Der hundertjährige Krieg
Unsere Diplomaten verstehen ihr Handwerk. Die Bretagne gewährt uns Militärpräsenz. Das ist ein unschätzbarer Vorteil, gewährt er doch unseren Truppen eine Rückzugsmöglichkeit und die Franzosen können nicht folgen, es sei denn, sie erklären der Bretagne den Krieg. Letzteres erachten wir als unwahrscheinlich, würde Bretagne doch dann in unsere Hände getrieben und könnte sich auf unsere Seite schlagen. Auch der zweite Diplomat macht die Reise nicht ohne Erfolgserlebnis. Navarra stimmt schnell einem Bündnis zu, wenn sie auch neutral im aktuellen Krieg bleiben möchten. Wir jedenfalls erfüllen dadurch sogleich unsere Mission und 10 Prestige und 25 Diplomatische Macht sind die Folge.
Die ersten Marschbefehle für die Festlandtruppen werden gegeben. Navarra ist das Ziel, die am Ärmelkanal stationierte Armee wählt den Weg über die Bretagne. Es gilt unsere Truppen zuerst einmal aus der Gefahrenzone zu bringen. Unsere Strategie sieht vor, weitere Regimenter von der Insel auf das Festland zu verschiffen. Bei allem Verständnis für unseren King Henry - zur Erinnerung er hat überall den Wert NULL - und seinem Wunsch die Franzosen zu schlagen, stehen die Vorzeichen doch eher schlecht. In der Provinz Labourd kommt es zu einer ersten kleinen Schlacht.
Die Schlacht wird siegreich geschlagen. Ein gutes Omen? Der unterlegene Gegner wird komplett aufgerieben, Foix verliert das komplette stehende Heer.
An der heimischen Oxford Universität werden derweil neue, vor allem junge und kräftige Buben für das Heer angeworben. Die Engländer stehen hinter den Bemühungen der Pappnase.
Nach und nach werden weitere Schlachten ausgefochten. Unser tapfer kämpfender Verbündete Portugal wirft seinen Mannen ebenso in die Schlacht, wie unsere drei Generäle.
Der übertölpelte Franzose führt eine große Armee aus dem Hinterland heran um die Portugiesischen Unterstützer vernichtend zu schlagen. Mittlerweile ist aber auch unsere Verstärkung von der Insel eingetroffen. Zu einer starken Armee zusammengeführt eilen die Männer unter General
Richard Plantagenet (Wikipedia) dem Verbündeten zur Hilfe.
Während die Schlacht um Languedoc tobt, drohen Rebellen im heimischen Glamorgan aufzubegehren. Mit zusammengebissenen Zähnen stimmen wir einer Steuersenkung zu, was unsere Kriegskasse weiter schmelzen lässt.
Die wichtige Nachricht kurz darauf kommt von den Schlachtfeldern Frankreichs. Die Schlacht um Languedoc ist siegreich verlaufen, knapp 10.000 Männer sind auf der Gegenseite gefallen. Aber auch wir haben rund 8.000 Tote zu beklagen. So langsam zehren die zahlreichen Scharmützel an unserer Substanz. Unterdessen bringt die zweite Streitmacht der Franzosenund ihrer Partner Caux zu Fall. Wir verlieren die erste Provinz auf dem Festland. Ein weiteres Omen? nun ein Schlechtes?
Keineswegs, die arg dezimierten Regimenter werden neu formiert und zusammengelegt. Wieder erstarkt beschließen wir die Belagerung von Poitou anzugehen. In dieser einzigen wirklich französischen Provinz am Atlantik liegt die kleine Flotte des Gegners vor Anker. Sollte unsere Belagerung erfolgreich sein, so müssen diese auslaufen und würden von unserer Armada vor dem Hafen gebührend in Empfang genommen. Erst einmal gilt es jedoch eine weitere richtungsweisende Schlacht zu gewinnen.
Zwischendurch erreichen uns unschöne Nachrichten, Navarra und Bündnispartner, wenn auch nicht in diesem hundertjährigen Krieg, wird ihrerseits in einen Krieg verwickelt. Schweren Herzens müssen wir unser Bündnis brechen und verlieren somit einiges an Prestige und Ansehen.
Unterdessen belagern wir fleißig Poitou und wenn keine weiteren Truppen aus dem Hinterland uns überraschen, so geht unsere Strategie hinsichtlich der Flotte Frankreichs auf. Diplomatisch kommt uns die Bretagne entgegen. Zwar haben wir direkt keinen Nutzen von deren Kriegserklärung gegen die Provence, doch muss sich von heute an der französische Verbündete mit zwei, nein drei Gegner herumschlagen. Ein kleines Land wie die Provence ist dazu (hoffentlich) nicht in der Lage.
Nach gut einem Jahr, genau 377 Tagen bBelagerung fällt dann schließlich Poitou und die Flotte Frankreichs fährt uns in die Arme.

Leider gelingt es uns nicht eines der gegnerischen Schiffe zu versenken, oder zu kapern. Und das obwohl wir mit 45 zu 9 Schiffen eine deutliche Überzahl stellen.

Frankreich ist unterdessen nicht untätig gewesen und hat drei englische Provinzen erobert. Dem gegenüber steht aktuell nur Poitou. Trotz zahlreicher Schlachten, welche überwiegen siegreich gestaltet werden konnten, liegen wir in diesem Krieg in der in der öffentlichen Wahrnehmung zurück. Das liegt daran, das wir weit von unserem eigentlichen Kriegszeil, der Eroberung der französischen Hauptstadt entfernt sind (-14%). So werden wir am Ende nie siegreich aus dem Krieg hervorgehen. Wir setzen deshalb alles auf eine Karte und besetzen die Hauptstadtprovinz Isle-de-France. Mit ein wenig Glück beenden wir unsere Belagerung bevor der Gegner unser Vorhaben schnallt und sämtliche Truppen in eine Entscheidungsschlacht führt.
Am 11. Februar 1448 fällt die Hauptstadt und wir nutzen die Gelegenheit und ein nun positiver Kriegsscore von +15% lässt das Pendel zu unseren Gunsten ausschlagen. Außerdem halten wir diese Art von kraftraubender und männerzehrender Kriegsführung nicht mehr lange durch. Das glauben auch die Franzosen erkannt zu haben, denn sie stimmen lediglich einer Zahlung von symbolischen 30 Dukaten zu. Für diese lächerliche Summe hätten wir eigentlich keinen Krieg führen müssen, aber wer wagt es unseren Henry hierfür zur Rechenschaft zu ziehen.
So endet also der hundertjährige Krieg einige Jahre vor dem historisch korrekten Datum
Hundred Years’ War (Wikipedia]. Auch sind wir ein wenig stolz, das wir nicht die historische Niederlage erlitten haben, wenngleich wir auch nicht von einem Sieg sprechen dürfen. Ich denke aber mit diesem Patt können wir ganz gut leben...