Kapitel 2 – Die ersten Jahre
Um militärische Stärke zu demonstrieren förderte der Monarch die Moral der Streitkräfte (Slider: Landmacht +1) und schloss eine Staatsehe mit unseren verbündeten Polen (6.1.1419).
Die Stabilität wurde leider auf +1 dabei reduziert.
Zur Förderung der Militärtechnologie wurde das Staatseinkommen und die Handelsförderung reduziert und das Schiffsbauforschungsprogramm nahezu ganz eingestellt.
Krieg im Norden
Wie nützlich die eingeleiteten Maßnahmen waren, zeigte sich schon am 19. April 1419, als unser Verbündeter, der Herrscher von Polen, seine Gebietsforderungen an Preussen stellte und auf deren Weigerung den Krieg erklärte. Da unser Herrscher ein Mann ist, der zu seinem Wort steht, trat unser Land auch in den Kampf ein, um unseren Vorvätern Ehre zu machen.
Da Preussen aber kein Einzelkämpfer ist, befinden sich die polnische und unsere litauische Nation jetzt im Krieg mit einer großen norddeutschen Allianz aus Preussen, Mecklenburg, Pommern, Bremen, Holstein und Deutscher Orden (DO).
In Zusammenarbeit von Geheimdienstlern und Statistikern haben unsere Generäle folgenden Vergleich zu den Truppenstärken aufgestellt:
Polen: 58.000 Mann
Litauen: 65.000 Mann
gegen
Deutscher Orden: 18.000 Mann + X (X steht für Truppen in nicht einsehbaren Provinzen)
Preussen: 8.000 Mann + X
Pommern: 2.000 Mann + X
Mecklenburg: X
Holstein: X
Bremen: X
Bei den Schätzungen sprechen unsere militärischen Analytiker von zusätzlichen Truppen in:
DO: +6.000 Mann
Preussen: +4.000 Mann
Pommern: +10.000 Mann
Mecklenburg: + 20.000 Mann
Holstein: +15.000 Mann
Bremen: +15.000 Mann
Damit ergeben sich zu Kriegsbeginn folgende Stärkenvergleiche:
Eigene und verbündete Truppen: 123.000 Mann
Gegnerische Truppen: 98.000 Mann
Auf dem Papier sind wir also leicht überlegen, doch wie es strategisch aussieht, das wird erst die Zeit zeigen. Man denke nur an General Winter, der sowohl in Litauen als auch im DO mitunter fleißig mitkämpft…
Operation Adlersturz
Unser großer Monarch proklamiert den „Kampf der Zivilisation gegen die wilden Horden der Hanse“.
Nach tagelangem Wühlen in verstaubten Schubladen findet sich der Schlachtplan zur Operation Adlersturz wieder, der in vergangenen Jahren mit dem Oberkommando der polnischen Armee ausgetüftelt wurde. Dieser besagt, dass Polen sich um Preussen und dessen westliche Verbündeten kümmert, während die litauischen Truppen auf das reiche Handelszentrum in Kurland vorrücken und diesen auch von Truppennachschub abschneidet.
Die Kriegsziele, welche unser Monarch im Schlaf murmelte, wurden wie folgt genannt:
1. Sieg mit allen Mitteln
2. Entreißung des Handelszentrums Kurland aus den Krallen des DO
Nachdem die 3 litauischen Armeen in die Grenzprovinzen gesandt wurden, erhält unser Herrscher von Eilkurieren aus Skandinavien, dass Schweden sich seit dem 23.Mai 1419 gemeinsam mit Dänemark und Schweden im Krieg gegen den Deutschen Orden und dessen fünf Verbündete befindet. Unser großer Monarch bekommt einen Lachanfall über diesen guten Umstand, der unsere Gegner noch mehr schwächt und befiehlt seinen Truppen, noch schneller auf den Feind vorzurücken, um als erster im Feindesland zu stehen. So hofft er, in den Siegesverhandlungen Provinzen zugesprochen zu bekommen.
Während unsere 3. Armee nach Kurland marschiert, entdecken unsere Spione, dass Preussen doppelt soviel Truppen besitzt wie geschätzt. Mindest 23.000 Mann stehen im Soldbuch des Preussen. Dieser moralische Rückschlag trifft unsere 3. Armee schwer, die sich am 30.5. in Kurland mit 5000 Infantrie und 2600 Kavallerie gegen 2000 preussische Kavalleristen geschlagen geben muss. Unser Monarch schiebt diese Niederlage aber auf die höhere Militärtechnologie des Preussen (2) und fordert unsere Wissenschaftler auf, im Akkord zu arbeiten und unsere Stufe anzugleichen.
Schon seit dem 23.5. wird unsere Hauptstadt Lithuania von 8000 Preussen belagert und ab dem 2.Juni ist auch Welikia dem Dauerfeuer von über 16.000 Mann des DO ausgesetzt.
Ein paar Tage später trifft endlich die 1. Armee (27.000 Mann) unter Führung unseres Monarchen als Entsatz ein. Nach einer Woche harten Kampfes ist die Moral unserer Truppen auf ein Minimum gesunken und der große Feldherr will ein komplettes Auflösen seiner Truppen verhindern und befielt den gesammelten Rückzug nach Tula. 5000 Litauer bleiben auf dem Feld der Ehre. Requiescant in pace!
Weiterhin belagern fast 10.000 Schwertbrüder des DO unsere Stadt Welikia.
Schon einen Tag später greift unsere glorreiche 2. Armee mit 27.000 Mann die 8000 Preussen vor unserer Hauptstadt an. Die Bevölkerung unterstützt unsere Armee dabei nach Leibeskräften.
Mittlerweile haben die über 50.000 Polen gegen 20.000 Preussen gesiegt und belagern deren Hauptstadt Prussia mit einer Festung der Stufe 2.
Am 8. Juli reibt unsere 2. Armee das preussische Korps komplett auf und rückt danach auf Kurland vor, unserem eigentlichen Ziel.
Die einstmals große preussische Armee besteht nur noch auch 4.400 kümmerlichen Hanseln, die in Memel ausharren. Neue Truppen sind aus Preussen nicht zu erwarten, da beide Provinzen zur Zeit mit dem Schiffsbau vollkommen ausgelastet sind. Nun ja, gut für uns!
Am 26.Juli wird Kurland durch unsere 2. Armee mit 24.000 Mann belagert während am 1. August die 1. Armee mit neuen Kräften von Tula aufbricht, um Welikia zu entsetzen.
Im Golf von Riga werden derweil schwedische, dänische und norwegische Kriegsschiffe gesichtet, welche die Häfen von Livland, Kurland, Memel und Prussia blockieren.
Unsere Monarchen trifft fast der Schlag, als er auf seinem Marsch erfährt, dass das Königreich Böhmen sich erdreistet, zum Ketzertum zu konvertieren. Er schwört, dass zu gegebener Zeit dafür eine Strafaktion eingeleitet werden müsse.
Mitte August 1419 erreicht die 1. Armee die belagerte Stadt Welikia im Morgengrauen und sofort lässt Vytautus Didysis seine Mannen angreifen. Die Feinde, die am Abend lange gezecht haben, werden in wenigen Tagen komplett aufgerieben.
Nach diesem Schlachtfest eilen die Truppen nach Livland vor, um dort noch vor dem Winter Kampferfolge zu erzielen.
Unsere Spione vermelden folgende Feindestruppenzahlen:
2.500 Mann des DO in Livland
4.400 Mann der Preussen in Memel
Unterdessen belagert unsere 3. Armee die Stadt Polotsk, die zum DO gehört. Dabei werden die umliegenden Dörfer von den 4.800 Infantristen und 2.550 Kavalleristen geplündert und gebranntschatzt.
Die ruhmreiche 1. Armee unter Führung unseres Monarchen umzingelt in Livland die dort stationierten 2.500 schlecht bewaffneten Truppen des DO und metzelt sie binnen eines tages alle nieder. Anschließend wird Livland belagert. Die Schwertbrüder DO haben nun keine Truppen mehr.
Da unsere Truppenverbände inzwischen auch schon geschrumpft sind durch viele desertierende Feiglinge sowie tapfere Soldaten, die ihr Leben für ihr Vaterland opferten, werden in den nächsten Monaten einige neue Infanterieverbände aufgestellt, die den drei Armeen zugeführt werden. Insgesamt 21.000 junge Männer werden zum Dienst an der Mistgabel ääh … naja, Waffe ausgebildet.
Am 1. November steigt unsere Stabilität auf +2 an.
Mitte November werden die größten Teile der 1. und 2. Armee aus Livland und Kurland zurück gezogen, um der Desertion im Winter vorzubeugen. Nur kleine Belagerungsverbände bleiben zurück.
Im Dezember melden unsere Militärspione folgende Truppenkontingente:
4.400 Mann Preussens in Memel, 1 Schiff Preussens in Prussia, 1 Schiff des DO in Kurland, 1 Schiff und 12.000 Mann Pommerns in Hinterpommern, 11.000 Mann Mecklenburgs in Meck. sowie 8.7000 Mann Holsteins in Hol.
Gegen Ende des Jahres werden 21.000 wilde Pommern im Ansturm auf das verbündete Polen gesichtet. Sie rennen gegen die Mauern von Poznan an.
Am 23. Februar im Jahr des Herrn 1420 erregt ein Grenzstreit mit Moldavien unsere Aufmerksamkeit. Wird es im Süden auch Krieg geben? Doch unser weiser Herrscher schlichtet den Streit und verbessert die Beziehungen zum Nachbarn. Sofort steigt unsere Stabilität aus +3.
Im April will Preussen endlich Frieden schließen, doch es fordert 25 Talente Gold. Also lehnt unser Monarch dieses Ersuchen rigoros ab. Stattdessen schickt er die 2. Armee im Eilmarsch nach Memel, um die letzten preussischen Horden aus den Stiefeln zu schlagen. Die Schlacht beginnt am 12. Mai und endet eine Woche darauf mit der totalen Vernichtung des Gegners. Während der darauf folgenden Belagerung Memels fordert der Preusse 34 Talente Gold für einen Friedensvertrag, was wiederum abgelehnt wird.
Mit Beginn der warmen Junitage erreicht den Hof die gute Kunde, dass die Provinz Polotsk durch die 3. Armee eingenommen und vom Deutschen Orden befreit ist.
Die Nachricht von der wahren Stärke unseres Heeres scheint sich auch bei den Gegnern herum gesprochen zu haben, denn wenige Tage darauf erbitten Holstein sowie Mecklenburg einen Separatfrieden mit Litauen. Da wir unsere Verbündeten jedoch nicht hintergehen, werden die Kuriere mit einer Absage heimgeschickt.
Nun fordert Preussen wieder Frieden und verlangt 50 Talente Gold. Doch es kommt, wie es kommen musste – abgelehnt.
Mitte Juli erreichen neue Truppeneinheiten die Provinz Estland und belagern diese sogleich.
Kurz darauf erklärt Tver dem Fürstentum Novgorod, welches bereits von Moskau und Susdal separat bekriegt wird, die Fehde. Da wir hoffen, Novgorod eines Tages ob seiner zentralen nordöstlichen Lage als Verbündeten zu gewinnen, wird eine Gesandtschaft mit einem persönlichen Geschenk (33 Talente Gold) nach Novgorod geschickt, um dessen Kriegskasse aufzufüllen.
Nach einem halben Jahr nimmt Polen Prussia ein und rückt nach Poznan, welches mittlerweile fast von den Pommern eingenommen ist.
Am 11. Oktober wird Kurland durch unsere 2. Armee eingenommen. Sofort wollen die Gegner Mecklenburg, Holstein, Bremen, Pommern und Preussen einen Separatfrieden mit uns schließen. Da Preussen aber immer noch 25 Talente Gold fordert, lehnt unser Monarch ab – noch.
Bremen und Mecklenburg schicken derweil ihre Fußtruppen durch Pommern nach Osten.
Ende des Monats siegt die polnische Armee gegen die pommerschen Belagerer und Bremer Hilfstruppen vor Poznan.
Polen greift nun Pommern an. Doch die Strategen haben anscheinend zu viel sauren Wein getrunken. Mit 6.000 Mann wird Polen in Hinterpommern von 35.000 Mann der vereinigten Gegnerheere angegriffen und Ende Dezember geschlagen. Da Polen über keine nennenswerten Truppenreserven verfügt, überweist unser Herrscher dem Polen zu Beginn des Jahres des Herrn 1421 den Betrag von 39 Talenten Gold zur Aushebung neuer Rekruten.
Die polnischen Strategen haben ihren Silvesterrausch ausgeschlafen und schaffen es, mit 2.500 Mann gegen 10.000 Pommern in Hinterpommern zu siegen.
Am 16. Februar wird die Freundschaft von Litauen und Novgorod durch eine Staatsehe bekräftigt. Die Feier wird zu einem Freudenfest in unserer Hauptstadt. Wochenlang werden rauschende Feste gefeiert und alle Bewohner dürfen daran teilnehmen. Dieser Trubel wird im März abrupt gestört, als ein Späher der Mecklenburger, der daran inkognito teilnahm, im Rausch ausplauderte, dass ein großes Heer der Mecklenburger im Anmarsch auf unsere Regierungszentrale sei. Sofort setzte eine große Flucht der Einwohner nach Süden ein und die 3. Armee wird in die Hauptstadt geschickt, um den Feind abzufangen. Dies gelingt Mitte März und das feindliche Regiment, das nur aus 4.500 Mann bestand, wird nach 4 Tagen aufgerieben.
Kurz darauf flattern wieder Separatfriedensersuchen ins Haus des Monarchen. Unser Monarch Vytautas Didysis ringt einige Tage mit der Entscheidung und beschließt dann, alle status quo-Verträge einzugehen. Dies will er, damit Litauen sich alleine im Krieg mit Preussen und dem Deutschen Orden befindet, um selbst Provinzen zu beanspruchen. Also wird Separatfrieden mit Holstein, Bremen und Pommern geschlossen.
Lediglich Mecklenburg fordert 25 Talente Gold, was aber abgelehnt wird.
Um den polnischen Herrscher zu besänftigen, immerhin hat er jetzt einen Kriegsgrund gegen Litauen, werden ihm 39 Talente Gold für die Kriegskasse gebracht.
Mit dem Mai kam auch eine schwere Zeit für Litauen. Aufgrund eines Ereignisses musste unser Monarch wählen, ob er lieber die Inflation erhöht, oder die Staatskasse und die Stabilität senkt. Er entschied sich für das Zweite, da er sich noch an eine frühere galoppierende Inflation erinnern konnte. So etwas wollte er nie wieder erleben.
Fortsetzung folgt
gez. Moritz von Sachsen