戦争クロニクル帝国日本 – Sensō kuronikuru teikoku Nihon Die Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan
Ein Rule the Waves 2 AAR mit Japan
Vorwort:
Ja ein weiterer AAR! Wir haben ja sonst nichts zu tun - also wird auch dieser AAR möglicherweiße lange laufen - solange es Uns nicht aus den Socken haut!
Vom Aufbau her wird dieser AAR einen anderen Stil pflegen als Unsere bisherigen AARs. Diesmal werden Wir des Aufwands willen keinen Sekundengenauen Handlungsverlauf darstellen, sondern deutlich abstrakter zu Werke gehen. Die Story-Elemente beziehen sich primär auf den jungen Journalisten Osaki Satoshi der für den Verlag der japanische Tageszeitung Tōkyō Shinbun die Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan erstellt und natürlich auch diverse Artikel in der Zeitung selbst veröffentlicht.
Osaki Satoshi berichtet also über das was bereits geschehen ist und nicht über das was aktuell geschieht. Es liegt in der Natur der Sache, dass das Militär auch nicht sämtliche Details an die Presse weitergibt. Die Berichterstattung wird also die eine oder andere Lücke enthalten oder gar der Propaganda anheimfallen und Falschdarstellungen äußern. Sollte Osaki Satoshi mit voranschreiten des Spiels aus Altersgründen in den Ruhestand gehen, wird er sicherlich vorher einen Nachfolger einarbeiten, der dann zu gegebener Zeit übernehmen wird.
Weiterhin haben Wir Modifikationen vorgenommen. Wir hatten an anderer Stelle bereits berichtet, dass dieses Spiel eine größere Menge Bugs enthält und unter anderem die Startflotten größer und besser sind, als es vom Start-Budget der Nationen her möglich ist. Da Japan von den finanziellen Möglichkeiten her auch das deutlich schwächste Land ist, ist Japan doppelt gekniffen. Wir wollen Uns aber auch nicht den Spaß einer selbst erstellten Startflotte nehmen lassen. Wie bereits geschrieben haben die KI-Flotten aufs Budget bezogen einen Vorteil von etwa 15%.
Wir haben Uns daher zwei Modding-Optionen überlegt:
1) Wir erhöhen das japanische Start-Budget oder
2) Wir schalten Japan von einer unterentwickelten Werft-Industrie auf eine neutrale Werft-Industrie
Wir haben Uns für die erste Option entschieden und Japan ein erhöhtes Start-Budget zugestanden. Dieses neue Budget soll Japan etwa im Jahre 1905 eine Flottengröße und Zusammensetzung ermöglichen, die es auch real etwa zu dieser Zeit besessen hatte. Der „Historische Ressourcen“-Schalter im Spiel hat übrigens wenig mit den Historische Ressourcen zu tun, mit diesem Schalter käme Japan nicht mal Ansatzweise in die Nähe der realen Flottengröße.
Die KI-Nationen erhalten trotzdem sie bereits im Vorteil sind zusätzlich den Schalter „AI Advantage“ gesetzt - zur Sicherheit, falls Wir es übertrieben haben sollten. Die Budget Erhöhung ist damit zwar praktisch wieder negiert, aber es geht Uns darum in den Jahren 1900 bzw. 1905 die damalige Flottenstruktur abzubilden. Dazu müssen Wir sagen, dass unterschiedliche Quellen unterschiedliche Zahlen liefern!
Zu guter letzt: Das Spiel enthält nach wie vor wirklich üble Bugs (Schiffe beamen in andere Ozeane und solche Sachen) - Wir können also den Abschluss nicht garantieren - aber Wir versuchen es trotz allem!
Redaktion der Tōkyō Shinbun – Montag 12. Juli 1897
„… das werden Sie schaffen Satoshi, das haben Sie sich verdient!“
Chefredakteur Kamata Itachi schloss seinen Vortrag und verließ das Redaktionszimmer.
Welch eine Ehre diese Aufgabe zu übernehmen! Mir - Osaki Satoshi - wurde die ehrenvolle Aufgabe übertragen die Kriegschroniken des Kaiserlichen Japan unseres Verlages fortzuführen. Bislang hatte der beliebte und berüchtigte Taka Ogawa dieser verantwortungsvollen Aufgabe vorbildlich gedient. Nun allerdings hat Ogawa seinen verdienten Ruhestand angetreten und der Chefredakteur hat mir diese große Aufgabe anvertraut.
Was weiß ich denn schon vom Krieg? Der nisshin sensō endete 1895 und in dieser Zeit hätte ich meine Wehrpflicht leisten müssen, aber noch immer werden nicht alle Wehrpflichtigen auch wirklich eingezogen, weil Japan die nötigen finanziellen Mittel fehlen alle Wehrpflichtigen auch unterzubringen und auszubilden. Zwar gibt es im Militär und bei den Wehrpflichtigen immer weniger Angehörige der alten Kriegerklasse – den Samurai – aber trotzdem gibt es nicht genug Platz für alle Wehrpflichtigen beim Militär.
Der nisshin sensō endete vor zwei Jahren und die anhaltenden Spannungen mit Korea sind formell kein Krieg. Aber seit sechs Jahren sieht Japan im wachsenden Einfluss Russlands in Asien eine Bedrohung seiner Interessen. Das wird meine erste Aufgabe sein. Chefredakteur Itachi wird mich zu einem Interview ins Marineministerium mitnehmen. Es heißt dass die Planungen für das „Sechs-Sechs-Programm“ jetzt abgeschlossen worden sind.
Das Sechs-Sechs-Programm ist der Kern des 10-Jahres-Plan zum Aufbau einer schlagkräftigen Flotte. Wenn die Planungen jetzt abgeschlossen worden sind, dann kann das nur bedeuten dass die Marine endlich die Entwürfe der Panzerschiffe und Panzerkreuzer fertiggestellt hat.
Mittwoch wird sicherlich ein spannender Tag werden!
Marineministerium der Kaiserlich Japanischen Marine – Mittwoch 14. Juli 1897
Marineminister Saigō Tsugumichi saß hinter einem großen und schweren Holzschreibtisch als Chefredakteur Kamata Itachi und Osaki Satoshi sein Büro im Marineministerium betraten. Kōshaku Saigō Tsugumichi stand auf und trat hinter seinem Schreibtisch hervor. Seine beiden Gäste verbeugten sich zur Begrüßung um sich für die Ehre ein Interview mit dem Minister führen zu dürfen zu bedanken. Nach den Begrüßungsfloskeln nahmen alle drei in einer Ecke des Zimmers auf bequemen Wohnzimmersesseln Platz, wie sie eher in einem Palast des europäischen Hochadels zu finden waren. Vor ihnen stand ein flacher ovaler Holztisch dessen Platte aus Marmor bestand, der in das Holz eingefasst war. Die Verzierungen waren mit Gold überzogen und das Möbel sicher ein Vielfaches mehr wert als das Jahresgehalt beider Journalisten zusammengenommen.
„Nun werte Herren, wie kann ich den Abgesandten der Tōkyō Shinbun zu Diensten sein?“
„Vielen Dank Herr Minister. Im Namen der gesamten Belegschaft der Tōkyō Shinbun möchte ich mich bedanken, dass Sie trotz ihrer knappen Zeit die Gelegenheit für ein Interview gefunden haben.“ begann Kamata Itachi und wurde sogleich unterbrochen als eine Ordonanz den Raum betrat und von einem Tablet drei Tassen Grünen Tee und eine Schale Taiyaki (https://de.wikipedia.org/wiki/Taiyaki / https://de.wikipedia.org/wiki/Japanisch ... 9Figkeiten ) auf dem Tisch abstellte.
„Greifen Sie zu meine Herren, das Taiyaki ist sehr gut.“
„Danke Herr Minister. Herr Minister stimmt es, dass die Spannungen mit Russland wegen des Baus der Transsibirischen Eisenbahn auf einen neuen Höhepunkt zu steuern?“
„Herr Kamata, dieses Problem haben wir seit 1891. Wie sie wissen unterstützt Russland unseren Opponenten China und durch diese Eisenbahnlinie gelangen Waren und Rohstoffe nach China ohne das wir dies Kontrollieren können. Vielmehr noch aber war die von Russland erzwungene Rückgabe der Liadong-Halbinsel ein Gesichtsverlust für unseren Kaiser.“
„Aber war diese Rückgabe den nicht das Ergebnis der Verhandlungen mit China?“
„Ja, aber Russland hat dabei die Fäden gezogen.“
„Das ist so in der Öffentlichkeit nicht bekannt Herr Minister!“
„Ja sicher und das muss auch so bleiben. Stellen Sie sich die Schande für den Kaiser vor, wenn herauskommt das wir vor den Russen eingeknickt sind.“
„Verstehe Herr Minister. Und als Reaktion darauf wurde der 10-Jahres-Plan zum Aufbau eine Seestreitmacht entworfen?“
„Ganz Recht werte Herren.“
„Uns ist zu Ohren gekommen, dass das Sechs-Sechs-Programm jetzt zum Abschluss kommt?“
„Das stimmt so nicht Herr Osaki, da haben Sie auf böse Gerüchte gehört.“
„Böse Gerüchte? Entspricht es nicht den Tatsachen, dass die Regierung mehrere Millionen britische Pfund Sterling zum Kauf der Schiffe bereitgestellt hat?“
„Doch meine Herren, es steht eine größere Transkation bevor.“
„Und diese Transaktion hat mit dem Sechs-Sechs-Programm zu tun?“
„Ja meine Herren, ich wurde ermächtigt ihnen bekannt zu geben, das unsere Regierung einen Vertrag unterzeichnet hat, wonach an Britische Werften der Auftrag zum Bau von sechs Einheitslinienschiffen vergeben wurde.“
„Sagten Sie sechs Schiffe?“
„Ja meine Herren die Engländer bauen für uns sechs Linienschiffe.“
„Aber sieht das Sechs-Sechs-Programm denn nicht den Bau von sechs Linienschiffe und sechs Panzerkreuzern vor Herr Minister?“
„Ganz Recht Herr Osaki. Die sechs Panzerkreuzer bauen wir auf eigenen Werften, auch diese Aufträge wurden erteilt. Für zwei weitere Linienschiffe wurde eine Option bei den beauftragten britischen Werften platziert, aber mein Stab hat vorgeschlagen anstelle der Linienschiffe weitere Panzerkreuzer zu bauen. Diese sind schneller und damit besser geeignet unsere Interessen auch außerhalb der japanischen Heimatgewässer zu vertreten.“
„Außerhalb der japanischen Heimatgewässer - plant das Militär eine Expansion?“
„Aber nein meine Herren, das haben Sie falsch verstanden. Wir müssen in der Lage sein unsere Handelsmarine zu schützen, wo immer diese sich auf See befindet.“
„Diese Schiffe haben also rein defensiven Charakter Herr Minister?“
„Aber natürlich. Der Japanisch-Chinesische-Krieg ist gerade einmal seit zwei Jahren vorbei. Wir können nicht permanent Krieg führen Herr Osaki.“
„Aber wir müssen vorbereitet sein?“
„Selbstverständlich Herr Kamata. Muss nicht jedes Land vorbereitet sein? Ist das nicht die Aufgabe des Militärs?“
„Natürlich Herr Minister!“
„Ich nehme an die Pläne der neuen Kriegsschiffe unterliegen der Geheimhaltung?“
„Das nehmen Sie richtig an Herr Kamata.“
„Wir dürfen also nicht erfahren, was das japanische Volk für seine harte Arbeit als Gegenleistung erhält?“
„Nun meine Herren, Chefkonstrukteur Watanabe hat für Sie einige Übersichten vorbereitet, die nicht zu sehr ins Detail gehen. Ich muss sie jedoch bitten keine Angaben darüber in ihrer Zeitung zu veröffentlichen.“
„Aber Herr Minister…“
„Herr Kamata – darauf muss ich bestehen. Es wäre für die Tōkyō Shinbun sicherlich kein Vorteil wenn darüber allzu genau berichtet werden würde.“
„Verstehe Herr Minister – vielen Dank Herr Minister!“
„Gut – meine Herren – sie müssen mich jetzt entschuldigen, aber meine Pflicht ruft.“
„Vielen Dank Herr Minister. Haben Sie vielen Dank für ihre offenen Worte.“
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Freitag 16. Juli 1897
Ein Bote des Marineministeriums hatte die Unterlagen direkt an Chefredakteur Kamata übergeben. Die Mitschriften der Erläuterungen durch Chefkonstrukteur Watanabe waren ebenfalls enthalten gewesen, aber an einigen Stellen waren verschiedenen Notizen entfernt worden.
Osaki Satoshi hatte keine Zeit sich über dieser Zensur aufzuregen, die Konstruktionspläne waren dafür viel zu interessant!
Jetzt saß Osaki Satoshi zusammen mit fünf Kollegen in der Redaktion und alle diskutierten über das was die Marine vor hatte zu bauen.
„Also Satoshi was hast du für uns, was ist so wichtig ist?“
„Chefredakteur Kamata und ich waren vor zwei Tagen im Marineministerium.“
„Ohh – hat man euch da wirklich vorgelassen Satoshi ?“
„Ja – wir durften mit dem Marineminister persönlich ein Interview führen.“
„Ach, der hat euch doch bestimmt einen Bären aufgebunden. Wie es das Militär immer macht mit der Presse und dem ganzen Volk!“
„Kann sein Sagawa, aber es war schon auffällig zu hören über was wir alles keinesfalls berichten dürfen. Und die Konstruktionspläne hier sollen auch nicht veröffentlich werden!“
„Konstruktionspläne? Von der neuen Flotte?“
„Ja Pläne von den neuen Schiffen.“
„Ohh – das ist doch bestimmt streng geheim?“
„Genau – also wieso gibt man uns so freigiebig diese Unterlagen?“
„Ja komisch – vielleicht wollen Sie euch als Spione verhaften! Chefredakteur Kamata war zuletzt mit seinen Leitartikeln nicht sehr freundlich mit dem Militär.“
„Aber dann gibt man uns doch nicht so umfassende Unterlagen?“
„Nein wohl nicht, also was bezweckt die Marine damit?“
„So deutlich wie der Marineminister betont hat, dass diese Details nicht bekannt werden dürfen? Ich habe den Eindruck, dass wir diese Unterlagen veröffentlich sollen! Chefredakteur Kamata denkt das auch!“
„Aber – aber – das ist doch Verrat – das ist Landesverrat. Dafür wirst du hingerichtet!“
„Die Gefahr besteht, aber müssen sich Journalisten nicht in Gefahr begeben um ihre Arbeit korrekt auszuführen?“
„Aber Satoshi, hier geht es um unser aller Leben! Du kannst doch nicht einfach für uns alle darüber entscheiden.“
„Sagawa – wenn diese Unterlagen geheim bleiben sollen, hätte man uns diese Unterlagen nicht in die Redaktion gebracht!“
„Ja stimmt auch wieder! Also was jetzt?“
„Sicher will die Marine der Welt zeigen, dass sie künftig gedenkt im Konzert der großen Seemächte mitzumischen. Mit der neuen Flotte entsteht beim Militär doch ein ganz neues Selbstverständnis!“
„Ahh – das kann sein Satoshi – das ist möglich.“
„Jetzt redet doch nicht so dumpf – zeig endlich die Pläne her!“
Lachen durchströmte die Redaktion: „Sakamura kann es wie immer nicht abwarten!“
„Also seht her – das ist ein Einheitslinienschiff. Davon wurden sechs Stück in England bestellt.“
Entwurf: Einheitslinienschiff „Mikasa-Klasse“
„Was? In England? Wieso denn das, wir können doch unsere Schiffe selbst bauen.“
„Nein Sakamura, das können wir nicht. Diese Schiffe hier sind größer als alles was wir in unseren eigenen Docks auf Kiel legen könnten.“
„Ach so – so groß sind die?“
„Ja und diese Schiffe sollen Japan beschützen, aber auch in unseren Besitzungen verwendet werden können.“
„In unseren Besitzungen?“
„Damit ist sicher Formosa gemeint Sagawa.“
„Aber Formosa ist nur eine Besitzung – Einzahl – nicht Mehrzahl!“
„Ja das stimmt, da hast du Recht Sagawa, wenn man es so betont.“
„Heißt das, dass das Militär einen neuen Krieg vorbereitet?“
„Aber der letzte ist doch erst zwei Jahre her und lief nicht so wie es das Militär wollte.“
„Dann könnte aber genau das der Grund für einen neuen Krieg sein?“
„Und wie gut sind dieses Schiffe? Wenn sie in England gebaut werden, sind diese Schiffe dann genauso gut wie die Englischen?“
„Ja und Nein, unsere Linienschiffe haben kleinere Geschütze als die Engländer bauen können, aber das ist wohl eine Frage der Kosten. Unsere Schiffe sollen primär so günstig wie möglich sein umso viele Schiffe wie möglich bauen zu können. Dafür muss Gewicht gespart werden und somit ist die Bewaffnung und Ausrüstung weniger gut als es möglich wäre.“
„Aber dann werden die doch einfach versenkt?“
„Nicht wenn wir in einer Schlacht mehr Schiffe haben als der Gegner. Außerdem sollen die großen Schiffe zwar den Feind bekämpfen können, aber mehr um den Feind abzulenken. Die Marine hat eine neue Doktrin wonach vor allem geschützte Kreuzer und Torpedoboote mit ihren Torpedos den Feind angreifen sollen. Mit Torpedos kann man große Schiffe viel leichter und schneller Versenken als mit Geschützen.“
„Ah – diese Schiffe sind also nur Lockvögel?“
„Ja so könnte man sagen. Die eigentliche Last sollen große Mengen kleiner und leichter Schiffe tragen.“
„Und können die das?“
„Das hier sind die geplanten Torpedoboote. Diese sollen aber erst ganz zum Schluss gebaut werden.“
Entwurf: Torpedoboot „Akikaze-Klasse“
Entwurf: Torpedoboot „Minazuki-Klasse“
„Verglichen mit ausländischen Typen ist insbesondere der erste Entwurf mit vier Torpedowerfen sehr gut bewaffnet, dafür ist er langsamer und hat nur ein kleines Geschütz.“
„Und der zweite Typ?“
„Hat nur zwei Torpedowerfer, ist dafür aber schneller als der erste Entwurf. Leider mit einer sehr geringen Reichweite. Dieser Typ soll hauptsächlich in den Gewässern um Japan herum eingesetzt werden.“
„Und was sind das für Schiffe?“
„Es gibt noch aus dem Sechs-Sechs-Programm sogenannte Panzerkreuzer, diese sind kleiner und schlechter bewaffnet als Linienschiffe, dafür deutlich schneller. Wenn ich das richtig verstanden habe sollen besonders diese Panzerkreuzer künftig das Rückgrat der Flotte bilden und sich auch generell um den Schutz der Handelsmarine kümmern. Auch an entfernten Orten.“
Entwurf: Panzerkreuzer „Azumi-Klasse“
„Und der nächste Entwurf?“
„Das sind geschützte Kreuzer. Schnell und vergleichsweise schwer bewaffnet für den Kampf gegen Torpedoboote und durch ihre vielen Torpedos auch in der Lage um größeren Schiffen gefährlich zu werden.“
Entwurf: Geschützte Kreuzer „Izumi-Klasse“
„Aber wo wurde dann gespart wenn die Schiffe billig sein sollen?“
„An der Panzerung, alle Schiffe haben verglichen mit anderen Nationen nur eine geringe Panzerung. Es muss also wirklich die Anzahl entscheiden und nicht die Qualität. Denn wenn diese Schiffe getroffen werden, kann das böse Folgen haben.“
„Und reicht die Anzahl aus?“
„Das weiß Niemand, auch die genaue Anzahl der einzelnen Typen wurde uns nicht genannt. Aber wenn ich sehe was andere Länder für ihre Flotten ausgeben, ist das was Japan bereitstellt sehr wenig.“
„Also sollen wir noch mehr Geld für diese komischen Dinger ausgeben?“
„Das werden wir müssen, wenn wir in künftigen Seeschlachten nicht verlieren wollen.“
„Aber wo soll denn das ganze Geld herkommen?“
„Dazu hat der Marineminister nichts gesagt, aber zurzeit wird ja wegen Russland sehr viel Panik gemacht.“
„Ach so, wenn also die Bevölkerung Angst bekommt, kann das Militär mit mehr Geld rechnen?“
„Ja und das wird einer der Gründe sein, warum wir darüber berichten sollen, was das Militär bauen möchte. Das japanische Volk soll sehen, dass das ganze Geld sinnvoll ausgegeben wird.“
„Als ob Krieg sinnvoll wäre!“
„Das darfst du nicht sagen Sagawa, dafür könntest du großen Ärger bekommen.“
„Sag mal Satoshi - haben sie dich schon auf Linie gebracht? Du redest schon wie einer von denen!“
„Aber Sakamura, es ist doch wahr. Wer etwas gegen das Militär sagt muss mit schlimmen Folgen rechnen.“
„Ja Satoshi, aber das ist nicht gut!“
„Ist es nicht, aber sollen wir das ändern?“
„Besser nicht, sonst wird die Redaktion geschlossen und wir müssen doch noch alle zum Wehrdienst. Und dann wären die Offiziere bestimmt nicht sehr freundlich im Umgang mit uns.“
„Ja so würde es sein, also sollten wir sehr vorsichtig sein und solche Dinge nicht einfach sagen oder schlimmer noch schreiben.“
„Also Satoshi – wann sollen diese Schiffe fertig sein?“
„In zwei bis drei Jahren Sagawa.“
„So lange dauert das?“
„Es sind ja auch die größten Schiffe die wir jemals hatten. Das dauert!“
„Aber sag mal Satoshi da ist doch noch ein Entwurf? Da sind aber fast gar keine Waffen eingezeichnet?“
„Diese Schiffe haben auch fast keine Waffen. Dafür haben Sie Geräte an Bord um Seeminen wegräumen zu können.“
„Chefkonstrukteur Watanabe hat uns erklärt, dass man in einem Seekrieg damit rechnen muss, dass der Feind solche Seeminen vor unseren eigenen Häfen auslegen wird.“
„Wahnsinn – dann kann ein Feind ja unsere Kriegsschiffe versenken ohne selbst kämpfen zu müssen?“
„Naja, so gut sind diese Seeminen vielleicht nicht, aber unsere Handelsschiffe sind ernsthaft bedroht. Und dafür sind diese Korvetten vorhanden. Sollte der Feind Seeminen benutzen, werden die Korvetten diese Minen wegräumen.“
Entwurf: Korvette „Asama Maru-Klasse“
„Und was ist das hier?“
„Das? Ich weiß nicht! Als uns Chefkonstrukteur Watanabe die Entwürfe gezeigt hat, war dieser Entwurf nicht dabei!“
„Dann sollten wir darüber besser nichts Schreiben?“
„Das ist bestimmt ein Fehler, die Ordonanz hat bestimmt zu viele Pläne eingepackt. Sicher sollten wir diesen hier überhaupt nicht sehen dürfen.“
„Da steht Panzerkreuzer, aber dieses Schiff ist größer als ein Linienschiff. Was bedeutet das?“
„Das die Marine mehr vorhat, als sie zugeben will!“
„Also doch Krieg?“
Entwurf: Panzerkreuzer „Iwate-Klasse“ (Geheimes Marineprojekt im Bereich „Sonderaufgaben̶)
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#001 RTW2-JAP#
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Morgenausgabe der Tōkyō Shinbun vom Donnerstag 17. August 1899
>> Große Aufregung in Yokosuka <<
Unter den Blicken hunderter Schaulustiger sind gestern Nachmittag in Yokosuka die beiden ersten der sechs bei Vickers in Barrow-in-Furness gebauten neuen Linienschiffe der Kaiserlich Japanischen Flotte in Empfang genommen worden.
Ebenfalls in Yokosuka liegen bereits seit drei Monaten vier der sechs in Japan gebauten Panzerkreuzer der Asama-Klasse vor Anker. Die Übernahme der restlichen Panzerkreuzer soll noch in diesem Monat erfolgen.
Langsam aber sicher nähert sich das Flottenrüstungsprogramm der Marine der Vollendung. Zugegeben mit ihrer ob der spartanischen Ausstattung naturgemäßen Schlichtheit haben die Einheitslinienschiffe der Mikasa-Klasse eine beinahe zeitlose Eleganz ohne Schnörkel und Chichi.
Die Geschütztürme der Mikasa sind allerdings eine wahre Monstranz und dabei sind es nicht einmal die größten Geschütze. Es wird gemunkelt, dass andere Nationen bereits über Geschützrohe mit einem Kaliber von 13inches oder gar 14inches verfügen. Das wäre nochmals deutlich mehr als die 11inches unserer Schiffe.
Aus dem Ministerium ist durchgesickert, dass die Flottenführer ebenfalls Bedenken hinsichtlich der Leistungsfähigkeit der Mikasa geäußert haben. In einem geheim gehaltenen Memorandum wurde deshalb gefordert deutlich mehr als die bislang geplanten Torpedoboote zu bauen. In diesen Torpedobooten sehen Teile der operativen Führungsebene die besseren Chancen auf feindliche Linienschiffe zu reagieren.
Die Vertreter der „Größer-Größer-Doktrin“ im Admiralsstab sollen daraufhin wutentbrannt mit einem Gegenvorschlag zu noch größeren und teureren Linienschiffen reagiert haben. Dem Vernehmen nach konnten Handgreiflichkeiten in letzter Minute durch Admiral Itō Sukeyuki – dem Held der Seeschlacht am Yalu – verhindert werden.
Die Streitigkeiten innerhalb der Marine werden nur noch durch einen handfesten Konflikt zwischen der Marine und der Armee überboten. Der Tennō selbst soll allerdings mittlerweile bereit sein, der Marine die volle Gleichberechtigung als Teilstreitkraft anzuerkennen und der Marine damit direkten Zugang zum Tennō zu gewähren.
Damit hätten sich die Hardliner in der Marine endlich gegenüber dem Heer durchgesetzt, dass bislang in der Kommandostruktur das Sagen über die Marine hatte (Infos: https://de.wikipedia.org/wiki/Daihon%E2%80%99ei).
In der Bevölkerung mehren sich Stimmen, dass die massive Aufrüstung unserer Seestreitkräfte nichts Gutes bedeuten könne und die Finanzmittel besser zur Unterstützung der verarmten Landbevölkerung benutzt werden sollten. Die Gemengelage in Japan wird somit zunehmend unübersichtlich und auf die Reaktion der Marineführung darf gespannt gewartet werden.
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Morgenausgabe der Tōkyō Shinbun vom Dienstag 12. Dezember 1899
>> Marine vervollständigt ihren 10 Jahresplan <<
Marineminister Yamamoto Gonnohyōe hat sich gestern zum Stand des 10 Jahresplan zur Modernisierung der Kaiserlich Japanischen Marine geäußert.
Der Minister sagte, dass mit dem Zulauf des geschützten Kreuzers Izumi vor fünf Tagen in der Marinebasis Sasebo, der erste Teil des Aufbaus einer Konkurrenzfähigen Seestreitmacht abgeschlossen worden sei. Demnach verfügt die Kaiserlich Japanischen Marine Stand heute über folgende Einheiten:
- 6 Linienschiffe (B) der Mikasa-Klasse
- 6 Panzerkreuzer (CA) der Azumi-Klasse
- 2 Panzerkreuzer (CA) der Iwate-Klasse
- 4 Geschützte Kreuzer (CL) der Izumi-Klasse
- 24 Torpedoboote (DD) der Akikaze-Klasse
- 24 Torpedoboote (DD) der Minazuki-Klasse
- 12 Korvetten (KE) der Asama Maru-Klasse
Damit ist es der Marine bislang nicht in allen Bereichen gelungen die Plan Ziele zu erfüllen. Der ergänzte ursprüngliche Modernisierungsplan sieht folgende Anzahlen von Marineeinheiten bis spätestens zum Jahr 1905 vor:
Gemäß der Marineleitung sollten insbesondere die Hilfskreuzer nicht bereits in Friedenszeiten mit einer Bewaffnung versehen werden, aber es sollten Gespräche mit den Reedereien im Land geführt werden, welche Fracht- und Passagierschiffe sich im Kriegsfalle besonders für den Einsatz als Hilfskreuzer eignen? Diese Schiffe hätten dann bei den regelmäßig erforderlichen Werftüberholungen soweit möglich für den Einsatz als Hilfskreuzer vorbereitet werden sollen.
Es ist der Marineführung bis heute nicht gelungen die Reedereien davon zu überzeugen solche Schiffe auszuweisen und umzubauen. Weder wollen die Reedereien die dafür nötige Reduzierung der Transportkapazitäten ihrer Schiffe ohne Ausgleich hinnehmen, noch wollen sie die Kosten der Umbauten sowie der verlängerten Werftliegezeiten tragen.
Anstelle dieser 60 Hilfskreuzer plant die Marine nunmehr dem Wunsch ihrer Flottenführer zu entsprechen und die Anzahl der Torpedoboote und Korvetten erheblich aufzustocken.
Die Marine hat an inländische Werften Aufträge zum Bau folgender Einheiten vergeben:
- 4 Geschützte Kreuzer (CL) der Izumi-Klasse
- 12 Torpedoboote (DD) der Akikaze-Klasse
- 12 Korvetten (KE) der Asama Maru-Klasse
Sämtliche Schiffe dieser zweiten Auftrags-Generation sollen innerhalb von zwei Jahren der Flotte zur Verfügung stehen.
Aktuelle Bauaufträge (Legacy Fleet zum Spielstart)
Anstelle einer großen Anzahl Korvetten wird der Schwerpunkt auf die Gattung der Torpedoboote gelegt. Wie mit der Anforderung nach den nicht existierenden Hilfskreuzern umgegangen wird, ließ der Marineminister offen. Von niederen Positionen im Marineministerium war hinter vorgehaltener Hand zu erfahren, dass hierfür möglicherweise zusätzliche Panzerkreuzer mit extra großer Reichweite beauftragt werden sollen.
Selbst mit diesen zusätzlichen Schiffen fehlen der Marine damit in Summe fast 60 Einheiten im Vergleich zu den Planzahlen. Die somit innerhalb der nächsten 5 Jahre vergeben und gebaut werden müssen.
Es lässt sich damit schon jetzt sagen, dass Japan weiterhin insbesondere bei den größeren Schiffen im Hintertreffen zu den anderen großen Seemächten liegt.
Legacy-Flotten aller Nation zum Spielstart – Januar 1900
Anmerkung des Autors: Nach Unseren Informationen hatte Japan im ersten Russisch-Japanischem-Krieg 60 Hilfskreuzer im Einsatz. Reale Hilfskreuzer wurden nach Unserem Wissen durch Umbau requirierter Handelsschiffe erstellt, wobei die Umbauzeit gewöhnlich 2-3 Wochen in Anspruch genommen hat. Hier im Spiel müssen Hilfskreuzer (AMC) normal gebaut werden, wobei die Bauzeit 3-4 Monate beträgt. Zu den regulären Gegebenheiten von RTW2 ist das schlicht nicht zu schaffen. Dies ist ein weiterer Grund warum Wir die eingangs erwähnte Budget-Erhöhung Japans (und der KI-Nationen) vorgenommen haben. Die fehlenden Hilfskreuzer kompensieren Wir durch zusätzliche Torpedoboote.
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Sonderausgabe der Tōkyō Shinbun vom Sonntag 31. Dezember 1899
>> Ein neues Jahrhundert beginnt <<
Das alte Jahrhundert endet unerfreulich! Nur einen Tag vor dem Jahreswechsel ist in Hong Kong ein britisches Flottengeschwader eingelaufen. Erste Informationen wonach die Britische Admiralität ihren Matrosen lediglich einen Sonderurlaub zur Begrüßung des 20. Jahrhunderts gewähren wollte haben sich innerhalb weniger Stunden als falsch erwiesen.
Vielmehr hat sich herausgestellt, dass diese Schiffe zum dauerhaften Verbleib in der „China Station“ (https://de.wikipedia.org/wiki/China_Station) vorgesehen sind. Da zu den Neuankömmlingen auch große Linienschiffe und Panzerkreuzer gehören, stellt dies eine völlig neue Situation dar. Bislang befanden sich auf „China Station“ nur ältere geschützte Kreuzer und kleine Kanonenboote für den Einsatz auf den Chinesischen Flüssen.
Der Marineminister sprach von einer unerfreulichen Situation mit dem bislang freundlich gesonnen Britischen Königreich. Als Reaktion auf die erhebliche Verstärkung der britischen Seestreitkräfte in Südost-Asien hat der Marineminister angekündigt, dass noch heute mehrere japanische Kriegsschiffe zur kleinen Flottenbasis auf Formosa verlegt werden sollen. Gleichzeitig hat die Marine aus ihrem Budget Finanzmittel für den Ausbau der Marinebasis Formosa zugesagt. Weiterhin hätte sich die Marineführung auf eine „Zwei Drittel-Ein Drittel-Doktrin“ verständigt, wonach künftig zwei Drittel der japanischen Flotte in Heimatgewässern stationiert sein sollen und ein Drittel der Flotte in Formosa.
Aktueller Situationsbericht des Marine-Geheimdienstes über die Flottenverteilung in Südost-Asien
Damit soll etwaigen Interessen anderer Nationen an der Insel Formosa begegnet werden. Zeitgleich würden damit die japanischen Heimatgewässer bereits im Vorfeld geschützt, weil Vorstöße fremder Seestreitkräfte frühzeitig erkannt werden können.
Die Regierung erwartet keine erhöhten Spannungen zwischen Japan und dem britischen Empire aufgrund der direkten Opposition dieser beiden Flottenverbände. Allerdings gab es Einwände von russischer Seite, die darin einen aggressiven Expansionswillen Japans sieht, welcher auch der einzige Zweck für die massive Erneuerung und Aufrüstung der japanischen Flotte sei.
Der Tennō persönlich hat in einem Schreiben an Zar Nikolaus II. die russischen Vorwürfe als unbegründet zurückgewiesen und vielmehr Wert darauf gelegt festzuhalten, dass es gerade Russland sei, welches mit dieser neuerlichen Provokation seine aggressive Grundhaltung der Welt zur Schau stelle.
Marineminister Yamamoto Gonnohyōe ergänzte, dass Japan spielend mit der russischen Flotte fertig werden würde, so diese schwimmenden Wracks überhaupt jemals in der Lage sein sollten den ganzen Weg vom Baltikum bis ins Japanische Meer zurückzulegen. Die Kaiserlich Japanische Marine stünde jederzeit für Rettungsmaßnahmen sinkender Russischer Linienschiffe bereit.
Übersicht über die Aufteilung der Welt im Januar 1900
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#002 RTW2-JAP#
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Bigfish für den Beitrag (Insgesamt 10):
Morgenausgabe der Tōkyō Shinbun vom Mittwoch 10. Januar 1900
>> Kaiserlich Japanische Marine gerät weiter ins Hintertreffen <<
Während unsere Marine lediglich geringe Ausgaben für das Training ihrer Matrosen vornimmt und zudem den Forschungsetat deutlich erhöht hat, tönt es aus allen anderen Ländern der Welt wie viele prächtige neue Kriegsschiffe nun wieder auf Kiel gelegt worden sind. Die ohnehin kleine Japanische Marine verfügt nicht über die finanziellen Mittel um sich solche Rüstungsausgaben leisten zu können.
Im Gegenteil! Arbeiter der zu den 小野浜造船所 (Onohama Zōsenjo) gehörenden Marinewerft Kure beschweren sich zunehmend über die unhaltbaren Zustände auf der Werft, die bereits zu Verzögerungen in der Fertigstellung mehrerer im Bau befindlicher Schiffe geführt hätten. Es zeigt sich abermals, dass die Ambitionen Japans mit der Realität der industriellen japanischen Fähigkeiten wenig Übereinstimmung besitzen.
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Morgenausgabe der Tōkyō Shinbun vom Freitag 27. April 1900
>> Marine übernimmt die ersten neuen Torpedoboote <<
Die Kaiserlich Japanische Marine hat heute in Sasebo zwei der zwölf in Bau befinden neuen Torpedoboote übernommen. Die Krise der Werfindustrie in Japan zeigt damit ihr ganzes Ausmaß, denn eigentlich hätten im April alle zwölf in Bau befindlichen Torpedoboote fertigstellt werden sollen. Währenddessen schreitet die Entwicklung insbesondere bei der Royal Navy weiter voran, wie die es die ausländischen Zeitungen in den letzten Monaten getitelt haben.
Da nutzt es auch wenig wenn sich die Admiralität mit neuen Ideen für moderne Seegefechte beschäftigt, der Kaiserlich Japanischen Marine fehlen dafür schlicht die erforderlichen Schiffe.
>> Frankreich verliert herausragenden Heerführer in der Schlacht bei Kousséri <<
Am 22. April haben die französischen Streitkräfte in der Schlacht bei Kousséri ihren kommandierenden Offizier Amédée-François Lamy verloren. Ebenso kam der Kriegsherr Rabih az-Zubayr ibn Fadl Allah der gegnerischen Streitmacht während des Gefechts ums Leben. Wie der Französische Botschafter gestern gegenüber Außenminister Aoki Shūzō bekannt gab, hat Frankreich mit der gewonnen Schlacht die Erweiterung seines Kolonialgebietes beendet.
Morgenausgabe der Tōkyō Shinbun vom Dienstag 15. Mai 1900
>> Marine forciert Entwicklung ihrer Waffensysteme <<
Nachdem die Marine den Anschluss an die Schiffsbauprogramme der großen europäischen Nationen verloren hat, gab Marineminister Yamamoto Gonnohyōe bekannt, dass die Kaiserlich Japanische Marine die fehlende Quantität durch Qualität wettmachen müsse. Daher wurden umfangreiche Änderungen in der Budgetierung der Marineforschung vorgenommen, mit dem Ziel die von der Marineführung als vordringlich erkannten Bereiche, schneller zum Ziel zu führen.
>> Großes Sportereignis in Paris begonnen <<
In Paris haben gestern die Olympischen Sommerspiele 1900 begonnen. Die Wettkämpfe finden im Rahmen des Begleitprogrammes der Weltausstellung besonderen Anklang.
Morgenausgabe der Tōkyō Shinbun vom Freitag 22. Juni 1900
>> Japanische Werften stehen im Fokus der Marineführung <<
Marineminister Yamamoto Gonnohyōe nannte das Verhalten der Werftleitungen für untragbar. Die Verzögerungen bei der Fertigstellung des geschützten Kreuzers Yaeyama haben besorgniserregende Ausmaße angenommen. Beamte aus dem 大蔵省 (ōkura-shō – Finanzministerium) haben die Frage aufgeworfen ob es nicht wirtschaftlicher sei, die halbfertige Yaeyama abzubrechen und den Bau neu zu beginnen.
>> Boxer-Aufstand eskaliert <<
Nachdem die chinesische Regierung bereits am 19. Juni den europäischen Gesandten ein Ultimatum gestellt hatte China innerhalb von 24 Stunden zu verlassen, hat China den Westmächten gestern die Offizielle Kriegserklärung überreicht. Eskalierend wirkte dabei die Ermordung des deutschen Gesandten Clemens August Freiherr von Ketteler noch vor Ablauf des Ultimatums um sechzehn Uhr.
Hohenlohe hat geschrieben:Japan sollte sich den europäischen Mächten im Boxer-Aufstand unbedingt anschliessen… Nur so kann es sich Geltung verschaffen...
herzlichste grüsse
Hohenlohe... *BANZAI!!*
in der Realität hatte Japan einen gewichtigen Anteil während der Boxer-Aufstände getragen. Aufstände gibt es hier im Spiel zwar reichlich, aber bislang hat noch keiner "gezündet". Auch der Boxer-Aufstand nicht. Wie lassen hier in die Zeitungsberichte allerdings zeitgenössische Ereignisse einfließen, die halbwegs zum Verlauf des Spiels dazu passen - ist ja eine Tageszeitung und kein Propaganda-Blatt des Ministeriums...
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in der Realität hatte Japan einen gewichtigen Anteil während der Boxer-Aufstände getragen. Aufstände gibt es hier im Spiel zwar reichlich, aber bislang hat noch keiner "gezündet". Auch der Boxer-Aufstand nicht. Wie lassen hier in die Zeitungsberichte allerdings zeitgenössische Ereignisse einfließen, die halbwegs zum Verlauf des Spiels dazu passen - ist ja eine Tageszeitung und kein Propaganda-Blatt des Ministeriums...
Schade wenn die Events nicht funzen, wie eigentlich gedacht...
herzlichste grüsse
Hohenlohe...
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bei allen Fehlern im Spiel - funktionieren tun die Events schon - aber sie sind rein Zufalls gesteuert - wobei es schon Abhängigkeiten gibt, wenn z.B. Krieg ist. Das muss auch so sein, sonst würde man einfach nur die Geschichte nachspielen und das jedes Mal. Das heißt, der Boxer-Aufstand kann zufällig zur rechten Zeit stattfinden - oder auch gar nicht. Dafür erklärt sich vielleicht Hawaii von den USA für Unabhängig
schön das Ihr da seit - wie auch alle anderen Interessenten!
Immerhin dieser AAR läuft ja auch erst seit zwei Tagen da gab es also vorher auch nicht viel zu entdecken. Es gibt aber schon - räusper - 4000 Screenshots und etwa zwanzig weitere Seiten Text in Word - und wir sind erst im Dezember 1904! Nächstes Update vermutlich heute Abend, wenn nichts dazwischen kommt.
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Morgenausgabe der Tōkyō Shinbun vom Montag 14. Juli 1900
>> Trotz großer Probleme erhalten Japanische Werften neue Aufträge <<
Marineminister Yamamoto Gonnohyōe hat bestätigt, dass die Japanischen Werften trotz der fortwährenden Probleme bei der Fertigstellung der in Bau befindlichen Schiffe, den Auftrag zur Konstruktion verbesserter Torpedoboote der Ikazuchi-Klasse erhalten haben. Bei der Ikazuchi-Klasse handelt es sich um eine lediglich etwas besser bewaffnete Akikaze-Klasse. Die Modifikationen wurden durch kürzlich erzielte Verbesserungen im Bereich der Schiffskonstruktion und den Antrieben möglich.
>> Japan weist Angebot Chinas zurück! <<
Außenminister Aoki Shūzō hat gestern bekannt gegeben, dass Japan die vor elf Tagen von der Chinesischen Regierung ins Spiel gebrachte Chinesisch-Japanische Allianz zurückgewiesen hat. Die japanische Regierung sieht keinen reellen Vorteil in dieser Asiatischen-Allianz für das Kaiserreich Japan. Jedoch rechnet die japanische Regierung mit heftigen Verwerfungen zwischen Japan und seinen europäischen Freunden, sollte eine solche Asiatische-Allianz zustande kommen.
Morgenausgabe der Tōkyō Shinbun vom Donnerstag 16. August 1900
>> Marine erteilt Aufträge für den Bau zusätzlicher Torpedoboote <<
Nach der Auslieferung der letzten vier Korvetten an die Kaiserliche Marine, wurden zwischen den Werften und der Kaiserlich Japanischen Marine Verträge zum Bau von zwölf zusätzlichen Torpedobooten der neuen Ikazuchi-Klasse unterzeichnet.
>> Peking befreit! <<
Die Stadt Peking wurde gestern von einem internationalen Expeditionskorps befreit. Die seit acht Wochen festgesetzten Gesandten wurden Lebend aufgefunden. Noch unbestätigt ist die Flucht des Chinesischen Kaiserhofes nach Taijüan.
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Sonderausgabe der Tōkyō Shinbun vom Sonntag 9. September 1900
>> Marine muss Rückschläge bei den laufenden Forschungsvorhaben eingestehen <<
Nach einem Unfall mit mehreren Toten auf der Marinewerft Kure musste Marineminister Yamamoto Gonnohyōe eingestehen, dass dieser Unfall in Zusammenhang mit einer fehlgeschlagenen Versuchsanordnung der Entwicklungsabteilung der Marine steht. Zu den genauen Umständen hat der Minister keine Angaben gemacht.
>> Hurrikan zerstört amerikanische Küstenstadt <<
Die amerikanische Küstenstadt Galveston im Bundesstaat Texas ist gestern von einem Hurrikan zerstört worden. Die amerikanischen Zeitungen titeln mit über 8000 toten Einwohnern.
Morgenausgabe der Tōkyō Shinbun vom Samstag 6. Oktober 1900
>> Britischen Kolonialmacht in Bedrängnis <<
Auf Zypern haben Rebellen den größten Stützpunkt der Britischen Kolonialmacht angegriffen. Ziel ist die Befreiung Zyperns aus dem Britischen Joch zur Erlangung der vollständigen Unabhängigkeit. Mit welcher Härte die Reaktion der Britischen Streitkräfte erfolgen wird ist unbekannt.
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Morgenausgabe der Tōkyō Shinbun vom Freitag 21. Dezember 1900
>> Deutliche Worte von Marineminister Yamamoto Gonnohyōe <<
Zum Ausklang des ersten Jahres des neuen Jahrhunderts fand Marineminister Yamamoto Gonnohyōe deutliche Worte zur Situation der Kaiserlich Japanischen Marine. Er forderte dazu auf alle nötigen Kraftanstrengungen zu unternehmen um das Unvermögen der Japanischen Werftindustrie zu beseitigen. Wenigstens konnten in den letzten drei Monaten des Jahres wesentliche Fortschritte im Bereich der Waffensysteme erlangt werden. Daher blickt Marineminister Yamamoto Gonnohyōe zuversichtlich auf das kommende Jahr 1901, welches sicherlich einen bedeutenden Fortschritt für die Marine Japans bringen wird.
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Morgenausgabe der Tōkyō Shinbun vom Freitag 11. Januar 1901
>>Schmachvolle Niederlage des Britischen Königreichs <<
In erneuten heftigen Kämpfen zwischen Zypriotischen Unabhängigkeitskämpfern und der Britischen Kolonialmacht haben die Besatzungstruppen eine empfindliche Niederlage erlitten. Die Reste der Britischen Kolonialmacht sahen sich gezwungen die Insel Zypern fluchtartig zu verlassen.
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Morgenausgabe der Tōkyō Shinbun vom Montag 25. Februar 1901
>> Neue Schiffe für die Marine! <<
Marineminister Yamamoto Gonnohyōe hat am Wochenende die Konstruktion einer verbesserten Izumi-Klasse bekannt gegeben. Nach den großen Fortschritten im Bereich der Waffentechnologie sollen diese Schiffe der künftigen Matsushima-Klasse einen deutlichen Fortschritt zur Izumi-Klasse darstellen.
>> Totgesagte leben länger <<
Der von vielen Beteiligten bereits abgeschrieben geschützte Kreuzer Yaeyama wurde heute von der Marine für vollständig See- und Gefechtstauglich erklärt. Das Schiff selbst wurde bereits vor kurzem von der Werft ausgeliefert. Die Marine selbst bestand jedoch nach den erheblichen Schwierigkeiten beim Bau der Yaeyama, auf umfassenden Seegängigkeits-Tests, bevor die abschließende Abnahme gegenüber der Werft unterzeichnet wurde. Im Rahmen dieser Abnahme wurden mit der ausliefernden Werft Verträge zum Bau von zwei Einheiten der Nachfolge-Klasse Matsushima bekannt gegeben.
>> Tolstoi aus der russisch-orthodoxen Kirche ausgeschlossen <<
Der russische Schriftsteller Lew Nikolajewitsch Tolstoi ist wegen blasphemischer Äußerungen in seinem Roman Auferstehung aus der russisch-orthodoxen Kirche ausgeschlossen worden. Bereits vor einem Monat gab es dazu Demonstrationen in Moskau um den angekündigten Ausschluss zu verhindern.
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Morgenausgabe der Tōkyō Shinbun vom Mittwoch 20. März 1901
>> Neuerliche Spannungen zwischen Japan und Russland <<
Die Beauftragung zweier weiterer Einheiten der Matsushima-Klasse hat zu Verstimmungen mit Russland geführt. Der russische Botschafter Count Alexander Petrovich Izvolsky sprach von Kriegstreiberei, die von russischer Seite aus nicht Unbeantwortet bleiben werde. Japan bereit sich auf einen neuen Krieg vor, der nur Russland zum Ziel haben kann. Dies läge auf der Hand, weil Japan auch sieben Jahre nach dem Friedensschluss mit China den Verlust der Liaodong-Halbinsel nicht verwunden habe. Seitdem befindet sich die Liaodong-Halbinsel unter russischer Kontrolle und beherbergt den wichtigen Flottenstützpunkt Port Arthur.
Morgenausgabe der Tōkyō Shinbun vom Freitag 5. April 1901
>> Russland lässt Taten folgen <<
Nachdem Vorwurf der Kriegstreiberei durch den russischen Botschafter Count Alexander Petrovich Izvolsky lässt die russische Marine Taten folgen. Die russische Marine hat eine drastische Erhöhung ihrer Ausgaben angekündigt um sowohl neue Schiffe auf Kiel zu legen, wie auch bereits vorhandene Schiffe umfassend zu modernisieren. Marineminister Yamamoto Gonnohyōe hat daraufhin angekündigt das japanische Marine Budget gründlich zu kontrollieren und nötigenfalls neu zu justieren. Russland reagierte mit einer Protestnote und sprach davon, dass Japan plane ganz Asien in den Abgrund stürzen zu wollen.
>> Größtes Passagierschiff der Welt vom Stapel gelaufen <<
Das größte Passagierschiff der Welt, die Celtic ist in der Werft Harland & Wolff Ltd. in Belfast vom Stapel gelaufen. Das Schiff hat eine Nominal Verdrängung von über 21.000 Bruttoregistertonnen und ist damit zeitgleich auch größer als alle bislang bekannten Kriegsschiffe. Die Reederei White Star Line lies verkünden, dass es beabsichtigt sei, die Celtic nach ihrer Fertigstellung auf der Nordatlantik-Route zwischen Liverpool und New York einzusetzen. Die Möglichkeit das größte Passagierschiff der Welt in einem Japanischen Hafen begrüßen zu dürfen ist somit gering.
Wir Danken für Eurer Interesse, aber Ihr redet schon vom letzten Krieg, Wir schaffen es aktuell nicht mal den Gegner im ersten Krieg zur Kapitulation zu Bewegen - Die Jungs sollten Weihnachten daheim sein, aber der Jahreswechsel kam und ging vorbei und eine gewisse Kriegsmüdigkeit lässt sich nicht leugnen...
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Morgenausgabe der Tōkyō Shinbun vom Donnerstag 2. Mai 1901
>> Marine erhöht Verteidigungsbereitschaft <<
Als Reaktion auf die russischen Drohungen hat Marineminister Yamamoto Gonnohyōe die Errichtung zweier Küstengeschützstellungen auf Formosa bekannt gegeben. Formosa hat bislang keine Verteidigungseinrichtungen in dieser Hinsicht und der Bau wird einige Monate in Anspruch nehmen. Der Marineminister legte besonderen Wert darauf, dass Küstengeschützstellungen einen rein defensiven Charakter besitzen, man damit schließlich nicht vor einem feindlichen Hafen auffahren.
Dennoch reagierte der Französische Stützpunktkommandeur von Fort Bayard in einer öffentlichen Stellungnahme ausgesprochen ungehalten in Bezug auf die Japanische Aufrüstung in Südost-Asien.
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Morgenausgabe der Tōkyō Shinbun vom Donnerstag 27. Juni 1901
>> Marine bekräftigt Aufrüstung der Kaiserlich Japanischen Marine <<
Nach der Übernahme von insgesamt zehn Kriegsschiffen in diesem Monat hat Marineminister Yamamoto Gonnohyōe angekündigt die Aufrüstung der Flotte weiter vorantreiben zu wollen. Die neusten wissenschaftlichen Entwicklungen werden ihren Teil dazu beitragen die Kampfkraft deutlich zu steigern.
>> Verwerfungen in Deutschland <<
Die Insolvenz des Leipziger Bankhauses hat in Deutschland zu einem massiven Vertrauensverlust in das Bankwesen geführt. Regierungsinterne Stellen in Japan bestätigten hinter vorgehaltener Hand, dass die umfassenden Ausgaben der Kaiserlich Japanischen Marine auch in Japan zu Verwerfungen im Staatshaushalt führen könnten.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Donnerstag 27. Juni 1901
Chefredakteur Kamata Itachi kam an den Schreibtisch von Osaki Satoshi herangetreten und übergab diesem ein Schriftmappe.
„Ist es das?“
„Ja Herr Osaki, das ist wonach Sie gefragt hatten.“
„Und das stammt von der Marine?“
„Nicht direkt, aber die dahinterstehende Quelle dürfte im Außenministerium zu suchen sein.“
„Verstehe!“
…
Nachdem der Chefredakteur das Großraumbüro verlassen hatte, begann Osaki Satoshi die vielen Unterlagen zu sortieren. Es war nicht einheitlich, aber nach mühevoller Kleinarbeit hatte Satoshi das was er wissen wollte. Vor sich hatte er nun einen genauen Überblick wie die Kaiserlich Japanischen Marine im Vergleich zu den andere Großmächten da stand.
Er konnte nachvollziehen, warum diese Zahlen Marineminister Yamamoto Gonnohyōe von weiteren Verstärkungen sprechen ließen. Das aber der Japanische Staatshaushalt unter den immer neuen Kriegsschiffen schwer zu leiden hatte, war kein Geheimnis. Es gab vereinzelte Forderungen diese Ausgaben deutlich zu senken, aber die Sicherheitskräfte unterdrückten öffentliche Reden über die Militärausgaben, sobald sie derer Gewahr wurden.
Nur bei den Torpedobooten hatte Japan einen deutlichen Vorsprung, bei allen anderen Schiffstypen war Japan nicht ebenbürtig. Sofern es zwar augenscheinlich ähnlich viele Schiffe eines Typs in Dienst hatte, so waren die fehlenden in Bau befindlichen Schiffe im Vergleich zu den anderen Nationen doch auffällig. Gerade der Bau solch großer Schiffe brauchte zudem viel Zeit. Tatsächlich waren dies nicht einfach nur Phrasen des Marineministers. Nein der Mann hatte Recht, Japan konnte im Ausrüsten der Flotten der Welt nicht mithalten.
Mochten die Pläne auch noch so ambitioniert sein, Japan würde auf Jahre hinaus die kleinste und schwächste Flotte aller großen Nationen besitzen!
Es war also gar nicht verwunderlich, dass die Marine dort weitermachte wo sie am schnellsten wachsen konnte. Marineminister Yamamoto Gonnohyōe gab die Planungen für neue größere Torpedoboote bekannt. Die Umikaze-Klasse würde signifikant mehr Kampfkraft besitzen als die Vorgänger-Typen.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Freitag 18. Oktober 1901
Der Sommer war ohne große Ereignisse vorüber gezogen. Die Marine hatte mehr oder weniger das getan wie die anderthalb Jahre zuvor, an der Situation änderte dies nichts. In den Vereinigten Staaten von Amerika zog ein neuer Präsident ins Amt ein – Theodore Roosevelt – und es wurden Stimmen laut, dass Veränderungen in der Luft lagen. Was das aber für Veränderungen sein sollten, vermochte Niemand zu sagen.
Der Konflikt mit Russland schwelte vor sich hin, aber besonders die Spannungen mit Frankreich nahmen seit dem Bau der Befestigungen auf Formosa nicht ab. Damit hatte Niemand in der Marineführung gerechnet und alle fanden sich auf dem falschen Fuß wieder. Spannungen mit Frankreich standen nicht auf dem Plan. Und auch wenn Frankreich und Russland nicht die besten Freunde waren, so war eine Konfliktsituation mit gleich zwei europäischen Nationen ein Problem. Die Position Frankreichs in Asien war zudem ungleich besser, als jene von Russland.
Osaki Satoshi schrieb sich mit seinen Artikeln über die Marine die Finger wund, aber das Interesse daran schien geringer zu werden. Satoshi war auch der Meinung, dass man dies innerhalb der Marine ebenso empfand. In einem weiteren Interview mit Marineminister Yamamoto Gonnohyōe meinte er deshalb herauszuhören, dass etwas passieren müsse um die Stimmung im Volk gegenüber den Streitkräften zu verbessern. Er konnte sich irren, aber er war sicher, dass die Marine etwas planen würde. Auf die eine oder andere Weiße.
Satoshi setzte sich an seinen Schreibtisch, auf dem in völlig ungewohnter Weiße riesige Stapel Papier aufgetürmt waren. Er nahm sich alle Meldungen und Zeitungsartikel, besonders der europäischen Presse, der letzten Monate vor um zu prüfen ob er irgendetwas übersehen hatte. Ein kleines unscheinbares Indiz, dass in Wahrheit großes verkündete. Ein Indiz welches ihm einen Hinweis drauf gab, was die Marine im Schilde führte.
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Redaktion der Tōkyō Shinbun – Dienstag 19. November 1901
Osaki Satoshi mochte es nicht recht glauben. Die Marine hat in einer völlig unbedeutenden Stellung einen französischen Spion enttarnt, aber daraus wurde eine Staatsaffäre ersten Ranges gemacht. Fast hatte man das Gefühl der Tennō selbst hätte ermordet werden sollen.
Es ergab keinen Sinn. Die Beziehungen zu Frankreich waren sowieso nicht die Besten und diese völlig übertriebenen Äußerungen wegen eines kleinen Spions, würden nur eskalierend wirken. Das konnte nicht im Interesse der Marine sein?
Dann glaubte Satoshi zu verstehen was vor sich ging. Die Streitkräfte schienen darauf aus zu sein sich mit jedem anzulegen, der nicht schnell genug dementierte und den Kotau machte (https://de.wikipedia.org/wiki/Kotau).
War es das?
Wollten die Streitkräfte die Weltlage so deutlich destabilisieren, dass das Japanische Volk von selbst nach höheren Militärausgaben verlangte?
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>> USA und das Britische Königreich einigen sich auf neuen Panamakanal-Vertrag <<
Der Hay-Pauncefote-Vertrag zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und dem Britischen Königreich wurde neu verhandelt. Nunmehr steht fest, dass allein die Vereinigten Staaten für den Bau und den Betrieb des Panamakanals zuständig sein werden. Beobachter kommentieren den neuen Vertrag derart, dass der lange geplante und oftmals begonnene und wieder gestoppte Bau des Panamakanals nunmehr endlich Realität werden könnte.
Morgenausgabe der Tōkyō Shinbun vom Mittwoch 15. Januar 1902
>> Marine verschweigt neue Rüstungsvorhaben! <<
Nachdem Japanische Werften kurz nach dem Jahreswechsel mit massiven Einstellungsmaßnahmen für zusätzliche Werftarbeiter begonnen haben, stellt sich die Frage wofür diese nötig sind? Marineminister Yamamoto Gonnohyōe wollte sich an den Spekulationen nicht beteiligen und kommentierte verschiedene Berichte wonach eine neue Generation von großen Panzerkreuzern geplant sei mit dem Begriff „abwegig“.
Zeitgleich ist auffällig, das im Finanzministerium mehrere als dem Militär gegenüber kritisch veranlagte Beamte auf unbedeutende Posten in den entlegenen Kurilen versetzt worden sind. Die Kurilen wurden 1855 per Vertrag von Russland an Japan abgetreten (https://de.wikipedia.org/wiki/Kurilen).
Die neue Schweigsamkeit von Marineminister Yamamoto Gonnohyōe seit dem Jahreswechsel reiht sich nahtlos in ähnliche neue Verhaltensweißen im Heer und dem Außenministerium ein.
>> Hinrichtung nach Boxeraufstand <<
Kaiserinwitwe Cixi hat nach ihrer Rückkehr an die Spitze der Chinesischen Regierung als Zugeständnis an die europäischen Mächte einen der Anführer des Boxeraufstands – General Tung Fuhsian – hinrichten lassen. Inwieweit dies die Spannungen nun vollends beenden kann wird sich in den nächsten Monaten zeigen müssen.
Wir überlegen gerade, ob es in einem Konflikt zwischen Japan und Russland zu einer ähnlichen Schlacht wie damals sie historisch sich ereignete, kommen wird...?!
herzlichste grüsse
Hohenlohe...
edit: wir sind gespannt, ob sich der historische Krieg zwischen Japan und Russland evtl. wiederholen wird...Nur bitte ohne die Franzosen auf russischer Seite...
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Wir geben Uns alle Mühe Euch so schnell als möglich den ersten Krieg zu präsentieren! Gemeinerweise ist der Text der ersten Schlacht schon seit einer Woche fertig - nur sind Wir vom Datum her bis Kriegsbeginn noch längst nicht soweit noch nicht soweit...
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