
Willkommen bei unserem allerersten AAR-Projekt nicht nur in diesen Hallen. Wir sind nun schon seit Jahren ein stiller Leser dieses Forums und sind jedes Mal aufs Neue von den teilweise meisterlichen Berichten mancher Regenten beeindruckt. Nun wollen wir uns an ein eigenes Projekt wagen und ein wenig zurückgeben, auch wenn wir uns in keiner Weise in der Lage sehen, mit den großartigen, teilweise über Jahre laufenden Werken einiger Regenten mithalten zu können. Dennoch wollen wir einen bescheidenen Teil zur Erheiterung der Regenten beitragen. Um es kurz zu fassen: Wir schreiben unseren ersten AAR!
Ausgesucht haben wir uns ein, unserer Meinung nach, sehr spannendes Herzogtum am Rande des HRRs, Holland.
Wir spielen EUIV jetzt schon eine ganze Weile, trotzdem gibt es auch für uns noch eine ganze Menge zu lernen. Gerade die neuen DLC´s sind uns noch nicht zu 100% geläufig. Wir bitten die Regenten daher über grobe Schnitzer hinwegzusehen und uns mit gutem Rat zur Seite zu stehen.
Beginnen werden wir mit einem historischen Überblick über die Ausgangslage und die Entstehung, sowie über die Darstellung im Spiel. Wir werden versuchen zu jedem Jahrhundert eine grobe Übersicht über Holland/Niederlande zu geben und bedeutende historische Ereignisse mit besonderen Posts zu bedenken.
Gespielt wird EU IV mit dem letzen Patch und allen großen Erweiterungspacks.
Schwierigkeitsgrad ist Normal, ansonsten wurden die Standardeistellungen beinehalten.
Nun denn, genug geschwafelt und palavert, los soll es gehen!
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Die Geschichte der Hollands und der Region der Niederlande im 15. Jahrhunderts
Ab 1296, nach dem Aussterben der friesischen Grafinline der Gerulfinger fällt Holland in den nächsten 140 Jahren erst den Grafen von Aventes, dann an die Wittelsbacher aus Bayern und schlussendlich im ersten Drittel des 15. Jahrhunderts an Philipp den Guten, dem Herzog von Burgund.

Sein Vater, Philipp der Kühne erlangte durch die Heirat der Tochter des Grafen von Flandern Margarete von Male im Jahre 1369 Erbansprüche auf Flandern, Namur, Nevres, die Freigrafschaf Burgund und weitere Besitztümer. 1384 gingen diese Lande endgültig an Philipp den Kühnen über, welche im Herzogtum Burgund miteinander verbunden wurden.

Nach Ableben Philipp des Kühnen konnten unter Philipp des Guten Holland, Seeland und Hennegau 1428, Namur im Jahre 1429 und Braband und Limburg im Jahre 1430 erworben werden. 1435 folgten Mâcon, Axerre und der Picardie. Mit der Einverleibung Luxenburgs im Jahre 1451 war ein großes Staatskonstrukt zwischen Frankreich und dem HRR geschaffen.

Unter Philipp des Guten lag der Fokus vor allem auf der inneren Vereinigung und der Schaffung eines Staatswesens. Ein einheitliches Justizsystem und die Zentralisierung des Finanzwesens wurden angegangen.
Dies traf aber besonders bei den Ständen der nördlichen Regionen auf Widerstand und endete sogar in einem Steuerboykott. Dem wirkte Philipp der Gute durch die Einberufung einer Gesamtvertretung der niederländischen Territorien, welcher ein gewisses Maß an Mitsprachrecht im Bereich der Steuerpolitik und der Einsetzung von Richtern hatte.
All diese Maßnahmen hielten gerade die reichen, weit entwickelten und bevölkerungsreichen Städte im Süden der Niederlande nicht von der Auflehnung gegen die Integration in den burgundischen Staat ab. Gent, Brügge, Antwerpen und Brüssel waren bedeutende Handelsplätze, verfügten über große finanzielle Ressourcen und besaßen großen politischen Einfluss im Süden. Gent und Brügge waren nach Paris die größten Städte in Westeuropas.
Eingriffe Philipps des Guten in das städtische Gerichtswesen führten 1436 zu Aufständen in Brüssel welche erst 1438 mit einer Bußzahlung Brügges in Höhe von 480.000 Gulden beigelegt wurden. Das ganze Jahrhundert über kam es immer wieder zu Aufständen gegen die Beschränkung der eigenen, stätischen Rechte, die der Herzog nie wirklich unter Kontrolle bekommen sollte.
Quelle: North, Michael: Geschichte der Niederlande. 4. Auflage. München 2013.























































