Mit einem bedrohlichen Grollen pflügte die USS Salem durch die pechschwarzen Tiefen des Ozeans. In den schummrigen Gängen des U-Bootes lastete die Stille schwer auf den Schultern der Besatzung – eine unheilvolle Ruhe vor dem Sturm. Lieutenant Commander Holland stand mit finsterer Miene über die Navigationskarte gebeugt, während Commander Garcia nervös den Funk überprüfte. Keiner sprach es aus, doch jeder wusste es: Das Ende ihrer Reise war nahe.
Koch Winters rührte mechanisch in seinem dampfenden Kessel, während Able Seaman Oliver mit angespannten Zügen an seiner Pfeife zog. Science Officer Akers und Junior Science Officer Newell tauschten einen unsicheren Blick – würde ihr Wissen sie retten oder in den Abgrund führen? Commander Moody lehnte mit verschränkten Armen an der Stahlwand, die Kiefer angespannt.
Irgendwo da draußen, jenseits der eisigen Schwärze, wartete ihr letzter Gegner. Ein Gegner, mächtiger als alles, was sie je gesehen hatten. Und wenn die Salem in die Tiefe stürzte, würde sie entweder als Legende aufsteigen – oder als Geisterschiff auf ewig in den endlosen Wassern versinken...
Das Außenteam besteht für diese Mission aus JSO Newell, SO Akers und Commander Garcia.
Durch das kalte, tintenschwarze Wasser schwebt das Außenteam lautlos vorwärts, ihre Scheinwerfer schneiden helle Bahnen in die Dunkelheit. Science Officer Akers führt die Gruppe an, ihr Herz pocht in ihrem Taucheranzug, als sich der Meeresboden unter ihnen verändert.
„
Seht ihr das?“ flüstert Junior Science Officer Newell über das Funkgerät, obwohl er genau weiß, dass das unnötig ist.
Vor ihnen erstreckt sich ein seltsamer Pfad – gepflastert mit glatten, unnatürlich symmetrischen Steinen, die ein kunstvolles Muster formen. Die Mauern zu beiden Seiten sind mit leuchtenden Mosaiken geschmückt, deren Farben selbst in der endlosen Schwärze des Ozeans unwirklich strahlen.
Commander Garcia bleibt abrupt stehen. „
Das ist unmöglich…“
Akers streckt vorsichtig die Hand aus und lässt ihre Finger über das Mosaik gleiten. Der Stein fühlt sich seltsam glatt an, unberührt von der Zeit. Kein Algenbewuchs, keine Anzeichen von Verwitterung – als wäre er erst gestern erschaffen worden. Am Rande an etwas, das wie ein Brunnen wirkt (ein Brunnen unter Wasser?) entdeckt sie ein Audiolog:
Aufzeichnungen von Matrose Petrow:
I
ch sah sie sterben.
Wir fanden die anderen, die bereits vor dem Tor ihr Lager aufgeschlagen hatten. Ein Schloss nach dem anderen leuchtete auf, bis Woronin auf die verzierte Platte trat und der Mechanismus zum Leben erwachte. Sie machten sich bereit, weiterzugehen, als... es kam.
Die Bestie riss unsere Kameraden in Stücke, von denen sich viele offenbar nicht einmal verteidigen konnten, da die Kreatur sie mit ihrem unheilvollen Blick fixierte. Pascha ertrug den Anblick nicht. Er preschte vor, um zu helfen, während ich in den Schatten kauerte.
Das Tor ist wieder versiegelt, und der Boden ist gesäumt von den Leichen meiner Kameraden. Ich denke darüber nach, einfach die Bombe scharf zu machen, aber ich fürchte, es wird nicht reichen. Ich schaffe das nicht alleine...
Mit einem mulmigen Gefühl setzen Akers, Newell und Garcia ihren Weg fort. Das Audiolog hallt noch in ihren Köpfen nach, jedes Wort verstärkt die Beklemmung, die sich wie eine unsichtbare Faust um ihre Brust legt. Ihre Scheinwerfer tanzen über den gepflasterten Weg, während sie vorsichtig voranschreiten.
Dann erreichen sie den Platz.
Vor ihnen öffnet sich eine weite Fläche, umgeben von weiteren Mauern, deren Mosaike nun nicht mehr nur abstrakte Muster zeigen, sondern düstere, fremdartige Szenen. Doch das ist nicht das Schlimmste.
Mitten auf dem Platz liegen die Leichen.
Newells Atem geht schneller, als sein Scheinwerfer über die reglosen Körper gleitet. Zerfetzte Taucheranzüge, verrostete Helme, leere Augenhöhlen hinter gesprungenen Visieren. Sie liegen verstreut, als wären sie in einem verzweifelten Kampf gefallen – oder vor etwas geflohen, das keine Gnade kannte.
Akers kniet sich nieder und untersucht eine der Leichen.
Garcia wirft einen schnellen Blick auf die Umgebung, seine Hand ruht instinktiv auf dem Griff seines Messers. „
Dann war das Logbuch echt.“
Überall auf dem Platz liegen tote Sowjets. Auch einige Harpunen und zurückgelassene Behälter für Medizin und Sprengstoff sind zu sehen. Von den Widersachern der Sowjets fehlt jedoch jede Spur. Nirgendwo sind Leichen oder abgetrennte Gliedmaßen auffindbar... Selbst die tiefen, punktförmigen Verletzungen, die viele der unglückseligen toten Männer aufweisen, zeigen keinerlei Rückstände oder Spuren. Es scheint fast so, als hätten sich die Angreifer einfach im Ozean aufgelöst.
Die Absichten, die die sowjetische Expedition verfolgte, liegen jedoch auf der Hand: Der rieseige verzierte Felsen im Tor verhinder den Zutritt zum Palast, und die Expeditionsteilnehmer suchten wohl nach einem Weg, um hineinzugelangen. Garcia flucht leise, denn die Crew hat das gleiche Ziel. Es ist äußerste Vorsicht geboten.
Die Crew durchsucht den Platz sorgfältig, doch das beklemmende Gefühl bleibt. Jede Bewegung wirbelt feinen Sand auf, der sich träge in der dichten Wassersäule verteilt. Garcia hält Wache, während Newell sich über eine der Leichen beugt, in der Hoffnung, Hinweise auf deren Schicksal zu finden.
Akers entfernt sich ein Stück von den anderen. Ihr Blick bleibt an einer massiven Struktur hängen – ein steinernes Tor, halb in die umliegende Mauer eingelassen. Es ist riesig, kunstvoll verziert mit fremdartigen Gravuren und Symbolen, die ihr seltsam vertraut vorkommen. Sie fährt mit den Fingern über die Oberfläche, spürt die unnatürliche Glätte der Linien.
„
Ich habe etwas gefunden!“ Ihre Stimme durchbricht die Stille im Funk, und die anderen eilen herbei.
Garcia betrachtet das Tor mit gerunzelter Stirn. „
Kein Griff, keine offensichtlichen Mechanismen…“ Er drückt vorsichtig gegen die Oberfläche, doch nichts rührt sich.
Newell richtet seinen Scheinwerfer auf die Gravuren. „
Das sieht aus wie eine Art Rätsel… oder ein Schloss.“
Akers nickt langsam. „
Wenn dieses Tor verschlossen ist, dann muss es auch eine Art Schlüssel geben.“
Ein leises Knarren dringt aus der Dunkelheit. Etwas regt sich in der Ferne.
Garcia hebt sofort die Hand. „
Beeilen wir uns. Ich glaube nicht, dass wir hier allein sind.“
Es ist klar, dass wir hier nicht weiterkommen. Die Crew sucht weiter die Umgebung ab, und stößt auf einen Sauerstofftank und einen sowjetischen Generator. Der Generator funktioniert noch, und nachdem Newell ihn eingeschaltet hat, erhellt gleißendes Licht die Umgebung. Nun wird auch das weitere Audiolog sichtbar:
Sowjetische Expeditionsaufzeichnungen - Wissenschaftlicher Leiter Woronin
Der verdammte Feigling Skrastins wollte mich töten, aber jetzt wird er mir keine Probleme mehr bereiten... Ein weiteres Hindernis steht mir jedoch im Weg: das Palasttor. Ich fand heraus, dass die Schlösser nicht geöffnet werden können, solange die Verriegelungsmechanismen außerhalb des Tores nicht richtig aktiviert wurden. Diejenigen meiner verbliebenen Männer, auf die ich am Ehesten verzichten kann, sehen sich das gerade näher an. Ich kann nur die wenigen starken Männer - körperlich wie auch mental - gebrauchen, wenn ich mich zum Gipfel aufmache.
Ich bin so nah am Ziel und dennoch bleiben mir die Antworten verwehrt... Das macht mich wahnsinnig! Ich ertappe mich immer wieder dabei, wie ich mir meine triumphale Rückkehr ausmale und an das neue Zeitalter denke, das meine Entdeckung einleiten wird.
Die Dampfkraft, der Verbrennungsmotor, selbst die vom Kommandante so hochgeschätzte, allmächtige Atombombe... All das wird neben dem umfassenden Wissen über die Imikani verblassen.
Ich bin mir sicher, dass ich auf dem Gipfel auf die Kraft stoßen werde, die sich uns jeden Augenblick dieser Reise in den Weg stellte und einst den Untergang dieser großartigen Zivilisation herbeigeführt hatte. Aber meine wahre Prüfung steht erst danach bevor: Ich werde mir meine Macht nicht streitig machen lassen, und ich werde mir weder von der Admiralität noch vom Zentralkomitee eine Marschroute vorschreiben lassen.
Bald wird sich das Tor öffnen... und auf der ganzen Welt wird man meinen Namen kennen!
Damit ist unsere nächste Aufgabe klar. Wir müssen die Verriegelungsmechanismen finden.
Die Crew folgt dem gepflasterten Weg weiter, ihre Sinne geschärft, ihre Waffen griffbereit. Die düsteren Mosaike an den Mauern scheinen ihnen mit jedem Schritt näher zu rücken, als wollten sie ihre Geheimnisse flüstern. Dann, kurz vor einem verfallenen Torbogen, bleiben sie abrupt stehen.
Schatten bewegen sich im trüben Wasser: Sowjetische Taucher.
Es sind zwei, schwer bewaffnet, und als sie die Crew entdecken, gibt es keine Zeit für Worte. Garcia reißt als Erster seine Waffe hoch, ein dumpfer Knall hallt durch die Tiefe, als das Projektil einen der Taucher trifft. Blasen schießen auf, das Wasser wird von aufgewirbeltem Sand und Blut durchzogen. Akers duckt sich hinter eine halb verfallene Säule, zieht ihr Messer, während Newell den zweiten Gegner mit einem gezielten Schuss ausschaltet.
Die Crew arbeitet sich vorsichtig voran, dem Radarsignal der USS Salem, die eine Anomalie in der Nähe geortet hat, folgend. Mit einem mal erheben sich lautlos zwei halbtransparente Wesen aus dem Boden, wabernd wie blaue Götterspeise.
Zwei Torwächter, die sich zwischen Garcia und die anderen beiden Taucher gesetzt haben. Sofort stürzen sich Garcia und Akers auf einen der Torwächter. Akers rammt ihm das Messer in den Leib, aber als sie die Klinge wieder herauszieht, schließt sich die Einstichstelle sofort. Garcia holt zu einem tiefen Schnitt aus, aber auch das scheint keine Wirkung zu haben. Ihre Waffen sind gegen diesen Gegner nicht zu gebrauchen. Sie benötigen etwas anderes. Derzeit bleibt ihnen nur der Rückzug. Oder besser, weiter vorzurücken, um die Verschlussmechanismen freizulegen und zu aktivieren.
Aber wie hat schon Friedrich Schiller gesagt:"Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt". Während wir uns also friedlich von Dannen schleichen wollen, greifen die Torwächter an. Das sind dann eh die Besten, kräftig austeilen, aber nicht einstecken. Ein Torwächter verschießt kleine Nadeln, die physischen Schaden anrichten, der andere psychischen Schaden.
Dazu kommt, dass der voraus geeilte Newell nicht nur auf den Verschlussmechanismus, sondern auch auf sowjetische Taucher trifft.
Newell erhält dank Garcias Fähigkeit einen zusätzlichen Aktionspunkt, und kann zusammen mit Akers den Taucher ausschalten, und auch sein zur Hilfe geeilter Kamerad fällt den beiden zum Opfer.
Außerdem haben wir uns inzwischen so weit von den Torwächtern entfernt, dass sie uns nicht mehr gefährlich werden können. Sie ziehen sich in den Boden zurück, aus dem sie hervorgekrochen sind.
Mur um dann wieder aus dem Nichts neben unseren Tauchern aus dem Boden zu wachsen. Eine Flucht hilf hier wohl nicht. Wir müssen etwas finden, mit dem wir sie verletzten können. Bis wir etwas haben, bleibt uns nichts übrig, als in Bewegung zu bleiben.
Newell tritt vorsichtig näher an die Stele heran. Selbst durch seinen dicken Taucheranzug spürt er die unangenehme Kälte, die von ihr ausgeht. Die korallenartige Masse, die sich darüber ausgebreitet hat, pulsiert träge, als wäre sie noch lebendig. Sie ist von einer dunklen, fast schleimigen Konsistenz, mit seltsamen Fäden, die sich langsam in der Strömung wiegen.
Er zögert. „
Das… sieht nicht gesund aus.“
„
Mach’s trotzdem,“ sagt Garcia knapp, die Waffe im Anschlag. Sein Blick wandert nervös durch die Schatten der Ruinen, als er sich erneut umsieht. „
Wir haben nicht ewig Zeit.“
Newell atmet tief durch, dann packt er mit beiden Händen die seltsame Schicht und beginnt, sie abzureißen. Es geht schwerer als erwartet. Die Substanz gibt erst widerwillig nach, reißt dann in zähen Fetzen ab. Unter dem Überwuchs kommen uralte Gravuren zum Vorschein – fremdartige Symbole, die ein unheilvolles Leuchten ausstrahlen.
Akers beobachtet ihn aufmerksam. „
Langsam, nicht, dass du irgendetwas aktivierst, bevor wir bereit sind.“
„
Kein Problem,“ murmelt Newell, während er weiterarbeitet. Doch kaum hat er die Hälfte der Stele freigelegt, bebt der Boden unter ihnen.
Ein tiefes, fernes Grollen hallt durch die Ruinen.
Die Stele beginnt, schwach zu pulsieren – als hätte sie auf genau diesen Moment gewartet.
Garcia spannt sich an. „
Das war nicht nur eine simple Blockade… Wir haben etwas geweckt.“
Akers hebt den Blick in die Dunkelheit. „
Dann sollten wir uns bereit machen.“
Hinter ihnen, aus Richtung des Tores, antwortet ein tiefes, unheilvolles Geräusch – das Geräusch von etwas, das langsam erwacht.
Wir aktivieren den Verschlussmechanismus, den Wächter: Der Wächter wurde von der ihn umgebenden Fäulnis befreit und kann wieder aktiviert werden, um seinen ursprünglichen Zweck zu erfüllen. Er sollte dann die teuflische Kreatur dazu zwingen können, sich entweder gänzlich zu manifestieren oder wieder in die finstere Dimension zu verschwinden, aus der sie gekommen war.
Als der Wächter reaktiviert wird, durchströmt ein gewaltiger energetischer Impuls das die Taucher umgebende Wasser, Uralte Verteidigungsvorrichtungen erwachen wieder zum Leben und nehmen eine ernste Bedrohung für das Palasttor wahr...
+100 Torwächter Schaden.
Zwei Dinge passieren. Der Torwächter, der körperlichen Schaden verursacht, verschwindet, und kommt auch nicht wieder. Und...
Ein Verschluss am Tor scheint geöffnet zu sein. Kaum ist die erste Stele freigelegt, setzt sich die Crew in Bewegung. Keine Zeit, um durchzuatmen, keine Zeit, um nachzudenken – sie müssen zur zweiten. Das Wasser um sie herum scheint sich zu verdunkeln, schwerer zu werden, als würde es gegen sie arbeiten.
Akers führt die Gruppe an, ihr Atem geht stoßweise in der geschlossenen Tauchermontur. Hinter ihr hasten Newell und Garcia, immer wieder zurückblickend in die schwarze Leere der Ruinen. Sie können es nicht sehen, aber sie wissen, dass es da ist.
Der Torwächter verfolgt sie.
Es lauert jenseits ihrer Sicht, in den Schatten, ein schemenhaftes Ding, das nicht wirklich da zu sein scheint – und doch spüren sie es. Ein Flüstern kriecht in ihre Köpfe, verzerrte Gedanken, fremde Erinnerungen, die nicht die ihren sind.
„
Dreht um… Ihr gehört hier nicht hin…“
Garcia schüttelt den Kopf, versucht, den Druck in seinem Schädel zu ignorieren. „
Bleibt konzentriert! Es versucht, uns zu manipulieren.“
„
Ich weiß… aber es fühlt sich verdammt echt an,“ presst Newell hervor. Sein Kopf pocht, als hätte etwas Kaltes seine Gedanken in die Finger bekommen.
Da taucht die zweite Stele vor ihnen auf – am Rande eines Plateus, alt, verwittert doch noch immer intakt. Genau wie die erste ist sie von der pulsierenden, fremdartigen Masse überwuchert.
Akers zögert nur einen Moment. „
Los, wir müssen sie freilegen!“
Newell und Garcia knien sich neben sie und beginnen, den schleimigen Bewuchs herunterzureißen. Doch das Ding in der Dunkelheit ist ihnen näher als zuvor – und es beginnt, sich zu regen.
Der zweite Verschluss ist auf. Etwas weniger Erfolge diesmal, nur 50 Schadenspunkte am Torwächter, aber auch der verschwindet und kehrt nicht mehr zurück. Aber er hat den Tauchern schwer zugesetzt. Es gelang ihm mehrfach, einzelne Taucher zu kontrollieren und von den anderen wegzulocken. Außerdem ist der psychische Schaden, den die Crew davongetragen hat, nicht zu unterschätzen.
Besonders Akers hat es hart getroffen. Eine weitere Begegnung mit einem solchen Wesen übersteht sie womöglich nicht. Und auch Newell ist angeschlagen.
Mit einem letzten Ruck zieht Newell die letzten Fetzen der zähen, pulsierenden Masse von der Stele. Ein tiefes, dumpfes Grollen hallt durch das Wasser – kein Geräusch der Bedrohung, sondern eines des Abschlusses.
Dann kehrt Stille ein.
Das Flüstern in ihren Köpfen verstummt. Die beklemmende Präsenz, die sie seit der ersten Stele verfolgt hat, ist verschwunden. Es fühlt sich an, als hätte sich das Wasser um sie herum gelichtet, als sei eine unsichtbare Last von ihren Schultern gefallen.
„
Zweiter Mechanismus gelöst,“ sagt Akers, immer noch außer Atem. Sie wirft einen Blick in die Finsternis. „
Aber wir haben noch zwei vor uns.“
Garcia schüttelt den Kopf. „
So schaffen wir das nicht. Wir sind erschöpft, wir wissen nicht, was noch auf uns wartet, und was auch immer das hier ist… es spielt mit uns.“
Newell nickt langsam. „
Wenn wir einfach weitermachen, rennen wir ins Verderben. Wir müssen zurück zur Salem, durchatmen und einen besseren Plan schmieden.“
Akers zögert einen Moment, dann gibt sie nach. Sie weiß, dass sie recht haben.
„
In Ordnung. Wir kehren um.“
Ohne ein weiteres Wort drehen sie sich um und schwimmen zurück, den Weg entlang, den sie gekommen sind. Die Ruinen um sie herum wirken nun noch unheimlicher, als würden sie ihnen stumm hinterherschauen.
Nun, das ist nicht ganz gelaufen wie geplant. Aber das Radar hat eine Ansammlung von Feinden angezeigt. Und wenn dort ein Tiefenseher ist, und vielleicht noch mehr dieser Torwächter (wovon ich stark ausgehe), dann komme ich so nicht weiter. Immerhin darf ich das Loot behalten. Interessant übrigens, dass die Torwächter von den Wächtern - also den Verriegelungsmechanismen - als feindlich betrachtet werden.
Übrigens hat einer der Torwächter tatsäclich einige Male einen Taucher bewegen können. Er hat sie zwar nicht "umpolen" können, oder sie irgendwelche weiteren Handlungen durchführen lassen, aber den Taucher von den anderen zu trennen und zu sich selbst hinzuführen, ist auch nicht ungefährlich.
Wie auch immer, vielleicht ist das der Weg, an die benötigten Ressourcen zu gelangen? In eine Mission starten, die Ressourcen abgraben und die Mission vorzeitig verlassen, um sie dann neu zu starten, und wieder Ressourcen zu sammeln?
Eine bereits abgeschlossene Mission kann zumindest nicht noch einmal besucht werden.
Nun, wir werden sehen, was wir für den zweiten Versuch optimieren können. Ich denke, ich werde die erfahrensten, und somit geistig und körperlich stärksten Teammitglieder einpacken und entsprechend ausrüsten. Vielleicht kann ich auch noch etwas sinnvolles erforschen.