HOI4: Alle Wege führen nach Rom

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Von Retterling
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Beitrag von Von Retterling »

Gerade gestern/heute mit Unterbrechungen(tja, mal kurz eingeschlafen und auf unseren Schreibtisch gesabbert ;) )bis in die Morgenstunden dem Lifestream des werten Hjalfnars gefolgt.
Und spontan gibt es wieder Kontakt zum Oberkommando! :D
Sim steht wie immer Gewehr(oder auch Bleistift)bei Fuß!!! :D
Wie von euch gewohnt ein sehr sehr schönes Update! Danke :D !!!
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H34DHUN73R
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Beitrag von H34DHUN73R »

Wir danken, werter von Retterling und zählen in der Tat auf Eure professionelle Unterstützung zum Wohle Italiens :)
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Man sollte nie das Schicksal herausfordern. Das Schicksal kann alles ertragen, nur keine Herausforderung.
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Hohenlohe
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Beitrag von Hohenlohe »

Werter H34DHUN73R, wir freuen uns schon aufs nächste Update... :ph:

herzlichste grüsse

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thrawn
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Beitrag von thrawn »

Habt vielen Dank für die neuen Berichte. Wir freuen uns Enorm. Ein stiller Mitleser.
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was lange währt, wird endlich böse.
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H34DHUN73R
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Beitrag von H34DHUN73R »

Besten Dank, werter Thrawn - meldet Euch gerne öfter zu Wort :)
Zur Not auch mit Lob ;)
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Hohenlohe
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Beitrag von Hohenlohe »

Werter DUC3, wann darf denn mit einer Fortsetzung gerechnet werden... :)

herzliche grüsse

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H34DHUN73R
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Beitrag von H34DHUN73R »

Vermutlich am Wochenende, werter Hohenlohe :)
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Hohenlohe
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Beitrag von Hohenlohe »

H34DHUN73R hat geschrieben:Vermutlich am Wochenende, werter Hohenlohe :)
Darauf freuen wir uns bereits... :)

herzlichste grüsse

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Hohenlohe
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Beitrag von Hohenlohe »

Werter H34DHUN73R, hat das römische Reich des DUC3 schon kapituliert oder wartet es auf bessere Zeiten...?? :eek:

herzlichste grüsse

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Setsches
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Beitrag von Setsches »

Schöner AAR, werter H34DHUN73R!

Wir hoffen, es geht hier noch weiter und wünschen viel Erfolg! :prost: :ph:
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Hohenlohe
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Beitrag von Hohenlohe »

Werter H34DHUN73R, gibt es überhaupt noch die Chance auf eine Fortsetzung...??

herzlichste grüsse

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Beitrag von H34DHUN73R »

Wir arbeiten seit einigen Tagen einer Fortsetzung, werter Hohenlohe :)
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Hohenlohe
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Beitrag von Hohenlohe »

Wir werden geduldig bis zum Weekend warten... :D

herzlichste grüsse

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Beitrag von H34DHUN73R »

Wir wollen die versammelten Regenten hier nicht weiter über diverse Vorgänge im Unklaren lassen.

Tatsächlich wollten Wir bereits am letzten Wochenende ein Update fertigstellen und posten, als das blinde Schicksal plötzlich und erbarmungslos zuschlug!
Wie sich schnell herausstellte, hatte sich die Space-Taste Unserer Tastatur verabschiedet!

Ausgerechnet!NachkaumfünfJahrenaufeinmalkeineBlanksmehr!WirkamensounversehensaneineErkenntnisdiedieQuantenphysikerschonlangeerlangthatten:dieLeereisteinentscheidenderFaktor,derdemRestüberhaupterstBedeutungverleiht!
Tatsächlichscheintesunsgarnichtmehrweithergeholt,denleerenRaumalsdeneigentlichenOrtdesGeschehenszusehen!
UnddasAlleserst,alsunsdiesewohltuendeLeere,dieinWahrheiterstStrukturindieWeltbringtsoplötzlichundendgültigabhandenkam!
NatürlichhabenWiralleprobatenMittelsofortangewendet,dieUnsüberdielangeZeitUnsererComputerfuzzi-ExistenzguteDienstegeleistethaben.
MehrfacheNeustarts,natürlich,sowohlkaltalsauchwarm,sowohlmitkühlemKopfalsauchmitheißemHerzen-dochkeinEffekt!
NatürlichauchdassoofterfolgreichedrüberschlafenunddemDingZeitzurBesinnunggeben,mehrfachunterstütztdurchZuführungwohlerwogenerDosenvonSingleMalt.
AuchschlichtesNichtbeachten,umeineitlesUnterfangendesComputerknechtesadabsurdumzuführen.
DochletztenEndeshatdasAllesnichtgeholfen!
SohabenWirdannletztenEndeszumAllerletztenMittelgegriffenundviaAmazonPrimeHyperlaneTransporteineneueTasturgeordert,dieamheutigenTageschließlichUnsereResidenzerreichte.

Und nun ist sie wieder da: die Leere!
Welch Wohltat!
Welch Befreiung!
Nun lasst Uns gemeinsam Niedersinken vor der Weisheit in der Struktur des Universums und des Wunders der Leere gedenken !

Jedenfalls bis zum Wochenende, dann fällt dem Duce schon was ein, dieser Leere noch mehr Sinn zu verleihen :)
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Hohenlohe
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Beitrag von Hohenlohe »

Das ist ja immerhin schon eine gute Nachricht. Leider sind wir am Wochenende bei einem länger dauernden Treffen unserer Gemeinschaft und daher hoffen wir, dass wir Sonntag abend etwas Interessantes lesen dürfen... :ph:

herzlichste grüsse

Hohenlohe, der Neugierige... :top: *AVANTI ITALIA!!*
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Beitrag von H34DHUN73R »

Alle Wege führen nach Rom - XXXVI

Bild

Übersicht der Kriegsfreiwilligen

Esercito Italiano

Capitano Clone
aktuelle Verwendung: 3° Compania / I Battaglione / 1° Reggimento Celere / 1a Divisione Celere "Eugenio di Savoia"
Auszeichnungen:
Medaglia commemorativa della campagna di Spagna
Medaglia Di Bronzo Al Valore Militare, verliehen in der Schlacht um Teruel

Maggiore Deltadagger:
aktuelle Verwendung: III Battaglione / 5° Reggimento Alpino / 3a Divisione Alpina "Julia"
erste Verwendung: 4° Compania / III Battaglione / 5° Reggimento Alpino / 3a Divisione Alpina "Julia"

Capitano Tex Murphy:
aktuelle Verwendung: 1° Compania / II Battaglione / 3° Reggimento Celere / 3a Divisione Celere "Principe Amedeo Duca d'Aosta"
Auszeichnungen:
Medaglia commemorativa della campagna di Spagna
Medaglia D'Argento Al Valore Militare, verliehen in der Schlacht um San Sebastián de los Reyes
Mutilato In Guerra, verliehen in der Schlacht um San Sebastián de los Reyes

Tenente Headhunter:
aktuelle Verwendung: 1° Batteria / Gruppo Artiglieria Leggera / 3a Divisione Fanteria "Ravenna"

Tenente Maestro Privato:
aktuelle Verwendung: 3° Compania / II Battaglione / 3° Reggimento Alpino / 2a Divisione Alpina "Tridentina"

Tenente Colonnello Hohenlohe:
erste Verwendung: Reparto Operativo / Stato Maggiore Esercito
zweite Verwendung: Lehrer an der Accademia Militare di Modena, Spezialist für Ausbildung, Ausrüstung und Taktiken der Fanteria di Marina
aktuelle Verwendung: 2° Reggimento Fanteria del Marina

Capitano Von Retterling:
aktuelle Verwendung: Agent des Servizio Informazioni Militare (SIM), Gruppo 23
Medaglia Di Bronzo Al Valore Militare, verliehen nach der Eliminierung des Verräters Mancini in Ägypten

Capitano Hjalfnar:
aktuelle Verwendung: 3° Compania / III Battaglione / 2° Reggimento Celere / "Emanuele Filiberto Testa di Ferro"
Auszeichnungen:
Medaglia commemorativa della campagna di Spagna
Medaglia D'Argento Al Valore, verliehen in der Schlacht um Barcelona

Capitano Frisiercreme:
aktuelle Verwendung: 2° Compania / Battaglione Poggio Rusco / 185º Reggimento Ricognizione Acquisizione Obiettivi "Folgore"

Tenente Oertyzulu:
aktuelle Verwendung: 2° Compania / I Battaglione Indigeni "Turitto" / 1° Gruppo Battaglioni Eritrei / 2a Divisione Coloniale "Eritrea"

Maggiore Evilbeagle:
aktuelle Verwendung: Verbindungsoffizier im Forschungsministerium

Tenente Æxit:
aktuelle Verwendung: 2° Compania / I Battaglione / 4° Reggimento Celere / 3 Divisione Celere

Tenente HEF:
aktuelle Verwendung: 3° Compania / II Battaglione / 53° Reggimento 27a Divisione die Fanteria "Sila"

Regia Aeronautica

Tenente Bushi:
aktuelle Verwendung: 1° Squadriglia / I Gruppo / 4° Stormo "Amedeo d'Aosta"

Tenente Luigi Armistado
aktuelle Verwendung: 2° Squadriglia / III Gruppo / 14° Stormo "Rex"

Tenente Azrael:
aktuelle Verwendung: 3° Squadriglia / II Gruppo / 53° Stormo "Borea"

Tenente Spiegelfechter:
aktuelle Verwendung: 2° Squadriglia / I Gruppo / 1° Stormo "Aquila"

Aviazione Ausiliaria per la Marina

Tenente Litle-Man:
aktuelle Verwendung: 3° Squadriglia / II Gruppo / 46° Stormo "Pegaso"

Regia Marina

Tenente di Vascello Ritter Kunz:
aktuelle Verwendung: Caccia RM Freccia / Squadra di Tarento


Kriegskabinett

Benito Mussolini: Ministerpräsident, Oberkommandierender der Streitkräfte

Gian Galeazzo Ciano, Graf von Cortellazzo und Buccari: Außenminister

Ammiraglio Domenico Cavagnari: Oberkommandierender der Regia Marina

Ferrucio Lantini: Korporationsminister

Ugo Cavallero: Kriegsminister, Kommandeur der Armata di Riserva, Oberkommandierender des Esercito Italiano

Guglielmo Marconi: Forschungsminister

Italo Balbo: Luftfahrtminister, Oberkommandierender der Regia Aeronautica

Bruno Fornaciari: Innenminister

Generale Mario Roatta: Leiter des SIM

Generale Giovanni Messe: Kommandeur der Panzer-Armee, Oberbefehlshaber der Heeresgruppe "Frankreich"

Conte di Bassewitz: Staatsekretär im Propaganda-Ministerium



25. Februar 1939

Ugo Cavallero studiert beim Frühstück in seinem Büro die aktuelle Disposition der Heeres-Verbände.

Gegen Frankreich hat man mittlerweile 63 Divisionen aufgefahren.
Eigentlich eine überaus beeindruckende Streitmacht, deren Mobilisierung den Italienern vor einigen Jahren wohl kaum jemand zugetraut hätte.

Bild

Demgegenüber bietet Frankreich bislang nur 13 Divisionen auf - wenn das bis zum unvermeidlichen Kriegsausbruch so bliebe, wäre die einst so mächtige Grande Nation wohl schnell liquidiert.

Allerdings bezweifelt Cavallero stark, dass die Zahlenverhältnisse so günstig bleiben werden.

Briten und Franzosen haben inzwischen sicher erkannt, dass sie von den Achsenmächten an militärischer Stärke zu Lande deutlich überflügelt wurden und Gegenmaßnahmen eingeleitet.
Daher wäre es nach dem Dafürhalten des Kriegsministers für Italien eigentlich angezeigt, unverzüglich loszuschlagen.

Leider sieht der Duce das anders:
Die Regia Aeronautica ist noch längst nicht kriegsbereit, die seiner Meinung nach für einen schnellen Sieg ausschlaggebenden Panzerdivisionen noch nicht zahlreich genug
und Fähigkeit Italiens zur Selbstversorgung mit den wichtigsten Rohstoffen noch nicht ausreichend.

Man könnte wahrscheinlich den Franzosen im Kernland schnell die Kehle durchbeißen, jedoch verfügen diese auch über umfangreiche Verbände in den Kolonien, die im Verein mit den Engländern und infolge
der alliierten Flottenüberlegenheit an vielen noch ungedeckten italienischen Küstenabschnitten an Land gehen könnten.

Zwar unterstehen dem Kriegsminister selbst in Italien weitere 43 Divisionen, jedoch handelt es sich dabei zum großen Teil um in Ausbildung befindliche, völlig "grüne" Einheiten.
Im Falle eines Falles eine recht zweifelhafte Rückversicherung.

Auch fehlen noch die geplanten umfangreichen Polizei-Verbände, die die Kontrolle über ein besetztes Frankreich überhaupt erst ermöglichen werden.
Schließlich würde man die regulären Verbände ja zum großen Teil für die Sicherung der endlos langen französischen Küsten benötigen.

Alles in Allem also durchaus verständlich, dass der Duce einem Angriff aus dem Stand skeptisch gegenüber steht.
Sehr wahrscheinlich gewinnen die Achsenmächte immer noch mit jedem verstreichenden Tag zusätzliche Stärke gegenüber den alliierten Verbänden.
Jedenfalls so lange, wie deren Rüstungsindustrie noch im Hochlauf ist.
Danach dürfte sich die Zahlenverhältnisse schnell umkehren.

Soweit so gut - aber zur Zeit ist das schwierige Terrain an der Grenze zu Frankreich halt nur vergleichsweise dünn besetzt.
Die Franzosen würden nicht wahnsinnig viele Truppen brauchen, um die wenigen nutzbaren Zugänge zuverlässig zu verrammeln.
Daher könnte sich die günstige Lage binnen Kurzem nachhaltig ändern.

Missmutig greift Cavallero zu dem aktuellen Bericht des Forschungsministeriums.

Viel Unterstützung war von dieser Seite in der nächsten Zeit nicht zu erwarten.
Die ersehnten mittleren Panzer, für deren Entwicklung sich der Kriegsminister so vehement ins Zeug gelegt hat, werden erst in drei Monaten verfügbar werden.

Bild

Dann müsste man noch die Produktion umstellen.
Erfahrungsgemäß ein langwieriges Geschäft.
Es dürfte leicht ein halbes Jahr dauern, bis man mit der Ausrüstung der ersten Panzerdivisionen überhaupt beginnen konnte.

Ansonsten befand sich nichts in der Entwicklung, was dem Heer in nächster Zeit helfen könnte.


02. März 1939

James Eric Drummond, der 16. Earl of Perth und Botschafter Seiner Majestät im recht ungastlichen Italien beugt sich in fassungslosem Staunen über den aufgeschlagenen dünnen Akt.

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Heute Mittag waren zwei unangekündigte Sonderkuriere aus London eingetroffen, tatsächlich Offiziere des Secret Service, die eine verschlossene Aktenmappe mit tatsächlich zwei solch dünnen Akten überbrachten.
Die Schriftstücke selbst waren zudem noch mit dem besten Verfahren verschlüsselt worden, das dem Empire zur Verfügung stand.
Nur sehr wenige Personen mit der Freigabestufe "Ultra" kamen in den Genuss derartiger Informationen.

Sir Eric gehörte zu diesem illustren Kreis, desgleichen seit kurzer Zeit auch der lokale Resident des Service, der nach Außen die Funktion eines Kultur-Attachés ausübt.
Tatsächlich koordinierte er die Aktivitäten des Service in ganz Italien.
Nun saß er Sir Eric im abhörsicheren Büro des Botschafters gegenüber und studierte gleich ihm die geheimnisvollen Dokumente, während die Überbringer der Nachrichten im Vorzimmer warteten.

Ein derartiger Aufwand wurde bei der Nachrichtenübermittlung nur in den seltensten Fällen getrieben, Sir Eric kann sich tatsächlich nur an vier andere Meldungen in seiner ganzen Dienstzeit als Botschafter in Italien erinnern.

Das erste Dokumente enthüllte nach seiner Entschlüsselung in eine lesbare Form ein geplantes Unternehmen, welches für den Fall einer Verwicklung des Empire in einen Krieg mit Italien möglichst zeitnah gestartet werden sollte.
Dieses Unternehmen "Capricorn" identifizierte geplante Ansatzpunkte für geeignete Operationen der Streitkräfte seiner Majestät und beschrieb das Vorgehen und operative wie strategische Ziele.

Obwohl durchaus aufregend, erscheint der konkrete Inhalt dem Botschafter doch eher konventionell.
Etwas in der Art hätte er wohl auch selber aufschreiben können.
Was bedeutet, dass es die Italiener wohl auch könnten.

Für ein Gelingen dieses Unternehmens waren jedenfalls noch zahlreiche Informationen über gewisse konkrete Details nötig.
Informationen, die praktischerweise der Secret Service in Italien beschaffen sollte, weshalb auch Sir Archibald Deagon, der Resident, anwesend ist.

Immerhin zeigt dieses Dokument, dass die Regierung Seiner Majestät zwischenzeitlich die Annahme einer solchen kriegerischen Verwicklung in der nahen Zukunft allgemein als sinnvolle Beschäftigung ansieht.
Ansonsten hätte man derlei Überlegungen in einem Panzerschrank in Whitehall archiviert, um vielleicht bei Bedarf einmal den Staub herunter zu blasen.

Bild


Das zweite Dokument hingegen hat es in sich !
Hier wird das Unternehmen "Wildfire" beschrieben, welches möglichst unmittelbar nach Kriegsausbruch in großem Maßstab umgesetzt werden soll.

Sir Eric kann sich nicht erinnern, etwas derartiges schon einmal gelesen zu haben.
Nicht einmal etwas, was dem nahe gekommen wäre.
Schon gar nicht aus britischer Feder.
Mehrfach hatte er vor und zurück geblättert, um sich zu vergewissern, dass da auch wirklich geschrieben stand, was er zu lesen meinte.

Der ganze Plan atmet eine Entschlossenheit und Verwegenheit, die den Briten seit den Zeiten von Francis Drake und Horatio Nelson irgendwie abhanden gekommen zu sein schienen.

Ob das ganze überhaupt umsetzbar ist, wagt der Botschafter nicht zu beurteilen.
Immerhin müssen sich so einige kompetente Leute in Whitehall und beim Service ihre Gedanken dazu gemacht haben.

Für Sir Eric entscheidend ist der Umstand, dass dieser Plan letztlich über den Tisch von Neville Chamberlain gegangen sein muss, wobei auch Chevening House involviert gewesen sein musste.
Also handelt es sich nicht nur um irgendein Planspiel irgendeines müßigen militärischen Stabes, sondern auch und vor Allem um eine konkrete Willensbildung der Regierung Seiner Majestät des Königs.

Der Botschafter lehnt sich mit einem leichten Lächeln in seinen Ledersessel zurück.

Offenkundig haben jene beiden aufgeblasenen Diktatoren einmal zu oft den britischen Löwen wie eine groß geratene, fette Hauskatze behandelt.
Ein tieferes Verständnis für die britische Seele haben sie ohnehin nie entwickelt.

Neville Chamberlain ist ein zivilisierter, sich der schweren Verantwortung seines Amtes bewusster Gentleman, der alles getan hat, was in seiner Macht steht, um eine Wiederholung jenes fatalen Schlachtens des Weltkrieges zu verhindern.
Auch wenn Sir Eric vieles davon leidenschaftlich für grundfalsch und fatal hält, bestehen an den ehrenhaften Motiven Chamberlains doch keine Zweifel.

Bild

Die britische Gesellschaft war von den Verwüstungen des Weltkrieges schwer getroffen worden.

Seit den Tagen Cromwells waren Kriege Angelegenheiten, die sich irgendwo im unzivilisierten Ausland zutrugen und den britischen Lebenswandel nicht weiter beeinträchtigten.
Da sich die britischen Regierungen ihre Handlungsfähigkeit durch den Verzicht auf die Wehrpflicht erkauften und notfalls gerne auch auf koloniale Truppen zurück griffen, dienten die beschränkten Kriege, in die die Briten verwickelt wurden,
meist nur als aufregender und interessanter Lesestoff.

Der Weltkrieg hatte damit gründlich aufgeräumt.

Erstmals seit Menschengedenken musste sich das ganze Volk der Sache des Krieges verschreiben.
Fast fünf Millionen junge Briten gingen an die Fronten, vor allem nach Frankreich.
Über 700.000 waren gefallen, weit mehr als doppelt so viele verwundet worden.

Bild

Ein guter Teil des britischen Reichtums hat sich in Form von Waffen und Munition sinnlos in Rauch aufgelöst, das Empire hatte sich zudem hoch verschuldet um insbesondere in den USA Rüstungsgüter einzukaufen.
Die Rechnung wurde während aber insbesondere nach dem Krieg präsentiert.
Die Briten waren insgesamt deutlich ärmer geworden, wer schon vor dem Krieg wenig hatte, hatte nun praktisch nichts mehr.

Die Weltwirtschaftskrise hatte ihr Übriges getan.

Den kleinen Leuten hatte das Empire ohnehin schon in der Vergangenheit nicht viel gebracht - die Profite strich die Oberschicht und zum Teil noch die Mittelschicht ein.
Nun fragte man sich, was dieses ganze Morden denn gebracht hatte?
Es hätte der letzte aller Kriege werden sollen, mit einem strahlenden Ende für die Briten.
Stattdessen war man verkatert aufgewacht und fand die Welt noch entschieden schlechter vor als sie eh schon gewesen war.

Kein Wunder, dass selbst der Wille zur Behauptung des Empires schwer angekratzt wurde.

Ebenfalls kein Wunder, dass Leute vom Schlage eines Hitler oder Mussolini nun ihre Zeit für gekommen halten, wo doch die Briten scheinbar ihrer Stellung in der Welt selbst überdrüssig geworden sind.

Doch sie haben sich verrechnet!
Das ist die eigentliche Nachricht für Sir Eric!

Neville Chamberlain, praktisch der höchste Beauftragte zur Wahrung des Weltfriedens ist offenkundig zu dem Schluss gekommen, dass der Frieden nur um den Preis der Unterwerfung zu haben ist.
Was selbstverständlich nicht in Frage kommt.

Da er aber den Frieden nicht wahren kann, bereitet er sich nun mit der gleichen Ernsthaftigkeit auf den Krieg vor.

Bisher hatte er die Gefühle der Briten gut wieder gespiegelt.
Es ist davon auszugehen, dass dies immer noch der Fall ist und die Briten selbst es nunmehr Leid sind, immer wieder vor den Bajonetten Hitlers und Mussolinis zurückzuweichen.
In gefährlichen Zeiten standen die Briten immer zusammen und wenn man ihnen Druck machte, reagierten sie in der Regel aggressiv.

Der Botschafter fühlt ein nahezu vergessen geglaubtes Gefühl in sich aufsteigen.
Ja, tatsächlich: er ist stolz, ein Engländer zu sein !
Zum ersten Mal seit langer Zeit !

Seine Augen scheinen Funken zu sprühen, als er zu Sir Archibald hinüber blickt.

Sir Archibald ist indessen mit sich selbst beschäftigt.
Die beiden Pläne haben ihn in ähnlicher Weise beeindruckt wie den Botschafter.

Allerdings würde er zum Gelingen beider Pläne so einiges beitragen müssen und nichts davon sieht einfach aus.
Immerhin würde man ihm reichlich Verstärkung in Form zusätzlicher Agenten schicken.
Das ist auch dringend erforderlich.

Bleibt nur zu hoffen, dass der italienische Geheimdienst an all den zusätzlichen Gästen, die da ins Land strömen werden, keinen Anstoß nimmt.
Oder sich gar zu fragen beginnt, was die guten Leute da eigentlich vor haben.


09. März 1939

Guglielmo Marconi verlässt den Palazzo Venetia durch den Hauptausgang und strebt auf seine wartende Limousine zu, im Vorbeigehen einige bekannte Gesichter mit einem knappen Nicken grüßend.
Endlich lässt sich in Rom nach einer verregneten Woche wieder einmal die Sonne blicken.
Sein Chauffeur wartet bereits bei der geöffneten Tür.

In der heutigen Sitzung des Königlichen Sicherheitsrates, wie sich das Kriegskabinett immer noch zurückhaltend betitelt, konnte er die Erforschung der Dezimeter-Wellen als abgeschlossen vermelden.

Bild

Dem praktischen Einsatz zur Sicherung des italienischen Luftraumes steht nichts mehr entgegen - abgesehen von einem konkreten Bauauftrag für die neuen Funkmess-Stationen, die die Reichweite der Fernaufklärung praktisch verdoppeln würden.
Leider sind aber noch zahlreiche wichtige Projekte in Arbeit, sodass der Forschungsminister selbst nicht damit rechnet, dass man in nächster Zeit diese neuen Stationen bauen wird.

Der Sicherheitsrat hat der Weiterentwicklung der Industrie höchste Priorität eingeräumt, weshalb die nun freien Ressourcen im Forschungsministerium darauf konzentriert werden.
Wie üblich hätte Marconi gerne eine intensivere Beschäftigung mit Grundlagenforschung gesehen, sieht aber angesichts der astronomischen Bedarfe der Streitkräfte ein, dass man die industriellen Kapazitäten dringend erweitern muss.

Bild

Gleichmütig macht er es sich im Fond seiner Dienst-Limousine gemütlich.

Er hat es sich schon lange abgewöhnt, sich über Dinge aufzuregen, die er ohnehin nicht ändern kann.
In seinem Alter muss man unnötigen Stress vermeiden, der schadet nur der eigenen Gesundheit.
Wenn Lantini so weitermacht, wird er den Job nicht überlegen, sinniert der Forschungsminister, während sich sein Wagen in Bewegung setzt und sich in den überbordenden Verkehr der Hauptstadt einsortiert.


12. März 1939

Graf Ciano beobachtet seinen mit auf dem Rücken verschränkten Händen nachdenklich auf und ab gehenden Schwiegervater über den Rand eines Glases Brunello hinweg.
Beide haben sich im Büro des Duce eingerichtet, um Verlauf und Ergebnis des jüngsten Besuches des Außenministers auf dem Obersalzberg durchzusprechen.

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Der Graf hatte Mussolini über die heftigen Ausfälle dieses mental grenzwertigen deutschen Führers gegen die Tschechoslowakai in Kenntnis gesetzt.
Offenbar stieg Hitler sowohl seine herausragende Position in Deutschland als auch seine jüngsten außenpolitischen Erfolge ziemlich zu Kopf.
Jedenfalls breitete er seine Emotionen gegenüber den Tschechen in einer Weise aus, die in der internationalen Diplomatie keineswegs üblich waren.
Zumindest nicht mehr seit den Zeiten eines Dschingis Khan oder vielleicht Attila, dem Hunnenkönig.

Natürlich war man in Italien nicht alleine auf Zeitungen und Informationen durch diesen ominösen Bundesgenossen angewiesen.
Der SIM hatte seine Augen und Ohren auch in der Tschechoslowakei, weshalb der Duce gut über die desolaten Situation dieses zusammengeschusterten Staates informiert war.

Ursprünglich eigentlich durchaus bereit, für die Existenz des Landes zu kämpfen, hatte das Münchner Abkommen der Moral der tschechoslowakischen Armee einen verheerenden Schlag versetzt.
Dabei war die offene Feindschaft der Deutschen und deren Kriegsbereitschaft durchaus nicht überraschend gekommen.
Man war sich auch in Prag bewusst, dass die Westmächte diesen Staat durchaus mit vollem Bedacht als eine Art Dolch im Rücken Deutschlands platziert hatte, nachdem die Russen infolge der Revolution als Garanten für einen Zweifrontenkrieg bis auf Weiteres entfallen waren.

Bild

Daher war es auch naheliegend, dass die Deutschen sich mit der Existenz dieses Staates nicht würden befreunden können.
Die Sudetengebiete bildeten da nur eine Art Sahnehäubchen.

Viel wichtiger war die nur allzu offenkundige Bereitschaft der Briten und Franzosen, zur Wahrung ihres eigenen Friedens die von ihnen selbst aus der Taufe gehobenen ČSR zur Not ihrem Todfeind zu überlassen.
Man hatte der tschechoslowakischen Delegation in München - wo sie weder von Deutschen noch Italienern beachtet wurde und auch nicht mit am Tisch saß - schlicht das Verhandlungsergebnis zur Unterzeichnung gereicht.
Und dabei betont, dass man alleine stehen würde, falls man nicht unterschrieb.

Damit war auch Edvard Beneš, der wohl bedeutendste Staatsmann der ČSR, der seit der Gründung zunächst als Außenminister und dann als Ministerpräsident umsichtig versucht hatte, die für das Überleben des Landes notwendigen Bündnisse zu sichern, desavouiert.

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Innenpolitisch hatte er stets die führende Rolle der Tschechen betont, die Slowaken marginalisiert, was ihm verständlicherweise nicht zu überragender Beliebtheit verhalf.
Sein vielleicht größter Fehler war es jedoch gewesen, ein Hilfsangebot der Sowjetunion auszuschlagen, die unter Stalin anscheinend durchaus bereit schien, eine namhafte Anzahl von Divisionen zur Unterstützung zu entsenden.
Wobei allerdings dann auch Polen im Weg gestanden hätte.

Die "kleine Entente" mit Rumänien und Jugoslawien hatte sich auch als wirkungslos erwiesen, war doch Rumänien inzwischen hinreichend von Deutschen und Italienern umgarnt worden und die Jugoslawen nicht bereit, ohne Garantien durch Briten und Franzosen aktiv zu werden.
Mal ganz abgesehen von den starken prodeutschen Kräften in Jugoslawien, die mit einem fliegenden Wechsel der Bündnispartner liebäugelten, um mit diesen aggressiven Deutschen zu einem Arrangement zu kommen.

So fiel denn das Gebiet, in dem man sich bestens zur Verteidigung eingerichtet hatte, kampflos an die Deutschen, während speziell die Briten diesen "Frieden" auch noch öffentlich feierten.

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Die Armee, die sich unter Hohn und Spott der Sudetendeutschen auf die neue Grenze zurückzog, hatte dieses moralische Fiasko bislang nicht verwunden.

Beneš Nachfolger Emil Hácha schien nicht in der Lage, einen Weg aus dieser verfahrenen Situation zu finden.
Die Deutschen, die erwartungsgemäß weiterhin immensen Druck ausübten, blieben im Vorteil, während sich Tschechen und Slowaken zunehmend fatalistisch in die Zukunft blickten.

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Nun also hatte Hitler Graf Ciano gegenüber seinen unabänderlichen Entschluss Kund getan, diesen Staat endgültig zu zerschlagen und - in welcher Form auch immer - ins Deutsche Reich einzubauen.
Und dabei auch nicht mit Ausfällen gegen die in seinen Augen schwachen Franzosen und Briten gegeizt, die mal um mal vor dem wieder erstarkten Deutschland zurück wichen.

"Nun gut", läßt der Duce sich vernehmen.
"Soll er doch die ČSR schlucken, wir halten uns da raus"

Mussolini dreht sich zu seinem Schwiegersohn um.
"Ich bezweifle ebenfalls, dass die Briten inzwischen bereit sind, zu den Waffen zu greifen. Immerhin wird Deutschland mit einer solchen Aktion im Westen endgültig als der Hauptfeind erscheinen"

Graf Ciano leert nachdenklich schweigend sein Weinglas.

"Wichtig ist für uns nur, dass wir den Zug nicht verpassen! Wir müssen bereit sein, unseren Schlag zu führen, wenn die Zeit reif ist!", verkündet Mussolini mit entschlossenem Blick.


15. März 1939

Giovanni Messe, Kommandeur der Panzer-Armee und Oberbefehlshaber der Nordwest-Gruppe des italienischen Heeres, hat die Stirn in tiefe Sorgenfalten gelegt.

Seit Langem schon beschäftigt ihn das Problem der Westalpen, die er im Kriegsfall möglichst rasch überwinden muss.
Der Duce hatte mehrfach und entschieden deutlich gemacht, dass Italien nur dann einen längeren Krieg mit Aussicht auf Erfolg durchstehen konnte, wenn das erhebliche französische Industriepotential möglichst vollständig in italienische Hände fallen würde.
Er glaubte nicht im Geringsten daran, dass sich die Briten nach einer französischen Niederlage wieder zurückziehen und mit einem Verständigungsfrieden begnügen würden.

Dazu bestand seiner Meinung nach für die Briten nicht der kleinste Anlass, saß man doch auf den eigenen Inseln in relativer Sicherheit unter dem Schirm der Royal Navy.
Zudem weder Deutschland noch Italien über die maritimen Mittel verfügten, an diesem Schirm vorbei zu kommen.

Also würde der Krieg auch nach einem Fall Frankreichs weiter gehen!
Zweifellos würden die Briten die gewaltigen Mittel ihres Empire voll ausschöpfen, im Hintergrund noch von den Amerikanern verstärkt, zumindest aber mit Waffen und Ausrüstung versorgt.
Wollte Italien letztlich die Oberhand behalten, musste also die französische Industrie für die eigene Rüstung arbeiten.

Frankreich aber würde dem gegenüber kapitulieren, der Paris eroberte.
Auch daran ließ Mussolini kein Zweifel zu.

Leider war aber der Weg nach Paris sowohl über Belgien als auch durch die Maginot-Linie wesentlich kürzer als über die französischen Alpen.
Also müsste man sehr schnell quer durch Frankreich marschieren, was einen schnellen Sieg in den Alpen voraussetzte.

Dieser Punkt bereitete Messe immer noch die größten Sorgen.
Zwar hatte er bereits jetzt eine Streitmacht versammelt, die in der Geschichte ihresgleichen suchte.
Jedenfalls in der italienischen Geschichte.
Den Franzosen war man, bislang zumindest, deutlich überlegen.

Andererseits führten nur wenige Wege durch die Alpen, die auch ein deutlich unterlegener Gegner durchaus wirksam blockieren konnte.
Dem Vernehmen nach gruben sich die Franzosen nun schon einige Zeit immer tiefer in die Berge ein.
Auch mit Panzern würde man da nur sehr schwer durch kommen.

Schließlich hatte der General das Gespräch mit dem Kriegsminister gesucht, um die Problematik mit ihm zu diskutieren.
Ugo Cavallero lagen die Alpen ebenso schwer auf dem Gemüt, er war Militär genug, um die immensen Schwierigkeiten des Vorhabens zu verstehen.
Auch wenn es ihm durchaus gefiel, dass dieser hochgewettete Jungspund, der Paladin Mussolinis , schwer an dieser Aufgabe zu schlucken hatte, würde es ihm doch nichts bringen, wenn dieser scheiterte.

Die beiden hatten einige Zeit ihre Einschätzungen abgeglichen und waren sich einig in ihrer Unschlüssigkeit hinsichtlich der italienischen Erfolgsaussichten geworden.
Was an der unangenehmen Lage nichts änderte.

Schließlich hatte Ugo Cavallero beschlossen, General Roatta, den Leiter des SIM hinzu zu ziehen.
Immerhin war dieser ja in den letzten Jahren mit einigen beherzten Manövern positiv aufgefallen und über militärischen Sachverstand verfügte er ja nun ebenfalls.

So saß man nun zu dritt in Cavalleros Büro und zerbrach sich den Kopf.
Wobei es Roatta zunächst darum ging, seine eigenen Interessen zu definieren.

Schnell kam er zu dem Schluss, dass es ihm nichts einbrächte, wenn die italienischen Truppen in den Alpen abschmieren würden wie seinerzeit gegen Österreich.
Im besten Fall würden die Deutschen die Franzosen niederringen, während Italien weiterhin im eigenen Saft schmorte.

Dann würde Italien den weiteren Kriegsverlauf vom Beifahrersitz aus verfolgen und wäre für das eigene Überleben auf einen totalen deutschen Sieg angewiesen.
Selbst wenn dieser erreicht werden sollte, wäre Italien doch nur ein Anhängsel an die dann endgültig unbesiegbaren Deutschen.

Oder die Deutschen unterlagen den Briten.
Dann wäre es um Mussolini ebenfalls geschehen.
Selbst wenn die Alliierten nicht einfach alle PNF-Leute an Fahnenmasten hochziehen würden, kämen doch all die Leute wieder zum Vorschein, die nicht zuletzt er selbst in irgendwelche Lager und Gefängnisse verfrachtet hatte.
Mussolini wäre sicher nicht das einzige Opfer.

Also musste Italien gewinnen!
Wozu ein Weg durch die Alpen gefunden werden musste!

Tatsächlich hat Roatta dazu eine Idee.
Eine recht kuriose Idee.
Eine gewagte Idee.
Eine vielleicht undurchführbare Idee.

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Nachdenklich studiert er seine Fingernägel, unschlüssig, ob er damit vorpreschen soll.
Wenn es schief geht, ist er mit ziemlicher Sicherheit erledigt.
Aber das wäre er auch, wenn er nichts tut und Messe scheitert.
Also was solls !

"Nun, meine Herren", hebt er schließlich etwas widerstrebend an, "ich wüsste da schon einen Weg, die Chancen der Panzer-Armee deutlich zu erhöhen"

Gespannt blicken Messe und Cavallero auf den Geheimdienst-Chef.
"Na dann raus damit !", ermuntert ihn der Kriegsminister.

General Roatta skizziert in wenigen Sätzen das Unternehmen Pugnalata und schlägt damit seine beiden Zuhörer schon nach wenigen Worten in den Bann.
Der SIM hatte schon vor einiger Zeit so einige Pläne ausgearbeitet, damit man etwas in der Hand hätte, wenn es denn einmal notwendig wäre.


17. März 1939

Zerstreut nimmt Ugo Cavallero die Meldung Marconis auf, der zur Folge die Ausrüstungstabellen, Organisationspläne und Ausbildungsrichtlinien von Logistik-Abteilungen nun finalisiert sind.
Über die Aufstellung derselben müsste sich der Kriegsminister nun mit Ferrucio Lantini ins Benehmen setzen und könnte dann eine Zuteilung an beliebige Divisionen vornehmen.
Wodurch mit einem Schlage die Reichweite dieser Divisionen infolge einer verminderten Abhängigkeit vom zentralen Depot-Wesen deutlich wachsen würde.

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Normalerweise wäre Cavallero schon auf dem Weg zum Duce, um die sofortige Aufstellung dieser Logistik-Truppen zu fordern, bevor Lantini die Chance hätte, durch sein übliches Gejammer über Kapazitäten dazwischen zu fahren.
Zur Zeit ist er allerdings noch mit den Nachwirkungen des "Gipfeltreffens" mit Messe und Roatta beschäftigt.
Da gibt es von seiner Seite noch so einiges anzuschieben.

Immerhin hat man sich im Königlichen Sicherheitsrat schon vorab darauf verständigt, dass Marconi sich als Nächstes der Definition von Wartungseinheiten widmen soll.

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Insbesondere die gehätschelten Panzerdivisionen, die schließlich den endgültigen Sieg über Frankreich bringen sollten, benötigten umfangreiche Mittel, um die zahllosen Panzer, LKWs und sonstige Gerätschaften beständig einsatzbereit zu halten.
Bisher war immer nur ein gewisser Prozentsatz dieser motorisierten und mechanisierten Truppen tatsächlich frontfähig.
Der Verschleiß, insbesondere im schweren Gelände war schon atemberaubend und sorgte für beständigen Ersatz-Bedarf, der wiederum auf Kosten von Neuaufstellungen ging.


22. März 1939

Italo Balbo tauscht einen Händedruck mit Guglielmo Marconi und verabschiedet sich mit einem zufriedenen Lächeln.

Beschwingten Schrittes eilt der Luftfahrtminister die Treppen des Forschungsministeriums hinunter zu seiner wartenden Dienst-Limousine, während sich Marconi nach einem letzten, kühlen Blick wieder in sein Reich zurückzieht.
Balbo kann sich über die Ausarbeitung einer Sturzkampf-Doktrin freuen, die einen Grundstock für die zukünftige Ausrichtung der Regio Aeronautica auf Luftunterstützung für das Esercito Italiano bildet.

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Natürlich wird sich das erst praktisch auswirken, wenn die ebenfalls angeführten technischen Modifikationen an den leichten Kampfflugzeugen durchgeführt werden.
Und wenn man deren Produktion vorantreibt, versteht sich.
Was derzeit noch in den Sternen steht.

Aus dem Büro des Duce kommen wenig erfreuliche Aussagen bezüglich einer weiter wachsenden Kriegsgefahr.
Düstere Andeutungen über weitere Aktivitäten der Deutschen, die die Spannungen in Europa und der Welt weiter anheizen werden.
Die ČSR, denkt Balbo, bestimmt die ČSR!

Allerdings erwartet Benito nicht unmittelbar den Ausbruch eines allgemeinen Krieges.
Die Briten und Franzosen befinden sich seiner Ansicht nach auf dem Weg der Erkenntnis der Unvermeidbarkeit eines solchen Konfliktes.
Aber sie sind noch nicht bei dieser Erkenntnis angekommen.
Zulange haben sie der Erhaltung des Friedens immer neue Opfer gebracht, um nun unvermittelt auf Krieg zu setzen.
Doch wird sich das laut Mussolini längstens innerhalb eines Jahres ergeben.

Damit steht auch für Balbo der Zeitplan fest.
Die Regia Aeronautica musste sich kriegsbereit machen !

Daher ist er über den Abschluss der Arbeiten an der Sturzkampf-Doktrin mehr als erleichtert.
Zumal er sich unter Beistand des Duce bei dem Nachfolgeprojekt durchsetzen konnte: der Erforschung des Möglichkeiten zur direkten Einwirkung im Bodenkampf.
Also einem engen Zusammenwirkung von Regia Aeronautica und Esercito Italiano.

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Wenn man sich schon hinsichtlich Forschung und Entwicklung so auf seine Teilstreitkraft konzentriert, dann wird man auch der Ausweitung der Produktionskapazitäten zugunsten der Luftwaffe aufgeschlossen gegenüber stehen !
Was der eigentliche Grund für seine gute Laune ist.

Er nimmt im Fond Platz und wartet ungeduldig darauf, dass der Fahrer wieder einsteigt und losfährt.
Es gibt viel zu tun !
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Beitrag von Taurus »

Wir sind hoch erfreut über die fortgeführte Berichterstattung vom Schicksal Italiens, mögen die kommenden Monate und Jahre von den weisen Entscheidungen des Duce geprägt werden. :)
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Beitrag von Azrael »

Wird es denn italienische Stukas geben?
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Beitrag von Hohenlohe »

Wir haben "läuten" hören, dass unsere Einheiten für eine schnelle Landung an der frranz. Mittelmeerküste eingeplant sind, um der Panzerwaffe letztendlich den Weg frei zu machen. Mal abwarten, was das HQ des DUC3 davon umsetzt. Hoffentlich geschieht es bald... :ph:

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Wer hat geläutet? Name, Adresse, Blutgruppe?

Eine Landung in Nizza? Müsste schnell gehen, sonst haben die Unterwassertouris später viele interessante künstliche Riffe zu besichtigen.
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Wünsche Deinem Feind nichts Schlechtes.
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