von Mantikor » Mi 03.06.2009, 15:22
Performer hat geschrieben:Sowohl CK als auch Vicky waren wohl eher Flops, Vicky laut Aussage von Paradox noch mehr als CK.
Allerdings müssen sie ja irgendwann ein neues Spiel auf den Markt werfen, und verkaufsträchtig wäre wohl am ehesten ein Mittelalter-Dings. (Eventuell auch modern day / cold war?)
Dass Rome so gefloppt ist, hatte viel damit zu tun, dass es so ein Schnellschuss war. Völlig unausgereift, wenn auch durchaus reizvoll. Eigentlich hätte das Spiel besser funktionieren müssen von der Thematik her.
CK2 wäre erstens mein Favorit, und zweitens glaube ich auch am wahrscheinlichsten (wenn auch vielleicht unter anderem Titel?)
Das die Spiel nicht gut gelaufen sind wundert mich nicht. Ich spiele Strategiespiele weil ich die Geschichte umschreiben und die Welt erobern möchte und nicht um irgendwelche Charaktereigenschaften zu züchten. Hier hat Paradox den Schwerpunkt schlicht weg und einfach falsch gesetzt.
Besonders Rome ist eine Paradebeispiel für ein demotivierendes Spiel. Die an für sich gute Idee ein Spiel herauszubringen in dem man in der Antike neue Siedlungen gründen und Europa erobern kann, wurde durch zahlreiche Eingriffe und spielerische Einschränkungen sabotiert. Das man beim Siedeln nicht frei wählen durfte welche Provinz besiedelt werden darf und wie stark, machte das Siedeln zu einer ziemlich öden Angelegenheit da man auf reines Abwarten angewiesen war, und keine freie Entscheidungen treffen konnte. Beim Forschen war es genau das selbe. Anstatt selber entscheiden zu dürfen was man erforscht, musste man tatenlos zusehen wie die Forschung der Reihe nach voran schreitet. Lediglich die Forschungsminister durfte man auswählen, wobei auswählen eigentlich das falsche Wort ist. Da man selbstverständlich den besten haben wollte, war eigentlich klar wenn man nehmen musste und somit eigentlich auch vorgegeben was man zu tun hat. Noch viel nervender war dagegen das Auswählen der Provinz Gouverneure. Ständig musste man sie auswechseln oder per Event über ihren weiteren Werdegang entscheiden, was bei der Vielzahl an Gouverneuren extrem arbeitsaufwändig war und keinerlei Spielspaß gebracht hat, weil man sich die Namen der Gouverneure eh nicht merken konnte, und es einem daher völlig egal war ob sich ein Gouverneur jetzt in die eine oder andere Richtung weiterentwickelt.
Die Events waren ebenfalls völlig überflüssig und total nutzlos. Die ständigen Korroputionsfälle, Jagdausflüge und Krankheiten wurden nicht nur schnell langweilig, sie waren auch total unwichtig weil sie keinen spürbaren Einfluß auf den Spielverlauf hatten. Wenn die Events seltener gekommen währen, dafür aber mehr Einfluß auf den Spielverlauf gehabt hätten, währen sie besser gewesen. Die Idee mit dem Orakel war nicht schlecht, aber sehr schlecht umgesetzt, weil die Chance auf ein positives Ereignis meist so schlecht war das es sich schlicht weg und einfach nicht gelohnt hat es in Anspruch zu nehmen. Das Diplomatiesystem war absoluter Müll weil man fast nur über Tricks zu Kriegsgründen kam und sich daher die meiste Zeit wie ein an die Kette gelegter Wachhund fühlte. Am besten war noch das Kriegssystem. Aber auch das war schlecht, weil sich die einzelnen Länder kaum unterschieden und es viel zu wenige Möglichkeiten gab um seine Truppen unterschiedlich einzusetzen. Die meiste Zeit hatte man bei Rome das Gefühl nicht vor einem Spiel sondern vor einem interaktiven Gemälde zu sitzen, weil es kaum etwas zu entscheiden gab. Das Spiel war daher völlig zu recht ein Flop.
[quote="Performer"]Sowohl CK als auch Vicky waren wohl eher Flops, Vicky laut Aussage von Paradox noch mehr als CK.
Allerdings müssen sie ja irgendwann ein neues Spiel auf den Markt werfen, und verkaufsträchtig wäre wohl am ehesten ein Mittelalter-Dings. (Eventuell auch modern day / cold war?)
Dass Rome so gefloppt ist, hatte viel damit zu tun, dass es so ein Schnellschuss war. Völlig unausgereift, wenn auch durchaus reizvoll. Eigentlich hätte das Spiel besser funktionieren müssen von der Thematik her.
CK2 wäre erstens mein Favorit, und zweitens glaube ich auch am wahrscheinlichsten (wenn auch vielleicht unter anderem Titel?)[/quote]
Das die Spiel nicht gut gelaufen sind wundert mich nicht. Ich spiele Strategiespiele weil ich die Geschichte umschreiben und die Welt erobern möchte und nicht um irgendwelche Charaktereigenschaften zu züchten. Hier hat Paradox den Schwerpunkt schlicht weg und einfach falsch gesetzt.
Besonders Rome ist eine Paradebeispiel für ein demotivierendes Spiel. Die an für sich gute Idee ein Spiel herauszubringen in dem man in der Antike neue Siedlungen gründen und Europa erobern kann, wurde durch zahlreiche Eingriffe und spielerische Einschränkungen sabotiert. Das man beim Siedeln nicht frei wählen durfte welche Provinz besiedelt werden darf und wie stark, machte das Siedeln zu einer ziemlich öden Angelegenheit da man auf reines Abwarten angewiesen war, und keine freie Entscheidungen treffen konnte. Beim Forschen war es genau das selbe. Anstatt selber entscheiden zu dürfen was man erforscht, musste man tatenlos zusehen wie die Forschung der Reihe nach voran schreitet. Lediglich die Forschungsminister durfte man auswählen, wobei auswählen eigentlich das falsche Wort ist. Da man selbstverständlich den besten haben wollte, war eigentlich klar wenn man nehmen musste und somit eigentlich auch vorgegeben was man zu tun hat. Noch viel nervender war dagegen das Auswählen der Provinz Gouverneure. Ständig musste man sie auswechseln oder per Event über ihren weiteren Werdegang entscheiden, was bei der Vielzahl an Gouverneuren extrem arbeitsaufwändig war und keinerlei Spielspaß gebracht hat, weil man sich die Namen der Gouverneure eh nicht merken konnte, und es einem daher völlig egal war ob sich ein Gouverneur jetzt in die eine oder andere Richtung weiterentwickelt.
Die Events waren ebenfalls völlig überflüssig und total nutzlos. Die ständigen Korroputionsfälle, Jagdausflüge und Krankheiten wurden nicht nur schnell langweilig, sie waren auch total unwichtig weil sie keinen spürbaren Einfluß auf den Spielverlauf hatten. Wenn die Events seltener gekommen währen, dafür aber mehr Einfluß auf den Spielverlauf gehabt hätten, währen sie besser gewesen. Die Idee mit dem Orakel war nicht schlecht, aber sehr schlecht umgesetzt, weil die Chance auf ein positives Ereignis meist so schlecht war das es sich schlicht weg und einfach nicht gelohnt hat es in Anspruch zu nehmen. Das Diplomatiesystem war absoluter Müll weil man fast nur über Tricks zu Kriegsgründen kam und sich daher die meiste Zeit wie ein an die Kette gelegter Wachhund fühlte. Am besten war noch das Kriegssystem. Aber auch das war schlecht, weil sich die einzelnen Länder kaum unterschieden und es viel zu wenige Möglichkeiten gab um seine Truppen unterschiedlich einzusetzen. Die meiste Zeit hatte man bei Rome das Gefühl nicht vor einem Spiel sondern vor einem interaktiven Gemälde zu sitzen, weil es kaum etwas zu entscheiden gab. Das Spiel war daher völlig zu recht ein Flop.