HOI4: Alle Wege führen nach Rom
- Von Retterling
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Wir wissen wo ihr wohnt
...(Dank eures Profils
).
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- Hohenlohe
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Ihr seid herzlich willkommen... 
herzliche grüsse
Hohenlohe...
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Hohenlohe...
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In memoriam Stauffenberg, jota und CJ...
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- Von Retterling
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SONDERMELDUNG !
SIM meldet !
Unter höchster Gefährdung ihres Lebens konnten unsere Agenten folgende Information gewinnen:
...am heutigen Tag, mittlere Wassertemperatur an der Riviera bei 25°Celsius!
SIM Ende
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Wir wünschen euch einen angenehmen Urlaub...äh...Einsatz... 
herzlichste grüsse
Hohenlohe...
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+2
Haltet sorgfältig nach feindlichen Agenten Ausschau, werter Retterling !
Sie tarnen sich erfahrungsgemäß sehr gut, wirken völlig harmlos, doch tatsächlich führen sie nur Böses im Schilde !
Geht im Zweifel auf Nummer sicher: lieber 10 Unschuldige erschossen als einen Schuldigen entkommen zu lassen...
Sie tarnen sich erfahrungsgemäß sehr gut, wirken völlig harmlos, doch tatsächlich führen sie nur Böses im Schilde !
Geht im Zweifel auf Nummer sicher: lieber 10 Unschuldige erschossen als einen Schuldigen entkommen zu lassen...
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Man sollte nie das Schicksal herausfordern. Das Schicksal kann alles ertragen, nur keine Herausforderung.
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Ein paar gute Scharfschützen gut im Gelände verteilt treffen garantiert den Richtigen, werter DUC3...!!H34DHUN73R hat geschrieben:Haltet sorgfältig nach feindlichen Agenten Ausschau, werter Retterling !
Sie tarnen sich erfahrungsgemäß sehr gut, wirken völlig harmlos, doch tatsächlich führen sie nur Böses im Schilde !
Geht im Zweifel auf Nummer sicher: lieber 10 Unschuldige erschossen als einen Schuldigen entkommen zu lassen...
Salute
Hohenlohe...
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- H34DHUN73R
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Alle Wege führen nach Rom - XXXV

Übersicht der Kriegsfreiwilligen
Esercito Italiano
Capitano Clone
aktuelle Verwendung: 3° Compania / I Battaglione / 1° Reggimento Celere / 1a Divisione Celere "Eugenio di Savoia"
Auszeichnungen:
Medaglia commemorativa della campagna di Spagna
Medaglia Di Bronzo Al Valore Militare, verliehen in der Schlacht um Teruel
Maggiore Deltadagger:
aktuelle Verwendung: III Battaglione / 5° Reggimento Alpino / 3a Divisione Alpina "Julia"
erste Verwendung: 4° Compania / III Battaglione / 5° Reggimento Alpino / 3a Divisione Alpina "Julia"
Capitano Tex Murphy:
aktuelle Verwendung: 1° Compania / II Battaglione / 3° Reggimento Celere / 3a Divisione Celere "Principe Amedeo Duca d'Aosta"
Auszeichnungen:
Medaglia commemorativa della campagna di Spagna
Medaglia D'Argento Al Valore Militare, verliehen in der Schlacht um San Sebastián de los Reyes
Mutilato In Guerra, verliehen in der Schlacht um San Sebastián de los Reyes
Tenente Headhunter:
aktuelle Verwendung: 1° Batteria / Gruppo Artiglieria Leggera / 3a Divisione Fanteria "Ravenna"
Tenente Maestro Privato:
aktuelle Verwendung: 3° Compania / II Battaglione / 3° Reggimento Alpino / 2a Divisione Alpina "Tridentina"
Tenente Colonnello Hohenlohe:
erste Verwendung: Reparto Operativo / Stato Maggiore Esercito
zweite Verwendung: Lehrer an der Accademia Militare di Modena, Spezialist für Ausbildung, Ausrüstung und Taktiken der Fanteria di Marina
aktuelle Verwendung: 2° Reggimento Fanteria del Marina
Capitano Von Retterling:
aktuelle Verwendung: Agent des Servizio Informazioni Militare (SIM), Gruppo 23
Medaglia Di Bronzo Al Valore Militare, verliehen nach der Eliminierung des Verräters Mancini in Ägypten
Capitano Hjalfnar:
aktuelle Verwendung: 3° Compania / III Battaglione / 2° Reggimento Celere / "Emanuele Filiberto Testa di Ferro"
Auszeichnungen:
Medaglia commemorativa della campagna di Spagna
Medaglia D'Argento Al Valore, verliehen in der Schlacht um Barcelona
Capitano Frisiercreme:
aktuelle Verwendung: 2° Compania / Battaglione Poggio Rusco / 185º Reggimento Ricognizione Acquisizione Obiettivi "Folgore"
Tenente Oertyzulu:
aktuelle Verwendung: 2° Compania / I Battaglione Indigeni "Turitto" / 1° Gruppo Battaglioni Eritrei / 2a Divisione Coloniale "Eritrea"
Maggiore Evilbeagle:
aktuelle Verwendung: Verbindungsoffizier im Forschungsministerium
Tenente Æxit:
aktuelle Verwendung: 2° Compania / I Battaglione / 4° Reggimento Celere / 3 Divisione Celere
Tenente HEF:
aktuelle Verwendung: 3° Compania / II Battaglione / 53° Reggimento 27a Divisione die Fanteria "Sila"
Regia Aeronautica
Tenente Bushi:
aktuelle Verwendung: 1° Squadriglia / I Gruppo / 4° Stormo "Amedeo d'Aosta"
Tenente Luigi Armistado
aktuelle Verwendung: 2° Squadriglia / III Gruppo / 14° Stormo "Rex"
Tenente Azrael:
aktuelle Verwendung: 3° Squadriglia / II Gruppo / 53° Stormo "Borea"
Tenente Spiegelfechter:
aktuelle Verwendung: 2° Squadriglia / I Gruppo / 1° Stormo "Aquila"
Aviazione Ausiliaria per la Marina
Tenente Litle-Man:
aktuelle Verwendung: 3° Squadriglia / II Gruppo / 46° Stormo "Pegaso"
Regia Marina
Tenente di Vascello Ritter Kunz:
aktuelle Verwendung: Caccia RM Freccia / Squadra di Tarento
Kriegskabinett
Benito Mussolini: Ministerpräsident, Oberkommandierender der Streitkräfte
Gian Galeazzo Ciano, Graf von Cortellazzo und Buccari: Außenminister
Ammiraglio Domenico Cavagnari: Oberkommandierender der Regia Marina
Ferrucio Lantini: Korporationsminister
Ugo Cavallero: Kriegsminister, Kommandeur der Armata di Riserva, Oberkommandierender des Esercito Italiano
Guglielmo Marconi: Forschungsminister
Italo Balbo: Luftfahrtminister, Oberkommandierender der Regia Aeronautica
Bruno Fornaciari: Innenminister
Generale Mario Roatta: Leiter des SIM
Generale Giovanni Messe: Kommandeur der Panzer-Armee, Oberbefehlshaber der Heeresgruppe "Frankreich"
Conte di Bassewitz: Staatsekretär im Propaganda-Ministerium
27. Januar 1939
Der Tag beginnt Ugo Cavallero um 08:00 morgens in seinem Büro im Kriegsministerium mit angenehmen Neuigkeiten.
Er konnte sich an der Übergabe der Gebirgsdivisionen 13 bis 18 an die Gebirgs-Armee erfreuen, was diese mit nunmehr insgesamt 23 Divisionen praktisch auf Kriegsstärke bringt.

Mit diesem Aufmarsch hervorragend ausgebildeter Alpinista sollte es ja nun wohl möglich sein, das französische Bollwerk am Monte Bianco aufzubrechen !
Oder etwa nicht?
Im Grunde ähnelte dieser Aufmarsch verdächtig dem der Isonzo-Schlachten aus dem letzten Krieg, eine Erinnerung die der Kriegsminister durchaus beschwerlich fand.
Er wischte den ketzerischen Gedanken beiseite und verfügte die Überstellung von sechs neuen Infanterie-Divisionen an die Armata di Riserva.
Drei Panzerdivisionen waren ebenfalls noch in Aufstellung, jedoch herrschte noch ein zu großer Mangel an Panzern, um auch mit diesen neuen Einheiten schon gewinnbringend ins Gelände zu gehen.

Grübelnd vertieft er sich ein weiteres Mal in das Studium der Landkarten um das Massiv des Monte Bianco, der für Italien bald sehr leicht zum Schicksalsberg werden konnte.
Er konnte nur hoffen, dass Generale Messe's Feldzugsplan aufgehen würde.
Der Duce hatte seinem Adlatus alle Vollmachten gegeben, der Generalstab des Esercito Italiano erledigte nur den Schreibkram für diesen so rasch aufgestiegenen Jungspund.
Ein Dämpfer nicht zuletzt für ihn, Ugo Cavallero selbst !
Nun, man würde sehen, ob Messe in Spanien nur Glück gehabt hatte oder tatsächlich das überragende Genie besaß, das Mussolini in ihm sieht.
Man kann nur hoffen, dass man darüber nicht gleich den Krieg verliert, falls der Hochgewettete doch nicht so toll war...
01. Februar 1939
Capitano von Retterling genießt den doppelten Espresso nach einem reichhaltigen Frühstück.
In den durch die Fenster seiner Stamm-Caffeteria dringenden Sonnenstrahlen zeichnen sich die Rauchwolken seines Zigarillo wallend ab.
Längst hat sich von Retterling wieder in Rom eingerichtet, konnte sogar etwas überraschend den Jahreswechsel bei seiner Familie verbringen.
Aus Ägypten war er mit einem inzwischen schon gewohnten, unguten Gefühl zurück gekehrt.
Offenbar gehörte es für SIM-Agenten zum normalen Arbeits-Alltag, nicht zu wissen, ob man für seine Taten ausgezeichnet oder in einem dunklen Hof vor einem Erschießungs-Kommando landen würde.
Doch auch dieses Mal hatte er wieder Glück gehabt.
Tatsächlich war die Sache sogar noch besser ausgangen, als er sich hätte träumen lassen !
Nicht nur dass der sinistre General Roatta ihn nach seiner Rückkehr mit einem breiten, für seine strengen Gesichtszüge höchst unpassenden Lächeln empfangen und ihm eine Zigarre verpasst hatte - nein !
Im Anschluss hatte er ihn auch noch zum Duce verfrachtet, der ihm nicht nur die Tapferkeits-Medaille in Bronze anheftete sondern sogar noch eine Viertelstunde charmant mit ihm plauderte.
Dabei hätte der junge SIM-Agent Mussolini um ein Haar nicht einmal erkannt, trug der doch nur eine gewöhnliche Stoffhose, dazu ein legeres Sakko und hatte nicht einmal eine Krawatte umgebunden !
Die Messing-gefasste Lesebrille tat ihr Übriges, sodass der mächtigste Mann Italiens vermutlich völlig unerkannt durch die Straßen Roms hätte schlendern können, kannte man ihn doch öffentlich eigentlich nur in prächtigen Militäruniformen
und mit dem Gestus des großen Anführers.
Tatsächlich wollte er haarklein aus von Retterlings Munde hören, was sich da im West-Hafen von Alexandria im Einzelnen zugetragen hatte und lauschte aufmerksam jedem Wort.
Immer noch ungläubig schüttelt von Retterling bei dieser Erinnerung den Kopf.
Bei seiner Rückkehr in die Räumlichkeiten des Geheimdienstes hatte ihm General Roatta dann noch seine Beförderung zum Capitano mitgeteilt, woraufhin der erschlagene von Retterling von dannen wankte
und sich für zwei Wochen der Erholung im Kreise seiner Familie widmete.
Natürlich verstaubte der Tapferkeits-Orden nun ungesehen in einer sorgfältig verschlossenen Schublade seines Schreibtisches, galt es doch für einen SIM-Agenten, tunlichst jegliches Aufsehen zu vermeiden.
Allerdings trug er dennoch in der Öffentlichkeit die Uniform eines Capitano.
Der SIM hatte befunden, dass ein Mann im wehrfähigen Alter mit ziviler Kleidung in Rom mittlerweile auffälliger war als einer in Uniform.
Zudem konnte er sich damit problemlos im Umfeld von Dienststellen und Ministerium bewegen, wo uniformierte Männer in der Überzahl auftraten.
Um unnötige Verwicklungen auszuschließen hatte man auch für seine Tarnung auf den Rang eines Capitano zurück gegriffen, was ihm Belästigungen durch rangniedere Personen ersparte.
Allerdings signalisierten seine Kragenspiegel eine Zugehörigkeit zur immer schneller wachsenden Logistik-Truppe des Esercito Italiano - was interessierte Blicke umgehend wieder erkalten ließ.
Was sollte an einem Logistiker schon aufregend sein?
Tatsächlich hatte der SIM für seine eigenen Zwecke sogar eine ganze "Logistik"-Abteilung im Kriegsministerium installiert, die sich offiziell mit Eisenbahn-Linien beschäftigte.
Von Retterling hatte sich dementsprechend ausreichend spezifische Details eingeprägt, um in Gesprächen mit Uneingeweihten diese möglichst schnell und gründlich langweilen zu können.
Indessen firmierte von Retterlings Team nunmehr unter der ebenso diskreten wie unheilschwangeren Bezeichnung "Gruppo 23" in der besagten Logistik-Abteilung.
Aufgrund der regen und offenkundig weiter wachsenden Nachfrage an Spezialisten für explizite Maßnahmen hatte der SIM mehrere feste Teams für Einsätze außerhalb Italiens aufgestellt, die sich auch kurzfristig in Marsch setzen ließen.
Um bei Auslandseinsätzen künftig nicht mehr auf die naheliegenden schweizerische Tarn-Identitäten angewiesen zu sein - wieviele echte tessinische Geschäftsleute gab es denn schon, die in exotischen Ländern interessanten Tätigkeiten nachgingen -
absolvierte von Retterling seit dem Ende seines Urlaubs ein englisches Intensiv-Training, welches neben der Sprache auch das alltägliche Leben italienisch stämmiger Amerikaner abdeckte.
Seither musste er sich mit ebenso komplizierten wie befremdlichen Sportarten wie Baseball und Football befassen, sich die wichtigsten Straßen in New York inklusive der Geschäfte in "Little Italy" rund um die Mulberry Street einprägen
und sich mit Geschichte und politischer Gegenwart der USA befassen.


Und Clark Gable, Vivian Leigh, Fay Wray, Jean Harlow und dutzenden anderen Filmstars, von den Stars dieser seltsamen amerikanischen Sportarten mal ganz zu schweigen !
Sechs Wochen sollte das Ganze dauern und schon jetzt platzte ihm bald der Schädel !
Als Trainer beschäftigte man "native speakers", die letztlich offenbar die amerikanische Mafia stellte - da viele Familienmitglieder noch in Sizilien lebten, wo ihnen alles mögliche zustoßen konnte, war diese den Avancen des SIM gegenüber durchaus aufgeschlossen.
Hinsichtlich darüber hinausgehender geschäftlicher Verbindungen wurde in von Retterlings Gruppe hinter vorgehaltener Hand gerne spekuliert.

Ein weiterer interessanter Kontrast zum öffentlichen Meinungsbild, hatte sich doch der Duce als Erzfeind der Mafia positioniert und mit großer Geste mehrere Familien zerschlagen.
Nun, dass Realität und Presse im modernen Italien selten Hand in Hand gingen, war von Retterling schon länger klar.
Er drückt den aufgerauchten Zigarillo aus, lehrt die kleine Tasse mit einem letzten Schluck und macht sich auf den Weg zur ersten Lektion des Tages.
09. Februar 1939
Guglielmo Marconi entlässt seinen Projektleiter mit einem zufrieden Nicken und lehnt sich in seinen Ledersessel zurück.
Mit dem nun abgeschlossenen Forschungsprojekt zu den Dezimeter-Wellen wurde eine weitere seiner langgehegten Visionen wahr.

Schon vor Jahren hatte er diesen Wellenbereich ins Auge gefasst, wo sich Auflösung und Reichweite die Hand reichen würden, um der Fernaufklärung ein Paar entschieden schärferer Augen zu verleihen.
Der nun fertig gestellte Prototyp erzielte auf Entfernungen bis 30km eine Genauigkeit von etwa 25m, was für praktische Verwendungen hinreichend genau erschien.
Allerdings benötigte man auch große Parabol-Spiegel, mit 5m bis 8m Durchmesser, was das System für den Einsatz im Feld eher ungeeignet machte - aber dafür könnte man ein Feuerleit-System zur Verteidigung von Städten und wichtigen Punktzielen aufbauen.
Marconi war es nicht entgangen, dass die kranken Ideen Douhets insbesondere bei den Briten auf fruchtbaren Boden gefallen waren.
Im Kriegsfalle wäre also auch mit Angriffen auf italienische Städte zu rechnen.
Sofern das Kriegskabinett die beträchtlichen Mittel für den Aufbau einer ganzen Kette von Funkmess-Stationen freigeben würde, könnte man auch die entsetzlich lange Küstenlinie Italiens absichern und
somit unerkannte Einflüge von Gegnern rechtzeitig bemerken und verhindern.
Aber die Vergabe der Prioritäten für die auf Hochtouren laufende Rüstungsindustrie lag nun einmal nicht in seiner Macht.
Der Duce bevorzugte es, selbst aktiv zu werden anstatt lange über defensive Maßnahmen nachzudenken.
Ein kurzer, schneller Krieg, darauf war er aus.
Dafür schienen Waffen aller Art vorerst wichtiger als Funkmess-Stationen.
Gedankenverloren blickt Marconi aus dem Fenster seines Büros hinaus auf die hektischen Straßen Roms.
Jedenfalls hatte sich Ferrucio Lantini schon einmal bei dem Nachfolge-Projekt durchgesetzt - man würde sich erneut intensiv mit Maßnahmen zur Steigerung der Rüstungsproduktion befassen.

Die knappen Ressourcen Italiens mussten jedenfalls mit maximaler Effizienz eingesetzt werden, insofern stimmte auch Marconi diesem Schritt zu.
Für Verteidigungs-Maßnahmen würde hoffentlich noch Zeit genug bleiben.
15. Februar 1939
Capitano Frisiercreme lässt sich erschöpft gegen die hölzerne Rückwand eines schmucklosen Unterstandes sinken um nach Luft zu schnappen.
Mit der Rechten wischt er sich das kalte Regenwasser aus Augen und Haaren, den abgenommen Stahlhelm in der Linken haltend.
Der Atem kondensiert in der kalten Luft.
Heute liegen die Temperaturen mal knapp über dem Gefrierpunkt, weshalb sich der zuletzt reichlich gefallene Schnee in braunen Matsch und eiskalte Wasserpfützen auflöst.
In der Ferne ist das Knattern von Platzpatronen zu hören.
Seit drei Tagen ist das RRAO nun zu Übungszwecken in der Lombardei zu Gange.
Nicht gerade alleine - das halbe italienische Heer scheint hier versammelt zu sein !
Jedenfalls sieht man mehr Uniformierte als Zivilisten auf den Straßen, die zudem beständig von Militärfahrzeugen verstopft sind.
Im Raum Bergamo, rund 60 Kilometer nordöstlich von Mailand haben italienische Pioniere in einem abgelegenen Tal eine Art potemkisches Dorf hingestellt, um ständig wechselnden Infanterie-Einheiten eine Möglichkeit zur Ausbildung im Häuserkampf zu bieten.
Das Ganze sieht nicht wahnsinnig wohnlich aus, schmucklose mehrstöckige Betonbauten wechseln sich eher einfallslos mit schnell hingeklatschten Holzhäusern ab.
Es gibt Wohnhäuser, angedeutete Fabrikhallen, eine Schule, Geschäfte, zwei Markt-Plätze und mehrere Straßen.
Die Stammbelegschaft des Übungsgeländes fungiert als Ausbilder, Schiedsrichter und je nach Bedarf als Gegner.
Der Freude über seine Beförderung und die neue Verwendung als Führer der zweiten Fernspäh-Kompanie im Bataillon Poggio Rusco hat diese Übung einen ordentlichen Dämpfer verpasst.
Zumal sich der frischgebackene Capitano ohnehin keine großen Illusionen über die Gründe für seine Beförderung macht.
Natürlich war er ein guter Offizier, jedenfalls nach seiner eigenen unbescheidenen Meinung.
Der eigentliche Grund dürfte aber mit ziemlicher Sicherheit im ständig weiter wachsenden Esercito Italiano liegen, das immer mehr Offiziere benötigt.
Zum Jahreswechsel hatte bereits der Alte seine Klamotten zusammengepackt und mit der Beförderung zum Maggior Generale das Kommando über eine der neuen Gebirgs-Divisionen übernommen.
Womit er ziemliches Glück hatte, wurde doch mittlerweile der Rang eines Brigata Generale wieder eingeführt, den er damit schlicht übersprang.
Frisiercreme's eigenen Kompanieführer hatte man als Bataillons-Kommendeur bestimmt um die Nachfolge des zum Tenente Colonello beförderten Vorgängers anzutreten, der sich nun um den Aufbau eines weiteren Fernspäh-Regimentes kümmerte.
Denn das RRAO selbst wurde vom Regiment zur Brigade vergrößert.
Also musste irgendwer die 2° Compania übernehmen, wozu man ihn auserkoren hatte.
Nun, immerhin gibt es mehr Sold und der dritte, dünne Streifen machte sich auf den Ärmeln auch ganz gut.
Aus irgend einem für Frisiercreme nicht ersichtlichen Grund hatte man beschlossen, die Rangabzeichen der Waffengattungen zum Jahreswechsel zu vereinheitlichen, wobei die Schulterklappen des Heeres unter Tisch gefallen waren.
Die Luftwaffe hatte, warum auch immer, von Anfang an dieses Streifen-System der Marine übernommen.
Nun durfte man sich im Heer auch daran gewöhnen.
Als ob die Rangabzeichen das vordringlichste Problem gewesen wären !
Das miese Wetter in der Lombardei war um diese Jahreszeit auch nicht der Anlass seiner gedämpften Stimmung.
Diesbezüglich war er seit seinem Eintritt in das RRAO nicht mehr sonderlich verwöhnt worden.
Nein, es ging ihm vielmehr um die Beweggründe für diese Übung.
Vor einem Jahr hatte man unvermittelt begonnen, das RRAO mit Übungen für Landungsunternehmen zu schleifen.
Einige Monate später ging es dann an der Spitze einer Invasionsstreitmacht an die albanische Küste.
Offensichtlich hatte man sich nicht darauf verlassen, dass die Albaner schon klein beigeben würden - die Truppe war vielmehr darauf eingestellt, unter Kriegsbedingungen an Land zu gehen und jeglichen Widerstand zu brechen !
Dass sich die Albaner nicht blicken ließen und schließlich sang- und klanglos die Waffen streckten, war schlichtes Glück gewesen !
Und nun trainierte das RRAO ebenso unvermittelt eine Woche lang den Häuserkampf.
Warum wohl ?
Für Frisiercreme liegt die Antwort auf der Hand: Nizza !
Der Duce wird zwar nicht müde, von seiner Friedenssehnsucht zur reden, lässt aber recht unzweideutig durchblicken, dass Italien nicht auf friedliche Mittel alleine angewiesen wäre.
Was bei der Schaffung eines neuen römischen Imperiums auf die Dauer ja auch nicht zu beeindruckenden Ergebnissen führen würde.
Also bereitete man sich auf einen Waffengang vor, der irgendwann sicher kommen würde.
Wenn man mit den Franzosen aneinander geriete, würde man irgendwie durchs Gebirge kommen müssen.
An der Küste gibt es nur einen sehr schmalen, flachen Streifen.
Der Rest des Grenzgebietes ist Gebirge und Hochgebirge.
Das etwa dreißig Kilometer hinter der Grenze gelegene Nizza würde man schnell nehmen müssen, um einen Neuauflage der unsäglichen Gemetzel am Isonzo im Westen zu vermeiden.
Und das RRAO trainiert den Häuserkampf.
Für Frisiercreme bedeutet das alles schlicht, dass das RRAO an der Spitze des italienischen Heeres nach Westen vorstoßen und das Nadelöhr Nizza stürmen würde.
Mit einer Außenseiterwette auf ein Landungsunternehmen gegen Toulon, womit man die beiden Spezial-Ausbildungen sinnig kombinieren könnte.
Aber dort war ein Großteil der französischen Flotte stationiert, die alles in Allem der Regia Marina in etwa ebenbürtig sein dürfte.
Und dann war da ja auch noch die britische Mittelmeer-Flotte, die für sich alleine betrachtet schon stärker war, zumindest aber schlagkräftiger weil moderner.
Man konnte zwar nie wissen, was die Kalkleisten in den höheren Stäben so ausbrüten, aber eine Operation gegen Toulon erscheint doch schon sehr abwegig.
So oder so, die Überlebens-Chancen beim RRAO dürften jedenfalls minimal sein.
Was aber auch nicht unbedingt schlecht sein muss, sagt sich der frisch gebackene Capitano.
Schließlich macht es ja auch keinen Sinn, sich jahrelang in einem verdammten Krieg herum zu quälen um am Ende doch zu krepieren.
Wenn man gleich zu Anfang drauf ginge, hätte man sich schon mal eine Menge Ärger erspart.
Er verfluchte sich wieder einmal dafür, so viel Wert darauf gelegt zu haben, nicht zur Panzertruppe zu kommen !
Die nur mit MGs bewaffneten Spielzeug-Panzer sahen so sehr nach einer Todesfalle aus, dass er einen Einsatz dort für reinen Selbstmord gehalten hatte.
Dann aber hatte man immerhin die nächste Panzer-Generation mit Kanonen ausgestattet und Generale Messe hatte es geschafft, mit nur 3 Panzer-Divisionen den spanischen Republikanern das Leben zur Hölle zu machen.
Mit - und das ist für Frisiercreme das Entscheidende - überschaubaren eigenen Verlusten !
Aber nein, er wollte da ja unbedingt nicht hin und nun saß er beim RRAO bis zum Hals in der Scheiße !
Jedenfalls sperrt er Augen und Ohren auf, um möglichst viele Informationen aufzusaugen.
Jedes Quentchen Wissen könnte schon bald über Leben oder Tod entscheiden !
Er rafft sich wieder auf, geht hinaus in den kalten Regen, der mitleidlos auf seinen Helm trommelt, um seine Zugführer zu versammeln.
Die Züge haben sich in Sturmgruppen, Deckungsgruppen, Sprengtrupps und Trägertrupps aufgeteilt, deren Zusammenwirken es zu koordinieren gilt.
Die Mannschaften stehen mit Sturmleitern und Wurfankern bereit.
Von zentraler Bedeutung sind die mit MABs ausgerüsteten Sturmtrupps.
Im Grunde hätte er als Kompanieführer eigentlich eher wenig zu tun, müsste sich hauptsächlich um das koordinierte Vorrücken entlang "seiner" Straße kümmern.
Aber er will selbst möglichst viel von den Taktiken, den Chancen und Risiken mitbekommen.
Man weiß nie, was man mal brauchen kann.
Immerhin hat er schon einmal gelernt, dass man Häuser von oben, vom Dach aus, nach unten nehmen sollte und dann über die Dachstühle von Haus zu Haus vorrückt.
Da wäre er so auch nicht gleich drauf gekommen.
Frisiercreme winkt die Zugführer heran.
Bereit zur nächsten Runde.
22. Februar 1939
Ferrucio Lantini blinzelt wieder einmal gegen ein Blitzlicht-Gewitter aus dutzenden von Kameras an.
Die feierliche offizielle Unterzeichnung der Kooperations-Vereinbarung zwischen dem italienischen Staat und dem Industrie-Konzern Danieli fand in den Räumlichkeiten des Korporationsministeriums statt.
Erneut hatte man auf einen Wink des Duce beschlossen, daraus ein öffentliches Ereignis zu machen.

Zu seiner Linken hatte Mario Daniele Platz genommen, der mit seinem Bruder Timo das Unternehmen 1914 gegründet und den ersten Lichtbogen-Ofen Italiens installiert hatte.

Nach dem Umzug nach Bottria im Friaul hatte man sich zu einem bedeutenden und vor Allem innovativen Ausrüster der Stahl-Industrie gemausert und sich zumindest in Europa einiges an Renommee erworben.
Zudem beschäftigte man sich auch noch mit dem Maschinenbau.
Die Erzeugnisse Danielis waren auf dem europäischen Markt durchaus beliebt, sogar die Deutschen kauften dort ein.
Obwohl sie doch für gewöhnlich selber alles besser wussten und konnten !

Alles zusammen machte Danieli für Lantini zu einem interessanten Partner für die technologische Weiterentwicklung der Industrie Italiens.
Er unterzeichnet schwungvoll sein Original des Forschungs- und Entwicklungs-Vertrages und tauscht den Füller gegen ein neues Exemplar aus, während ein Sekretär geschäftig die noch feuchte Tinte trocknet und den in
einer fein gearbeiteten Ledermappe aufbewahrten Vertrag gegen Mario Danielis Original austauscht.
Lantini lächelt indessen etwas bemüht in die Kameras der italienischen Presse, wieder in eine Flut von Blitzlichter gebadet.
Er hasst derartige öffentliche Auftritte, fühlt sich ob all der aufdringlichen Aufmerksamkeit der anonymen Massen stets unbehaglich.
Mit dem Vertrag werden bedeutende Mittel des italienischen Staates in die Forschungsabteilungen Danielis fließen, um dort die dringend herbei gesehnten technologischen Durchbrüche zu ermöglichen.
Die Rüstungs-Industrie hinkt immer noch deutlich hinter den aus den ausgreifenden Plänen des Duce resultierenden Kapazitäts-Anforderungen hinterher.
Im Gegenzug würde neben Danieli selbst auch das Instituto Riconstruzione Industriale, IRI, die Resultate dieser Forschungen erhalten und im Anschluss Lizenzen an wen auch immer vergeben.
Der Ertrag aus den Lizenzen würde zwischen IRI und Danieli geteilt, wobei der Löwenanteil bei der IRI verblieb.
Und IRI, das war niemand anders als er selbst, handelte es sich doch um ein Staatsunternehmen, dass im Zuge der Weltwirtschaftskrise einen großen Teil der italienischen Industrie durch Übernahme vor dem Untergang gerettet hatte.
Gleichwohl hatten sich die Gespräche mit Danieli etwas hingezogen, bis man den Brüdern schließlich klar machte, dass im modernen Italien lange Diskussionen schlicht überflüssig waren.
Wie alle Gründer hingen auch die Brüder über die Maßen an ihrem Unternehmen und wollten sich nicht in Details hinein reden lassen.
Aber man hatte sich schließlich arrangiert.
Die Uhr tickt jedenfalls herunter, der Krieg naht unzweifelhaft und die Produktionszahlen der Industrie müssen um jeden Preis gesteigert werden, wollte Italien eine Chance haben !
Lantini und Daniele erheben sich und tauschen den obligatorischen Handschlag aus, was ein weiteres Blitzlicht-Gewitter hervorruft.
24. Februar 1939
Maggiore Evilbeagle reibt sich mit beiden Daumen die Schläfen in dem Versuch, die bohrenden Kopfschmerzen zum Verstummen zu bringen.
Wie von ihm eh schon erwartet, brüllen sich die Vertreter des Korporations- und des Kriegsministeriums nach Bekanntgabe des jüngsten Forschungsberichtes nur noch gegenseitig an und greifen sicherheitshalber auch auf leicht verständliche Gesten zurück.
Inhaltlich geht es um die Kampfkraft-Steigerung der italienischen Heeres-Divisionen durch die Integration von Unterstützungs-Bataillonen - ein Resultat, das eigentlich nur dem federführenden Forschungsministerium gelegen kommt.
Daher sitzen dessen Emissäre auch recht gleichgültig auf ihren Stühlen und verfolgen die Diskussion in der Art von Vogelkundlern, die eine neue Art entdeckt hatten.

Das Kriegsministerium sieht sich durch den zusätzlichen Bedarf insbesondere an den eh schon knappen Offizieren unter unziemlichen Druck gesetzt, während die Abgesandten Lantini's sich über die zusätzlichen Bedarfe an Mörsern, schweren MGs und Geschützen mokieren.
Im Weltkrieg hatte man die schweren Waffen auf Korps- oder Armee-Ebene zugeordnet, was langwierige Vorbereitungen auf Groß-Offensiven zur Folge hatte, die am Ende eh nichts brachten.
Der Analyse von Evilbeagle's Experten zufolge konnte eine Integration auf Divisions-Ebene diesen mehr Flexibilität verleihen, den Einsatz der Waffen am entscheidenden Punkt deutlich beschleunigen und damit die gefürchteten, in Schützengräben erstarrten Fronten verhindern.
Genau deshalb würde man besagte Integration auch genau so vornehmen, daran führte nun gar kein Weg mehr vorbei.
Daher ging es bei all dem mittlerweile seit Stunden andauernden Gezänk auch gar nicht um diesen Umstand, sondern schlicht nur noch um den Sündenbock, der eine eventuelle Schuld für Verzögerungen bei der weiteren Aufstellung neuer Divisionen übernehmen würde.
Das Kriegsministerium legte Wert auf die Feststellung, dass es das Korporationsministerium nicht schaffen, würde, die Waffen und sonstige Ausrüstung dafür zu besorgen, während das Korporationsministerium bezweifelte, dass das Kriegsministerium genügend Offiziere für
diese zusätzlichen Bataillone aufbieten konnte.
Jedenfalls nicht, ohne die Aufrüstung zu verlangsamen.
Die Diskussion hatte schon vor einiger Zeit den Boden der Tatsachen verlassen, um sich auf das Feld der persönlichen Beleidigungen zu verlagern.
Vermutlich würde es bald Duell-Forderungen geben.
Natürlich wäre allen Parteien, den Soldaten des Heeres sowie letztlich ganz Italien besser gedient, wenn sich beide Seiten jeweils auf ihre eigene Disziplin besinnen und entsprechende Maßnahmen ergreifen würden.
Es konnte aber durchaus noch eine Weile dauern, bis man sich darauf einigen würde - eventuell auch erst nach einer Intervention des Duce persönlich.
Evilbeagle jedenfalls hatte seine Überzeugungskünste bereits ausgereizt und die Versammlung war ohnehin nicht mehr geneigt, ihm weiter zuzuhören.
Was seine Kopfschmerzen noch weiter beflügelt.

Übersicht der Kriegsfreiwilligen
Esercito Italiano
Capitano Clone
aktuelle Verwendung: 3° Compania / I Battaglione / 1° Reggimento Celere / 1a Divisione Celere "Eugenio di Savoia"
Auszeichnungen:
Medaglia commemorativa della campagna di Spagna
Medaglia Di Bronzo Al Valore Militare, verliehen in der Schlacht um Teruel
Maggiore Deltadagger:
aktuelle Verwendung: III Battaglione / 5° Reggimento Alpino / 3a Divisione Alpina "Julia"
erste Verwendung: 4° Compania / III Battaglione / 5° Reggimento Alpino / 3a Divisione Alpina "Julia"
Capitano Tex Murphy:
aktuelle Verwendung: 1° Compania / II Battaglione / 3° Reggimento Celere / 3a Divisione Celere "Principe Amedeo Duca d'Aosta"
Auszeichnungen:
Medaglia commemorativa della campagna di Spagna
Medaglia D'Argento Al Valore Militare, verliehen in der Schlacht um San Sebastián de los Reyes
Mutilato In Guerra, verliehen in der Schlacht um San Sebastián de los Reyes
Tenente Headhunter:
aktuelle Verwendung: 1° Batteria / Gruppo Artiglieria Leggera / 3a Divisione Fanteria "Ravenna"
Tenente Maestro Privato:
aktuelle Verwendung: 3° Compania / II Battaglione / 3° Reggimento Alpino / 2a Divisione Alpina "Tridentina"
Tenente Colonnello Hohenlohe:
erste Verwendung: Reparto Operativo / Stato Maggiore Esercito
zweite Verwendung: Lehrer an der Accademia Militare di Modena, Spezialist für Ausbildung, Ausrüstung und Taktiken der Fanteria di Marina
aktuelle Verwendung: 2° Reggimento Fanteria del Marina
Capitano Von Retterling:
aktuelle Verwendung: Agent des Servizio Informazioni Militare (SIM), Gruppo 23
Medaglia Di Bronzo Al Valore Militare, verliehen nach der Eliminierung des Verräters Mancini in Ägypten
Capitano Hjalfnar:
aktuelle Verwendung: 3° Compania / III Battaglione / 2° Reggimento Celere / "Emanuele Filiberto Testa di Ferro"
Auszeichnungen:
Medaglia commemorativa della campagna di Spagna
Medaglia D'Argento Al Valore, verliehen in der Schlacht um Barcelona
Capitano Frisiercreme:
aktuelle Verwendung: 2° Compania / Battaglione Poggio Rusco / 185º Reggimento Ricognizione Acquisizione Obiettivi "Folgore"
Tenente Oertyzulu:
aktuelle Verwendung: 2° Compania / I Battaglione Indigeni "Turitto" / 1° Gruppo Battaglioni Eritrei / 2a Divisione Coloniale "Eritrea"
Maggiore Evilbeagle:
aktuelle Verwendung: Verbindungsoffizier im Forschungsministerium
Tenente Æxit:
aktuelle Verwendung: 2° Compania / I Battaglione / 4° Reggimento Celere / 3 Divisione Celere
Tenente HEF:
aktuelle Verwendung: 3° Compania / II Battaglione / 53° Reggimento 27a Divisione die Fanteria "Sila"
Regia Aeronautica
Tenente Bushi:
aktuelle Verwendung: 1° Squadriglia / I Gruppo / 4° Stormo "Amedeo d'Aosta"
Tenente Luigi Armistado
aktuelle Verwendung: 2° Squadriglia / III Gruppo / 14° Stormo "Rex"
Tenente Azrael:
aktuelle Verwendung: 3° Squadriglia / II Gruppo / 53° Stormo "Borea"
Tenente Spiegelfechter:
aktuelle Verwendung: 2° Squadriglia / I Gruppo / 1° Stormo "Aquila"
Aviazione Ausiliaria per la Marina
Tenente Litle-Man:
aktuelle Verwendung: 3° Squadriglia / II Gruppo / 46° Stormo "Pegaso"
Regia Marina
Tenente di Vascello Ritter Kunz:
aktuelle Verwendung: Caccia RM Freccia / Squadra di Tarento
Kriegskabinett
Benito Mussolini: Ministerpräsident, Oberkommandierender der Streitkräfte
Gian Galeazzo Ciano, Graf von Cortellazzo und Buccari: Außenminister
Ammiraglio Domenico Cavagnari: Oberkommandierender der Regia Marina
Ferrucio Lantini: Korporationsminister
Ugo Cavallero: Kriegsminister, Kommandeur der Armata di Riserva, Oberkommandierender des Esercito Italiano
Guglielmo Marconi: Forschungsminister
Italo Balbo: Luftfahrtminister, Oberkommandierender der Regia Aeronautica
Bruno Fornaciari: Innenminister
Generale Mario Roatta: Leiter des SIM
Generale Giovanni Messe: Kommandeur der Panzer-Armee, Oberbefehlshaber der Heeresgruppe "Frankreich"
Conte di Bassewitz: Staatsekretär im Propaganda-Ministerium
27. Januar 1939
Der Tag beginnt Ugo Cavallero um 08:00 morgens in seinem Büro im Kriegsministerium mit angenehmen Neuigkeiten.
Er konnte sich an der Übergabe der Gebirgsdivisionen 13 bis 18 an die Gebirgs-Armee erfreuen, was diese mit nunmehr insgesamt 23 Divisionen praktisch auf Kriegsstärke bringt.

Mit diesem Aufmarsch hervorragend ausgebildeter Alpinista sollte es ja nun wohl möglich sein, das französische Bollwerk am Monte Bianco aufzubrechen !
Oder etwa nicht?
Im Grunde ähnelte dieser Aufmarsch verdächtig dem der Isonzo-Schlachten aus dem letzten Krieg, eine Erinnerung die der Kriegsminister durchaus beschwerlich fand.
Er wischte den ketzerischen Gedanken beiseite und verfügte die Überstellung von sechs neuen Infanterie-Divisionen an die Armata di Riserva.
Drei Panzerdivisionen waren ebenfalls noch in Aufstellung, jedoch herrschte noch ein zu großer Mangel an Panzern, um auch mit diesen neuen Einheiten schon gewinnbringend ins Gelände zu gehen.

Grübelnd vertieft er sich ein weiteres Mal in das Studium der Landkarten um das Massiv des Monte Bianco, der für Italien bald sehr leicht zum Schicksalsberg werden konnte.
Er konnte nur hoffen, dass Generale Messe's Feldzugsplan aufgehen würde.
Der Duce hatte seinem Adlatus alle Vollmachten gegeben, der Generalstab des Esercito Italiano erledigte nur den Schreibkram für diesen so rasch aufgestiegenen Jungspund.
Ein Dämpfer nicht zuletzt für ihn, Ugo Cavallero selbst !
Nun, man würde sehen, ob Messe in Spanien nur Glück gehabt hatte oder tatsächlich das überragende Genie besaß, das Mussolini in ihm sieht.
Man kann nur hoffen, dass man darüber nicht gleich den Krieg verliert, falls der Hochgewettete doch nicht so toll war...
01. Februar 1939
Capitano von Retterling genießt den doppelten Espresso nach einem reichhaltigen Frühstück.
In den durch die Fenster seiner Stamm-Caffeteria dringenden Sonnenstrahlen zeichnen sich die Rauchwolken seines Zigarillo wallend ab.
Längst hat sich von Retterling wieder in Rom eingerichtet, konnte sogar etwas überraschend den Jahreswechsel bei seiner Familie verbringen.
Aus Ägypten war er mit einem inzwischen schon gewohnten, unguten Gefühl zurück gekehrt.
Offenbar gehörte es für SIM-Agenten zum normalen Arbeits-Alltag, nicht zu wissen, ob man für seine Taten ausgezeichnet oder in einem dunklen Hof vor einem Erschießungs-Kommando landen würde.
Doch auch dieses Mal hatte er wieder Glück gehabt.
Tatsächlich war die Sache sogar noch besser ausgangen, als er sich hätte träumen lassen !
Nicht nur dass der sinistre General Roatta ihn nach seiner Rückkehr mit einem breiten, für seine strengen Gesichtszüge höchst unpassenden Lächeln empfangen und ihm eine Zigarre verpasst hatte - nein !
Im Anschluss hatte er ihn auch noch zum Duce verfrachtet, der ihm nicht nur die Tapferkeits-Medaille in Bronze anheftete sondern sogar noch eine Viertelstunde charmant mit ihm plauderte.
Dabei hätte der junge SIM-Agent Mussolini um ein Haar nicht einmal erkannt, trug der doch nur eine gewöhnliche Stoffhose, dazu ein legeres Sakko und hatte nicht einmal eine Krawatte umgebunden !
Die Messing-gefasste Lesebrille tat ihr Übriges, sodass der mächtigste Mann Italiens vermutlich völlig unerkannt durch die Straßen Roms hätte schlendern können, kannte man ihn doch öffentlich eigentlich nur in prächtigen Militäruniformen
und mit dem Gestus des großen Anführers.
Tatsächlich wollte er haarklein aus von Retterlings Munde hören, was sich da im West-Hafen von Alexandria im Einzelnen zugetragen hatte und lauschte aufmerksam jedem Wort.
Immer noch ungläubig schüttelt von Retterling bei dieser Erinnerung den Kopf.
Bei seiner Rückkehr in die Räumlichkeiten des Geheimdienstes hatte ihm General Roatta dann noch seine Beförderung zum Capitano mitgeteilt, woraufhin der erschlagene von Retterling von dannen wankte
und sich für zwei Wochen der Erholung im Kreise seiner Familie widmete.
Natürlich verstaubte der Tapferkeits-Orden nun ungesehen in einer sorgfältig verschlossenen Schublade seines Schreibtisches, galt es doch für einen SIM-Agenten, tunlichst jegliches Aufsehen zu vermeiden.
Allerdings trug er dennoch in der Öffentlichkeit die Uniform eines Capitano.
Der SIM hatte befunden, dass ein Mann im wehrfähigen Alter mit ziviler Kleidung in Rom mittlerweile auffälliger war als einer in Uniform.
Zudem konnte er sich damit problemlos im Umfeld von Dienststellen und Ministerium bewegen, wo uniformierte Männer in der Überzahl auftraten.
Um unnötige Verwicklungen auszuschließen hatte man auch für seine Tarnung auf den Rang eines Capitano zurück gegriffen, was ihm Belästigungen durch rangniedere Personen ersparte.
Allerdings signalisierten seine Kragenspiegel eine Zugehörigkeit zur immer schneller wachsenden Logistik-Truppe des Esercito Italiano - was interessierte Blicke umgehend wieder erkalten ließ.
Was sollte an einem Logistiker schon aufregend sein?
Tatsächlich hatte der SIM für seine eigenen Zwecke sogar eine ganze "Logistik"-Abteilung im Kriegsministerium installiert, die sich offiziell mit Eisenbahn-Linien beschäftigte.
Von Retterling hatte sich dementsprechend ausreichend spezifische Details eingeprägt, um in Gesprächen mit Uneingeweihten diese möglichst schnell und gründlich langweilen zu können.
Indessen firmierte von Retterlings Team nunmehr unter der ebenso diskreten wie unheilschwangeren Bezeichnung "Gruppo 23" in der besagten Logistik-Abteilung.
Aufgrund der regen und offenkundig weiter wachsenden Nachfrage an Spezialisten für explizite Maßnahmen hatte der SIM mehrere feste Teams für Einsätze außerhalb Italiens aufgestellt, die sich auch kurzfristig in Marsch setzen ließen.
Um bei Auslandseinsätzen künftig nicht mehr auf die naheliegenden schweizerische Tarn-Identitäten angewiesen zu sein - wieviele echte tessinische Geschäftsleute gab es denn schon, die in exotischen Ländern interessanten Tätigkeiten nachgingen -
absolvierte von Retterling seit dem Ende seines Urlaubs ein englisches Intensiv-Training, welches neben der Sprache auch das alltägliche Leben italienisch stämmiger Amerikaner abdeckte.
Seither musste er sich mit ebenso komplizierten wie befremdlichen Sportarten wie Baseball und Football befassen, sich die wichtigsten Straßen in New York inklusive der Geschäfte in "Little Italy" rund um die Mulberry Street einprägen
und sich mit Geschichte und politischer Gegenwart der USA befassen.


Und Clark Gable, Vivian Leigh, Fay Wray, Jean Harlow und dutzenden anderen Filmstars, von den Stars dieser seltsamen amerikanischen Sportarten mal ganz zu schweigen !
Sechs Wochen sollte das Ganze dauern und schon jetzt platzte ihm bald der Schädel !
Als Trainer beschäftigte man "native speakers", die letztlich offenbar die amerikanische Mafia stellte - da viele Familienmitglieder noch in Sizilien lebten, wo ihnen alles mögliche zustoßen konnte, war diese den Avancen des SIM gegenüber durchaus aufgeschlossen.
Hinsichtlich darüber hinausgehender geschäftlicher Verbindungen wurde in von Retterlings Gruppe hinter vorgehaltener Hand gerne spekuliert.

Ein weiterer interessanter Kontrast zum öffentlichen Meinungsbild, hatte sich doch der Duce als Erzfeind der Mafia positioniert und mit großer Geste mehrere Familien zerschlagen.
Nun, dass Realität und Presse im modernen Italien selten Hand in Hand gingen, war von Retterling schon länger klar.
Er drückt den aufgerauchten Zigarillo aus, lehrt die kleine Tasse mit einem letzten Schluck und macht sich auf den Weg zur ersten Lektion des Tages.
09. Februar 1939
Guglielmo Marconi entlässt seinen Projektleiter mit einem zufrieden Nicken und lehnt sich in seinen Ledersessel zurück.
Mit dem nun abgeschlossenen Forschungsprojekt zu den Dezimeter-Wellen wurde eine weitere seiner langgehegten Visionen wahr.

Schon vor Jahren hatte er diesen Wellenbereich ins Auge gefasst, wo sich Auflösung und Reichweite die Hand reichen würden, um der Fernaufklärung ein Paar entschieden schärferer Augen zu verleihen.
Der nun fertig gestellte Prototyp erzielte auf Entfernungen bis 30km eine Genauigkeit von etwa 25m, was für praktische Verwendungen hinreichend genau erschien.
Allerdings benötigte man auch große Parabol-Spiegel, mit 5m bis 8m Durchmesser, was das System für den Einsatz im Feld eher ungeeignet machte - aber dafür könnte man ein Feuerleit-System zur Verteidigung von Städten und wichtigen Punktzielen aufbauen.
Marconi war es nicht entgangen, dass die kranken Ideen Douhets insbesondere bei den Briten auf fruchtbaren Boden gefallen waren.
Im Kriegsfalle wäre also auch mit Angriffen auf italienische Städte zu rechnen.
Sofern das Kriegskabinett die beträchtlichen Mittel für den Aufbau einer ganzen Kette von Funkmess-Stationen freigeben würde, könnte man auch die entsetzlich lange Küstenlinie Italiens absichern und
somit unerkannte Einflüge von Gegnern rechtzeitig bemerken und verhindern.
Aber die Vergabe der Prioritäten für die auf Hochtouren laufende Rüstungsindustrie lag nun einmal nicht in seiner Macht.
Der Duce bevorzugte es, selbst aktiv zu werden anstatt lange über defensive Maßnahmen nachzudenken.
Ein kurzer, schneller Krieg, darauf war er aus.
Dafür schienen Waffen aller Art vorerst wichtiger als Funkmess-Stationen.
Gedankenverloren blickt Marconi aus dem Fenster seines Büros hinaus auf die hektischen Straßen Roms.
Jedenfalls hatte sich Ferrucio Lantini schon einmal bei dem Nachfolge-Projekt durchgesetzt - man würde sich erneut intensiv mit Maßnahmen zur Steigerung der Rüstungsproduktion befassen.

Die knappen Ressourcen Italiens mussten jedenfalls mit maximaler Effizienz eingesetzt werden, insofern stimmte auch Marconi diesem Schritt zu.
Für Verteidigungs-Maßnahmen würde hoffentlich noch Zeit genug bleiben.
15. Februar 1939
Capitano Frisiercreme lässt sich erschöpft gegen die hölzerne Rückwand eines schmucklosen Unterstandes sinken um nach Luft zu schnappen.
Mit der Rechten wischt er sich das kalte Regenwasser aus Augen und Haaren, den abgenommen Stahlhelm in der Linken haltend.
Der Atem kondensiert in der kalten Luft.
Heute liegen die Temperaturen mal knapp über dem Gefrierpunkt, weshalb sich der zuletzt reichlich gefallene Schnee in braunen Matsch und eiskalte Wasserpfützen auflöst.
In der Ferne ist das Knattern von Platzpatronen zu hören.
Seit drei Tagen ist das RRAO nun zu Übungszwecken in der Lombardei zu Gange.
Nicht gerade alleine - das halbe italienische Heer scheint hier versammelt zu sein !
Jedenfalls sieht man mehr Uniformierte als Zivilisten auf den Straßen, die zudem beständig von Militärfahrzeugen verstopft sind.
Im Raum Bergamo, rund 60 Kilometer nordöstlich von Mailand haben italienische Pioniere in einem abgelegenen Tal eine Art potemkisches Dorf hingestellt, um ständig wechselnden Infanterie-Einheiten eine Möglichkeit zur Ausbildung im Häuserkampf zu bieten.
Das Ganze sieht nicht wahnsinnig wohnlich aus, schmucklose mehrstöckige Betonbauten wechseln sich eher einfallslos mit schnell hingeklatschten Holzhäusern ab.
Es gibt Wohnhäuser, angedeutete Fabrikhallen, eine Schule, Geschäfte, zwei Markt-Plätze und mehrere Straßen.
Die Stammbelegschaft des Übungsgeländes fungiert als Ausbilder, Schiedsrichter und je nach Bedarf als Gegner.
Der Freude über seine Beförderung und die neue Verwendung als Führer der zweiten Fernspäh-Kompanie im Bataillon Poggio Rusco hat diese Übung einen ordentlichen Dämpfer verpasst.
Zumal sich der frischgebackene Capitano ohnehin keine großen Illusionen über die Gründe für seine Beförderung macht.
Natürlich war er ein guter Offizier, jedenfalls nach seiner eigenen unbescheidenen Meinung.
Der eigentliche Grund dürfte aber mit ziemlicher Sicherheit im ständig weiter wachsenden Esercito Italiano liegen, das immer mehr Offiziere benötigt.
Zum Jahreswechsel hatte bereits der Alte seine Klamotten zusammengepackt und mit der Beförderung zum Maggior Generale das Kommando über eine der neuen Gebirgs-Divisionen übernommen.
Womit er ziemliches Glück hatte, wurde doch mittlerweile der Rang eines Brigata Generale wieder eingeführt, den er damit schlicht übersprang.
Frisiercreme's eigenen Kompanieführer hatte man als Bataillons-Kommendeur bestimmt um die Nachfolge des zum Tenente Colonello beförderten Vorgängers anzutreten, der sich nun um den Aufbau eines weiteren Fernspäh-Regimentes kümmerte.
Denn das RRAO selbst wurde vom Regiment zur Brigade vergrößert.
Also musste irgendwer die 2° Compania übernehmen, wozu man ihn auserkoren hatte.
Nun, immerhin gibt es mehr Sold und der dritte, dünne Streifen machte sich auf den Ärmeln auch ganz gut.
Aus irgend einem für Frisiercreme nicht ersichtlichen Grund hatte man beschlossen, die Rangabzeichen der Waffengattungen zum Jahreswechsel zu vereinheitlichen, wobei die Schulterklappen des Heeres unter Tisch gefallen waren.
Die Luftwaffe hatte, warum auch immer, von Anfang an dieses Streifen-System der Marine übernommen.
Nun durfte man sich im Heer auch daran gewöhnen.
Als ob die Rangabzeichen das vordringlichste Problem gewesen wären !
Das miese Wetter in der Lombardei war um diese Jahreszeit auch nicht der Anlass seiner gedämpften Stimmung.
Diesbezüglich war er seit seinem Eintritt in das RRAO nicht mehr sonderlich verwöhnt worden.
Nein, es ging ihm vielmehr um die Beweggründe für diese Übung.
Vor einem Jahr hatte man unvermittelt begonnen, das RRAO mit Übungen für Landungsunternehmen zu schleifen.
Einige Monate später ging es dann an der Spitze einer Invasionsstreitmacht an die albanische Küste.
Offensichtlich hatte man sich nicht darauf verlassen, dass die Albaner schon klein beigeben würden - die Truppe war vielmehr darauf eingestellt, unter Kriegsbedingungen an Land zu gehen und jeglichen Widerstand zu brechen !
Dass sich die Albaner nicht blicken ließen und schließlich sang- und klanglos die Waffen streckten, war schlichtes Glück gewesen !
Und nun trainierte das RRAO ebenso unvermittelt eine Woche lang den Häuserkampf.
Warum wohl ?
Für Frisiercreme liegt die Antwort auf der Hand: Nizza !
Der Duce wird zwar nicht müde, von seiner Friedenssehnsucht zur reden, lässt aber recht unzweideutig durchblicken, dass Italien nicht auf friedliche Mittel alleine angewiesen wäre.
Was bei der Schaffung eines neuen römischen Imperiums auf die Dauer ja auch nicht zu beeindruckenden Ergebnissen führen würde.
Also bereitete man sich auf einen Waffengang vor, der irgendwann sicher kommen würde.
Wenn man mit den Franzosen aneinander geriete, würde man irgendwie durchs Gebirge kommen müssen.
An der Küste gibt es nur einen sehr schmalen, flachen Streifen.
Der Rest des Grenzgebietes ist Gebirge und Hochgebirge.
Das etwa dreißig Kilometer hinter der Grenze gelegene Nizza würde man schnell nehmen müssen, um einen Neuauflage der unsäglichen Gemetzel am Isonzo im Westen zu vermeiden.
Und das RRAO trainiert den Häuserkampf.
Für Frisiercreme bedeutet das alles schlicht, dass das RRAO an der Spitze des italienischen Heeres nach Westen vorstoßen und das Nadelöhr Nizza stürmen würde.
Mit einer Außenseiterwette auf ein Landungsunternehmen gegen Toulon, womit man die beiden Spezial-Ausbildungen sinnig kombinieren könnte.
Aber dort war ein Großteil der französischen Flotte stationiert, die alles in Allem der Regia Marina in etwa ebenbürtig sein dürfte.
Und dann war da ja auch noch die britische Mittelmeer-Flotte, die für sich alleine betrachtet schon stärker war, zumindest aber schlagkräftiger weil moderner.
Man konnte zwar nie wissen, was die Kalkleisten in den höheren Stäben so ausbrüten, aber eine Operation gegen Toulon erscheint doch schon sehr abwegig.
So oder so, die Überlebens-Chancen beim RRAO dürften jedenfalls minimal sein.
Was aber auch nicht unbedingt schlecht sein muss, sagt sich der frisch gebackene Capitano.
Schließlich macht es ja auch keinen Sinn, sich jahrelang in einem verdammten Krieg herum zu quälen um am Ende doch zu krepieren.
Wenn man gleich zu Anfang drauf ginge, hätte man sich schon mal eine Menge Ärger erspart.
Er verfluchte sich wieder einmal dafür, so viel Wert darauf gelegt zu haben, nicht zur Panzertruppe zu kommen !
Die nur mit MGs bewaffneten Spielzeug-Panzer sahen so sehr nach einer Todesfalle aus, dass er einen Einsatz dort für reinen Selbstmord gehalten hatte.
Dann aber hatte man immerhin die nächste Panzer-Generation mit Kanonen ausgestattet und Generale Messe hatte es geschafft, mit nur 3 Panzer-Divisionen den spanischen Republikanern das Leben zur Hölle zu machen.
Mit - und das ist für Frisiercreme das Entscheidende - überschaubaren eigenen Verlusten !
Aber nein, er wollte da ja unbedingt nicht hin und nun saß er beim RRAO bis zum Hals in der Scheiße !
Jedenfalls sperrt er Augen und Ohren auf, um möglichst viele Informationen aufzusaugen.
Jedes Quentchen Wissen könnte schon bald über Leben oder Tod entscheiden !
Er rafft sich wieder auf, geht hinaus in den kalten Regen, der mitleidlos auf seinen Helm trommelt, um seine Zugführer zu versammeln.
Die Züge haben sich in Sturmgruppen, Deckungsgruppen, Sprengtrupps und Trägertrupps aufgeteilt, deren Zusammenwirken es zu koordinieren gilt.
Die Mannschaften stehen mit Sturmleitern und Wurfankern bereit.
Von zentraler Bedeutung sind die mit MABs ausgerüsteten Sturmtrupps.
Im Grunde hätte er als Kompanieführer eigentlich eher wenig zu tun, müsste sich hauptsächlich um das koordinierte Vorrücken entlang "seiner" Straße kümmern.
Aber er will selbst möglichst viel von den Taktiken, den Chancen und Risiken mitbekommen.
Man weiß nie, was man mal brauchen kann.
Immerhin hat er schon einmal gelernt, dass man Häuser von oben, vom Dach aus, nach unten nehmen sollte und dann über die Dachstühle von Haus zu Haus vorrückt.
Da wäre er so auch nicht gleich drauf gekommen.
Frisiercreme winkt die Zugführer heran.
Bereit zur nächsten Runde.
22. Februar 1939
Ferrucio Lantini blinzelt wieder einmal gegen ein Blitzlicht-Gewitter aus dutzenden von Kameras an.
Die feierliche offizielle Unterzeichnung der Kooperations-Vereinbarung zwischen dem italienischen Staat und dem Industrie-Konzern Danieli fand in den Räumlichkeiten des Korporationsministeriums statt.
Erneut hatte man auf einen Wink des Duce beschlossen, daraus ein öffentliches Ereignis zu machen.

Zu seiner Linken hatte Mario Daniele Platz genommen, der mit seinem Bruder Timo das Unternehmen 1914 gegründet und den ersten Lichtbogen-Ofen Italiens installiert hatte.

Nach dem Umzug nach Bottria im Friaul hatte man sich zu einem bedeutenden und vor Allem innovativen Ausrüster der Stahl-Industrie gemausert und sich zumindest in Europa einiges an Renommee erworben.
Zudem beschäftigte man sich auch noch mit dem Maschinenbau.
Die Erzeugnisse Danielis waren auf dem europäischen Markt durchaus beliebt, sogar die Deutschen kauften dort ein.
Obwohl sie doch für gewöhnlich selber alles besser wussten und konnten !

Alles zusammen machte Danieli für Lantini zu einem interessanten Partner für die technologische Weiterentwicklung der Industrie Italiens.
Er unterzeichnet schwungvoll sein Original des Forschungs- und Entwicklungs-Vertrages und tauscht den Füller gegen ein neues Exemplar aus, während ein Sekretär geschäftig die noch feuchte Tinte trocknet und den in
einer fein gearbeiteten Ledermappe aufbewahrten Vertrag gegen Mario Danielis Original austauscht.
Lantini lächelt indessen etwas bemüht in die Kameras der italienischen Presse, wieder in eine Flut von Blitzlichter gebadet.
Er hasst derartige öffentliche Auftritte, fühlt sich ob all der aufdringlichen Aufmerksamkeit der anonymen Massen stets unbehaglich.
Mit dem Vertrag werden bedeutende Mittel des italienischen Staates in die Forschungsabteilungen Danielis fließen, um dort die dringend herbei gesehnten technologischen Durchbrüche zu ermöglichen.
Die Rüstungs-Industrie hinkt immer noch deutlich hinter den aus den ausgreifenden Plänen des Duce resultierenden Kapazitäts-Anforderungen hinterher.
Im Gegenzug würde neben Danieli selbst auch das Instituto Riconstruzione Industriale, IRI, die Resultate dieser Forschungen erhalten und im Anschluss Lizenzen an wen auch immer vergeben.
Der Ertrag aus den Lizenzen würde zwischen IRI und Danieli geteilt, wobei der Löwenanteil bei der IRI verblieb.
Und IRI, das war niemand anders als er selbst, handelte es sich doch um ein Staatsunternehmen, dass im Zuge der Weltwirtschaftskrise einen großen Teil der italienischen Industrie durch Übernahme vor dem Untergang gerettet hatte.
Gleichwohl hatten sich die Gespräche mit Danieli etwas hingezogen, bis man den Brüdern schließlich klar machte, dass im modernen Italien lange Diskussionen schlicht überflüssig waren.
Wie alle Gründer hingen auch die Brüder über die Maßen an ihrem Unternehmen und wollten sich nicht in Details hinein reden lassen.
Aber man hatte sich schließlich arrangiert.
Die Uhr tickt jedenfalls herunter, der Krieg naht unzweifelhaft und die Produktionszahlen der Industrie müssen um jeden Preis gesteigert werden, wollte Italien eine Chance haben !
Lantini und Daniele erheben sich und tauschen den obligatorischen Handschlag aus, was ein weiteres Blitzlicht-Gewitter hervorruft.
24. Februar 1939
Maggiore Evilbeagle reibt sich mit beiden Daumen die Schläfen in dem Versuch, die bohrenden Kopfschmerzen zum Verstummen zu bringen.
Wie von ihm eh schon erwartet, brüllen sich die Vertreter des Korporations- und des Kriegsministeriums nach Bekanntgabe des jüngsten Forschungsberichtes nur noch gegenseitig an und greifen sicherheitshalber auch auf leicht verständliche Gesten zurück.
Inhaltlich geht es um die Kampfkraft-Steigerung der italienischen Heeres-Divisionen durch die Integration von Unterstützungs-Bataillonen - ein Resultat, das eigentlich nur dem federführenden Forschungsministerium gelegen kommt.
Daher sitzen dessen Emissäre auch recht gleichgültig auf ihren Stühlen und verfolgen die Diskussion in der Art von Vogelkundlern, die eine neue Art entdeckt hatten.

Das Kriegsministerium sieht sich durch den zusätzlichen Bedarf insbesondere an den eh schon knappen Offizieren unter unziemlichen Druck gesetzt, während die Abgesandten Lantini's sich über die zusätzlichen Bedarfe an Mörsern, schweren MGs und Geschützen mokieren.
Im Weltkrieg hatte man die schweren Waffen auf Korps- oder Armee-Ebene zugeordnet, was langwierige Vorbereitungen auf Groß-Offensiven zur Folge hatte, die am Ende eh nichts brachten.
Der Analyse von Evilbeagle's Experten zufolge konnte eine Integration auf Divisions-Ebene diesen mehr Flexibilität verleihen, den Einsatz der Waffen am entscheidenden Punkt deutlich beschleunigen und damit die gefürchteten, in Schützengräben erstarrten Fronten verhindern.
Genau deshalb würde man besagte Integration auch genau so vornehmen, daran führte nun gar kein Weg mehr vorbei.
Daher ging es bei all dem mittlerweile seit Stunden andauernden Gezänk auch gar nicht um diesen Umstand, sondern schlicht nur noch um den Sündenbock, der eine eventuelle Schuld für Verzögerungen bei der weiteren Aufstellung neuer Divisionen übernehmen würde.
Das Kriegsministerium legte Wert auf die Feststellung, dass es das Korporationsministerium nicht schaffen, würde, die Waffen und sonstige Ausrüstung dafür zu besorgen, während das Korporationsministerium bezweifelte, dass das Kriegsministerium genügend Offiziere für
diese zusätzlichen Bataillone aufbieten konnte.
Jedenfalls nicht, ohne die Aufrüstung zu verlangsamen.
Die Diskussion hatte schon vor einiger Zeit den Boden der Tatsachen verlassen, um sich auf das Feld der persönlichen Beleidigungen zu verlagern.
Vermutlich würde es bald Duell-Forderungen geben.
Natürlich wäre allen Parteien, den Soldaten des Heeres sowie letztlich ganz Italien besser gedient, wenn sich beide Seiten jeweils auf ihre eigene Disziplin besinnen und entsprechende Maßnahmen ergreifen würden.
Es konnte aber durchaus noch eine Weile dauern, bis man sich darauf einigen würde - eventuell auch erst nach einer Intervention des Duce persönlich.
Evilbeagle jedenfalls hatte seine Überzeugungskünste bereits ausgereizt und die Versammlung war ohnehin nicht mehr geneigt, ihm weiter zuzuhören.
Was seine Kopfschmerzen noch weiter beflügelt.
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Während sich das mittlere Führungspersonal an dem Resultat des letzten Forschungsprojektes ab arbeitet, plagt man sich auch im Kreise des Kriegskabinetts.
Hier geht es bereits um die Frage des Nachfolgeprojektes.
Benito Mussolini gibt sich, an der Stirnseite des langen schweren Tisches sitzend, in tiefschürfende Gedanken versunken.
Er studiert angelegentlich seine Fingernägel, während er tatsächlich aufmerksam der aufgeregten Debatte seiner Paladine folgt.
Schon lange hat er gelernt, sich nicht frühzeitig zu exponieren.
Als Duce kommt man schwer von einer einmal getroffenen Fehl-Entscheidung herunter - wie zum Beispiel dem vermailedeiten Entschluss, dem Volk durch zur Schau gestellte Virilität zu imponieren.
Peinlich berührt richtet Mussolini den Blick angesichts dieser Erinnerung kurz zur Decke.
Schließlich ist man der Duce, der Capo Grande, der große Zampano, Genie und gottgleicher Feldherr in einem.
Wie könnte man sich da irren?
Wie könnte man einen Irrtum sogar noch offen eingestehen?
Wer würde es wagen, dem Duce ins Gesicht zu sagen, dass eine seiner Entscheidungen eine verdammter Schwachsinn war?
So hatte er es sich zur Regel gemacht, immer wenn er sich bei einer Entscheidung unsicher war, seine unmittelbaren Gefolgsleute in Stellung zu bringen, um sie die Lage kritisch analysieren zu lassen.
Da sie sich gegenseitig ohnehin als Konkurrenten ansahen, fiel es ihnen nicht schwer, über jede Idee, die einer aus dem Kreis hegen mochte, sofort herzufallen um sie auseinander zu nehmen.
Die Sitzungen des Kriegskabinetts dienen hauptsächlich diesem Zweck.
Solange sich Mussolini selbst heraus hält, bekommt er also eine unter Berücksichtigung aller möglicher Blickwinkel beleuchtete, bestmögliche Einschätzung.
Sofern es um die Umsetzung eine seiner eigenen Ideen geht, gelten natürlich andere Regeln.
Dann gibt es gleich konkrete Ansagen und gut.
Der Kriegsminister Ugo Cavallero hatte heute die Entwicklung mittlerer Panzer auf die Agenda gesetzt - das seiner Meinung nach wichtigste Thema überhaupt.
Schließlich hatte das jüngst abgeschlossene Technologie-Abkommen mit den Deutschen reichhaltiges Material geliefert, was die Entwicklungszeit deutlich verkürzen würde.

Natürlich war es dem Korporationsminister Ferrucio Lantini sofort klar, dass mittlere Panzer einen weit größeren Aufwand bei der Herstellung erfordern würden und somit seine Produktionsziele gefährdeten.
Man musste nicht erst eine Flamme an die Lunte halten, es reichte für eine spontane Entzündung.
"Natürlich können wir diese mittleren Panzer entwickeln", hebt Lantini mit gerötetem Gesicht erneut an, "aber bauen können wir sie nicht, da es uns an Stahl, Öl und Wolfram mangelt !"
Cavallero schnaubt nur verächtlich.
"Und überhaupt: der reine Fertigungsaufwand wäre auch prinzipiell erheblich größer, selbst wenn man mal den initialen Produktionseinbruch ganz außer Acht lässt, sodass wir nie auf die gleichen Stückzahlen kämen, wie bei den leichten Panzern !"
Mit verächtlicher Geste lehnt sich Lantini zurück, wähnt den entscheidenden Streich bereits angebracht.
"Und darum geht es doch, oder etwa nicht ?!", fährt er Cavallero nochmals an.
"Sie haben doch genau festgelegt, wieviele Panzerdivisionen sie brauchen und wieviele Panzerbataillone pro Division und wieviele Panzer pro Bataillon, oder etwa nicht ?!"
Cavallero blickt betont gleichgültig auf das an der gegenüber liegenden Wand hängende Gemälde.
"Oder kommen Sie doch mit weniger Panzerdivisionen aus? Oder jedenfalls mit weniger Panzern ? Denn das werden Sie bekommen: verdammt viel weniger Panzer !"
Cavallero kehrt betont langsam ins Gespräch zurück.
Er blickt seinen Kabinettskollegen zunächst mitleidig ein und räuspert sich gelassen, nachdem er noch einen Schluck Wasser genommen hat.
Inzwischen hat der Luftfahrtminister Italo Balbo mit gerunzelter Stirn einige eigene Überlegungen angestellt.
Aufgeschreckt durch die in Aussicht gestellten Bedarfe dieser neuen Panzer, geht er in Gedanken die Bedarfe seiner Luftwaffe durch.
Der Stahl ist ihm herzlich gleichgültig, die Luftwaffe braucht Aluminium.
Wolfram ist ebenfalls ohne Belang.
Das mit dem Öl klingt schon bedrohlicher.
Natürlich brauchen seine Jäger ebenfalls Treibstoff und eigentlich will und muss er möglichst bald die Produktion von Bombern starten, die davon noch viel mehr brauchen werden.
Andererseits liefern die synthetischen Raffinerien davon eigentlich auch genug und überhaupt ist die Beschaffung von Roh-Öl auf dem Weltmarkt auch recht einfach.
Es gibt auch genügend günstig gelegene Exporteure, sodass man auch in Kriegszeiten an ausreichende Mengen herankommen sollte.
Er wirft dem neben ihm sitzenden Marineminister einen argwöhnischen Seitenblick zu.
Sollte die Regia Marina doch einmal das Plazet für die Produktion von Kriegsschiffen erhalten, würden die Treibstoff-Bedarfe natürlich umgehend explodieren und dann gäbe es doch ein Problem für die Luftwaffe.
Die Marine braucht erfahrungsgemäß noch mehr Öl als das nimmersatte Heer und die Luftwaffe hätte dann wohl endgültig das Nachsehen.
Aber nein, nichts deutet darauf hin, dass Benito das verhängte Moratorium demnächst aufheben könnte.
Also ist auch das Öl kein Thema.
Aber Gummi wäre es, ein aufgrund der synthetischen Raffinerien eng verknüpftes Thema.
Im Gegensatz zum Öl wird es im Krieg kaum eine Möglichkeit zum Import geben, findet sich Natur-Kautschuk in nennenswerten Mengen doch nur in Zentral-Afrika und insbesondere in Asien.
Also bleibt nur synthetischer Kautschuk zur Deckung der Bedarfe.
Aber von nennenswerten Kautschuk-Bedarfen hat hinsichtlich dieser ominösen Panzer keiner etwas erwähnt.
Was Lantini sicher getan hätte, in seinem Bestreben, Cavallero eins rein zu würgen.
Seitens des Heeres gibt es hier nur Konkurrenz durch die Bedarfe für die LKW-Produktion und die sind überschaubar.
Also alles kein Problem, denkt Balbo und beschließt, sich in dieser Panzerfrage nicht unnötig zu exponieren.
Wer weiß schon, wen man mal als Verbündeten braucht.
Der Marineminister ist ebenfalls bezüglich der Rohstoff-Bedarfe hellhörig geworden.
Beim Öl wird man sich schon arrangieren, befindet er wie Balbo, aber der Stahl macht ihm Sorgen.
Wenn jemand Stahl braucht, dann die Marine !
Jedenfalls, wenn man die wirklich interessanten, dicken Schiffe bauen will und genau das will Domenico Cavagnari ganz unbedingt.
Eine nochmalige Ausweitung der Nachfrage durch das Heer erscheint da als zusätzliche Bedrohung für seine Pläne.
Zumal die italienischen Stahlerzeuger längst an der Kapazitätsgrenze wirtschaften.
Zusätzlichen Stahl müsste man also im Ausland einkaufen.
Keinen der Minister macht dabei die Frage der Kosten irgendwelche Sorgen.
Schließlich hat man ja die Banca d’Italia und die kann soviel Geld drucken, wie eben gerade zweckmäßig erscheint.
Leider kann man mit diesem bedruckten Papier aber nicht im Ausland einkaufen, da zählen nur Devisen.
Also Dollar oder Pfund oder gleich Gold.
Egal welches Zahlungsmittel man auch wählt - letzten Endes wird man sich die Mittel für zusätzliche Importe zunächst durch zusätzliche Exporte verdienen müssen und das behindert den weiteren Ausbau der Rüstungsindustrie.
Trotz seiner Bedenken beschließt Cavagnari, sich nicht zu dem Thema zu äußern.
Zu schmerzhaft ist ihm noch im Gedächtnis, wie ihn Mussolini in der Vergangenheit daran erinnert hat, dass es auf absehbare Zeit keine Neubauten für die Regia Marina geben würde.
Also spart er seine Energie lieber für einen aussichtsreichen Moment auf.
Guglielmo Marconi hingegen folgt der ganzen Debatte wie üblich mit steinerner Miene, die jeden Pokerspieler zur Verzweiflung gebracht hätte.
Ihm ist es im Grunde herzlich egal, ob man nun Schiffe oder Panzer oder Flugzeuge baut.
Die Militärs mussten zusehen, dass sie mit dem Kram, der im Regal lag, den Sieg herausfechten konnten, so einfach ist das.
Seine Aufgabe ist Forschung und Entwicklung.
Was mit dem ganzen Spielzeug passiert, den seine eifrigen Wissenschaftler und Ingenieure bereit stellen, ist nicht seine Entscheidung.
Hauptsache, niemand tastet seine Budgets an.
Derweil läßt sich Ugo Cavallero mit einem theatralischen Seufzer endlich dazu herab, auf die Angriffe Lantini's zu reagieren.
"Wissen Sie, was passiert, wenn leichte Panzer gegen mittlere Panzer antreten ?", fragt er in bewusst arrogantem Ton über den Tisch hinweg.
"So ein leichter Panzer könnte allenfalls aus aller nächster Nähe einen Wirkungstreffer erzielen ! Wahrscheinlich aber nur, wenn er einen Treffer hinten im Motorraum anbringt, wo die Panzerung am Schwächsten ist"
Er breitet in spöttischer Entschuldigung die Arme aus.
"Wenn, sagen wir einmal, ein mittlerer Panzer von einer ganzen Kompanie von leichten Panzern über eine Entfernung von, sagen wir einmal, einem Kilometer hinweg frontal angegriffen wird. Wissen Sie was dann passiert ?"
Verächtlich mustert er Lantini.
"Es bleibt eine Kompanie leichter Panzer zerschossen liegen, während der mittlere Panzer mit ein paar Schrammen davon kommt ! Das wird passieren, genau das !"
Nun lehnt sich Cavallero triumphierend zurück.
"Die Franzosen bauen solche Panzer ! Die Deutsche natürlich auch ! Bei den Briten sind wir uns nicht sicher, aber wenn sie es heute nicht tun, dann eben morgen !"
Überraschend beugt er sich plötzlich wieder angriffslustig über den Tisch.
"Wenn unsere Panzerdivisionen mit ihren leichten Panzern auf französische Panzerdivisionen mit mehr als einer Handvoll mittlerer Panzer treffen, dann wird Generale Messe allenfalls als Kriegsgefangener nach Paris kommen !
So wird es kommen, genau so, denken Sie an meine Worte !"
Mussolini zieht, immer noch seine Fingernägel musternd, die Augenbrauen hoch.
Diese Paris-Geschichte ist schon eine ernste Sache.
Das betrifft unmittelbar ein strategisches Ziel, auf dem der Plan zur Errichtung des neuen römischen Imperiums fußt !
Da darf nichts schief gehen, mit Paris !
Schließlich hebt er den Blick und richtet ihn wie einen Flak-Scheinwerfer auf den geplagten Ferrucio Lantini.
Lantini hat keine Ahnung vom Panzerkampf, er weiß nur, wie teuer dieser ganze verdammte Krempel ist, den die Militärs beständig und in immer größeren Mengen von ihm fordern !
Stimmt das, was Cavallero erzählt oder ist es nur einer seiner Taschenspieler-Tricks ?
Hilfesuchend sieht er sich am Kabinettstisch um.
Doch keiner seiner Kollegen lässt sich auf einen Blickkontakt ein.
Der einzige, der dieses verhängnisvolle Szenario Cavallero's vielleicht kontern könnte, wäre wohl Marconi.
Aber Marconi schweigt weiterhin mit unbewegter Miene.
Empört schnaubend starrt der Korporationsminister auf die vor ihm liegende Akte.
"Nun", macht sich der Duce mit betont ruhiger Stimme bemerkbar, "ich denke, wir sollten den Hinweis des werten Kriegsministers sehr sehr ernst nehmen, nicht wahr?"
Er sieht sich ebenfalls am Kabinettstisch um.
Es regt sich kein Widerspruch.
"Also gut: das Forschungsministerium wird der Entwicklung mittlerer Panzer unverzüglich seine ganze professionelle Aufmerksamkeit schenken!", verkündet Mussolini abschließend.
"Was liegt noch an ?"
Hier geht es bereits um die Frage des Nachfolgeprojektes.
Benito Mussolini gibt sich, an der Stirnseite des langen schweren Tisches sitzend, in tiefschürfende Gedanken versunken.
Er studiert angelegentlich seine Fingernägel, während er tatsächlich aufmerksam der aufgeregten Debatte seiner Paladine folgt.
Schon lange hat er gelernt, sich nicht frühzeitig zu exponieren.
Als Duce kommt man schwer von einer einmal getroffenen Fehl-Entscheidung herunter - wie zum Beispiel dem vermailedeiten Entschluss, dem Volk durch zur Schau gestellte Virilität zu imponieren.
Peinlich berührt richtet Mussolini den Blick angesichts dieser Erinnerung kurz zur Decke.
Schließlich ist man der Duce, der Capo Grande, der große Zampano, Genie und gottgleicher Feldherr in einem.
Wie könnte man sich da irren?
Wie könnte man einen Irrtum sogar noch offen eingestehen?
Wer würde es wagen, dem Duce ins Gesicht zu sagen, dass eine seiner Entscheidungen eine verdammter Schwachsinn war?
So hatte er es sich zur Regel gemacht, immer wenn er sich bei einer Entscheidung unsicher war, seine unmittelbaren Gefolgsleute in Stellung zu bringen, um sie die Lage kritisch analysieren zu lassen.
Da sie sich gegenseitig ohnehin als Konkurrenten ansahen, fiel es ihnen nicht schwer, über jede Idee, die einer aus dem Kreis hegen mochte, sofort herzufallen um sie auseinander zu nehmen.
Die Sitzungen des Kriegskabinetts dienen hauptsächlich diesem Zweck.
Solange sich Mussolini selbst heraus hält, bekommt er also eine unter Berücksichtigung aller möglicher Blickwinkel beleuchtete, bestmögliche Einschätzung.
Sofern es um die Umsetzung eine seiner eigenen Ideen geht, gelten natürlich andere Regeln.
Dann gibt es gleich konkrete Ansagen und gut.
Der Kriegsminister Ugo Cavallero hatte heute die Entwicklung mittlerer Panzer auf die Agenda gesetzt - das seiner Meinung nach wichtigste Thema überhaupt.
Schließlich hatte das jüngst abgeschlossene Technologie-Abkommen mit den Deutschen reichhaltiges Material geliefert, was die Entwicklungszeit deutlich verkürzen würde.

Natürlich war es dem Korporationsminister Ferrucio Lantini sofort klar, dass mittlere Panzer einen weit größeren Aufwand bei der Herstellung erfordern würden und somit seine Produktionsziele gefährdeten.
Man musste nicht erst eine Flamme an die Lunte halten, es reichte für eine spontane Entzündung.
"Natürlich können wir diese mittleren Panzer entwickeln", hebt Lantini mit gerötetem Gesicht erneut an, "aber bauen können wir sie nicht, da es uns an Stahl, Öl und Wolfram mangelt !"
Cavallero schnaubt nur verächtlich.
"Und überhaupt: der reine Fertigungsaufwand wäre auch prinzipiell erheblich größer, selbst wenn man mal den initialen Produktionseinbruch ganz außer Acht lässt, sodass wir nie auf die gleichen Stückzahlen kämen, wie bei den leichten Panzern !"
Mit verächtlicher Geste lehnt sich Lantini zurück, wähnt den entscheidenden Streich bereits angebracht.
"Und darum geht es doch, oder etwa nicht ?!", fährt er Cavallero nochmals an.
"Sie haben doch genau festgelegt, wieviele Panzerdivisionen sie brauchen und wieviele Panzerbataillone pro Division und wieviele Panzer pro Bataillon, oder etwa nicht ?!"
Cavallero blickt betont gleichgültig auf das an der gegenüber liegenden Wand hängende Gemälde.
"Oder kommen Sie doch mit weniger Panzerdivisionen aus? Oder jedenfalls mit weniger Panzern ? Denn das werden Sie bekommen: verdammt viel weniger Panzer !"
Cavallero kehrt betont langsam ins Gespräch zurück.
Er blickt seinen Kabinettskollegen zunächst mitleidig ein und räuspert sich gelassen, nachdem er noch einen Schluck Wasser genommen hat.
Inzwischen hat der Luftfahrtminister Italo Balbo mit gerunzelter Stirn einige eigene Überlegungen angestellt.
Aufgeschreckt durch die in Aussicht gestellten Bedarfe dieser neuen Panzer, geht er in Gedanken die Bedarfe seiner Luftwaffe durch.
Der Stahl ist ihm herzlich gleichgültig, die Luftwaffe braucht Aluminium.
Wolfram ist ebenfalls ohne Belang.
Das mit dem Öl klingt schon bedrohlicher.
Natürlich brauchen seine Jäger ebenfalls Treibstoff und eigentlich will und muss er möglichst bald die Produktion von Bombern starten, die davon noch viel mehr brauchen werden.
Andererseits liefern die synthetischen Raffinerien davon eigentlich auch genug und überhaupt ist die Beschaffung von Roh-Öl auf dem Weltmarkt auch recht einfach.
Es gibt auch genügend günstig gelegene Exporteure, sodass man auch in Kriegszeiten an ausreichende Mengen herankommen sollte.
Er wirft dem neben ihm sitzenden Marineminister einen argwöhnischen Seitenblick zu.
Sollte die Regia Marina doch einmal das Plazet für die Produktion von Kriegsschiffen erhalten, würden die Treibstoff-Bedarfe natürlich umgehend explodieren und dann gäbe es doch ein Problem für die Luftwaffe.
Die Marine braucht erfahrungsgemäß noch mehr Öl als das nimmersatte Heer und die Luftwaffe hätte dann wohl endgültig das Nachsehen.
Aber nein, nichts deutet darauf hin, dass Benito das verhängte Moratorium demnächst aufheben könnte.
Also ist auch das Öl kein Thema.
Aber Gummi wäre es, ein aufgrund der synthetischen Raffinerien eng verknüpftes Thema.
Im Gegensatz zum Öl wird es im Krieg kaum eine Möglichkeit zum Import geben, findet sich Natur-Kautschuk in nennenswerten Mengen doch nur in Zentral-Afrika und insbesondere in Asien.
Also bleibt nur synthetischer Kautschuk zur Deckung der Bedarfe.
Aber von nennenswerten Kautschuk-Bedarfen hat hinsichtlich dieser ominösen Panzer keiner etwas erwähnt.
Was Lantini sicher getan hätte, in seinem Bestreben, Cavallero eins rein zu würgen.
Seitens des Heeres gibt es hier nur Konkurrenz durch die Bedarfe für die LKW-Produktion und die sind überschaubar.
Also alles kein Problem, denkt Balbo und beschließt, sich in dieser Panzerfrage nicht unnötig zu exponieren.
Wer weiß schon, wen man mal als Verbündeten braucht.
Der Marineminister ist ebenfalls bezüglich der Rohstoff-Bedarfe hellhörig geworden.
Beim Öl wird man sich schon arrangieren, befindet er wie Balbo, aber der Stahl macht ihm Sorgen.
Wenn jemand Stahl braucht, dann die Marine !
Jedenfalls, wenn man die wirklich interessanten, dicken Schiffe bauen will und genau das will Domenico Cavagnari ganz unbedingt.
Eine nochmalige Ausweitung der Nachfrage durch das Heer erscheint da als zusätzliche Bedrohung für seine Pläne.
Zumal die italienischen Stahlerzeuger längst an der Kapazitätsgrenze wirtschaften.
Zusätzlichen Stahl müsste man also im Ausland einkaufen.
Keinen der Minister macht dabei die Frage der Kosten irgendwelche Sorgen.
Schließlich hat man ja die Banca d’Italia und die kann soviel Geld drucken, wie eben gerade zweckmäßig erscheint.
Leider kann man mit diesem bedruckten Papier aber nicht im Ausland einkaufen, da zählen nur Devisen.
Also Dollar oder Pfund oder gleich Gold.
Egal welches Zahlungsmittel man auch wählt - letzten Endes wird man sich die Mittel für zusätzliche Importe zunächst durch zusätzliche Exporte verdienen müssen und das behindert den weiteren Ausbau der Rüstungsindustrie.
Trotz seiner Bedenken beschließt Cavagnari, sich nicht zu dem Thema zu äußern.
Zu schmerzhaft ist ihm noch im Gedächtnis, wie ihn Mussolini in der Vergangenheit daran erinnert hat, dass es auf absehbare Zeit keine Neubauten für die Regia Marina geben würde.
Also spart er seine Energie lieber für einen aussichtsreichen Moment auf.
Guglielmo Marconi hingegen folgt der ganzen Debatte wie üblich mit steinerner Miene, die jeden Pokerspieler zur Verzweiflung gebracht hätte.
Ihm ist es im Grunde herzlich egal, ob man nun Schiffe oder Panzer oder Flugzeuge baut.
Die Militärs mussten zusehen, dass sie mit dem Kram, der im Regal lag, den Sieg herausfechten konnten, so einfach ist das.
Seine Aufgabe ist Forschung und Entwicklung.
Was mit dem ganzen Spielzeug passiert, den seine eifrigen Wissenschaftler und Ingenieure bereit stellen, ist nicht seine Entscheidung.
Hauptsache, niemand tastet seine Budgets an.
Derweil läßt sich Ugo Cavallero mit einem theatralischen Seufzer endlich dazu herab, auf die Angriffe Lantini's zu reagieren.
"Wissen Sie, was passiert, wenn leichte Panzer gegen mittlere Panzer antreten ?", fragt er in bewusst arrogantem Ton über den Tisch hinweg.
"So ein leichter Panzer könnte allenfalls aus aller nächster Nähe einen Wirkungstreffer erzielen ! Wahrscheinlich aber nur, wenn er einen Treffer hinten im Motorraum anbringt, wo die Panzerung am Schwächsten ist"
Er breitet in spöttischer Entschuldigung die Arme aus.
"Wenn, sagen wir einmal, ein mittlerer Panzer von einer ganzen Kompanie von leichten Panzern über eine Entfernung von, sagen wir einmal, einem Kilometer hinweg frontal angegriffen wird. Wissen Sie was dann passiert ?"
Verächtlich mustert er Lantini.
"Es bleibt eine Kompanie leichter Panzer zerschossen liegen, während der mittlere Panzer mit ein paar Schrammen davon kommt ! Das wird passieren, genau das !"
Nun lehnt sich Cavallero triumphierend zurück.
"Die Franzosen bauen solche Panzer ! Die Deutsche natürlich auch ! Bei den Briten sind wir uns nicht sicher, aber wenn sie es heute nicht tun, dann eben morgen !"
Überraschend beugt er sich plötzlich wieder angriffslustig über den Tisch.
"Wenn unsere Panzerdivisionen mit ihren leichten Panzern auf französische Panzerdivisionen mit mehr als einer Handvoll mittlerer Panzer treffen, dann wird Generale Messe allenfalls als Kriegsgefangener nach Paris kommen !
So wird es kommen, genau so, denken Sie an meine Worte !"
Mussolini zieht, immer noch seine Fingernägel musternd, die Augenbrauen hoch.
Diese Paris-Geschichte ist schon eine ernste Sache.
Das betrifft unmittelbar ein strategisches Ziel, auf dem der Plan zur Errichtung des neuen römischen Imperiums fußt !
Da darf nichts schief gehen, mit Paris !
Schließlich hebt er den Blick und richtet ihn wie einen Flak-Scheinwerfer auf den geplagten Ferrucio Lantini.
Lantini hat keine Ahnung vom Panzerkampf, er weiß nur, wie teuer dieser ganze verdammte Krempel ist, den die Militärs beständig und in immer größeren Mengen von ihm fordern !
Stimmt das, was Cavallero erzählt oder ist es nur einer seiner Taschenspieler-Tricks ?
Hilfesuchend sieht er sich am Kabinettstisch um.
Doch keiner seiner Kollegen lässt sich auf einen Blickkontakt ein.
Der einzige, der dieses verhängnisvolle Szenario Cavallero's vielleicht kontern könnte, wäre wohl Marconi.
Aber Marconi schweigt weiterhin mit unbewegter Miene.
Empört schnaubend starrt der Korporationsminister auf die vor ihm liegende Akte.
"Nun", macht sich der Duce mit betont ruhiger Stimme bemerkbar, "ich denke, wir sollten den Hinweis des werten Kriegsministers sehr sehr ernst nehmen, nicht wahr?"
Er sieht sich ebenfalls am Kabinettstisch um.
Es regt sich kein Widerspruch.
"Also gut: das Forschungsministerium wird der Entwicklung mittlerer Panzer unverzüglich seine ganze professionelle Aufmerksamkeit schenken!", verkündet Mussolini abschließend.
"Was liegt noch an ?"
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Man sollte nie das Schicksal herausfordern. Das Schicksal kann alles ertragen, nur keine Herausforderung.
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- Azrael
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+1
Das Problem mit dem Naturkautschuk ließe sich doch lösen. Ihr müsstet nur Britisch-Ägypten und Britisch-Indien erobern, damit italienische Frachter ohne Umweg und ohne größere Probleme nach Asien kommen. Das römische Imperium war ja schließlich auch einst in Ägypten, warum also nicht auch das neue, römische Imperium? 
- H34DHUN73R
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+2
Damit wäre der Seeweg offen, werter Azrael - nur leider lauern die britische und die freifranzösische Flotten dann immer noch auf dem entsetzlich langen Seeweg.
Wäre auf die Dauer ein kostspieliges Unterfangen, sofern überhaupt etwas durchkommt.
Außerdem wäre damit auch Schluss, sobald die Japaner eingehen.
Wovon Wir eigentlich ausgehen.
Also "eigener Herd ist Goldes wert", in diesem Fall Unsere geliebten synthetischen Fabriken
Wäre auf die Dauer ein kostspieliges Unterfangen, sofern überhaupt etwas durchkommt.
Außerdem wäre damit auch Schluss, sobald die Japaner eingehen.
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Also "eigener Herd ist Goldes wert", in diesem Fall Unsere geliebten synthetischen Fabriken
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- Hohenlohe
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Da hilft nur der weitere Ausbau der synthetischen Fabriken. Leider bedarf es dazu freier Kapazitäten an Zivilfabriken. Wir hoffen mal weiterhin das Beste für das neue Imperium Romanum... 
herzlichste grüsse
Hohenlohe...
*AVANTI ITALIA!!*
herzlichste grüsse
Hohenlohe...
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Wird sich alles finden, werter Hohenlohe 
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Wir hoffen es...H34DHUN73R hat geschrieben:Wird sich alles finden, werter Hohenlohe![]()
herzlichste grüsse
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Da scheint jemand entgangen zu sein, dass die vorhandenen Panzerdivisionen durchaus leichte Panzer haben. Für die mittleren Panzer fehlt es an Rohstoffen und für den Handel damit wohl an freien Zivilfabriken. Italien hat es etwas schwerer als das DR an Rohstoffe zu gelangen. Nur mal meine bescheidene Meinung.
herzlichste grüsse
Hohenlohe...
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Nun, werte Regenten, zunächst einmal müsste die Entwicklung der mittleren Panzer abgeschlossen werden.
Es hat schon seinen Grund, warum das erst so spät möglich ist.
Vermutlich kann nur das DR eine einigermaßen interessante Anzahl von mittleren Panzern vor Beginn des Westfeldzuges produzieren.
Für alle anderen hieße das, mit sehr wenigen mittleren Panzern anstelle vieler leichter Panzer in die Schlacht zu ziehen.
Da das für alle Seiten gilt, sind die vielen leichten Panzern aufgrund der Beweglichkeit etlicher Großverbände viel interessanter.
Der einzige Grund für die Produktion mittlerer Panzer besteht in dem Zugewinn an Abwehrmöglichkeiten seitens des Verteidigers - der alte Wettlauf zwischen Waffe und Panzerung.
1939/40 ist die Zeit der leichten Panzer, die dann allerdings auch ebenso schnell wieder vorbei sein wird.
Es hat schon seinen Grund, warum das erst so spät möglich ist.
Vermutlich kann nur das DR eine einigermaßen interessante Anzahl von mittleren Panzern vor Beginn des Westfeldzuges produzieren.
Für alle anderen hieße das, mit sehr wenigen mittleren Panzern anstelle vieler leichter Panzer in die Schlacht zu ziehen.
Da das für alle Seiten gilt, sind die vielen leichten Panzern aufgrund der Beweglichkeit etlicher Großverbände viel interessanter.
Der einzige Grund für die Produktion mittlerer Panzer besteht in dem Zugewinn an Abwehrmöglichkeiten seitens des Verteidigers - der alte Wettlauf zwischen Waffe und Panzerung.
1939/40 ist die Zeit der leichten Panzer, die dann allerdings auch ebenso schnell wieder vorbei sein wird.
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Einfach von Libyen und Ägypten aus bis zu den afrikanischen Vorkommen im Süden durchkämpfen! Dazu braucht es nicht einmal eine Flotte außerhalb des Mare Nostrum.Azrael hat geschrieben:Das Problem mit dem Naturkautschuk ließe sich doch lösen. Ihr müsstet nur Britisch-Ägypten und Britisch-Indien erobern, damit italienische Frachter ohne Umweg und ohne größere Probleme nach Asien kommen. Das römische Imperium war ja schließlich auch einst in Ägypten, warum also nicht auch das neue, römische Imperium?![]()
Ganz großes Kino wird hier geboten. Vielen Dank für die Fortsetzung!
„Spanisch spreche ich mit Gott, Italienisch mit Frauen, Französisch mit Männern und Deutsch mit meinem Pferd.“
Karl V. (1500-50)
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- Hohenlohe
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Werter H34DHUN73R, wir stimmen euch zu...
Aber, dass DR hat erst mit dem Fall der Tschechoslowakei die Möglichkeit an einen Bonus für die Forschung für die mittleren Panzer heranzukommen. Jedenfalls war das historisch so. Wir spielen HOI4 schon eine ganze Weile nicht mehr, aber wir werden bei Gelegenheit wieder reinschauen, aber derzeit wollen wir zwei verschiedene Kampagnen bei ROME II abschliessen und danach mit Warhammer wieder weitermachen.
herzlichste grüsse
Hohenlohe...
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- H34DHUN73R
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+2
Das ist tatsächlich ein probates Mittel, werter Bassewitz, jedoch findet sich dort nicht genug Kautschuk für das, was Uns vorschwebt:
Eine Luftwaffe, vor der die Welt errrrrrrr-rrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr-ZITTERN wird
- - - - - - - - - - AUTOMATISCHE ZUSAMMENFÜHRUNG - - - - - - - - - -
Was sich nicht zuletzt auch auf diesen AAR auswirken wird.
Eine Luftwaffe, vor der die Welt errrrrrrr-rrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr-ZITTERN wird
- - - - - - - - - - AUTOMATISCHE ZUSAMMENFÜHRUNG - - - - - - - - - -
Die Patches und DLCs haben tatsächlich einiges am Gameplay geändert, werter Hohenlohe.Hohenlohe hat geschrieben:Werter H34DHUN73R, wir stimmen euch zu...Aber, dass DR hat erst mit dem Fall der Tschechoslowakei die Möglichkeit an einen Bonus für die Forschung für die mittleren Panzer heranzukommen. Jedenfalls war das historisch so. Wir spielen HOI4 schon eine ganze Weile nicht mehr, aber wir werden bei Gelegenheit wieder reinschauen, aber derzeit wollen wir zwei verschiedene Kampagnen bei ROME II abschliessen und danach mit Warhammer wieder weitermachen.
herzlichste grüsse
Hohenlohe...![]()
Was sich nicht zuletzt auch auf diesen AAR auswirken wird.
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