Ich liebe es ja mich selbst zu zitieren
Sonic hat geschrieben:Als erstes nehmt ihr das original SH IV Handbuch, öffnet euren Papierkorb und werft besagtes "Handbuch" ganz aber ganz ganz schnell dort hinnein.
Dieses Handbuch enthält kaum bis gar keine relevanten Informationen und vieles was dort drinnen steht ist sogar falsch.
Ladet euch dagegen dieses von Usern für User geschriebene "inoffizielle Handbuch" herunter.
Über 300 Seiten geballte und sehr anschaulich aufgearbeitete Informationen.
http://forums-de.ubi.com/eve/forums/a/t ... 6061084955
Es ist 3-4 mal so umfangreich und erklärt praktisch alles, was man wissen muss. Noch dazu ist es äußerst ansprechend geschrieben.
Ich persönlich halte dieses Buch für ein kleines Meisterwerk.
Zur U-Bootschule...tja...da sieht man leider, dass das Spiel dereinst zu früh auf den Markt geworfen wurde.
Hier wurde schlicht und einfach vergessen, während der einzelnen Übungsmissionen konkrete Anweisungen einzublenden.
Mit dem inoffiziellen Handbuch sollte dies aber kein Problem sein.
Boron hat geschrieben:Testweise griffen wir dann zum Spass mal aufgetaucht mit dem Deckgeschütz an und kurioserweise erhielten wir nur einen leichten Treffer wohingegen wir alle 3 Feindschiffe versenken konnten. Allerdings ist jetzt unser Deckgeschütz bis auf 40 Schuss HE-Munition leergeschossen, d.h. wir müssten mal langsam lernen Torpedos abzuschiessen die wenigstens ab und zu mal was treffen.
Gibt es da in einem Forum oder einer SH-Fanpage ein gutes Tutorial über Torpedoangriffe?
Tja...das ungemoddete Ur-SH IV ist da wirklich etwas zu einfach. Man kann sich im Überwassergefecht mit 3-4 Zerstören gleichzeitig anlegen und sie gemütlich mit dem Deckgeschütz Stück für Stück auseinandernehmen, während sie selbst einen kaum treffen und selbst wenn, die Schäden minimal ausfallen.
Von Realismus ist da kaum noch etwas zu spüren was diesen speziellen Punkt angeht.
Zum Glück gibt es aber ja die fleißige Moddingcommunity, welche hier Abhilfe schafft und das Verhältnis gerade rückt.
Was das frühzeitige Entdecktwerden angeht.
Kriegsschiffen solltet ihr euch immer getaucht nähern.
Lässt die Lage zu eurem Ziel dies nicht zu, weil sie zu weit entfernt sind oder sie schlicht und einfach zu schnell für euch sind und euch getaucht einfach davon fahren, müsst ihr anders vorgehen.
Haltet Abstand zu eurem Ziel.
Soweit, dass ihr gerade noch Fühlung halten könnt.
Geht mit entsprechend großem Abstand auf Parallelkurs und überholt die gegnerischen Schiffe.
Setzt euch vor sie und fahrt einen Vorsprung gegenüber ihrem vorausberechneten Kurs heraus.
Immer den geg. Kurs im Auge behalten und etwaige Kursänderungen mitgehen.
Habt ihr genug Vorsprung herausgefahren, wendet ihr und lauft im 90 Gradwinkel auf den Kurs eurer Ziele zu.
Hier stoppt ihr nun, geht auf Tauchstation und lasst den Gegner kommen.
Ihr müsst jetzt, da er näher kommt nur noch kleine Korrekturen vornehmen, um in ideale Schussposition zu kommen.
Idealerweise läuft man also nicht selbst direkt in den Gegner hinein, sondern lässt ihn auf sich selbst zukommen.
So kann man sich relativ unbemerkt in eine gegnerische Schiffsansammlung "durchsacken" lassen.
In der Nähe des Gegners (zumindest bei Kriegsschiffen) nur langsame Fahrstufen wählen...idealerweise auf Schleichfahrt gehen.
Je schneller ihr lauft, desto lauter euer Schraubengeräusch, desto leichter werdet ihr entdeckt.
Keine Reparaturen oder Torpedonachladen in unmittelbarer Feindnähe...viel zu laut...Schleichfahrt unterbindet dies.
Lasst euer Sehrohr so lange als möglich eingefahren.
Beobachtet das Näherkommen über das Hydrophon (wenn auch ungenauer als direkter Sichtkontakt).
Das Sehrohr erst für den eigentlichen Torpedoangriff ausfahren bzw. kurz umschauen und schnell wieder einziehen.
Eure Torpedos solltet ihr auf möglichst kurze Distanz abfeuern.
500, 600, 700 Meter sind ideal.
Je höher die Entfernung, desto wahrscheinlicher ein Entdecktwerden der anlaufenden Torpedos und ein entsprechendes Ausweichmanöver.
Gegen Blindgänger und Rohrkrepierer ist man allerdings nie gefeit.
Achtet auf eure Torpedoeinstellungen.
Stimmt die Lauftiefe. Ist sie zu tief eingestellt, läuft der Aal möglicherweise einfach unter dem Ziel durch.
Nutzt ihr Aufschlagszünder oder Magnetzünder. Die Magnetzünder sind zu Anfang äußerst unzuverlässig.
Schraubt, wenn der entsprechende geladene Torpedotyp dies zulässt die Laufgeschwindigkeit nach oben.
Der Mark 12, den ihr höchstwahrscheinlich augenblicklich geladen haben dürftet (es sei denn ihr seid mit einem S-Klasse Boot unterwegs...die haben noch die MK 10) ist standardmässig nur auf 30 Knoten eingestellt. Das kann, wenn ich mich recht entsinne auf bis zu 44 Knoten erhöht werden.
Die max. Reichweite verringert sich dann zwar, da ihr aber ohnehin auf möglichst kurze Distanz angreifen solltet, dürfte dies kein Problem darstellen.
Höhere Geschwindigkeit = kürzere Laufzeit zum Ziel = weniger Reaktionszeit beim Gegner für Ausweichmanöver = höhere Trefferchance.
Nutzt batteriebetriebene Torpedos. Diese hinterlassen keine verräterische Blasenspur und werden so nicht so leicht entdeckt.
Verschiebt Angriffe in die Abend- oder Nachtstunden.
In der Dunkelheit haben es die gegnerischen Mannschaften schwerer euch bzw. die anlaufenden Torpedos zu erkennen.
Wenn ihr euch nach einem Angriff zurückzieht und Kriegsschiffe euch auf den Fersen sind, entfernt euch immer auf Tauchfahrt.
Taucht unter die Thermalschicht ab.
Der Übergang zwischen kalten und wärmeren Wasserschichten hat den Effekt, Sonarpeilungen zu erschweren, da die ausgehenden bzw. vom eigenen Boot reflektierten Schallimpulse sich an der Thermalschicht brechen und zerstreuen.
Wechselt immer wieder die Tauchtiefen, insbesondere, wenn die Waboangriffe recht dicht sitzen.
Das erschwert es dem Gegner sich allzu leicht "einzuwerfen".
Bleibt aber in jedem Fall in größerer Tiefe.
Nutzt Schleichfahrt...vermeidet unnötigen Lärm...keine Reparaturen, kein Nachladen.
Seid ihr im Kielwasser eures Gegners, könnt ihr kurzzeitig auf äußerste Kraft gehen, da das eigene Schraubengeräusch das suchende Schiff nach achtern taub macht.
Wirft der Gegner Wasserbomben ist ebenfalls AK angesagt. Die Detonationen übertönen euer Schraubengeräusch bei weitem.
Fahrt nicht stur geradeaus. Das macht euch sonst zu leicht berechenbar.
Wechselt in kurzen Abständen (ruhig alle paar hundert Meter oder bei Näherkommen eines Gegners/Sonar im Auge behalten) euren Kurs.
Fahrt einen Zickzackkurs...ein Stück nach Backbord...ein Stück voll voraus...ein Haken nach Steurbord und wieder ein Schlenker zurück nach Backbord...mal ein paar Strich mehr, mal ein paar weniger...es soll planlos wirken und doch immer mit dem festen Ziel dahinter Stück für Stück wegzukommen und sich abzusetzen.