SALZBURG

Valvasor
Rang 8
Beiträge: 448
Registriert: Fr 09.02.2007, 12:09
VeteranenordenPour le MériteVictoriakreuz+2

SALZBURG

Beitrag von Valvasor »

Hochwürdige Regenten

Ich hoffe, sie gestatten einem aufrichtigen Hofschreibling die kommende Jahre des Salzburger Landes schriftlich wiederzugeben. Dies sollte kein literarisches Werk sein, sondern eine nüchterne, wahrheitsgemäße Schilderung der Ereignisse, so Gott will, Ereignisse, die den Ruhm des unbedeutenden Salzburg mehren werden.

SALZBURG - Schwierigkeitsgrad: Sehr schwierig


MfG

Valvasor
Azmodan

Beitrag von Azmodan »

Auf den alten Erzbischof!
:prost:
Markgraf

Beitrag von Markgraf »

Wir wünschen den "Stierwoschan" viel Glück


Gruß vom Land ob der Enns
Benutzeravatar
Beduries
Rang 17
Beiträge: 5943
Registriert: Mi 22.09.2004, 12:00
Hat sich bedankt: 99 Mal
Danksagung erhalten: 51 Mal
SI-VerdienstordenGroßkreuz des VeteranenordenKonvents-Medaille+2

Beitrag von Beduries »

Auf den AAR, daß er auch zu Ende geführt wird ... ;) :prost:
Valvasor
Rang 8
Beiträge: 448
Registriert: Fr 09.02.2007, 12:09
VeteranenordenPour le MériteVictoriakreuz+2

Beitrag von Valvasor »

1. SIEGMUND I. von REISPERG

Die Stille im Raum war kaum zu ertragen. Wir, Siegmunds wenige Vertrauten wussten, dass etwas wichtiges vorliegt, da er uns alle zusammen zu sich rief. Nach einer Ewigkeit drehte er sich zu mir und sagte mit seiner tiefen Stimme: “Du holst diesen alten, fetten Stabilitäts-Berater auf den Hof. Für das, was wir vor haben, hätten wir zwanzig davon gebraucht, bezahlen kann ich jedoch nur einen.”
Ich nickte. Er sprach zum jungen Philipp: “Du ziehst durchs Lande und heuerst drei Söldner-Reiterregimenter an. Spätestens bis Ende des Jahres.”
Wir holten tief Luft. Es wird Krieg geben. Und als Siegmund verkündete, demnächst werde er einen Diplomaten zu den Habsburgern senden, stockte uns der Atem.
“Ich werde Österreicher um ein Bündnis bitten.” Erleichterung! Und es kann nur eines bedeuten - ‘gen Bayern.

Und weiter sprach er: “Wir müssen diesen Weg gehen. Zu lange sitzen wir schon sowohl im roten wie im blauen Rachen, nur darauf wartend, von einem geschluckt zu werden. Gegen die Roten zu ziehen wäre glatter Selbstmord, aber gegen die Blauen haben wir eine Chance - nur über Überraschungseffekt. Das heißt, wir müssen Bayern den Krieg ohne Kriegsgrund erklären - ja, es stinkt zum Himmel, derart Schande wird für immer auf mir lasten, aber wir haben keine Wahl. Um Söldner zu bezahlen, werde ich ein Darlehen von zweihundert Dukaten aufnehmen. Ich rechne damit, dass wir erst in fünfzehn Jahren in der Lage sein werden, die Summe zu begleichen. Also, lange Zeit wird uns Bankrottschlinge vorgewedelt und Inflation in der Schatzkammer herumschleichen. Innenpolitisch müssen wir alles darauf setzen, unsere Offensive zu fördern. Die Moral unserer Soldaten ist das höchste Gut das wir besitzen. Und nun raus mit euch und an die Arbeit.”

In fünfzehn Jahren sagte er. Ob es dann noch ein selbstständiges Salzburg geben wird? Aber recht hat er! Wir haben keine andere Wahl.



Bild[/img]


Die Österreicher willigten erst im zweitem versuch mit uns Bündnis einzugehen. Ging’s mit den Venezianer hoch her.
Philipp hatte tatsächlich bereits im Juli drei Regimenter Kavallerie aufgetrieben und zur Überraschung noch 1000 Fußsoldaten. Nun haben wir ein stehendes Herr von 3000 Reitern und 2000 Infanterie.

Am 1.September schlagen wir zu. Mit Siegmund an der Spitze besiegen wir in München 4000 neurekrutierte Bayern und nehmen sofort Kurs auf Ansbach, neben Baden Verbündete von Bayern. Der schwache Gegner ist für uns kein Problem. Infanterie belagert Ansbach, Kavallerie eilt nach Schwaben und belagert dort. Die Roten sind unserem Ruf zu Waffen gefolgt, belagern Niederbayern, München und Baden.
Wir versuchen mit Baden vergeblich Frieden zu schließen. Eine Annexion durch Österreicher ist nicht nach unserem Geschmack. Dieselben müssen schwacher, und nicht stärker werden. Dann wurde den Badener doch zu heiß und baten uns um Frieden. Wurde gemacht. Wir annektieren Ansbach, kurz darauf, im Oktober 54 Kriegsende. Schwaben ist unser.

Dieser Krieg hat uns einen zweifelhaften Ruf eingebracht. Die Bayern werden wieder geprügelt. Von Böhmen. Österreicher müssen Trient und Tirol an Venedig abgeben. :D Ganz im unseren Sinne, lediglich die Tatsache, dass nun noch eine starke Nation unsere Grenzen berührt, trübt die Freude ein wenig.

Bild[/img]

Juni 55 - Die Roten rufen zu den Waffen. Gegen Württemberg. Wir ziehen mit, warten aber etwas ab, bis die Moral unsrer Soldaten auf Trab kommt. In Konstanz schlagen wir den Gegner, belagern und erobern. Österreicher belagern Württemberg.
Württemberger geben uns Konstanz natürlich nicht. Wir hoffen, die Roten werden Konstanz für uns nehmen. Falsch gedacht. Die Miesepeter schlossen Weißen Frieden. War wohl Retourkutsche für Baden und dafür, dass wir ihnen kein durchmarschrecht einräumen.
Bairisch-Böhmischer Krieg beendet. Niederbayern geht an Böhmen. Toll :mad: . Nun haben wir noch einen dicken Nachbar. Liebe Regenten, euch brauche nicht zu erzählen, was das bedeutet. Böhmischer Reiterei möchte ich nicht begegnen.

Januar 58 - Der momentan herrschende Frieden tut uns finanziell nicht gut, aber die Armee wird keinesfalls aufgelöst. Siegmunds Gemüt ist sehr wechselhaft, eigentlich volles Spektrum - von apathisch bis aufbrausend. Heute ersuchte ein Berater Audienz bei ihm. Der kleine Mann wüsste nämlich, wie man mehr Händler in die Welt schicken könnte. Siegmund winkte ihn freundlich zu sich, packte ihn, drehte ihn ruckartig um und trat ihm so hart in den Hintern, dass der kleine Mann im hohen Bogen durch Äther flog und etwas unglücklich auf dem Steinboden landete - wie soll ich das beschreiben - etwas zwischen Schwalbe und Telemark. Er blieb regungslos liegen. Siegmund befahl, ihm diesen Unglückshaufen vom Auge zu schaffen, Seinesgleichen samt aller Händler aus dem Lande zu bannen. Alles Memmen, die nicht mal genug Eier haben, sich in einem Kack-Handelszentrum durchsetzen zu können.

Siegmunds Regierung macht aber trotzdem Fortschritte. Eines ist klar - für uns kommen nur Nationalbank und Militärdrill in Frage. Selten habe ich Siegmund so gedankenvertieft gesehen. Und als seine Entscheidung fiel, wusste ich, dass er gegen seine Überzeugung handelte. Er nahm Nationalbank.
Wie eingeplant, verlängert er Darlehen um weitere fünf Jahre.


April 59 - GRENZDISPUT !!! Und was für einer! Natürlich bleiben wir hart!

Uns stehen folgende Provinzen zu:
Niederbayern - Böhmen
München - Bayern
Tirol - Venedig
Kärnten - Österreich
Steiermark - Österreich
Linz - Österreich

Prost und Mahlzeit! Siegmunds Miene hatte sich schlagartig gebessert, obwohl uns die Hände eigentlich gebunden sind. Bayern dürfen wir des Rufes wegen noch nicht Schlucken, die anderen sind zu dick für unseren Rachen. Ich habe das Gefühl, mit den Roten werden wir länger zusammen bleiben müssen, als es uns lieb ist.

Württemberg kämpft gegen die Schweiz und Vatikan.

Bild[/img]
Benutzeravatar
Ender
Rang 10
Beiträge: 856
Registriert: Di 07.01.2003, 12:00
Großkreuz des VeteranenordenPour le MériteCrusader Cross

Beitrag von Ender »

Find ich ja heftig, mit einem 1-Provinzler zu starten. Dafür habe ich mir nicht genug EU3-Kenntnisse zugetraut... :top:
Hochachtungsvoll

Ender

Orden: PM, PM am Goldenen Band, CC

"Der, der ausharrt wird erobern." - Persius

"vincere vel mori" - "Siegen und Erobern" - Clanruf der MacLaine
Valvasor
Rang 8
Beiträge: 448
Registriert: Fr 09.02.2007, 12:09
VeteranenordenPour le MériteVictoriakreuz+2

Beitrag von Valvasor »

@Ender

Keine Sorge. Nachdem Ihr euer Orden mit Gloria durch die Geschichte gebracht habt, werdet Ihr gewiss auch einen Einprovinzler zu meistern wissen. Ich wage, Euch bereits hier Hamburg als potenziellen Kandidaten herzlichst zu empfehlen.
Und sollten Sie je das Bedürfnis verspüren, sich unendlich ärgern zu müssen, dann - Navarra. ;)

Mit freundlichen Grüßen

Valvasor
Valvasor
Rang 8
Beiträge: 448
Registriert: Fr 09.02.2007, 12:09
VeteranenordenPour le MériteVictoriakreuz+2

Beitrag von Valvasor »

2. SIEGMUND I. von REISPERG

AUGUST ‘60 - Vatikanische Armee marschiert nach dem Frieden mit Württemberg gemütlich unsere Grenze entlang Richtung Süden. 6000 Mann. Wahrscheinlich haben sie in Rom noch mal so viele stehen. Wie finanzieren die das?? Kontrolliert Papst ’ne Freudenhaus-Kette oder wie?
Die Schweizer toben sich weiterhin in Württemberg aus.

NOVEMBER - GRENZDISPUT!!
Wir haben das Recht auf folgende Provinzen:

Franken - Das Palatinat
Konstanz - Württemberg
Württemberg - Württemberg

Es kommt kaum Freude auf.

JANUAR ‘61 - Tja, Konstanz geht an die Schweiz. Mit denen und Vatikan legen uns wir zurzeit bestimmt nicht an. Siegmund zerbricht sich den Kopf damit, wie wir dem Palatinat Franken entreißen mögen. Dort steht General Adenau, samt seiner mächtigen Armee. Harte Nuss.

FEBRUAR - Habsburger erklären Württemberg den Krieg! Siegmund ist außer sich. Wir alle wissen, was das bedeutet. Wir werden die Stadt annektieren müssen! Tun wir es nicht, tun es die Roten. Im Dezember ist Württemberg unser. Wieder ein zweifelhaftes Ruf . Somit verschiebt sich die wichtige Annektierung von Bayern um weitere zehn Jahre und unsere Hauptstadt ist weiterhin vom Rest des Staates abgeschnitten. Zum heulen.
Bairisch ist nun bei uns akzeptierte Kultur. Huch, gute Nachrichten gibt es auch noch.

JANUAR ’62 - Franken werden von Rebellen belagert. Von Adenau weit und breit keine Spur.

APRIL - Gott, die Habsburger nerven. Nun gehen sie gegen Baden vor. Klar ziehen wir mit, nur um Badener Annexion zu verhindern. Wir sind zuerst dort und belagern die Stadt.

(Baden von Jan.62 bis Dez.64 - Baden wird unser Vasall. Wir erzwingen noch 50 Dukaten. Baden im Krieg mit Elsass. Elsass annektiert Baden. Elsass im Krieg mit Burgund. Baden geht an Burgund. Elsass im Krieg mit Frankreich. Frankreich annektiert Elsass)

Was ist in Europa bloß los. Einige wohl ganz ohne Tassen im Schrank.

JULI ’63 - Wie von Siegmund vorausgesagt, müssen wir Darlehen noch mal um fünf Jahre verlängern. Aber 190 Dukaten haben wir heuer schon. Über Franken wehen schwarz-rote Fahnen immer noch. Dürfen wir uns da Hoffnungen machen?

AUGUST - WAHNSINN !!! Habsburger rufen zu den Waffen - gegen Venedig, Genua und Ragusa.
Siegmund schäumt und kocht. Ohne Zweifel, bei ihm ist der Fass über. Fürs Schimpfen über Ferdinand wählt er solch ein Vokabular, dass mir, auch wenn ich forderte dies niederzuschreiben, nicht gelingen würde, da die Tinte sich hartnäckig weigerte aufs Pergament zu klacksen, und mit aller Macht beschämt die Feder hoch robbte.

Siegmund lehnte ab. Nun haben wir endgültig mit Österreich gebrochen.
Schweiz bietet uns Bündnis an. Wir akzeptieren.

FEBRUAR ’64 - Wir beteiligen uns passiv am Krieg mit Lothringen. Sollen sich Schweizer und Vatikan mit denen raufen.

FEBRUAR ’65 - Mit Lothringen Schließen wir Weißen Frieden.

JUNI - FORTUNA !! Das rebellische Franken ist zu uns übergelaufen. Der Herr ist uns doch noch gnädig.

Bild[/img]
Morenga

Beitrag von Morenga »

Mein lieber Regent Valvasor,

das ist aber ein Ritt auf Messers Schneide, was Euer Salzburg da veranstaltet... ;)

Ich wünsche Euch viel Erfolg, wenngleich der totale Untergang sicher auch unterhaltsam wäre! :teufel:

Wie dem auch sei! Schöner AAR! :prost:
Valvasor
Rang 8
Beiträge: 448
Registriert: Fr 09.02.2007, 12:09
VeteranenordenPour le MériteVictoriakreuz+2

Beitrag von Valvasor »

3. SIEGMUND I. von REISPERG

JANUAR ‘67 - Schweiz bittet um Hilfe gegen Savoy und Mailand. Siegmund lehnt dankend ab.

MÄRZ - Wir erklären Schweiz den krieg. Konstanz muss um jeden Preis nach Hause geholt werden. Wir rechnen damit, dass Vatikan sich mit Mailand beschäftigen wird. Irrglaube. Konstanz ist gefallen, ebenso Salzburg. Siegmund eilt dorthin, schlägt Pius und im Nu die Hauptstadt zurückerobert. Und nun beginnt - wie soll ich es anders nennen - ein Dauerlauf zwischen Salburg und Konstanz. Siegmund darf die Armee nicht teilen, sonst ist er nicht mehr in der Lage, die Schlachten siegreich zu beenden.

Notiz am Rande: Unsere Armee ist ’ne schnelle Armee. Unser Siegmund trägt ein wichtiges Abzeichen auf der Brust - Manöver 4

Mittlerweile haben wir neben Venedig auch in Bayern und Böhmen Durchmarschrecht. Schweiz schloss Frieden Mit Savoy und Mailand. Es wird eng.

JANUAR ’68 - Wir heuern noch 1000 Söldner an. Reiter. Stark reduzierte Armee leckt die Wunden in Konstanz, dennoch ist erster Erfolg zu vermelden. Papst seine Jungs haben anscheinend genug Niederlagen einstecken müssen und hören auf, Salzburg anzurennen. Frieden wünschen sie jedoch nicht. Seelenruhig wartet in Schwyz General Wächter auf uns.

Der fünfjährige Österreichisch-Venezianischer Krieg ist beendet. Endlich. Mag gar nicht daran denken, was ein Schlachthaus Steiermark über den Zeitraum war. Ein schrecklicher Krieg - und ebenso dessen Resultat. Kärnten und Steiermark gingen an Venedig. Mehr als beängstigend.

APRIL - Abmarsch Richtung Schwyz. Still ist bei uns geworden. Anscheinend wusste jedermann was ihm in den Bergen blühen wird. Auch Siegmund tief in Gedanken. Ich fragte mich, ob ihm bewusst war, dass er auf dem Schlachtfeld dem Wächter in allen Belangen unterlegen war. Wahrscheinlich nicht. Dass wir diese Schlacht verlieren werden, war ihm sowie mir klar. Wir haben 2000 Soldaten mehr als Wächter - aber bergauf?

Nun, nach verlorener Schlacht sind wir wieder in Konstanz. Siegmund grinst. 1000 uns verfolgende Schweizer, ohne Wächter, treffen ein, verlieren und flüchten Richtung Schwyz. Siegmund gibt ihnen paar Tage Vorsprung, dann hetzen wir hinterher. In der zweiten Schlacht von Schwyz, zieht der in Konstanz geschlagener Regiment Wächters Moral völlig runter. Wir besiegen ihn knapp. Noch mal in Bern.

(Wir zahlen Darlehen zurück!!!!!!!!!)

Wächter erobert Konstanz, belagert Württemberg. Bern öffnet uns die Tore. Die Berner Belagerer treffen in Schwyz ein. Unsere Armee schließt sich zusammen. Wir geben die Belagerung von Schwyz auf. Nun ist eile geboten. Wir erstürmen uns Konstanz noch bevor Württemberg kapituliert.

OKTOBER ’69 - Mit Bern und Konstanz in der Hand, sind Schweizer mehr als bereitwillig uns Konstanz abzutreten. Jubel ohne Ende im Lande.

Und dann die Hiobsbotschaft ! Österreich lieg am Boden !

Während unsrer Auseinandersetzung mit der Schweiz ist uns völlig entgangen (unverzeihlich ), dass die Roten von den Ungarn überrannt wurden. Außer Breisgau und Linz bereits alles erobert. An Breisgau kommen die Ungarn nicht ran, aber Linz stand kurz vorm Aufgeben.

Leichte Verwirrung bei uns. Ich kramte hastig in meiner Ledertasche nach Dokumenten. Also - wir haben einen Kriegsgrund gegen Österreich aufgrund unseres Rechts auf Linz. Um Linz geht es uns nicht. Aber Breisgau. Und um diesen von Österreich zu bekommen, müssen wir den Habsburgern Krieg erklären, bevor Linz Ungarisch wird.

NOVEMBER - Wir ziehen gegen die Roten. Infanterie belagert Breisgau, Siegmund ist mit Kavallerie in Steiermark, wartet bis die Ungarn fertig werden.

MÄRZ 1470 - Ungarn haben ihr Werk vollendet. Sie bekommen Linz und Krain.
Ich sage euch, liebe Regenten, ich stehe kurz vor den Tränen, obwohl sich Österreicher ihren Grab selber geschaufelt haben. 1453 eine Weltmacht, 1470 eine Ruine und bald ein Einprovinzler. Was zur Hölle hat Ferdinand 1463 da geritten, gegen Venedig zu preschen. Hätte er 10 - 15 Jahre gewartet, dann wären auch wir in der Lage mitzuziehen. Gemeinsam hätten wir Venedig zumindest Paroli bieten können. Gott, die Narren.

Das letzte aufbäumen in Wien. Ein General, dessen Namen ich in meiner Traurigkeit vergessen habe, Schlägt unsere Kavallerie. Siegmund muss sich danach mit kleineren Regimenter in unserem Lande schlagen, ist aber nur ein Zwischenspiel.

AUGUST ’71 - Wien ist gefallen. Österreicher bieten uns sofort Breisgau und 19 Dukaten. Schweigend nehmen wir an.


Bild[/img]
Benutzeravatar
Arminus
Rang 20
Beiträge: 15098
Registriert: Di 30.03.2004, 12:00
Hat sich bedankt: 2072 Mal
Danksagung erhalten: 1272 Mal
Großkreuz des Veteranenorden in bes. AusführungBrillanten des RitterkreuzesKonventskreuz+18

Beitrag von Arminus »

Sehr schön. :top:


Aber Ihr solltet dringend Bayern annektieren, da sollte Euer Einkommen ganz beträchtlich verbessern.
Sig off
Valvasor
Rang 8
Beiträge: 448
Registriert: Fr 09.02.2007, 12:09
VeteranenordenPour le MériteVictoriakreuz+2

Beitrag von Valvasor »

4. SIEGMUND I. von REISPERG

MÄRZ 1473 - Liebe Regenten. Seit unserem Entrinnen aus Österreichisch-Bairischer Umklammerung sind nunmehr 20 Jahre vergangen. Erlauben sie mir ein kurzes Resümee, aus unserer Sicht erfolgreicher Jahre niederzulegen.

FINANZEN - Wir haben uns eine Inflation von 13,4% eingefangen. Ja, ist viel, aber keine Überraschung, da wir mit dieser Zahl bereits ‘53 gerechnet haben. Damit können wir leben.

Zurzeit beträgt unser Inflationszuwachs 1,8% pro Jahr. Wir haben einen Defizit von 0,48 Dukaten pro Monat. Alles andere als rosig, aber auch damit können wir leben.

Jahres-Zehnte beträgt 27 Dukaten. (Venedigs Zehnte möchte ich gar nicht wissen. Habe Angst um mich, vor Neid platzen zu müssen.)

TECHNOLOGIE - Auf Augenhöhe mit Pskov und Tripolis. Damit können wir schlecht leben.

ARMEE - 4000 Reiter, 2000 Fußsoldaten.

POLITIK - Ziemlich ruhig in Europa. Schweizer kloppen sich wieder mit Savoy und Mailand.

AUF DEM HOF - Siegmund ist schwer krank. Seit triumphaler Rückkehr aus Wien im Herbst ‘71 ging es mit ihm rapide bergab. Medikus lässt ihn fast täglich zu Ader. Ich frage mich allmählich, woher Siegmund das ganze blut hernimmt.

In den letzten Monaten ist er ausschließlich damit beschäftigt, mir stimmbrüchig Briefe zu diktieren. Nicht ohne erfolg. Wir haben eine Allianz mit Münster, und von großer Wichtigkeit - auch mit Sachsen. Falls alles glatt läuft, werden sich Böhmer warm anziehen müssen.

Zurzeit ist Korrespondenz mit Papst Pius II und Kardinälen gewaltig. Täglich sende ich bis zu vier Briefe nach Rom, und eben so viele empfangen wir. Siegmund versucht mit aller Macht, ihm würdigen Kandidaten zu seinem Nachfolger durchzusetzen.





Samstag, 2.August 1473 - Siegmund ist tot.

Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Salzburger trauern, Soldateska trauert, ich trauere.
Als Menschen möge man Siegmund so oder anders nachrufen, aber als Staatsmann gibt es nichts auszusetzen. 21 Jahre regierte er mit starker Hand und machte Salzburg zu dem, was es heute ist. Der unermessliche Dienst dem Lande erstreckt sich weit über Vergangenheit empor.
Sogar im letzen Atemzug hatte er seinen Willen durchsetzen können.

Sein Schützling wird Herrscher über Salzburg - Erzbischof ERNST I.
Valvasor
Rang 8
Beiträge: 448
Registriert: Fr 09.02.2007, 12:09
VeteranenordenPour le MériteVictoriakreuz+2

Beitrag von Valvasor »

5. ERNST I.

SEPTEMBER `73 - Der fromme Ernst hat bereits alle Zügel in der Hand. Kein Wunder. Solch ein fähigen Sohn hatte Salzburg noch nicht geboren. Ich blättere ein wenig in meinen Schriften, um ein wenig zu vergleichen, wie unser Herrscher im vergleich zu den anderen Größen steht. Und siehe da, es gibt wenige, die ihm Wasser reichen können. Ja, Siegmund wusste was er tat.

Ernst hatte sofort nach Amtsantritt Philipp entlassen. Ich wagte, nach dem Warum zu fragen. Er antwortete, dass er in seinem engen Kreise keine Schwätzer und Dirnenreiter dulden werde. Hm… Ich habe Philipp nie als Schwätzer befunden. Das Zweite stimmte allerdings. Der Ruf als Röckeheber eilte ihm weit voraus. Auch scheute er nicht, dafür paar Groschen zu zahlen. Na, jedem das Seine.

Schweiz im Krieg gegen Venedig.

NOVEMBER - Sachsen rufen zu den Waffen, gegen Brandenburg, Mecklenburg, Schweden und Österreich. Ernst sagte sichtlich erfreut zu.

Ich habe diesen Tag gefürchtet, aber nun ist er da. Unser Beraterstab hatte beschlossen, Ernst um jeden Preis davon abzubringen, sich an die Spitze des Heeres zu stellen. Er war mit seinen Verwaltungs- und Diplomatie-Fähigkeiten zu gut, zu wichtig für Salzburg, sich solch einem Risiko auszusetzen.

Wie immer, musste ich dieses Anliegen vortragen.
Geschätzte Regenten, ich verschone euch mit Einzelheiten dieses Gespräches, oder besser gesagt - Brüllerei. Ja, böse Worte sind gefallen - bei ‚hängen lassen‘ und ‘Fingernägel ziehen‘ habe ich aufgegeben.

Na, Österreicher tauchen im Lande Salzburg auf. Kavallerie reitet los. Ernst an der Spitze, ich im Schlepptau. Ja, die Tage, als ich und Philipp an Siegmunds Seite ritten und Witze rissen bis Regimenter Tränen lachten, sind vorbei.

Reiterei begrub wie eine wuchtige Lawine Leopolds Armee unter sich. Dasselbe Schicksal erfuhr auch General Hagedorn. Wir haben die Roten völlig aufgerieben. Ich muss gestehen, dass ich so unsere Armee noch nie kämpfen gesehen habe. Und ich muss ehrlich sein - Ernst ist ein Löwe.

MAI `74 - Infanterie belagert Wien. Wir eilen Sachsen zu Hilfe und wüten zwischen Mecklenburgischen Reihen, bis sie aus dem Lande gefegt sind. Kurze zwei Monate Erholung und ab nach Brandenburg. Wir greifen sofort König Friedrichs Armee an. Es ist die größte Schlacht, die wir je geschlagen haben, und wir haben sie um Haaresbreite gewonnen. Friedrich wird im Anschluss noch zweimal geschlagen.
Wir sind ausgezehrt und lecken unsere Wunden in Dresden.

SEPTEMBER - Schweiz und Venedig schließen Frieden. Venedig bekommt Schwyz. Für Venedig finde ich keine Worte mehr. Unglaublich ist weit untertrieben.

JANUAR `75 - Weißer Frieden mit Österreich. Belagerung umsonst.

APRIL - Der fette Rohracher ist gestorben. Obwohl er bereits vor Morgenröte einen ganzen Bottich Haferbrei die Kehle runter Jagen konnte, wird er uns sehr fehlen. Besser gesagt - seine zwölf Stabilitäts-Dukaten pro Jahr. Möge er im Himmel den Engeln nicht alles wegfressen.

DEZEMBER - Wir sind in Dresden wieder wohl auf. Friedrich auch. Er belagert Leipzig. Voller mut stürzen wir uns dorthin.
Und dann ist es passiert - Ernst ist gefallen. Wir blasen Rückzug. Ich komme mir wie ein Prophet vor.

APRIL `76 - Frieden. Sachsen bekommt Erfurt von Mecklenburg. Zumindest dafür war dieser Krieg gut.

:D Böhmen sichert sich ab - Allianz mit Polen.
Valvasor
Rang 8
Beiträge: 448
Registriert: Fr 09.02.2007, 12:09
VeteranenordenPour le MériteVictoriakreuz+2

Beitrag von Valvasor »

6. LEOPOLD ANTON I.

MAI ‘76 - Über Leopold sei gesagt, dass wir bestens auskommen.

Sachsen erklären Böhmen den Krieg. Wir gehen mit. Die Polen lassen Böhmer im Stich. König Vladislav belagert Dresden mit 11.000 Mann :eek: . Unsere Infanterie belagert Niederbayern.

JUNI - Österreich wird durch Ungarn annektiert.

Vladislav stürmt Dresden. Unsere Chance ihn mit niedriger Moral zu erwischen. Leopold führt uns nach Dresden, wo wir so eine auf die Rübe kriegen, dass uns noch in Franken ganz schwindelig ist. Von Sachsen ist nichts zu sehen. Die haben überhaupt keine Armee! Aber in den Krieg ziehen !! Leopold kocht.

SEPTEMBER - In Dresden nur 900 Böhmer. Schnell rüber, zuschlagen, weiter nach Leipzig, wo wir General Kladno schlagen. Noch mal in Dresden. Weiter nach Erfurt 2000 Infanteristen verjagen.

NOVEMBER - Die Böhmer haben wir aus Sachsen vertrieben - außer Vladislav, der mit 5000 Reitern Meissen belagert. Leopold eilt nach Lausitz, wo wir Kladno schlagen. Noch mal in Böhmen. Endlich ist Niederbayern gefallen.

JANUAR ‘77 - O du Wunder! Zwei Sachsen-Regimenter sind aufgetaucht - unter Friedrich III. und General Uhlich. Wir reiten ununterbrochen zwischen Böhmen und Lausitz und schlagen die Böhmer jedes Mal.
Meissen ist gefallen. Es wird eng für Sachsen - und für uns. Infanterie belagert Pilsen.

APRIL - Wir stehen in Böhmen. Aus Dresden kommt Vladislav mit seiner Reiterei, aus Mähren kommt Kladno mit böhmischer Reserve.
Wir bleiben, verlieren aufs Heftigste. In Pilsen verliert unsere gesamte Armee. Ja, da ist sie nun, die gefürchtete Böhmische Reiterei. Wir erholen uns in Niederbayern, Vladislav belagert Franken.
Friedrich und Uhlich haben keine Chance gegen Kladno.

AUGUST - Schlesier unter Jerzy lassen sich blicken. Mit Kladno belagern sie Leipzig. Friedrich versucht Dresden zurückzuerobern. Franken kapitulieren, Vladislav reitet nach Dresden, wir nach Franken und erstürmen es zurück. Vladislav belagert Erfurt.
Leopold hat die Schnauze voll und hilft den Sachsen nicht mehr. Sollen sie in Vasallenschaft gehen!

DEZEMBER - Sachsen müssen Frieden schließen. Kommen gut davon - Dresden geht an Böhmen.
Böhmer bieten uns 3 Dukaten. Nein!

FEBRUAR ’78 - Die gesamte Situation ist verfahren. Franken wird belagert, wir belagern Pilsen und müssen uns ständig kleinere Angriffe erwehren.

JUNI - Wir wollen Frieden. Dürfen 19% verlangen, Niederbayern ist 18% wert. Klar - Ablehnung.

Gott, die Schlesier nerven uns bis zu geht nicht mehr. In Pilsen verlieren sie jede Schlacht, aber sie kommen immer wieder und immer wieder. Unsere Belagerung macht kaum Fortschritt. Leopold ist bereits so weit, dass er über den Herren, den Auferstandenen und Jungfrau Maria her zieht.

AUGUST - HEILIGER STROHSACK !! Böhmer Diplomat trifft ein und bietet uns Niederbayern. So gerne haben wir noch nie was akzeptiert.

Eines ist klar - so unvorbereitet ziehen wir nie wieder in den Krieg. Und schon gar nicht mit Sachsen.

DEZEMBER - Böhmen im Krieg mit Ungarn. Schlesien bittet um Militärzugang !! Sind die bescheuert !!??

APRIL ‘79 - Münster ruft zu den Waffen. Leopold lehnt dankend ab.

NOVEMBER - Unser Ruf hat sich gebessert und Leopold beschließt, Siegmunds Werk zu vollenden - Bayern. Sachsen kommen mit und marschieren nach Brandenburg. Gegen den Bayer Wolfgang haben wir hart zu kämpfen.

JUNI - Ungarisch-Böhmischer Krieg beendet. Pilsen und Dresden an Ungarn.

OKTOBER - Leopold ist gefallen. Wolfgang schlägt uns kurz vor Münchener Kapitulation. Zum Heulen. Wir rekrutieren General Macheiner. Ein super Name, aber sonst - ’ne Lusche.

SIGMUND I.

FEBRUAR ’81 - Franken und Niederbayern werden belagert durch Brandenburger.

AUGUST - Sachsen müssen Frieden schließen. Erfurt und Leipzig an Brandenburg.

OKTOBER - Wir annektieren einen zweifelhaften Ruf und Bayern.
Macheiner an Herzversagen gestorben. Ja, aus Angst vor Brandenburgern blieb die Pumpe stehen.
Brandenburger erobern unsere Provinzen, wir rennen hinterher und erobern zurück.

MÄRZ ‘82 - Sachsen rufen zu den Waffen, Gegen Böhmen. NEEEIN !! Fahrt zur Hölle.

JUNI ‘83 - Kein Brandenburger mehr im Lande Salzburgs. Wir betteln um Weißen Frieden. Abgelehnt. Die wollen unser Geld. NE !

GRENZDISPUT !!
Folgende Provinzen stehen uns zu:

Dresden - Ungarn
Bamberg - Würzburg
Pilsen - Ungarn

MAI ‘84 - Venedig annektiert Schweiz. Wer den sonst? Böhmen annektiert Sachsen.
Würzburg gewährt uns Militärpräsenz. Entnervt marschieren wir unter Sigmund mit 11.000 Mann nach Brandenburg.

FEBRUAR ‘85 - Sigmund ist gefallen.

LEOPOLD ANTON II.

Geschlagene Armee erholt sich in Bamberg. Leopold übernimmt Kommando. Ein hervorragender Nahkämpfer.

Venedig im Krieg mit Litauen und Polen.

Unsere Armee wieder in Brandenburg. Schlägt sich überraschend gut.

FEBRUAR ’86 - Das auch noch ! Ungarn erbt Böhmen !!!

OKTOBER - Wir belagern Anhalt.

Bild[/img]
Benutzeravatar
Montesquieu
Rang 20
Beiträge: 27608
Registriert: Fr 29.07.2005, 12:00
Hat sich bedankt: 18208 Mal
Danksagung erhalten: 15317 Mal
SI-VerdienstordenGroßkreuz des VeteranenordenRitterkreuz des Sankt Nikolaus-Ordens+22

Beitrag von Montesquieu »

Sehr schön! :top: Schnell weiter, mich dürstet nach mehr!

BTW: Mehr Bildchen würden nicht schaden... :D
Der texanische Senator der Herzen
Harry Flashman

Beitrag von Harry Flashman »

Ich hoffe doch das Salzburg inzwischen nicht mehr Theokratie ist. Ferner schließe ich mich Montesquieus forderung nach mehr Bildern an. ;)
Valvasor
Rang 8
Beiträge: 448
Registriert: Fr 09.02.2007, 12:09
VeteranenordenPour le MériteVictoriakreuz+2

Beitrag von Valvasor »

@Harry
Ich hoffe doch das Salzburg inzwischen nicht mehr Theokratie ist.
Ich wüsste nicht, welche Reg.-Form wir sonst haben könnten. Von Theokratie ist nur ein Wechsel zu absoluten Monarchie möglich - und die benötigt Reg.-Tech. 19. Nach unseren Berechnungen werden wir diese Stufe im Jahre 2069 erreichen.

Ferner schließe ich mich Montesquieus forderung nach mehr Bildern an.

Hm… Zu einem oder anderem Bildchen mehr lasse ich mich überreden, habe aber kein Bedürfnis, den Thread damit voll zu pflastern. Mein alter, superschneller Freund 56k kollabiert bereits.
Valvasor
Rang 8
Beiträge: 448
Registriert: Fr 09.02.2007, 12:09
VeteranenordenPour le MériteVictoriakreuz+2

Beitrag von Valvasor »

7. LEOPOLD ANTON II.

NOVEMBER ‘86 - Philipp ist wieder in den Beraterstab aufgenommen worden. Er hat den Auftrag, noch mehr Söldner anzuwerben und sie sofort zur Belagerung nach Erfurt und Leipzig zu schicken.
Leopold ist besessen davon, die Brandenburger in die Knie zu zwingen.

General Casimir setzt uns in Anhalt zu, wir halten stand.

Kaum zu glauben - Venedig bezieht prächtig Prügel von Polen und Litauen.

JUNI ’87 - Anhalt und Leipzig sind gefallen.
Knapp schlagen wir Casimir in Altmark. Wir belagern.
Schlacht in Ruppin. Wieder Trauer über Salzburg - Leopold ist gefallen.

BERTHOLD II.

Wir flüchten von Ruppin nach Altmark. Erfurt ist erobert.

DEZEMBER - Erfurt und Anhalt werden uns geboten. Wir lehnen ab.

JANUAR ‘88 - Zweite Schlacht von Ruppin. Niederlage gegen König Paul I.

MÄRZ - General Mohr wird verpflichtet. Kein Lichtblick, aber Berthold, ein guter Diplomat, ist sich bewusst, dass er auf dem Hof dem Lande einen größeren Dienst erweisen kann, als auf dem Schlachtfeld.

JUNI - Dritte Schlacht von Ruppin - erster Sieg für Mohr. König Paul kam um.

Bild[/img]



SEPTEMBER - Altmark ist erobert. In Ruppin wehren wir Casimir erfolgreich ab.

AUGUST ‘89 - Ruppin ist erobert. Drei Provinzen werden uns angeboten. Befehl aus Salzburg: Keine Gnade - weiter machen.

NOVEMBER - In Brandenburg schlägt Mohr mit viel Glück Casimir.

Bei allen Heiligen - unsere Herrscher ruft der liebe Gott viel zu früh in sein ewiges Reich.
Unser Berthold wurde während eines Spaziergangs von einem einsamen Bär, der aus Trient zu uns einwanderte, angefallen und in Stücke gerissen.
Vergeltungstrupps wurden ausgehoben. Bereits am gleichen Tag ist das Ungeheuer ausfindig gemacht worden. Schreckliche Rache ist ihm widerfahren.

Es wird gemunkelt, die Venezianer haben sich den Bär zurecht gebogen und ihn zu uns geschickt, um an Berthold Attentat zu verüben.
Nun ja, Venezianer kommen in der Welt viel herum, und weiß der Kuckkuck welches Winkelzugs sie in fernen Landen sich eigen machten.
Aber so richtig glaube ich die Geschichte nicht.

GEORG I.

JANUAR ‘90 - Mohr schlägt König Johann VI.
Frieden in Venedig - Steiermark an Litauen. :D

OKTOBER - Brandenburg ist erobert. In Neumark schlagen wir völlig demoralisierten Johann. Nach der schlacht ist General Mohr gestorben. Gut hat er gekämpft. Wir jagen Johann.

JANUAR ’91 - Venedig im Krieg mit Mailand, Vatikan und Savoy.

FRIEDEN !!!!!!!!!! Brandenburg wird unser Vasall.
Bild[/img]
Bild[/img]
Bild[/img]
Valvasor
Rang 8
Beiträge: 448
Registriert: Fr 09.02.2007, 12:09
VeteranenordenPour le MériteVictoriakreuz+2

Beitrag von Valvasor »

GEORG I.

FEBRUAR ’91 - Sollte welche Regenten in euren Reihen geben, die sich Mühe gemacht haben, das bereits Geschriebene zu lesen, sodann habe ich euch Schlechtes zu berichten.

Ich bin aller Ämter, aller Auszeichnungen, aller Ehren enthoben worden.

Sie fragen sich wieso einer treuen Seele wie mir Derartiges widerfahren konnte?
Ich erzähl es euch.

Vorige Woche saß ich mit Georg und Philipp an einer neuartigen Einrichtung, Kamin genannt.
Gemütliche Wärme züngelte unsere Gesichter. Voller Genuss nippten wir am tintenfarbenen, steiermärkischen Tröpfchen und plauderten über dies und das.
“Fühlt sich den Doppler wohl bei uns?”, fragte Georg.
Ich kramte mein Dachboden auf - nö, kein Doppler da - wer zur Hölle ist Doppler?
Ich musste eine dumme Miene aufgesetzt haben, da Georg lächelnd fortfuhr: “Gott, Valvasor, sei doch nicht immer so ein Tagträumer - Doppler, unser neuer Produktionsberater.”

Ich fiel von allen Wolken. Gefühle die mich überkamen, sind heute nicht mehr in Worte zu fassen.

…Dezember ‘89...Brandenburg…blutige Kämpfe… Nerven liegen blank… Eilbote… Doppler in Breisgau… meine Aufgabe… morgen reite ich dorthin…

“Doppler ist nicht bei uns. Ich habe vergessen ihn unter Vertrag zu nehmen.”

Georg verließ wortlos den Raum. Philipp begrub sein Gesicht in den Handflächen.

Dopplers Fähigkeiten würden uns jährlich 9 Dukaten in die Produktionsforschung einbringen. Ein Vermögen. Ja, ich habe Salzburg großen Schaden zugefügt.

Die oben beschriebene Strafe lastet auf mir schwer, werde aber Georg auf Ewig dankbar dafür sein. Mildeste Strafe, die er aussprechen konnte.
Berater, die weit weniger Tragisches angerichtet hatten, wurden gehängt.

Unter diesen Umständen ist eine vernünftige Fortsetzung meiner Chronik kaum noch möglich, und ich wage nicht zu hoffen, dass ihr, werte Regenten, ein gutes Wörtchen am Hofe Salzburgs für mich einlegen vermagt.

In diesem Sinne - euer stets ergebener Valvasor.
Benutzeravatar
Arminus
Rang 20
Beiträge: 15098
Registriert: Di 30.03.2004, 12:00
Hat sich bedankt: 2072 Mal
Danksagung erhalten: 1272 Mal
Großkreuz des Veteranenorden in bes. AusführungBrillanten des RitterkreuzesKonventskreuz+18

Beitrag von Arminus »

Den AAR beenden, weil man einen Berater vergaß einzustellen? :???:

Ist mir letztens auch passiert, ein hübscher 5 Sterne-Staatsmann. Also weiter mit dem AAR! ;)
Sig off
Antworten

Zurück zu „AARs - Europa Universalis III“