Schlechte Umfragewerte, Zweifel an seinem Gesundheitszustand und die katastrophale Präsidentschaft George W. Bush's führten zu dem Ergebnis das Experten und Analysten einen Sieg Barack H. Obamas (D-IL) für unumgänglich hielten.
Dies sollte sich nach den Plänen der McCain Kampagne mit der Wahl Sarah Palins (R-AK), der jungen Gouverneurin Alaskas, zur Vize-Präsidentschaftskandidatin der GOP ändern.
Am 29. August 2008 präsentierte Sen. John McCain (R-AZ) seine "running mate" in Dayton, Ohio. Doch der erwartete Befreiungsschlag blieb erst einmal aus.
Liberale Journalisten und Blogger begannen im Dreck zu wühlen und mit allem nach der jungen und konservativen Palin zu werfen das sie finden konnten.
Nach einer Woche der Euphorie in der GOP machte sich langsam Skepsis breit ob Sarah Palin (R-AL) wirklich die ideale Vize-Präsidentin abgeben würde.
Für Barack H. Obama (D-IL) schien die Präsidentschaft zum Greifen nahe zu sein.
Doch nach einer dynamischen und kämpferischen Rede der Vize-Präsidentschaftskandidatin bei der Republican National Convention, die die Basis der GOP aus ihrer Lethargie erweckte, begann sich das Blatt langsam zu wenden.
Das ticket McCain/Palin gewann in den Umfragen immer weiter an Boden.
Am Vorabend der Wahlen gab es in dem Umfragen keinen klaren Favoriten.
Der Kampf McCain/Palin vs. Obama/Biden um den Einzug in das Weiße Haus war völlig offen.
Umso erstaunter waren Analysten als sich im Laufe des Abends ein klarer Sieg McCains immer deutlicher abzeichnete. Vor allem die Niederlage in den wichtigen Staaten Florida, Ohio und Michigan brachen Barack H. Obama das Genick.

Die Präsidentschaft McCains zeichnete sich durch eben jene Eigenschaft aus die er auch als vormaliger Senator Arizonas bewiesen hatte: Die Eigenschaft über Parteigrenzen hinaus zu denken und zu arbeiten.
Seine Vizepräsidentin, die erste Frau die dieses Amt bekleidete, erwies sich in den Jahren seiner Präsidentschaft als fähige Politikerin und Stütze für seine Präsidentschaft.
Im Jahre 2009 gelang es dem 44. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika die heimische Wirtschaft wieder zu stabilisieren. Außenpolitisch arbeiteten Vereinigten Staaten, angetrieben durch Sarah Palin, vor allem daran dem "Schurkenstaat" Iran endlich den lang ersehnten Regimewechsel zu bringen. Das Ergebnis war ein blutiger Machtkampf zwischen Oppositionellen und Regimeanhängern der über Jahre hinweg schwelen sollte, das iranische Regime insgesamt jedoch erheblich destabilisierte.
Im Jahr 2010 zog die amerikanische Wirtschaft wieder an und John McCain präsentierte dem Kongress einen ausgeglichenen Haushalt. Die Ausgaben für Verteidigung wurden daran erheblich angezogen um in Afghanistan auf militärischem Weg die Entscheidung herbei zu zwingen.
Bei den Zwischenwahlen gewannen die Republikaner im Senat eine bemerkenswerte Anzahl an Sitzen - entgegen dem üblichen Trend bei Zwischenwahlen - so dass es nun 53 zu 47 für die GOP stand.
Im Repräsentantenhaus scheiterten die Republikaner knapp daran die Mehrheit zu erringen. Die Demokraten kamen auf 218 Sitze und die GOP auf 217 Sitze. Nancy Pelosi wurde erneut zum Sprecher gewählt.
2011 war die amerikanische Wirtschaft stärker als jemals zuvor. Die Arbeitslosigkeit befand sich bei 5%, der Haushalt verzeichnete ein dickes Plus und der Dollar stand gut im Kurs.
Außenpolitisch gesehen ereignete sich nicht viel. Nordkorea verfolgte weiter sein Atomwaffenprogramm, im Iran prügelten Regimebefürworter und Regimegegner munter aufeinander ein, im Irak stabilisierte sich die Lage weiterhin und in Afghanistan gelang es den NATO Truppen nicht die Taliban zu besiegen. Diese außenpolitischen Schwächen wurden McCain vor allem von vielen Konservativen vorgeworfen.
In der ersten Hälfte des Jahres 2011 kamen auch langsam die Kandidaten für die Nominierung beider Parteien aus ihren Löchern gekrochen.
John McCain kündigte an für eine zweite Amtszeit kandidieren zu wollen.
Doch dafür musste er in den Vorwahlen gegen Newt Gingrich antreten der sich als einizger Republikaner dafür entschieden hatte gegen den eigenen Präsidenten anzutreten.
Auf der Seite der Demokraten war das Feld der Bewerber um die Nominierung der Präsidentschaftskandidatur ein weites. Drei Bewerbern wurden dabei Chancen eingeräumt.
Allen voran versuchte sich Sen. Hillary Clinton (D-NY) erneut, nachdem sie 2008 nur knapp gegen Sen. Barack H. Obama gescheitert war. Daneben kündigte Sen. Evan Bayh (D-IN) um die Nominierung zu kämpfen.
Der dritte aussichtsreiche Kandidat um die Nominierung der Demokratischen Präsidentschaftskandidatur war Sen. Mark Warner (D-VA).
Am 1. Oktober 2011 wurden die ersten Umfragen veröffentlicht.
Bei den Republikanern lag John McCain klar in Führung wobei seine Schwäche im konservativen Süden der USA nur allzu deutlich war. Falls es Newt Gingrich gelingen sollte die Konservativen um sich zu scharen und sie bei den Vorwahlen zu den Wahlurnen zu treiben wäre John McCain in Schwierigkeiten. Bei den Demokraten lag Hillary Clinton vorn doch auch ihre Schwäche im Süden und ihr nur allzu geringer Vorsprung in vielen Staaten ließ durchaus Zweifel aufkommen ob es dem Mitfavoriten um die Nominerung Mark Warner nicht doch gelingen würde Hillary Clinton die Nominierung vor der Nase wegzuschnappen - wie es Barack H. Obama 2008 getan hatte.
Die Vorwahlen 2012 versprachen nicht weniger spannend zu werden als die Vorwahlen von 2008.


































