Zum Kampf abgetaucht – ein SH III-AAR

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Beitrag von Cyrano »

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Cyrano
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Zum Kampf abgetaucht – ein SH III-AAR

Zum Kampf abgetaucht – ein SH III-AAR

Bild[/img]

Nachdem nach längererZeit der inAktivität haben wir nun beschlossen uns auch einmal an einem AAR zu versuchen.
Als Geschichts- und Marine-Interessiertem fiel die Wahl nicht schwer.
Diverse U-Boot-AAR, aus der Feder vor allem des werten Sonic, aber auch der Regenten Johann III. oder George Pickett, haben uns dazu ermuntert, Jagd auf alliierte Frachter und Tanker zu machen.

Diese Mission startet klassisch zu Beginn des Krieges im September 1939.
Ob sie bis zum Kriegsende 1945 dauert wird sich zeigen.
Grundsätzlich halten wir es wie wohl die meisten Verfasser von U-Boot-AAR in diesen Hallen.
Wir werden Fehlschüsse und Blindgänger, Schäden am Boot und Verletzte oder auch Tote unter der Besatzung hinnehmen.
Im Falle einer Versenkung werden wir je nach Situation entscheiden, ob die jeweilige Fahrt neugestartet oder der AAR abgebrochen wird.

Anmerken wollen wir noch dass es wohl leider keine regelmäßigen Updates geben wird.
Da wir tagsüber nur selten Zeit haben und auch die Wochenenden teilweise verplant sind, können voraussichtlich auch mal zwei Wochen ohne neuen Bericht vergehen (gerade im späteren Verlauf der Mission, wenn die Fahrten länger werden).
Falls möglich werden wir neue Updates frühzeitig mit erwartetem Erscheinungsdatum ankündigen.

Genug der Vorrede, nun startet die Einführung zu ersten Feindfahrt.

Beitrag von Setsches »

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Setsches
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Viel Erfolg! :prost:
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Beitrag von Cyrano »

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3.9.1939

Nun ist er also da, der Krieg, der sich schon länger abzeichnete, ist durch den Einmarsch der Wehrmacht in Polen seit zwei Tagen Realität.
Nicht abgezeichnet haben sich dagegen die konkreten Folgen dieses Kriegsbeginns für mich persönlich.
Vor einer Woche bekam ich, Rolf Hansen, das Kommando über U1, ein U-Boot vom Typ II-A übertragen.
Eine ungewöhnliche Maßnahme, da ich als Leutnant zur See zwar schon U-Boot-Erfahrung als Wachoffizier, aber weder den Kommandanten-Lehrgang noch einen für Kommandanten üblichen Dienstgrad habe.

Aber der zu erwartende Kriegseintritt Großbritanniens als Schutzmacht Polens hat wohl die Prioritäten verschoben.
Der bisherige Kommandant von U1, Oberleutnant zur See Jürgen Deecke, wurde zur U-Boot-Ausbildung versetzt.
Ich selbst hatte die Wahl gehabt: Entweder als Wachoffizier auf einem Boot vom Typ VII fahren oder das Kommando über U1 übernehmen.
Die Entscheidung war schnell getroffen.

Bild[/img]

Die restliche Besatzung von U1 ist auf dem Boot genauso neu wie ich selbst.
Da die Ausbildung von U-Boot-Soldaten länger dauert als der Bau der Boote selbst, fehlt es momentan an erfahrenen Männern.
Lediglich die Offiziere (die noch Oberfähnriche sind) und einige der Unteroffiziere, waren schon mit U-Booten auf See.
Die meisten werden im Einsatz sehr schnell dazulernen müssen, denn der Krieg verzeiht kaum Fehler.

Die Führungspersonen auf U1:
Kommandant: Leutnant zu See Rolf Hansen
1. Wachoffizier (1WO): Oberfähnrich zur See Konrad Kimmelmann
2. Wachoffizier (2WO): Oberfähnrich zur See Adolf Carlewitz
3. Wachoffizier (3WO): Oberfähnrich zur See Fritz Friederichs
Leitender Ingenieur (LI): Oberfähnrich zur See Otto Totenhagen

Außerdem sind an Bord 9 Unteroffiziere und 14 Mannschaften.

Für mich persönlich war es eine schöne Überraschung, dass auch Konrad Kimmelmann auf mein neues Boot kommandiert wurde.
Wir kennen uns schon lange, haben allerdings unabhängig voneinander beschlossen zur Marine zu gehen.
Konrad ist 1933 eingetreten, 3 Jahre nach mir selbst.

Das Boot U1 selbst gehört im Moment zur 1. Flotille (stationiert in Wilhelmshaven)
Als Boot vom Typ II-A ist es eines der kleinsten U-Boote und hat weder eine lange Seedauer noch eine starke Bewaffnung (nur 5 Torpedos und 1 2-cm-Flugabwehrkanone), lässt sich aber gut handhaben und daher fast ideal für eine unerfahrene Besatzung.

Ob das hilft, die erste Feindfahrt und eventuell auch mehrere heil zu überstehen wird sich zeigen.

Beitrag von Cyrano »

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Cyrano
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Um 1.08 Uhr am 3. September läuft U1 zu seiner ersten Kriegsfahrt aus.
Der Befehl lautet: Patrouille im Planquadrat AN47 vor der nordenglischen und schottischen Küste.

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U1 im Hafenbecken

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Auf geht’s, Carlewitz … auf vorbereiteten Kurs gehen, Marschfahrt 7 Knoten, gebe ich meine Befehle. Erst mal haushalten mit dem Brennstoff, vielleich brauchen wir ihn vor England noch.
Jawohl Herr Leutnant, antwortet der wachhabende 2WO und gibt den Befehl in die Zentrale weiter.

Um Kurz vor 6, als die Sonne aufgeht, befinden wir uns schon auf Nordwestkurs Richung Schottland.

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Die Zentrale von U1 – selbst für ein U-Boot ziemlich eng

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Horch- und Funkschapp

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Mittags um kurz nach Halb 2, als ich nach einem Prüfungstauchen gerade mit Obersteuermann Fritz Friederichs unseren Kurs und die Position prüfe, kommt Bootsmann Karl Creutz, der Bordfunker, in die Zentrale.
Verzeihung Herr Leutnant, unterbricht er unsere Arbeit, aber da ist ein Funkspruch gekommen – Offiziersspruch. Der 1WO hat ihn schon entschlüsselt.
Ich nehme das papier und überfliege die wenigen Zeilen.
Wie erwartet – die Briten machen Ernst, murmele ich und greife zur Bordsprechanlage.

Alle mal herhören – hier spricht der Kommandant. Wir haben soeben die Meldung bekommen, dass Großbritannien den Krieg erklärt hat. Sollten wir also auf britische Schiffe treffen, ist es unsere Pflicht sie zu versenken. Ende.

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Die Stimmung an Bord ist in den folgenden Stunden kaum definierbar. Aufregeung, aber auch Nachdenklichkeit.



4.09.

Das gute Wetter hält sich. Noch sind keine Kontakte auszumachen.
Wir bleiben weiter auf Nordwestkurs.

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5.09.

Am Morgen des dritten Seetages gibt es einen Wetterumschwung. Heftiger Niederschlag und starker Wind zerren am Boot und lassen die Sichtweite rapide sinken.

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Immer wieder verschwindet das Boot in den Wellen, sodass nur der kleine Turm zu sehen ist.

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Bei diesem Wetter andere Schiffe auszumachen ist nahe zu unmöglich.

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Gegen 8 Uhr verschffte ich mir einen auf der Brücke einenÜberblick und schaue dann im Maschinenraum vorbei.

20Minuten später kommt ein Ruf von der Brücke – Alarm!!!
Die Brückenwache ruscht die Leiter in die Zentrale herunter, 2WO Carlewitz kommt als letzter und dreht das Turmluk fest.
Fluten! lautet der Befehl von LI Totenhagen. Der nächste kommt direkt hinterher – Alle Mann voraus!

Knapp 30 Sekunden nach dem Alarmruf ist U1 unter den Wellen verschwunden.
Auf 40 Meter einpendeln, weise ich den LI an.
Der nickt und gibt seine Befehle an die Tiefenrudergänger.
Alle warten gespannt was als nächstes passiert.
Ist trotz des schlechten Wetters ein Flieger unterwegs und hat uns ausgemacht? Werden wir bombardiert?
Nach einigen bangen Momenten greife ich zu Brodsprechanlage.
Entspannt euch Männer, das war ein Probealarm. Eine gute Reaktion von allen. Wir bleiben erstmal unten.
Ich lasse auf kleine Fahrt heruntergehen, um Strom zu sparen und das Hochen zu erleichtern. Damit wir nicht aus versehen den Grund berühren, gehen wir auf 20 Meter hoch.

Nachmittags um kurz nach 5 tauchen wir trotz schlechten Wetters wieder auf.
Im Laufe des Abens kommen mehrere Kontaktmeldungen herein, aber alle liegen weitab und sind für uns nicht ereichbar.



6.09.

Das schlechte Wetter hält sich.
Um 11.30 Uhr erhalten wir eine weitere Kontaktmeldung, aller ding von uns ablaufend und zu schnell.
Um 13.25 Uhr an diesem 4. Seetag erreichen wir das Planquadrat AN47 und beginnen unsere Patrouille.
Bis zum Abend keine Wetterbesserung und keine Kontakte.

Beitrag von KAreil »

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Was habt ihr den für MODs im Einsatz?
Ohne GreyWolvesX oder LivingSilentHunter würden wir das Spiel ehrlich gesagt nicht mehr anrühren.


Viel Erfolg, gute Jagd und fette Beute!
"Tapfer. Standhaft. Treu." - PzGrenB.13 Ried/Innkreis

Beitrag von Bigfish »

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Abosowasvon wir mal...

Beitrag von Cyrano »

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Mods haben wir noch nicht installiert. Zwar haben wir schon mehrere SH2- und SH3-Runden durch, sind aber sonst nicht der große Computerspieler.
Vielleicht Kommt ja ein Mod oder auch SH4 für einen zweiten AAR - vorausgesetz, dieser hier ist irgendwann zu Ende.

Beitrag von dimovski »

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Wir wünschen Euch viel Erfolg und mindestens so viel Spaß am Schreiben wie Wir beim Lesen haben werden :D
Vous voulez le beurre et l'argent du beurre!

Beitrag von Cyrano »

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7.09.

Das Wetter bessert sich wieder.
Um 9.40 kommt Bootsmann Creutz in die Zentrale
Eine neue Kontaktmeldung, Herr Leutnant.
Mit Obersteuermann Friedrichs prüfe ich die Position auf der Karte
Hm, nordwestlich von uns, Kurs Südsüdost – da können wir drankommen.

Friedrichs, überprüfen sie unsere genaue Position.
1WO, Kurs 250, beide Maschinen AK.
Sobald wir etwa vor ihm liegen, gehen wir runter und laufen ihm entgegen bis wir ihn hören.
Zu Befehl Herr Leutnant, antworten beide.


Mit gut 12 Knoten laufen wir auf den berechneten Kurs des gemeldeten Schiffes zu und gehen dann auf 20 Meter.

Um 15.29 Uhr meldet sich der Funker erneut.
Horchpeilung 330°, kommt auf uns zu.
Im ersten Moment bin ich irritiert.
Der Kontakt war doch etwa 150km entfernt. Bei der gemeldeten langsamen Fahrt kann der noch nicht hier sein.
Entweder ist der mit der Fahrt hochgegeangen oder das ist ein anderes Schiff.
So oder so – wieder auf Kurs 250, beide E-Maschinen AK, dann sollten wir ihn erreichen.


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Eine knappe Stunde später kommt das Schiff in Sichtweite.
Verflucht, zu weit weg. So kriegen wir den nicht.
LI, auftauchen.
2WO, auf Parallelkurs 150 gehen. Wir setzten uns vor und drehen dann ein.

Gemeldeter Frachter, gut 6000 BRT
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Das Vorsetzen dauert länger als erwartet.
Da während der Fahrt unsere Batterien laden, sind wir nur minimal schneller als der Frachter mit seinen 9 Knoten.
Erst mit vollen Batterien können wir einen Vorsprung herausarbeiten.
Während des Vorsetzten schließen wir nebenbei unsere Patrouille ab.

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Um 17.30 Uhr gehe ich auf Sehrohr und laufe im rechtenWinkel mit AK auf das Schiff zu.

Das Turminnere von U1

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Der Frachter im Sehrohr

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Bei 1500 Meter Entfernung lasse ich auf kleine Fahrt heruntergehen, um nicht zu dicht aufzulaufen.

1WO, Rohr 1 klarmachen. Aufschlagzünder, Tiefe 4, Geschwindigkeit 44 Knoten.
Eingestellt, kommt die Bestätigung aus der Zentrale.
Rohr 1 fluten, Mündungklappe öffnen.

Bugansicht von U1 auf Sehrohrtiefe mit geöffnetem Torpedorohr 1.

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Um 17.46 fällt der erste Torpedoschuss auf dieser Feindfahrt.

Auf dem britischen Frachter scheint man den Aal nicht kommen zu sehen.

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Wie geplant ein Treffer an der Vorderkante des Brückenaufbaus.

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Die Beschädigung des Benzinbunkers führt zu starken Folgedetonationen.

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Ein Teil des Brückenaufbaus ist weggesprengt.

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Durch das Sehrohr beobachte ich Sinken unseres ersten Opfers.

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Zwei Minuten nach dem Schuss ist der Frachter verschwunden.
LI, auftauchen.
2WO, zurück zum berechneten Kontaktkurs. Vielleicht kommt ja noch einer.
Bootsmann Creutz Funkmeldung an BdU, Patrouille abgeschlossen.

Während wir zurück nach Nordosten laufen, wird Rohr 1 nachgeladen.

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Der urspünglich gemeldete Kontakt – falls es nicht doch der schon versenkte Frachter war – taucht nicht auf.
Dafür erreicht uns um 21.50 Uhr eine neue Kontaktmeldung.
Das ostnordöstlich von uns stehende Schiff läuft südwestlichen Kurs, wir mussen nur etwas nach Süden zurück um vor ihn zu stehen.

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Wie auch im ersten Fall gehe ich unter Wasser.
Zwar sind die meisten britischen Frachter noch nicht bewaffnet, aber ein U-Boot hat nunmal keine Panzerung und kann schnell Schäden erleiden, die auf See nicht zu reparieren sind oder sogar zum Verlust des Bootes führen.

Um 22.16 kommt die erste Horchpeilung auf dem berechneten Kurs zustande, eine knappe halbe Stunde später meldet der Horcher einen weitern Kontakt, der nördlich an uns vorbei ebenfalls auf westsüdwestlichem Kurs unterwegs ist.
Während der Obersteuermann den Kurs und die ungefähre Geschwindigkeit des zweiten Kontaktes ermittelt, drehe ich U1 Richtung Süden auf den Kurs des ersten Kontaktes zu.

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Um 23.41 Uhr kommt das Schiff in Sicht, wie das erste ist es ein 6000-BRT-Frachter.

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Dieses Mal kommen wir nicht so dicht heran wie beim ersten Mal, allerdings hoffe ich, dass die Dunkelheit den Torpedo verbergen wird.
Eine Minute vor Mitternach verlässt der das Rohr und läuft auf den knapp1400 Meter entfernten Frachter zu.

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Der britische Frachter, kaum zu erkennen der anlaufende Torpedo.

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Wie beim ersten Mal ein sauberer Treffer direkt vor der Brücke.

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Dieses Mal ist die Wirkung noch verherrender, der Frachter zerbricht und ist definitiv verloren.

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Kurz darauf ragen nur noch die Bug- und Heckspitzen aus dem Wasser.

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Unverzüglich machen wir unsd auf die Jagd nach dem zweiten georteten Schiff.

Beitrag von LochLomond »

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weiter so :top:

Beitrag von Cyrano »

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8.09.

Ich drehe nach Westen, während Obersteuermann Friederichs und Bootsmann Creutz den Kontakt wiederherstellen und die Kursberechnug aktualisieren.

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Um 0.07 Uhr tauchen wir auf um die Verfolgung aufzunehmen.
Das Wetter ist klar und die Sicht gut, von der Seite sollten wir keine Probleme haben.
Wir nutzen die Zeit, um unseren zweiten (und letzten) Reservetorpedo nachzuladen.
Eine knappe Stunde später hat der 2WO das Schiff gefunden.

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Sichtkontakt – ein kleiner Frachter.

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Dieses Mal ist es ein kleineres Schiff.
Unsere Position ist außerdem nicht die beste.
Wieder müssen wir uns überWasser vorsetzen, wass auch dieses Mal etwa eine Stunde dauert.

Punkt 2.00 Uhr gehe ich auf Sehrohrtierfe und drehe im Winkel von 90° auf den Kurs des Frachters ein.
11 Minuten später fällt der Schuss aus Rohr 3 – Entfernung zum Ziel knapp 1000 Meter.

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Wieder bleibt der Torpedo offenbar unbemerkt ...

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... die Folge ist ein Volltreffer Mittschiffs.

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Der Schaden auf dem Schiff scheint zunächst gering zu sein, aber ich bin sicher, das ein ordentlicher Torpedotreffer für ein so kleines Schiff völlig ausreicht.
Nach anfänglichem Zögern sinkt der Frachter dann in wenigen Minuten.

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Da wir noch zwei Aale und etwa 60% Dieselreserve haben (wirklich ein sehr sparsamer Umgang mit dem Sprit), entscheide ich weiter Südwestkurs und dann an der Küste entlang nach Norden zu laufen in der Hoffnung, dort noch Ziele zu finden.

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Das Wetter bleibt klar, die Sicht hervorragend.

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Schon um 9.30 Uhr kommt die nächste Kontaktmeldung.
Das Schiff läuft fast genau Westkurs auf die Küste zu.

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Wir versetzen etwas nach Süden und laufen ihm dann entgegen.

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Gut eineinhalb Stunden später kommt das Schiff in Sicht – wiederum ein 6000-BRT-Frachter.

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Sofort gehe ich auf Sehrohrtiefe und drehe nach Süden auf den Kurs des Frachters ein.
Auch dieser Frachter ins ein Brite – so dicht vor der Küste keine Überraschung.

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Allerdings kommt um 11.21 Uhr auch eine unangenehme Meldung.
Horchpeilung achtern, informiert mich Bootsmann Creutz. Kriegsschiff, wandert nach Backbord, wird langsam lauter.
Ich überlege kurz, will aber den Frachter nicht entkommen lassen.
Weiterverfolgen, ordne ich an.

10 Minuten später verlässt der Torpedo Rohr 2. Die Entfernung zum Frachter beträgt lediglich gut 500 Meter.

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Der dritte 6000er auf dieser Fahrt, der dritte blitzsaubere Treffer Vorderkante Brücke.

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Auch dieses Mal reicht ein Torpedo aus. Treffer in den Benzinbunker unmittelbar unterhalb der Brücke sind bei diesem Frachtertyp offenbar sehr effektiv.

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Kurze Zeit später sind nur die aus dem Wasser ragenden Bug- und Heckspitzen zu sehen.

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Allerdings könnte unsere Lage jetzt gefährlich werden.
Das geortete Kriesschiff hält zwar offenkundig seine Kurs, ist aber noch deulich zu hören.
Außerdem meldet der Horcher nun ein weiteres, allerdings ablaufendes Kriegsschiff südöstlich von uns.

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Eine Entscheidung muss her.

Beitrag von Cyrano »

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Ich gehe die Situation- mittlerweile in die Zentrale geklettert – kurz im Kopf durch, dann steht mein Entschluss.
Neuer Kurs 330 – wir sehen uns den Näherstehenden mal an.
Jeder in der Zentrale hebt – offenbar überrascht – den Kopf, ein leises Raunen ist zu hören.
1WO, Rohr 1 klarmachen und fluten.
Oberfähnrich Kimmelmann ist ebenfalls irritiert, bestätigt aber mit einem Zu Befehl, Herr Leutnant meine Anweiseung.

Um 11.50 Uhr erscheint das Schiff im Sehrohr.
Schnell schlage ich im Erkennungshandbuch nach.
Ein V&W-Zerstörer, geschätzte Fahrt gute 10 Knoten.

Allerdings ist unsere Position für einen Angriff nicht günstig
Der Zerstörersteht fast direkt voraus und beginnt bereits nach Backbord auszuwandern.
Wenn ich noch zum Schuss kommen will muss es Schnell gehen.
Ruder hart Backbord, neuer Kurs 250. Torpedoeinstellung Magnetzünder, Tiefe 4,5 Meter Geschwindigkeit 44 Knoten – Mündungsklappe öffnen!
Eingestellt
, kommt die Bestätigung.
Ich spüre, dass ein Teil der Besatzung ziemlich nervös ist angesichts dieses geplanten Angriffs.
Ruhig Männer. Der Tommy zeigt uns das Heck. Kaum anzunehmen dass er uns oder den Aal ortet.
Rohr 1 – los!

Um 11.52 Uhr an diesem 8. September verlässt der letzte Torpedo das Rohr.

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Unmittelbar nach dem Schuss drehe ich mit Hartruder backbord ab, um auf neuen Kurs 45 Richtung Nordosten zu kommen.
Mit einer Wendung nach Steuerbord wäre das zwar schneller gegangen, aber so können wir den Horchkontakt zu dem zweiten Kriegsschiff aufrechterhalten.
Gleichzeitig lasse ich auf 25 Meter abtauchen, damit der Turm nicht versehentlich aus den Wellen kommt.
Aber noch ehe das Sehrohr unterschneidet ist eine Detonation zu hören und zu sehen.
Die Männer in der Zentrale können sich ausrechnen was ich sehe – der Aal ging zu früh hoch.
Ich kann meine Enttäuschung nur schwer verbergen, denke aber auch an die möglichen Folgen.
Frühzünder, Jungs. Sehrohr rein, Schleichfahrt – Ruhe im Boot.

Jeder starrt gebannt auf Bootsmann Karl Creuz am Horchgerät. Wie werden die Briten reagieren?
Creutz konzentriert sich zunächst auf den angegriffen Zerstörer.
Nach einer halben Minute – gefühlt eine Ewigkeit – schüttelt er den Kopf.
Der Gegner hält seinen Kurs, meldet er stirnrunzeld. Geht nicht mal mit der Fahrt hoch.
Diese offensichtliche Ignorieren des Angriffs durch die zerstörerbesatzung sorgt bei allen im Boot für Erleichterung, gemischt mit Verwirrung.
Auch das zweite geortete Kriegsschiff zeigt nach Angaben unseres Horchers keine Reaktion.
Wir bleiben weiterhin auf Schleichfahrt Richtung Nordosten, während ich mir über die gegnerischen Schiffe den Kopf zerbreche.

Wieso haben sie weder versucht anzugreifen noch mit hoher Fahrt abzulaufen?
Eigentlich müsste zumindest der von uns angegriffene Zerstörer auch die vorherige Versenkung des Frachters mitbekommen haben.
Ist man von einem Minentreffer ausgegangen?
Das würde erklären, dass der Zerstörerkommandant weder angegriffen noch versucht hat, mit voller Fahrt davonzudampfen mit dem Risiko, womöglich selbst in eine Mine reinzurauschen.
Aber unser Torpedo, der als Frühzünder hochging, passt nicht zu einem Minenfeld.
Das hätte man auf dem Zerstörer eigentlich erkennen müssen.
Wie auch immer, so wie es aussieht haben wir das Größste überstanden.


Etwa zwei Stunden später sind die Kriegschiffe endlich nicht mehr zu hören.
Gerade als ich auchtauchen will kommt um 13.58 Uhr eine neue Horchmeldung – ein Frachter in großer Entfernung.

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Ich überlege kurz, aber das Schiff ist viel zu weit entfernt um und entdecken zu können.
Zwei Minuten später hebe ich die Schleichfahrt auf und lasse auftauchen.
2WO, erstmal Kurs 90 Richtung Osten.
Funker, Statusmeldung raus. Dieselreserve 55%.
Jawohl Herr Leutnant
, antwortet der Funker. Wird sofort erledigt.

Gut fünf Minuten später wird die Ruhe durch eine der Brückenwachen unterbrochen – Fliegeralarm!
Zwei Hurricane-Jagdbomber tauchen auf, behalten aber glücklicherweise ihre Bomben für sich.
Vielleich sind sie nicht sicher, ob wir vielleicht ein englisches Boot sind, so dicht vor ihrer Küste.
Wir gehen mit Alarmtauchen in den Keller und können uns langsam absetzen.

Als wir um 15.30 Uhr wieder an die Oberfläche kommen, sind die Flieger weg.
Dafür ist die Antwort auf unsere Statusmeldung da – der Rückmarschbefehl.
Also dann 2WO, direkter Kurs Richtung Wilhelmshaven.
LI, beide Maschinen AK. Wir haben noch genug Brennstoff und ich möchte so schnell aus diesem Gebiet raus wie möglich.


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U1 mit voller Fahrt Richtung Heimat

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Im Laufe des Tages kommen noch mehrere, für uns jetzt nicht mehr interessante Sichtmeldungen an.



9.09.

Morgens um kurz nach 8 Uhr gehe ich lasse die Maschinen auf halbe Fahrt heruntergehen.
Der Dieselvorrat ist auf 35% gesunken und wir haben die Küsten entgültig hinter uns gelassen.
Mit dem verblieben Brennstoff sollten wir noch gut bis Wilhelmshaven kommen.

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Auf Heimatkurs - weit und breit nichts zu sehen.

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Auch an diesem Tag gibt es mehrere Sichtungmeldungen.
Eine – hereingekommen gegen Halb 3 – liegt in unmittelbarer Nähe.
Das Schiff sehen wir uns noch an. Falls es unbewaffnet ist könnten wir nach Prisenordnung vorgehen, dafür reicht die 2-cm gerade so aus.
Jawohl Herr Leutnant
, ist die Antwort des 2 WO.
Da uns das gemeldete Schiff fast direkt in die Arme fährt, gehen wir frühzeitig auf Sehrohrtiefe und den Frachter herankommen.
Bald sind Details zu erkennen.

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Niete, meine Herren.
Ein Neutraler – aus Norwegen!


Wir lassen den Frachter passieren und tauchen am späten Nachmittag wieder auf.

„U-Boot Romantik“

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10.09.

Unser voraussichtlich letzter Seetag.
Morgens kurz nach halb 7 erreichen die Dieselreserven die Marke von 25%
Ansonsten ein ruhiger Tag ohne jede Meldung.

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11.09.

Morgen kurz vor Halb 3 sind die Dieselreserven auf 10% gesunken.
Bis zum berechneten Einlaufen noch 8 Stunden.

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ImSonnenaufgang taucht Wangerooge an Steuerbord auf – fast geschafft.

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Gegen Halb 10 erreicht U1 Wilhelmshaven.
Die erste Feindfahrt ist vorbei.

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Ergebnis:

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4 Frachter mit zusammen 21.684 Tonnen wurden versenkt.
Für ein kleines Boot mit nur 5 Torpedos ein gutes Ergebnis.
Damit steht die Besatzung von U1 nach eineinhalb Kriegswochen auf Platz 1 der Tonnageliste.

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Als Belohnung gab es für die Besatzung 2 U-Boot-Kriegsabzeichen und 2 U-Boot-Frontspangen.
Diese wurde an die Bootsoffiziere verteilt.
Die UBK gingen an 1WO Kimmelmann und 2 WO Carlewitz, die UBF an 3WO Friederichs und LI Totenhagen.
Außerdem gab es 1 eisernes Kreuz 2. Klasse, das an Bootsmann Adolf Conrad aus der Brückenwache vergeben wurde.
Desweiteren wurde Bootmann Johann Goldbeck zum Flakschützen ernannt.
Zwar besitz U1 nur eine kümmerliche 2-cm-Flak, mit der nicht viel zu machen ist, aber Bootsmann Goldbeck kann jetzt hoffentlich noch Erfahrung sammeln, die später wichtig werden könnte.

Beitrag von Voetmann »

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Dann abonnieren Wir diesen AAR hier auch einmal. Wir wünschen viel Spaß, Herr Kaleun! :top:

Was Mods angeht... Wir haben den LSH 2015 drauf. Solltet Ihr bei Gelegenheit auch machen - der ist klasse! :cool:

Beitrag von Cyrano »

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Vielen Dank an die werten Regenten für den Zuspruch und die Tipps!!!
Die zweite Feindfahrt wird gleich angespielt, eventuell kommt dann Morgen Abend wieder ein Update...

Beitrag von Komischer Kunde »

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Toll ein Silent Hunter 3 - AAR. Mit oder ohne GWX/LSH immer wieder lesenswert :-)

Beitrag von Cyrano »

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Hier nun wie angekündigt der Beginn der 2. Feindfahrt.

9.10.

Fast einen Monat ist seit unserer Rückkehr vergangen.
Warum wir noch hier sind kann ich mir nicht wirklich erklären, war unser Boot nach der ersten Feindfahrt doch quasi unbeschädigt.
Auch der Flotillenchef, Kapitänleutnant Hans Eckermann, kann mir diese Frage nicht beantworten.
Für meine größtenteils noch unerfahrene Mannschaft war die relativ lange Zeit an Land sicher nicht schlecht.

Jetzt aber geht es wieder raus.
Der Befehl lautet Patrouille vor Norwegen.

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Um 13.05 Uhr legt U1 zur zweiten Feindfahrt ab.

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Kurz nach dem Verlassen des Jadebusens begegnet uns einer der Sicherungszerstörer.

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Da sich das Reduzieren der Geschwindigkeit Zwecks Treibstoffeinsparen bei der ersten Fahrt bewährt hat, werde ich auch diese Mal wieder so vorgehen.
Diese Vorsicht sollte sich erneut auszahlen, allerdings aus andern Gründen.



10.10

Das Wetter bleibt auf dem Weg nach Norden klar, Meldungen gibt es nicht.

Ich nutze die ruhige Zeit um über die erste Fahrt nachzudenken.
Konrad Kimmelmann, mein 1WO und alter Bekannter, hatte mich während der Zeit in Wilhelmshaven unter vier Augen vorsichtig gefragt, ob der Angriff auf den Zerstörer wirklich nötig gewesen sei.
Ich selbst hatte mir darüber schon auf dem Rückmarsch Gedanken gemacht.
Rückblickend weiß ich gar nicht mehr, warum ich mich in dieser Situation für den Angriff entschieden habe.
Eigentlich war es fast schon leichtsinnig.
Selbst wenn der Zerstörer versenkt worden wäre, hätte ich damit rechnen müssen, dass das zweite geortete Kriegsschiff uns suchen und gegebenenfalls angreifen würde. Bei der geringen Wassertiefe dort keine schöne Vorstellung.
Dazu kommt, das ich schon vor Kriegsbeginn von Problemen mit den Magnetzündern gehört hatte. Gerade bei unruhiger See neigen sie zu Frühzündern.
Dass beide Feindschiffe uns komplett ignoriert haben, ist mir immer noch unbegreiflich.
In den Minuten nach dem fehlgeschlagenen Angriff war mir ziemlich mulmig.
Künftig werde ich solch brenzlige Situationen nach Möglichkeit vermeiden.



11.-12.10.

Vor Norwegen schlägt das Wetter um. Sichtungen werden extrem unwahrscheinlich.

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13.10.

Um 1.49 Uhr haben wir das Operationsgebiet erreicht.
Wetterbesserung scheint nicht in Sicht und mehrmaliges Tauchen zum Rundhorchen bringt keine Ergebnisse.

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14.10.

Nach Abschluss der Patrouille ohne zählbare Ergebnisse entschließe ich mich nach Westen Richtung schottische Küste zu verlegen, in der Hoffnung dort auf Ziele zu treffen, sofern das Wetter mitspielt.
Vorerst gibt es in dieser Hinsicht keine Besserung.

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U1 in schwerer See.

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15.10.

Gegen 6 Uhr morgens ist der Seegang so stark, dass ich beschließe eine Weile getaucht zu fahren, um besser voranzukommen. Außerdem will ich die Zeit zum mehrmaligen gründlichen Rundhorchen nutzen.
Erst um 15.38 Uhr tauchen wir wieder auf, ohne das irgendetwas zu hören gewesen wäre.
Eine Stunde später erhalten wir eine Sichtmeldung in der Nähe.

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Ich lasse einen Treffpunkt berechnen und steuere mit AK darauf zu.
Allerdings sind entweder die geschätzte Geschwindigkeit des Zieles oder unsere Berechnungen ungenau, sodass wir mehrmals tauchen und horchen müssen, bevor wir das Schiff sichten und eine gute Schussposition ermitteln können.

Um 22.11 Uhr – endlich Sichtkontakt.

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Der starke Regen erschwert es uns, zum Schuss zu kommen.
Die Geduld aller im Boot wird auf die Probe gestellt.

Beitrag von Cyrano »

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16.10.

Erst um 0.34 Uhr ist das Vorsetzen erfolgreich und ich kann den Befehl zum Torpedoschuss aus Rohr 1 geben.

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Der 600-BRT Frachter sinkt wie die drei Schiffe dieses Typ die wir auf der ersten Fahrt sichteten, nach einem Treffer vor der Brücke – das Verfahren bewährt sich.

Nach der Versenkung gehe ich wieder auf Kurs Richtung Schottland, allerdings nur mit kleiner Fahrt, da ich mit einer längeren Fahrt rechne und weiter Treibstoff sparen will.
Das Wetter bessert sich im Laufe des Tages, die See bleibt aber unruhig und unsere Dieselreserven sind am Abend auf gut 50 % gesunken.

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17.10.

Außer mehreren Sichtmeldungen, die aber alle weitab liegen, passiert an diesem Tag nichts. Immer weiter nähern wir uns der schottischen Küste.

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18.10.

Morgens um 4.20 trifft mal wieder eine für uns brauchbare Sichtmeldung ein.

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Angesichts des Mangels an Zielen entscheide ich mich zum Angriff und laufe mit Höchstfahrt dem gemeldeten Schiff hinterher.
Nach gut dreieinhalb Stunden kommt das Schiff in Sicht – ein kleiner Frachter.

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Da der Frachter zu schnell läuft um ihn getaucht zu überholen und die Sicht diesig ist bleibe ich über Wasser. Für weiträumige Vorsetzmanöver fehlt uns leider der Treibstoff.
Die Folge ist das man uns entdeckt und der Frachter zu zacken beginnt.

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Die Entfernung ist auf gut 300 Meter gesunken, als um 8.12 Uhr der Schuss aus Rohr 2 fällt.
Der Frachter hat keine Chance auszuweichen.

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Ein Treffer mittschiffs reicht.

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Bevor ich eine Entscheidung über das weitere Vorgehen treffe setzte ich mich mit meinem LI zusammen.
Wie sieht es aus Totenhagen? Müssen wir nach Wilhelmshaven segeln oder reicht unser Treibstoff aus?
Die Reserven sind auf 40% gesunken
, rechnet der Leitende vor. Zurück kommen wir noch, aber große Umwege sind nicht mehr drin.
Ich vertiefe ich in die Seekarte.
Gut, dann laufen wir noch ein Stück Richtung Küste und wenn wir bis heute Abend nichts gefunden haben, drehen wir um.

Um Halb 8 abends kommt die nächste Sichtmeldung.
Für uns gerade noch erreichbar.

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Trotz schwindender Dieselreserven will ich an das gemeldete Schiff herankommen, aber noch auf dem Weg kommt um kurz nach 9 Uhr die nächste Sichtmeldung, an der wir geradewegs vorbeifahren.

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Zurück auf Kurs 170, lautet mein Befehl. Wir nehme den Näherstenden zuerst.

Das Schiff kommt um 22.31 Uhr in Sicht – ein Küstenschiff.

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Der Winkel ist nicht ideal, aber ich will so schnell wie möglich zum Schuss kommen, um die Chance auf das zuerst gemeldete Schiff zu wahren und hoffe, das bei einem so kleinen Frachter auch ein nicht perfekt geschossener Torpedo für eine Versenkung reicht.
Rohr 3 klarmachen!
1 Minute später ist der Aal unterwegs.

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Der Treffer sitzt ziemlich weit vorne, aber ich hoffe dass das Schiff trotzdem sinkt. Eine zweiten Torpedo will ich nicht opfern.

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Stattdessen drehe ich nach Norden ab, um das andere Schiff zu suchen.

Beitrag von Cyrano »

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Wir haben Feindfahrt schon zuende gespielt, es wartet noch die Ausformulierung des letzten Teils.
Voraussichtlich in ein paar Tagen wird das Ergebnis hier zu lesen sein.

Beitrag von Ritter Kunz »

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Auch Wir abonnieren mal und warten gespannt auf das Update :)
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Beitrag von Cyrano »

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Vielen Dank für euer Abo.
Das Ende der zweiten Feindfahrt folgt jetzt.
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