Maschinenteile! Die Industrialisierung würde wohl etwas warten müssen, zumal der Geldbringer Stahl nun 10 Maschinenteile pro Fabrik kostet. Also baute ich 1 Stoff und 1 Holz in Westfalen und Rheinland. Das bedeutete gleichzeitig den Verzicht auf Eisenbahnen, da diese hier ebenfalls Maschinenteile kosten (0,1 auf Stufe 1).
Im Budget setzte ich alle Steuern auf 50%, die Bildung auf Max (das ist wesentlich teurer in VIP!), die Armeeerhaltung auf Min und die Zölle auf Max.

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Ich bestellte einen neuen General und führte mit den 20.000 Pfund Startkapital sogleich die zensierte Presse ein, um die Liberale Revolution 1845 zu verhindern (ich hoffe, das hat sich in VIP nicht geändert...).
Erforscht wurden zunächst die Militärpläne aus Mangel anderer interessanter Alternativen. Forschung ist teurer in VIP, eine Tech kostet 13 Forschungspunkte, die reduzierten Techs 11,7 (bei Preußen Militär und Marine). Preußen erzeugt mit maximaler Bildung schon 0,9 FP pro Monat, das sind 10,8 pro Jahr. Das reicht schon fast und wird durch eine erhöhte Alphabetisierung sicher noch steigen.
Diplomatisch verbesserte ich mit meinen Diplomaten die Beziehungen zu Russland und GB. Dort sah ich auch den Kolonisierbann in VIP. Bis 1879 kann Preußen nicht kolonisieren, ich muss mich darum also nicht kümmern. Andere Staaten werden hier früher beginnen als ich, so dass wohl nicht allzu viel übrigbleiben wird für Preußen. Wenn sie die erhöhten Kosten bezahlen können, natürlich. Denn die habe ich auch heraufgesetzt, damit die Welt nicht so schnell zugepflastert wird. Wir werden sehen, wie erfolgreich die Maßnahme ist.

Dann ließ ich das Spiel laufen. Zu Beginn wird man mit haufenweise Events aus Amerika bombardiert. Man sieht eindeutig, wer sich hauptsächlich an der Entwicklung des Mods beteiligt hat.
Bei den Handelseinstellungen musste ich noch diverse Modifizierungen vornehmen, generell behalte ich von Holz/Beton/Stahl immer 250 Einheiten und kaufe auch bei anderen für Beförderungen wichtigen Materialien eigentlich recht großzügige Vorräte (20-30). Die Militärproduktion schalte ich nicht ab, Preußen hat sonst keine anderen Fabriken!
Im Militär tue ich nichts, nur der Reservepool wird beständig verstärkt. Nur Frankreich, Russland und GB sind stärker als wir - und das hauptsächlich wegen ihrer Flotte.

14.4.1836 Unsere Haltung zum Krieg Belgien-Holland wird gefragt. Preußen verhält sich neutral.
15.4.1836 Konservative Kreise befürworten eine Unterstützung des Karlisten-Regimes in Nordspanien. Dieser ist ein eigener Staat in VIP und von Beginn des Spiels an im Krieg mit Spanien. Wir geben heimliche Unterstützung.
4.7.1836 Bilbao fällt, die Konservativen sind besorgt. Wir unterstützen die Karlisten noch einmal heimlich mit einer guten Summe Geldes.
Russland lehnt ein Bündnis mit uns ab.
Im August 1836 lädt uns Großbritannien ins Bündnis ein, was wir sofort annehmen. Wir befinden uns dann zwar im Krieg mit Holland, aber das stört uns nicht weiter. Im September ist auch schon Friede, Belgien kann Gebietsgewinne verzeichnen. Wir gewähren den Niederlanden Durchmarsch, damit sie ihre Exklave Luxemburg sichern können.
Am 26. November sind die Militärpläne entdeckt.
1.2.1837 Die "Göttinger Sieben" legen Beschwerde beim König von Hannover gegen die neue Verfassung ein und verlassen schließlich die Universität, als dieser sich weigert, die Verfassung zu revidieren. Die Bevölkerung ist empört!
1.12.1837 Wir entdecken den Idealismus.
23.5.1838 Wir machen bahnbrechende Fortschritte in der Philosophie, der Neukantische Idealismus wird gelehrt. Das bringt uns 50 Prestigepunkte und lässt uns fragen, wer wohl die 150 und die 100 bekommen hat. Der erste im Prestige ist Schweden - mit 141 Prestige. Irgend etwas stimmt da nicht.
29.12.1838 Wir entdecken die Mechanische Produktion. Das gibt uns 5 Maschinenteile, die sofort in Fabriken umgesetzt werden: Stoff im Rheinland, Holz in Schlesien, Beton in Sachsen und Holz in Westfalen. Dann noch 5 Eisenbahnen in Schlesien. Im Mai 1839 können wir auf dem Weltmarkt Maschinenteile kaufen. Die Stahlfabrik im Rheinland wird erweitert, unsere Staatsfinanzen leiden unter dem hohen Tempo. Preußen hat schon 12.000 Pfund Schulden. Aber wir machen weiter und bauen Eisenbahnen in allen Kohle- und Eisenregionen, bauen eine Glasfabrik in Westfalen im Juli 1839 und eine Kleiderfabrik in Schlesien im September 1839. Die Kleiderfabrik braucht übrigens 2 Jahre zur Fertigstellung. Schuldenstand: 20.000 Pfund.
2.11.1839 1. Orientkrise. Wir verhalten uns neutral.
Wir bauen weiter Eisenbahnen bis nach Westpreußen. Die Schulden steigen dadurch auf 83.000 Pfund. Damit ist erstmal Schluss mit den Investitionen, und die Schulden sollen abgebaut werden. Unser Überschuss pendelt zwischen 30 und 100 pro Tag, wobei seltsamerweise alles stabil bleibt, nur die Steuern schwanken.
30.1.1840 Wir entdecken die Vorderlader.
Im März 1840 lädt uns auch Russland in ein Bündnis ein. Nun kann uns eigentlich nichts mehr geschehen.
Am 8.6.1840 übernimmt Friedrich Wilhelm IV. den preußischen Königsthron. Möge er lange leben!
7.7.1840 2. Orientkrise. Wir drängen auf eine Lösung, befinden uns dadurch aber mit unserem Bündnispartner GB erstmal im Krieg mit Ägypten.

So viel für heute. Ich habe Screenshots gemacht, vielleicht baue ich die morgen noch ein. Es war sehr entspannend, nicht aufregend. Ich habe viel an kleinen Rädchen gedreht, überall mal geschaut und gesehen, wie sich das Spiel so entwickelt. Ich freue mich schon auf die nächste Session!

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Der Zarewitsch
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Beitrag von Der Zarewitsch »

Ein lobebswertes Unterfangen,nobler Jorrig!
Möge Euer Werk von Erfolg begleitet sein. :)
Kaiserliche Grüße an alle Regenten

Es heißt in den Schriften der Weisen: Du sollst die Schlange nicht deshalb gering achten, weil sie keine Hörner hat.
Niemand weiß, ob aus ihr nicht einst ein gewaltiger Drache wird, so wie aus einem einzigen Mann eine ganze Armee werden kann.
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Jorrig
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Beitrag von Jorrig »

So, es geht weiter. Ich habe ein paar Screenshots gemacht, besonders von den neuen Events. Zuerst empfehle ich aber allen Lesern, sich bitte das folgende Stück Musik auf Endlosschleife zu stellen, einfach der besseren Einstimmung wegen:
AAR-Musik
Dann können wir ja fortfahren!
Die nächsten Jahre waren leider nicht ganz so ruhig wie ich es gerne gehabt hätte, aber in schwierigen Zeiten muss ein guter König auch eine ruhige Hand beweisen können!
Direkt am 26.3.1841 gabs den Positivismus. Ich hatte mir vorgenommen, etwas für die preußische Wirtschaft zu tun und unseren Profit zu erhöhen. Deswegen erforschte ich nun auch Wirtschaftserfindungen. Egal, welche, die sind eigentlich alle gut, und ich warte schon auf so klingende Begriffe wie "Silberstandard", "Goldstandard", "Reichenbesteuerung", "Kapitalistenbonus" etc.
Es gab auch gleich Frieden mit Ägypten, das Osmanische Reich machte dies im Frieden zu einem Satellitenstaat.
Am 1.8.1841 wurde eine Klipperwerft in Pommern gebaut, die braucht auch 2 Jahre. Am 7.8.1841 schrieb von Hofmannsthal das Deutschlandlied. Kommentar: "Träumer!"
Die Kleiderfabrik in Schlesien wurde erweitert, ich denke schon an eine Luxuskleiderfabrik. Generell kann man ja sagen, dass man immer zwei Basisfabriken für eine höherwertige braucht, also 4 Stoff, 2 Kleider und 1 Luxuskleider wäre ideal. In Westfalen wurde eine Möbelfabrik gebaut, Holz haben wir genug.
Am 1.1.1842 bestand die preußische Reserve aus 40 Divisionen, der Schuldenstand war immer noch bei 53.000 Pfund. Trotz der Investitionen wurde dieser aber zusehendst geringer. Das Gute daran ist, dass fast automatisch Geld hereinkommt. Das kann praktisch jeder Anfänger nachvollziehen, ist nicht schwer.
Am 28.5.1842 wurde die Marktstruktur entdeckt. Wir verbesserten die Beziehungen zu Belgien. Als Nachbar von Frankreich könnte dies ein möglicher Verbündeter sein, aber vor allem hat Belgien den Wert "Freiheit", wir "Ordnung", so dass ein Technologieaustausch erstrebenswert ist. Belgien gibt uns eine Wirtschaftserfindung, wir ihnen eine Militärerfindung, und so kostet es beide nur 11,7 FP. Am besten geht der Tausch mit guten Beziehungen und im Bündnis, daher strebten wir ein Verteidigungsbündnis mit Belgien an. Überhaupt wollte die ganze Welt unser Freund sein, jede Menge Staaten verbesserte die Beziehungen zu uns, auch Belgien, nachdem wir sie etwas animiert hatten.
Friedrich Wilhelm IV. besuchte die unvollendete Kathedrale in Köln.

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Ich fürchte, hier werden sich Ereignisse von mir und von VIP überschneiden, später...

Am 1.10.1842 war Preußen weltgrößter Kohleförderer.
Im Januar 1843 betrugen die Schulden noch 28.000 Pfund. Am 11.6.1843 führten wir mehr Professionalismus in der Armee ein und forschten weiter in der Wirtschaft. Schon am 22.9.1843 war Preußen wieder schuldenfrei.
Das nun hereinkommende Barvermögen wurde am 1.1.1844 gleich in eine Erweiterung der Stahlfabrik im Rheinland ausgegeben.
Am 23.1. erreichten wir ein Bündnis mit Belgien. Am 28.1. revoltierten die Weber in Schlesien. Wir gaben ihren Bedürfnissen nach. Aus Spielgründen natürlich, ich verliere ungern eine Stofffabrik in Schlesien. Außerdem gab es bei der zweiten Auswahl die Almosen-Löhne gratis, dazu sank die Militanz. 15 Prestige ist da ein kleiner Preis.

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Dann kam der Schock für die preußische Industrialisierung: Im März 1844 gab es keine Maschinenteile mehr auf dem Weltmarkt zu kaufen! Dies sollte sich in den folgenden Jahren auch nicht mehr ändern. Was können wir tun, um die Situation noch zu verändern? Kann es noch schlimmer kommen?
Preußen ging auch ein Bündnis mit den Niederlanden ein und war weltgrößter Hersteller von Handfeuerwaffen und Artillerie.
Am 2.6.1844 bewegte die griechische Verfassung ganz Deutschland und wir handelten mit Belgien: Medizin gegen Militärpläne. Am 1.8.1844 wurde der erste Zoo in Deutschland in Berlin eröffnet.
Am 28.8.1844 veröffentlichte Heinrich Heine seine Satire auf Deutschland "Deutschland. Ein Wintermärchen." in Paris.

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Wir erforschten die Aktienbörse und wunderten uns ein wenig. Warum feuerten die Folgeeerfindungen unserer Technologien nicht? Ein kurzer Blick in die Datei gab die Antwort: Bei VIP wurde das Datum für viele Techs offenbar auf 1850 heraufgesetzt, so dass am Anfang kaum etwas feuert.
Aufstand und Gewalt lag in der Luft, im Januar 1845 kam es zum "Bierkrieg" in Bayern. Die Staatskasse war aber mit 50.000 Pfund gut gefüllt. Im Mai zählte Preußen 20 Millionen Einwohner und dann geschah das Unerwartete: Die Liberale Revolution brach aus! Revolten und Aufstände überall! Dazu lauert die Schleswig-Frage am Horizont, ganz Deutschland erzittert unter den Revolten. Die Pluralität in Preußen stieg, besonders die liberalen Handwerker rebellieren. Wie würde sich Preußen aus der Affäre ziehen?
Das und mehr schon bald!
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Heinrich Heine
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Beitrag von Heinrich Heine »

Prima das mal wieder ein AAR gestartet wird. Die Art und Weise gefällt uns gut. Und ja auch das es ein "vip" AAR sein wird.

Für mich bedeutet dies natürlich auch Ansporn mit dem Wikingerland
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Jorrig
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Beitrag von Jorrig »

Zuerst liefern wir noch das Budget aus dem Jahre 1844 nach. Ich habe keine Einstellungen verändert. Man muss da wirklich nur in Kriegszeiten dran drehen, ansonsten lässt man einfach alles gleich:

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Die Almosen-Versicherung schlägt mit 7 Pfund pro Tag noch recht gering zu Buche.
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Dark Spider
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Beitrag von Dark Spider »

Ich werde den AAR in jedem Fall aufmerksam lesen. Scheint doch sehr interessant zu werden, zumal ich diesen VIP-Mod bisher noch niemals gespielt habe.
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Jorrig
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Beitrag von Jorrig »

Die Liberale Revolution hat mich wirklich unerwartet getroffen. Aber ich schaue mir im Voraus keine Events an und spiele einfach, wie es mir gerade gefällt. Da ich auch nicht speichere und neu lade, muss ich die Revolution wohl oder übel ausbaden!
Dabei verfolgte ich die folgende einfache Strategie:
- Wenn Revolten ausbrechen, nichts tun, alle Truppen schnell von dort wegziehen
- Aus Kämpfen immer sofort fliehen
- Rebellierende Provinzen dann schnell zurückerobern
Die Rebellen verschleißen sich so von Monat zu Monat selbst, und es entstehen keine Verluste in den POPs selber. Das sind nämlich meist Handwerker und Beamte, und die sind wichtig! Die sind teuer!
Das ließ sich nicht immer vermeiden, und am 16.11. konnten die Rebellen sogar Berlin besetzen. Der Verlust der Hauptstadt bedeutet immer einen echten Einkommenseinbruch, aber die kurze Zeit hielt ich das lieber aus, als Handwerker zusammenschießen zu lassen. Der König war sowieso gerade zum Skilaufen in Österreich.
Zwischendurch nahm er die Juden etwas in die Pflicht (17.10.1845) und ärgerte sich über die polnischen Nationalisten (2.1.1846). Die Eiserne Vorderladerartillerie sah er als geeignetes Instrument zur Niederschlagung jedweder polnischer Aufstände an. Denn polnische Bauern sind etwas anderes als norddeutsche Beamte!
Am 11.9.1846 wurde der Neptun entdeckt, ansonsten verging aber das ganze Jahr mit dauernden Revolten. Nur nicht den Kopf verlieren, immer ausweichen. Die Rebellen rotten sich ja zusammen und verschleißen sich gemeinsam. Immer hinterher trotten und die Provinzen wieder drehen.
Da die Militanz der Bürger trotzdem beängstigend stieg, sollte das Volk besser in der Ideologielehre geschult werden. Bevor es jedoch dazu kam, gewährte der König vielleicht etwas voreilig das Zensuswahlrecht. Wenn nur die Reichen wählen dürften, würde schon nichts passieren, dachte der König. Ein kleines Scheinparlament, das aber eigentlich nur die königliche Politik bestätigen sollte, war doch gerade in Mode. Offenbar sah die Öffentlichkeit das anders und verkündete, dass Preußen ab dem 1.11.1846 eine konstitutionelle Monarchie sei! Sofort begannen die Wahlen, die natürlich die konservative Partei gewann. Na also.
Am 26.1.1847 wurde der große Komponist Felix Mendelssohn-Bartholdy in Berlin gewürdigt:

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Kurz darauf, am 8.2.1847 kam es schließlich zur letzten Provokation: Eine Entscheidung in der Schleswig-Frage stand an! Hier ein Bild Friedrich Wilhelms IV.:

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Die Dänen begannen mit der Offensive und setzten dank der Unterstützung ihrer Marine schnell 5 Divisionen nach Stralsund hinüber. Doch Preußen reagierte schnell, ignorierte die Rebellen im Land und zog 6 Divisionen vor Stralsund zusammen. Dies waren die Elite-Divisionen, Pioniere und Artillerie. Die Dänen wurden schnell vertrieben und zogen sich nach Kopenhagen zurück. Zweimal 2 Divisionen Infanterie besetzten Holstein und später auch die Provinzen Flensburg, Ribe etc. Auch die 2 Dragoner- und 2 Kavallerie-Divisionen rückten hier vor. Die Dänen - übrigens im Bund mit Holstein und Schweden - leisteten bei Arhus zwar noch Widerstand, doch mussten sie dafür Kopenhagen entblößen. 4 preußische Divisionen setzten über und besiegten die schwache Garnison. Auch bei Arhus war der Schlachtverlauf eindeutig. Das überlegene preußische Heer schoss die Alliierten beängstigend schnell zusammen. Ganz Dänemark bis auf Odense wurde besetzt, bis Dänemark schließlich einem Frieden zustimmte, der Flensburg und Ribe Preußen unterstellte. Preußen schlug noch bessere Friedensangebote Dänemarks hierbei aus. Holstein wurde unbescholten gelassen, da war der König gnädig. Mit Holstein erbte Preußen auch 2 Fabriken, was der König mit Freude sah. Der Friedensschluss fand am 11.11.1847 statt.
Mit Hilfe von 2 neu aufgestellten Gardedivisionen und der neuen Ideologielehre kehrte dann etwas Ruhe ein im Reich (bei niedriger Pluralität wirkt es sich nicht so schlimm aus, wenn man 'unfaire' Regierungsmaßnahmen vornimmt).

Doch neue Probleme warteten auf uns, von einer diesmal völlig unerwarteten Seite:

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Was war denn das?
Natürlich lassen wir uns von den Schweizern nichts gefallen! Dies hatte zur Folge, dass Preußen nun auch über die winzige Provinz Neuchatel verfügt. Die passt gut zu Preußen, denn dort gibt es Kohle. Was wir damit anfangen sollen? Der König hat keine Ahnung und schickt erstmal einen unbedeutenden und ungeliebten Großneffen als Statthalter dorthin.
Gleichzeitig erklärte auch Ungarn seine Unabhängigkeit und unser Bruder Österreich verlangte Waffenhilfe in dieser Frage. Die Ereignisse überschlugen sich!
Dies geschah im September 1848, am 19.9. kam es zur "Ungarischen Revolution" in Österreich, Preußen schickte den Österreichern Waffen und Geld. Österreich kämpfte lange allein, ohne dass sich Preußen groß engagierte, kam aber trotz militärischer Überlegenheit nicht recht voran:

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Währenddessen erfand Werner von Siemens am 4.2.1849 den Telegraphen in Preußen:

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Otto Nicolai führte am 22.3.1849 eine neue Oper auf und die ersten Geschäftsbanken wurden im Juli 1849 eröffnet.
Da Österreich nicht recht vorankam, und uns ständig von Russland und diversen deutschen Kleinstaaten Expeditionstruppen geschickt wurden, entschlossen wir uns, dem Bruder zu helfen - natürlich mit den fremden Truppen! Eine Gardedivision schickte Preußen, der Rest waren Hilfstruppen. So konnte das Ende des Krieges herbeigeführt werden, mehrere Schlachten in Kosice, Györ und Kaposvár bewogen die Ungarn wohl zum Aufgeben, so dass Österreich schließlich wieder vereint war.

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Am 11.10.1849 wurde in Königsberg Gold entdeckt, das freut uns! Am 2.2.1850 wiederum wurde eine neue Sinfonie des Düsseldorfer Komponisten Robert Schumann uraufgeführt, genannt 'Die Rheinische'.

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Preußens Gewinne in den Revolutionszeiten schmälern sich etwas, nichtsdestotrotz geht es uns gut. Die Geschwindigkeit liegt seit Schleswig auf "unter normal", und wir hoffen, dass es sich nun etwas beruhigt für Preußen. Wir sind als Bündnispartner Großbritanniens im Krieg mit Mexiko, das so ziemlich mit der halben Welt im Krieg ist. Trotz der Rebellen und Kriege hat sich Preußens Bevölkerung auch weiter vergrößert.

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Zomp
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Beitrag von Zomp »

gemütlich zu lesen der AAR^^ .
die texte, nich zu lang nich zu kurz erklären alles wesentliche und vermitteln ein schönes historisches flair das durch die hin und wieder eingestreuten bilder auch noch angenehm unterstützt wird.

einfach nur gemütlich zu lesen das ganze :top:
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Alexspeed
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Beitrag von Alexspeed »

gefällt mir auch ausserordentlich gut :top:

fortsetzung erbeten werter jorrig :)
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Sun Tsu
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Beduries
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Beitrag von Beduries »

Österreich besiegt Ungarische Revolution, hm, vielleicht würde die K.u.K. heute noch bestehen...
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Jorrig
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Beitrag von Jorrig »

Zwei einschneidende Ereignisse geschahen gleich, als ich weiterspielte. Zuerst ein fieses Ereignis, was ich eigentlich aus der Vanilla-Version kannte. Mir waren nur die Bedingungen dafür entfallen, daher war ich davon total überrascht:

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Bismarck hatte doch flugs das neugeschaffene Parlament wieder entmachtet und dem König wieder alle Gewalt gegeben!
Nun gut, so sollte es sein, Preußen würde eine Monarchie bleiben, Zugeständnisse werden nicht gemacht!
Die Rebellen sahen dann auch die Sinnlosigkeit ihrer Umsturzversuche ein:

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Damit war erstmal wieder Ruhe im Reich.
In der dezentralen Wirtschaft unseres Landes setzte sich daraufhin am 27.3.1850 die Polypolstruktur durch. In meinen Augen nicht die beste Wahl, weil so viele neue Fabriken begünstigt werden (Neubauten sind 25% billiger). Das aber treibt die Kriminalitätsbekämpfungskosten in die Höhe. Oligopol wäre mir am liebsten gewesen, aber gegen den Zufall kann man nichts machen!
Am 22.4. schlossen wir einen (weißen) Separatfrieden mit Mexiko. Großbritannien kämpfte noch Jahre später gegen Mexiko und die Zentralamerikanische Union, die in VIP USCA oder so heißt.
Ich habe überhaupt mal so über die Karte geschaut, aber viel ist nicht passiert. Mexiko und die Indianer haben mittlerweile Kalifornien an die Amerikaner abgetreten bzw. verkauft. Die USA haben wohl auch im Mittleren Westen ein paar Provinzen mehr, sonst ist nicht viel los.
Am 18.7. wurde das Ad-Hoc-Gelddrucken erfunden. Während der gesamten Zeit Anfang 1850 kamen haufenweise kleine Erfindungen der vergangenen Militärtechs herein, dazu noch einige Wirtschaftserfindungen. Es scheint so, als wäre das Jahr 1850 ein einschneidendes in der Weltgeschichte gewesen...
Unsere Profite jedenfalls stiegen sehr stark an, die Steigerung der Steuereffizienz und der Produktion machte sich deutlich bemerkbar:

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Am 26.7. avancierte Berlin bezeichnenderweise zum Zentrum des Hegelschen Idealismus, das gab 150 Prestigepunkte. In der Romantischen Kunst und Literatur kamen wir etwas spät, aber in der romantischen Musik waren wir immerhin Dritter. Schumann sei Dank!
Am 4.9. wurde ein neuer Eisenbahntyp vorgestellt, mangels Maschinenteile konnten wir ihn aber nicht sogleich testen.
Die folgenden beiden Jahre vergingen mit kleineren Erfindungen. Preußen rekrutierte viele Soldaten in Polen, die für ihre Kampfkraft und ihren Mut überall berühmt sind und verlieh ihnen frische Gardeuniformen. Unser Ziel war eindeutig die Erhaltung der Monarchie. Dafür brauchen wir treue und brave Untertanen. Da die Leute sonst machen, was sie wollen, wurde daher dieses Rekrutierungsprogramm beschlossen. Das Ziel ist es, auf Dauer in jeder Region des Reiches eine Division stationieren zu können, um die Leute unter Kontrolle zu halten und das Volk zu beschützen. So beobachtete ich zwei Jahre lang die Militanzentwicklungen und -niveaus meiner Bevölkerung. Schließlich sank sie bei fast allen POPs, so dass in einigen Jahren keine revoltierenden POPs mehr vorhanden sein sollten. In den Endzeiten der Liberalen Revolution, direkt nach der Konterrevolution, gab es eine Menge Anarcho-Liberale, das hatte mir richtig angst gemacht. Mit dem Ende der Lib. Rev. ging deren Militanz aber wieder nach unten, sie wurden dann wieder liberal.

Anfang 1853 waren endlich wieder Maschinenteile verfügbar! Als Erstes gaben wir eine Luxusmöbelfabrik in Brandenburg in Auftrag, dann wurden die Eisenbahnen in West- und Ostpreußen auf Stufe 1 ausgebaut.
Ein nettes VIP-Ereignis habe ich noch aufgezeichnet:

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Am 15.7.1853 brach schließlich der Krimkrieg aus:

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Großbritannien nahm hieran aber nicht teil, so dass es ziemlich langweilig wurde. Die Parteien einigten sich schließlich nach einigen Monaten ergebnislosen Kampfes auf den Status Quo.
Die Hochdruck- und Niederdruck-Dampfmaschinen wurden erforscht, essentiell für die angestrebte Erfindung, die Austauschbaren Teile. Wir wollten endlich selbst Maschinenteile herstellen können! Am 12.8.1854 war es soweit.
Zuvor bauten wir jedoch noch die Eisenbahn aus. Wir begannen im Rheinland, dann kam Brandenburg, dann Schlesien, schließlich Sachsen, Pommern und die restlichen Gebiete. Im Januar 1855 war das ganze Reich mit der neuen Eisenbahn ausgerüstet, die man z.B. in England noch gar nicht kannte.
Zwischenzeitlich und während des Krimkriegs kamen immer wieder Bündnisangebote aus Russland und dem Osmanischen Reich, die wir jedoch immer wieder ablehnten. Wir wollten nicht in einen ihrer Kriege verwickelt werden.
Am 1.8.1854 wurde noch einmal mit Belgien getauscht: Organisierte Fabriken gegen Strategische Mobilität.
Am 7.11.1854 entdeckten wir schließlich die Erfindung, die uns den Bau von Maschinenteilen ermöglicht: Die Präzisionsarbeit. Sofort wurden Fabriken in Sachsen und Brandenburg in Auftrag gegeben.
Otto Litfaß machte noch eine sehr praktische Erfindung in Berlin:

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Im Jahr 1856 machten wir wieder eine kleine Regierungspause. Preußen steht sehr gut da in der Welt, wir haben keine Angst vor etwaigen Konflikten, die da kommen mögen! Wir besitzen das zweitstärkste Militär hinter Großbritannien und vor Britisch-Indien, Frankreich und Russland, erreichen dies aber praktisch ohne Flotte. Frankreich und Großbritannien besitzen eine stärkere Industrie, aber das macht uns nichts aus, wissen wir doch, dass die KI hier einige Vorteile haben wird.

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Aguirre

Beitrag von Aguirre »

wo bekommt man VIP 1.04 her?
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Bismarck
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Beitrag von Bismarck »

Nur weiter so werter Jorrig.
Otto Eduard Leopold von Bismarck-Schönhausen
Vertrauter des Kaisers

One Vision! One Purpose! Peace through Power!
Kurze Posts wurden nur oberflächlich, lange gar nicht gelesen. Wir richteten uns danach!
In Memoriam Stauffenberg (*20.09.1972 †23.01.2008)
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Jorrig
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Beitrag von Jorrig »

@Aguirre: Den Download gibt es hier: http://forum.paradoxplaza.com/forum/sho ... p?t=131576

@Bismarck: Ich bin Jorrig, beleidigt doch bitte unseren Mod nicht! :D

Ich habe schon weitergespielt bis 1863, mal sehen, wann ich Zeit finde, die Bilder zusammenzustellen und den Text zu schreiben.
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Bismarck
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Beitrag von Bismarck »

@Bismarck: Ich bin Jorrig, beleidigt doch bitte unseren Mod nicht! :D
Was habt ihr gesagt? ;)
Sorry!
Otto Eduard Leopold von Bismarck-Schönhausen
Vertrauter des Kaisers

One Vision! One Purpose! Peace through Power!
Kurze Posts wurden nur oberflächlich, lange gar nicht gelesen. Wir richteten uns danach!
In Memoriam Stauffenberg (*20.09.1972 †23.01.2008)
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Beitrag von Jorrig »

Nachdem wir noch einmal 3 Gardedivisionen in Auftrag gegeben hatten, beschauten wir uns einmal die Situation Preußens im Vergleich mit dem Rest der Welt.
Preußen zählt 1856 schon 23,6 Mio. Einwohner, damit sind wir 9. in der Welt, noch vor Österreich-Ungarn.
In Fabriken sind wir immerhin 3., gegen die Bauwut der KI in GB und Frankreich kann man da wenig machen. Frankreich hat 83, GB 65 Fabriken. Dann kommt Preußen mit 24, die folgenden haben nur 12 (Osmanisches Reich und Russland).
In der Alphabetisierung sind wir führend in der Welt! Sie liegt schon über 90%.
Das Militär macht uns etwas Sorgen. Frankreich verfügt bereits über 75 Divisionen, Österreich-Ungarn über 68, Preußen befehligt nur 38. Hier muss etwas unternommen werden! Wir werden nun auf jeden Fall einige Militärerfindungen vornehmen, um zumindest technologisch immer überlegen zu sein. Wir gewinnen zur Zeit 1 Forschungspunkt pro Monat, da haben wir bei Militärerfindungen schon fast etwas übrig (11,7 FP in 11 Monaten).

Es feuerten nun die Medizinerfindungen, die besonders den Verschleiß in gegnerischem Territorium verringern und das Bevölkerungswachstum vergrößern.
Im Juli 1856 wurden nochmals zwei Fabriken gegründet, Maschinenteile (die hier in VIP offenbar eine Menge Profit liefern) und Möbel in Schlesien.
Am 12.11. wurde schließlich die erste Maschinenteilefabrik in Sachsen fertiggestellt! Hurra!
Am 1.6.1857 erhöhte eine beispiellose Hausse im Banksektor unsere Produktion. Das Land ist in Aufbruchstimmung!
Einzig in Trier war man nicht so glücklich, wie es scheint:

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...was sind eigentlich "Aphids"?

Am 27.6. wurden dem Preußenkönig erstmals der neue Gewehrtyp des Hinterladers vorgeführt. Friedrich Wilhelm IV. war beeindruckt von der Feuerfrequenz der preußischen Garde und befahl sogleich, alle Divisonen des Reiches mit den neuen Gewehren auszurüsten.
Am 3.1.1858 wurde eine Kleiderfabrik in Brandenburg gebaut, am 25.6. eine Maschinenteilefabrik in Westfalen. In Westfalen stoßen wir schon an die Grenzen, viele Fabriken sind dort nicht mehr zu bauen.
Am 17.2.1858 vereinigten sich die Fürstentümer Walachei und Moldau zum Königreich Rumänien. Unserem Diplomatischen Corps zufolge ändere dies aber nichts an der Herrschaft der Osmanen in diesem Lande.
Am 3.7.1858 wurde das Management unserer Fabriken auf ein wissenschaftliches Niveau gestellt. Erhofft sind weitere Produktions- und Effizienzsteigerungen der Fabriken.
Am 13.7. in Westfalen und am 21.7. in Schlesien wurden noch einmal die Kapazitäten unserer Stahlfabriken erweitert.
Am 15.1.1859 überstiegen unsere Staatseinnahmen erstmals die 1000-Pfund-Grenze. Das Saldo lag damit täglich bei gut über 500 Pfund.
Im Mai 1859 ermutigte der Preußenkönig das Unternehmertum und beförderte einige seiner Beamten zu Kapitalisten. Auch dies sollte unseren Profit steigern.
Am 3.7.1859 wurde eine Komission beauftragt, sich einige grundlegende Gedanken zum Verhältnis von Staat & Regierung zu machen. Am 14.10. entschied sich der König in der Frage Klerikalismus vs. Antiklerikalismus als guter, gottfürchtiger Protestant für den Klerikalismus. In der Frage Bürokratie vs. Nepotismus entschied er sich am 2.12. in der preußischen Tradition, dessen Stärke immer eine gut ausgebildete Beamtenschaft war, für die Bürokratie. Populistischen Experimenten stand der König sehr abweisend gegenüber, er entschied sich daher am 23.1.1860 für das alte preußische Establishment. Auch in der Entscheidung Meritokratie vs. Aristokratie entschied er sich am 13.4. für den alten preußischen Adel, gegen das neureiche Bürgertum. Bis auf die letzte Entscheidung gingen alle "nach Gefühl". Meritokratie bringt das Ereignis des Börsencrashs, welches einem leicht den Spaß verderben kann, wenn es mehrfach auftritt. Mit hoher Kriminalitätsbekämpfung kann man das etwas eindämmen, aber das Risiko wollte ich nicht eingehen.
Am 28.3. wurde schließlich in Schlesien eine weitere Luxuskleiderfabrik gebaut. Preußen war Weltmarktführer in Luxusmöbeln, Kohle, Artillerie, Stahl und Maschinenteilen. Kurioserweise war der größte Weinproduzent der Welt - Bayern! Die Heimat des deutschen Weißbiers!
Am 13.7. schaffte der Assoziationismus den Durchbruch.
Am 1.10.1860 erreichte der Alphabetisierungsgrad Preußens die 100%.
Am 10.12. wurden die Werkzeugmaschinen eingeführt, eine wichtige Erfindung, da sie unseren weltmarktführenden und profitablen Maschinenteileindustrien 15% mehr Effizienz bescherten.
Am 30.1.1861 überholte uns Brasilien im Prestige. Auch langwierige Nachforschungen in Eventdateien konnten nicht den Grund dafür zutage fördern. Sind die Südamerikaner uns etwa kulturell überlegen?

Ein Problem hatten wir infolge unserer Regierungsentscheidungen mit unseren Kapitalisten:

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Daraufhin wurden die Kapitalisten etwas seltsam in ihren politischen Ansichten:

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Anarcho-liberale Kapitalisten! Wer hatte so etwas schon einmal gesehen?
In der Folge revoltierten die Provinzen mit den Kapitalisten-POPs, teure Revolten, da ja immer Leute dabei sterben. Es dauerte etwas, bis deren Militanz wieder etwas sank und sie zu Liberalen zurückfielen.

Am 26.4.1861 spalteten sich die Südstaaten von den USA ab. Im folgenden Krieg war es lange unentschieden, ohne Erfolge für beide Seiten, bis dann schließlich die überlegenen Nordstaaten die Initiative übernahmen und Provinz nach Provinz eroberten.
Am 15.6.1861 führten wir umfangreiche Militärstatistiken ein, am 9.5.1862 dann neue Entscheidungsprozesse. Zu dem Zeitpunkt verfügten wir bereits über Bargeldreserven von über 1 Mio. Pfund.

Otto von Bismarck übernahm das Kanzleramt in Preußen:

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Auch ein interessantes VIP-Event möchte ich noch vorstellen:

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Am 23.1.1863 geschah die sog. "Polnische Revolution", aber glücklicherweise hatte unser treuer Staatsdiener von Alvensleben einen guten Plan zur Lösung der Polenfrage:

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Am 10.5.1863 entdeckten wir den Realismus - leider etwas spät, viel Prestige würde es dafür nicht mehr geben. Der Empirismus folgte dann logischerweise in der Entwicklung, aber auch hier erwarten wir nicht mehr viel.
Am 28.6.1863 kam es zu einer Schrumpfung in unserer landwirtschaftlichen Produktion - ein schwarzer Tag! Aber das kann wohl nicht verwundern, haben wir doch so viel für unsere Fabriken getan, dass notgedrungen der Agrarsektor etwas zu kurz kam.

Nach diesem vielleicht etwas uninteressanteren Zwischenteil sollte es aber schon bald mit einem wesentlich spannenderen Abschnitt weitergehen. Es warten bekanntermaßen die Kriege gegen Österreich und Frankreich! Ich bin gespannt, wie dies in VIP ablaufen wird!
Roche14

Beitrag von Roche14 »

Bösartige Blattläuse werter Jorrig, ich vergaß zu bemerken, dass auch euer AAR eine Inspiration zur Offenlegung meiner Österreichischen VIP-Erfahrung waren.

Nur weiter so, bin schon sehr gespannt wie es weitergeht.
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Jorrig
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Beitrag von Jorrig »

Hehe, ich bin auch gespannt. Ich habe mir heute folgende Schwerpunkte überlegt:
- Neue Fabriken werden erst gebaut, wenn der technologische Fortschritt mir neue Typen freischaltet. Erstmal gibt es genug Fabriken in Preußen.
- Es wird auf Krieg gerüstet, ich will mehr Divisionen haben und sobald ich kann, werde ich auch eine ordentliche Flotte in Eisenschiffen aufbauen. Hatte ich schon erwähnt, dass ich den Bug beim Rekrutieren nicht ausnutze? Ich habe stets höchstens so viele Divisionen einer Kultur, wie es mir die Größe der Soldaten-POPs erlauben. Drübergehen ist verboten, Eingeborenendivisionen kann ich ja sowieso nicht bauen.
- Auch in den Kriegen wird nicht pausiert. Das kann bei der Mobilisierung etc. ganz schön haarig werden, aber da bleibe ich hart! Ich werde versuchen, Österreich ohne Mobilisierung zu schlagen, ob es mir bei Frankreich gelingt, weiß ich noch nicht.

Ah, und danke für die "Blattläuse". Wenn ich zu anderen AARs anrege, ist das schon ein guter Erfolg!
Roche14

Beitrag von Roche14 »

Eine Eisenschiffflotte macht Sinn, vor allem gegen Frankreich....

Gegen Österreich wirds spannend, für einen menschlichen Spieler gibt es ja Extraregeln im VIP-Mod.

Gedenkt ihr die Küstenbombardmentstärke zu veringern? Angeblich muss man es durch 100 dividieren..., andere meine dies sei zu extrem :???:

Nun sobald ich Kreuzer habe werde ich dies mal testen.
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Beitrag von Jorrig »

So, nun wird es spannend! Der Krieg gegen Österreich soll heute erzählt werden, und ich verspreche viele bunte Bilder!
Ein bisschen gezittert habe ich ja vor der Keine-Pause-Restriktion. Um dennoch Bilder machen zu können, habe ich mir erlaubt, kurz vor Kriegsausbruch eine Pause zum Fotos schießen einzulegen.

Doch kurz die Geschichte bis dorthin:
Am 10.9.1863 entdeckten wir die Realistische Musik, am 17.11. die Realistische Literatur und am 9.3.1864 die Realistische Kunst. Alles gab wie erwartet nur 1 Prestige.
Ich wurde von der Industriewertung bei Spielstart überrascht: Erster war nun plötzlich Russland mit imposanten 104 Fabriken!
Am 12.2.1864 tauschten wir mit Belgien die Militärstatistiken gegen die Dampfturbine.
Am 15.5.1864 entdeckten wir den Empirismus. Wider unser Erwarten gaben die Erfindungen des Empirismus und des Pragmatismus dann jedoch beide 150 Prestige, wir waren hier also Erster!
Unser Bargeldbestand überschritt hier die 1,5 Mio.-Marke.
Am 25.6.1865 wurde nochmals mit Belgien getauscht, wir gaben den Professionalismus gegen die Späte Klassische Theorie ab.
Der Bürgerkrieg in den USA war zu der Zeit schon mit einem Sieg der Nordstaaten beendet.
Am 26.10.1865 wurden provisorisch schon einmal die Verteidigungsausgaben auf Maximum gesetzt. Ein Krieg drohte, und ich wusste nicht genau, wann. Ich fasste alle Truppen schnell zusammen, bildete kompakte Heere und bestückte sie mit Anführern. Da Österreich sicher auf Verbündete in Süddeutschland zurückgreifen würde, wurde ein Heer im Rheinland gelassen.
Passend zum Krieg beendeten wir auch noch die Forschung der Maschinengewehre. Das sollte uns einen großen Vorteil in der Kampfkraft geben!
Hier die Aufstellung:

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Die einzelnen Heere hatten die folgende Zusammensetzung:

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Wo ich die Divisionen hatte, stellte ich jeder Armee eine Pionierdivision hinzu, damit sich der Eingrabungsfaktor für das ganze Heer erhöhte.
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