lange Jahre war meine Wenigkeit im Forum abwesend. Hin und wieder habe ich in dem Forum den ein oder anderen AAR verfolgt, aber für eine Rückkehr zu meiner Schreibtätigkeit reichte einfach die Zeit nicht. Dem ein oder anderen werten Regenten sind vielleicht meine AAR’s zu HOI3 oder Alpha Centauri aus dem Jahr 2011 noch in dunkler Erinnerung. Aber nach diesen vielen Jahren möchte ich zurückkehren und den ein oder anderen AAR verfassen. Beginnen möchte ich mit Hearts of Iron: Darkest Hour Version 1.5 ohne Add-Ons, mittlerer Schwierigkeitsgrad und mittlere Aggressivität der KI. Sicherlich ist das nicht das aktuellste Spiel der Serie (ich hänge wie immer hinten dran
Da ich den HoI-Forenbereich nicht unnötig zuspammen wollte habe ich den AAR hier erst einmal gestartet. Falls notwendig oder gewünscht bitte einfach in die jeweilige Sektion verschieben
Wir starten am 27. Juni 1914 mit einem Standard-Szenario. Die Spielzeit ist auf maximale Laufzeit mit 28 Jahren eingestellt.
Aktuelle Situation
Zuerst erfassen wir unsere aktuellen Bestände beim Heer, der Luftwaffe und der Marine:
Heer: Ingesamt 159 Divisionen, davon 132 Infanteriedivisionen und 11 Kavalleriedivisionen, 1 Gebirgsjägerdivision, 9 HQ-Divisionen und 6 Milizdivisionen
Luftwaffe: Insgesamt 6 Staffeln, davon 4 Abfangjägerstaffeln und 2 taktische Bomber– sehr überschaubar
Marine: 121 Einheiten, davon 35 Schlachtschiffe, 4 Schlachtkreuzer, 17 schwere Kreuzer, 44 leichte Kreuzer, 18 Zerstörer, 3 U-Boote

Unsere Truppen sind entlang der deutsch-französischen Grenze stationiert und ein weiterer Großteil des Heeres steht in Berlin. Soweit also die aktuelle Situation der Streitkräfte.
Produktion
Die Industrie hat noch etliche Schlachtschiffe sowie Schlachtkreuzer und leichte Kreuzer in der Warteschleife. Ein Großteil der Schiffe wird noch 1914 fertig gestellt und auch aktiv der Flotte eingegliedert. Alle Schiffe, die zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch unter 50% fertig sind, werden wohl aus der Bauliste gestrichen. Wir werden die genaue Zusammensetzung der Seestreitkräfte noch etwas überdenken müssen aber in Zukunft soll die Flotte ohne teure Schlachtschiffe auskommen. Auf lange Sicht ist eine Flotte mit Trägerkapazitäten geplant aber bis dahin müssen wir wohl mit den vorhandenen Schiffstypen auskommen. Wird wohl eine Wahl zwischen den Schlachtkreuzern und schweren Kreuzern – wer gewinnt steht allerdings noch nicht fest.

Forschung
Die Forschung wird momentan wie folgt aufgestellt:

Rheinmetall erforscht moderne Artillerie (1916), die Oberschlesischen Eisen-Industrie erforscht die Massenfertigung, Fritz Haber erforscht die Umwandlung von Energie in Öl, der Luftschiffbau Zeppelin forscht nach neuen Abfangjägern des Modells 1914, die Vulcan-Werke erforschen die Grundlagen für die Geleitträger-Technolgoie, die Kaiserliche Werft Wilhelmshaven erforscht neue Torpedomodelle und Blohm & Voss forscht nach neuen U-Booten. Somit sind alle schlauen Köpfe des Reiches erst einmal beschäftigt
Politik
Wir bauen auch unsere aktuelle Staatsführung ein wenig um.

Generalstabschef wird Hindenburg (Boni auf die Geldproduktion, Unruhe und Anführerfähigkeiten), Chef der Marine wird August von Heeringen (Offensiv-Boni auf alle Kampfschiffe, negative Effekte auf Zerstörer und Transporter – nicht weiter schlimm, da wir sowieso keine größeren Truppenverschiffungen planen und Zerstörer vorerst auch nicht auf der Agenda stehen), Chef der Luftwaffe wird Wilhem Siegert (Offensiv- und Bauboni auf alle Flugzeugtypen außer bei den strategischen Bombern). Wir verändern unsere politische Ausrichtung auch endgültig auf „Kriegstreiber“, was zu positiven Effekten für unsere Industrie führt allerdings die Kosten für diplomatische Aktionen erhöht. Verkraftbar in Anbetracht der Tatsache, dass wir im Moment schnell Einheiten brauchen und diplomatisch sowieso nicht viel verändern können.
Es stehen noch ein paar Entscheidungen an.

Wir erhöhen die Geldmenge künstlich und bekommen somit ein dickes Plus von 1000 Geldeinheiten gutgeschrieben. Die Industrie erhält dafür einen Malus von 1% auf die Produktion und Rohstoffgenerierung.
Außerdem werfe ich die ganzen Holzköpfe von Mumien aus meiner Armee. Für die kommenden Jahre brauche ich frische, unverbrauchte Potenziale! Die Unruhe steigt infolge auf 2% an.

Diplomatie
Wir wollen uns mal ein wenig bei unseren Kameraden im Geiste im Osmanischen Reich und Bulgarien einschleimen. Die Osmanen sind aber irgendwie unterkühlt was unsere nationale Annäherung angeht – dementsprechend bescheiden fällt der Erfolg der Diplomaten aus.

Die Bulgaren sind da schon ein wenig offener. Kein Wunder, Bulgarien hat Grenzstreitigkeiten mit den Osmanen und wahrscheinlich hätten uns die Bulgaren gerne als Verbündeten in einem Schlagabtausch mit den Osmanen im Boot. Hier ist Vorsicht geboten!

Irgendwie beschleicht mich der Verdacht, dass es sinnlos ist, aber wir versuchen trotzdem Belgien zu beeinflussen. Logisch, der Schuss geht nach hinten los. Wenn wundert es – greifen wir Belgien an, haben wir sofort das Empire an den Hacken. Zumindest bleiben die Belgier etwas nervös.

Zum Schluss erhöhen wir noch den Etat für den Geheimdienst. Für genaue Informationen für die Feinde des Kaisers muss immer Geld da sein!

Als letzte Aktion werfen wir noch ein wenig mit Dreck auf die Franzosen. Die finden das allerdings gar nicht so toll und sind uns beleidigt. Naja, Franzosen halt.

Weitere Planungen
Wir wollen historisch am 1. August 1914 in den Krieg eintreten bzw. diesen eröffnen. Zunächst wollen wir die Franzosen angreifen und so weit wie möglich nach Westen zurückdrängen. In diesem Zusammenhang greifen wir ebenfalls die Niederlande an um für spätere Offensiven gegen Belgien mehr Angriffsfläche nutzen zu können. Luxemburg wird ebenfalls am 1. August erobert – wir erwarten hier keinerlei Schwierigkeiten. Wir versuchen um jeden Preis den Kriegseintritt der Briten zu verhindern um unsere Konvois so lange wie möglich zu schützen und um eine schlagkräftige Flotte aufzubauen. Das Zarenreich im Osten behalten wir zunächst passiv im Auge aber wir werden die Divisionen aus Berlin an die Gebiete im Osten verteilen – sicher ist sicher. Zum Umbau des Heeres und der Marine komme ich später im AAR noch.











