(Beiname: Drei-Tageschlacht vor Papua-Neuguinea)
Nach dem Desaster bei den Midway-Inseln herrschte im Oberkommando der kaiserlich japanischen Marine für kurze Zeit Ratlosigkeit, bevor man sich darauf besann, die Expansion voran zu tragen. Ein weiterer Angriff auf Midway oder gar Hawaii war nunmehr allerdings nur noch hypothetisch möglich. Japan war seiner vier größten und besten Flugzeugträger beraubt und der Verlust an erfahrenen Piloten wiegte sogar noch schwerer. Als Ergebnis beschloss Admiral Yamamoto das Beste aus der Situation zu machen und dort zum Angriff überzugehen, wo ein Sieg am aussichtsreichsten war – im Süd-Pazifik.
Als Konsequenz sollte diese Region für die nächsten annährend zwei Jahre, die am heftigsten umkämpfte Region des Pazifik-Krieges werden. Hier sollten die Flotten der Japaner und Amerikaner ein ums andere Mal aufeinander treffen.
Die Japaner fasten den Entschluss einen Keil in die Verbindung Amerika-Australien zu treiben. Dafür war es nötig die Einnahme der Salomonen-Inseln abzuschließen um von Guadalcanal aus als Sprungbrett die Neuen Hebriden, Fidschi und schließlich Samoa zu erobern. Aber Admiral Yamamoto sah ein Problem, dass vorher beseitigt werden musste. Die Invasion von Port Moresby war vor zwei Monaten gescheitert, aber dieser Stützpunkt befand sich in der Flanke der geplanten Angriffsrichtung und stellte damit eine unmittelbare Gefahr dar. Marine und Armee konnten nicht genug Truppen aufbieten um zeitgleich die Salomonen zu sichern und eine erneute Landung auf Port Moresby durchzuführen. Als Ergebnis beschloss Admiral Yamamoto den Luftstützpunkt und den Hafen von Port Moresby zumindest in Schutt und Asche zu legen.
Der Führungsstab war sich bewusst, dass Bombardierungen aus der Luft dafür nicht ausreichen würden, weshalb diese Aufgabe von den Schlachtschiffen der Marine durchgeführt werden sollte. Als Schutz der Bombardierungsgruppe würden die einsatzfähigen Reste der Kido Butai dienen. Sobald Port Moresby ausgeschaltet wäre, könnte die Invasion von Guadalcanal beginnen.
Im Hauptquartier der Pazifik-Flotte auf Hawaii erkannte man zwar die generelle Stoßrichtung der Japaner im Süd-Pazifik, aber die Funkaufklärung arbeitete diesmal weniger Erfolgreich. So war Admiral Nimitz weder über die Stärke der feindlichen Flottenverbände ausreichend informiert, noch wurde das Ziel der Unternehmung erkannt. Es herrschte die Auffassung, dass die Japaner in einer konzentrierten Operation auf Choiseul, New Georgia, Santa Isabel, Malaita und Guadalcanal landen wollten. Möglicherweise auch auf San Cristobal. In Folge dieser Fehleinschätzung der japanischen Ziele war der Einsatzverband unter Führung von Vize-Admiral Robert Lee Ghormley in einer falschen Position. Völlig überraschend standen sich die Kontrahenten auf kurze Distanz gegenüber und der drei Tage währende denkwürdige Schlagabtausch nahm seinen Lauf. Die Zweite Schlacht im Korallenmeer sollte eine der merkwürdigsten Seeschlachten überhaupt werden und wird im Süd-Pazifischen-Raum zumeist als die „Drei Tage vor Papua-Neuguinea“ bezeichnet.

Grafik 11: Der Süd-Pazifische Kriegsschauplatz mit den wichtigsten Stützpunkten der Region.
Quelle: Handbuch zum Spiel Carrier Strike South Pacific 1942-1944; Seite 58

Bild 23: Der wenig glückliche Vize-Admiral Robert Lee Ghormley
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File ... g12864.jpg
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Kräfteeinsatz:
Alliierte: |
Japan: |
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| Task Force 63 (Konteradmiral Frank Jack Fletcher) Flugzeugträger Yorktown 2 Schwere Kreuzer 1 Flak-Kreuzer 9 Zerstörer 36 F4F Wildcat 36 SBD Dauntless 18 TBF Avenger |
Task Force 29 (Vize-Admiral Chūichi Nagumo) Flugzeugträger Shokaku Flugzeugträger Junyo 3 Schwere Kreuzer 1 Leichter Kreuzer 9 Zerstörer 45 A6M2 Zero 39 D3A Val 30 B5N Kate 14 Aufklärungsflugzeuge auf den Kreuzern |
|
| Task Force 72 (Vize-Admiral Robert Lee Ghormley) Flugzeugträger Saratoga Schlachtschiff North Carolina 2 Schwere Kreuzer 1 Flak-Kreuzer 9 Zerstörer 36 F4F Wildcat 36 SBD Dauntless 18 TBF Avenger |
Task Force 7 (Vize-Admiral Jisaburō Ozawa) Leichter Flugzeugträger Ryujo 4 Schwere Kreuzer 1 Leichter Kreuzer 9 Zerstörer 21 A6M2 Zero 12 B5N Kate 11 Aufklärungsflugzeuge auf den Kreuzern |
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| Task Force 50 (Commander Edmund W. Strother) 2 Zerstörer 4 Tanker |
Task Force 45 (Konteradmiral Gunichi Mikawa) Schlachtschiff Kongo Schlachtschiff Haruna 2 Schwere Kreuzer 1 Leichter Kreuzer 7 Zerstörer 13 Aufklärungsflugzeuge auf den Schlachtschiffen und Kreuzern |
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| Flugfeld Townsville Australien 36 P-39 Aircobra 54 B-25 Mitchell 12 Hudson |
Task Force 19 (Konteradmiral Hiroaki Abe) 4 Schwere Kreuzer 1 Leichter Kreuzer 7 Zerstörer 9 Aufklärungsflugzeuge auf den Kreuzern |
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| Flugfeld Charters Tower Australien 12 B-25 Mitchell 27 A-20 Boston |
Task Force 37 (Captain Masanao Ota) 4 Zerstörer 3 Tanker |
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| Flugfeld Port Moresby 30 P-39 Aircobra 24 B-25 Mitchell |
Flugfeld Truk 12 G4M Betty 12 H8K Emily |
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| Flugfeld Espiritu Santo 27 TBF Avenger 18 SBD Dauntless 12 PBY Catalina |
Flugfeld Kavieng 18 A6M2 Zero |
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| Flugfeld Rabaul 36 A6M2 Zero 27 G4M Betty 12 H8K Emily |
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| Flugfeld Lae 18 A6M2 Zero |
Ausgangslage:
Ausgangssituation nach den vorhandenen Informationen aus Sicht von Vize-Admiral Robert Lee Ghormley (Grafik 12):

Grafik 12: Ausgangslage am 1. Juli 1942 aus Sicht der Alliierten:
Die Invasionsflotte verlässt Rabaul und stößt nördlich von Bougainville auf die Süd-Östlichen Salomonen-Inseln vor. Auf dem Weg zum Hauptziel Guadalcanal finden Querstöße auf die Inseln Choiseul, New Georgia, Santa Isabel und Malaita statt. Gemäß Geheimdienst-Informationen befinden sich in der Region zwei feindliche Flugzeugträger, die nördlich der Salomonen operieren und als Sicherung der Invasionsflotte dienen. Luftunterstützung der Landungsunternehmen wird von Langstrecken-Bombern aus Rabaul erwartet und im Bedarfsfall von den Trägerflugzeugen.
Admiral Nimitz postiert die einsatzfähigen Träger im Süden um einen Luftschlag auf die Transporter durchführen zu können, ohne in Reichweite der japanischen Flugzeugträger zu gelangen.
Kurz nach Beginn der Flugoperationen auf den amerikanischen Flugzeugträgern am Morgen des 1. Juli 1942 stellte sich heraus, dass Admiral Nimitz falsch lag. In unmittelbarer Nähe der US Task Forces entdeckten die Aufklärer der Saratoga zwei feindliche Trägerkampfgruppen.
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Alliierte:
Japan:


















































































































































































































































































































































