Tagebuch des strategischen U-Bootkommandos 07.12.1941
Nun geht es also los ! Schon lange lag ein Konflikt mit den USA und seinen Verbündeten im Raum und nun wurde vor 12 Tagen dieses Kommando gegründet und der Befehl erteilt, ab dem heutigen Tag die Feindseligkeiten gegen die USA und ihre Verbündeten zu eröffnen.
Um eine möglichst effiziente Organisation zu gewährleisten, wird die japanische U-Bootwaffe zunächst wie folgt in 4 U-Flotten aufgeteilt :
Die 1. U-Flotte (Basis Nagasaki) wird in der ersten Phase des Krieges gegen alliierte Kräftegruppen im Chinesischen Meer und um die Philippinen herum dienen und sobald die Kämpfe dort abgeschlossen sind nur noch für die Ausbildung neuer Boote verantwortlich sein. Wir erwarten daher, dass das japanische Zentralkommando neu eintreffende U-Boote ohne ohne großen bürokratischen Aufwand ohne Nachfrage nach Nagasaki überführt.
Dieser U-Flotte sind zunächst 2 Boote der RO Klasse und 4 Boote der IB Klasse unterstellt, die um die Philippinen herum operieren werden. (ein Hinweis : als IB werden zukünftig die Boote der I-Klassen bezeichnet, die eine Seeausdauer von kleiner 15000 haben, Boote mit größerer Seeausdauer werden als IA bezeichnet – bei den Booten der RO Klassen handelt es sich um Mittelstreckenboote mit einer Seeausdauer kleiner 10000).
Die 2.U-Flotte (Basis Saigon) wird für den Bereich der niederländischen Kolonien und den Indischen Ozean verantwortlich sein.
Diese U-Flotte verfügt über 12 Boote der IB Klasse. Diese werden in der Straße von Malacca sowie um die niederländischen Kolonien herum eingesetzt werden. Idealerweise würde ich dieser Flotte gerne noch ca. 4 Boote vom Typ IA unterstellen, um damit westlich Australien und um Indien herum operieren zu können, aber derzeit sind hierfür noch keine Boote frei.
Die 3. U-Flotte (Basis Truk) wird für den Südpazifik verantwortlich sein.
Dieser Flotte sind 7 Boote vom Typ RO und 8 Boote vom Tpy IB unterstellt, die derzeit noch im Zentralpazifik und vor Pearl Harbor stehen. Alle Boote werden aber zunächst nach Truk zurückgerufen, um hier aufgetankt zu werden um dann zunächst vor der Nordküste Australiens und südlich Neu Guineas zu operieren.
Die 4. U-Flotte (Basis Kwajalein) wird für den Zentralpazifik und den Krieg gegen die allierten Zufahrtswege in dieses Gebiet und nach Australien verantwortlich sein.
Diese U-Flotte umfasst den Stolz der japanischen Marine in Form von 22 Booten des Typs IA. Außer einem einzelnen Boot im südöstlichen Pazifik stehen diese Boote derzeit alle mehr oder minder nah an Pearl Harbor und werden entweder dort bleiben, oder als Dreier- bzw. Vierersuchstreifen vor den Inseln Midway, Johnston Island und Palmyra platziert. Zwei Boote marschieren in die Gegend südlich der Christmasinseln, um einen ersten Versuch zu unternehmen, die alliierten Versorgungslinien zu finden und anzugreifen.
Insgesamt stehen der japanischen U-Bootwaffe also 57 Boote zur Verfügung : 22 x IA, 24 x IB und 11 x RO
Generell gilt es zu sagen, dass die Männer der U-Bootflotte beunruhigt sind. Seit 20 Jahren war es japanische Doktrin, dass die U-Boote gemeinsam mit der Flotte operieren sollten und für genau diesen Zweck wurden die Boote konzipiert und gebaut. Dass nun diese Doktrin angesichts der Erfolge deutscher U-Boote im Atlantik umgestellt wurde, ist in den Augen vieler sehr bedenklich. Werden unsere Boote in der Lage sein, auch in der freien Jagd gegen beliebige Ziele in den Wasserwüsten des Pazifiks, erfolgreich zu sein ? Die Zeit wird es weisen !
Arbeitspapiere aus dem Büro des Befehlshabers Zentral- und Südpazifik vom 07.12.1941
Das Oberkommando der vereinigten Streitkräfte in Tokyo hat uns mit Wirkung des heutigen Tages ermächtigt, die japanische Expansion im Zentral- und Südpazifik zu koordinieren. Auch wenn die Zeit der Vorbereitung kurz war und wir auch noch nicht über die Ressourcen verfügen, die wir uns für die Erfüllung unserer Aufgabe wünschen, sind wir guten Mutes, die Alliierten aus unserem Operationsgebiet vertreiben zu können und auch zumindest mittelfristig dafür zu sorgen, dass dies unter japanischer Kontrolle bleibt.
Naturgemäß sind unsere Streitkräfte zunächst sehr zerstreut und so werden wir unsere Befehle Basis für Basis geben müssen.
Am nördlichen Rand unseres Kompetenzbereichs, auf der Insel Bonin, wartet ein Verband aus 4 schweren Kreuzern und 5 modernen Zerstörern auf seine Befehle. Ebenfalls bei Bonin liegt ein Truppengeleitzug, der mit der South Sea Det. beladen ist. Mit diesen kombinierten Streitkräften wird der Versuch unternommen werden, die Insel Guam weiter südlich zu erobern, die sich wie ein Stachel im Fleisch der japanisch dominierten Inselwelt befindet.
Im Osten unseres Befehlsbereiches liegt die Basis Kwajalein, bei der sich derzeit ein Truppenkonvoi beladen mit der 51. Naval Guard befindet. Dieser Geleitzug wird versuchen, die strategisch extrem wichtige Insel Tarawa zu erobern. Gleichzeitig wird mit der Zusammenstellung und Beladung eines weiteren Truppengeleitzugs begonnen, der die Insel Makin nördlich Tarawas mit Hilfe der 53. Naval Guards erobern soll. Ein weiterer Geleitzug mit der 52. Naval Guard wird mit dem Angriff auf Apamama die Eroberung der Gilbert Inseln vervollständigen. Ein vierter Geleitzug, beladen mit der kleinen 6. SLF wird einen Angriff gegen die südlich Kwajalein gelegene Insel Nauru fahren.
Hier nun eine Übersichtskarte der Inselwelt südlich Kwajalein :
In unserer Zentralbasis auf Truk werden insgesamt 5 kleine Geleitzüge zusammengestellt und mit jeweils einer Infanterieeinheit in Marsch gesetzt. Hierbei greifen die Maizure 1. SNLF, die 4 NLF und die 8. NLF Rabaul an, die 24. NLF geht nach Kavieng und die 66. Naval Guard nach Lae auf Neuguinea.
Hier eine Karte des Bismarckarchipels :
Somit peilen wir in unserem Befehlsbereich an, in der ersten Welle nicht weniger als 8 feindliche Basen zu besetzen. Mögen die Götter mit uns sein !
Anforderungen an das japanische Oberkommando :
Da sich in unserem Kommandobereich kaum Flotteneinheiten befinden, bitten wir um die Zustellung einiger moderner Zerstörer, einiger weiterer schwerer Kreuzer, mindestens 2 Schlachtschiffe / Sclachtkreuzer sowie einer Flugzeugträgerkampfgruppe mit mindestens 2 Trägern, um unsere weiteren Operationen gegen alliierte Übergriffe absichern zu können.
Weiterhin werden dringend Infanterieeinheiten benötigt – zum einen kleinere Einheiten als Besatzung der diversen Inseln und zum zweiten kampfstarke Infanteriedivisionen für kommende Offensivaktionen.
Ganz dringend benötigt werden ebenfalls Pioniereinheiten, um die gemachten Eroberungen auch ausbauen zu können. Erst wenn hier Vorarbeiten geleistet wurden, wird es nötig sein, an einen Ausbau der Luftwaffe im Zentral- und Südpazifik zu denken.
Wir bitten umgehend um Ihre Stellungnahme !