Certain Fury - ein Cold Waters AAR

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H34DHUN73R
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Certain Fury - ein Cold Waters AAR

Beitrag von H34DHUN73R »

An dieser Stelle soll ein Cold Waters AAR entstehen, werte Regenten, zudem ein klassischer AAR und kein Video-AAR, was bei diesem Spiel eigentlich besonders nahe liegt.
Uns hat es jedoch das Schreiben angetan, also bleiben Wir bei der tradierten Form.

Cold Waters ist eine neue U-Boot-Simulation, die wieder einmal an Tom Clancy's Buch "Red Storm Rising" erinnert, jedenfalls prinzipiell.
Da Clancy seinerseits wohl auf NATO-Szenarios zurückgegriffen hat und man seine eigenen Story-Elemente praktischerweise beiseite lässt, ist das faktisch nicht weiter wichtig.

Letztlich geht es darum, dass den Sowjets nach mehreren Jahren Reagan die Nerven durchgehen oder sie vielleicht einfach nur die Nase voll haben, weshalb sich der Warschauer Pakt auf die NATO in West-Europa stürzt.
Ein konventioneller Krieg also.

In Cold Waters übernimmt der Spieler das Kommando über ein Atom-U-Boot der US Navy, wobei er unter etlichen Modellen wählen kann.
Da Wir die 1984er - Kampagne spielen, entscheiden Wir Uns für die Los Angeles-Klasse.
Alternativ ist auch noch eine 1968er - Kampagne verfügbar, mit den entsprechenden damaligen U-Booten.

Auf diese Weise kann auch indirekt der Schwierigkeitsgrad beeinflusst werden - zumindest nach Unseren bisher bescheidenen Versuchen tut man sich mit der 1984er - Kampagne und der Los Angeles - Klasse am Leichtesten.
Das Boot ist schnell, leise und verfügt zumindest potentiell über zahlreiche Waffensysteme, die unterschiedliche Taktiken erlauben.

Gespielt werden kann derzeit nur amerikanischer Seite, eine Erweiterung mit einer spielbaren sowjetischen Seite ist geplant.
Nahe liegend wären im Grunde auch britische und vielleicht französische Boote, aber da ist derzeit nichts in Sicht.

Das Spiel ist aber nach Bekunden des Herstellers sehr Mod-freundlich ausgelegt, sodass sich vielleicht auch diesbez. bald aus der schnell wachsenden Community heraus etwas ergeben wird.

Letztlich besteht das Ziel der jeweiligen Kampagne darin, den Krieg zu gewinnen.
Das entscheidet sich natürlich an Land, nicht im Wasser.
Die Aktionen des Spielers üben jedoch einen großen Einfluss auf den Landkrieg aus:
Kann man sowjetische Boote vom Einlaufen in den Atlantik abhalten, kommen mehr Konvoys durch und die NATO-Bodentruppen erhalten Verstärkung.
Setzen sich die sowjetischen Boote durch, werden mehr Konvoys versenkt und die Rote Armee marschiert weiter vor.

Ähnlich sieht es mit allen Missionstypen und konkreten Einsatzzielen aus, so kann z.B. Norwegen oder Island fallen mit entsprechenden Auswirkungen auf die Kriegslage.

Cold Waters läuft unter "Simulation", was durchaus zu Diskussionen reizt.

Unseres Erachtens ist das durchaus eine korrekte Einstufung, auch wenn sehr viele Arcade-Aspekte vorhanden sind.
Die Uns zudem durchaus zusagen :)

Wir vermuten aber, dass sich ein Hardcore-Simulationsspezialist wie etwa der werte Bigfish empört abwenden würde - jedenfalls spielt Command: Northern Inferno diesbez. in einer ganz anderen Liga.
Andererseits sieht Command: Northern Inferno halt auch aus wie eine durchgeknallte Access-Datenbank, während Cold Waters mit Grafik und Sound glänzt, der einem "Jagd auf Roter Oktober" - Film Fan Freudentränen in die Augen treibt.
Hier ist sicherlich auch die Zielgruppe für das Spiel auszumachen.

Eine letzte Warnung an alle, die sich vielleicht demnächst bei Cold Waters selber ins Getümmel stürzen wollen: das Game ist - Simulation hin oder her - sauschwer !
Also besser kein falscher Ehrgeiz und lieber mit der geringsten Schwierigkeitsstufe anfangen.
Das wird völlig ausreichen, um für die ersten 10 Anläufe das Ende der Kampagne nicht zu erleben.

Vielleicht liegt das auch ein wenig an der recht unzugänglichen Steuerung, die in Unseren Augen auch der größte Schwachpunkt des Spiels ist.

Wir haben Uns nach einigen Stunden Spielpraxis und vielen Neustarts der Kampagne mittlerweile an die zweite Schwierigkeitsstufe gewagt, weshalb es auch durchaus wahrscheinlich ist, dass Wir hier am Ende einen Triumph der Roten Armee miterleben,
während daheim in den USA die Menschen über ein weiteres mit Mann und Maus gesunkenes Boot trauern.

What shalls, wie der Ami sagt :)

Nu aber Leinen los...
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Man sollte nie das Schicksal herausfordern. Das Schicksal kann alles ertragen, nur keine Herausforderung.
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H34DHUN73R
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Beitrag von H34DHUN73R »

Certain Fury - ein Cold Waters AAR

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1. Mission - Landung russischer Spezialeinheiten auf Andøya verhindern

Commander H34D CR45H studiert mit einer Tasse Kaffee in der Rechten gleichmütig die auf dem Tisch ausgebreitete Karte der Nordsee, während die USS Norfolk, SSN-714 mit voller Kraft nach Ost-Nordost läuft.

Die Norfolk war bereits das 27. Boot der Los Angeles - Klasse und mit der Indienststellung am 21.Mai 1983 eines der Neuesten.

Allerdings gehört auch die Norfolk noch zum Flight I, während die Werft Newport News Shipbuilding bereits seit letztem Jahr nur noch die deutlich modernisierten Boote des Flight II auf Kiel legte.
Das erste der neuen Boote würde aber erst irgendwann im Sommer oder Herbst nächsten Jahres in Dienst gestellt werden, sodass sich CR45H immer noch rühmen kann, eines der modernsten Jagd-U-Boote der Welt zu kommandieren.

Vor sechs Monaten hat er seinen Seesack in die 3m x 2,5m "große" Kapitänskajüte verfrachtet, ein einzigartiger Luxus an Bord der nicht sonderlich geräumigen Boote.
Ursprünglich hatte die Navy mit dem Bau von luxuriösen, großen Booten geliebäugelt, die der Mannschaft auf den langen Fahrten jeden Komfort angedeihen lassen würden.

Wie üblich kam es dann anders als gedacht - während sich die US Navy noch im Besitz der totalen Überlegenheit ihrer Boote und Schiffe wähnte, hatten die Sowjets still und heimlich vor sich hin gewerkelt und schließlich
mit der November-Klasse einen Sprinter hervorgebracht, dem selbst einer der wieselflinken Flugzeugträger nicht mehr so leicht weglaufen konnte.
Daraufhin hatte man sich des eigentlich verschmähten Ansatzes von Admiral Rickover besonnen und selbst ein sehr schnelles U-Boot entwickelt - eben die Los Angeles Klasse.

Da es auch noch einige andere Ziele gab, wie ein umfangreiches und differenziertes Waffenarsenal, eine reichhaltige Ausstattung mit Elektronik und es schließlich auch noch den schweren Klotz des neuen S6G-Druckwasser-Reaktors
mit zu schleppen galt, kam am Ende ein rund 7.000 Tonnen schweres "Boot" heraus, das zudem der 132 köpfigen Besatzung nur wenig Raum zum Leben ließ.
Ein großer Teil der Mannschaft durfte das altgewohnte Prinzip des Hot Bunking praktizieren - Angehörige unterschiedlicher Wachschichten teilten sich die Kojen.

Dennoch kostete Commander CR45H bislang jede Minute seines Dienstes auf der Norfolk nach Kräften aus.

Etwa eineinhalb Jahre würde er das Boot noch sein Eigen nennen können, bevor es zu irgendeinem Stab an Land gehen würde.
Mit viel Glück könnte er danach als Captain nochmal das Kommando über ein Raketenboot der Ohio-Klasse ergattern, aber davon gab es nicht allzu viele, sodass er schon zu den Besten gehören musste, um überhaupt in Betracht gezogen zu werden.
Außerdem war das Kommando über ein Raketenboot in seinen Augen ohnehin nicht sonderlich erstrebenswert, da man sich die meiste Zeit über in irgendeine entlegene Ecke verkrümelte um dort möglichst unendeckt vor sich hin zu schimmeln.
Immer in der Hoffnung, dass der Einsatzbefehl, der den einzigen Grund für den Bau dieser Weltuntergangsmaschinen darstellte, nie eintreffen möge !

Da war so ein Jagd-U-Boot schon eine ganz andere Sache !

Nun könnte seine Freude über sein Kommando allerdings schnell eine Delle bekommen, befindet sich die NATO doch seit heute Nacht im Krieg mit der Sowjetunion !

Offenbar war Reagan doch zu forsch vorgegangen, vielleicht war es auch schlichtes Pech gewesen.
Bereits in seinem ersten Wahlkampf um das Präsidentenamt hatte er sich in der Außenpolitik als Hardliner und strikter Anti-Kommunist positioniert und die Entspannungspolitik von Gerald Ford verdammt.

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Spätestens nach seiner triumphalen Wiederwahl in diesem Jahr drehte er noch mehr auf und rief dabei bei der ohnehin paranoiden sowjetischen Führung zunehmend größere Nervosität hervor.

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Diese Star Wars - Geschichten hatten auch nicht gerade zur Beruhigung beigetragen, auch wenn so im Rückblick ziemlich irrwitzig anmuteten - aber woher sollten die eh technologisch rückständigen Russen das wissen?

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Immerhin hatte Reagan mit den Selbstzweifeln und der Depression der amerikanischen Streitkräfte nach dem Vietnam-Debakel aufgeräumt und alle Waffengattungen mit steil steigenden Rüstungsbudgets geradezu überhäuft.
Das amerikanische Militär sollte auf allen Ebenen fähig sein, mit dem Gegner mit zu halten bzw. ihn sogar schlagen können.

Die Navy profitierte ganz besonders im Rahmen seines Programmes der "600 ship Navy", einem Ziel, dem man nun beständig näher kam.
Die Erweiterung der Los Angeles - Klasse fiel natürlich ebenso in diesen Kontext, sodass sich CR45H letztlich wohl bei Reagan für dieses Kommando bedanken kann.

Da die US-Streitkräfte den Russen befehlsgemäß immer dichter auf den Pelz rückten, war es kein Wunder, dass diese einen zivilen Jumbo mit einem CIA-Spionageflugzeug verwechselten und abschossen.
Kein Wunder, aber natürlich auch nicht sonderlich klug.

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Die ursprünglich vom deutschen Kanzler heftig geforderte Nachrüstung mit Pershing II - Raketen stieß ausgerechnet in Deutschland auf größten Widerstand und löste dort beinahe eine Revolution aus.
Parallel erreichten die Spannungen zwischen den USA und der UdSSR einen neuen Höhepunkt

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Im letzten Jahr wiederum hatte dann eine Routineübung der NATO-Stäbe die Russen in Panik versetzt, die an einen Präventivschlag des Westens glaubten und sich drauf und dran machten, einen Atomschlag auszulösen.
Ein Umstand, den beide Seiten sorgsam geheim hielten, war die Bevölkerung doch ohnehin schon beinahe hysterisch angesichts der zunehmenden Spannungen und der Aussicht auf den herannahenden Weltuntergang.

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Am Ende sind den Sowjets wohl die Nerven durch gegangen, sodass man einen Angriff auf Westeuropa gestartet hat, vermutlich mit der Absicht, bis zur spanischen Küste durch zu marschieren.
Immerhin hatte man den Angriff nicht wie oft befürchtet gleich aus dem Stand gestartet, sondern im Rahmen von Manövern mehr und mehr Truppen in Ostdeutschland und der Tschechoslowakei versammelt, was den NATO-Analysten nicht lange verborgen blieb.
Da sich die Spannungen zwischen den Blöcken ebenfalls erkennbar zuspitzten, hatte die NATO schließlich gerade noch rechtzeitig reagiert und mit der Mobilisierung begonnen.

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Den nun ausgebrochenen III. Weltkrieg hätte man mit ein wenig guten Willen beiderseits sicherlich vermeiden können.
Misstrauen und die beiderseitige Bereitschaft, dem Anderen jeweils die schlimmsten Absichten zu unterstellen, hatten diese Situation herbei geführt.

Die im Rahmen der routinemäßigen REFORGER-Übungen trainierte Fähigkeit zur schnellen Verlegung umfangreicher amerikanischer Truppen nach Westdeutschland ließ sich nun immerhin praktisch anwenden und rechtzeitig eine halbwegs brauchbare Verteidigungsstreitmacht zusammen ziehen.
Waffen und Munition für die eilend per Flugzeug über den Teich verlegten Soldaten standen in umfangreichen Depots entlang des Rheins bereit.

Allerdings würden auch diese Verstärkungen längst nicht ausreichen:
Um den Warschauer Pakt zurück zu schlagen, mussten die inzwischen mobilisierten, großen Verbände der National Guard nach Westeuropa verlegt werden und das ging nun einmal nur per Schiff.
Wenn man die Freiheit Westeuropas sichern und einen Atomkrieg vermeiden wollte, müsste also die US Navy, verstärkt durch die vergleichsweise schwachen Seestreitkräfte der Verbündeten, um nahezu jeden Preis die Seeherrschaft im Nordatlantik verteidigen.

Dadurch werden vorläufig die Trägergruppen der Navy gebunden, auch die U-Jagdverbände und weitestgehend auch die eigenen Jagd-U-Boote.
Mit ganz wenigen Ausnahmen, zu denen auch die USS Norfolk gehörte !

Diese wenigen Boote würden ein "an Zielen reiches Umfeld" geboten bekommen, hatte man doch die GIUK-Lücke zu verteidigen, eine mögliche Landung in Norwegen und eben in Grönland, Island und Großbritannien zu verhindern und nach Möglichkeit selbst noch
offensive Aktionen in der Barent-See durchzuführen.
Von der heiligsten aller Aufgaben mal ganz zu schweigen:
Dem Aufspüren und Vernichten von sowjetischen Raketen-Booten, die sich inzwischen sicherlich in irgendeine Seefestung in der Barent-See verkrümelt hatten !

Ein Programm, das eine weit stärkere Streitmacht hätte in die Knie zwingen können !

Immerhin steht dafür eben mit der USS Norfolk eines der modernsten Boote der Welt zur Verfügung, das sich mit jedem Boot der sowjetischen Nordmeer-Flotte messen können sollte.

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Und wenn denn irgendwann die großen Konvoys endlich die erforderlichen Truppen und den umfangreichen Nachschub über den Atlantik gekarrt hätten, könnten sich Zug um Zug mehr Kampfgruppen der Navy, den bislang er spärlichen Seestreitkräften diesseits der GIUK-Lücke anschließen.

Ersten Berichten zufolge, die während der hastigen Vorbereitungen zum unverzüglichen Auslaufen der Norfolk aus Holy Loch eintrafen, hatte die US Army alle Hände voll zu tun, um im Verein mit Deutschen und Briten die Spitzen der sowjetischen Panzerverbände
unter Kontrolle zu bringen, die sich vor wenigen Stunden aufgemacht hatten, durch die Fulda-Lücke und die norddeutsche Tiefebene vorzustoßen.

Nun, darüber konnten sich die Kommissköpfe der Army Sorgen machen.
CR45H hatte selber genügend Stoff zum Nachdenken.

In den letzten Friedenstagen sind bereits etliche rote Jagd-U-Boote in den Nordatlantik eingesickert, wie SOSUS zweifelsfrei meldete.
Etliche mehr hatten sich zwischenzeitlich sicherlich schon auf den Weg gemacht.
Commander CR45H rechnet daher damit, in den nächsten Tagen Befehle zu bekommen, derartige U-Kampfgruppen aufzuhalten, bevor sie vorzugsweise durch die Dänemarkstraße ebenfalls auf Konvoy-Jagd in den Nordatlantik gehen konnten.

Zwischenzeitlich lag allerdings noch etwas Dringlicheres an:
Nach Informationen der NSA planten die Sowjets, den Stützpunkt Andenes auf Andøya in Nord-Norwegen mittels einer Spetsnaz-Operation gleich zum Auftakt des Krieges aus dem Spiel zu nehmen.
Die US Navy hatte durchaus nicht das Monopol auf verdeckte Operationen, bei denen U-Boote Spezialeinheiten zu interessanten Zielen transportierten - zumindest einige sowjetische Boote konnten das auch und wie es aussah, hatten sie auch genau das vor.

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Andøya war dabei eine naheliegende Wahl, befand sich hier doch eine der Abhörstationen des SOSUS-Netzes, der Luftwaffenstützpunkt Andenes, auf dem eine norwegische Seeaufklärungs-Staffel mit P3-Orion stationiert war und Einrichtungen, die der Nordmeer-Flotte die Arbeit deutlich erschwerten.
Ein Verlust Andenes' wäre für die Seestreitkräfte der NATO ein herber Rückschlag gewesen, da sich die Aufklärungsmöglichkeiten über der Barent-See und dem Nordmeer deutlich verschlechtert hätten.
Also galt es für die Norfolk, möglichst rasch dort hin zu kommen, um die Spetsnaz noch abzufangen, bevor sie sich über die kleine Verteidigungstruppe dort hermachten.

Daher jagte die Norfolk nun mit voller Kraft nach Osten, um die Russen, die einen deutlich kürzeren Anmarschweg hatten und vermutlich auch schon länger unterwegs waren, doch noch abzufangen.

An Bord eines Schiffes und erst Recht auf einem Atom-U-Boot war es durchaus nicht üblich, über Missionsziele und das taktische Vorgehen abzustimmen.
Falls der Kapitän die Meinungen seiner Offiziere hören wollte, würde er fragen.
Wenn er nicht fragte, wollte er auch nichts hören.
Dementsprechend wurden die Befehle von Commander CR45H auch nicht kommentiert sondern schlicht bestätigt.
Dennoch entging es dem Kapitän keineswegs, dass seine Offiziere keineswegs erbaut von seinem entschlossenen Vorgehen waren.

Wenn die Norfolk mit 20 Knoten durch die See pflügte, war sie so gut wie taub, was angesichts dutzender sowjetischer Boote und Kriegsschiffe nicht gerade ratsam schien.
CR45H hatte für die Nervosität seiner Crew durchaus Verständnis, schließlich ging es ja in den ersten heißen Einsatz gegen einen äußerst gefährlichen Gegner.
Die Wichtigkeit der Mission überwog aber derlei Bedenken, sodass er sich nicht groß um die angespannte Stimmung in dem engen Kontrollraum kehrte.

Tatsächlich kommt es unweit von Andøya zur erwarteten Kontaktmeldung - man hat es wohl gerade noch rechtzeitig geschafft !

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CR45H verschaffte sich mit einem raschen Blick auf die Anzeigen einen Überblick, während der Sonargast noch darüber rätselte, ob die verdächtigen Geräusche, die er eben gehört hatte, nun tatsächlich zu einem feindlichen U-Boot gehörten.
Die Norfolk jagte immer noch mit 20 Knoten in 600m Tiefe durch die See.

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"Maschine zurück auf Geringste!", lautet sein erster Befehl.
"Tiefenruder 30° achterlastig!"
Während noch die Bestätigungen eingingen, nickte er seinem XO zu, der das Kommando "Alle Stationen: Schiff klar zum Gefecht!" über den Bordfunk durchgibt.

Der Commander hielt sich am Kartentisch fest, während die Norfolk im steilen Winkel nach oben ging.
"Rohr 1 bis 4 bewässern!", befahl er, um die Zeit dafür zu sparen, falls es demnächst hart auf hart ginge.

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Mit der zurückgehenden Geschwindigkeit klärte sich das Bild auf dem Wasserfall-Display des Sonargasts nach und nach auf, bis ein schließlich eindeutig künstlich erzeugtes Wellenmuster sichtbar wurde.

"Sonar an Brücke: Kontakt! Peilung 266°, Kontakt designiert als Sierra-1 !", gab Petty Officer Jones aufgeregt durch.

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"Boot austrimmen! Ruder hart Steuerbord!", reagierte CR45H beinahe automatisch.

Bei einem weiteren Auftauchen hätte der Kontakt leicht wieder verloren gehen können, außerdem könnten die Russen durch das Ausblasen der Ballasttanks auf die Norfolk aufmerksam werden.
Falls das nicht ohnehin schon geschehen war.
Durch den neuen Kurs würde die Norfolk zudem dem Kontakt nach und nach ihre Flanke zuwenden, was die besten Ortungsergebnisse verhieß.
Allerdings bot man damit dem mutmaßlichen Gegner auch eine weit bessere Chance zur Entdeckung des eigenen Bootes.

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"Was haben Sie da, Jones?", fragte der Kommandant betont gelassen über den Bordfunk bei seinem Sonargast nach.
"Getauchtes U-Boot, Skipper, Typ noch unklar aber jedenfalls ein Diesel-Elektrisches", meldet Jones zögerlich, während er aufmerksam auf die Geräusche aus der See lauschte und mit den gespeicherten Wellenmustern verglich.
Ein dieselelektrisches Boot war schon beinahe automatisch feindlich, da sich hier oben sicher keine Deutschen oder Briten herumtrieben.

"Hab' Dich!", murmelte der Petty Officer schließlich nach langen Minuten triumphierend.
"Kontakt Sierra-1 identifiziert als sowjetisches Whiskey!"

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Abschätzig nickte der Commander.
Die Whiskeys waren so ziemlich die ältesten Boote, mit denen die Russen hantierten.
Allerdings hatten sie auch einen ganze Menge davon, so um die 200, wenn sich der Kommandant recht entsann.
Weiterentwicklungen der deutschen Typ XXI-Boote aus dem zweiten Weltkrieg, also etwas, womit die Norfolk durchaus klarkommen sollte.

Mit der Identifizierung fiel es auch sehr viel leichter, die Ortungsergebnisse zu interpretieren.
"Sierra-1 ist vermutlich 5.600 Yards entfernt, Peilung nun 271°", setzte er nach einigen Sekunden hinzu.

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Ein eintreffender Ping hallte durch die Norfolk.

CR45H runzelte die Stirn.
Offenbar war dem Russen die Aktivität in seiner Umgebung nicht entgangen, sodass er sich nun nach der Ursache umsah.

"Kann er uns hören?", fragte er bei seinem Sonargast nach.
Der Petty Officer warf einen Blick auf seine Instrumente, hirnte über die bekannten Daten der Whiskey-Boote nach.
"Vermutlich nicht, Skipper!"

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"Na schön, dann wollen wir den Jungs mal etwas einheizen!", tat CR45H Kund.
"Rohr 1 klar zum Schuss, Richtung 234°! Torpedo auf passive Suche einstellen! Aktivierung auf 3500 Yards", ordnete er an.

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Er plante, das sowjetische Boot mit dem drahtgelenkten Torpedo südlich ausholend zu umfahren, um diesen dann möglichst unbemerkt im Kielwasser des Feindes heran zu bringen.
Scharf machen konnte man den Aal dann unmittelbar vor dem Einschlag, sodass er sich erst wenige Sekunden vorher durch seine aktiven Pings verraten würde.

"Rohr 1 klar zum Schuss!", meldete der Feuerleit-Offizier.
"Rohr 1 Feuer frei!"

Zischend fuhr der Torpedo aus dem Rohr, eine Blasenspur hinter sich her ziehend.

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"Torpedo im Wasser, Lenkdrähte OK"

"Hat der Iwan den Abschuss gehört?", fragte CR45H bei Petty Officer Jones nach.
"Sieht nicht so aus, Sierra-1 operiert unverändert"

Der Commander grinste verächtlich.
Die Whiskeys waren nun halt einmal alte Schrottkisten.
Damit hatte der Iwan eigentlich schon verloren - womöglich hatte er ja den Verdacht, dass irgendwo in der Gegend etwas Ungewöhnliches ablief, aber er hatte die Norfolk offenbar nicht eingepeilt und auch noch den Abschuss des Torpedos verpasst.
Wenn er ihn denn doch noch irgendwann bemerken sollte, würde er nicht feststellen können, wo er ursprünglich abgefeuert worden war, sodass er auch nicht mit Aussicht auf Erfolg zurück schießen konnte.

"Führen Sie den Aal in einem schönen, großen Bogen um das Whiskey herum!", wies er den Feuerleit-Offizier an.

Die Minuten verstrichen quälend langsam, während der Feuerleit-Offizier immer wieder den Kurs des Torpedos nachjustierte.

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Schließlich reichten die Daten für eine exakte Auswertung von Kurs, Lage und Geschwindigkeit des feindlichen Bootes aus.
Wie sich zeigte, war die instinktive Einschätzung des Kapitäns richtig gewesen.
Der Torpedo war nun gut positioniert, um im Kielwasser des Russen anzulaufen.

CR45H nickte dem Feuerleit-Offizier auffordernd zu, der den Torpedo aktiviert.

Mit einiger Verzögerung drang der Ping des Torpedos zur Norfolk durch.

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"Sonar an Brücke: Sierra-1 Lageänderung", tönte es aus dem Lautsprecher.
"Sierra-1 hat offensichtlich Torpedo bemerkt und dreht nach Steuerbord ab"

"Torpedo hat Ziel erfasst !"

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Der Commander nickte zufrieden.
Nun kann der Iwan wohl nicht mehr entkommen.

"Torpedo ändert Kurs auf Sierra-1 !"

"Sierra-1 setzt Gegenmaßnahmen ein! Torpedo hat Ziel verloren !"

Für weitere lange Sekunden hallten die Pings des Aals durch den Rumpf der Norfolk.
Der Mark 48 lief wie programmiert in einer Linkskurve um die Quelle der Störung herum, auf der Suche nach dem so plötzlich verschwundenen Ziel.

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"Torpedo sucht !"

Die Männer in der Kommandozentrale lauschten angespannt auf weitere Nachrichten.

"Torpedo erfasst neu !"

"Torpedo hat Ziel erneut erfasst und nähert sich wieder !", berichtete Jones.

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"Sierra-1 setzt erneut Gegenmaßnahmen ein und geht tiefer !"

"Torpedo hat Ziel verloren !"

"Sierra-1 taucht weiter ab, Torpedo hat Ziel verloren !"
Die Enttäuschung war Jones deutlich anzumerken.

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H34D CR45H seufzte leise.
Eigentlich war doch alles perfekt gelaufen, aber nun musste er wohl doch noch einen weiteren Aal einsetzen, um den russischen Kahn aus dem Meer zu sprengen.

"Implosion !", brüllte Jones unvermittelt aus dem Sonar-Abteil.
Laut genug, um auch ohne Bordfunk gehört zu werden.

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Das Grollen der Druckwelle war ebenfalls problemlos auf dem ganzen Boot zu vernehmen.

"Sierra-1 ist implodiert ! Der verrückte Kerl ist einfach ins Bodenlose getaucht !"

Die Männer der Norfolk jubelten - die erste Versenkung dieses Krieges!
Auch wenn es sich der Russe letztlich selber besorgt hatte.

Unwillig griff der Commander mit gerunzelter Stirn nach dem Mikro.
"Kommandant an Sonar: Was ist mit unserem Aal?"

"Torpedo sucht weiter!", meldete der Sonargast.
Die Pings hallten durch die Norfolk.

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"Verdammt, der läuft geradewegs auf uns zu!", setzt Jones aufgeregt hinzu.

Schöne Scheiße, dachte sich CR45H.
Soviel zu dem eleganten Plan - nun hatte er seinen eigenen Torpedo an der Backe!

"Hat er uns erfasst?", fragte er nach.
Nach Durchtrennen der Kabelverbindung gab es für den Aal nur noch Feinde im Ozean.

"Torpedo hat Ziel erfasst!", rief Jones mit überschlagender Stimme.
"Torpedo hat die Norfolk erfasst und hält auf uns zu !!"

"Maschine äußerste Kraft voraus, Tiefenruder 30° achterlastig, Ruder hart Steuerbord !", befahl der Commander mit ruhiger aber entschiedener Stimme.

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Im Grunde machte er sich keine wahnsinnigen Sorgen.
Der Torpedo müsste etwa 1000 Yards entfernt sein, was der Norfolk genügend Zeit verschaffen sollte, auf volle Fahrt zu kommen.
Zudem war er bereits ziemlich lange gelaufen, also würde es wohl ausreichen, den ersten Anlauf zu überstehen.

Erneut kippte der Boden nach hinten weg, das auf Schleichfahrt fast unhörbare Maschinengeräusch schwoll immer mehr an, als die Norfolk wie ein Sprinter loshetzte, der Rettung verheißenden Wasseroberfläche entgegen.

"Passieren 400 Fuß !"

"Wir kavitieren !"

Auch schon egal, befand der Commander.
Falls noch ein Russe in der Gegend sein sollte, hätten sie eh schon längst seine Aufmerksamkeit.
Allerdings würde es ihnen in dem zunehmenden Lärm schwer fallen, einen Gegner rechtzeitig zu bemerken.

Nach kurzer Überlegung entschloss er sich, den Kurs zu ändern.
Inzwischen hatte die Norfolk beinahe auf den Kurs des Torpedos eingedreht, was diesem die Arbeit doch zu sehr erleichterte.
Weglaufen konnte man ihm auf die kurze Distanz eh nicht.

"Ruder hart Backbord !", ordnete er an.
Vielleicht verliert der Aal aufgrund der resultierenden Turbulenzen ja das Boot aus dem Blick, spekulierte er.

CR45H hielt sich mit der Rechten am Tisch fest, als die Norfolk abrupt den Kurs änderte.

"Torpedo hat Norfolk immer noch erfasst, noch 200 Yards entfernt und schnell näherkommend !", gab Jones durch.

Immer lauter hallten die Pings durch die den Rumpf, die Abstände verkürzten sich immer mehr, je näher der Aal kam.
Die Männer starrten auf die Wände, als könnten sie den wildgewordenen Torpedo damit aufhalten.

"Passieren 300 Fuß !"

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Der Fahrtmesser zeigte mittlerweile 23 Knoten an, die Maschine dröhnte, die Pings verdichteten sich immer mehr zu einem Kreischen.
Noch immer jagte die Norfolk nach Oben.

"Passieren 200 Fuß !"
Der XO blickte angespannt zum Kommandanten hinüber.
Wenn der nicht bald Gegenbefehl gibt, schießt die Norfolk glatt wie ein Delphin aus dem Wasser, sagte er sich.
Falls da oben Russen rumschwimmen, könnte das ins Auge gehen.

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"Torpedo noch 80 Fuß entfernt, der kommt jetzt aber verdammt nahe !!", brüllte Jones aus seiner Ecke.

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"Passieren 100 Fuß !"

"Gegenmaßnahmen !", befahl CR45H.
Kreischend schoss der Lärmerzeuger ins Wasser, lenkte die Aufmerksamkeit des halben Ozeans auf sich.
Hoffentlich auch die des Mark 48.

Der Bug der Norfolk durchbrach die Wasseroberfläche, schlug nach einer endlos langen Sekunde aufs Meer zurück.
Nun klammerte sich der Commander mit beiden Händen fest, um nicht über den Tisch zu segeln.

"Torpedo hat Ziel verloren ! Läuft unter uns durch !"

"Ruder hart Steuerbord! Tiefenruder 15° vorlastig !", reagierte CR45H.
Das würde der Norfolk Zeit verschaffen, da der Torpedo als Nächstes versuchen würde, durch Kreisen den Kontakt wieder herzustellen.
Inzwischen könnte man vielleicht unter ihm durch tauchen.

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"Torpedo hat Ziel erfasst !", meldete Jones erstaunt.
"Torpedo hat Sierra-1 erfasst !", setzte er hinzu.

Offenkundig hatte sich der Torpedo entschieden, mangels geeigneterer Ziele das mittlerweile auf dem Grund des Meeres gelandete Whiskey anzusteuern.

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H34D CR45H grinste erleichtert.
Er hätte den Torpedo auch so abgeschüttelt, aber auf diese Weise war es natürlich erheblich leichter.
So ein Mark 48 war auch kein zu unterschätzender Gegner.

"Maschine zurück auf ein Drittel ! Schleichfahrt !", wies der Commander an.
An Bord wurde nun wieder alles vermieden, was unnötigen Lärm erzeugen konnte, unter Anderem auch das Nachladen der Torpedorohre.

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Inzwischen war der Torpedo wieder von dem gesunkenen Whiskey abgekommen.
Scheinbar schien das Ziel doch nicht so reizvoll.
Mit mechanischem Starrsinn lief der Aal weiterhin in vordefinierten Suchmustern über den Meeresboden, nun allerdings beruhigend weit von der Norfolk entfernt.

Nach einigen Minuten hallt eine entfernte Detonation durch das nun wieder ruhig und lautlos mit 5 Knoten dahin gleitende U-Boot.

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"Torpedo ist detoniert!", meldete der Sonargast überflüssigerweise.

"Gefechtsbereitschaft aufheben! Die Brücke gehört Ihnen !", nickt CR45H dem XO zu, während er sich auf den Weg zu seiner Kabine machte.

Es gab so Einiges ins Logbuch einzutragen.
Auch glaubte er nicht, dass noch weitere Russen in der Gegend standen.
Diese hätten sicher schon längst ins Gefecht eingegriffen.

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Das erste Aufeinandertreffen hat man immerhin siegreich überstanden, auch wenn es nicht so glatt gelaufen war, wie geplant.
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Bigfish
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Beitrag von Bigfish »

Wieso soll es nichts für Uns sein? Wenn es SCHWER ist könnte dies ein Indiz für Realismus sein - dann könnt es doch etwas für Uns sein ;)
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H34DHUN73R
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Beitrag von H34DHUN73R »

Na, werft mal einen Blick drauf, werter Bigfish :)
Wir finden's jedenfalls richtig Klasse ;)
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Taurus
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Beitrag von Taurus »

Hier scheint die Floskel "Selbstmordmission" eine völlig neue Bedeutung zu erhalten; hoffentlich reagieren nicht alle roten U-Boote so destruktiv, sonst haben die NATO-Boote nur ihre eigenen Waffen zum Gegner und das wird auf Dauer etwas eindimensional :)

Sieht aber jedenfalls schick aus, grafisch ansprechend und die überraschende Wendung hatte schon mal was.
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H34DHUN73R
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Beitrag von H34DHUN73R »

Ja, Wir waren auch doppelt überrascht ;)

Ein russisches Boot, das auf der Flucht vor einem Torpedo so tief taucht, dass es dabei zerstört wird, ist Uns bis dahin nicht untergekommen.
Es wäre leichter erklärbar, wenn das Boot beschädigt gewesen wäre, da ein struktureller Schaden zu einem plötzlichen Versagen in einer eigentlich unkritischen Tiefe führen kann.
Wir hatten das Boot aber noch gar nicht getroffen und dass durch die KI beschädigte Boote in die Schlacht geführt werden, wäre Uns auch neu.

Sei's drum, versenkt ist versenkt :)

Andererseits hatten Wir logischerweise nicht damit gerechnet, dass sich der Iwan so spontan verabschiedet, damit Unser Torpedo das Ziel verliert und sich die dahinter laufende Norfolk als nächstes Ziel nimmt !
An sich erschien es Uns recht schlau, den Torpedo aus einer Richtung angreifen zu lassen, der keine Rückschlüsse auf die Position der Norfolk zulässt, da die Russen in Bedrängnis auch gerne mal in die ungefähre Richtung der Bedrohung schießen.

So ein Mark 48 ist schon unangenehm, die meisten russischen Torpedos lassen sich leichter abschütteln.
Unverhofft kommt bei Cold Waters jedenfalls recht oft vor, wie man wohl noch sehen wird ...
Man sollte nie das Schicksal herausfordern. Das Schicksal kann alles ertragen, nur keine Herausforderung.
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H34DHUN73R
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Beitrag von H34DHUN73R »

Certain Fury - ein Cold Waters AAR

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2. Mission - sowjetische Raketenboote vom Einlaufen in den Nordatlantik abhalten

Commander H34D CR45H riss die Augen auf, nachdem er sie gefühlt erst vor Sekunden geschlossen hatte.
Der Bordfunk schrillte.

CR45H schüttelte den Kopf, der sich anfühlte, als wäre er mit Blei ausgegossen.
Versuchte, den Blick zu fokussieren.

Die Uhr an der gegenüberliegenden Wand enthüllte, dass er tatsächlich zwei Stunden geschlafen hatte.

"Kommandant an Brücke, was gibt's?", fragt er mit kratziger Stimme.

"Brücke an Kommandant, wir haben einen neuen Einsatzbefehl über ELF empfangen", meldet sein XO, Lieutenant Commander Walker.
"Ich komme", gibt CR45H zurück und rappelt sich hoch.

Eine Minute später greift der Commander dankbar zu einer vom Bootsmann dargebotenen, mit dampfendem, starkem Kaffee gefüllten Tasse.
Er beugt sich mit dem XO über den am Kartentisch liegenden Ausdruck des neuen Einsatzbefehls.

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Das war genau der Befehl, den er bereits zum Auftakt des Krieges erwartet hatte.

Mit Cruise Missiles ausgerüstete sowjetische Boote würden todsicher versuchen, in großer Zahl in den Nordatlantik zu kommen um sich dort über die Konvoys aus den USA her zu machen.
Konvoys, die die dringend notwendigen Verstärkungen in französischen und belgischen Häfen abzusetzen, von wo aus sich die frischen Truppen schnellstens per Bahn auf den Weg zur bröckelnden Front der NATO in Westdeutschland zu machen.

SACEUR würde ohne diese Verstärkungen keine große Chance haben, gegen die Westgruppe der Roten Armee zu bestehen.

Wenn dieser Krieg also konventionell fortgesetzt werden sollte, wäre der Schutz dieser Konvoys kriegsentscheidend.
Ansonsten bliebe SACEUR nur die Möglichkeit, durch den Einsatz taktischer Atomschläge zu eskalieren, um die sowjetischen Panzerspitzen auszuschalten.

Was sich die Rote Armee wohl kaum lange mit ansehen dürfte.
Dann hätte man den nächsten Schritt auf dem Weg zum Weltuntergang getan.

Also sollte die Norfolk versuchen, bereits das Einlaufen dieser Raketenboote in den Nordatlantik zu verhindern.
Der Großteil der Atlantik-Flotte dürfte ohnehin mit Eskort- und ASW-Missionen im Nordatlantik beschäftigt sein.

Leider hatte COMSUBLANT keinerlei Hinweise auf Auslauf-Hafen, Standort oder Kurs der feindlichen Boote beigefügt.
Insofern war der Befehl an sich so hilfreich wie ein Wetterbericht aus der Wüste Gobi.
Nicht mehr als ein verzweifelter Appell.

Verärgert schüttelt CR45H den Kopf.
Das hätte er sich auch selber aufschreiben können, ohne auf NSA, CIA, Aufklärungsflugzeuge oder sonst was zugreifen zu können.
Er muss sich die Ziele wohl selber suchen.

"Irgendwelche Meldungen über Bewegungen roter Boote?", fragt er seinen XO.

"Die norwegischen P3 Orion aus Andenes berichten über Sichtungen einer unbekannte Anzahl feindlicher U-Boote mit Kurs West auf dem Weg in die Grönland-See, sonst nichts"

CR45H überlegt kurz.

Falls sich COMSUBLANT bei Abfassung seines Einsatzbefehls irgendetwas gedacht haben sollte, müsste sich eigentlich im Umfeld von Andøya etwas tun, womit sich die Norfolk beschäftigen könnte.
Sah aber nicht danach aus.
Den Norwegern aus dem unweit liegenden Andenes wären sowjetische Schiffsbewegungen in der Nähe ja wohl auch aufgefallen.
Der Commander schüttelte nochmal ärgerlich den Kopf.

"Also schon, wir gehen mit voller Fahrt auf Kurs Nord-Nordwest, um diese Boote in der Grönland-See abzufangen!", ordnete er schließlich an.
"Wir werden eine ganze Weile brauchen um dort hin zu kommen, also hauen Sie sich mal in die Koje. Wer weiß, wann dafür wieder Zeit ist. Ich nehme inzwischen die Brücke".

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Walker tippt sich mit zwei Fingern an die Stirn, gibt den Befehl des Kommandanten an den Steuermann weiter und macht sich auf den Weg zu seiner Koje.

CR45H lässt sich inzwischen mit seiner Kaffeetasse in den Kommandanten-Sitz fallen, mit düsteren Überlegungen beschäftigt.

***

"Sonar an Brücke: möglicher Kontakt in Richtung 51°", gibt Petty Officer Jones nach dem nächsten Schichtwechsel durch.

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Die Norfolk war inzwischen mit gemächlicheren 10 Knoten unterwegs, was dem Nervenkostüm der Besatzung jedenfalls zuträglicher war, als die bisherige Angewohnheit des Kapitäns,
sorglos über den Ozean zu kreuzen als würde ihm die ganze Welt gehören.

Auf dieser Fahrtstufe war das passive Sonar auch praktisch verwendbar, um feindliche Schiffe aufzuspüren, bevor man von diesen bemerkt werden würde.
Die weit geringere Geräuschentwicklung der Maschine, der Schraube und die reduzierten Strömungsgeräusche machten eine Entdeckung durch russische Kriegsschiffe und Boote jedenfalls deutlich unwahrscheinlicher.

Commander CR45H warf einen Blick auf das Echolot.
Der Ozean war hier tief, sehr tief.
Tief genug jedenfalls, dass sich der nächste Iwan auch wieder selber versenken konnte, falls ihm der Sinn danach stand.

Alle vier Rohre waren mit Torpedos geladen, da man nicht mit feindlichen Kriegsschiffen rechnete

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"Ruder hart Backbord, neuer Kurs 51°, Geschwindigkeit und Tiefe beibehalten!", wies der Commander an.

Er hatte vor, möglichst schnell einen Kontakt herzustellen.
Aufgrund der geringen Geschwindigkeit sollte man einen Gegner ausmachen können, bevor dieser die Norfolk bemerkte.
Dann konnte man immer noch ausweichen und sich in Ruhe das weitere Vorgehen überlegen.

"Was liegt an, Jonessy?", fragt er bei seinem Sonargast nach.

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"Keine klare Ortung, aber da könnte schon was in der Nähe sein", rätselt der Angesprochene.

"Nur keine unchristliche Hast, Jonessy", gibt CR45H etwas säuerlich zurück.

Die Norfolk drehte weiter relativ zügig nach Backbord.

"Habe den Verdacht, dass da einige Linien nicht natürlichen Ursprungs sind, habe aber zuviele Störgeräusche, Sir"

"Na schön, Maschine runter auf ein Drittel, Schleichfahrt, hören wir mal genauer hin", beschied der Kommandant dem Steuermann.

Das Boot kam weiter herum, die von der Strömung verursachten Störgeräusche verschwanden nach und nach, aber von einem Feind zeigte sich dennoch vorerst nichts.

Eigentlich zeigte sich rein gar nichts.

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"Neuer Kurs 51° liegt an", meldete der Steuermann schließlich.
Bei der nun auf 5 Knoten gesunken Fahrt dauerte das Manöver quälend lang, die Norfolk schwang sich träge aber immerhin lautlos durchs Wasser.

Die Minuten dehnen sich endlos, während der Sonargast selbstverloren mit geschlossenen Augen und offenem Mund ins Meer hinaus hört.

Der Kapitän stützt das Kinn gleichmütig auf die aneinander gepressten Fingerspitzen und versucht, trotz der da draußen vielleicht lauernden Gefahr locker zu bleiben.

Zehn Minuten schlich die Norfolk so leise wie nur möglich durchs Wasser, ohne etwas zu entdecken.
H34D war schon kurz davor, die Suche aufzugeben und sich woanders umzusehen.

"Kontakt, Peilung 42°, designiert als Sierra-1 !", meldete der Sonargast schließlich aufgeregt.

Der Kommandant richtete sich, plötzlich hellwach, in seinem Sitz auf.

"Sierra-1 kavitiert !", rief Jones überrascht.
"Hat uns offenbar entdeckt !"

Irritiert runzelte CR45H die Stirn.
Ein Russe, dessen passives Sonar gut genug ist, um die Norfolk auf Schleichfahrt praktisch im gleichen Moment zu entdecken, in dem sie ihn ortet ?
Was war das denn ?!

"Schiff klar zum Gefecht !", ordnete er an.

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"Sierra-1 ist jedenfalls ein russisches Atom-U-Boot !", meldete Jones

"Schon mal kein Delta"

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"Kein Charlie Zwo, aber nahe dran", murmelte der Sonargast, die Welt um sich herum bis auf die Geräusche des feindlichen Bootes ausblendend.

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"Dann müsste es eigentlich..."

"Sierra-1 identifiziert als Charlie Eins", gab er schließlich triumphierend bekannt.
"Entfernung vermutlich 2.400 Yards !!", schob er aufgeregt nach.

Im gleichen Moment hallte ein Ping durch den Rumpf der Norfolk.

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H34D CR45H zerknirschte einen Fluch zwischen den Zähnen.

Dieser Iwan schien der Norfolk beinahe ebenso dicht auf dem Pelz zu sitzen, wie die Norfolk ihm.
Das sah ganz unerfreulich nach einem Duell im klassischen Western-Stil aus.
Etwas, worauf ein U-Boot-Kommandant gerne verzichten konnte.

"Hört uns der Mistkerl etwa?", fragte er nach.

"Sehr unwahrscheinlich, Sir", reagierte der Sonargast.
"Sein aktives Sonar ist nicht das Gelbe vom Ei und das Passive sollte eigentlich auch ziemlich schrottig sein"

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Dein Wort in Gottes Gehörgang, dachte sich CR45H missmutig.
Bisher schienen die Analysen der Nachrichtendienste und der Navy im Vorfeld des Krieges nicht sonderlich belastbar zu sein.

"Ruder hart Backbord !", befahl er.
Angesichts des unerwartet agilen Gegners wollte er möglichst schnell eine brauchbare Ziellösung haben.
Dazu war es sinnvoll, dem Russen die Flanke zuzuwenden, um die Sonar-Kapazitäten der Norfolk zu verbessern.

Nach einiger Überlegung verzichtet er darauf, die Tiefe zu verändern.
Nach oben war eh nicht mehr viel Luft und wenn etwas schief gehen sollte, wollte er wenigstens noch abtauchen können.

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"Kontakt zu Sierra-1 verloren ! Letzte Peilung war 36°", übermittelte Jones etwas kleinlaut.

Anklagend rollte der Commander die Augen gegen Decke.
Womit hatte er das verdient?
War der Iwan auf Droge oder hatte er etwa einen Seher an Bord?
Das konnte doch gar nicht sein !

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"Ruder weiter hart Backbord auf neuen Kurs 0° !", gab er dem Steuermann zu verstehen.
Normalerweise hätte er weiter auf 320° gedreht, um die maximale Sonar-Kapazität zu erreichen, aber dieser Iwan schien ihm zu gefährlich, um ihm die volle Breitseite zuzuwenden.

Gemächlich drehte die Norfolk weiter, bis der Steuermann schließlich "Ruder liegt mittschiffs" meldete.

Angespannt wartete der Kommandant auf eine Kontaktmeldung vom Sonar, doch Jones schweigt.

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Mehrere Minuten glitt das Boot dahin.
Nach H34Ds Auffassung lautlos, aber der Russe mochte das anders sehen, nach Allem was bislang so geschehen war.

"Kontakt wieder hergestellt !", gab Jones schließlich erleichtert bekannt.
"Neue Peilung 41°"

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Der Commander hatte die Faxen dicke.

Normalerweise würde er warten, bis eine halbwegs gute Zielansprache vorliegt, aber das konnte bei diesem russischen Skipper durchaus verhängnisvoll enden.
Lieber mal selber ein wenig Tempo vorlegen und den Kerl unter Druck setzen.

"Torpedo Rohr 1 klar zum Schuss machen, Aktivierung auf 400 Yards, Tiefe 150 Fuß, Sonar passiv",
befahl er entschlossen.
Ob der Aal nun treffen würde oder nicht, der Russe musste jedenfalls mal zur Abwechslung reagieren, was ihm zumindest die Zielansprache auf die Norfolk verhageln sollte.
Und dann würde man weiter sehen.

"Rohr 1 klar!"

"Rohr 1 Feuer !"

Mit einem Zischen kam der Torpedo frei.

"Torpedo läuft gut, Draht OK", meldete der Feuerleit-Offizier.

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"Torpedo hat Ziel erfasst !", meldete Lieutenant Hardesty.
"Torpedo hat Ziel erfasst und nähert sich Sierra-1 !"

"Abstand zu Sierra-1 800 Yards!", schallte es bestürzt vom Sonar herüber.

Kein Wunder, dass der Iwan so genau über die Norfolk Bescheid wusste, befand H34D.
Sie saß ihm ja praktisch auf dem Schädel !
Vielleicht hatte der Russe routinemäßig gestoppt und gelauscht, sodass ihn Jones nicht rechtzeitig hören konnte.

Jedenfalls war der Schuss ins Blaue ein gute Idee gewesen, bescheinigte er sich selbst.
Ansonsten hätte ihnen der Russe vermutlich in den nächsten Sekunden selber einen reingewürgt.

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"Aktive Gegenmaßnahmen !", gab Jones bekannt.

"Torpedo hat Ziel verloren!", bestätigte Hardesty umgehend.

Verdrossen blickt CR45H auf seine Fingernägel.
Das kam ihm unangenehm bekannt vor.

"Sierra-1 beschleunigt und manövriert !"

"Torpedo sucht"

"Torpedo erfasst neu"

"Torpedo hat Sierra-1 neu erfasst !", kam schließlich die erlösende Meldung des Lieutenants.

"Torpedo hat erfasst und nähert sich erneut Sierra-1"

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"Gegenmaßnahmen im Wasser !", meldete Jones wieder.

"Torpedo hat Ziel erneut verloren"

"Sierra-1 geht auf neuen Kurs 103°, Geschwindigkeit nun bei 25°!"
"Sierra-1 neu klassifizert: es handelt sich um ein Viktor Drei", schob Jones noch verlegen nach.

Der Commander kann sich gerade noch davon abhalten, die Faust wütend auf den Kartentisch zu schlagen.
Dieser russische Skipper war jedenfalls ein Meister seines Faches, soviel stand mal fest.
Ein Viktor III passte auch wesentlich besser zu dieser ganzen Geschichte als ein altes Charlie Eins.
Leider klangen die Biester recht ähnlich.

Immerhin dürfte er bei dem ganzen Lärm, den er da veranstaltete, nicht mehr in der Lage sein, die Norfolk zu orten.
Man musste hier ja schon für kleine Erfolge dankbar sein.

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"Torpedo sucht", gab der Feuerleit-Offizier bekannt.

Überraschenderweise war der Draht trotz all der Manöver des Torpedos immer noch intakt.

An Bord der Norfolk war nun sowohl das mit voller Kraft laufende Viktor Drei als auch das hochfrequente Zischen des suchenden Aales deutlich zu hören.

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"Torpedo hat Sierra-1 erneut erfasst und nähert sich schnell !"

Das Viktor lief nun in den Bereich des Kielwassers der Norfolk ein.
Dort könnte man ihn nicht mehr hören und der Draht des Torpedos würde sicherlich auch reißen.

"Ruder hart Steuerbord, Maschine zwo Drittel voraus, Tiefenruder 30° vorlastig !", befahl CR45H, in der Absicht, den Gegner im Auge zu behalten.

Die Pings des nun rasch aufschließenden Torpedos verdichteten sich zu einem Kreischen.

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Nur Sekunden später dröhnte eine heftige Explosion durch die Norfolk.

"Torpedo hat Sierra-1 getroffen!", meldete Hardesty pflichtbewusst aber unnötiger Weise.

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"Wassereinbruch auf Sierra-1 hörbar ! Maschine hat gestoppt !",
rief Jones

Aus dem Meer klangen die Geräusche brechender Schotts und berstenden Stahls herüber.

H34D CR45H gedachte kurz der tapferen Seeleute und des fähigen Skippers dort drüben, die in diesen Sekunden dem Tod ins Auge blickten.

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Er schob die Gefühle beiseite.

Zweifellos würde er sich später, an Land und in seinen Träumen noch oft genug an diese beklemmenden Geräusche erinnern.
Aber noch konnten sich dort draußen andere Gegner herumtreiben, die nur darauf warteten, ihre Kameraden zu rächen.

"Maschine auf ein Drittel voraus, Ruder mittschiffs, Boot auf 290 Fuß austrimmen",
befahl er.

Die Geräusche des sterbenden Bootes hallten auf seinem Weg nach unten weiter durch das Meer.

H34D räusperte sich, um den Kloß im Hals zu beseitigen.
"Kommandant an Sonar: Noch irgendwer im Wasser ?"

"Negativ, Skipper, nichts zu hören", antwortete der Sonargast.


Die Norfolk glitt wieder nahezu lautlos durchs Wasser und lauschte hinaus in die See.
Minuten dehnten sich gefühlt zu Stunden, während das Viktor sich hörbar immer weiter zerlegte.

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Schließlich befand der Kommandant, dass es in dieser Richtung nichts mehr zu finden gäbe.

"Neuer Kurs 180°, Tiefe und Fahrt beibehalten!", ordnete er an.
Irgendwo da draußen trieb sich noch ein Russe herum.
Er konnte ihn praktisch riechen.
Aber leider nicht sehen.
Und hören auch nicht.

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Erneut dehnte sich die Zeit.
Schier endlos lange lief die Norfolk nach Süden, ohne irgendetwas aufzufassen.

Schließlich hatte H34D CR45H genug.

"Okay, wir gehen auf Yankee-Suche ! Auf aktives Sonar wechseln !", entschied er zur nicht geringen Bestürzung seiner Offiziere.
Sein Auftrag lautete, diese verdammten Raketenboote zu finden!
Und zu versenken!

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Herausfordernd sah er sich in der Steuerzentrale um.
Die Offiziere und Mannschaften vermieden sorgfältig jeden Blickkontakt.

Deutlich hörbar ging ein Ping hinaus ins Meer.

Mit angehaltenem Atem lauschte die Mannschaft.

Kein Echo.

Der nächste Ping folgte.

Die Norfolk brüllte praktisch ihren Kriegsschrei hinaus in die See, rief jeden der sich da herumtreiben mochte zum Kampf !

Doch niemand antwortete.

Nach einigen weiteren Minuten entschloss sich der Kommandant, die Sache noch ein wenig zu forcieren.
"Ruder hart Steuerbord, neuer Kurs 330° ! Maschine auf volle Fahrt ! Tiefenruder 30° vorlastig ! Rohr 1: Torpedo nachladen"

Wenn ein Iwan in der Nähe wäre, hätte er ihn schon gefunden.
Falls also überhaupt noch einer in der Gegend wäre, müsste er ein ganzes Stück entfernt sein.
Vielleicht auch deutlich tiefer, weshalb er sich bei der Gelegenheit gleich mal weiter unten im Wasser umsehen wollte.

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"Wir kavitieren", meldete Jones etwas resignierend.
Der Kapitän wollte es nun offensichtlich wissen und erhöhte den Einsatz nochmals drastisch.

Die Norfolk bot sich jedem Gegner als scheinbar leichtes Ziel dar.

Hoffentlich nur scheinbar !

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"Passieren 600 Fuß !"

Weiterhin dröhnten die Pings des mächtigen Aktivsonars der USS Norfolk hinaus ins Meer.

"Passieren 700 Fuß !"

Nichts.

"Passieren 800 Fuß !"

Der XO biss sich auf die Unterlippe.
Scheinbar wollte der Kapitän bei der Gelegenheit auch gleich noch herausfinden, was das Boot abkonnte.
Die empfohlene maximale Tauchtiefe hatte man nun schon hinter sich gelassen.

Im Rumpf breiteten sich aus allen Richtungen beunruhigende Knack-Geräusche aus, als sich die Stahlplatten unter dem rapide zunehmenden Wasserdruck minimal verformten.

"Boot auspendeln! Ruder mittschiffs ! Maschine zurück auf ein Drittel ! Schleichfahrt !", befahl CR45H endlich zur allgemeinen Erleichterung.

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"Passieren 900 Fuß !"

Die Norfolk jagte nun immer noch mit 26 Knoten Restfahrt, allerdings schnell langsamer werdend, ungefähr auf die Stelle zu, an der das Viktor III gesunken war.
Vielleicht versteckten sich die übrigen Russen ja dort irgendwo in der Tiefe.
Falls überhaupt welche da waren !

CR45H brütete derweil schweigend vor sich hin und bedachte seine Umgebung mit unheilschwangeren Blicken.

Warum fand das verdammte Sonar nichts ?
Sein Instinkt verriet ihm, das da draußen noch jemand war.
Wie konnte es sein, dass man nichts hörte?

Indessen starrte Sonargast Jones ratlos auf sein von Störgeräuschen überfrachtetes Wasserfall-Display.
In dieser Kakophonie von selbsterzeugten Störungen hätte man wohl gerade noch so eben einen nebenan stehenden Elefantenbullen gehört, der seinen Kollegen in einem benachbarten Land freundlich zuprostete.

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"Boot kommt hoch bei 945 Fuß", meldete der XO geradezu andächtig.
Er erwartete sekündlich ein Bersten des Rumpfes.

Offensichtlich war der Alte unter der Belastung des Kampfes endgültig zusammen geklappt.

Immerhin würde es in dieser Tiefe schnell gehen.

Sobald der kleinste Riss in der Außenhülle entstünde, würde eine Flammenwand durch das Boot jagen, angetrieben von einem unfassbar großen Wasserdruck.
Man würde nicht elend ersaufen, sondern in Sekundschnelle zu Asche verbrennen, bevor eine Wasserwand von der Konsistenz massiven Stahls alles im Inneren platt machte.

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Vom dem gesunkenen Viktor drangen immer noch unheimliche Geräusche herüber, die anhaltende Verformungen überbeanspruchten Stahls signalisierend.

Der Rumpf der Norfolk knackte munter vor sich hin.

Der Steuermann wischte sich Schweisstropfen von der Stirn.

Eigentlich war es nicht sonderlich warm.

Nicht wärmer als sonst, jedenfalls.

Die Rudergänger tauschten verstohlen hilfesuchende Blicke.

Im Maschinenraum starrte der LI missmutig auf seine Anzeigen.
Der Alte würde noch glatt den ganzen Kahn ruinieren, wenn er so weiter machte !

Der Kommandant schweigt, die Augenbrauen entschlossen zusammengezogen.
Auf der Stirn zeichnet sich ein V ab.

V für Victory.

Oder für "verdammte Scheiße, wo steckt der Iwan !?"

Jones lauschte wieder ins Meer.

Immer noch pumpte die Norfolk gewaltige Mengen von Schallenergie ins Wasser.

Kein Echo.

Nun, wo das Boot wieder mit geringster Fahrt lief, sind auch die Störgeräusche verschwunden.

War da nicht etwas?

Kaum hörbar, aber doch konstant, irgendwie unterschwellig vorhanden ?

Wie Stevie Wonder schloss er die Augen, wieder komplett in sich versunken, langsam, zögernd den rechten Arm hebend.

Doch, irgendetwas war da, definitiv !

Plötzlich tönt ein hochfrequentes Zischen durch seine Kopfhörer !
Fassungslos reisst er die Augen auf !

"Torpedo im Wasser !!", brüllt er heraus.
"Kontakt !! Torpedo im Wasser, Peilung etwa 190° !!


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Beitrag von Frisiercreme »

Als Pionier aus dem Org.- Bereich Heer verstehen wir hier nicht einmal die Hälfte.
Wenn man den Feind nicht mit dem Maschinengewehr niederhalten kann, um Ihm dann mit dem Klappspaten zu zerteilen, dann sind wir taktisch am Ende unseres Lateins.
"Alle vier Rohre waren mit Torpedos geladen, da man nicht mit feindlichen Kriegsschiffen rechnete" Aber was kann das denn bedeuten? Gibt es gegen Kriegsschiffe was besseres als Torpedos? Diese ultraflotten Raktentorpedodinger haben doch nur die Russen, oder nicht?
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Beitrag von H34DHUN73R »

Nun, werter Meister der Erdbewegung, ein Kriegsschiff ist ein Gefährt, welches im naturbelassenen Zustand auf der Wasseroberfläche schwimmt und dort Unheil verbreitet.
Dem kann man mit Harpoons oder Tomahawks ein Ende bereiten, welche praktischerweise für die Los Angeles - Klasse auch als U-Boot-Variante erhältlich sind.
Bei den Flight I - Booten pustet man die Dinger über die Torpedorohre raus, weshalb man eigentlich nur noch von Rohren sprechen sollte, um das präjudizierende "Torpedo" zu vermeiden.

Ab Flight II hatten die Los Angeles - Boote dann vertikale Startsilos vor dem Turm, ähnlich einem ballistischen Boot, aber natürlich deutlich kleiner.

Damit waren dann die Torpedorohre wieder eindeutig ihrem edelsten Zwecke gewidmet.

Diese Überwasserschiffe kann man also mit Torpedos oder Raketen beharken.

Da wir keine Überwassereinheiten erwarten, haben stattdessen gewinnbringend in Torpedos investiert.
Ein etwas vorsichtigerer Skipper würde vielleicht wenigstens ein Rohr mit einem MOSS geladen haben, aber darauf kommen Wir noch ein anderes Mal zu sprechen ;)

PS: achja, alles was sich auch im intakten Zustand unter der Wasseroberfläche aufhält, nennt man Boot - ein Kriegsschiff schwimmt also oben, ein Boot unten, normalerweise jedenfalls.
Solange die Norfolk nicht in der Nähe ist.
Und ihr durchgeknallter Kommandant :)
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Beitrag von Frisiercreme »

Das heißt, Ihr könnt bis zu irgendeiner Höchsttiefe auch Raketen verfeuern?
Ist ein solcherart technisierter Krieg nicht sehr langweilig? Wäre es nicht besser, zuerst dem Feind seine Takelage zu ruinieren und dann mit gezücktem Entermesser oder M 14 das Schiff abzujagen?

P.S.: Wir dachten immer, dass der Unterschied zwischen Schiff und Boot irgendwas mit der Größe und damit auch der benötigten Disziplinargewalt zu tun hat.
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Beitrag von H34DHUN73R »

Nun, das mit dem Entermesser hat natürlich etwas :)
Womöglich ziehen Wir diese Taktik in Betracht, wenn mal alle Munition verschossen ist und es nur noch gegen Frachter oder Truppentransporter geht ;)

Torpedos scheint man auch in großer Tiefe abfeuern zu können, jedenfalls locker bis 500 Fuß.
Was in Metern ungefähr, öh, nun, jedenfalls weniger ist.

Bei Raketen geht's nur deutlich höher, wir schießen normalerweise irgendwo zwischen Periskop-Tiefe und 100 Fuß.
Es klappt aber vermutlich so bis 150 Fuß.
Unsere Angewohnheit rührt daher, dass Wir gerne sehen, worauf Wir schießen.

Natürlich könnte man auch nach Sonar feuern, mit Raketen sowieso, da sehr ja naturgemäß sehr flott unterwegs sind und Kurs und Geschwindigkeit des Gegners daher nicht sonderlich interessant sind.
Wenn man allerdings schon mal auf feindliche Schiffe stößt, sind es dann meist gleich ein ganzer Sack voll (-> Marinefachbegriff).
Gemeinerweise können Kriegsschiffe Raketen abschießen, sodass man häufig mehr als eine braucht, um die Abwehrkapazitäten zu überladen.

Da sich die Mitnahme von Torpedos immer empfiehlt und die Zuladung generell begrenzt ist, hat man in der Praxis mehr geeignete Ziele zur Auswahl als Raketen an Bord.
Deshalb muss man wissen, worauf man schießt - vorzugsweise auf mistige Zerstörer, die einem ehrlichen U-Boot-Skipper so richtig den Tag versauen können.

Die Aufklärung wiederum könnte man durch endloses Lauschen am Sonar besorgen - inzwischen segeln einem aber vielleicht die Kähne davon.
Also empfiehlt es sich, die Sonar-Daten durch andere Mittel aufzuwerten, als da wäre visuelle Identifikation, Auswertung der ESM-Daten oder gleich mutig aktives Radar.

Dementsprechend werden übrigens auch die Kontakte klassifiziert: Sierra steht für Sonar-Kontakt, Viktor für visuell, Romeo für Radar und Echo für ESM.
Und M, ja, das M ist das, was man am Liebsten sieht: ein durch multiple Mittel identifiziertes Ziel :)

Wenn man sich also durch diese ganze Aufklärung durchgewurschtelt hat und endlich weiß, welche Oberflächenziele man unbedingt mit wievielen Raketen beharken muss, juckt es auch schon mächtig im Zeigefinger.
Und, ja, dann geht es halt ab und man feuert seine Raketen aus Sehrohrtiefe.
Oder knapp darunter.

Übrigens setzt die Geschwindigkeit im Wasser ein kritischeres Limit als die Wassertiefe - oberhalb von 10 Knoten verklemmt sich gerne das Rohr.
Ab 20 Knoten tut es das totsicher.
Das bleibt dann auch so, bis die wackeren Dockarbeiter im Heimathafen mal mit nem Hammer drüber gehen.

Also am Ende ist das alles nicht ganz so unkompliziert wie es den Anschein haben mag.

Ach ja, das mit dem Boot und dem Schiff.
In den fortschrittlichen, freiheitlichen westlichen Marinen spricht man bei allem was bestimmungsgemäß taucht stets von einem Boot.
In rückständigen Gesellschaften, die der Diktatur zu neigen und zuviel Geld haben, womit sie entsetzlich große Boote bauen, labert man auch gerne mal von U-Kreuzern.
Macht aber nix, die freiheitlichen Boote ballern die genauso weg.
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Beitrag von Hjalfnar »

Euer Sonarmann ist im Vergleich zu Clancys Jones aber ne richtige Lusche.^^ Sehr schön, Wir schauen eh schon gerne Jingles Cold-Waters-LPs und müssen grade den Stratege-Testbericht zum gleichen Spiel korrekturlesen. xD
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Beitrag von H34DHUN73R »

Er ist der Stevie Wonder der Sonarfuzzis :)
Die sind ja alle ein wenig neben der Spur.
Vermutlich gibt es technische Gründe für die Überraschungen, die sich uns dargeboten haben.
Oder die Russen wollen sich einfach nicht so mir nichts dir nichts abschlachten lassen, diese kleinen Racker ;)
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Beitrag von Frisiercreme »

Und ist das alles wirklich in Fuß, furlongs, ropes und gunther's chains?
[Computer Spoiler!] [/[Spoiler weg.]


Edit: Sorry, ich will nicht Euren Thread kapern. Aber sobald ich Fuß als Tiefenangabe sehe, da setzt bei mir was aus.
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Private_S
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Beitrag von Private_S »

Mir ist ganz schwummerig. Gut, dass Herr Barleycorn to die had und dass das mit der EU nicht geklappt hat.
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Frisiercreme
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Beitrag von Frisiercreme »

Gut, dann machen wir das auch noch:

Sicherlich, die ganze Geschichte mit Grad passt nicht völlig reibungsfrei in mein revancistisches Prinzip, in dem ich das metrisches System für überlegen halte. Aber für einen Vorhalterechner müsste es doch wirklich besser sein, wenn der entscheidende Faktor immer 10 ist und man nicht immer zwischen 12, 3, 5, 67,18,128 umschalten muss.
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Beitrag von H34DHUN73R »

Tja, eigentlich eigenartig, dass man ein derartiges, auf direkt aus der Natur abgeleiteten Größen basierendes, perfekt funktionales System durch das seelenlose metrische System ersetzt hat.
Aber Gottseidank ist Good Old England nun wieder auf dem richtigen Weg :)

Vermutlich gibbet auch noch eine direkte Verbindung zwischen den Knots und den Ropes, womit sich die Strecke zwanglos in Geschwindigkeit verwandelt, aber leider ist Unser von der Gewohnheit geknechtetes Gehirn nicht in der Lage, die Transferleistung zu erbringen ;)

Vielleicht wäre es eh besser, nur noch mit Vielfachen der Planckschen Länge zur rechnen, auch wenn die Zahlen dann etwas groß werden.
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Beitrag von H34DHUN73R »

Tja, schon erstaunlich, diese amerikanischen Letter-Sizes.
Insbesondere die Spezialgröße für's Verklagen von Kindern und die Spezialgröße für Schreiben an die Regierung - wenn man kein passendes Papier zur Hand hat, kann man sich auch nicht beschweren :)
Seltsam, dass sich dieses Modell nicht durchgesetzt hat - welches System verwendet eigentlich die Türkei?
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Frisiercreme
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Beitrag von Frisiercreme »

Ach H34DHUN73R,
Ihr könnt mir hier auch chinesische Rolex für 120$ verkaufen, Euch nehme ich alles ab.

Halt, das stimmt nicht. Ein Torpedorohr wird nicht mit "Feuer" gezündet. Sondern mit "Los", denn Feuer ist ja nicht im Spiel. Und ich glaube auch, dass "Rohr 2 bewässern" eine missglückte Übersetzung ist. "Rohr 2 fluten" wäre besser, aber was weiß ich, ich bin Pionier.
Wenn ich das richtig sehe, dann ist der Spielehersteller hier der gleiche wie bei Atlantic Fleet. Ist die Mechanik die gleiche, also wird zwischen Einzelmissionen unterschieden und einer größeren Karriere, die den gazen Krieg umfasst?
Und was macht Ihr, wenn der Stümper der Norfolk isch selbst versenkt hat?
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Beitrag von H34DHUN73R »

Was andere Skipper tun, ist deren Sache, werter Frisiercreme, denn an Bord eines Bootes zählen nur die Ansagen des Kapitäns :)
Und der Boss auf der Norfolk feuert eben Torpedos ab, anstatt sie mit einem schwächlichen, passiv-aggressiven "Los" in ihr Element zu entlassen.

Mit dem Fluten hingegen seit Ihr womöglich einer größeren Sache auf die Spur gekommen, da müssen Wir nochmal nachblättern - auch wenn das hier eindeutig Sache der Marine ist !
Die ja auch dem Heer nicht erklärt, wie es seinen Krempel einen Berg hoch schafft :D

Die Gameschmiede ist tatsächlich die Gleiche wie bei Atlantic Fleet.
Über die Mechanik wissen Wir nichts zu berichten, da Cold Waters die erste U-Boot-Simulation ist, die wir seit Menschengedenken spielen.
Die Letzte müsste so etwa 4 bis 5 Hundeleben zurück liegen, war irgend so ein WK2 Ding, Friede seiner verrotteten Pappschachtel.

Einzelmissionen gibt es nur 8 Fixe, also etwas sparsam.
Allerdings kann man sich wohl selber Missionen basteln, auch ganze Kampagnen, was aber wohl in Richtung Modding geht.
Soll aber total einfach sein, sagt der Hersteller :)

Der hochqualifizierte Commander H34D CR45H wird übrigens niemals sein eigenes Boot in die Luft jagen - er denkt nur schneller um drei Ecken herum, als irgendwer "eins-zwei-drei-los" sagen kann.
Oder eben "Feuer !"

Aber falls den Skipper und sein schwimmendes Bestattungsunternehmen doch einmal das Schicksal ereilen sollte, kann man noch versuchen, sich via Notausstieg zu retten.
Ist bei U-Booten aber keine hunderprozentige Sache, man ertrinkt halt etwas später.

Und selbst wenn es klappt, landet man in feindlich dominiertem Umfeld dann auch nur in einem Gulag und die Kampagne ist zu Ende.
Manchmal soll es aber doch funktionieren und man bekommt vom dankbaren Uncle Sam umgehend ein niegelnagelneues Los-Angeles Boot zur Verfügung gestellt.

Besser, man lässt es nicht drauf ankommen ;)
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Frisiercreme
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