Der deutsche Bürgerkrieg
3. Juli, 22:00 Uhr
Die politischen Ereignisse bei den Alliierten überschlagen sich. England verkündet die Fortsetzung des Kampfes gegen das Reich und Frankreich wird von der Niederlage geschockt. Während der Norden besetzt wird und Südfrankreich inklusive Nordfrankreich an die neue Regierung in Vichy fallen organisiert sich tief im Süden in Kamerun unter Charles de Gaulle der Widerstand des "Freien Frankreichs". Die Reichsregierung unter Reichsführer Goebbels ordnet daraufhin die Einsetzung einer zivilen Verwaltung für Frankreich ein.
4. Juli, 1:00 Uhr
Nach dem Sieg über Frankreich werden der Heeresgruppe F neue Befehle erteilt. Die
1. Armee, bisher zuständig für die Bewachung der Maginotlinie wird an die Kanalküste verlegt und die Häfen besetzen. Dieses soll mögliche britische Landungsversuche schon im Ansatz abwehren. 2. Luftwaffen-Feld-Korps werden gleichzeitig mit dem Sieg über Frankreich auf Reichsgebiet aufgestellt. Eine jede dieser Divisionen besteht aus 2 Landwehr-Brigaden sowie 2 Brigaden der Feldjäger. Französische, belgische und deutsche Zivilisten in Brandenburg und im Rheinland berichten in Briefen und Gesprächen von Truppenansammlungen in Paris, Brüssel, im Ruhrgebiet und um Berlin herum.
5. Juli, 17:00 Uhr
Aus der Heeresgruppe F werden 3 Infanterie-Korps und zwei Panzerkorps heraus gelöst. Diese 4 Korps werden der
4. Armee und dem Oberbefehlshaber Ost unterstellt. Noch während die Armeekorps in die neue Befehlsstruktur eingegliedert werden erhalten sie Befehl an die jugoslawische Grenze zu marschieren. Der Mittelmeer-Plan soll in seine erste Phase treten.
8. Juli, 14:00 Uhr
Die Reichsregierung verkündet Überraschendes: Elsass-Lothringen, Maastricht und Eupen-Malmedy werden in das Deutsche Reich integriert. Ebenfalls im Osten werden Grenzkorrekturen vorgenommen.
Neuostpreußen und
Südpreußen werden ebenfalls ins Deutsche Reich integriert. Damit ist die deutsch-polnische Grenze kurz vor Warschau. Gerüchten zufolge verhandelt das Oberkommando der Wehrmacht, Vertreten durch den Oberbefehlshaber Ost Generaloberst Paulus, mit polnischen Parteien und politischen Gruppierungen.
10. Juli, 11:00 Uhr
Die Amerikaner verhängen ein totales Export- und Importembargo.
11. Juli, 8:00 Uhr
Der Schock im deutschen Reich ist grenzenlos. Reichsführer-SS Heinrich Himmler verkündete das die SS nicht weiter die Demontage nationaler Heiligtümer und Ideen akzeptieren könnte und das, das Oberkommando der Wehrmacht von konterrevolutionären und reaktionären Kräften durchsetzt sei. In einem Radioappell verkündete er der gesamten deutschen Bevölkerung den bewaffneten Kampf gegen alle Verschwörer und ernannte sich selbst zum Obersten Souverän des Deutschen Reiches.
Nach der Ausrufung des Aufstandes stürmten 2 Divisionen der SS, bewaffnet mit erbeuteten Waffen aus Wehrmacht-Depots, die Reichshauptstadt. Ihnen gelang es in heftigen Kämpfen die Stadt fast vollständig zu erobern. Nur das Gebiet um den Bendlerblock konnte vom Infanterie-Regiment Großdeutschland, einem Teil der Panzergrenadier-Division Großdeutschland, gehalten werden. Die fanatischen Schwarzen Soldaten nahmen während ihrer Operation schwerste Verluste hin und glichen diese durch eine unglaubliche Todesverachtung und unglaublichen Mut aus.
Aus dem ganzen Reich trafen in der Zwischenzeit Nachrichten ein. SS und Wehrmachteinheiten lieferten sich in fast allen deutschen Großstädten schwerste Gefechte. Das Ruhrgebiet konnte zwar von den Einheiten des I. Panzerkorps unter Generalmajor Rommel gehalten werden aber München und Nurnberg mussten nach dem ersten Tag schwerster Gefechte geräumt werden.
14. Juli, 7:00 Uhr
3 Tage lang tobten nun schon die Kämpfe zwischen der Wehrmacht und der SS. Die Reichsregierung unter Goebbels war nach Hamburg geflohen und das Oberkommando der Wehrmacht hatte sich nach Paris abgesetzt. Dann endlich traf der erwartete Befehl ein.
I.Eine gewissenlose Clique frontfremder SS-Führer hat es unter Ausnutzung dieser Lage versucht, der schwerringenden Front in den Rücken zu fallen und die Macht zu eigennützigen Zwecken an sich zu reißen.
II. In dieser Stunde höchster Gefahr hat die Reichsregierung zur Aufrechterhaltung von Recht und Ordnung den militärischen Ausnahmezustand verhängt und mir zugleich mit dem Oberbefehl über die Wehrmacht die vollziehende Gewalt übertragen.
III. Hierzu befehle ich:
1. Ich übertrage die vollziehende Gewalt – mit dem Recht der Delegation auf die territorialen Befehlshaber – im Heimatkriegsgebiet auf den Befehlshaber des Ersatzheeres unter gleichzeitiger Ernennung zum Oberbefehlshaber im Heimatkriegsgebiet – in den besetzten Westgebieten auf den Oberbefehlshaber West – in den besetzten Ostgebieten auf den Oberbefhelshaber Ost und die Wehrmachtsbefehlshaber der Armeen – in Dänemark auf den Wehrmachtbefehlshaber.
2. Den Inhabern der vollziehenden Gewalt sind unterstellt:
a) sämtliche in ihrem Befehlsbereich befindlichen Dienststellen und Einheiten der Wehrmacht, des RAD und der OT;
b) alle öffentlichen Behörden (des Reiches, der Länder und der Gemeinden), insbesondere die gesamte Ordnungs-, Sicherheits- und Verwaltungspolizei;
c) alle Amtsträger und Gliederungen der NSDAP und der ihr angeschlossenen Verbände;
d) die Verkehrs- und Versorgungsbetriebe.
3. Die Inhaber der vollziehenden Gewalt sind für die Aufrechterhaltung der Ordnung und öffentlichen Sicherheit verantwortlich. Sie haben insbesondere zu sorgen für:
a) die Sicherung der Nachrichtenanlagen,
b) die Ausschaltung des SD.
4. Die SS ist aufgelöst. Ihre Mitglieder sind zu verhaften und in Gewahrsam zu nehmen.
Jeder Widerstand gegen die militärische Vollzugsgewalt ist rücksichtslos zu brechen.
In dieser Stunde höchster Gefahr für das Vaterland ist Geschlossenheit der Wehrmacht und Aufrechterhaltung voller Disziplin oberstes Gebot.
Ich mache es daher allen Befehlshabern des Heeres, der Kriegsmarine und der Luftwaffe zur Pflicht, die Inhaber der vollziehenden Gewalt bei Durchführung ihrer schwierigen Aufgabe mit allen zu Gebote stehenden Mitteln zu unterstützen und die Befolgung ihrer Weisungen durch die untergeordneten Dienststellen sicherzustellen. Der deutsche Soldat steht vor einer geschichtlichen Aufgabe. Von seiner Tatkraft und Haltung wird es abhängen, ob Deutschland gerettet wird.
Walther von Brauchitsch,
Oberbefehlshaber des Heeres

17. Juli, 10:00 Uhr
3 Tage nach Operation Walküre hatte sich der deutsche Bürgerkrieg gelegt. Die letzten Einheiten der SS waren in Nürnberg von Einheiten der 2. Panzer-Division vernichtet worden und auch die meisten Gauleiter und Reichstatthalter befanden sich in der Gewahrsam verschiedener Armeeoberkommandos. In der Stunde höchster Not hatten die Soldaten der Wehrmacht, ihre Offiziere und auch die Zivilbevölkerung höchsten Mut bewiesen und die Gefahr für das Reich abgewendet.
Im Angesicht der Niederlage hatte sich Heinrich Himmler, auf der Flucht, selbst erschossen und sein Stellvertreter Heydrich war von Wehrmachtsoldaten standrechtlich erschossen worden. Auch die meisten NS-Bonzen waren nicht mehr am Leben. Goebbels war standrechtlich erschossen worden, Göring von der SS entführt und Speer auf der Flucht von Polizisten gerichtet worden.
Am Abend des 17. Juli wurde dann eine kurze Ansprache gesendet:
Hier spricht Walther von Brauchitsch, Oberbefehlshaber des Heeres. In den letzten Tagen und Wochen hat das Deutsche Volk bewiesen das es nicht nur gegen äußerte Feinde sondern auch gegen innere Feind rücksichtslos vorgeht und der Barbarei einiger weniger Einhalt gebietet. Das Oberkommando der Wehrmacht, als Inhaber der administrativen Gewalt, nach der Auflösung der Reichsregierung, hat sich dazu entschlossen das die Regierung nicht von Militärs geleitet werden soll. Das Deutsche Volk soll von keinen Offizieren regiert werden, von keinem Führer verführt werden und auch kein Kaiser soll es knechten können.
Deshalb wird die Reichsverfassung von 1919 wieder in Kraft gesetzt. Jegliche Erlasse und Gesetze die Nach dem 1. Januar 1933 verkündet wurden und in Kraft traten sind hiermit aufgehoben. Die Verwaltung der besetzten Länder wird in die Hände der örtlichen Oberbefehlshaber gelegt und sich in Zukunft nur noch auf die schnelle Beendigung dieses Krieges konzentrieren. Die britische Regierung hat bereits angekündigt das der Krieg fortgesetzt wird wenn wir nicht bedingungslos kapitulieren, alle Gebiete westlich des Rheins und östlich der Oder räumen und all unsere Waffen ins Meer werfen. Natürlich ist das nicht akzeptabel und würde das Ende unserer Nation bedeuten. Deshalb hat sich das Oberkommando der Wehrmacht dazu entschieden den verdienten Generaloberst Witzleben, Eroberer der Maginotlinie und Held während des Westfeldzuges, zum Reichspräsidenten zu ernennen. Dazu scheidet der Generaloberst aus den Streitkräften aus und legt alle anderen Ämter nieder. Carl Friedrich Goerdeler, früherer Oberbürgermeister von Leipzig und ausgesprochener Gegner der NS-Clique wurde vom Reichspräsidenten bereits zum Reichskanzler ernannt. Weitere Minister werden in den kommenden Stunden vorgestellt.
Aufgrund des Kriegszustandes und der erst kürzlich besiegten Diktatur werden die Reichstagswahlen aufgeschoben.
Gleichzeitig mit der Aufhebung des Gesetze wurde das Bürger- und Presserecht entschärft.