Wir verstehen nicht in welcher Welt ihr lebt. Es gibt erhebliche Limits für die Mietanpassung bei Eigentum der besagten Unternehmen. Mieter aus Wohnungen herauszubekommen ist jetzt auch nicht einfach, wenn sie ihre Verträge nicht einhalten.Arminus hat geschrieben:Ganz ehrlich, wenn alles nur noch kosteneffizient sein darf, öffentliche Akteure gar keinen Handlungspielraum mehr haben, nichts die Rechte von Unternehmen überwiegen kann und der Bürger, wenn er das nicht super findet, als Kommunist eingestuft und mit Nazis in einen Topf gesteckt wird, dann wird's auf Dauer entweder auch nur noch Nazis oder Kommunisten geben. (Und das ist Deutschland, es werden also mal wieder die Nazis sein)
Das Problem an unserer Zeit ist nicht der Neoliberalismus, sondern dass Leute sich im Neoliberalismus wähnen, während wir zeitgleich einen immer weiter anwachsenden Staatsdirigismus und eine Regulierungsorgie durchleben, für deren Konsequenzen dann ersterer verantwortlich gemacht wird.
Das ganze Instrumentarium an Enteignungen und Preisbremsen und staatlicher Bewirtschaftung haben wir nun schon oft genug durchprobiert, ob nun im Ostblock oder Venezuela oder Argentinien oder in Berlin selbst.
Gegen Wohnraumknappheit helfen 1) Bauflächen Bauflächen Bauflächen und 2) Die Freiheit das zu bauen, was der Mietmarkt verlangt und 3) Eine Reduktion der Baukosten durch eine Reduktion des Papier/Beton-Verhältnisses im Hausbau (und das gälte für staatlichen Wohnungsbau ebenso, wenn nicht noch mehr).
Wohnungsbau ist technisch seit Jahrzehnten gelöst. Das Problem ist, dass wir uns als Gesellschaften künstlich das Angebot verknappen und uns dann über knappes Angebot wundern.