von X_MasterDave_X » Mi 15.10.2025, 15:21
Das kann ich so alles auch zu 100% unterschreiben. Optisch empfand ich Humankind auch als sehr schön, aber dieses ganze Zeitalter-System und der Völker-Wechsel pro Epoche hat bei mir auch 0 Immersion erzeugt. Und da Civ jetzt für Teil 7 gerade dieses System übernahm, habe ich dort das gleiche Problem. Wenigstens hat man dort noch Herrscher die gleichbleiben, und die auch Wiedererkennungswert haben, so wie Napoleon, Cäsar etc....und nicht diese ekligen generischen Herrscher aus Humankind, die noch schlimmer sind. Da haste dann mit dem roten oder grünen oder gelben Herscher zu tun. Wie die heißen oder für was die stehen, weiß eh keiner. Immersion Null.
Ein weiterer Nachteil, vielleicht auch aus Gewöhnungsgründen ist, dass man nun nicht mehr in jeder Stadt baut und produziert. Das hat Civ7 auch übernommen. Man hat nur noch Städte und Siedlungen. Die Städte sind wie zuvor in Civ1-6. Die Siedlungen (Civ7) sind nur so eine Art Kolonie (so heißt das Konzept auch in Humankind), die nicht selbstständig bauen kann, sondern ihre Rohstoffe nur an die Städte sendet, damit die damit bauen können. Damit kann man dann in diesen Siedlungen oder Kolonien nur Sachen kaufen, anstatt sie zu bauen. Damit wollte man wohl das Micromanagement erleichtern, weil man dann nicht bei Dutzenden von Städten überall alles eingeben muss was man bauen will. Das stimmt zu einem gewissen Teil, weil man irgendwann mit massig Städten wirklich gefühlt 90% des Spieles nur noch die Bau-Warteschlangen befüllt. Da wäre natürlich eine Bau-KI die man einschalten kann, oder eine Warteschlange die man selbst befüllt sinnreich.
Dieses System hat aber einen ganz gewaltigen Nachteil meiner Meinung nach. Der mißfiel mir bei Humankind und nun auch bei Civ7. Man kann Städte damit in kürzester Zeit groß-zaubern. Gut man konnte mit viel Geld ja auch schon in den Civ-Spielen davor Gebäude schnell kaufen, und so das Wachstum der Stadt beschleunigen. Aber in Civ7 wächst die Stadt um jeweils 1 Tile (Hexagon) wenn man etwas baut oder eben auch nur kauft. So kann man eine neu gegründete Stadt mit 10 Käufen gleich mal um 10 Geländefelder erweitern. Etwas was in den Vorgängern oft dutzende oder hunderte von Runden dauerte, als immer erst beim Bevölkerungswachstum ein Tile dazu kam.
Und kombiniert man dieses Problem mit dem Fehlen eines Kultur-Druck-Systems bei Humankind und Civ7 ergeben sich daraus übelste Folgen. Die Ki wird immer wieder mitten in dein eigenes Reich Städte pflanzen, einfach, weil ihre Siedler ja überall leicht hinkommen, und dann mitten neben deine Hauptstadt eine eigene neue Siedlung gründen. Und dann mit der Gebäude-Kauf Option die Stadt wie einen Luftballon aufblasen. Und du kannst dann immer wieder neue Kriege gegen sie führen um diese Städte los zu werden. Erobern ist oft unmöglich wegen dem Städte-Limit wo man eh zumeist am Ende der eigenen Kapazität ist. Und zerstört man die Städte bekommt man dauerhafte Mali für die Epoche oder das ganze Spiel. Und es ist eh absolut nutzlos, weil die KI 5 Minuten später wieder einen neuen Siedler eine neue Stadt bauen lässt neben deiner Hauptstadt. Klar kann man das auch selbst bei der KI so machen...aber das führt zu einem gewaltigen Flickenteppich auf der Landkarte, statt wie in der Realität zu zusammenhängenden Reichen.
Das Problem gabs übrigens auch bei Civ5 und Civ6, aber da wurde irgendwann der Kulturdruck eingeführt, den es schon früh im SF Spiel "Galactic Civilizations" gab. Der Kulturdruck soll dich daran hindern zu nahe am feindlichen Reich eine Stadt zu gründen, oder wie bei Galciv einen Planeten zu bevölkern. Denn die Bewohner dort werden schnell von der starken nahen Kultur der Nachbarzivilisation übernommen, und gehen dann freiweillig zu deren Reich über. Hat man also mitten im Feindreich eine Stadt hingeplanzt, freut sich der andere, weil die Stadt eh bald zu ihm überlaufen wird. Das hat dann in Civ5/6 dazu geführt dass die KI dies eher unterließ, oder eben einfach die Stadt schnell verlor.
Natürlich hat der Kulturdruck auch das Problem, dass es einem schwergemacht wird sich selbst auszubreiten, wenn man nahe an die Grenze zu dem Nachbarn kommt. Aber man kann durch schneller wachsende eigene Städte oft genug eigenen Kulturdruck erreichen um noch das freie Grenzland zu bevölkern. Ein System das ich immer sehr genossen habe. Dazu gabs in Civ6 auch Gouvernöre die dort spezielle Eigenschaften hatten, und man konnte über Kauf von Gebäuden und civic-Karten seine Kultur-Druck Lage aufbessern. Das machte alles Sinn und auch Spaß. Das Flickenteppich-System ohne Kulturdruck in Humankind und Civ7 ist ein Grauen, so wie es dies auch in den Vorgängern Civ5-6 war bevor das System eingeführt wurde. Danke an die Entwickler von GalCiv, eines der besten Konzepte um zusammenhängende Reiche zu optimieren.
Das kann ich so alles auch zu 100% unterschreiben. Optisch empfand ich Humankind auch als sehr schön, aber dieses ganze Zeitalter-System und der Völker-Wechsel pro Epoche hat bei mir auch 0 Immersion erzeugt. Und da Civ jetzt für Teil 7 gerade dieses System übernahm, habe ich dort das gleiche Problem. Wenigstens hat man dort noch Herrscher die gleichbleiben, und die auch Wiedererkennungswert haben, so wie Napoleon, Cäsar etc....und nicht diese ekligen generischen Herrscher aus Humankind, die noch schlimmer sind. Da haste dann mit dem roten oder grünen oder gelben Herscher zu tun. Wie die heißen oder für was die stehen, weiß eh keiner. Immersion Null.
Ein weiterer Nachteil, vielleicht auch aus Gewöhnungsgründen ist, dass man nun nicht mehr in jeder Stadt baut und produziert. Das hat Civ7 auch übernommen. Man hat nur noch Städte und Siedlungen. Die Städte sind wie zuvor in Civ1-6. Die Siedlungen (Civ7) sind nur so eine Art Kolonie (so heißt das Konzept auch in Humankind), die nicht selbstständig bauen kann, sondern ihre Rohstoffe nur an die Städte sendet, damit die damit bauen können. Damit kann man dann in diesen Siedlungen oder Kolonien nur Sachen kaufen, anstatt sie zu bauen. Damit wollte man wohl das Micromanagement erleichtern, weil man dann nicht bei Dutzenden von Städten überall alles eingeben muss was man bauen will. Das stimmt zu einem gewissen Teil, weil man irgendwann mit massig Städten wirklich gefühlt 90% des Spieles nur noch die Bau-Warteschlangen befüllt. Da wäre natürlich eine Bau-KI die man einschalten kann, oder eine Warteschlange die man selbst befüllt sinnreich.
Dieses System hat aber einen ganz gewaltigen Nachteil meiner Meinung nach. Der mißfiel mir bei Humankind und nun auch bei Civ7. Man kann Städte damit in kürzester Zeit groß-zaubern. Gut man konnte mit viel Geld ja auch schon in den Civ-Spielen davor Gebäude schnell kaufen, und so das Wachstum der Stadt beschleunigen. Aber in Civ7 wächst die Stadt um jeweils 1 Tile (Hexagon) wenn man etwas baut oder eben auch nur kauft. So kann man eine neu gegründete Stadt mit 10 Käufen gleich mal um 10 Geländefelder erweitern. Etwas was in den Vorgängern oft dutzende oder hunderte von Runden dauerte, als immer erst beim Bevölkerungswachstum ein Tile dazu kam.
Und kombiniert man dieses Problem mit dem Fehlen eines Kultur-Druck-Systems bei Humankind und Civ7 ergeben sich daraus übelste Folgen. Die Ki wird immer wieder mitten in dein eigenes Reich Städte pflanzen, einfach, weil ihre Siedler ja überall leicht hinkommen, und dann mitten neben deine Hauptstadt eine eigene neue Siedlung gründen. Und dann mit der Gebäude-Kauf Option die Stadt wie einen Luftballon aufblasen. Und du kannst dann immer wieder neue Kriege gegen sie führen um diese Städte los zu werden. Erobern ist oft unmöglich wegen dem Städte-Limit wo man eh zumeist am Ende der eigenen Kapazität ist. Und zerstört man die Städte bekommt man dauerhafte Mali für die Epoche oder das ganze Spiel. Und es ist eh absolut nutzlos, weil die KI 5 Minuten später wieder einen neuen Siedler eine neue Stadt bauen lässt neben deiner Hauptstadt. Klar kann man das auch selbst bei der KI so machen...aber das führt zu einem gewaltigen Flickenteppich auf der Landkarte, statt wie in der Realität zu zusammenhängenden Reichen.
Das Problem gabs übrigens auch bei Civ5 und Civ6, aber da wurde irgendwann der Kulturdruck eingeführt, den es schon früh im SF Spiel "Galactic Civilizations" gab. Der Kulturdruck soll dich daran hindern zu nahe am feindlichen Reich eine Stadt zu gründen, oder wie bei Galciv einen Planeten zu bevölkern. Denn die Bewohner dort werden schnell von der starken nahen Kultur der Nachbarzivilisation übernommen, und gehen dann freiweillig zu deren Reich über. Hat man also mitten im Feindreich eine Stadt hingeplanzt, freut sich der andere, weil die Stadt eh bald zu ihm überlaufen wird. Das hat dann in Civ5/6 dazu geführt dass die KI dies eher unterließ, oder eben einfach die Stadt schnell verlor.
Natürlich hat der Kulturdruck auch das Problem, dass es einem schwergemacht wird sich selbst auszubreiten, wenn man nahe an die Grenze zu dem Nachbarn kommt. Aber man kann durch schneller wachsende eigene Städte oft genug eigenen Kulturdruck erreichen um noch das freie Grenzland zu bevölkern. Ein System das ich immer sehr genossen habe. Dazu gabs in Civ6 auch Gouvernöre die dort spezielle Eigenschaften hatten, und man konnte über Kauf von Gebäuden und civic-Karten seine Kultur-Druck Lage aufbessern. Das machte alles Sinn und auch Spaß. Das Flickenteppich-System ohne Kulturdruck in Humankind und Civ7 ist ein Grauen, so wie es dies auch in den Vorgängern Civ5-6 war bevor das System eingeführt wurde. Danke an die Entwickler von GalCiv, eines der besten Konzepte um zusammenhängende Reiche zu optimieren.