von Rantanplan » Fr 07.09.2012, 02:19
Lucius Terentius ließ sich von seinem treuen Achill die neusten Nachrichten bringen und studierte diese einträglich. Oft musste er seinen Diener fragen wer sich unter den ominösen Namen eigentlich befand, seine Geisteskraft nahm beinahe täglich ab!
So auch nach dem Studium der letzten Botschaft die er erhalten hatte.
"Achill, mein lieber Achill, hilf mir doch mal auf die Sprünge! Wer ist dieser Marcus Amilius doch gleich nochmal der die dritte Legion bei...äh...na...ach...im Norden nun übernehmen will?"
"Mein Herr, es ist der Sohn des früh verstorbenen Amilius, ein bedeutender Senator Roms dem die Stadt viel zu verdanken hat."
"Dann ist es mehr als Recht und billig das er die dritte Legion übernimmt!"
"Nein, mein Herr! Wir meinten das die Verdienste dem Vater zuzuschreiben sind. Sein Sohn, nun, ihm scheint mehr an den schönen Dingen des Lebens zu liegen. Er trinkt, hurt..."
"Achill, du sprichst über einen Senator Roms! Zügle deine Zunge oder ich muss dich, so weh es meinem Herzen tun würde, bestrafen!"
"Jawohl Herr, wie Ihr wünscht!
Lucius begutachtete die nächste Depesche ohne deren Inhalt wirklich zu lesen. Seine Gedanken waren auf den jungen Amilius gerichtet. Dieser junge Kerl, an den er sich jetzt wieder erinnern konnte, war durch seinen unerbittlichen Hass auf die Punier und seinem anscheinend unstillbaren Verlangen nach Rache im Senat aufgefallen. Eigentlich nicht die schlechtesten Eigenschaften, doch hoffentlich würde er in seinem jugendlichen Übermut seine Truppen nicht in eine Falle locken. So wie so hatte er vom Senat nicht einmal die Befugnis bekommen die Legion anzuführen, es wurde lediglich besprochen darüber zu beraten sie ihm zu unterstellen sobald sie einsatzbereit war. Doch es war zu spät, er hatte die Stadt verlassen und kein Bote würde ihn wohl mehr einholen. Sei es drum, er würde seine Aufgabe schon meistern und wenn nicht würde er, Lucius, dies nicht mehr erfahren. Die Stadt war von den Truppen der Rebellen umstellt. Es waren nicht viele, doch genug um einen Sieg zu erringen, da Rom nur durch eine Einheit Kavallerie verteidigt wurde. Auf den Mauern waren Bürger der Stadt die man notdürftig mit Speer und Schild ausgerüstet hatte. Lucius hätte die Stadt verlassen können, wie viele andere doch er wußte das sein Platz hier war. Lieber würde er sterben als als der Mann in die Geschichte einzugehen der Rom und seinen Senat kampflos dem Feind übergab.
Sein Blick fokussierte sich nun auf die Depesche die er seit geraumer Zeit in der Hand hielt. Sie wurde ihm von einem gewißen Marcus Porcius Camillus zugesandt. Sie enthielt viele Passagen über die Tapferkeit römischen Blutes und das er seines und das einiger seiner Sklaven gerne für das Wohl der Stadt opfern würde. Falls der Feind durch die Mauern bricht würde er den Senat bis zu seinem Tode verteidigen. Ein mutiger Mann und Terentius wünschte sich das es in Rom mehr von diesen Männern geben würde.
"Achill, sag mir doch gleich nochmal was du über diesen Marcus Porcius Camillus weißt. Ich glaube ein Gesicht vor Augen zu haben doch ich bin mir nicht mehr so sicher..."
Achill schaute seinen Herrn sehr besorgt an. Der ganze Streß den Hannibal und die Rebellion verursachte schien den Geist des mächtigsten Mannes Roms noch schneller zu benebeln als sonst. Um diesen nicht weiter aufzuregen überlegte sich dieser seine nächsten Worte recht sorgsam.
"Mein Herr, Camillus ist in der Bevölkerung als verschlagener und äußerst gerissener Politiker bekannt. Das er in Rom bleibt kann nur bedeuten das er für sich oder seine Familie einen Vorteil darin sieht. Ich möchte damit seinen Einsatz nicht schmählern, doch auf ihn und den Amilius wird nach der Beseitigung der Gefahren, so Zeus will, mehr als ein Auge geworfen werden müssen."
Lucius lächelte still in sich hinein. Sein Diener war nun schon einige Zeit bei ihm und doch betete er immer noch zu seinen griechischen Göttern. Terentius war dies egal, sein Achill hatte ein gut funktionierendes Spionagenetzwerk unter den römischen Haussklaven aufgebaut, das ihm schon einige Male nützlich gewesen war.
"Mein lieber Achill, der Ehrgeiz einzelner Senatoren ist mir im Moment egal. Ob sie oder ich oder gar mein Sohn im Senat den Vorsitz haben ist mir in der jetzigen Situation gleich. Doch ich brauche erneut deinen wachen Geist, habe ich eine Depesche von Oberstus und Lucius Placabilis Superbus erhalten. Ich kann mich nicht mehr so richtig erinnern...und was ist mit den anderen Senatoren?"
"Von den anderen Senatoren gibt es keine Nachricht. Mag sein das sie in der Stadt geblieben sind oder vorher die Flucht ergriffen. Vielleicht gehen sie auch gerade jetzt, einige fliehen durch die Kanalisation oder bezahlen die Belagerer um freies Geleit zu bekommen. Es ist eine Schande! Was die beiden Feldherren betrifft...Ja mein Herr, beide schickten einen Reiter kurz bevor der Belagerungsring geschlossen wurde. Beide haben ihre Truppen erreicht und warten auf Befehle, da diese nun nicht eintreffen werden, hoffe ich das sie ihre Legionen so führen wie sie es für richtig halten. Es ist davon auszugehen das zumindest einer von ihnen von der Belagerung Roms Nachricht erhalten hat, doch beide werden es schwer haben die Stadt zu entsetzen. Im Norden kann Hannibal die Armee von Lucius Placabilis Superbus abfangen und im Süden müsste sich Oberstus Wilhelminus Tigerius durch die Rebellen von Capua schlagen bevor er helfen kann. Mein Herr, die Stadt ist auf sich allein gestellt und nur unzureichend verteidigt, sobald die Belagerer die ersten Türme gebaut haben wird Rom fallen!"
Lucius wollte gerade aufbegehren als ein tiefer Hornstoß ihn davon abhielt. Die Feinde versuchten es mit einem Angriff auf die römischen Mauern!
"Mein Herr, das kann nur bedeuten das sie es mit Leitern und vielleicht einem Rammbock versuchen. Belagerungstürme können sie nie und nimmer schon gebaut haben!"
"Dein Wort in den Ohren der Götter Achill, von mir aus auch in denen der Griechischen."
Er ließ sich schnell von weiteren Dienern Rüstung und Schwert reichen und hastete mit Achill zum bedrohten Mauerabschnitt. Für ein Schild reichten seine Kräfte nicht mehr. Sein Diener war mit zwei Kurzschwertern bewaffnet und trug ebenfalls eine prächtige Rüstung die einem Feldherren Roms würdig gewesen wäre. Treue zahlte sich eben immer aus.
An den Mauern angekommen waren die Verteidiger bereits zurück geschlagen worden und immer mehr Feinde kamen über die Leitern auf das Bollwerk. Der Widerstand bröckelte schon und es war nur eine Frage von Minuten bis sich die Verteidiger zur Flucht wenden würden!
Lucius spurtete so schnell er konnte die Treppen empor und überlegte fieberhaft was er den Männern sagen sollte um ihren Kampfgeist nochmals anzustacheln, doch ihm viel nichts ein. Oben angekommen war es nur ein Wort das er immer wieder brüllte, während er sein Schwert schwag.
"Rom! Rom! Rom!" Die Männer waren erstaunt diesen alten und dennoch mächtigsten Senator Roms hier zu sehen und ihr Mut wurde wieder gestärkt als sie sahen wie furchtlos er sich dem Feind entgegenwarf!
Lucius bekam davon nichts mit. Das Adrenalin durchflutete seinen Körper und ließ ihn wieder zu dem jungen Heißsporn werden der er einmal war.
Einen Speestoß eines feindlichen Soldaten unterlief er und durchbohrte den Bauch des Feindes mit einer fließenden Bewegung. In der Drehung versetzte er einem anderen Gegner mit dem Ellebogen einen Schlag ins Gesicht der diesem die Nase brach und das Blut sprudeln ließ.
"Rom! Tod den Verrätern!" Terentius wollte auf den nächsten Feind einschlagen doch er bekam sein Schwert nicht aus dem Wanst des Getöteten. Einer der Angreifer sah seine Chance und zielte mit seinem Schwert auf den Hals des Senators. Dieser sah bereits schon sein Ende kommen, als Achill wie ein Derwisch über die Feinde kam. Mit dem einen Schwert parierte er den Angriff auf seinen Herrn und mit dem anderen durchtrennt er, nach einer kurzen Drehung, die Kehle des Feindes. Lucius hatte die kurze Pause genutz und sein Schwert befreit und sich neben seinem Diener positioniert. Hinter ihm schlossen sich die Reihen durch die römische Stadtwache die neuen Mut gefasst hatte.
"Worauf wartet ihr? Schickt sie in den Abgrund!!"
Mit lautem Gebrüll stürzten sich die Verteidiger auf die Feinde und konnten sie Stück für Stück zurück treiben. Nach einer Stunde war die Schlacht vorbei und die Leitern von der Mauer gestoßen. Rom war siegreich geblieben, vorerst.
Lucius saß angelehnt an der Mauer und atmete schwer, während Achill seinen Arm nähte der einen leichten Hieb eines feindlichen Speeres abbekommen hatte.
"Achill, du hast gut gekämpft und ich möchte dir für die Rettung meines Lebens danken. Doch sag mir, hast du Nachricht von meinem Sohn erhalten?"
Der Angesprochene konzentrierte sich weiter auf seine Arbeit und vergaß dadurch die Förmlichkeiten.
"Die Soldaten sagten mir er haben am anderen Ende der Stadt einen Angriff abgewehrt und es wird berichtet das er in Sachen Mut und Kampfgeist fast so stark ist wie sein greiser Vater." Der Diener lächelte um seinen Worten die Schärfe zu nehmen und sein Herr lächelte ebenfalls um zu zeigen das er den Scherz verstanden hatte.
"Lieber Achill, ich habe eine Bitte an dich und ich möchte nicht das du mich versuchst umzustimmen. Bitte geleite meinen Sohn durch die Kanalisation und führe ihn sicher aus der Stadt, sollte er sich weigern dann sag ihm das dies ein Befehl des Senates sei, er wird sich dem beugen. Rom wird ihn und dich noch brauchen wenn das alles vorbei ist!"
Achill wollte protestieren doch der Ausdruck in den Augen seines Gebieters hielt ihn davon ab. Er nickte sanft und Verband die Wunde. Danach verabschiedete er sich mit einem leichten Lächeln und suchte den Sohn des Lucius Terentius, dem zukünftigen Princep Roms.
Lucius Terentius ließ sich von seinem treuen Achill die neusten Nachrichten bringen und studierte diese einträglich. Oft musste er seinen Diener fragen wer sich unter den ominösen Namen eigentlich befand, seine Geisteskraft nahm beinahe täglich ab!
So auch nach dem Studium der letzten Botschaft die er erhalten hatte.
"Achill, mein lieber Achill, hilf mir doch mal auf die Sprünge! Wer ist dieser [b]Marcus Amilius[/b] doch gleich nochmal der die dritte Legion bei...äh...na...ach...im Norden nun übernehmen will?"
"Mein Herr, es ist der Sohn des früh verstorbenen Amilius, ein bedeutender Senator Roms dem die Stadt viel zu verdanken hat."
"Dann ist es mehr als Recht und billig das er die dritte Legion übernimmt!"
"Nein, mein Herr! Wir meinten das die Verdienste dem Vater zuzuschreiben sind. Sein Sohn, nun, ihm scheint mehr an den schönen Dingen des Lebens zu liegen. Er trinkt, hurt..."
"Achill, du sprichst über einen Senator Roms! Zügle deine Zunge oder ich muss dich, so weh es meinem Herzen tun würde, bestrafen!"
"Jawohl Herr, wie Ihr wünscht!
Lucius begutachtete die nächste Depesche ohne deren Inhalt wirklich zu lesen. Seine Gedanken waren auf den jungen Amilius gerichtet. Dieser junge Kerl, an den er sich jetzt wieder erinnern konnte, war durch seinen unerbittlichen Hass auf die Punier und seinem anscheinend unstillbaren Verlangen nach Rache im Senat aufgefallen. Eigentlich nicht die schlechtesten Eigenschaften, doch hoffentlich würde er in seinem jugendlichen Übermut seine Truppen nicht in eine Falle locken. So wie so hatte er vom Senat nicht einmal die Befugnis bekommen die Legion anzuführen, es wurde lediglich besprochen darüber zu beraten sie ihm zu unterstellen sobald sie einsatzbereit war. Doch es war zu spät, er hatte die Stadt verlassen und kein Bote würde ihn wohl mehr einholen. Sei es drum, er würde seine Aufgabe schon meistern und wenn nicht würde er, Lucius, dies nicht mehr erfahren. Die Stadt war von den Truppen der Rebellen umstellt. [b]Es waren nicht viele[/b], doch genug um einen Sieg zu erringen, [b]da Rom nur durch eine Einheit Kavallerie[/b] verteidigt wurde. Auf den Mauern waren Bürger der Stadt die man notdürftig mit Speer und Schild ausgerüstet hatte. Lucius hätte die Stadt verlassen können, wie viele andere doch er wußte das sein Platz hier war. Lieber würde er sterben als als der Mann in die Geschichte einzugehen der Rom und seinen Senat kampflos dem Feind übergab.
Sein Blick fokussierte sich nun auf die Depesche die er seit geraumer Zeit in der Hand hielt. Sie wurde ihm von einem gewißen [b]Marcus Porcius Camillus[/b] zugesandt. Sie enthielt viele Passagen über die Tapferkeit römischen Blutes und das er seines und das einiger seiner Sklaven gerne für das Wohl der Stadt opfern würde. Falls der Feind durch die Mauern bricht würde er den Senat bis zu seinem Tode verteidigen. Ein mutiger Mann und Terentius wünschte sich das es in Rom mehr von diesen Männern geben würde.
"Achill, sag mir doch gleich nochmal was du über diesen Marcus Porcius Camillus weißt. Ich glaube ein Gesicht vor Augen zu haben doch ich bin mir nicht mehr so sicher..."
Achill schaute seinen Herrn sehr besorgt an. Der ganze Streß den Hannibal und die Rebellion verursachte schien den Geist des mächtigsten Mannes Roms noch schneller zu benebeln als sonst. Um diesen nicht weiter aufzuregen überlegte sich dieser seine nächsten Worte recht sorgsam.
"Mein Herr, Camillus ist in der Bevölkerung als verschlagener und äußerst gerissener Politiker bekannt. Das er in Rom bleibt kann nur bedeuten das er für sich oder seine Familie einen Vorteil darin sieht. Ich möchte damit seinen Einsatz nicht schmählern, doch auf ihn und den [b]Amilius[/b] wird nach der Beseitigung der Gefahren, so Zeus will, mehr als ein Auge geworfen werden müssen."
Lucius lächelte still in sich hinein. Sein Diener war nun schon einige Zeit bei ihm und doch betete er immer noch zu seinen griechischen Göttern. Terentius war dies egal, sein Achill hatte ein gut funktionierendes Spionagenetzwerk unter den römischen Haussklaven aufgebaut, das ihm schon einige Male nützlich gewesen war.
"Mein lieber Achill, der Ehrgeiz einzelner Senatoren ist mir im Moment egal. Ob sie oder ich oder gar mein Sohn im Senat den Vorsitz haben ist mir in der jetzigen Situation gleich. Doch ich brauche erneut deinen wachen Geist, habe ich eine Depesche von [b]Oberstus[/b] und [b]Lucius Placabilis Superbus[/b] erhalten. Ich kann mich nicht mehr so richtig erinnern...und was ist mit den anderen Senatoren?"
"Von den anderen Senatoren gibt es keine Nachricht. Mag sein das sie in der Stadt geblieben sind oder vorher die Flucht ergriffen. Vielleicht gehen sie auch gerade jetzt, einige fliehen durch die Kanalisation oder bezahlen die Belagerer um freies Geleit zu bekommen. Es ist eine Schande! Was die beiden Feldherren betrifft...Ja mein Herr, beide schickten einen Reiter kurz bevor der Belagerungsring geschlossen wurde. Beide haben ihre Truppen erreicht und warten auf Befehle, da diese nun nicht eintreffen werden, hoffe ich das sie ihre Legionen so führen wie sie es für richtig halten. Es ist davon auszugehen das zumindest einer von ihnen von der Belagerung Roms Nachricht erhalten hat, doch beide werden es schwer haben die Stadt zu entsetzen. Im Norden kann Hannibal die Armee von Lucius Placabilis Superbus abfangen und im Süden müsste sich Oberstus Wilhelminus Tigerius durch die Rebellen von Capua schlagen bevor er helfen kann. Mein Herr, die Stadt ist auf sich allein gestellt und nur unzureichend verteidigt, sobald die Belagerer die ersten Türme gebaut haben wird Rom fallen!"
Lucius wollte gerade aufbegehren als ein tiefer Hornstoß ihn davon abhielt. Die Feinde versuchten es mit einem Angriff auf die römischen Mauern!
"Mein Herr, das kann nur bedeuten das sie es mit Leitern und vielleicht einem Rammbock versuchen. Belagerungstürme können sie nie und nimmer schon gebaut haben!"
"Dein Wort in den Ohren der Götter Achill, von mir aus auch in denen der Griechischen."
Er ließ sich schnell von weiteren Dienern Rüstung und Schwert reichen und hastete mit Achill zum bedrohten Mauerabschnitt. Für ein Schild reichten seine Kräfte nicht mehr. Sein Diener war mit zwei Kurzschwertern bewaffnet und trug ebenfalls eine prächtige Rüstung die einem Feldherren Roms würdig gewesen wäre. Treue zahlte sich eben immer aus.
An den Mauern angekommen waren die Verteidiger bereits zurück geschlagen worden und immer mehr Feinde kamen über die Leitern auf das Bollwerk. Der Widerstand bröckelte schon und es war nur eine Frage von Minuten bis sich die Verteidiger zur Flucht wenden würden!
Lucius spurtete so schnell er konnte die Treppen empor und überlegte fieberhaft was er den Männern sagen sollte um ihren Kampfgeist nochmals anzustacheln, doch ihm viel nichts ein. Oben angekommen war es nur ein Wort das er immer wieder brüllte, während er sein Schwert schwag.
"Rom! Rom! Rom!" Die Männer waren erstaunt diesen alten und dennoch mächtigsten Senator Roms hier zu sehen und ihr Mut wurde wieder gestärkt als sie sahen wie furchtlos er sich dem Feind entgegenwarf!
Lucius bekam davon nichts mit. Das Adrenalin durchflutete seinen Körper und ließ ihn wieder zu dem jungen Heißsporn werden der er einmal war.
Einen Speestoß eines feindlichen Soldaten unterlief er und durchbohrte den Bauch des Feindes mit einer fließenden Bewegung. In der Drehung versetzte er einem anderen Gegner mit dem Ellebogen einen Schlag ins Gesicht der diesem die Nase brach und das Blut sprudeln ließ.
"Rom! Tod den Verrätern!" Terentius wollte auf den nächsten Feind einschlagen doch er bekam sein Schwert nicht aus dem Wanst des Getöteten. Einer der Angreifer sah seine Chance und zielte mit seinem Schwert auf den Hals des Senators. Dieser sah bereits schon sein Ende kommen, als Achill wie ein Derwisch über die Feinde kam. Mit dem einen Schwert parierte er den Angriff auf seinen Herrn und mit dem anderen durchtrennt er, nach einer kurzen Drehung, die Kehle des Feindes. Lucius hatte die kurze Pause genutz und sein Schwert befreit und sich neben seinem Diener positioniert. Hinter ihm schlossen sich die Reihen durch die römische Stadtwache die neuen Mut gefasst hatte.
"Worauf wartet ihr? Schickt sie in den Abgrund!!"
Mit lautem Gebrüll stürzten sich die Verteidiger auf die Feinde und konnten sie Stück für Stück zurück treiben. Nach einer Stunde war die Schlacht vorbei und die Leitern von der Mauer gestoßen. Rom war siegreich geblieben, vorerst.
Lucius saß angelehnt an der Mauer und atmete schwer, während Achill seinen Arm nähte der einen leichten Hieb eines feindlichen Speeres abbekommen hatte.
"Achill, du hast gut gekämpft und ich möchte dir für die Rettung meines Lebens danken. Doch sag mir, hast du Nachricht von meinem Sohn erhalten?"
Der Angesprochene konzentrierte sich weiter auf seine Arbeit und vergaß dadurch die Förmlichkeiten.
"Die Soldaten sagten mir er haben am anderen Ende der Stadt einen Angriff abgewehrt und es wird berichtet das er in Sachen Mut und Kampfgeist fast so stark ist wie sein greiser Vater." Der Diener lächelte um seinen Worten die Schärfe zu nehmen und sein Herr lächelte ebenfalls um zu zeigen das er den Scherz verstanden hatte.
"Lieber Achill, ich habe eine Bitte an dich und ich möchte nicht das du mich versuchst umzustimmen. Bitte geleite meinen Sohn durch die Kanalisation und führe ihn sicher aus der Stadt, sollte er sich weigern dann sag ihm das dies ein Befehl des Senates sei, er wird sich dem beugen. Rom wird ihn und dich noch brauchen wenn das alles vorbei ist!"
Achill wollte protestieren doch der Ausdruck in den Augen seines Gebieters hielt ihn davon ab. Er nickte sanft und Verband die Wunde. Danach verabschiedete er sich mit einem leichten Lächeln und suchte den Sohn des Lucius Terentius, dem zukünftigen [b]Princep[/b] Roms.