Die 37. Dynastie
Graf Dedi I. von Wettin gelang es am 01. Dezember 1066 seine Erbansprüche auf die Markgrafschaft Meißen über Ansprüche seiner Mutter Mathilda von Meißen (993-1030) durchzusetzen.
Zum Dank verhielt er sich gegenüber dem Kaiser stets loyal und freundschaftlich. Nicht zuletzt um die von Weimarer abzuwehren. Ein sehr mächtiges Geschlecht mit sehr viel Potential.
Am 29. November 1067 schied Dedis Frau Oda (1011-1067) dahin. Ein wohlkalkulierter Mord um sich standesgemäß wieder verheiraten zu können.
Unglücklicherweise verstarb Dedi I. überraschend am 10. März 1068. Sein Sohn Dedi II. folgte ihm nach.
Die Kinder von Dedi I.:
Friedrich (*1037-), BISCHOF von Münster
Dedi II. (*1040-), Markgraf von Meißen, GRAF der Lausitz (seit 13.02.1067)
Adelheid (*1032-), mit Herzog von Österreich verheiratet, Chefspionin im Hzg. Österreich
Dedi II. wurde über Erbansprüche seiner Frau Ute von Venis (1074-17.02.1106) in Kriege in der Dauphine hineingezogen und konnte letztenendes die Ansprüche seiner Frau erfolgreich durchsetzen und erlangte für sich selbst am 29.08.1073 die Herzogswürde der Dauphine. Dedi war nach dem Kaiser nun der siebentmächtigste Mann im Reich.
Für sein gottgefälligen Lebenswandel wurde ihm am 18.05.1075 die Ehre zuteil Papstkontrolleur zu werden. Nach einigen Exkommunizierungen (u.a. Herzog von Sachsen und Braunschweig, sowie die komplette polnische Erbfolge) musste er diese ehrenvolle Aufgabe jedoch wieder abgeben. Um keinen Skandal herbeizubeschwören blieben die von ihm angeordneten Exkommunizierungen weiterhin gültig. Dedi war nun der drittmächtigste Fürst im Reich.
Als im Frühjahr 1078 ein Kreuzzug zur Befreiung Jerusalems ausgerufen wurde, nahm Dedi auf eigene Rechnung teil. Ägypten war hoffnungslos überfordert und so gelang es dem osterländischen Herrscher sich am 04. September 1078 in Einvernehmen mit dem König von Ägypten zum Herzog von Transjordanien ausrufen zulassen. Eine enorme Leistung, die Dedi in den Augen der Kurfürsten zum nächsten Kaiser qualifizierte. Doch schon im Jahr 1080 gelang es dem in der Heimat gebliebenem Sohn des Kaisers sich als Thronfolger bei den Kurfürsten durchzusetzen.
In den Jahren 1086 und 1087 führte der siegreich heimgekehrte Dedi im Namen des Kaisers Feldzüge gegen illoyale und rebellische Herzöge an. Dies brachte ihm am 24. April 1086 und am 24. Dezember 1087 die Titel Herzog von Franken bzw. Ferrara ein. Von nun an sollte Dedi seine führende Stellung im Reich nicht mehr verlieren.
Im Frühjahr des Jahres 1091 brach Dedi den seit beinahe 13 Jahren bestehenden Frieden mit Ägypten und griff erneut an. Am 22. August 1091 wurde er zum Herzog von Jaffa-Askalon und am 27. August 1092 zum Herzog von Jerusalem ernannt. Dedi war auf dem Höhepunkt seiner Macht angelangt. Am 27. November 1092 gelangte er durch Niederwerfung des rebellischen Herzogs von Geldern auch an dessen Titel.
Am 19. Februar 1096 verstarb Markgraf Dedi II. im Alter von 56 Jahren. Seine Ambitionen auf die Kaiserwürde konnte er nicht mehr verwirklichen.
Die Kinder von Dedi II.:
Eberhard (*27.08.1068-), Markgraf von Meißen, zuvor Verwalter in Leiningen
Engelbrecht (*07.01.1069-), Kanzler in Meißen, Breisgau, Petra und Jerusalem
Markward (*14.11.1072-), Marschall in Albret
Gerberga (*23.10.1067-) GRÄFIN der Lausitz (seit 10.03.1067)
Hildegard (*06.09.1070-), Kanzlerin in Sambia
Berta (*25.09.1071-), GRÄFIN von Bologna (seit 18.02.1082)
Alberade (*10.01.1075-), GRÄFIN von Oppeln (seit 09.03.1082) + Kalisch (seit 26.02.1094)
2 Totgeburten (28.11.1069 und 22.03.1080)
Bastarde:
Gerlach (21.01.1092-07.07.1092)
Mit Eberhards Thronbesteigung begann eine neue Zeit am meißenischen Hof. Er ließ im Laufe der Zeit fünf neugeborene Söhne der beiden polnischen Könige Boleslaw und Leszek Piast vergiften. Damit und mit den Exkommunizierungen Dedis würde die polnische Krone an die Kinder deren Töchter fallen. Eberhard verheiratete seinen Sohn Heinrich (*07.09.1073) am 02.07.1102 mit Pechna Piast und heiratete selbst am 20.12.1104 Salomea Piast. Eberhards Bruder Engelbrecht heiratete am 16.01.1104 Krystyna Piast. Sie, Salomea und Pechna waren Schwestern. Zuvor war Engelbrecht mit Lucia Piast verheiratet, der Tante der drei Schwestern.
Die polnische Krone war nun für das Haus Wettin gesichert und die einzige Frage war, welcher der drei die Nebenlinie Wettin-Piast begründen würde.
Ab dem Sommer 1102 beteiligte sich der Markgraf von Meißen zum dritten Mal am Kreuzzug gegen Ägypten.
Am 16. April 1108 verstarb Kaiser Godfried d'Ardennes. Die Kurfürsten wählten Eberhard von Wettin zum neuen Kaiser. Gleichzeitig ernannte der Kirchenstaat ihn zum neuen Papstkontrolleur. Zu diesem Zeitpunkt befand sich das Reich zu großem Unglück der Familie Wettin im Krieg gegen Polen. Konnten sich die Wettiner bis dato diesem Krieg verweigern, so mussten sie sich nun dem Druck der Reichsfürsten beugen und gegen Polen Krieg führen. Da die polnische Krondomäne bereits vollständig besetzt war, verlangte Eberhard die polnische Krone für sich und bekam sie am 21. April 1108. Zumindest entstand so keine neue Nebenlinie der Wettiner und aus Sicht der Polen blieb die Krone ohnehin in der Familie.
Nachdem nun die polnischen und die deutschen Gebiete Preußens in einer Hand regiert wurden, schuf Eberhard für sich den Titel „König von Preußen“.
Vom Sieg verwöhnt konnte sich Kaiser Eberhard am 30. Mai 1108 auch zum König von Ägypten krönen lassen.
Mit diesen Tagen begann das große Zerwürfnis mit dem deutschen Hochadel. Eberhard verfiel einer ungeahnten zügellosen Dekadenz, titulierte sich ab Mitte Juni gar selbst als Pharao von Ägypten und versuchte das Reich in eine Erbmonarchie umzuwandeln. Da die römischen Kaiser bis 313 AD auch Pharao von Ägypten waren, war es nach Sicht Eberhards nur selbstverständlich nach der Rückeroberung Ägyptens damit fortzufahren. Nach der Severer-Dynastie war die Wettiner-Dynastie nun die 37. Pharaonendynastie in Ägypten.
Nach jahrelangem Kleinkrieg und diplomatischem Säbelrasseln musste der Kaiser jedoch einsehen, dass er und sein Erbplan am heftigen Widerstand der Reichsfürsten gescheitert sind. Er beschloß seine Hausmacht noch zu seinen Lebzeiten unter seinen Söhnen für den Fall aufzuteilen, dass man ihn stürzt und seine Ländereien einzieht. Mit diesem Schritt entzog er zugleich Ägypten und das Heilige Land dem Zugriff und den Gesetzen des Reiches.
Am 01. März 1110 wurde die Teilung von Dresden unterzeichnet:
Eberhards erstgeborener Sohn Heinrich (*07.09.1083) erhielt Jerusalem, Ägypten, Preußen und Polen. Der zweitgeborene Sohn Johann (*13.03.1090), erhielt bis auf Nassau und Treviso alle Ländereien im HRR und wurde zum Herzog von Pisa, Brabant und Hochburgund ernannt, nach dem er am 16. Mai 1108 bereits Tirol erhielt. Der jüngste Sohn Rudolf (*1109) wurde nicht berücksichtigt. Die Herzogtümer Geldern, Dauphine und Franken sollten fürs erste Ägypten unterstehen. Wenn Johanns Wahl zum Kaiser gefährdet sein sollte, dann würden diese Herzogtümer an Johann übergeben werden. Bei Rudolfs Volljährigkeit sollte zudem geprüft werden ihm die Herzogtümer zu übertragen.
Kaiser Eberhard blieben nur die Grafschaften Treviso und Nassau mit der Reichshauptstadt Nassau (seit Kaiser Heinrich von Franken). Heinrich nannte sich fortan Pharao und Johann bemühte sich nach seinem Vater zum Kaiser gewählt zu werden.
===
Europa im Jahr 1110:

Mit Ausnahme von Irland ist alles dunkelgrüne unser Staat Ägypten.
Die Kumanen (dunkelrot) dominieren Osteuropa und die Rurikovichs (hellgrün und gelb) sind ziemlich kraftlos.
Byzanz droht eine verheerende Niederlage gegen die Seldschuken.
Der Kirchenstaat (hellblau) erwarb Besitz in Nordsardinien.
Venedig (rot) hat Besitz in Sizilien.
Pink in Tunesien sind die Ziriden, pink in Iberien ist das christliche Herzogtum Badajoz.
Durch einen Fehler bei der Dresdner Teilung hat auch das HRRDN noch vier Provinzen im Heiligen Land.
Das sehr dunkle gelb im Baltikum und Osteuropa ist der Schwertbrüderorden. Der Deutsche Orden ist das violette in Kurland.
Irgendwann vor 1096 erbte oder eroberte der dänische König England. Ein etwaiger Erbanfall ist allerdings nicht mehr nachzuvollziehen. Auch in Finnland ist Dänemark sehr stark vertreten und hat wie auch Norwegen im Nahen Osten zwei Provinzen.

Während der Kreuzzüge gelang es dem muslimischen Ägypten kurzzeitig Gebiete in der Bretagne zu erobern und das Emirat Edessa errichtete ein Scheichtum in Stettin.
[So weit im Norden haben wir übrigens noch nie zuvor ein Scheichtum gesehen.]

Der Stammbaum unserer Dynastie bis 1110:

===
Weiß einer der Regenten, wie man seinen Primärtitel ändern kann? Leider ist der Jerusalem, sollte aber Ägypten sein.
















































































































































































