Wir möchten euch eine kleine Begebenheit aus Unserem aktuellen Spiel mit dem Haus Valois erzählen und wie Wir uns selbst ausgetrickst haben.
Nebenbei bemerkt: Beim Start 1066 und bevor Wir es umbenannt haben, hieß unser Haus „Vexin-Amiens“, aber damit ist wohl tatsächlich das Haus Valois gemeint, das diesen heute üblichen Namen aber tatsächlich erst im 100jährigen Krieg und dann auch noch von den verfeindeten Engländern erhielt.
Unser Herzog Raoul II von Valois ehelichte die Erbin der ehemals französischen Königsdynastie der Carpetinger, Gräfin Raymonde, die zugleich mit vier gehaltenen Grafschaften seine mächtigste Vasallin ist. Schön, so dachten Wir, denn so würden alle Grafschaften irgendwann vereinigt und in eine, also Unsere, Hand fallen. Darunter auch die Île-de-France mit Paris, was wir sehr begehren.
Zwei Söhne wurden geboren, Henri und 12 Jahre später der jüngere Phillipe. Nun wurde Henri mit 24 Jahren wahnsinnig und kränkelte auch etwas. Das hat er natürlich von seiner Mutter!
Also beschlossen Wir, Phillipe, insgesamt auch etwas begabter, solle Unser Erbe werden, nicht der wahnsinnige, aber erstgeborene Henri, den wir kurzerhand enterbten.
Hach, man sollte bei diesen Dingen vorsichtig sein und vor allem: nachdenken! Denn was bewirkten Wir?
Zwar erbt nun der Jünger, Phillipe, alles was wir Unser nennen und Wir umgehen die lästige Erbteilung, die dummerweise auch in der Mitte des 12. Jahrhunderts noch immer in Frankreich üblich ist. Aber Unsere Enterbung galt natürlich nicht für das Erbe von Raymonde und Henri blieb ihr Haupterbe! Er wird Paris bekommen!
Wir verlieren dadurch kein Land. Es bleibt unser Lehen. Aber Wir hatten es uns anders vorgestellt.
Was also haben Wir gelernt? Man kann die Kinder zwar enterben, aber dies gilt nur für das Erbe, das man selbst hält, nicht jedoch für das, was sie von Dritten erben. Eigentlich logisch, aber zumindest Wir hatten das nicht auf der Rechnung.