WitE 2 Kampagne(41): Moskau ist schön

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teufelchen
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Beitrag von teufelchen »

Werter Meinungskorps,

vielen Dank für Eure Erläuterung. Ja, das sehen wir genau so. Leningrad ist uns durch die Lappen gegangen. Ein ganz klarer Makel mit Nachteilen für die Gesamtoperation.
Unserer Meinung nach hat AtAtack seinen Schwerpunkt auf die Verteidigung Leningrads gerichtet.
Das ermöglichte uns unter anderem die Erfolge im Mittel- und Südabschnitt.

Züge 30-33: 11.01.42 / 18.01.1942 / 25.01.42 / 01.02.42

Wie erwartet, der Januar entpuppt sich als Monat mit reichlich Eis und Schnee. Es schneit von der Neva bis zum Don. Obendrein fegen eisige Stürme übers Land. Den ganzen Monat? Nein, es gibt Ausnahmen. Zug 32 entpuppt sich als Woche ohne Schneesturm, fast überall. Die ersten beiden Wochen gibt es ganz im Süden (südlich von Stalingrad) keinen Schneesturm, sondern nur Schee, wie schön. Wetterprognosen sind für die operativen Planungen außerordentlich wichtig. Daher erwarten wir von unseren Wetterpropheten Verlässlichkeit. Tatsächlich sind wir von der Zuverlässigkeit der Vorhersagen positiv überrascht. Bis auf eine Ausnahme. Es ist die Prgnose für den 01.02. Angekündigt: Schneefall. Die Realität: Überall Schneesturm.

Ein neuer Transporter steht zur Verfügung. Die He 111H-3 T. Wir haben von einer solchen Version noch nie gehört, kennen „die“ Heinkel nur als mittleren Bomber. Wir haben nachgelesen. Im Kessel von Demjansk wurde die He-111 erfolgreich als Transportmaschine eingesetzt. War es so, dass dafür kein spezialisierter Flugzeugtyp Verwendung fand, sondern der schon erwähnte Bomber „zweckentfremdet“ wurde?
Wie dem auch sei. Wir sind angetan von dem Baumuster, besitzt es doch etwas, was andere Transportmaschinen vermissen lassen: Reichweite. Anbei der Vergleich mit „Tante JU“:

Bild


Das hatte sich die Führung anders vorgestellt. Im Winter kleine Brötchen backen? Nie und nimmer. Zur Verteidigung übergehen? Undenkbar! Und doch, die Umsände zwingen dazu. Folge: Das Personalkarrusel dreht sich. Erstes Opfer: Der Kommandeur der Panzergruppe 2, Heinz Guderian. Er wird am 11.01. abberufen und durch Otto Biehler ersetzt. Mit Otto Biehler an dieser zentralen Stelle der HGM sind wir nicht einverstanden. Die Panzergruppe 2 braucht einen der besten, sie steht mächtig unter Druck. Wir setzen Walter Model auf diesen Posten. Am 25.01. sehen wir zu unserer Freude Guderian als neuen Chef des OKH. Halder geht in den wohlverdienten Ruhestand.

Folgende Schlagzeile im Logistik Teil des Wehrmachtsberichts entdeckte ein fleißiger Beamter unseres Stabes und sie wird sich in späteren Wochen wiederholt dort finden lassen:


Bild


Ist schon paradox. Der Wehrmachtsbericht wird auf englisch verfasst, sei es drum. Wir haben das übersetzen lassen. Und sind vom Stuhl gefallen! Wer um alles in der Welt vernichtet in Kriegszeiten wichtige Resourcen? Und warum gerade in Kerch? Was sollen wir davon nur halten? Wenn wir die kriminellen Aktivitäten dunkler Mächte in großem Stil nur aufklären und die Verursacher der gerechten Strafe zuführen könnten. Oder ist das „nur“ Sabotage? Wir tappen im Dunkeln. Wer vermag zu helfen und zu erklären?

Die Rote Armee, lange im Dämmerschlaf, erwacht. Im Januar 1942 berichten wir von den Krisenherden bei Tambov (Region Penza), bei Stalingrad und Rostov. Dort, wo die Rote Armee weiterschläft, speziell in den Abschnitten Leningrad-Vyazma-Ryasan decken wir den Mantel des Schweigens über das unbedeutende Geschehen.


Bild


Eine Frage beschäftigt die Herren Generäle Tag und Nacht. Wo gibt es Ersatz für die ausgelaugten Divisionen? Alle schielen nach Westen. In Frankreich stehen Divisionen, mit nichts anderem beschäftigt, als es sich gut gehen zu lassen und die dortige Bevölkerung zu drangsalieren. Heran damit. Trotz aller Not, der Ersatz trifft nur spärlich ein, aber immerhin.

Fortsetzung folgt...
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teufelchen
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Beitrag von teufelchen »

Die Ausgangslage in der Region Tambov:

Die Rote Armee konzentriert sich auf zwei Schwerpunkte.
a) das Gebiet östlich der Großstadt Tambov. Hier greifen Truppenteile der Kavallerie in überschaubarer Stärke Richtung Süden an
und überschreiten die Eisenbahnlinie Tambov-Saratov. Was deutsche Beine hat, beginnt zu laufen. Urplötzlich klafft eine 40 km
breite Lücke in der Verteidigung. Justament treffen wenige frische deutsche Einheiten bei Tambov ein. Flicken auf die Lücke. Das
ist Aufgabe von Models Panzergruppe 2.
b) Weiter östlich, zwischen den Orten Serdobsk und Atkarsk, sind sie ebenfalls aufmarschiert. Vorsorglich und in militärischer
Ordnung nimmt Generalfeldmarschall von Reichenau seine Regimenter und Divisionen ein wenig zurück, wo sie exponiert stehen.
In der folgenden Woche wiederholt sich das Spielchen.

So stellt sich uns die Situation am 11.01.42 (vor unserem eigenen Zug) dar
Bild


Der Tambov-Schlauch weitet sich Richtung Süden aus. Die Panzergruppe 2 erhält Order, diesen Schlauch nach Osten und Westen
stark, nach Süden nur schwach zu verteidigen. Es fällt auf, die Reihe der Angreifer hat Lücken und sie sind verwundbar. Als
Achtungserfolg vermelden wir, die 53. sowjetische Tank Division in die Flucht geschlagen zu haben. Aber die Initiative liegt beim
Gegner. Dieser attackiert südöstlich Serdobsk die 78. Infanteriedivision und zwingt sie zum Rückzug. Neue sowjetische Einheiten
tauchen aus dem Dunkel der Aufklärung bei den Ortschaften Balanda und Yelan auf.

Situation am 18.01.42 nach der deutschen Zugphase
Bild


Nun wird´s heikel. AtAtack entschließt sich, den Tambov-Schlauch weniger nach Süden, dafür mehr nach Osten zu erweitern. Die
168. Infanteriedivision und ein Regiment der 24. Infanteriedivision weichen vor General Bobkin´s Angriffen. Gleichzeitig drücken
die vorige Woche bei Balanda gesichteten Truppen der Roten nach Westen. Es droht eine Zange um die 6.Armee.

Situation am 25.01.42 vor der deutschen Zugphase
Bild


Generaloberst Model – the Cool - greift in die Trickkiste. Der in Tambov stehenden 87. Infanteriedivision befiehlt er die Aufteilung in
3 Regimenter und Vormarsch in die westliche Flanke des Pfropfens. Und auch von Osten verstärkt er die Front. Im Pfropfen selbst
sind den Sowjets fast nur noch ZOC-ZOC-Bewegungen möglich. Preis dafür ist ein Rückzug der 6. Armee auf die Höhe von Bekovo.
Bei Ekaterinovka wird der zu weit nach Osten vorragende Frontbalkon zurückgenommen und bei Balanda eine sowjetische
Marineinfanteriebrigade in die Flucht geschlagen. Wie wird Bobkin reagieren?

Die deutschen Aktionen des 25.01.42
Bild


Noch ein kleines Detail aus den wenigen deutschen Angriffen hier: Es veranschaulicht, wie schwach viele Wehrmachtseinheiten aktuell
sind. Gegenangriffe sind nur örtlich möglich und gelingen nur durch Einbinden von „Superbrigaden“, hier der 2.RFSS mot. Und immer
wieder verblüffen uns die hohen sowjetischen Verluste in dieser für sie doch günstigen Kriegsphase.


Bild


Bobkin frisst den Köder. Er ändert seine Angriffsrichtung aus dem Tambov-Schlauch, nun will er sich nach Westen Luft verschaffen. Und
seine Truppen kuscheln mehr miteinander, bilden eine Art Wagenburg, scheinen sich tatsächlich defensiv auszurichten. Unsere Meinung:
Die Rote Armee hatte hier nie die für eine wirkliche Offensive erforderliche Stärke.
Dafür hält der Druck aus Ekaterinovka und Balanda an. Dort verjagen die Roten das Regiment „Grossdeutschland“ und ein Regiment der
29. mot. Infanteriedivision. Allerdings bedeutet das mitnichten einen Durchbruch an irgendeiner Stelle. Der sowjetische Angriff stockt.
Will AtAtack Zähne zeigen, braucht er dringend Verstärkungen. Der Januar ist hier schon vorbei.

Situation am 01.02.42 nach der deutschen Zugphase
Bild

Was geht bei Stalingrad vor sich? Das wird Thema des nächsten Berichts. Wir bitten um etwas Geduld.
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Beitrag von Bigfish »

Wir Danken für die Teilnahme bei der Wahl zum AAR des Jahres 2023: https://www.si-games.com/forum/showthread.php?t=31541
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Beitrag von teufelchen »

Habt besten Dank für Eure Voten.
Das spornt uns an, den AAR mit Tatkraft fortzusetzen.
Die Teilnahme an der Abstimmung war uns eine Ehre.
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Beitrag von HYZ »

Ein klasse AAR werter teufelchen !

Wir sind gefesselt davon und haben ihn seit gestern abend in einem Rutsch durchgelesen - Ihr habt mit uns einen weiteren Leser gefunden.

Wir sind sehr gespannt auf die Fortsetzung.

Grüße
HYZ

PS:
Vielen Dank für Eure beigefügten "Tips, Tricks und Information-Posts" (wie z.B. die Multi-Role-EHs funktionieren)!
Die sind sehr hilfreich, da wir uns das Spiel seit kurzem selbst zugelegt haben und ein Testspiel gegen die KI machen, um mit dem Spiel warm zu werden. Es sind doch einige Dinge anders, wie damals bei WitE1.

PPS:
Leider können wir Euch keine Bewertung schreiben :( aber dann eben so: Danke und weiter gen Osten !
Alles lief nach Plan ... aber der Plan war scheiße...
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Beitrag von teufelchen »

Vielen Dank für die Blumen, werter HYZ

Welch ein Kraftakt, wir haben im AAR nicht mit Text gegeizt. Alles auf einen Schwung durchgelesen. Respekt!

Euer Wunsch sei uns Befehl. Neues Futter aus der Infoecke
. Bild

Selbstgewähltes Thema: Support-Units.
Als bekannt wird vorausgesetzt, dass bestimmte Unterstützungseinheiten direkt einer Einheit angegliedert werden können. Die Zahl der manuell unterstellbaren Unterstützungseinheiten hängt von der Einheitenart und zu welchem Land die Einheit gehört, ab.

Ist die Unterstützungseinheit direkt angegliedert, kann man das (im Falle eines Kampfes) sehen, an der etwas weiter nach rechts eingerückten Bezeichnung der Unterstützungseinheit.
Hier als Beispiel ein sowjetischer Angriff aus unserer aktuellen Kampagne.


Bild


So weit, so unspektakulär. Hier beginnt nun unsere These. Wollten wir beispielsweise einen Gegenschlag auf das sowjetische 9. Kavalleriekorps führen, müssten wir mit einer gegnerischen Stärke (cv) von etwa 21+16+15+1 = 53 rechnen. Angezeigt würde das Korps vermutlich nur mit +/- cv 21. Die Unterstützungseinheiten werden von der KI verschleiert. Diese Aussage ist keine regelbasierte These, sondern speist sich alleine aus unseren Erfahrungswerten. Wir glauben festgestellt zu haben, dass gegnerische Einheiten mit direkt unterstellten Unterstützungseinheiten mit tendenziell zu niedrigem Kampfwert angezeigt werden. Wenn wir darauf nicht achten, und unsere Kräfte zu gering wählen, läuft unser Angriff Gefahr, zu scheitern. Sollten wir mit unserer These daneben liegen, fordern wir heftigsten Widerspruch.
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Beitrag von HYZ »

>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>bessermalverscHlYZeln<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

Werter teufelchen,

interessantes Thema ->
Die Unterstützungseinheiten werden von der KI verschleiert. Diese Aussage ist keine regelbasierte These, sondern speist sich alleine aus unseren Erfahrungswerten. Wir glauben festgestellt zu haben, dass gegnerische Einheiten mit direkt unterstellten Unterstützungseinheiten mit tendenziell zu niedrigem Kampfwert angezeigt werden. Wenn wir darauf nicht achten, und unsere Kräfte zu gering wählen, läuft unser Angriff Gefahr, zu scheitern.
wenn sich das tatsächlich so durch noch längere Beobachtung bestätigen sollte, bleibt nur zu hoffen, daß Euer Gegner das nicht weiß. Sonst könnte der das ja ganz bewußt - wie Ihr schon angedeutet habt - als eine Art "Falle" für seine Verteidigung nutzen und Euch "falsche" und viel zu niedrige CV vorgaukeln :idee:

Aber da würde sich für uns eine Folgefrage anbieten :

Bei welchem Kräfteverhältnis greift Ihr an(CV-Werte-mäßig gesehen), um z.B. das 10:1 Ergebnis(das kein +1 Interdiction ergibt) zu erreichen? (jetzt von dieser "SU-Verschleierung mal abgesehen)
Gibt es da eine "Faustregel"?

Grüße
HYZ
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Alles lief nach Plan ... aber der Plan war scheiße...
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TheBlackSwan
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Beitrag von TheBlackSwan »

>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>><<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<



Einheiten direkt unterstellte Unterstützungseinheiten sollten in den CV angezeigt werden, vom HQ zufällig dem Gefecht beitretende Einheiten nicht.
Anonsten mal ein Testspiel machen und zur Aufklärung einen USSR-Stack angreifen zwecks maximalem Aufklärungslevel, danach CV vergleichen.
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Beitrag von teufelchen »

TheBlackSwan hat geschrieben:>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>><<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<



Einheiten direkt unterstellte Unterstützungseinheiten sollten in den CV angezeigt werden, vom HQ zufällig dem Gefecht beitretende Einheiten nicht.
Anonsten mal ein Testspiel machen und zur Aufklärung einen USSR-Stack angreifen zwecks maximalem Aufklärungslevel, danach CV vergleichen.

Vielen Dank für Eure Darstellung, wir hätten es auch so erwartet.

Da wir über manches akribisch Buch führen, haben wir nachgesehen. Die oben gezeigte sowjetische 9. Kavalleriekorps wurde uns im Zug nach dem dargestellten Angriff lediglich mit cv 1,7 angezeigt.

Welche Erklärung habt Ihr für diese Abweichung im Stärkewert. Könnte es vielleicht am miserablen Wetter liegen?
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Beitrag von teufelchen »

HYZ hat geschrieben:>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>bessermalverscHlYZeln<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

Werter teufelchen,

interessantes Thema -> wenn sich das tatsächlich so durch noch längere Beobachtung bestätigen sollte, bleibt nur zu hoffen, daß Euer Gegner das nicht weiß. Sonst könnte der das ja ganz bewußt - wie Ihr schon angedeutet habt - als eine Art "Falle" für seine Verteidigung nutzen und Euch "falsche" und viel zu niedrige CV vorgaukeln :idee:

Aber da würde sich für uns eine Folgefrage anbieten :

Bei welchem Kräfteverhältnis greift Ihr an(CV-Werte-mäßig gesehen), um z.B. das 10:1 Ergebnis(das kein +1 Interdiction ergibt) zu erreichen? (jetzt von dieser "SU-Verschleierung mal abgesehen)
Gibt es da eine "Faustregel"?

Grüße
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Klar, das leuchtet ein, der Gegner könnte daraus Profit schlagen.

Zu Eurer Frage nach dem Kräfteverhältnis. Wir neigen dazu, wie Radio Eriwan zu antworten. Im Prinzip ja ... es gibt schon Werte, die wir im Hinterkopf haben. Haben wir keine Info über die anzugreifende Feindeinheit, multiplizieren wir den angezeigten cv mit 1,25. Dann rechnen wir Eingrabungslevel und Gelände dazu. Unser Bestreben ist dann einen Angriffs-cv von ca. 1,4 über der ermittelten Defensiv cv zu erhalten. Oft genügt weniger ... für einen Sieg, und der ist das erste Ziel. Entschuldigt unsere eher oberflächliche Erläuterung, werter HYZ.
Ein 10:1 Ergebnis ist wunderbar, aber selten unser tatsächliches Ziel.

Empfehlung: Unterstützungseinheiten aller Gattungen und wenn dann noch ein paar Stuka übrig sind und ein guter Kommandeur befehligt, könnte das mit 10:1 klappen. Und wenn nicht, vielleicht ist ein weiterer Angriff auch die sich zurückziehende Einheit möglich. Der Folgeangriff schlägt besser durch.
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Beitrag von TheBlackSwan »

teufelchen hat geschrieben:Vielen Dank für Eure Darstellung, wir hätten es auch so erwartet.

Da wir über manches akribisch Buch führen, haben wir nachgesehen. Die oben gezeigte sowjetische 9. Kavalleriekorps wurde uns im Zug nach dem dargestellten Angriff lediglich mit cv 1,7 angezeigt.

Welche Erklärung habt Ihr für diese Abweichung im Stärkewert. Könnte es vielleicht am miserablen Wetter liegen?
Hhghjj gjjjgdhj hjfghffhhdfgv hhdhhHhghjj gjjjgdhj hjfghffhhdfgv hhdhhHhghjj gjjjgdhj hjfghffhhdfgv hhdhhHhghjj gjjjgdhj hjfghffhhdfgv hhdhhHhghjj gjjjgdhj hjfghffhhdfgv hhdhh

Die CV werden nicht präzise angezeigt. Wenn ihr es endgültig klären möchtet, erstellt per Editor eine Infanteriedivision auf geringer TOE oder nehmt ein passendes (1944?) Szenario.
Dann Einheit einmal ohne Unterstützungseinheiten an die Front stellen und im Sowjetzug CV anschauen. Dann dasselbe wiederholen, nachdem drei schwere Panzerabteilungen attached wurden. Sollte die CV merklich erhöhen, sodass man den Effekt ausreichend im Sowjetzug sieht.

Die CV-Darstellung ist unpräzise, u.a. zieht die Einheit noch vor dem Gefecht zusätzliche Munition, was die CV erhöht.
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Beitrag von teufelchen »

:^^: Alles muss man alleine machen. ;)

Wir haben getestet.

Zunächst einen sowjetische Panzerverband (26. Tankcorps) „präpariert“.
a) den Panzerverband durch maximale Bewegung ermüden. Ein niedriger originärer cv richtet den Fokus besser auf die Unterstützungseinheiten
b) drei Panzerbrigaden zuweisen
c) speichern
d) Testspiel bis zur deutschen Zugphase laufen lassen
e) angezeigte cv-Wert des sowjetischen 26. Tankcorps notieren
f) ab „speichern“ 5x wiederholen, um Zufallsergebnisse auszuschließen

Dann das gleiche noch einmal ohne Punkt b)


Bild


Wie dargestellt hat das 26. Tankcorps inklusive Unterstützungseinheiten einen realen Angriffs-cv von 6,1. Die Unterstützungseinheiten sind schon automatisch eingerechnet.

Im deutschen Zug wird die Einheit mit Werten zwischen 3,6 und 8,3 angezeigt. Der Durchschnittswert beträgt 5,67, passt schon mal grob.

Ohne Unterstützungseinheiten beträgt die reale Angriffs-cv 3,8. Im deutschen Zug werden Werte zwischen 3,6 und 3,9 angezeigt, Der Durchschnittswert beträgt 3,77. Passt auch.

Somit ist die Sache klar. Unterstützungseinheiten werden berücksichtigt.

Folgendes ist uns aufgefallen: Die drei zugewiesenen Unterstützungseinheiten haben einen Angriffs-cv von 1,96 / 1,22 / 0,88, in Summe 4,06.

Nach Zuweisung der Unterstützungseinheiten veränderte sich der cv-Wert des Tankcorps nur von 3,83 auf 6,12 (+2,29), also nicht um 4,06 auf 7,89.

Warum? Vermutung: könnte es mit den Kampfvorbereitungspunkten in Zusammenhang stehen? Die Unterstützungseinheiten haben alle jeweils 50 Punkte und das wirkt auf die Angriffs-cv-Werte.
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Beitrag von TheBlackSwan »

Ja, das sollten die Kampfvorbereitungspunkte sein. Wir erinnern uns dunkel, dass die durch Zuweisung reduziert werden. Mit welchem CV werden die Unterstützungseinheiten denn jetzt angezeigt, wo sie der Einheit bereits unterstehen?

Vielleicht erzeugt das Unterstellen auch Ermüdung? Wäre uns aber neu.
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Beitrag von teufelchen »

TheBlackSwan hat geschrieben:Ja, das sollten die Kampfvorbereitungspunkte sein. Wir erinnern uns dunkel, dass die durch Zuweisung reduziert werden. Mit welchem CV werden die Unterstützungseinheiten denn jetzt angezeigt, wo sie der Einheit bereits unterstehen?

Vielleicht erzeugt das Unterstellen auch Ermüdung? Wäre uns aber neu.
Ihr liegt richtig. Die Kampfvorbereitungspunkte halbieren sich durch Zuweisung. Die Ermüdungswerte bleiben unverändert. Dadurch werden die Einzel-cv der Unterstützungseinheiten gemindert. Konkret 2,63 -> 1,96 / 1,63 -> 1,22 / 1,17 -> 0,88. Kurios bleibt weiter der deutlich geringere Zuwachs im Kampfwert des Tankcorps. Das erschließt sich noch nicht. Da desertieren doch nicht etwa ganze Kompanien?
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Beitrag von teufelchen »

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Frontabschnitt westlich von Stalingrad, Abschnitt der Panzergruppe 1



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Anfang Januar witzelte Feldmarschall von Kleist, Befehlshaber der Panzergruppe 1: „Wir sind etwas überrascht, drüben, bei Stalingrad, wo wir wüste Angriffe erwarten, nix los.“ Urplötzlich sind sie da. Nordwestlich von Stalingrad. Wie aus dem Nichts. Die Aufklärung meldet 5 Verbände, davon 2 Tankdivisionen und 2 Kavalleriekorps, alle Achtung! Und die fackeln nicht lange, Ihre Angriffe auf die schwachen deutschen Regimenter sind allesamt erfolgreich. Für die Panzergruppe 1 heißt es „Kommando zurück“. Zum Glück in relativer Ordnung. Im Süden des Abschnitts erscheint solitär die sowjetische 112. Tankdivision, scheint aufklären zu wollen. Hier lauern immer noch (geschwächte) deutsche Panzerdivisionen. Aber auch eine geschwächte Panzerdivision ist gefährlich. Die deutsche 14. Panzerdivision erhält von Generaloberst Model Befehl zum Gegenangriff. Die 112. Tankdivision weicht und lässt 80 Panzer zurück. In der Woche darauf ist sie nicht mehr am Geschehen beteiligt. Am Frontverlauf ändert sich nichts.


Bild


Erwartungsgemäß setzt die Rote Armee nordwestlich von Stalingrad nach. Es scheint der sowjetischen Aufklärung nicht entgangen zu sein, dass die deutschen Linien bei Frolovo Lücken haben. Offensichtlich führt diese Erkenntnis zu einer Planänderung. Der Angriff zielt in der Folgewoche stärker nach Nordwesten Richtung Frolovo. Das 2. Regiment der 111. Infanteriedivision steckt eine Niederlage ein, ebenso ein Regiment bei Sirotinskaya. Nicht schön, aber auch kein Beinbruch. Im Gegenangriff wird die 57. sowj. Tankdivision zurückgeschlagen. Die ist nicht von schlechten Eltern, wirft insgesamt 237 Panzer in die Schlacht, darunter T-34 und KV-1. Ehrlich gesagt sind wir im Nachgang überrascht über den errungenen Sieg, unsere Angriffskräfte (eine motorisierte Infanteriedivision und 2 Infanterieregimenter) sind nur ein wenig überlegen, riskant im Blizzard. Hier ist das Glück auf Seiten der Panzergruppe 1. Die Versorgungslage ist miserabel, es kommt kaum etwas nach vorn, wegen geringer Bahnkapazität und wegen schlechten Wetters. Die roten Ecken der Einheiten spiegeln die Versorgungslage wider.


Bild_____Bild


Feldmarschall von Kleist erwartet weitere Hiobsbotschaften aus dem Frolovo-Abschnitt – die treffen ein. Krise vor Frolovo. Die Rote Armee scheint sich verstärkt zu haben, greift großflächig an, rückt nach Westen vor und geht 10 km vor den deutschen Linien in Stellung. Von Kleist muss die Schläge erst verdauen. Dann reorganisiert er die Linien. Dazu gehört eine tief gestaffelte Verteidigungslinie bei Serafimovich. Und die motorisierte Infanteriedivision „Das Reich“ geht südlich in Lauerstellung. Drei der angeschlagenen Regimenter werden aus der Front gezogen.
Die 112. Tankdivision hat sich vom Acker gemacht. Trotz vorsichtiger Aufklärung ist sie der Beobachtung entschwunden. Die vorfühlenden Divisionen fallen auf Ihre leicht befestigten Stellungen zurück. Sicher ist sicher.
Die Umgruppierung bei Serafimovich schmeckt unserem Gegner wohl nicht. Er wendet sich von Frolovo ab und verlagert seine Kräfte abermals nach Süden, um einen der Vorposten zu erobern, was erwartungsgemäß gelingt. Sonst passiert nordwestlich Stalingrads wenig. Von Kleist verharrt in Passivität. Südwestlich von Stalingrad bejubelt er zwei erfolgreiche Abwehrgefechte. Hier versucht Widersacher Meretskov, einen Einbruch zu erzielen, vergeblich. Trotz erfolgreicher Abwehr sind die angegriffenen Regimenter so geschwächt, dass sie aus der Front gezogen werden müssen. Ersatz ist noch zur Stelle.



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Südlicher Frontabschnitt, Region Rostov


Bild

(Kavallerie der Roten Armee auf dem Marsch durch verschneites Gebiet)

Sie können einem leid tun. Seit Wochen drückt die sowjetische 56. Armee von Süden. Ständig an beiden Flanken bedroht, wich die 8. rumänische Infanteriedivision Woche um Woche nach Norden aus, das kostete Kraft. Zuletzt stand sie in einem Frontbalkon nach Süden. Diese exponierte Lage nutzte die 56. Armee aus und trat zu einem wuchtigen Schlag an. Die Rufe der Rumänen nach Unterstützung verhallten ungehört. Lediglich ein paar Bomber beharkten die Angreifer, Tropfen auf den „kalten“ Stein. Panik brach aus. Viele waren zu erschöpft, nicht in der Lage zur Flucht. Die Division wird aufgerieben, fast vollständig ausgelöscht. Die verlustreichste Schlacht aus deutscher Sicht bisher. Krisenstimmung im Hauptquartier der Heeresgruppe Süd.


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Die Gesamtlage in diesem Abschnitt hat sich trotz der verlorenen Schlacht stabilisiert. Besonders hervorzuheben ist die erfolgreiche Abwehr an anderer, zentraler Stelle, bei der 83. Infanteriedivision. In Kombination mit der Luftflotte 4 und dem rechtzeitigen Eintreffen der 5. Panzerdivision wurde ein Angriff der sowjetischen 51. Armee unter hohen gegnerischen Verlusten abgewehrt. Dadurch blieb die Frontlinie intakt. Keine weitere Rücknahme der Front.


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Nanu, General Schörner (17. Armee) ist skeptisch. Er traut den Meldungen der vorgeschobenen Beobachter nicht. Sie berichten übereinstimmend, die Rote Armee habe sich zurückgezogen. Das kommt unerwartet. Die Position der beiden Kavalleriekorps in diesem Abschnitt ist unklar. Abgezogen? Was ist der Plan der Roten? Angriffe an zentraler Stelle, um die Frontlinie zu erschüttern, unterbleiben. Nur an der Azovschen See, südwestlich von Rostov, trauen sich noch einzelne Divisionen an unsere Stellungen heran und verharren. Unbedeutende Attacken auf weniger bedeutsame Stellungen östlich von Manych ringen General Schörner nur ein Gähnen ab. Zeit, durchzuatmen und die eigenen Linien zu festigen. Dabei hat einer der belächelten Angriffe ein schwaches rumänisches Regiment aufgerieben (shattered), erstmals in dieser Partie.


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Folgende Nachricht fällt uns im Logistikreport auf:

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Das ist irre! Was ist los? Woher hat Kerch so viele Ressourcen? Und warum werden Massen an besten Rohstoffen einer sinnstiftenden Nutzung „entzogen“? Fragen über Fragen. Das geht so die nächsten Wochen munter weiter. Da müsste man doch was unternehmen, aber was?

Haben wir wirklich berichtet, die Roten haben sich zurückgezogen? So ganz stimmt das nicht. Der Feind drückt erneut von Süden. Er wirft Infanterie in Korps-stärke gegen die südöstliche Flanke bei Kuschevskaya, ohne Erfolg. Aber mit Auswirkung auf den Zustand der angegriffenen 22. Luftlandedivision. Die Männer sind nach gewonnener Schlacht dermaßen erschöpft, dass sie aus der Front gezogen werden müssen. In dieser Situation entscheidet General Schörner auf Rückzug, die südliche Frontlinie betreffend. Die Entscheidung fällt um so leichter, als die um 10 km zurückgenommene Linie bereits zur Verteidigung vorbereitet ist. Obendrein wird die Frontlinie kürzer, ist doch nett.
Nördlich von Salsk drängt sowjetische Infanterie ein Kavallerie-Regiment zurück. Dieser vorgeschobene Posten wird aufgegeben.

Auch bei Manych drückt die Rote Armee weiter nach Nordwesten. Hier befehligt General Chuikov die 38. Armee. Diese beinhaltet einige Schützendivisionen und rückt recht kompakt an deutsche Stellungen heran. Schörner möchte nicht den Eindruck erwecken, er könne nur Rückzug. Hier wäre einmal Gelegenheit, dem Gegner Grenzen aufzuzeigen. Drei Luftschläge mit je ca. 130 Ju-88 bomben die Stellung der 388. Schützendivision sturmreif. So hätten wir es erwartet... Im Verhältnis schätzen wir die eigenen Verluste an Flugzeugen und fliegendem Personal zur erzielten Wirkung als zu hoch ein. Der Bodenangriff schlägt dafür sehr gut durch. Die 388. Schützendivision flieht in Panik, Verluste in der Größenordnung von ca. 1/3 an Menschen und Material einbüßend. Bei dieser Machtdemonstration wollen wir es belassen.


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Die letzte Berichtswoche bringt nur eine Aktion. Drei sowjetische Schützendivisionen der 56. Armee greifen die 239. Infanteriedivision bei Azov an. Diese weicht dem Druck des Gegners. Das macht den Hafen von Azov zum Frontgebiet. Verlieren wir die Fähigkeit der Versorgung von See her über den Hafen von Azov? Noch halten die Divisionen der Roten Armee ein paar Kilometer Abstand von Azov. Wollen sehen, was sie vorhaben.


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Fazit: Die Rote Armee rückt auf Rostov vor. Zuletzt mied AtAtack Feindkontakt, Kavalleriekorps sind der Aufklärung entschwunden, das deutet auf eine Verlegung hin. Kehrt hier Ruhe ein?
Die Verluststatistiken geben nicht allzu viel her, die Abbildung dient der Vollständigkeit halber, Stand 01.02.1942.


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Kann AtAtack an seinen Angriffsschwerpunkten Erfolge erzielen? Gibt es neue Brandherde? Fortsetzung folgt.
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Beitrag von teufelchen »

Züge 34-37: 08.02.42 / 15.02.1942 / 22.02.42 / 01.03.42

Hat der Januar schon einiges gezeigt in Puncto Winter, der Februar packt den Hammer aus. Schneestürme fegen immer wieder über
das Land von Nord bis Süd. Eine stabile Blizzardphase, bis zur ersten Märzwoche, in der es ganz im Süden (ab etwa Stalingrad) „nur
noch“ schneit. Da soll man noch vernünftig Krieg führen...
Das OKW veröffentlicht eine Klarstellung. Gerüchte, denen zu Folge noch immer keine Winterbekleidung an der Front eingetroffen ist,
entbehren jeder Grundlage!


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Die Rote Armee rekrutiert massenhaft Soldaten. Myriaden neuer Schützenverbände - Brigaden und Divisionen - verseuchen die
Frontabschnitte. Wohin man schaut, Rotarmisten. Sehr beunruhigend. Wir lassen jede Woche fleißig die gegnerischen Soldaten zählen.
Waren es am 01.02. 3,76 Mio., meldet die Abwehr einen Monat später ca. 450.000 mehr. Damit ist die Viermillionenmarke klar
überschritten. Ob die Sowjets über ausreichend Ausbildungskapazität, Waffen und Munition verfügen, diese Massen auszurüsten?
Woher kommen die nur alle?

Die Luft ist rein. Das klingt wie aus einer Gaunerposse. Gemeint ist, es fliegt nix. Keine Roten Falken, keine Luftwaffe, alle in Urlaub?
Ist natürlich kein Zufall. Ohne Sicht kein Flugverkehr, oder das Unglück wäre vorprogrammiert. Den Crews kommt das durchaus gelegen.
Zehennägel säubern, Alkoholvorräte analysieren, prüfen und bewerten. Zwischendurch ein paar Runden Skat. Das Los könnte härter sein.

Die sowjetischen Panzertypen T-34 und KW sind harte Nüsse, oft nur mit der 8,8-Flak oder im Nahkampf zu bezwingen. Endlich gelangt
ein neues Sturmgeschütz (Ausführung F) in die Fertigung. Es verfügt über eine 7,5cm Langrohrkanone und kann somit zur Panzerbekämpfung
eingesetzt werden. Panzerung und Geschwindigkeit, na ja. Man kann nicht alles haben. Die ursprüngliche Verwendung zur Unterstützung
der Infanterie bedarf einer taktischen Anpassung.


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Wir hätten uns darauf eingelassen. Mal einen Monat Waffenruhe, haben wir vorgeschlagen. Es macht doch wirklich keine Freude, bei den
Verhältnissen zu kämpfen, wo man oft die Hand vor Augen kaum erkennen kann. Ein Akt der Menschlichkeit. Aber vergeblich. At Attack
bleibt hart, an den Schauplätzen, wo im Januar gekämpft wurde, machen Sowjetarmeen auch im Februar Druck, in den Regionen Tambov,
Stalingrad und Rostov am Don. Bei der Heeresgruppe Nord und teilweise der Heeresgruppe Mitte bleibt es weiterhin ruhig.


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Das OKW beklagt den Verlust zweier Generäle. Richard Ruoff, Kommandeur des 5. Infanteriekorps und Hans Gollnick, Kommandeur des
43. Infanteriekorps sind bei Kampfhandlungen ums Leben gekommen. Ein wenig mysteriös ist das in Verbindung mit dem 5. Korps schon,
ist dieses Korps eigentlich gar nicht in Kämpfe verstrickt gewesen. Es ist nicht mal im direkten Fronteinsatz und ohne unterstellte Divisionen.
Bei „War in the East 2“ ist kein Ding unmöglich. Und im Kampf gefallen hört sich auch besser an als...


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---- Fortsetzung folgt ----
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Beitrag von TheBlackSwan »

Gollnick ist durchaus ein Verlust ...
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Beitrag von teufelchen »

Züge 34-37: 08.02.42 / 15.02.1942
Region Tambov - Schneesturm

Aus dem Schlauch heraus greift die Rote Armee nach Süden an, fegt zwei Regimenter der 2. Panzerarmee hinweg. Macht zu unserem Vergnügen keine Anstalten, den engen Schlauch zu verbreitern. Keine Bemühungen, nach Südosten durchzubrechen, um eine Vereinigung mit den westlich und südwestlich Balanda stehenden Armeen anzustreben. Welches Konzept verfolgt der Gegner? Rätselhaft. Besonderes Stirnrunzeln bereitet der einsame Vorstoß des 7. Kavalleriekorps nach Südwesten. Hat der Großverband sich verlaufen? Die 2. Panzerarmee sieht sich mit Ihrer Defensivstrategie bestätigt. Von Westen und Osten eine Ausdehnung des Schlauchs verhindern, nach Süden mit schwachen Kräften sichern. Generaloberst Model begreift seine Chance: den Schlauch südöstlich von Rasskazovo abzuriegeln, ohne jegliches Blutvergießen; darüber hinaus das 7. Kavalleriekorps von der Hauptstreitmacht zu isolieren. Die deutsche Abriegelung besteht überwiegend aus Truppen in Regimentsstärke, nichts, was der Gegner nicht durchbrechen könnte. Aber seine Versorgung ist vorübergehend im Eimer. Die Angriffspotenz vermutlich kastriert. Auf die Angriffe im Osten des Abschnitts zwischen Ekaterinovka und Yelan reagiert die 6. Armee mit punktuellen Rückzügen.


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Wie erwartet, bricht die Einschließungsnaht. Angriffe von der Hauptmacht im Norden zwingen zwei deutsche Regimenter zum Rückzug. Die befreiten Divisionen ziehen geordnet nach Norden, in Sicherheit? Einzig das besoffene 7. Kavalleriekorps schließt sich nicht an, obwohl es das könnte. Es läuft Amok. Und ist daraufhin endgültig eingeschlossen. Vermutung: Es soll das Bauernopfer sein, damit andere Divisionen entkommen können. Nordöstlich von Tambov berichtet die Aufklärung von 2 neu erkannten Kavalleriekorps und weiteren Kräften, die sogleich zum Angriff antreten und ein deutsches Regiment zum Rückzug zwingen. Zwischen Ekaterinovka und Yelan werden weitere punktuelle Angriffe der Roten Armee gemeldet, deren Aktivitäten sich seit dieser Woche auf den Süden des Abschnitts ausweitet.


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Zwei Angriffe der sowjetischen 3. Armee unter General Kuznetsov richten sich gegen die 10. Panzerdivision. Diese schöne Division schob Feldmarschall von Reichenau, 6. Armee, vor 2 Wochen bei Ekaterinovka in die Frontlinie ein. Zuvor hatte sie einige Wochen Erholung. Beide Angriffe werden unter geringen eigenen Verlusten abgewehrt. Die Detailbetrachtung offenbart, dass die Panzerdivision über 153 Panzer verfügt. Ausnahmslos alle sind beschädigt. Folgerichtig gibt auch keiner der Ungetüme einen Schuss ab. Was wäre, wenn die PD sich hätte zurückziehen müssen? Vermutung: Sie hätte (nahezu) alle beschädigten Panzer eingebüßt. Das wäre echt bitter gewesen. Vorsicht also beim defensiven Einsatz von Panzerdivisionen, die sehr viele beschädigte Panzer enthalten.
Die deutsche Reaktion im Frontabschnitt hat die erneute und finale Kesselung des 7. Kavalleriekorps zum Ziel, der Köder schmeckt Generaloberst Model. Gleichzeitig wird der Angriffsschlauch der Roten Armee durch Manövrieren so eng wie möglich umfasst und verkleinert. Ein taktischer Angriff richtet sich gegen die schwache 48. Kavalleriedivision (nordöstlich Tambov), die sich klugerweise für die Option Rückzug entscheidet. Neben sogenannten „Frontbegradigungen“ im Abschnitt der 6. Armee nimmt von Reichenau die Front bei Yelan zurück. Zusätzlich fordert er vom übergeordneten Hauptquartier Verstärkungen an.


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Beitrag von teufelchen »

Fortsetzung des Berichts, die Region Tambov betreffend

Kürzlich berichteten gefangene Infanteristen der Roten Armee von zwei frischen Kavalleriekorps-Neuaufstellungen nordwestlich
Tambovs. Zu Generaloberst Models Überraschung verhalten sie sich bisher passiv. Überhaupt verströmt der Abschnitt der 2. Panzerarmee
diese Woche relative Ruhe. Bis auf minimale Verschiebungen und einen wuchtigen Angriff gegen die 100. Leichte Division südwestlich
Bekovos vollbringt die Rote Armee keine Glanztaten. Die Wehrmacht freut das sehr. Sie konsolidiert ihre Stellungen. Das vorige Woche
umkreiste 7. Kavalleriekorps sieht seiner Gefangennahme entgegen. Es hat keinerlei Versuche unternommen, seinem Schicksal zu entgehen.
Die „Stärke“ dieses Korps schockiert. Eine deutsche Infanteriedivision hat fast doppelt so viel Personal und dreimal mehr Geschütze. Was
für ein heruntergekommener Haufen, kein bedeutender Fang.


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Bei von Reichenaus 6. Armee ist mehr los. General Kuznetsovs 3. Armee wirft erneut seine Potenz gegen die 10. Panzerdivision … und
scheitert erneut. Nun ist die Panzerdivision endgültig ausgelaugt. Es ergeht Befehl, sie aus der Front zu ziehen.
Westlich von Balanda und Yelan berichtet von Reichenau von erfolgreichen Angriffen der Roten Armee. Elastischer Rückzug an den
angegriffenen Positionen ist die Antwort. Die Rote Armee verhält sich vorsichtig, da sie eroberte Positionen nicht immer besetzt, vor allem
nicht westlich von Yelan. Von Reichenau entscheidet, erhaltene Verstärkungen hier in Position zu bringen. Ein weiteres Vorrücken des Gegners
würde die wichtige Nord-Süd-Bahnlinie nach Bekovo und damit den Nachschub massiv bedrohen.


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Das Spielchen setzt sich in der ersten Märzwoche fort. Bei der 2. Panzerarmee hier ein Kämpfchen, dort ein Scharmützelchen. Viel Veränderung
ist nicht. Nördlich Tambovs treten die noch recht frischen Kavalleriekorps erstmals in Aktion, testen unsere dortigen Linien und verdrängen ein
deutsches Regiment nach Westen, kein Beinbruch. Mit einer neu aufgebauten Flankensicherung hofft Generaloberst Model, den ehemaligen
Angriffsschlauch der Roten Armee besser unter Kontrolle halten zu können. Im Bereich der 6. Armee ist westlich Balandas am meisten Tamtam.
Ziel einer Offensive wird die Division Wiking. Auf der einen Seite ist es schockierend zu erleben, wie schwach diese Division nach den vielen
Wochen mit härtesten Wetterbedingungen geworden ist. Auf der anderen Seite verzaubert ein Lächeln von Reichenaus Gesicht, wie ihm die
gegnerischen Verluste gemeldet werden, besonders Panzerverluste. Drei Kavalleriekorps und Hilfstruppen besiegen die Division mit Mühe. Sie
ist absolut eine harte Nuss. Nun ist es Zeit, sie abzulösen und sich erholen zu lassen. Ein Bündel Orden wird ihr nachgeschickt.


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Weitere Angriffe der Roten zwingen einzelne Wehrmachtregimenter zum Rückzug. Meter für Meter verschiebt sich die Front nach Westen,
kaum merklich, aber doch gefährlich nah an die Haupteisenbahnlinie.

Verstärkungen machen es möglich. Von Reichenau befiehlt einen Gegenangriff westlich Yelans. Ziel sind zwei sowjetische Brigaden, eine
davon motorisiert. Begünstigt wird der Angriff durch die exponierte Lage der Widersacher. Sie weichen unserem druckvollen Gelärme. Zwei
vollwertige und frische Infanteriedivisionen übernehmen nun die Sicherung. Wollen sehen, ob das die Roten überzeugt.


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