Warplan

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Sugar
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Beitrag von Sugar »

Eine Flak kann auf einem beliebigen Hex stationiert werden und dient natürlich vor allem dem Schutz von Nachschubzentren, Produktionsstandorten und Ressourcen.
Kann sie denn nach der Aufstellung noch woanders eingesetzt werden, und warum gebt Ihr Euer Geld nicht stattdessen für Jäger aus?
Uns würde bei Warplan interessieren ob es auch in ein enges Korsett gepresst wird wie SC damit der Krieg etwa so abläuft wie real oder ob man z.B. den Krieg mit der UDSSR deutlich verschieben kann um sich anderen Örtlichkeiten zuzuwenden.
Hmm, wie sollte das wohl ablaufen? Erstens ist in SC zumindest eine deutliche Verzögerung durch Diplomatie möglich, 2. ist doch quasi die Startaufstellung zwingend historisch. Eine Sandbox wie HoI, in der u.U. gar nichts mehr historisch abläuft, ist Unsere Sache jedenfalls nicht (oder wäre es allenfalls, wenn Paradox nicht son Scheißladen wäre),

Außerdem liegt bei SC der Fokus erklärtermaßen auf dem Multiplayer, was angesichts der immanenten Schwäche jeder KI vernünftig ist. Ohne die Bedrohung durch Soffjetts oder die USA wäre das brit. Empire völlig chancenlos gegen die Achse.

Bill und Hubert mögen zwar manch merkwürdige Entscheidung treffen, die folgen aber i.d.R. Publikumswünschen oder -vorschlägen, zudem werden ihre Produkte geradezu vorbildlich gepflegt, auch noch 3 Jahre nach Erscheinen wie z.B. WiE.
Hexfelder statt Tiles ist jetzt halt keine Mega-Innovation.


Die Innovation war die optionale Aufteilung der Aktionspunkte, und die ist so gut, daß Wir darauf nie wieder verzichten wollen; die größere Karte ist auch eine deutliche Verbesserung.

Wir teilen die Kritik der geschätzten Mitregenten allerdings insofern, als z.B. der Marinekampf schlecht modelliert ist und trotz zahlreicher Verbesserungsvorschläge bis heute kaum verbessert wurde. Dafür ist der Luftkrieg super.

Hervorheben wollen Wir allerdings die relative Einfachheit, die gute Zugänglichkeit und die überwiegend gelungene Abstraktion: auch ganz ohne eine separate Modellierung von Ölressourcen muss die Achse in den Nahen Osten bzw. nach Maikop und Baku, was mehr spielerische Freiheit gestattet und weniger fehleranfällig ist.

Wir sind jedenfalls gespannt, ob WarPlan das Konzept insgesamt verbessern kann und drücken dafür alle Daumen.
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elbe1
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Beitrag von elbe1 »

bei SC finden wir den Luftkrieg Grade nicht super
erstmals stört uns das die Einsätze nichts kosten
das eine Flugroute nicht simuliert wird und nur eine Einheit die Abwehr leistet
über die Carrier Air Wing eines Flugzeugträgers wollen wir uns lieber nicht auslassen

gut bei warplan finden wir das mit den Soldaten/Arbeitskräfte als Ressource ein Jahrgang waren ca 700000 deutsche Männer das sind 2-3 Armee
auch das öl jetzt zum betrieb der Marine gebraucht wir macht es besser ich denke da an die italienische Marine deren Hauptproblem der Heizölmangel war
auch das der mix Armee Korps Division Kommandoeinheit auf der Karte hat wohl ein ende hat

was mich an beiden stört ist das nur eine Einheit ein hex belegen kann ?
wir hoffen auf weiter berichte des werten Mortimer
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Mortimer
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Beitrag von Mortimer »

Bigfish hat geschrieben:Uns würde bei Warplan interessieren ob es auch in ein enges Korsett gepresst wird wie SC damit der Krieg etwa so abläuft wie real oder ob man z.B. den Krieg mit der UDSSR deutlich verschieben kann um sich anderen Örtlichkeiten zuzuwenden.
Um Euch hier Details nennen zu können, müsste ich noch mal die Szenariobeschreibung durchlesen. Ich erinnere mich grob, dass bestimmte Events wie der Kriegseintritt der USA vorgegeben sind, während es bei anderen Ereignissen auch Varianz oder Alternativen gibt. Bezüglich Russland ist es so, dass man wie in SC eine bestimmte Anzahl an Einheiten in der Nähe Warschaus stationieren muss, damit die Russen nicht vorzeitig mobil machen. Und ich glaube, die Russen greifen spätestens irgendwann 1942 in den Krieg ein.
Kardinalinfant hat geschrieben:Wir würden Uns z.B. auch mal über den 7-jährigen Krieg auf Hexfeldern, rundenbasiert auf einer Europakarte freuen oder über die napoleonischen Kriege...
Gute Idee, ich plädiere für den Amerikanischen Bürgerkrieg :) - Natürlich auf einer Karte der USA... :D
Sugar hat geschrieben:Kann sie denn nach der Aufstellung noch woanders eingesetzt werden, und warum gebt Ihr Euer Geld nicht stattdessen für Jäger aus?
Ganz einfach, werter Sugar, eine Jägereinheit kostet über 200 PP, die kann ich mir am Anfang einfach nicht leisten. Ich glaube, dass man Flak mit Hilfe eines HQs sogar verlegen kann. Das gibt es so eine Option "reallocate Anti-Air". Das habe ich noch nicht geprüft und im Handbuch habe ich dazu nichts gefunden
elbe1 hat geschrieben:bei SC finden wir den Luftkrieg Grade nicht super
erstmals stört uns das die Einsätze nichts kosten
das eine Flugroute nicht simuliert wird und nur eine Einheit die Abwehr leistet
über die Carrier Air Wing eines Flugzeugträgers wollen wir uns lieber nicht auslassen


was mich an beiden stört ist das nur eine Einheit ein hex belegen kann ?
wir hoffen auf weiter berichte des werten Mortimer
Werter elbe1, bei Warplan kostet der Einsatz der Luftwaffe immerhin Öl. Und die Lufteinheiten sind auch nicht unrealistisch stark, was mich an SC gestört hat.

Es gibt sogar Stacking: eine Lufteinheit, eine Landeinheit und ein Marineverband können sich ein Hex teilen (nur im Hafen), nicht aber zwei oder mehrere Einheiten des gleichen Typs. An Land kann man eine Landeinheit und eine Lufteinheit in das gleiche Hex stellen. Marine hat eine spezielle Stapelbildung: Man kann Flotten-Container erstellen, ich glaube mit bis zu neun Einheiten.
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dooya
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Beitrag von dooya »

Kardinalinfant hat geschrieben:Wir würden Uns z.B. auch mal über den 7-jährigen Krieg auf Hexfeldern, rundenbasiert auf einer Europakarte freuen oder über die napoleonischen Kriege...
Napoleon auf Hexfeld Europa gabs schon: https://www.matrixgames.com/game/comman ... eon-at-war

War damals aber nicht so der richtig große Erfolg.
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Sugar
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Beitrag von Sugar »

Ich glaube, dass man Flak mit Hilfe eines HQs sogar verlegen kann. Das gibt es so eine Option "reallocate Anti-Air". Das habe ich noch nicht geprüft und im Handbuch habe ich dazu nichts gefunden
Also handelt es sich offensichtlich nicht um mobile Flakeinheiten wie in SC. Reichen denn die vorhandenen Jäger nicht zum Schutz, und bekommen die strat. Bomber auch Schäden, wenn sie auf gar keinen Widerstand treffen?
Napoleon auf Hexfeld Europa gabs schon
Hehe, irgendwie gabs irgendwann natürlich schon alles mal irgendwo, AGEOD hat da ja quasi nix ausgelassen.
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Trifft da leider auch zu, bis auf CW2 vielleicht.
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Mortimer
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Beitrag von Mortimer »

Sugar hat geschrieben:Also handelt es sich offensichtlich nicht um mobile Flakeinheiten wie in SC. Reichen denn die vorhandenen Jäger nicht zum Schutz, und bekommen die strat. Bomber auch Schäden, wenn sie auf gar keinen Widerstand treffen?
Ja, die Flak ist stationär und gehört dann zu den Eigenschaften des Hexfeldes. Die Jäger an der Ruhr sind momentan abgekämpft, da mit jedem Einsatz die Effektivität sinkt. Man sieht das auch an den sinkenden Einheitenwerten. Die treffen gerade gar nichts mehr. Die KI bemerkt die Flak und greift dann benachbarte Städte an.
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Arminius
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Beitrag von Arminius »

Vielen Dank für die tiefgehenden und umfangreichen Informationen!!!

Wahrscheinlich würden Wir Uns ein SC im Stil von Warplan mit SSG- und DC:Barbarossa-Spielelementen wünschen. :)

Was Uns an SC immer gestört hat war die Möglichkeit, mit Fliegern Hexfelder zu verteidigen. Wisst Ihr vielleicht schon, ob dies auch in Warplan möglich ist?

PS. Frage am Rande: Spielt noch jemand der Regenten DC:Barbarossa?
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Mortimer
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Beitrag von Mortimer »

Arminius hat geschrieben:
Wahrscheinlich würden Wir Uns ein SC im Stil von Warplan mit SSG- und DC:Barbarossa-Spielelementen wünschen. :)

Was Uns an SC immer gestört hat war die Möglichkeit, mit Fliegern Hexfelder zu verteidigen. Wisst Ihr vielleicht schon, ob dies auch in Warplan möglich ist?
Warplan ist das von Euch gewünschte Spiel! :D

Im Polenfeldzug habe ich feindliche Flieger einfach überrannt, woraufhin sie sich ohne Gegenwehr auflösten.

P.S.: Der nächste Teil meiner Darstellung ist in Vorbereitung und in Bälde online.
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dooya
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Beitrag von dooya »

Sugar hat geschrieben:[...]
Hehe, irgendwie gabs irgendwann natürlich schon alles mal irgendwo, AGEOD hat da ja quasi nix ausgelassen. [...]
War nicht von AGEOD, sondern von Slitherine und The Lordz Games.
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Mortimer
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Beitrag von Mortimer »

Meine Herren, heute geht es weiter mit einigen Ausführungen zum Landkrieg. Eigentlich wollte ich auch auf die Luftwaffe eingehen, aber das kommt in einem eigenen Beitrag.

Im Landkrieg ist vieles Standard, wie wir es auch aus ähnlichen Spielen kennen (die Referenz ist hier natürlich wiederum SC), einiges wird in Warplan aber anders und auch detaillierter gehandhabt. Zunächst ein Blick auf das HQ Wilhelm List während des Polenfeldzugs:

Bild

Man sieht die Werte des Kommandanten, die Einfluss auf die Performanz der Einheiten haben (Einheiten mit der orangenen Flagge unterstehen dem angewählten HQ). Alles nichts Besonderes. Ein HQ kann jedoch auch umliegende Fliegerverbände zu einer taktischen Offensive anfordern (habe ich noch gar nicht ausprobiert, wie ich gestehen muss) sowie mit einem Mausklick Nachschub auf die Einheiten in einem bestimmten Radius verteilen. Dies geschieht mittels LKW, von denen noch die Rede sein wird. Darüber hinaus steigern HQs automatisch auch den "normalen" Versorgungslevel.

Gehen wir schnell weiter, weil wir auf einige interessante Punkte hinweisen wollen: In Warplan können mehrere Einheiten gemeinsam einen kombinierten Angriff vortragen. Hier im Bild wird eine polnische Einheit durch zwei deutsche Korps zurückgeworfen:

Bild

Die Counterwerte repräsentieren übriges die allgemeine Kampfstärke, die aus dem Durchschnitt von Angriff/Verteidigung errechnet wird (links) und der Anzahl der Operationspunkte (rechts). Es gibt hier mehrere Darstellungsoptionen, aber ich bevorzuge diese. Eine Einheit kann solange kämpfen und sich bewegen, wie Operationspunkte vorhanden sind. Es gibt hier keine Beschränkung auf eine Bewegung und einen Angriff. Ein Infanteriekorps mit fünf Operationspunkten, das sich nicht bewegt, kann auch fünfmal angreifen, allerdings verliert es mit jedem Angriff 6% Bereitschaft, was sich erheblich auf die Kampfkraft auswirkt. Man sieht hier auf dem Bild, das die Kampfstärke der Einheiten variiert. Das hat mit Verlusten, der Bereitschaft und auch mit der Erfahrung zu tun.

Ein weiterer Aspekt: Infanteriekorps und Panzerkorps mit Sollstärke verfügen über je 30 Stärkepunkte. Es ist also nicht ohne weiteres möglich, solche Einheiten auszulöschen. Divisionen haben hingegen nur 10 Stärkepunkte. Es gibt noch motorisierte Korps, Gebirgsjäger (mit höherer Bewegungsrate im Gebirge - wo auch sonst), Fallschirmjäger und Marineinfanterie (in Divisionsstärke).

Schreiten wir zum nächsten Exempel:

Bild

Die angewählte Einheit ist ein kleines Korps mit nur 20 Stärkepunkten (aktuell 16 Stärkepunkte aufgrund von Kampfeinwirkung). Ich habe nämlich eine Division aus diesem Korps abkommandiert, um Posten an der neuen deutsch-russischen Grenze zu beziehen. Ich kann die Einheit noch einmal teilen und habe dann drei Divisionen. Das finde ich sehr vorteilhaft, denn damit kann ich die vom Spiel geforderte Bewachung der Grenze durch sechs Einheiten mit relativ geringen Kräften gewährleisten. Außerdem habe ich aus dem kleinen Korps eine Garnison gemacht. Die Garnison ist so gut wie immobil, gibt aber Ressourcen frei, die zurück in den Pool fließen. Nach Bedarf kann ich die Einheit reaktivieren, was aber dann wieder PP kostet.

So, und jetzt noch ein schönes Schmankerl. Es gibt eine besondere Ressource von der noch nicht die Rede war: Spezialisierungspunkte. Diese werden mit der Zeit angesammelt. Wenn 100 Punkte vorhanden sind, kann ich einer beliebigen Nicht-HQ-Landeinheit eine Spezialeigenschaft geben. Hier links die sechs Möglichkeiten:

Bild

Ich beabsichtige, aus dem angewählten Panzerkorps eine Elite-Einheit mit hohem Erfahrungswert zu machen. Das sieht dann nach der Auszeichnung so aus:

Bild

Das grüne Kästchen in den Countern der beiden Panzerkorps bedeutet, dass diese Einheiten über den normalen Nachschub hinaus mit LKW beliefert wurden. Supply Trucks dienen dazu, die Bereitschaft einer Einheit schnell wiederherzustellen. Ohne diese Maßnahme dauert es einige Züge, bis abgekämpfte Verbände wieder verwendungsfähig sind.

Ich kann sogar eine Überversorgung erzeugen, was bis zu einer Bereitschaft von 110% führt. Man kann auf diese Weise große Offensiven logistisch vorbereiten. In Warplan bekommt man jedoch nichts geschenkt: Auch Supply Trucks müssen produziert werden. Man beachte die erhebliche Schlagkraft unserer Panzerkorps mit entsprechend vielen Operationspunkten.

Das Wiederauffüllen von Einheiten mit Ersatz läuft übrigens automatisch. Ich kann aber Prioritäten setzen (bevorzugte Einheiten erhalten schneller Ersatz) und zudem im Produktionsmenü einstellen, wie viele PP für Ersatz (und für die Nachrüstung mit technischen Neuerungen) verwendet werden dürfen.
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Beitrag von Bigfish »

Dafür schon mal Danke!


Einige Fragen:
- Wie sind die Zuglängen gehalten und gibt es Wechsel in der Zuglänge wie bei SC? Bei SC empfinden wir das als fürchterlich.
- Gibt es einen Editor - bzw. kann man und wenn ja wie das Spiel modden?
- Gibt es Limitierungen in der Anzahl der Einheiten wie bei SC oder wird das über die Wirtschaftskraft/Produktionsrate gesteuert? ***



*** Edit: Aus einer Bismarck hätte man ja auch ein Panzerkorps machen können...
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Beitrag von Ruppich »

Mortimer hat geschrieben:Das Wiederauffüllen von Einheiten mit Ersatz läuft übrigens automatisch. Ich kann aber Prioritäten setzen (bevorzugte Einheiten erhalten schneller Ersatz) und zudem im Produktionsmenü einstellen, wie viele PP für Ersatz (und für die Nachrüstung mit technischen Neuerungen) verwendet werden dürfen.
Das finden wir richtig klasse. Einheiten die verstärkt werden für einen Zug nicht verwendet zu können ist immer meeeh.
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Beitrag von Mortimer »

Bigfish hat geschrieben:Dafür schon mal Danke!

Einige Fragen:
- Wie sind die Zuglängen gehalten und gibt es Wechsel in der Zuglänge wie bei SC? Bei SC empfinden wir das als fürchterlich.
- Gibt es einen Editor - bzw. kann man und wenn ja wie das Spiel modden?
- Gibt es Limitierungen in der Anzahl der Einheiten wie bei SC oder wird das über die Wirtschaftskraft/Produktionsrate gesteuert? ***
Werter Bigfish, ein Zug stellt zwei Wochen dar (das bleibt gleich, d.h. Keine unterschiedliche Länge). Ein Editor ist vorhanden, habe ich mir aber noch nicht angeschaut. Die Einheitengrenze wird von den vorhandenen Mitteln bestimmt, soweit ich das sehe.
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Beitrag von Thomasius »

Gibt es auch Forschung im Bereich Industrie, Logistik usw.? Auf einem Bild vom Forschungbildschirm sehen wir nur Forschungsgebiete die sich direkt auf bestimmte Truppen auswirken.
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Mortimer
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Beitrag von Mortimer »

Thomasius hat geschrieben:Gibt es auch Forschung im Bereich Industrie, Logistik usw.? Auf einem Bild vom Forschungbildschirm sehen wir nur Forschungsgebiete die sich direkt auf bestimmte Truppen auswirken.
Werter Thomasius, die Forschung bezieht sich lediglich auf die Einheiten. Die industrielle Kriegsanstrengung wird durch den Multiplikator bestimmt. Dieser steigt allmählich an (keine Ahnung, bis zu welcher Obergrenze), aber das kann man nicht manuell beeinflussen.
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Beitrag von Mortimer »

Wir setzen unsere Vorstellung des Spiels mit einem Blick auf die Luftwaffe fort. Außerdem wollen wir dann dem Gesicht des Krieges direkt ins Antlitz sehen und vom allgemeinen Fortgang der Partie berichten.

Bild

Hier sehen wir ein deutsches Fliegerkorps an der noch nicht eröffneten Westfront. Der Kampfauftrag lautet Luftüberlegenheit, d.h. es handelt sich um Jäger. Wie man sieht, haben Lufteinheiten 20 Stärkepunkte. Was mir (unter anderem) an Warplan gut gefällt, ist die Unterscheidung zwischen nominellem und tatsächlichem Kampfwert (haben wir bereits bei den Landeinheiten angesprochen).
Unsere Jäger besitzen bereits den technischen Stand von 1940 und haben auf dem Papier die rechts in den Einheitendetails angegebenen Werte. De facto zeigt die Einheit aber deutlich weniger Leistungsbereitschaft. Dies ist einerseits im Fenster links erkennbar, aber auch auf dem Counter. Die auf dem Counter dargestellten Ziffern bedeuten: Luftkampf (rechts oben) - taktisch - maritim - strategisch. Beeinflusst wird die faktische Leistungsfähigkeit durch Erfahrung (hier nur 60%), Bereitschaft (hier 85%) und Versorgung (hier guter Nachschub, Standardwert 3).
Bei dem Jagdverband unten rechts im Bild sehen wir hingegen einen höheren Luftkampfwert (nämlich 6), d.h. diese Einheit besitzt höhere Bereitschaft und/oder mehr Erfahrung.

Hier im Vergleich eine taktische Einsatzgruppe sowie eine Bodenunterstützungsgruppe:

Bild


Bild

Beide Gruppen haben den Schwerpunkt auf „Close Support“. Aber die Stukas verfügen über den höheren taktischen Kampfwert, die mittleren Bomber hingegen über die höhere Reichweite. Wie ich ja schon sagte, kann man die Einheitentypen in Warplan mit verschiedenen Schwerpunkten kombinieren. So gibt es nicht einfach nur Jäger, sondern Abfangjäger (wie die oben gezeigten Einheiten), Begleitjäger (mit höherer Reichweite, aber geringerem Luftkampfwert) und Jagdbomber (höherer taktischer Wert gegenüber Bodenzielen, aber geringerem Luftkampfwert).

Zeigen wir noch ein Beispiel hierzu:

Bild

Italien ist im gezeigten Zug noch neutral, erwartet aber für die Zukunft einen intensiven Seekrieg im Mittelmeerraum. Anders als Deutschland erreichte die italienische Forschung bereits taktische Marinebomber des Typs 1940. Wir geben hier eine entsprechende Einheit in Auftrag.

Ein Feature finde ich besonders interessant: Man kann Lufteinheiten manuell Ziele zuweisen, wie es etwa in SC gehandhabt wird, oder aber man wählt die Option „full support“ (auf dem Counter durch das blaue Dreieck dargestellt). Im letzteren Fall führen Lufteinheiten alle Missionen automatisch aus (Bodenunterstützung, Abfangen, Eskorte usw.). Man kann dies durch eine spezifische Zielauswahl (Ziele am Boden oder zur See, feindliche Lufteinheiten oder strategische Ziele) noch feinjustieren. Lufteinheiten verfügen pro Runde über zwei Operationspunkte (Punkte auf dem Counter). Das Gleiche gilt in der gegnerischen Runde, so dass die Einheiten auch auf feindliche Aktionen reagieren können.

Da wir gerade die Forschung angesprochen haben: In Warplan erforscht man nicht einzelne Technologien, die gegebenenfalls auf verschiedene Einheiten anwendbar sind, sondern immer komplette Einheitenmodelle. Hier zu sehen am Beispiel Abfangjäger:

Bild

Deutschland erreicht bereits im April 1940 den Jäger des Typs 41. In der Statistik sieht man, dass dieser gegenüber dem Vorgängermodell über einen höheren Luftangriffswert sowie über einen höheren Verteidigungswert verfügt. In der Tabelle rechts steht unter „Jahr“ nicht das Forschungsziel, sondern der aktuelle Stand (was ich anfangs verwirrend fand), d.h. wir erforschen jetzt den Jäger 42.
Im Prinzip läuft es wie in SC: Man hat Forschungspunkte, verteilt diese auf die Projekte und beschleunigt den Fortgang durch die Höhe der eingesetzten Forschungspunkte. Man hat hier aber weniger Einfluss als in SC. Ich kann beispielsweise keine Forschungspunkte kaufen. Dieser Aspekt ist also weniger ausgefeilt. Italien hat bisher 2 Forschungspunkte hinzugewonnen, aber ich weiß nicht, wie diese Mechanik funktioniert (vom Szenario vorgegeben oder per Zufall??).

Nun ein Mini-AAR: Der Polenfeldzug verlief nicht optimal, denn wir haben drei Züge dafür gebraucht (aber wir lernen das Spiel ja auch erst kennen). Dafür wurde das schwach verteidigte Dänemark schon im Winter 39/40 besetzt, um eine bessere Ausgangslage für die geplante Invasion Norwegens zu haben. Des weiteren hat die Wehrmacht auch die Niederlande im gleichen Winter überrannt, obwohl das Wetter ungünstig war.

Hier eine erste Impression vom Seekrieg:

Bild

Ein deutscher U-Boot-Verband versucht den englischen Kanal zu durchqueren. Dies erweist sich als schlechte Idee, denn sie geraten in den Radius der feindlichen Luftwaffe. Hier sieht man, dass die Feindmaschinen jedoch Probleme haben, unseren genauen Standort zu lokalisieren. Mit jedem Anflug erhöht sich aber der Aufklärungswert, so dass wir schließlich doch noch einen Treffer erhalten.

Bild

Auch die U-Boote des Gegners sind aktiv: Die Franzosen versenken ein Handelsschiff, das schwedisches Eisenerz über Narvik nach Deutschland bringen soll. Ein nettes Detail hierzu: Normalerweise liefern die Schweden über die Ostsee, aber im Winter können die schwedischen Häfen zufrieren, so dass dann die alternative Route über Narvik verläuft.

Bild

Im März 40 beginnt der eigentliche Westfeldzug mit dem Angriff auf Belgien. Hier erzwingen deutsche Einheiten einen Flussübergang:

Bild

Deutschland hat inzwischen auch Diplomatie-Punkte erhalten und beeinflusst das befreundete Rumänien:

Bild

Mit diesem Aspekt habe ich mich noch nicht wirklich auseinandergesetzt. Es sieht aber so aus, dass man in Bezug auf die Diplomatie weniger Möglichkeiten als in SC hat. So wie ich es verstehe, ist für jedes Land die potenzielle Bündniszugehörigkeit bereits festgelegt. Länder mit einem hohen Einfluss sind nur schwer zu beeindrucken. Deutschland hat Einfluss 8, aber Spanien sogar 9. Wahrscheinlich hatten deshalb die deutschen Diplomaten in Madrid bislang keinen Erfolg.

Der Eintritt der historischen Bündnispartner hängt von bestimmten Bedingungen ab. Das steht alles in der Szenario-Beschreibung, leider kann ich diese nach Beginn der Partie nicht wieder aufrufen.

Die Niederländer sind offenkundig mit der deutschen Besatzung unzufrieden, denn sehr schnell machen sich Partisanen bemerkbar. Hier wurde eine Bahnlinie beschädigt:

Bild

Im Mai verschiffen wir zwei deutsche Divisionen und landen sie bei Oslo an. Dabei werden die beiden Landungsschiffe, die wir gleich zu Beginn in Auftrag gegeben hatten, verbraucht. Die verteidigende norwegische Division kann überraschend schnell geworfen werden, woraufhin Norwegen kapituliert.

Bild

Hier sieht man einen deutschen Flotten-Container mit drei Einheiten. Die Zahlen auf dem Counter stehen für die Art und Anzahl der beteiligten Verbände: Flugzeugträger (blau) - Überwasserschiffe - Transporter.

Auch hier gibt es nette Details: Man kann Tanker bauen, um Flotten auf See zu versorgen (Support-Einheit und nicht auf der Karte anwesend). Außerdem können Flotten in einem Strandhexfeld Bodentruppen mit Nachschub beliefern und automatisch Artillerieunterstützung gewähren. Ich dachte, man könnte diese Features in Norwegen austesten, aber Oslo ist ja „leider“ gleich gefallen.

In Frankreich kommen wir zunächst nur langsam von der Stelle. Die Franzosen werden in Warplan nicht künstlich geschwächt (damit ein Achsenspieler ja nicht schon hier scheitern kann), sondern sind zusammen mit den Briten insgesamt zahlenmäßig überlegen. Hier ein Blick auf die Stärkeverhältnisse im Mai 40, wobei mich die bereits jetzt vorhandenen bolschewistischen Massen erschauern lassen:

Bild

Die deutsche Infanterie hat durchaus Probleme mit den zäh verteidigenden Franzosen. Zum Glück verfügen wir mittlerweile über drei Panzerkorps sowie ein mechanisiertes Korps. Mit dieser Brechstange kämpfen wir uns bis nach Paris vor, das erst im Juli besetzt werden kann. Dies bringt den Kriegseintritt Italiens mit sich. Frankreich ist jedoch noch nicht zur Kapitulation bereit und verlegt die Hauptstadt nach Metz (eine nicht gerade einleuchtende Wahl, wie ich finde).

Die britische Flotte stört unsere Nachschubverbindung nach Narvik:

Bild

Ein sehr schönes Feature ist die Möglichkeit, Bündnispartner mit Rohstoffen zu beliefern. Deutschland richtet eine Handelsroute nach Italien ein (40 Eisen/20 Öl):

Bild

Die Kämpfe in Frankreich gehen weiter. Die Franzosen haben sich nicht ungeschickt hinter die Seine zurückgezogen und machen uns das Vorankommen schwer. Das britische Expeditionskorps allerdings liegt nicht in Nordfrankreich, sondern hinter der Maginot-Linie, von wo es kein Entkommen gibt.

Bild

Man erkennt, dass jetzt all unsere Panzerkorps spezialisiert sind. Die Elite-Einheit haben wir ja schon vorgestellt. Die beiden anderen Einheiten haben ein Pionierbataillon (erleichtern Flussübergang, d.h. verringern den Malus bei Angriffen über einen Fluss) bzw. zusätzliche Artillerie (graben verschanzte Gegner aus).

Die Briten landen bei Narvik, jedoch kann die deutsche Division die Stadt ohne eigene Verluste gegen das angreifende Korps halten:

Bild

Deutsche Bomber verlegen nach Norwegen, um eventuelle britische Verstärkungen zur See abzufangen. Außerdem wird eine Division Marineinfanterie und ein Korps nach Norwegen verschifft.

Unseren gepanzerten Verbänden gelingt Anfang August der Übergang über die Seine. Die Franzosen erleiden einen Moralzusammenbruch und bieten endlich die Kapitulation an. Wir werden akzeptieren, was zur Bildung von Vichy führt. Noch liegt ein britischer Flottenverband in Marseille, den die Italiener erfolgreich aus der Luft bombardieren:

Bild

Hier wird sogar die vermutete Anzahl der Schiffe angezeigt (die Aufklärungswerte können ungenau sein). Keine Ahnung, wie diese Angabe zustande kommt und ob dies lediglich der Immersion dient. Normalerweise haben Marineeinheiten ebenfalls nur abstrakte Stärkepunkte, wobei eine Einheit laut Handbuch ein oder zwei größere Schiffe plus Begleitung darstellt.

Der ausführliche Rundenbericht:

Bild

Die Maginot-Linie wird geschliffen, was PP einbringt. Die Engländer müssen den französischen Hafen verlassen. Die Spanier beginnen mit uns Handel zu treiben. Syrien und andere französische Besitzungen erklären ihre Treue zu Vichy. Der U-Boot-Krieg tobt bereits mit Heftigkeit. Die letzte Nachricht betrifft aber wohl eher feindliche U-Boote, welche die italienischen Nachschubwege nach Nordafrika stören (wird im Kampfbericht zu prüfen sein).

Ich hoffe, in Zukunft weitere Details zum Seekrieg zeigen zu können. Es sollten sich nun vor allem im Mittelmeer entsprechende Situationen ergeben.
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Vielen Dank für den ausführlichen Bericht.

Schade, dass das Spiel offenbar so oder so 1945 endet. Wäre es nicht mal interessanter, das Ende offen zu lassen und das Ende anhand anderer Faktoren zu entscheiden, wie etwa fehlende wirtschaftliche Kraft oder ausgebluteter Population? Dann wird eine der beiden Seiten obsiegen. Warum haben solche feinen Spiele nicht Einstellmöglichkeiten wie etwa bei Decisive Campaigns (Warschau nach Paris bzw. Barbarossa), wo die Spieler an der Systematik schrauben und kleine "Was wäre" Szenarien erproben können? Letzterer Gedanke kam Uns bei Eurem Hinweis über die Anfangsstärke der Franzosen.

Was wäre, wenn die sich nicht hätten täuschen lassen durch den Fall Gelb? Wenn ein alliierter Spieler die Möglichkeit hätte, seine Luftwaffe entsprechend aufzustellen? Wenn man die Geschichte nicht einfach nachspielen muss, sondern am Drehbuch ein wenig schrauben kann. In einem WW1 Spiel etwa griff Uns einmal ein sehr gewitzter Spieler nicht den Westen, sondern massiv im Osten an. Dadurch wurde das Spiel sehr spannend und nahezu nervenzerfetzend, so dass Wir am Ende im Grunde innerlich kapitulierten durch das ständige Verteidigen im Osten und Wir nicht in der Lage waren, im Westen für Gegendruck zu sorgen. Das brachte Uns aber dazu, ahistorisch mit Truppen in Beirut zu landen, was den Gegner dazu zwang (oder dieser fühlte sich gezwungen), dass das Osmanische Reich den Druck auf Ägyxpten zu verringern und gegen die Landungstruppen vorzugehen.

Was Wir anmerken möchten: Manchmal kann alternative Geschichte doch viel spannender sein als der ständige Versuch der Wiederholung der Annalen. Wäre das bei diesem Spiel eventuell möglich oder ist man zu bestimmten historisch vergleichbaren Angriffen gezwungen?
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dooya
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Beitrag von dooya »

Arminius hat geschrieben:Vielen Dank für den ausführlichen Bericht.

Schade, dass das Spiel offenbar so oder so 1945 endet. Wäre es nicht mal interessanter, das Ende offen zu lassen und das Ende anhand anderer Faktoren zu entscheiden, wie etwa fehlende wirtschaftliche Kraft oder ausgebluteter Population? Dann wird eine der beiden Seiten obsiegen. Warum haben solche feinen Spiele nicht Einstellmöglichkeiten wie etwa bei Decisive Campaigns (Warschau nach Paris bzw. Barbarossa), wo die Spieler an der Systematik schrauben und kleine "Was wäre" Szenarien erproben können? Letzterer Gedanke kam Uns bei Eurem Hinweis über die Anfangsstärke der Franzosen.

Was wäre, wenn die sich nicht hätten täuschen lassen durch den Fall Gelb? Wenn ein alliierter Spieler die Möglichkeit hätte, seine Luftwaffe entsprechend aufzustellen? Wenn man die Geschichte nicht einfach nachspielen muss, sondern am Drehbuch ein wenig schrauben kann. In einem WW1 Spiel etwa griff Uns einmal ein sehr gewitzter Spieler nicht den Westen, sondern massiv im Osten an. Dadurch wurde das Spiel sehr spannend und nahezu nervenzerfetzend, so dass Wir am Ende im Grunde innerlich kapitulierten durch das ständige Verteidigen im Osten und Wir nicht in der Lage waren, im Westen für Gegendruck zu sorgen. Das brachte Uns aber dazu, ahistorisch mit Truppen in Beirut zu landen, was den Gegner dazu zwang (oder dieser fühlte sich gezwungen), dass das Osmanische Reich den Druck auf Ägyxpten zu verringern und gegen die Landungstruppen vorzugehen.

Was Wir anmerken möchten: Manchmal kann alternative Geschichte doch viel spannender sein als der ständige Versuch der Wiederholung der Annalen. Wäre das bei diesem Spiel eventuell möglich oder ist man zu bestimmten historisch vergleichbaren Angriffen gezwungen?
Spiele zu historischen Themen werden von den Käufern meinem Eindruck nach in erster Linie daran gemessen, in welchem Grade sie in der Lage sind, genau diese Historie korrekt abzubilden. Ich könnte mir vorstellen, dass die Entwickler daher ihre Engines in ein eher starres Korsett setzen, damit die AI sich auch "vernünfitg", d.h. historisch korrekt verhält. Täte sie dies nicht, würde das Spiel zerrissen werden. Und selbst im Spiel Mensch-gegen-Mensch (Multiplayer) scheint meinem Eindruck nach der Fokus auf geschichtlicher Korrektheit zu liegen, denn die ersten house rules dienen doch in der Regel dazu, den Raum für ahistorische Exploits zu verringern.
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Thomasius
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Beitrag von Thomasius »

Arminius hat geschrieben:Vielen Dank für den ausführlichen Bericht.

Schade, dass das Spiel offenbar so oder so 1945 endet. Wäre es nicht mal interessanter, das Ende offen zu lassen und das Ende anhand anderer Faktoren zu entscheiden, wie etwa fehlende wirtschaftliche Kraft oder ausgebluteter Population? Dann wird eine der beiden Seiten obsiegen. Warum haben solche feinen Spiele nicht Einstellmöglichkeiten wie etwa bei Decisive Campaigns (Warschau nach Paris bzw. Barbarossa), wo die Spieler an der Systematik schrauben und kleine "Was wäre" Szenarien erproben können? Letzterer Gedanke kam Uns bei Eurem Hinweis über die Anfangsstärke der Franzosen.

Was wäre, wenn die sich nicht hätten täuschen lassen durch den Fall Gelb? Wenn ein alliierter Spieler die Möglichkeit hätte, seine Luftwaffe entsprechend aufzustellen? Wenn man die Geschichte nicht einfach nachspielen muss, sondern am Drehbuch ein wenig schrauben kann. In einem WW1 Spiel etwa griff Uns einmal ein sehr gewitzter Spieler nicht den Westen, sondern massiv im Osten an. Dadurch wurde das Spiel sehr spannend und nahezu nervenzerfetzend, so dass Wir am Ende im Grunde innerlich kapitulierten durch das ständige Verteidigen im Osten und Wir nicht in der Lage waren, im Westen für Gegendruck zu sorgen. Das brachte Uns aber dazu, ahistorisch mit Truppen in Beirut zu landen, was den Gegner dazu zwang (oder dieser fühlte sich gezwungen), dass das Osmanische Reich den Druck auf Ägyxpten zu verringern und gegen die Landungstruppen vorzugehen.

Was Wir anmerken möchten: Manchmal kann alternative Geschichte doch viel spannender sein als der ständige Versuch der Wiederholung der Annalen. Wäre das bei diesem Spiel eventuell möglich oder ist man zu bestimmten historisch vergleichbaren Angriffen gezwungen?
Niemand hindert euch daran mit dem Editor das Spielende auf spätere Jahre zu verschieben. Bis August 1945 sind übrigens im Normalfall die meisten Nationen ausgeblutet und die Spiele entschieden. War ja historisch nicht anders, Wehrmacht und Rote Armee krochen 1945 auf dem Zahnfleisch.
Ansonsten halten wir eure Forderung nach mehr ahistorischen Möglichkeiten wie der werte schon der werte dooya für eine Forderung die 90% der Spieler gerade nicht wollen.
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Beitrag von Mortimer »

Arminius hat geschrieben:
Was Wir anmerken möchten: Manchmal kann alternative Geschichte doch viel spannender sein als der ständige Versuch der Wiederholung der Annalen. Wäre das bei diesem Spiel eventuell möglich oder ist man zu bestimmten historisch vergleichbaren Angriffen gezwungen?
Ich habe bisher nur die Achse gespielt (und das jetzt auch zum ersten Mal), aber ich habe den Eindruck, dass man insgesamt relativ frei agieren kann. Die KI spielt auch nicht streng historisch, obwohl sie bei mir auf "historisch" eingestellt ist. Was die KI tut oder nicht tut, scheint wohl gerade auch am Schwierigkeitsgrad zu liegen. Und im Multiplayer wird wohl kaum jemand die Fehler der Westmächte aus dem Jahre 40 wiederholen. Ich bin aber auch kein Fan von HoI, wo man gewissermaßen mit Papua-Neuginea die Welt erobern kann und gar nichts mehr historisch ist. Spiele wie SC oder Warplan bieten da meines Erachtens die richtige Balance aus historischem Setting (strategische Ausgangslage der historischen Mächte) und spielerischer Freiheit. Manche Dinge wie der Russlandkrieg sind allerdings zwingend, aber man könnte sich ja auch von den Russen angreifen lassen.
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