Certain Fury - ein Cold Waters AAR

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Private_S
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Beitrag von Private_S »

Ok, Opa Hoppenstedt wird das am Wochenende mal in seinem Teekessel probieren.
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Taurus
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Beitrag von Taurus »

Puh, das war schon ein wenig kniffliger. Alles in allem aber richtig gute Unterhaltung, man fiebert förmlich mit.
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H34DHUN73R
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Beitrag von H34DHUN73R »

Wenn die Kühlmittelpumpe steht, verdampft im Nu das Kühlmittel, werter Private S und sucht sich einen Weg zur Entspannung.
Außerdem kann es leicht sein, dass Verbindungen im Primär- oder Sekundär-Kreislauf nach einem Torpedotreffer nicht mehr voll funktionsfähig sind.

Jedenfalls will der Dampf da raus und wenn frisch eingetroffenes Meerwasser auf einen frei liegenden Reaktor trifft, gibts auch gleich wieder frischen Dampf.

Man müsste wohl dabei gewesen sein, um zu wissen, was da konkret passiert ist ;)
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H34DHUN73R
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Beitrag von H34DHUN73R »

Wir danken den werten Regenten :)

Auch finden Wir den Vorschlag sehr gut, das Thema Reaktorsicherheit auf Atom-U-Booten mit Opa Hoppenstedts AKW-Bausatz nachzustellen.
Weiß jemand zufällig, ob dieser Bausatz noch im Handel erhältlich ist?
Wir meinen, selbigen etwa seit Ende der Siebziger oder Anfang der Achtziger nicht mehr gesehen zu haben :???:
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Beitrag von Private_S »

Ebay? Darknet? :D

Wir danken jedenfalls für die erklärenden Zusätze.
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Hjalfnar
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Beitrag von Hjalfnar »

Tom Clancy hatte das in einem seiner Romane gut beschrieben, könnte sogar "Jagd auf Roter Oktober" gewesen sein. Da geht einem Sowjet-Boot der Reaktor durch und die Crew auf dem Ami-Boot darf zuhören, wie es kräftig brodelt.
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H34DHUN73R
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Beitrag von H34DHUN73R »

Daher bezogen Wir auch Unsere Eingebung, da Wir leider im Nürnberger Raum selten Gelegenheit bekommen, ein Atom-U-Boot zu torpedieren ;)

Was schade ist, müsste man doch ein SSN oder SSBN im Rhein-Main-Donau-Kanal nicht lange suchen und es z.B. aus dem Brombach-See auch nicht so leicht fliehen könnte :)
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Beitrag von Hjalfnar »

Da trifft man anderes...also, in Kanälen. Flugzeugträger z.B.: http://www.der-postillon.com/2017/04/wo ... korea.html
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Beitrag von Bigfish »

Werter Hjalfnar,

den hatte Uns der CNO als Belohnung für erfolgreiche Gefechte als persönliche Yacht versprochen und gleich los geschickt - aber nicht an den Kanal gedacht! Mit Nord Korea hat das nix zu tun gehabt, dass war nur eine Finte weil der CNO einen ganzen Flugzeugträger nicht einfach verschenken darf - das darf nur der Präsident :fiesemoep:
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Beitrag von Teddy Suhren »

H34DHUN73R hat geschrieben:Nun, werter Teddy Suhren, die Versenkungszahlen sind tatsächlich hoch, da man fast immer auf eine Übermacht trifft.
Es wäre schwierig, sich aus einem lfd. Gefecht zurück zu ziehen - wenn man das kann, kann man in der Regel auch gewinnen.

Wenn man also die Kampagne überlebt, hat man sicherlich reichlich Versenkungen auf dem Konto.

Nicht nur, aber auch in diesem Zusammenhang von Interesse: es gibt zwischenzeitlich den Realism Mod von Subsim, der an sehr vielen Parametern dreht.
Wir haben den Mod noch nicht installiert - da der AAR ja nun läuft, haben wir keine Lust, uns eventuell alles zu zerschießen - aber etliche Testspiele von Jive Turkey auf Youtube angesehen.
Seht dann schon sehr realistisch aus, ist es nach Ansicht von Jive Turkey auch, der sich als Navy-Veteran und U-Boot-Mann damit wohl auskennen sollte.
Die Veränderungen betreffen hauptsächlich das Sonar, was zu einem weiter erschwerten Aufspüren des Gegners führt, sowie die Schadenstoleranz des eigenen Bootes (-> verringert) und der gegnerischen Einheiten (-> erhöht)

Für die meisten Spieler sollten allerdings die Schwierigkeitsgrade der Vanilla ein hinreichend realitätsnahe Simulation liefern.
Versteht Uns bitte nicht falsch, Unser Kommentar sollte keine Kritik darstellen. Ein völlig realistisches Szenario würde lange Phasen des Nichtstuns bedeuten, so wie es z.B. bei AOD der Fall ist. Wir lesen sehr gespannt mit und wundern Uns über die vielen technischen Spielereien, die es nach dem Typ XXI noch so gegeben hat.
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Beitrag von H34DHUN73R »

Wir haben Euren Kommentar keineswegs als - negative - Kritik verstanden, werter Teddy Suhren, obgleich Euch das natürlich auch zustünde ;)

Auch sehen Wir die Dinge ebenso wie Ihr: eine völlig realistische Simulation wäre todlangweilig, ein wenig Arcade muss schon sein.

Wir hoffen, das der Hersteller mit der vorliegenden Version zunächst mal ein Produkt am Markt etablieren und Einnahmen schaffen wollte und dann das Produkt weiterentwickelt.
Potenzial dafür wäre reichlich vorhanden:
- neutrale Schiffe, die zufällig in der Gefechtszone auftauchen, sodass man nicht blindlings ohne zuverlässige Identifizierung schießen kann
- befreundete Schiffe, die unabhängig operieren, was wohl das tägliche Brot eines U-Boot-Kommandanten sein dürfte. Dann kann man die ganze Zeit überlegen, was der Kumpel wohl vor hat und ihm ggfs. unter die Arme greifen.
- eine sowjetische Kampagne
- mehr Aktivitäten im Nordatlantik, generell ein erweitertes Aktionsfeld, vielleicht auch Ost-See im Rahmen einer Sub-Kampagne unserer eigenen hochwohllöblichen Marine, z.B. Abwehr von Landungsunternehmen in Norddeutschland, Dänemark, Schweden...
- zusätzliche Boote, insbesondere von Verbündeten, wobei neben den britischen Booten eben auch z.B. deutsche Boote auftreten könnten (die offenbar einen ganz guten Ruf bei US U-Boot-Fahrern genießen)

Einiges davon wird man sicherlich auch in Form von Mods angeboten bekommen, bzw. ist das bereits heute schon so.
Britische und sowjetische Boote sind schon per Mod verfügbar, allerdings fährt man damit dann immer noch auf amerikanischer Seite rum, was nicht gerade der Immersion dient.
Jedenfalls reicht Unsere Phantasie dafür nicht aus ;)

Wie auch immer, Wir halten den obigen Mod in der Tat für höchst empfehlenswert und hätten ihn selbst längst installiert, wenn wir nicht die Sorge hätten, uns die Dateien für den AAR zu zersemmeln
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Beitrag von H34DHUN73R »

Hjalfnar hat geschrieben:Da trifft man anderes...also, in Kanälen. Flugzeugträger z.B.: http://www.der-postillon.com/2017/04/wo ... korea.html
"No, I am a Dattelner! This is a part of Recklinghausen in the Regierungsbezirk of Münster in NR-Double-U! My name is Walter and this is my Zwergschnauzer Fifi! I don't know how you get to North Korea from here, but the North Sea is in this direction!"

Sehr schön, man hilft ja auch gerne :)
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Beitrag von Hjalfnar »

Werter H34DHUN73R, der Artikel zu CW ist nun online, eventuell könnt Ihr dem werten Toni etwas Feedback geben?
https://www.stratege-magazin.de/coldwaters
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Beitrag von H34DHUN73R »

klar, werter Hjalfnar, gerne, schon erledigt :)
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Beitrag von Li Shunchen »

Es gibt nukleare Wasserbomben? Wie geil ist das denn xD Würden Da gerne den Screenshot sehen, wenn Ihr damit beworfen werdet!
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Beitrag von H34DHUN73R »

Nun, es gibt zumindest Torpedos mit Nuklearsprengköpfen, allerdings haben Wir selbst noch keinen Einsatz beobachtet - oder auch erlitten, wobei man hinterher eh nicht mehr drüber berichten könnte.

Uns würde auch die Frage interessieren, was einen Hubschrauberpiloten dazu veranlassen sollte, eine atomare Wasserbombe abzuwerfen.

Was soll's, Wir gehen lieber beidem aus dem Weg :)
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Beitrag von H34DHUN73R »

Certain Fury - ein Cold Waters AAR

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3. Mission


Commander H34D CR45H blickte von seinem Teller auf und fasste seine Offiziere ins Auge.

Er hatte seine wichtigsten Offiziere zu einem gemeinsamen Essen in der Offiziersmesse geladen.
Alle würden eh nicht hinein passen, wies das Etablissement doch in etwa die Ausmaße eines begehbaren Kleiderschranks auf.
Immerhin war man unter sich und konnte schwierige Themen offener erörtern als in Gegenwart der Mannschaften.

CR45H stocherte mit der Zunge noch einen zwischen den Zähnen störend verkeilten Fleischfetzen seines Steaks frei, bevor er auf den neuesten Funkspruch von COMSUBLANT zu sprechen kam.

Erwartungsgemäß hatte der alte Zau-, nun, der Admiral, wieder ein Haar in der Suppe ausgemacht.

Sieben feindliche Boote hatte die Norfolk nun auf den Grund gesandt, davon alleine sechs auf der Suche nach diesen ominösen Cruise Missile Booten.
CR45H hatte jeden gemeldeten Kontakt angegriffen und jeden gesichteten Feind versenkt.
Nun behauptete COMSUBLANT also, da wäre noch ein Oscar gewesen und gerade dieses eines Oscar hätte das eine, entscheidende Ziel dargestellt.

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Die anderen Boote interessierten nicht !

Der Commander hatte es aufgegeben, sich über diesen Kram aufzuregen.

COMSUBLANT saß tausende Meilen entfernt in Norfolk und hatte mehr Probleme, als Haare auf dem Kopf.
Was daran lag, das CINCLANT noch mehr Probleme hatte.

Die US Navy war eine eigenständige Waffengattung mit eigenen strategischen Kapazitäten und entsprechenden Zielen.

Zur Zeit aber gab es nur ein Ziel von Bedeutung: die Sicherung der Konvoys mit Nachschub und insbesondere Truppen auf dem Weg nach Westeuropa !
Die US Navy hatte dafür zu sorgen, dass die NATO diesen Landkrieg erfolgreich überstehen konnte.

So ziemlich alles, was schwimmfähig war, widmete sich dieser Aufgabe.

Auch die Trägergruppen, die Augäpfelchen der US Navy, um das herum sich alles andere scharte.

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Mit diesen Trägergruppen konnte man viele tolle Sachen machen, wie z.B. Invasionen an feindlichen Küsten, Luftschläge von überraschenden Punkten aus tief im Hinterland des Feindes, Erringung der Lufthoheit, dort wo man sie gerade brauchte.
Und natürlich aktive Seeherrschaft erlangen und ausüben, Sicherung eigener Geleitzüge, Auffinden und Versenken gegnerischer Konvoys.

Tatsächlich gab es für die Trägergruppen soviel zu tun, dass man gar nicht alles machen konnte.
Jedenfalls nicht gleichzeitig.

Da die Sowjets diese Trägergruppen auch so toll fanden, kannte die Rote Flotte denn auch kein höheres Ziel, als sie aus dem Spiel zu nehmen.

Mit Jagd-U-Booten, die ihnen auflauerten, landgestützten Jagdbombern, sofern sie denn in Reichweite kämen.
Oder mit den pfeilschnellen Backfire-B Marinebombern, die nur auf eine Gelegenheit warteten.

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Und mit ihren Kingfish-Raketen und deren 900kg - Sprengköpfen auch den gewaltigen Trägern ordentlich den Tag versauen konnten.

Also war CINCLANT damit beschäftigt, seine Trägergruppen so über den Nordatlantik zu bewegen, dass sie den sowjetische RORSATs möglichst aus dem Weg blieben und dabei gleichzeitig den Konvoys mit ihren ASW-Kapazitäten zur Hand gehen konnten.

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Während ihre CAPs nach feindlichen Seeaufklärern suchten.
Und der Rest der Atlantik-Flotte ASW-Missionen durchführte oder gleich direkt als Eskorte abgeordnet wurde.

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Man jagte jeder U-Boot-Sichtung und auch jedem Verdacht auf ein feindliches Boot hinterher.

Das alles bezog natürlich auch COMSUBLANT mit ein.

Da konnte einem schon bei dem einen Jagd-U-Boot, das auf sich alleine gestellt im Nordmeer operierte, etwas durcheinander gehen.

Für Commander CR45H lief das daraus hinaus, dass er die Missionen, die man ihm künftig stellen würde, wohlwollend prüfte, generell aber das tat, was er selbst für richtig hielt.
Schließlich war er der Befehlshaber vor Ort und es war sein Arsch, den die Russen aus dem Wasser sprengen wollten.
Und er war auch der eine Kommandant, der zur Stelle war, um dem Iwan selber einen Tritt in die Eier zu verpassen.

Also würde er sein eigenes Ding machen.

Schließlich war er als Skipper eines Atom-U-Boots ohnehin nur dem lieben Gott verantwortlich.
Wenn er den nächsten befreundeten Hafen anlief, konnten ihn die Admiräle ja an einem Mast hochziehen, wenn ihnen der Sinn danach stand, aber bis dahin galt hier sein Wort und sonst gar nichts.

Diese komplizierten Überlegungen waren für die empfindlichen Ohren seiner jungen Offiziere nicht unbedingt vollumfänglich geeignet.
Als Kommandant hatte er ohnehin nicht die Aufgabe, jedermann jederzeit über alle seine Gedanken auf dem Laufenden zu halten.
Es war vielmehr sein Job, dafür zu sorgen, dass seine Leute im richtigen Moment das Richtige taten.

CR45H spülte also den Rest der Mahlzeit mit einem Schluck Mineralwasser hinunter und räusperte sich.

"Wie sie inzwischen alle wissen, hat COMSUBLANT uns zwar erneut zu unseren Erfolgen gratuliert, jedoch angemerkt, dass uns wohl ein Oscar durch die Lappen gegangen sei"

Er ließ einen prüfenden Blick über das Grüppchen schweifen, während der Konjunktiv im Raum schwebte.

Hatte sich da noch so eine kleine Fleischfaser verkeilt?
Suchend fuhr die Zunge erneut über die Backenzähne.

"Das mindert unsere Erfolge kein bisschen ! Wir haben alleine fünf moderne Jagd-U-Boote auf den Grund geschickt, was der Nordmeer-Flotte zweifellos zu schaffen machen wird"

Nein, da war doch nichts, stellte er schließlich fest.

"Vermutlich muss der Iwan nun vermehrt Diesel-Boote raus schicken, zusätzlich vielleicht auch Überwasser-Kampfgruppen, wenn er im Nordmeer etwas bewegen will.
Dass er gerne die norwegische Küste sein Eigen nennen würde, liegt auf der Hand.
Solange von dort Seeaufklärer der NATO operieren, kann er das Nordmeer nur eingeschränkt befahren.
Also wird er dort früher oder später sowohl von der Land- als auch der See-Seite her Druck machen."

CR45H vergewisserte sich durch Blickkontakt, dass die Burschen noch geistig an Bord waren.

"Daher fahren wir weiter Richtung norwegischer Küste.
Wir dürften dort ausreichend Beschäftigung finden.
Falls es den Russen inzwischen einfällt, sich mit Grönland oder Island zu beschäftigen, kommen wir von der norwegischen See auch noch schnell genug hin, um ihnen einen Tritt zu verpassen.
Das ist der Plan !"

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Commander H34D CR45H lehnte sich zufrieden zurück.

XO, LI und der Nachrichten-Offizier tauschten schnelle Blicke aus, drängelten schließlich den XO heraus, den naheliegenden Einwand zu formulieren.

"Das ist ein hervorragender Plan, Skipper !", versicherte Walker.
"Sollten wir zuvor eventuell noch kurz nach Holy Loch zurück laufen, um Rohr 2 wieder Instand setzen zu lassen ?"

CR45H schnaubte verächtlich.

"Ich habe keine Lust, so kurz nach dem Auslaufen und mit praktisch vollen Magazinen schon wieder zurück zu kehren !
Schließlich haben wir Krieg, meine Herren und den gewinnt man nicht, indem man im Stützpunkt herum sitzt !
Drei Rohre werden reichen !"

Der XO schluckte.
Offenbar wurde der Alte von Tag zu Tag verrückter !
Mit drei Rohren gegen die Rote Nordmeer-Flotte ?!
Leider verteidigte die US Navy die Demokratie nur, praktizierte sie jedoch nicht.
So blieb nur eine Antwort.

"Aye, aye Sir !"
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Azrael
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Beitrag von Azrael »

Ich lese belustigt mit, ob eures Humors und eurer Taten, aber mit der Erfahrung wird das schon :D

Habs abonniert, werter Captain und wünsche euch immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel, vielleicht erwisch ich mal das eine oder andere Boot, dass euch durch die Lappen geht, während ich auf meinen Patrouillen unterwegs bin, auch wenn ich gefühlt häufiger in die Barentsee geschickt werde ^^
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H34DHUN73R
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Beitrag von H34DHUN73R »

Wir danken, werter Azrael und wünschen ebenfalls gute Jagd :)
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Beitrag von H34DHUN73R »

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3. Mission - Abfangen und Ausschalten von sowjetischen Seeversorgern in der Nähe der Barent-See


Commander H34D CR45H staunte wieder einmal nicht schlecht über einen Einsatzbefehl von COMSUBLANT.

Per ELF hatte man die Norfolk eilends auf Periskop-Tiefe gerufen, von wo aus sie über UHF SATCOM via SSIXS ihren Einsatzbefehl abrufen konnte.

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Sowjetische Seeversorger sollten also "in der Nähe der Barent-See" feindliche U-Boote aufmunitionieren, was COMSUBLANT verständlicherweise gerne verhindert sähe.
So weit, so gut.

Nur, was soll dieses "in der Nähe der Barent-See" denn konkret bedeuten?
Die Barent-See an sich war ja schon groß genug !

"In der Nähe" würde das Nordmeer und die Grönland-See mit einschließen.
Super, dann wären ja mal immerhin der Atlantik und der Pazifik vom Tisch !

Kopfschüttelnd fragte sich CR45H wieder einmal, ob irgendwer diesen Schwachsinn nochmal quer las, bevor man derartige Einsatzbefehle an Atom-U-Boote versandte.
Offenbar nicht !
Im Grunde mussten die Seeversorger in Murmansk einfach nur im Hafen die Leinen los machen und würden schon "in der Nähe der Barent-See" operieren !

Da wäre es doch einfacher gewesen, in den Einsatzbefehl reinzuschreiben "blast halt jeden Seeversorger aus dem Wasser, den ihr irgendwo finden könnt. Wir sagen euch Bescheid, wenn's reicht!"

Der Commander unterdrückt das dringende Bedürfnis, auch diesen Befehl in kleine Fetzen zu zerreißen.

COMSUBLANT schien ihm in diesem Krieg zunehmend weniger eine relevante Größe darzustellen.
Hockte er nun wieder feist und zufrieden in seinem Ledersessel und glaubte, die Welt verbessert zu haben?
Falls die übrigen hohen Befehlshaber der NATO ähnliche Vollpfosten waren, würde dieser Krieg in einem blutigen Desaster enden, gegen das Vietnam wie ein Schulausflug aussah !

"Bestätigen Sie den Befehl!", schranzte er den unglücklichen Lieutenant JG Aiken an.
Er fasste Lieutenant Commander Walker ins Auge.
"Neuer Kurs Richtung 80°, wir laufen in die Barent-See!"

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"Aye, aye, Sir!"

***

2000Z, 02.Dez.84, Logbuch der USS Norfolk:

Nähern uns der Barent-See.
Gesuchte Schiffe bisher nicht gesichtet, Kontaktmeldungen anderer Quellen ebenfalls negativ.
Meldungen norwegischer Orion-P3 bzgl. sowj. Überwasser-Gruppe südlich Spitzbergen in Grönland-See.
Sicher nicht der gesuchte Verband, aber immerhin ein konkretes Ziel.
Beschluß: aufschließen, angreifen.

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0000Z, 02.Dez.84, Logbuch der USS Norfolk:
Weiterhin keine Meldung bzgl. sowj. Seeversorger.
Norfolk läuft nun Kurs Nord.
Suche nach sowj. Überwasser-Gruppe südlich Spitzbergen begonnen.
Opportunitätsziel.
Zusammensetzung unklar.
Bislang kein Kontakt.

Bild

***

"Achtung, Kommandant auf der Brücke !"

Commander CR45H hatte die drei Meter von seiner Kapitänskajüte wie üblich zügig überwunden.
"Was liegt an ?", fragte er Lieutenant Commander Walker.

Bild

"Sonar-Kontakt auf Peilung 035, designiert als Sierra-1, Entfernung noch unklar, Sir !", informierte der XO.
"Boot läuft mit 10 Knoten auf Kurs 031 ! Wir haben eine ausgeprägte Thermokline auf 95 Fuß. Wassertiefe größer 1000m"

Bild

"Was macht das Wetter?", begehrte H34D zu wissen.
Davon hing schließlich ab, wie gut das eigene und das feindliche Sonar arbeiten würde.

"Windstärke 2, leichte Brise, kleine, kurze Wellen bei glasiger Oberfläche, Sir"

Also könnte man die Norfolk von einem Seeaufklärer oder Hubschrauber gut sehen, wenn sie zu weit nach oben käme, schlussfolgerte der Commander.
Andererseits konnte man selber aber sehr gut hören, wer sich da draußen herumtrieb.

"Dann mal wieder an die Arbeit - Kommandant an Sonar: was haben wir da, Jonessy ?"

Die Sonartechniker verglichen bereits die gespeicherten Profile mit den Schallwellen, die durch das Meer zur Norfolk durch drangen.

Schon mal kein Udaloy, dachte Jones erleichtert.
Udaloy's waren so richtig eklige Gegner - schnell und wendig wie ein Dieb, gutes Sonar, mit Waffen vollgepackt, die perfekte ASW-Fregatte.

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Was dann?
Eine Kara vielleicht?
Nachdenklich kaut er auf der Unterlippe, während er die Ohren spitzt.
Ja, tatsächlich !

Bild

"Sonar an Brücke: Sierra-1 identifiziert als Lenkraketen-Kreuzer der Kara-Klasse"


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CR45H nickte nachdenklich.
Er griff zum neben seinem Kopf hängenden Mikrofon und schaltete auf 1MC.
"Kommandant an alle Stationen: Schiff klar zum Gefecht !"

Nicht gerade das Neueste, was der Iwan zu bieten hatte, aber jedenfalls ein sehr ernstzunehmender Gegner.
8500 Tonnen, ausgestattet mit acht U-Jagd-Raketenwerfern SS-N-14 Silex, die unvorsichtigen U-Boot-Skippern den Tag versauen konnten, indem sie ihnen Torpedos direkt auf den Schädel warf.
Über eine Entfernung von bis zu 50km!

Es sei denn, natürlich, man hatte die nukleare Variante installiert, die mit nuklearen Wasserbomben um sich warf.
Da sparte man sich eine Menge Ärger mit der Zielansprache.

Andererseits lagen CR45H bislang keine Informationen über den Einsatz taktischer Atomwaffen seitens NATO oder Warschauer Pakt vor.
Falls man hier also nicht darauf aus war, einen Präzedenzfall zu schaffen, müsste er sich zumindest über diesen Aspekt keine Gedanken machen.
Was ohnehin nichts geändert hätte.

Daneben hatten die Kara's noch RBU-1000 und RBU-6000 Raketenwerfer zu bieten, die bis zu 12 Wasserbomben über 1000 bzw. 6000 Yards befördern konnten.
Aufgrund der Schnelligkeit des Gesamtsystems von der Zielerfassung bis zum Aufschlag der Wasserbomben und der Flächenwirkung einer kompletten Salve war das genau die Waffe im sowjetischen Arsenal,
die H34D CR45H die meisten Sorgen machte.
Wäre man einmal erfasst und befand sich in der Reichweite dieser Werfer, würde man sich sehr schwer tun, zu entwischen.

Außerdem hatte man natürlich auch noch einen Kamow KA-25 Hormone ASW-Hubschrauber an Bord, der bis zu zwei Torpedos tragen konnte.
Da war man gut beraten, die Ohren offen zu halten !
Wenn der unbemerkt zum Abwurf käme, wäre guter Rat teuer !

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Die Sonar-Kapazitäten konnten sich auch sehen lassen, waren die Kara's doch unter Anderem mit einem VDS Tauchsystem ausgerüstet.

Ein Gegner, den CR45H bevorzugt mit einem überraschenden Raketen-Angriff ausgeschaltet sehen wollte, sodass das Biest erst gar keine Chance hatte, sein Potenzial auszuspielen.

Leider hatten die Russen daran aber auch gedacht und ein Gatling-System für die Luftverteidigung spendiert.

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"Sonar an Kommandant: Sierra-1 operiert etwa 10.400 Yards entfernt. Bisher kein Anzeichen, dass er uns bemerkt hat", fügte der Sonargast hinzu.
"Nach allen Informationen bezüglich seiner Sonarkapazität ist eine Erfassung der Norfolk derzeit praktisch ausgeschlossen"

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"Gute Arbeit, Jonessy"

"Gehen wir mal etwas näher ran! Kurs 031 und Geschwindigkeit 10 Knoten beibehalten", ordnete H34D an.
"Ich würde so einen dicken Kreuzer ja nicht alleine übers Meer fahren lassen. Halten Sie die Ohren offen, vermutlich hat der Iwan Gesellschaft."

Leise hielt die Norfolk praktisch direkt auf den Kreuzer zu, während Commander CR45H noch darüber nachdachte, ob er zwei seiner TASM's opfern sollte, um den Gegner auszuschalten.
Eine würde aufgrund der Flugabwehr nicht reichen, bei zwei war es auch noch nicht garantiert.
Andererseits müsste er für einen Torpedo-Treffer noch deutlich näher heran gehen.
Vielleicht zu nahe.

Ein Ping hallte durch die Norfolk.

"Sonar an Brücke: Sierra-1 peilt mit Aktiv-Sonar. Sehr unwahrscheinlich, dass er von uns ein brauchbares Echo auffängt. Entfernung nun bei 9.200 Yards"

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Sekunden später wurde ein weiterer Ping hörbar.

CR45H runzelte die Stirn - der klang aber anders!

"Sonar an Brücke: da ist noch jemand im Wasser und peilt mit Aktiv-Sonar herum. Peilung grob 005, bisher noch kein Kontakt !",
informierte Jones
"Kontakt Sierra-1 läuft mit 19 Knoten"

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Nun, das sah nicht so aus, als würde sich jemand auf der Kara sonderliche Sorgen machen, befand der Commander.
Also konnte man sich gemütlich weiter heran pirschen.

Geduldig wartete er auf weitere Informationen.

"TMA kommt voran, vorläufige Feuerleit-Lösung steht ! Sierra-1 läuft in 029 mit 24 Knoten auf Kurs 294, Entfernung 8.700 Yards !", gab der Sonargast nach einer weiteren Minute durch.

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Oha, die Kara machte Tempo !
Hatte man die Norfolk nun doch bemerkt oder legte man nur mal einen kurzen Sprint ein, rätselte CR45H.

"Ruder hart Steuerboard auf neuen Kurs 090 !", befahl er schließlich.

So hielt er sich hinsichtlich der Kara die Option auf einen Raketen-Angriff offen.
Außerdem interessierte es ihn brennend, wer denn da im Norden unterwegs war.
Nun würde er zwar der Kara die größtmögliche Fläche zur Erfassung zuwenden, hatte dafür aber eine deutlich bessere Chance, den unbekannten Mitspieler aufzuspüren.

Es gab halt nichts umsonst im Leben !

"Ruder liegt auf hart Steuerbord"

"Sierra-1 läuft nun mit 26 Knoten auf Peilung 028 in 8.500 Yards"

Natürlich musste man das Schicksal aber auch nicht mit aller Gewalt herausfordern.
Das Schicksal konnte bekanntlich alles ertragen, nur keine Herausforderung !

"Maschine zurück auf ein Drittel voraus ! Alle Stationen: wir gehen auf Schleichfahrt !"


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"Feuerleit-Lösung steht bei 82% ! Gleich haben wir Sierra-1 !", gab Jones durch.

"Neuer Kurs 090 liegt an, Geschwindigkeit nun bei 5 Knoten"

CR45H musste sich nun entscheiden.
Falls er die Kara tatsächlich mit Tomahawk's angehen wollte, müsste er nun die Torpedo-Rohre damit bestücken.

Er schüttelte langsam den Kopf.
Der Russe stand schon nahe genug für einen Torpedo.
Davon hatte er auch genug an Bord, während er die TASM's vielleicht ein andermal noch dringend brauchen würde.

"TMA abgeschlossen ! Feuerleit-Lösung steht mit 95% ! Sierra-1 läuft mit 27 Knoten auf 020 mit Kurs 294, Entfernung 9.200 Yards !", informierte der Sonargast.
"Soweit wir das sagen können, hat er bei den gegenwärtigen Bedingungen keine Chance uns zu hören"

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Erneut treffen konzentrierte Schallwellen auf den Rumpf der Norfolk.

"Das kam wieder aus dem Norden, Richtung nun ungefähr 355. Immer noch kein Kontakt"

Der nervt ja richtig, befand der Commander.
Man sollte meinen, dass man so langsam mal einen Kontakt herstellen könnte, wenn der Kerl schon so freizügig in der Gegend herum pingt !

"Sierra-1 nun auf Peilung 008, passiert uns gleich backbords. Läuft immer noch mit 27 Knoten auf Kurs 254."

Da man keinen Kontakt hatte, wusste man auch nicht, um was oder wen es sich da handelte.
Also hatte man auch keinen blassen Schimmer hinsichtlich der Leistungsfähigkeit der Sonar-Anlage des ominösen Russen.

Da H34D sich allmählich ohnehin klar zum Schuss machen wollte, konnte man das Angenehme mit dem Nützlichen kombinieren.

"Ruder hart Backbord auf neuen Kurs 360", befahl er.
Immerhin wurde dadurch die Fläche der Norfolk sowohl gegenüber der Kara als auch gegenüber dem immer noch unbekannten Mitspieler drastisch reduziert.

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Gleich darauf kam schon wieder ein Ping aus dem Norden rein.

Langsam drehte das Boot bei der minimalen Fahrt nach Norden.
Dafür aber auch weitgehend geräuschlos.

"Sierra-1 nun bei 358, dreht Richtung Backbord und nimmt Fahrt zurück ! Kurs nun 245, Geschwindigkeit gesunken auf 12 Knoten ! Entfernung nun bei 7.700 Yards"

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Das sprach dafür, dass man sich auf der Kara nun in einer unerfreulichen Richtung genauer umhörte.
Hatte man dafür einen konkreten Grund ?
Immerhin rückte der feindliche Lenkraketen-Kreuzer nun langsam in Reichweite seiner RBU-6000 Wasserbomben-Werfer.

Commander CR45H nagte unschlüssig an seiner Unterlippe.
Wenn er nun feuerte, würde der Draht sehr wahrscheinlich reißen und der Kara blieb noch jede Spielraum, um das beschränkte Hirn des Torpedos zu verwirren.
Wenn er noch länger wartete, könnte der Norfolk in den nächsten Minuten der Himmel auf den Kopf fallen und er käme gar nicht zum Schuss.

Das übliche Problem des U-Boot-Skippers: noch abwarten oder gleich zuschlagen ?

Dazu noch der völlig unklare Kontakt im Norden !
Wenn er jetzt loslegte, würde die Kara wohl zurück schießen, woraufhin die Norfolk manövrieren müsste.
Dann wäre es erst einmal Essig mit dem geheimnisvollen Unbekannten.

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"Sierra-1 nimmt weiter Fahrt raus ! Klingt, als würde man sich nur noch treiben lassen ! Geschwindigkeit nun bei 6 Knoten, Entfernung bei 7.600 Yards ! Mit aktivem Sonar würde er uns jetzt vermutlich hören !"

OK, Schluss jetzt!

"Torpedo Rohr 3 klar zum Schuss! Kurs 032, Tiefe 150 Fuß, Suchmodus aktiv, Aktivierung auf 4.500 Yards"
Falls der Iwan taub sein sollte, könnte CR45H den Aal in sein Kielwasser führen, ansonsten würde er halt nachjustieren.
Hauptsache der Draht würde halten !

"Rohr 3 ist klar zum Schuss"

"Torpedo Rohr 3: Feuer !", befahl H34D entschlossen.

Mit dem Zischen ausströmender Pressluft macht sich der Mark 48 auf den Weg zu Sierra-1.

"Torpedo ist gut freigekommen, läuft normal, Draht OK"

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"Sierra-1 peilt mit Aktiv-Sonar, hat scheinbar Torpedo gehört! Fährt Maschine wieder hoch, dreht weiter nach Backbord auf uns zu", versetzte Jones nach 20 Sekunden angespannten Wartens.
"Dürfte uns aber nicht hören, da wir nun auf Kurs 033 nur eine geringe Fläche anbieten"

Der Commander lächelt zufrieden.

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Der Torpedo der lief weiter, während Sierra-1 wieder beschleunigte und immer schneller auf die Norfolk zudrehte.

Falls die Kara den Torpedo bemerkt haben sollte, wäre es jedenfalls ein recht dummer Schachzug, genau in dessen Weg hinein zu drehen, dachte H34D.
Oder glaubte der russische Skipper vielleicht, er könnte den Aal vor Aktivierung überlaufen?
Aus dem Stand?

"Sierra-1 läuft nun wieder mit 22 Knoten, dreht weiter nach Backbord, Kurs gegenwärtig bei 196, Entfernung noch 6.700 Yards !"

"Walker, leiten sie den Torpedo auf neuen Kurs 345, Aktivierung nach weiteren 1.500 Yards"

Der XO machte sich an den Torpedo-Kontrollen zu schaffen.

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"Sierra-1 läuft nun mit 27 Knoten auf Kurs 190, Entfernung 5.800 Yards !"

Allmählich machte sich CR45H doch Sorgen, lag die Norfolk doch nun innerhalb der Reichweite des RBU-6000 Werfers der Kara.
Was hatte dieser verrückte Russe vor?
Hatte er sie nun entdeckt oder nicht?
Oder zumindest den Torpedo?
Den konnte man ja eigentlich schwerlich überhören, auch wenn er immer noch passiv lief.

"Walker, bringen sie den Torpedo auf neuen Kurs 298, Aktivierung nach weiteren 500 Yards !"

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Erneut traf ein Ping aus dem Norden auf die Hülle der Norfolk.

Ja, zu dir kommen wir auch gleich, keine Sorge, zürnte der Commander.

"Walker, aktivieren Sie den Aal !"

"Torpedo ist nun aktiv !", bestätigte der XO.
"Torpedo ist aktiv und hat Sierra-1 erfasst ! Torpedo schließt auf Sierra-1 auf !"

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Noch immer hielt die Kara den Kurs, als ginge sie das alles nichts an.

Gespannt hielt der Commander den Atem an, als der Aal immer weiter zu seinem Ziel aufschloss.

"Torpedo ist offenbar unter Sierra-1 durchgelaufen !", meldete Walker.
"Torpedo hat Ziel verfehlt ! Torpedo sucht wieder"

"Neuer Kontakt, designiert als Sierra-2 auf Peilung 351 !", rief Jones dazwischen.

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Noch immer suchte der Torpedo nach einem Ziel, erfasste aus irgendeinem Grund aber Sierra-1 nicht.

"Kontakt Sierra-2 klassifiziert als ASW-Fregatte der Kashin-Klasse !", gab der Sonargast bekannt.

Plötzlich treffen fast zeitgleich Pings von Sierra-2 und dem Torpedo auf der Norfolk ein.

Oh verdammt, nicht schon wieder, fluchte Commander CR45H, als im schlagartig die Gefahr klar wurde.

"Steuermann: Äußerste Fahrt voraus ! Tiefenruder 30° vorlastig !",
befahl er barsch.

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Wer nicht angeschnallt war, klammerte sich irgendwo fest, als die Norfolk losspurtete und dabei steil in die Tiefe abkippte.

"Steuermann: Ruder hart Steuerbord !"

"Steuerdraht gerissen !", meldete Hardesty.

"Torpedo hat scheinbar Sierra-1 wieder erfasst. Schließt jedenfalls auf zu Sierra-1"

Aber H34D CR45H hat keinen Bedarf mehr an Experimenten.
Mochte schon sein, dass der Aal sich nun besonnen hatte und den zweiten Anlauf erfolgreicher gestaltete.
Aber der Commander würde lieber schon weit aus dem Weg gehen !

"Passieren 200 Fuß"

Außerdem wollte er möglichst schnell wieder aus dem Feuerbereich der Wasserbomben-Werfer heraus kommen.
Der ASW-Hubschreiber hatte vermutlich eh schon abgehoben.

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"Ruder hart Steuerbord liegt an !"

"Passieren 300 Fuß"

"Passieren 400 Fuß"

Die Norfolk jagte nun schon mit 27 Knoten in die Tiefe und drehte weiter Richtung 180.

"Passieren 500 Fuß"

Plötzlich dröhnte eine nahe Explosion durch die Norfolk.

"Passieren 600 Fuß"

"Torpedo hat Sierra-1 erwischt !", rief Jones
"Wassereinbruch auf Sierra-1 hörbar ! Sekundär-Explosionen ebenfalls ! Gas-Turbinen scheinbar ausgefallen ! Sierra-1 verliert Fahrt"

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"Passieren 700 Fuß"

"Boot bei 1000 Fuß abfangen !"


"Da drüben ist einiges los ! Wassereinbruch, brechende Schotts, Sekundär-Explosionen vermutlich von gelagerter Munition ! Schiff läuft voll ! Wir haben den Kerl !", gab Jones aufgeregt bekannt.

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Commander CR45H wartete ab, bis die Norfolk auf Kurs 290 aufkam.
Da draußen war schließlich noch ein Russe unterwegs, der nun vermutlich einige Fragen hatte.

"Sierra-1 geht runter !", verkündete der Sonargast.

"Steuermann: Ruder mittschiffs !"

"Ruder liegt mittschiffs, neuer Kurs 292 liegt an"

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Unter fortlaufenden Explosionen versank der ehemals stolze russische Lenkraketen-Kreuzer in der Grönland-See, während Commander CR45H sich längst Gedanken über den nächsten Gegner machte.

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Man sollte nie das Schicksal herausfordern. Das Schicksal kann alles ertragen, nur keine Herausforderung.
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