Klin Zha oder: Schach ist erst dann gut, wenn man es im klingonischen Original spielt

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von Johann III. » Fr 21.02.2014, 16:01

Bekanntmachung


Die Mecklenburgische Staatskanzlei und
Unsere weit entfernten mächtigen Verbündeten,
in Anerkennung der einzigen Autorität, des Kaisers,
mit gnädiger Erlaubnis desselben,

verleihen dem edlen

Jorrig

für seine anhaltenden und geduldigen Verdienste um
das Lernen und Lehren des Klin Zha den neu gestifteten Orden

Mecklenburger Strategycon-Ehrenmal des Klin

2. Klasse


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Johann III.
Herrscher.

Dieser Orden ist kein offizieller Orden von si-games.com.

von Johann III. » So 12.01.2014, 19:00

Züge 32 bis 37 -- Gold gewinnt

Und dann ging alles ganz schnell. Wir sind vermutlich nicht den schnellsten Weg zum Ziel gegangen, aber das war Uns dann doch egal:
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Schlussanalyse

Wir haben ja schon nach Zug 4, als Wir das Ergebnis bekanntgaben, etwas dazu geschrieben, dass Uns die KI doch schon wieder enttäuscht, und das, wo sie auf der höchsten Stufe gespielt hat.

Wir haben drei Dinge beobachtet:

1. Sie nimmt sehr gern Opfer an bzw. lässt sich zum Schlagen verleiten.

2. Sie benutzt ihre Hüter nicht aktiv, um andere Steine zu decken.

3. Sie übersieht offensichtliche Bedrohungen, die sie im nächsten oder übernächsten Zug erwarten.

Es ist Uns ein Rätsel, wie sie 12 Züge und Millionen von Stellungen vorausberechnen kann, ohne diese Probleme zu vermeiden.


Edit: Aber Wir wollen mal nicht nur negativ sein. Was Uns gut gefallen hat:

1. Die KI nutzt ihren Blockierer nicht sehr oft, aber wenn es Sinn macht, dann recht klug.

2. Solange die KI ihre Flieger hat, ist sie eine echte Bedrohung.

von Johann III. » So 12.01.2014, 18:53

Züge 30 und 31

Wir setzten Unsere Plünderung fort:
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Dass wir den Hüter unten links auf I12 verschonten, hatte nur damit zu tun, dass der grüne Blockierer Uns sonst im nächsten Zug in der Ecke eingesperrt hätte. Zwar hätten Wir dann noch mit Unserem Hüter zum Sieg schleichen können, aber diese Peinlichkeit wollten Wir Uns doch ersparen.

von Johann III. » So 12.01.2014, 18:48

Züge 28 und 29

Und so zogen Wir plündernd durch die gegnerischen Gebiete:
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Der Gegner versuchte jetzt nur noch, Uns mit seinem Blockierer den Weg zu versperren.

von Johann III. » So 12.01.2014, 18:44

Zug 24

Wenige Züge später stellte sich die Situation wie folgt dar:
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Der grüne Fechter hatte sich nah an Unser Ziel herangewagt, doch konnte er auf diese Art nicht gewinnen. Offensichtlich hat die KI nicht gesehen, dass Unser Tänzer auch noch da ist.


Züge 25 bis 27
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Nun waren Wir kaum noch aufzuhalten.

von Johann III. » So 12.01.2014, 18:37

Zug 15

Beide Gegner hatten sich mittlerweile an der Grenze zwischen ihren Brettdritteln angenähert, wobei die KI hier durchaus klug ihren Blockierer eingesetzt hat.
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Insbesondere standen sich Unser goldener Fechter und der grüne Lanzenträger gegenüber. Es war ein heftiger Schlagabtausch zu erwarten.


Züge 16 bis 20

Bald schon kam es zur Konfrontation:
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An dieser Stelle waren beide Armeen heftig dezimiert. Neben dem Blockierer besaß Grün nur noch seinen Fechter und drei Hüter. Wir hatten nur noch Unseren goldenen Tänzer und zwei Hüter. Es kam nun alles darauf an, dem gegnerischen Fechter den Zugang zu Unserem Ziel zu verwehren bzw. den Fechter zu schlagen.

von Johann III. » So 12.01.2014, 18:33

Hier nun wie versprochen die wichtigsten Ereignisse bis zu Unserem seltsamen Sieg.

Zug 8

So sah das Bild nach dem 8. Zug aus. Bisher wurden keine weiteren Steine geschlagen, Wir haben damit begonnen, Uns in Unserem Brettdrittel einzugraben. Dies würden Wir noch eine Weile so weitermachen.
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Zug 11
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Hier war es Uns gelungen, den Zugang zu Unserem Ziel für den Gegner sehr zu erschweren, da Wir mittlerweile Unser Ziel und Unseren Blockierer nach rechts bewegt hatten. Der Weg, den der grüne Lanzenträger offensichtlich nehmen wollte (von oben herabstoßend), ist nun versperrt. Es ist nur noch möglich, über die unterste Reihe (I) zu Unserem Ziel vorzudringen.

von Johann III. » So 12.01.2014, 17:35

Wir haben Uns jetzt dafür entschieden, mit Unserem Zug, d.h. mit beiden Seiten ohne Flieger, weiterzuspielen.

Es hat sich ein zähes Gefecht auf teilweise engstem Raum entwickelt, das nach 37 Zügen endete -- siegreich für Uns. Im Gegensatz zur letzten Partie finden Wir, dass Unser Sieg auch verdient war, denn Wir haben die KI nach dem 4. Zug auf "Experte" und 3 Minuten Rechenzeit gestellt, und die Zufalls-Zugvariation auf "aus". Das ist das Maximum, das man auswählen kann; danach kommt nur noch "unendlich" bzw. "wie menschlicher Spieler".

Allerdings kommt Uns das trotzdem seltsam vor. Es sollte eigentlich nicht möglich sein, dass Wir bei dieser Einstellung gewinnen, denn die KI berechnet dabei mehrere Millionen Stellungen in bis zu 12 Zügen voraus, und zeigt dafür ihre Siegchancen in der Statusleiste an. Und bis kurz vor Schluss war sie zuversichtlich. Doch dann machten Wir einen einzigen Zug, der das Blatt wendete. Wenn sie das nicht mit einberechnet hat, dann können Wir nur sagen, dass "Zillions of Games" Schrott ist, Schach-ELO-Wert von 1900 hin oder her.

Aber gut, Wir werden nun gleich beginnen, die weiteren Züge zu posten. Dabei werden Wir ein wenig zusammenfassen.


Edit: Im Spiel gegen sich selbst hat die KI mit Gold nach 13 Zügen gewonnen.

von Johann III. » Sa 11.01.2014, 20:11

... verdammt. Ihr habt Recht.
Wenn er das macht, schlagt Ihr erstmal den Tänzer. Dann muss er den Lanzenträger schlagen, sonst verliert er.
Wir haben das echt nicht gesehen.

Tja... sollen Wir jetzt mit Unserem Zug weiterspielen, oder Euren Zug nutzen?

von Jorrig » Sa 11.01.2014, 19:47

Wenn er das macht, schlagt Ihr erstmal den Tänzer. Dann muss er den Lanzenträger schlagen, sonst verliert er. Daraufhin zieht Ihr den Tänzer drei nach links und bedroht den zweiten Flieger. Wenn er dann in die Ecke zieht, könnt Ihr mit dem Hüter auf das Feld ausweichen, auf dem vorher der Tänzer stand. Und Ihr bedroht immer noch mit Eurem Tänzer Flieger und Fechter (der wahrscheinlich den Lanzenträger geschlagen hat). Ich halte das für ziemlich stark. Ihr könnt ja mit Euren Fliegern dann auch noch weiter Druck auf das Ziel machen.

von Johann III. » Sa 11.01.2014, 19:39

Bei Eurem Vorschlag würde der untere grüne Flieger erst 6 Felder nach rechts ziehen, wo er von Uns nicht geschlagen werden kann. Im nächsten Zug würde er nochmal drei Felder nach rechts ziehen und hat Uns dann. Oder was meint Ihr?

von Jorrig » Sa 11.01.2014, 19:07

Warum schlagt Ihr nicht den Tänzer? Der ist doch wertvoller als der Fechter, oder?
Ich sehe auch nicht, warum Ihr zum abtauschen gezwungen wart, das habe ich nicht verstanden. Ich halte meinen Zug immer noch für den besten. Der untere Flieger kann auf die Linie links unter dem Ziel nicht landen, ohne entweder von Hüter oder Fechter geschlagen zu werden. Das gilt für den oberen genauso.

von Johann III. » Sa 11.01.2014, 11:38

Zug 4
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Im vierten Zug haben Wir zunächst Unseren goldenen Fechter in die Sicherheit der Kontrollzone unseres Blockierers gebracht und damit auch näher ans Zentrum des Geschehens gebracht. Unser Gegner hat sich entschieden, seinen Lanzenträger zu ziehen. Zwar lässt er damit sein Ziel allein zurück, aber da Wir keine Steine mit großer Reichweite haben, ist es trotzdem recht sicher. Und grüner Tänzer und Lanzenträger decken sich gegenseitig, wenn sie nun versuchen werden, Uns aus der Deckung zu locken und zu Unserem Ziel vorzustoßen.

von Johann III. » Sa 11.01.2014, 11:27

Züge 2 und 3 - Kamikaze

Das Oberkommando hat eine Entscheidung getroffen: Unsere beiden goldenen Flieger werden in heldenhaftem Einsatz geopfert, um die gegnerische Luftwaffe auszuschalten (man möge Uns diese Ausdrucksweise verzeihen ... aber eigentlich sehen Wir keine Spielfiguren vor Unserem inneren Auge, sondern Flugzeuge, U-Boote und Schiffe ... und die sind nicht klingonisch, sondern erscheinen Uns eher ... japanisch. Wie auch immer.)
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Hier die Ausführung:
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Es ist zwar tragisch um unsere Flieger, aber Unser Nachteil, das Eingemauertsein, könnte sich jetzt noch als vorteilhaft erweisen. Denn der Gegner ist nun gezwungen, den langsamen Landweg zu nehmen.


(Entschuldigt die sehr hellen Farben ... aus einem Uns nicht erfindlichen Grund meint Google/Picasa, beim Hochladen von jpg-Bildern eine Helligkeitskorrektur vornehmen zu müssen, und das kann man nicht abstellen. Bisher haben Wir immer .pngs hochgeladen, aber die sind doch recht groß.)

von Johann III. » Sa 11.01.2014, 11:06

Tja... mittlerweile sehen Wir, dass das alles nicht gut ist:

In Jorrigs Variante könnte Uns der goldene Fechter geschlagen werden, wenn die KI ihren grünen Flieger auf G36 opfert ... was sie wohl kann, denn ohne Unseren Fechter kann der andere grüne Flieger schnell zum Sieg fliegen, ohne dass Wir was dagegen tun könnten.

In Unserer Variante sieht es genauso düster aus.

Wir stellen fest: Unsere Ausgangsstellung ist Mist. :rolleyes: Worauf Wir auch selbst hätten kommen müssen, denn das Ziel auf einen Hüter zu platzieren, der nur in exakt eine Richtung fliehen kann, ist ja geradezu eine Einladung für den Gegner, diesen Fluchtweg zuzubauen.

Was also tun ... *grübel*

Vielleicht ist ein etwas aggressiverer Stil mit bewussten Opfern vonnöten.

von Johann III. » Fr 10.01.2014, 23:25

Ja, daran haben Wir auch schon gedacht, aber Wir müssen noch etwas mehr darüber nachdenken; vielleicht wäre es besser, einen goldenen Flieger nach unten auf I55 zu ziehen (neben den grünen Flieger), denn unbedroht könnte der grùne sonst nach rechts ziehen und spätestens in Zug 3 unser Ziel bedrohen -- mit dem goldenen auf I55 wäre dem entgegengewirkt. Aber das werden Wir morgen mal gedanklich genauer durchspielen.

Wenn Gold beginnt, dann ist das (laut den Regeln und dem Roman, aus dem das Spiel stammt) sehr klingonisch, denn Gold offenbart dadurch seine Strategie. Dadurch lässt man Grün die einfachere Startposition. Es ist daher ganz oft so, dass Gold bereits in den ersten zwei, drei Zügen Angst um das eigene Ziel haben muss, weil Grün sich genau passend aufbauen kann. Als Grün zu spielen, wäre einfacher und daher weniger ehrenhaft.

Normalerweise werden die Spieler ausgelost. Der Spieler, dem Gold zugewiesen wurde, sagt dann zum anderen: Ich überlasse dir die Wahl. Das ist aber nur eine scheinbare Wahl, denn würde Grün wählen, auch wirklich als Grün zu spielen, würde er sich für das einfachere Spiel entscheiden. Ein ehrenhafter Klingone, der Grün gezogen hat, wird also Gold wählen.

Das heißt, der Spieler, dem in der Auslosung Gold zufiel, spielt in Wahrheit als Grün und umgkehrt. Durch dieses Ritual haben beide ihr Gesicht gewahrt: Gold, weil er Grün die Wahl gelassen hat; Grün, weil er in seiner Wahl die schwierigere Seite, also Gold, gewählt hat.

von Jorrig » Fr 10.01.2014, 22:05

Hm, dann erstmal mit dem Lanzenträger drei nach links? Bedroht Tänzer und Flieger, ist aber gedeckt durch den eigenen Flieger. Damit sollte eine der beiden Figuren fallen.
Und anzufangen ist ja wohl sehr unklingonisch! :)

von Johann III. » Fr 10.01.2014, 21:06

2. Partie

Ring frei zur zweiten Runde! Wir haben die KI-Stärke auf Mittel gelassen, aber die KI-Bedenkzeit auf 30 Sekunden erhöht. Daher erwarten Wir für das folgende Spiel, dass die KI keine wirklich blöden Fehler mehr machen wird, dass Wir aber ggf. trotzdem nicht ganz chancenlos sind.


Zug 1 (Ausgangsstellungen)

So sieht es aus:
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Gold hat wie immer den ersten Zug, und Gold wird wieder von Uns gespielt.

Weiß eingekreist sind auf dem Bild mal die jeweiligen Ziele, die es zu schlagen gilt. Unser Ziel wird von einem Hüter getragen und ist damit relativ unbeweglich, aber bei Bedarf lässt sich das später noch ändern. Das grüne Ziel wird, wie schon in der ersten Partie, vom grünen Lanzenträger getragen.

von Johann III. » Fr 10.01.2014, 20:05

Da Wir vorhaben, diesen Thread auch in Zukunft mit Unseren Spielberichten zuzuspammen, haben Wir damit begonnen, im Eingangsposting eine entsprechende Liste zu erstellen.

Sollte einer der anderen Regenten Lust haben, auch einmal ein Spiel zu wagen, kann dies ebenfalls hier geschehen. Möglichkeiten dazu sind u.a. die VASSAL-Engine oder das Posten der Züge direkt im Thread. (Mit Zillions of Games kann man auch online spielen, aber Zillions kostet Geld.)

von Johann III. » Fr 10.01.2014, 16:36

Jorrig hat geschrieben:Hm, die KI war hier offensichtlich wirklich nicht sehr ruhmreich. Die Anzahl der sinnlosen Züge sind schon etwas bedenklich. Aber ist ja schön, wenn ein AAR positiv ausgeht. :)
Deswegen haben Wir sie ja auch so niedrig eingestellt ... aber dass sie dann wirklich nur auf den gerade akut bedrohten Stein guckt (wie bei dem Hüter), oder dass sie in den Zügen 15 bis 18 nicht einfach ihren zweiten Flieger dazu genommen hat, um Uns damit in der oberen Ecke einzusperren, war doch überraschend.

Für das nächste Spiel werden Wir ihr daher 30 Sekunden Bedenkzeit geben und vermutlich scheitern :D

Übrigens danken Wir Euch für Euer Interesse!

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