Drei Tage - Trägerschlachten im Südpazifik 1942 - 1944

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Bigfish
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Beitrag von Bigfish »

Zweite Schlacht im Korallenmeer 1. -3. Juli 1942 (Monat 3)
(Beiname: Drei-Tageschlacht vor Papua-Neuguinea)




Situation:


Nach dem Desaster bei den Midway-Inseln herrschte im Oberkommando der kaiserlich japanischen Marine für kurze Zeit Ratlosigkeit, bevor man sich darauf besann, die Expansion voran zu tragen. Ein weiterer Angriff auf Midway oder gar Hawaii war nunmehr allerdings nur noch hypothetisch möglich. Japan war seiner vier größten und besten Flugzeugträger beraubt und der Verlust an erfahrenen Piloten wiegte sogar noch schwerer. Als Ergebnis beschloss Admiral Yamamoto das Beste aus der Situation zu machen und dort zum Angriff überzugehen, wo ein Sieg am aussichtsreichsten war – im Süd-Pazifik.


Als Konsequenz sollte diese Region für die nächsten annährend zwei Jahre, die am heftigsten umkämpfte Region des Pazifik-Krieges werden. Hier sollten die Flotten der Japaner und Amerikaner ein ums andere Mal aufeinander treffen.


Die Japaner fasten den Entschluss einen Keil in die Verbindung Amerika-Australien zu treiben. Dafür war es nötig die Einnahme der Salomonen-Inseln abzuschließen um von Guadalcanal aus als Sprungbrett die Neuen Hebriden, Fidschi und schließlich Samoa zu erobern. Aber Admiral Yamamoto sah ein Problem, dass vorher beseitigt werden musste. Die Invasion von Port Moresby war vor zwei Monaten gescheitert, aber dieser Stützpunkt befand sich in der Flanke der geplanten Angriffsrichtung und stellte damit eine unmittelbare Gefahr dar. Marine und Armee konnten nicht genug Truppen aufbieten um zeitgleich die Salomonen zu sichern und eine erneute Landung auf Port Moresby durchzuführen. Als Ergebnis beschloss Admiral Yamamoto den Luftstützpunkt und den Hafen von Port Moresby zumindest in Schutt und Asche zu legen.


Der Führungsstab war sich bewusst, dass Bombardierungen aus der Luft dafür nicht ausreichen würden, weshalb diese Aufgabe von den Schlachtschiffen der Marine durchgeführt werden sollte. Als Schutz der Bombardierungsgruppe würden die einsatzfähigen Reste der Kido Butai dienen. Sobald Port Moresby ausgeschaltet wäre, könnte die Invasion von Guadalcanal beginnen.


Im Hauptquartier der Pazifik-Flotte auf Hawaii erkannte man zwar die generelle Stoßrichtung der Japaner im Süd-Pazifik, aber die Funkaufklärung arbeitete diesmal weniger Erfolgreich. So war Admiral Nimitz weder über die Stärke der feindlichen Flottenverbände ausreichend informiert, noch wurde das Ziel der Unternehmung erkannt. Es herrschte die Auffassung, dass die Japaner in einer konzentrierten Operation auf Choiseul, New Georgia, Santa Isabel, Malaita und Guadalcanal landen wollten. Möglicherweise auch auf San Cristobal. In Folge dieser Fehleinschätzung der japanischen Ziele war der Einsatzverband unter Führung von Vize-Admiral Robert Lee Ghormley in einer falschen Position. Völlig überraschend standen sich die Kontrahenten auf kurze Distanz gegenüber und der drei Tage währende denkwürdige Schlagabtausch nahm seinen Lauf. Die Zweite Schlacht im Korallenmeer sollte eine der merkwürdigsten Seeschlachten überhaupt werden und wird im Süd-Pazifischen-Raum zumeist als die „Drei Tage vor Papua-Neuguinea“ bezeichnet.




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Grafik 11: Der Süd-Pazifische Kriegsschauplatz mit den wichtigsten Stützpunkten der Region.
Quelle: Handbuch zum Spiel Carrier Strike South Pacific 1942-1944; Seite 58






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Bild 23: Der wenig glückliche Vize-Admiral Robert Lee Ghormley
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File ... g12864.jpg





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Kräfteeinsatz:
Bild Bild Alliierte:
Bild Japan:
Task Force 63 (Konteradmiral Frank Jack Fletcher)
Flugzeugträger Yorktown
2 Schwere Kreuzer
1 Flak-Kreuzer
9 Zerstörer
36 F4F Wildcat
36 SBD Dauntless
18 TBF Avenger
Task Force 29 (Vize-Admiral Chūichi Nagumo)
Flugzeugträger Shokaku
Flugzeugträger Junyo
3 Schwere Kreuzer
1 Leichter Kreuzer
9 Zerstörer
45 A6M2 Zero
39 D3A Val
30 B5N Kate
14 Aufklärungsflugzeuge auf den Kreuzern
Task Force 72 (Vize-Admiral Robert Lee Ghormley)
Flugzeugträger Saratoga
Schlachtschiff North Carolina
2 Schwere Kreuzer
1 Flak-Kreuzer
9 Zerstörer
36 F4F Wildcat
36 SBD Dauntless
18 TBF Avenger
Task Force 7 (Vize-Admiral Jisaburō Ozawa)
Leichter Flugzeugträger Ryujo
4 Schwere Kreuzer
1 Leichter Kreuzer
9 Zerstörer
21 A6M2 Zero
12 B5N Kate
11 Aufklärungsflugzeuge auf den Kreuzern
Task Force 50 (Commander Edmund W. Strother)
2 Zerstörer
4 Tanker
Task Force 45 (Konteradmiral Gunichi Mikawa)
Schlachtschiff Kongo
Schlachtschiff Haruna
2 Schwere Kreuzer
1 Leichter Kreuzer
7 Zerstörer
13 Aufklärungsflugzeuge auf den
Schlachtschiffen und Kreuzern
Flugfeld Townsville Australien
36 P-39 Aircobra
54 B-25 Mitchell
12 Hudson
Task Force 19 (Konteradmiral Hiroaki Abe)
4 Schwere Kreuzer
1 Leichter Kreuzer
7 Zerstörer
9 Aufklärungsflugzeuge auf den Kreuzern
Flugfeld Charters Tower Australien
12 B-25 Mitchell
27 A-20 Boston
Task Force 37 (Captain Masanao Ota)
4 Zerstörer
3 Tanker
Flugfeld Port Moresby
30 P-39 Aircobra
24 B-25 Mitchell
Flugfeld Truk
12 G4M Betty
12 H8K Emily
Flugfeld Espiritu Santo
27 TBF Avenger
18 SBD Dauntless
12 PBY Catalina
Flugfeld Kavieng
18 A6M2 Zero
Flugfeld Rabaul
36 A6M2 Zero
27 G4M Betty
12 H8K Emily
Flugfeld Lae
18 A6M2 Zero



+ + +





Ausgangslage:


Ausgangssituation nach den vorhandenen Informationen aus Sicht von Vize-Admiral Robert Lee Ghormley (Grafik 12):

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Grafik 12: Ausgangslage am 1. Juli 1942 aus Sicht der Alliierten:


Die Invasionsflotte verlässt Rabaul und stößt nördlich von Bougainville auf die Süd-Östlichen Salomonen-Inseln vor. Auf dem Weg zum Hauptziel Guadalcanal finden Querstöße auf die Inseln Choiseul, New Georgia, Santa Isabel und Malaita statt. Gemäß Geheimdienst-Informationen befinden sich in der Region zwei feindliche Flugzeugträger, die nördlich der Salomonen operieren und als Sicherung der Invasionsflotte dienen. Luftunterstützung der Landungsunternehmen wird von Langstrecken-Bombern aus Rabaul erwartet und im Bedarfsfall von den Trägerflugzeugen.


Admiral Nimitz postiert die einsatzfähigen Träger im Süden um einen Luftschlag auf die Transporter durchführen zu können, ohne in Reichweite der japanischen Flugzeugträger zu gelangen.


Kurz nach Beginn der Flugoperationen auf den amerikanischen Flugzeugträgern am Morgen des 1. Juli 1942 stellte sich heraus, dass Admiral Nimitz falsch lag. In unmittelbarer Nähe der US Task Forces entdeckten die Aufklärer der Saratoga zwei feindliche Trägerkampfgruppen.




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Bigfish
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Beitrag von Bigfish »

Zweite Schlacht im Korallenmeer 1. -3. Juli 1942 (Monat 3)




Verlauf der Schlacht:



4:18 Uhr: Auf den Trägern Saratoga und Yorktown beginnen die Vorbereitungen für den Start. Mittlerweile verfügen die Trägergeschwader über ihre Sollstärke von 90 Flugzeugen und die TBD Devastator Torpedobomber wurden durch den Typ TBF Avenger ersetzt.


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Bild 24: Torpedobomber Grumman TBF Avenger
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File ... ly1942.jpg





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4:31 Uhr: Admiral Ghormley gibt die Losung des Tages aus: Kurs Nord-Ost, annähern an die vermutete Feindposition. Ghormley rechnet damit am frühen Nachmittag die ersten Sichtungsmeldungen zu erhalten.





4:58 Uhr: Von der USS Saratoga starten sechs TBF Avenger mit Aufklärungsmission für den Nord-Nord-Östlichen Sektor. Die Region südlich der beiden Task Forces werden von Langstrecken See-Aufklärern aus Charters Tower, Townsville und Espiritu Santo abgedeckt.


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6:03 Uhr: Der Jagschutz der Yorktown meldet den Abschuss von Aufklärern der Typen Jake und Dave. Admiral Ghormley bespricht sich mit seinem Stab und gibt seiner Verwunderung Ausdruck darüber, so früh Seegestützte Aufklärer über seinen Trägern zu finden, wie sie die Japaner üblicherweise auf Kreuzern verwenden.


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Bild 25: Japanischer Aufklärer Typ E13A1 Codename Jake
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File ... uselang=de





6:09 - 6.31 Uhr: Die Aufklärer der Saratoga melden zahlreiche japanische Schiffsverbände weniger als 150 Seemeilen Nord-Östlich der Position der US Träger. Admiral Ghormley und Admiral Fletcher versuchen in die Sichtungsmeldungen Ordnung hereinzubekommen. Sollten die als plausibel angenommenen Meldungen stimmen, sind bis zu fünf japanische Flugzeugträger in unmittelbarer Nähe im Einsatz. Admiral Fletcher bezweifelt, dass die Japaner derzeit überhaupt so viele Einsatzbereite Flugzeugträger besitzen. Es ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass der Feind mit überlegenen Streitkräften kaum eine Flugstunde entfernt steht.

Da mittlerweile auch Aufklärer vom Typ D3A Val gesichtet werden ist die Präsenz feindlicher Träger verifiziert


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6:42 Uhr: Admiral Ghormley ist verärgert darüber, dass es nicht gelungen ist die beiden amerikanischen Trägerkampfgruppen zusammenzuführen um die Kräfte zu bündeln. In aller Eile starten die Bombergeschwader der beiden Träger alleine zu den Zielen. Auftrag: „Finden und Versenken von allem was nach japanischen Trägern aussieht“. Weder ist klar welche der Sichtungen echt ist und welche nicht. Da sich aber alle Meldungen in unmittelbarer Nähe befinden, spielt dies für Admiral Ghormley keine Rolle. Ihm ist bewusst, das seine zwei Trägergeschwader niemals ausreichen um es mit fünf japanischen Trägern aufzunehmen. Er kann nur versuchen so viel Schaden wie möglich anzurichten.


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7:12 Uhr: Die Radar-Geräte von Yorktown und Saratoga orten einen großen Pulk anfliegender Bomber. Noch lässt sich nicht sagen, welcher Träger das Ziel ist. Da die beiden Gruppen immer noch etwa 40 Seemeilen voneinander entfernt stehen rechnet Admiral Fletcher damit, dass sich die geballte Macht der Japaner nur auf einen der beiden Träger stürzen wird.


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7:23 Uhr: Admiral Fletcher schaut auf die Uhr. Er rechnet damit, dass in etwa einer halben Stunde seine eigenen Bomber, wie auch die Bomber der Japaner über ihren Zielen sein werden. Es ist alles getan, jetzt hängt es an den Piloten und deren Glück.


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7:32 Uhr: Die schnellen und wendigen Sturzkampfbomber erhalten Befehl sich auf die gemeldeten Flottenträger zu konzentrieren. Die langsameren TBF Avenger sollen Ausschau nach den zwei gesichteten leichten Flugzeugträgern der Japaner halten und diese angreifen. Die Japaner scheinen direkt auf die Saratoga-Gruppe anzufliegen.


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7:41 – 7:52 Uhr: Die Bomber der Saratoga entdecken zwei feindliche Flugzeugträger und greifen an. Die Träger werden als die Schokaku und die Junyo identifiziert. Nahezu zeitgleich finden die Bomber der Yorktown einen einzeln leichten Träger – es wird die Ryujo vermutet – und decken das Schiff mit Bomben zu. In der Verwirrung gelingt es den Avengern der Saratoga unbehelligt durch die japanische Jagdabwehr zu schlüpfen und ebenfalls Treffer auf der Ryujo zu erzielen.

Insgesamt wird die Ryujo von elf 500 Pfund-Bomben getroffen und die Junyo erhält vier Treffer. Die Shokaku wird nicht getroffen.


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8:01 Uhr: Die abfliegenden Bomber melden, dass der leichte japanische Träger in Flammen steht. Auf der Junyo ist nur ein kleines Feuer zu sehen.


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8:07 Uhr: Die Japaner finden die USS Saratoga und greifen an. Admiral Ghormley kann sein Glück kaum fassen, die Saratoga wird lediglich von einer einzigen 250kg-Bombe getroffen. Außerdem nimmt man auf amerikanischer Seite positiv zur Kenntnis, dass die japanischen Zeros nicht mehr den gleichen Biss haben wie noch vor 1-2 Monaten. Zwei kleinere Brände auf der Saratoga können schnell unter Kontrolle gebracht werden.


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8:12 Uhr: Avenger der Yorktown sichten die brennende Ryujo und greifen an. Es gelingt ihnen jedoch nicht einen Treffer zu erzielen.


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hohe_Berge
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Beitrag von hohe_Berge »

Wieder einmal sehr spannend werter Bigfish.

Glück Auf
Klaus Täuber (Der Boxer): Wenn du Profi wirst und nur bei einem Verein spielen kannst, dann musst du nicht in Barcelona, nicht in München, nicht in Dortmund spielen. Sondern auf Schalke.
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Bigfish
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Beitrag von Bigfish »

Werte hohe_Berge,

habt Dank!

Wir können versprechen, bei dieser Schlacht wird es noch deutlich besser ;)
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Bigfish
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Beitrag von Bigfish »

Zweite Schlacht im Korallenmeer 1. -3. Juli 1942 (Monat 3)




Verlauf der Schlacht:



8:22 Uhr: Auch wenn die Situation weiterhin verworren bleibt, ist Admiral Ghormley zufrieden mit den bisherigen Ereignissen. Er geht fest davon aus, dass der leichte Träger Ryujo schwer getroffen ist und in dieser Schlacht keine Rolle mehr spielt. Ebenfalls hofft er, dass die erzielten Treffer auf dem Träger Junyo ausreichen um ihn aus dem Rennen zu nehmen. Weitere Sichtungsmeldungen sind ausgeblieben, die genaue Stärke des Feindes bleibt damit weiterhin unklar. Es steht zu befürchten, dass noch mindestens drei intakte japanische Träger Vor-Ort sind.


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8:31 Uhr: Weitere Bomber erreichen die Position der japanischen Flotte, können jedoch keine Treffer erzielen.


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9:22 Uhr: Während die letzten zurückkehrenden Bomber im Anflug sind, bereitet man den Start einer zweiten Welle vor. Neue Aufklärer-Berichte ergeben die Anwesenheit von drei feindlichen Schiffsverbänden mit insgesamt drei Flugzeugträgern. Admiral Ghormley fast jetzt die Hoffnung aufgrund der bisherigen Treffer die Schlacht zu seinen Gunsten entscheiden zu können.


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9:45 Uhr: Die zweite Welle startet und macht sich auf den Weg zu ihren Zielen. Diesmal schwer beladen mit 1000 Pfund-Bomben.


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10:18 Uhr: Die Flugzeuge sind von Deck, die letzte Welle besteht aus einem gemeinsamen Verband von Yorktown und Saratoga, nachdem die beiden Träger endlich nahe beieinander stehen.


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10:30 Uhr: Der Angriff der zweiten Welle beginnt. Diesmal ist die japanische Jagdabwehr aufgewacht und kann sämtliche Angreifer der ersten Gruppe abschießen.


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10:34 Uhr: Luftalarm über Port Moresby. Admiral Ghormley ist darüber extrem verwundert, lauten seine Informationen doch, dass die Salomonen das Ziel sind und nicht Papua-Neuguinea. Ein Angriff auf Port Moresby ergibt keinen Sinn. Gerade als er mit seinem Stab die neusten Entwicklungen besprechen will wird auch auf der Saratoga Fliegeralarm ausgelöst. Weitere japanische Bomber befinden sich im Anflug auf seine Träger.


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10:43 Uhr: Eine weitere Gruppe SBD Dauntless erreicht die nach wie vor brennende Ryujo. Die Jagdabwehr über dem leichten Träger ist anders als bei den beiden großen Flottenträgern unkonzentriert. Lediglich der Flak gelingt ein Treffer. Die Bomber nutzen diese Gelegenheit und erzielen fünf Volltreffer. Die abfliegenden Piloten melden zahlreiche schwere Folgeexplosionen auf dem Träger und eine deutliche Steuerbord-Schlagseite.


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Bild 26: Die Ryujo im Bombenhagel amerikanischer Bomber
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File ... lomons.jpg








10:47 Uhr: Die USS Grayling, die nach ihrer wichtigen Rolle bei den Midways direkt in die Salomonensee beordert versucht das Schicksal der Ryujo zu besiegeln, wird jedoch von den Zerstörern entdeckt und abgedrängt.


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11:03 Uhr: Nach Unterlagen der kaiserlich japanischen Marine kentert und sinkt der leichte Flugzeugträger Ryujo um drei Minuten nach Elf. Das Schiff war Brandneu und auf seiner ersten Fahrt. Nach den Verlusten bei den Midways wurde der unfertige Träger von der Werft überstürzt ausgeliefert. Sinnigerweise waren ausgerechnet die Brandschotten nur teilweise einsatzbereit und die Leck-Wehr-Mannschaften nur zum Teil eingeschifft.


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11:05 Uhr: Japanische Bomber greifen das Flugfeld von Port Moresby an, erzielen aber nur mäßige Schäden.


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11:11 Uhr: Bomber der Yorktown erreichen die letzte bekannte Position der Ryujo, sichten allerdings nur Kreuzer und greifen an. Es werden keine Treffer erzielt.


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11:18 Uhr: Eine PBY meldet feindliche Großkampfschiffe etwa 120 Seemeilen nördlich der bisherigen Sichtungen.


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11:22 Uhr: Die Stützpunkt-Kommandant von Port Moresby äußert seinen Unmut über die Nachrichtendienste, weil nach deren Informationen alle japanischen Bomber in die Salomonen-Operation eingebunden sein sollen. Er beschließt die von den Japanern überbrachte Botschaft zu erwidern und befiehlt seinen Bombern den Angriff auf den japanischen Stützpunkt Lae.


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11:27 Uhr: Die zweite Angriffswelle der Japaner stürzt sich auf die Saratoga. Trotz großen Erfolgen der Flak, gelingt den Japanern der Durchbruch durch die Verteidigungslinien. Die Japaner erzielen einen Bomben und einen Torpedotreffer auf der Saratoga.


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11:36 Uhr: Die zweite Welle der Saratoga erreicht den Hauptverband der Japaner und greift an. Die japanische Jagdabwehr kann wiederum zahlreiche anfliegende Bomber abschießen. Der Träger Junyo wird von einer Bombe getroffen und in Brand gesetzt.


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11:39 Uhr: Eine weitere Sichtungsmeldung beunruhigt Admiral Ghormley endgültig. „Japanische Schlachtschiffe etwa 320 Seemeilen nördlich“.


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11:42 Uhr: Die Leck-Wehr der Saratoga meldet nur geringe Schäden am Schiff. Die Höchstgeschwindigkeit ist herabgesetzt, aber der Träger ansonsten vollständig Einsatzbereit.


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11:47 Uhr: Admiral Fletcher diskutiert mit seinem Stab die bisherigen Erkenntnisse. Nach seiner Ansicht handelt es sich nicht um eine Invasion, aber sein Stab ist über das Ziel der Japaner genauso ratlos wie er selbst. Admiral Fletcher regt bei Admiral Ghormley an Rücksprache mit dem Hauptquartier auf Hawaii zu nehmen. Admiral Ghormley stimmt zu, es gelingt aber nicht eine stabile Funkverbindung mit Hawaii oder anderen Funkstellen die näher gelegen sind aufzubauen.


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12:07 Uhr: Von Port Moresby aus sind 24 Bomber auf dem Weg nach Lae. Der Staffel-Führer ist froh endlich etwas zu tun zu haben. Er ahnt nicht, dass seine Bomber noch eine wichtige Rolle spielen werden.


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12:11 Uhr: Eine Splittergruppe SBD Dauntless erreicht den Geleitschutz der gesunkenen Ryujo, kann aber keine Treffer erzielen.


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13:08 Uhr: Aufgrund der Windrichtung sind die amerikanischen Task Forces weit nach Süd-Westen marschiert. Viele Bomber der US-Träger sind deswegen noch auf dem Rückweg und nicht bereit einen weiteren Angriff zu fliegen. Admiral Ghormley ärgert sich über die gedrehte Windrichtung, die jetzt den Japanern in die Hände spielt, da erhält er die Meldung von anfliegenden japanischen Bombern. Er wundert sich darüber so früh nach dem letzten Angriff bereits wieder attackiert zu werden.

Er befiehlt sämtlichen startbereiten Bombern umgehend zu starten, auch wenn dies wieder nur kleine Angriffsgruppen bedeutet.


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13:36 Uhr: Das Port Moresby Bomber-Geschwader erreicht Lae und beginnt mit der Bombardierung. Es werden keine wesentlichen Schäden erzielt, aber der Symbolcharakter wird deutlich und die Japaner fühlen sich darin bestätigt, dass Port Moresby eine Gefahr darstellt.


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14:03 Uhr: Kurz nachdem die letzten amerikanischen Bomber gelandet sind, beginnt der Angriff der Japaner. Diesmal ist die USS Yorktown das Ziel. Dank der Jagdabwehr schaffen es nur wenige japanische Bomber bis zum Ziel und sind nicht in der Lage einen Treffer zu erzielen.


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14:49 Uhr: Ein kombinierter Angriffsverband von Yorktown und Saratoga erreicht die beiden japanischen Flottenträger. Zahlreiche Bomber fallen abermals dem Jagdschutz zum Opfer, aber den überlebenden Bombern gelingt ein heftiger Schlag. Die Shokaku wird von drei Bomben getroffen und brennt, die Junyo wird einmal getroffen.


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15:32 Uhr: Auf Yorktown und Saratoga orten die Radargeräte abermals eine japanische Angriffswelle.


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16:27 Uhr: Japanische Bomber greifen die USS Saratoga an und erzielen einen Torpedotreffer.


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16:32 Uhr: Ein weitere Welle amerikanische Bomber erreicht die japanische Hauptmacht, aber wird von der Jagdabwehr zusammengeschossen. Dennoch gelingen zwei weitere Bombentreffer auf der brennenden Shokaku.


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16:37 Uhr: Nach dem Torpedotreffer ist die Saratoga nicht in der Lage Flugoperationen durchzuführen. Die beschädigten Wildcats der CAP werden zur Yorktown umgeleitet, ebenfalls erhalten die zurückkehrenden Bomber den Befehl auf der Yorktown zu landen.


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16:39 Uhr: Auf der USS Saratoga ereignet sich eine schwere Explosion.


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hohe_Berge
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Beitrag von hohe_Berge »

"Auf der USS Saratoga ereignet sich eine schwere Explosion"

Futsch?

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Beitrag von Bigfish »

Werter hohe_Berge.

da ist kein Blumentopf mehr zu gewinnen. Einen Fire Level von 35 bekommt man nicht mehr gelöscht. Mal sehen ob wir heute noch ein Update schaffen, dann seht Ihr das.


+ + +


Werte Regenten,

freundlicherweiße hat Uns der edle Voetmann für den AAR des Monats Januar 2015 nominiert. Natürlich sind Wir so eitel, dass Wir uns über Stimmen für Unseren AAR freuen...

Die Abstimmung ist hier zu finden: http://www.si-games.com/forum/showthread.php?t=27866
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Beitrag von Teddy Suhren »

Solch ein Cliffhanger sollte verboten werden. :D
Weiter!

P.S.: Kommentar der werten Frau als Wir den AAR gelesen haben: "Was schaust du dir da an? Pfeile???" Die Kampfdarstellung der Luftkämpfe scheint ihr nicht zu gefallen. ;)
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Beitrag von Alith Anar »

Wieso denke ich nur jedesmal wenn Ihr schreibt "ein kleines Feuerchen auf Träger XYZ - nicht schlimmes" - Naja dann ist er wohl gleich weg ;)
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Bigfish
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Beitrag von Bigfish »

Werter Teddy Suhren,

Cliffhanger? Was meint ihr, dass kennen Wir nicht :teufel:

Pfeile? - Ja das Spiel könnte ein grafisches Update vertragen, es macht aber auch so irre Spaß... (In der DosBOX etwas weniger - aber gut zumindest läuft es) :rolleyes:



+ + +



Werter Alith Anar,

grundsätzlich kann jedes Feuer eine Explosion auslösen. Es ist aber halt nicht wahrscheinlich, dass ein kleines Feuer zu einer Explosion führt.

Von Mai bis Juni 1942 lautet die Berechnung: (Zufallszahl zwischen 0-100) < (Fire Level) ergibt eine Explosion. Das ändert sich auf:

(Zufallszahl zwischen 0-175) < (Fire Level) von Juli bis Dezember 1942
(Zufallszahl zwischen 0-250) < (Fire Level) von 1943 bis 1944
(Zufallszahl zwischen 0-100) < (Fire Level) ab 1944 nur für Japaner


Fragt Uns jetzt nicht wie zufällig der Zufallszahlengenerator eines alten DOS-Spieles ist, aber das Prinzip wird deutlich. Umso größer ein Feuer umso wahrscheinlicher folgt eine Explosion. Die Saratoga hatte kein Feuer und nur einen Floating Schaden von 4, als der Torpedo getroffen hat. Torpedotreffer und Explosion fanden im selben Turn statt. Daher war es nicht möglich zu prüfen, wie hoch der Fire Level durch den Torpedotreffer gewesen ist. Aufgrund der Gleichnungen höchstens 6, falls der Torpedo die Panzerung nicht durchschlagen hat und maximal 26, falls der Torpedo die Panzerung durchschlagen hat. Gut der Torpedo muss die Panzerung durchschlagen haben, sonst könnte es am Ende keinen Fire Level von 35 nach der Explosion geben.

Eine Explosion addiert mindestens 5 zusätzlichen Fire Level und höchstens 20. 35 minus 20 gleich 15. 15 ist größer 6, also hat der Torpedo die Panzerung geknackt! Ausgerechnet auf der Saratoga ist das ärgerlich, weil die Saratoga ein umgebauter Kreuzer gewesen ist und deshalb eine vergleichsweise schwere Panzerung besaß.

Japanischer Typ 91 Torpedo = Warhead von 45. Lexington Klasse = Armor von 30 und Durabillity von 110.

Dazu die Gleichung: Die Panzerung wird durchschlagen wenn (Zufallszahl von 0 bis Warhead) > (Zufallszahl von 0 bis Armor). Das ist aber noch nicht alles. Bei Torpedos findet eine doppelte Zufallsberechnung bei der Panzerung statt.

Also letztlich (Zufallszahl von 0 bis Warhead) > (Zufallszahl von 0 bis (Zufallszahl für Armor)).

Das ein Torpedo beim Durchschlagen der Panzerung überhaupt bis zu 20 zum Fire Level zusätzlich addiert hat eine fixe Wahrscheinlichkeit von 5%.


Fazit: Die Saratoga hat in jeder Hinsicht "scheiß" Würfelergebnisse erhalten...



+ + +



Edit: p.s.: Die Zahlen gelten, weil keine aufgetankten Flugzeuge an Bord waren. Wären aufgetankte Flugzeuge an Deck oder im Hangar gewesen, kommen weitere Gleichungen dazu...

Wir mögen das Handbuch zum Spiel, da ist nämlich jede Gleichung exakt aufgeführt, die zur Anwendung kommt.


+ + +


Edit 2: Achso ja - Ein Feuer erzeugt jeden Turn mindestens 1 Punkt flotation damage. Mit einer Wahrscheinlichkeit von (Zufallszahl von 0 bis 100) < (Fire Level) einen zusätzlichen Punkt flotation damage. Ab 99 Punkten flotation damage sinkt das Schiff. Weitere flotation damage entsteht natürlich auch durch den Treffer direkt, aber durch Feuer vergörßert sich die flotation damage halt beständig. Ein Schiff ohne Brände zum Sinken zu bringen, erfordert schon ein heftiges Bombardement. Wird man in dieser Schlacht noch sehen können ;)
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Beitrag von Voetmann »

Eieiei, bei Euch geht es ja hoch her! :eek:
Viel Glück, dass Ihr noch relativ unbeschadet da herauskommt... zeigt es den Japsen! :top:
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Beitrag von Bigfish »

Zweite Schlacht im Korallenmeer 1. -3. Juli 1942 (Monat 3)




Verlauf der Schlacht:



16:44 Uhr: Nachdem Admiral Ghormley wieder auf die Beine gekommen ist, wird schnell klar, dass der letzte Torpedotreffer ganze Arbeit geleistet hat. Der Träger brennt lichterloh und ist nicht mehr zu retten. Es ergeht der Befehl: „Alle Mann von Bord“.


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16:47 Uhr: Admiral Fletcher übernimmt offiziell ab sechzehnhundertfünfzig das Kommando über die an der Schlacht beteiligten Flottenverbände. Der verletzte Admiral Ghormley setzt zur USS Atlanta über und ist für den Rest der Schlacht an keinen weiteren Entscheidungen mehr beteiligt.




16:57 Uhr: Alle noch in der Luft befindlichen Flugzeuge der Saratoga werden zur Landung auf der USS Yorktown befohlen, lediglich die CAP schützt weiterhin den Verband.


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17:00 Uhr: Admiral Fletcher beginnt eine Lagebesprechung mit seinem Stab. Auf der Habenseite zählt er den Umstand, dass die Yorktown über eine hohe Kampfbereitschaft verfügt, weil die Flugzeuge der Saratoga die eigenen Verluste teilweise ausgleichen. Negativ ist somit trotzdem der Wegfall der Hälfte aller Flugzeuge der beiden Träger. Weiterhin kommt keine Funkverbindung mit Hawaii zustande. Admiral Fletcher ist auf sich alleine gestellt und zieht sich nach der Lagebesprechung zurück. Er muss die Frage klären, ob er den Kampf abbrechen soll und mit Süd Kurs Richtung Australien den Rückzug antritt?

Klar ist zu diesem Zeitpunkt, dass die japanischen Träger schwer getroffen worden sind, dies aber scheinbar völlig unbeeindruckt wegstecken und voll Kampffähig sind. Es ist immer noch nicht klar, was die Japaner beabsichtigen und welches Ziel geschützt werden muss. Sollte es tatsächlich um die Salomonen gehen, kann Admiral Fletcher von seiner jetzigen Position keine weitere Unterstützung leisten. Weder hat er die nötigen Flugzeuge zur Verfügung, noch ist er annähernd in Reichweite. Zu diesem Zeitpunkt vermutet er die Anwesenheit von mindestens drei japanischen Flugzeugträgern, zehn schweren Kreuzern und vier Schlachtschiffen samt Geleitschutz. Dieser Streitmacht hat er nichts entgegenzusetzen.


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18:15 Uhr: Auf der Saratoga dauern die Evakuierungsmaßnahmen an, aufgrund der Brände und der starken Schlagseite gestaltet sich die Rettung der Besatzung sehr schwierig.


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19:08 Uhr: Eine weitere Explosion erschüttert die Saratoga. Der Träger neigt sich gefährlich nach Backbord und droht jederzeit zu kentern.


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Bild 27: Die USS Saratoga steht licherloh in Flammen, der Träger ist nicht mehr zu retten.
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File ... brennt.jpg







19:22 – 20:02 Uhr: Weitere Explosionen verhindern die Rettung der eingeschlossen Mannschafften. Explodierende Munition gefährdet die nahe stehenden Zerstörer, welche daraufhin auf Abstand gehen.


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20:10 Uhr: Admiral Fletcher erscheint nach fast drei Stunden Abwesenheit wieder auf der Brücke. Er hat sich entschieden.

An die Task Force 72 ergeht der Befehl die Saratoga zurück zu lassen. Nur der Kreuzer Atlanta und einige Zerstörer sollen in der Nähe bleiben um weitere im Wasser treibende Mannschaften zu retten. Die restlichen Einheiten von Task Force 72 und der Verband der Yorktown werden mit Höchstgeschwindigkeit Kurs West befohlen.


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20:22 – 20:39 Uhr: Zahlreiche Explosionen erhellen den Horizont. Admiral Fletcher salutiert der hinter dem Horizont verschwundenen Saratoga und beginnt danach mit der Einweisung seines Stabes für den kommenden Tag. Von Süden näheren sich die Flottenversorger und beginnen mit der Betankung der Yorktown und ihrer Begleitschiffe.


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21:30 Uhr: Die neu formierte Task Force 75 um das Schlachtschiff North Carolina erreicht die Versorgungsschiffe und wird ebenfalls betankt. Das Wrack der USS Saratoga liegt reglos und brennend im Wasser. Admiral Ghormley betrachtet das Geschehen um sein Flaggschiff von der Brücke der Atlanta. Nach den Ereignissen dieser Schlacht wird er als Frontkommandeur im Süd-Pazifik abgezogen.


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21:42 Uhr: Die USS Saratoga versinkt in einer letzten finalen Explosion im Korallenmeer. Zu diesem Zeitpunkt hat die kaiserlich japanische Marine aus ihrer Gesamt-Schwäche das maximal mögliche herausgeholt und der US Navy einen schweren Schlag versetzt. Auch Admiral Nagumo überlegt zu dieser Zeit die Schlacht abzubrechen und seine beiden beschädigten Träger in Sicherheit zu bringen. Anders als Admiral Fletcher vermutet, sind die Schäden an der Shokaku und Junyo zwar spürbar, setzen jedoch die Einsatzbereitschaft kaum herab. Schwerwiegender ist der Verlust von zahlreichen Bombern, abwägend ist sich Nagumo darüber bewusst, dass es beim Feind aber noch viel schlechter aussehen muss.


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23:12 Uhr: Der Kreuzer Atlanta und die Zerstörer schließen zu den Versorgern auf und werden ebenfalls betankt.


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00:00 Uhr am 2. Juli 1942: Sämtliche US Einheiten laufen mit Höchstfahrt nach Westen. Admiral Fletchers Stab stimmt mit Fletcher überein, dass dessen Plan gewagt aber vernünftig sei. Sollte der Plan tatsächlich gelingen, besteht die Chance das Blatt noch zu wenden. Hawaii ist nach wie vor, genauso wie die Stützpunkte auf Australien, nicht zu erreichen.


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Voetmann
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Beitrag von Voetmann »

Ein schönes Update, werter Bigfish! Fühlt Euch mal grün. :) :top:
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Beitrag von Bigfish »

Habt Dank werter Voetmann!
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Beitrag von Bigfish »

Zweite Schlacht im Korallenmeer 1. -3. Juli 1942 (Monat 3)




Verlauf der Schlacht:



00:15 Uhr: Admiral Fletcher marschiert Nervös auf dem Flugdeck der Yorktown umher, als sich endlich der Leitende Mechaniker des Bordgeschwaders zu ihm gesellt und Bericht erstattet. Das Jagdgeschwader der Yorktown ist mit 36 F4F vollständig einsatzfähig. Ebenfalls ist die Staffel Scout 5 mit 17 von 18 Maschinen einsatzfähig. Bei den Bombern 5 sind aber nur noch 8 SBDs verwendungsfähig. Weitere 11 Dauntless von der Saratoga befinden sich im Hangar, können aber diese Nacht nicht mehr in Flugbereitschaft versetzt werden. Torpedo 5 hat 14 einsatzbereite Flugzeuge zu bieten und eine Maschine, die ebenfalls nicht mehr fertig werden wird.

Admiral Flechter ist zwar erfreut darüber, dass er somit immer noch über 87 Flugzeuge verfügt, begonnen hatte er mit 90 Flugzeugen, aber diese Zahl enthält auch etwas tragisches. Um den Flugbetrieb aufrechterhalten zu können, haben auf der Yorktown eben nur diese 90 Flugzeuge Platz. Somit hatte er entschieden, den Jagdschutz der Saratoga nach Australien zu schicken. Für den nächsten Tag hätte er die Jäger von dort aus gut gebrauchen können. Eine Treibstoffberechnung ergab jedoch sehr schnell, dass die Distanz zu groß ist. Selbst zur Yorktown hätten es viele nicht mehr geschafft. Somit haben die Jäger Piloten versucht auf der brennenden Saratoga zu landen oder neben dem Träger zu wassern. Die meisten Piloten von Jäger 3 haben zwar überlebt, aber die Flugzeuge selbst sind verloren.


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04:05 Uhr: Seit zwei Stunden besteht endlich Funkverbindung nach Australien und Hawaii. Admiral Flechter informiert Admiral Nimitz über die Ereignisse des letzten Tages und sein aktuelles Vorhaben. Admiral Nimitz stimmt seinem Vorhaben letztlich zu.

Nachdem Admiral Fletcher klar wurde, dass die Japaner eine deutlich überlegene Luftmacht haben, sieht er die einzige Chance darin seine Position zu verbessern, indem er auf die Bomber in Australien zurückgreift. Das gelingt allerdings nur, wenn Admiral Nagumo in die Falle tappt und die Yorktown verfolgt. Anderenfalls sind die Bomber in Charters Tower und Townsville nicht in der Lage die Distanz zu den Japanern zurückzulegen.

Wie der kommende Tage zeigen sollte, hat Admiral Flechter ohne es zu Wissen damit eine hervorragende Entscheidung getroffen. Um vier Uhr fünfzehn stellt sich die Situation wie folgt dar (Grafik 13).



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Grafik 13: Die Lage am Morgen des 08. Juli 1942. Die Yorktown steht westlich der restlichen Verbände in Reichweite der Australischen Flugplätze.
Die Reste der Task Force 72 stehen weiter östlich und sind somit sowohl Lockvogel, wie auch Abwehrriegel und die Tanker steuern Kurs Süd-West.







04:42 Uhr: Admiral Fletcher erhält die Meldung des Tages. Küstenbeobachter sichten in der Nähe von Port Moresby japanische Schlachtschiffe. Damit ist endlich klar, was die Japaner vorhaben. Küstenbeschuss mit schwerer Schiffsartillerie. Eine Landung erscheint abwegig, denn dann hätten am Vortag auf jeden Fall Transporter gesichtet werden müssen, was zu keiner Zeit der Fall war.

Jetzt befindet er sich in optimaler Ausgangssituation. Bis seine Bomber starten können und den Weg zu den Japanern zurückgelegt haben, wird das Bombardement sicher bereits begonnen haben, aber auf dem Rückweg kann er sich den Japanern in den Weg stellen. Außerdem sind damit die Bomber aus Australien auf jeden Fall in Reichweite der Japaner. Allerdings bleiben zwei Fragen: Wo sind die japanischen Flugzeugträger und wie viele sind tatsächlich am Einsatz beteiligt?


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06:00 Uhr: Nachdem es hell genug für Flugoperationen ist, starten von Port Moresby die Bomberstaffeln um die japanischen Schlachtschiffe in Empfang zu nehmen. Auf der Yorktown beginnen ebenfalls die Flugoperationen. Zuerst startet der Jagdschutz um vorbereitet zu sein, falls Nagumo wirklich in die Fall getappt ist und die Yorktown verfolgt hat. Dann würde er sich ganz nahe befinden und ein erneuter Schlagabtausch stünde bevor.


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06:02 Uhr: Aufklärer aus Australien passieren die Atlanta-Gruppe. Von der Yorktown werden keine Aufklärer eingesetzt, weil Admiral Fletcher jeden der wenigen Bomber für mögliche Angriffe bereithalten will. Die Yorktown selbst befindet sich bereits tief im Luftaufklärungsbereich, sodass mögliche Sichtungen ohnehin kaum früher möglich wären.


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06:04 Uhr: Der japanische Kampfverband eröffnet das Feuer auf Port Moresby und lässt Granaten auf den Flugplatz regnen. Durch die Küstenbeobachter gewarnt, ist Port Moresby vorbereitet und die Schäden sind gering. Da sich die meisten Bomber bereits in der Luft befinden und nachdem Sammeln eine Schleife für den Angriff auf die Schlachtschiffe fliegen, werden nur einige alte Jagdmaschinen zerstört.


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06:25 Uhr: Die Yorktown dreht in den Wind und startet alle verfügbaren Bomber zum Angriff auf die japanischen Schlachtschiffe. Aufgrund aufziehender Wolken haben die Bomber aus Port Moresby Probleme den Feind zu finden.


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06:58 Uhr: Die North Carolina Gruppe erreicht den Yorktown-Verband und wird zur Verstärkung der Flak-Abwehr in den Verband integriert.


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07:08 Uhr: Noch immer haben die Bomber aus Port Moresby Probleme den Feind zu sichten Wolken und Küstennebel verbergen die japanischen Angreifer effektiv vor der drohenden Gefahr.


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07:13 Uhr: Die Aufklärer aus Australien sichten eine japanische Kreuzergruppe süd-westlich des Louisiade-Archipel. Admiral Fletcher vermutet einen Deckungsverband für Nagumos Träger. Offen bleibt die Frage, ob die Träger westlich der Kreuzer und damit in Reichweite stehen, oder östlich der Kreuzer und somit außerhalb der Reichweite.


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07:18 Uhr: Die japanischen Träger sind gefunden. Östlich des Kreuzer-Verbands und damit außerhalb der Reichweite der Yorktown. Admiral Fletcher atmet erleichtert auf, kann er sich doch somit in aller Ruhe den japanischen Schlachtschiffen widmen ohne Gefahr zu laufen von japanischen Flugzeugen angegriffen zu werden. Andererseits steht damit auch fest, dass Nagumo die Gefahr aus Australien erkannt hat und sich nicht nach Westen in die Falle begeben hat. Zeitgleich erscheinen japanische Aufklärer über der Yorktown, können aber von der CAP abgeschossen werden.


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07:22 Uhr: Mehrere japanische Aufklärer bombardieren die amerikanischen Flottentanker, erzielen aber keine Treffer.


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07:43 Uhr: Endlich klart der Himmel über Port Moresby auf und die Bomber können den ersten Angriff des Tages auf die japanische Bombardierungsgruppe starten. Den B-25 Bombern gelingen drei Treffer auf einem Schlachtschiff der Kongo-Klasse. Erst nach dem Krieg erfahren die Amerikaner wie entscheidend einer der beiden Hecktreffer gewesen ist. Die Maschineanlage der Kongo wurde dadurch schwer beschädigt und die Manövrierfähigkeit sowie die Geschwindigkeit des Schlachtschiffes erheblich beeinträchtigt. In der Folge lag der japanische Schlachtschiffverband für den Rest des Tages auf dem Präsentierteller.


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08:03 Uhr: Der Kreuzer Atlanta erreicht mit seinen Zerstörern die Yorktown-Gruppe und wird ebenfalls zur Flak-Abwehr integriert. Die Zerstörer fahren alleine weiter und sollen auf Abstand zur Yorktown in Richtung der japanischen Träger Position beziehen um als Frühwarnung vor möglichen Fliegerangriffen zu dienen.


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09:23 Uhr: Nachdem auch die Bomber der Yorktown wegen der massiven Wolkendecke Probleme hatte die Schlachtschiffe zu finden, beginnt endlich der Angriff. Insgesamt werden sieben Bombentreffer auf zwei Schlachtschiffen und zwei Kreuzern erzielt. Der schwere Kreuzer Takao und das Schlachtschiff Haruna geraten hierbei in Brand.

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Beitrag von Bigfish »

Zweite Schlacht im Korallenmeer 1. -3. Juli 1942 (Monat 3)




Verlauf der Schlacht:



09:42 Uhr: Den abfliegenden Bombern bietet sich ein Eindrucksvolles Bild. Ein Schlachtschiff steht lichterloh in Flammen und auf zwei Kreuzern sind ebenfalls Brände ausgebrochen. Später wird es heißen: „Die überlebenden Piloten der Saratoga wollten Rache nehmen und taten dies gleich am nächsten Tage“.


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10:25 Uhr: Die angeschlagenen japanischen Schlachtschiffe laufen langsam die Südküste von Papua-Neuguinea entlang und befinden sich ab etwa 10 Uhr in sicherer Angriffsreichte der Bomber aus Australien. Um 10:25 heben die ersten Bomber aus Charters Tower und Townsville von ihren Flugfeldern ab und drehen nach Norden.


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10:32 Uhr: Die Radar-Station von Port Moresby ortet japanische Flugzeuge aus nördlicher Richtung im Anflug auf das Flugfeld.


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11:18 Uhr: Die Die ersten Bomber kehren zurück zur Yorktown und beginnen mit der Landung. Währenddessen greifen japanische Langstreckenbomber
Port Moresby an, können aber keine größeren Schäden anrichten.


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11:56 Uhr: Frisch betankt und bewaffnet heben SBD Dauntless-Bomber von der Yorktown ab, um ihr begonnenes Werk zu vollenden. Die Entfernung zu den japanischen Kriegsschiffen beträgt nicht einmal mehr 100 Seemeilen.


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12:32 Uhr: Sechs Angriffswellen mit über einhundert Bombern befinden sich auf dem Weg zu den Japanern. Genau so hatte sich das Admiral Fletcher vorgestellt, allerdings wollte er diese Flugzeuge gegen Nagumos Träger einsetzen und nicht gegen Schlachtschiffe. Er sieht aber auch das Gute daran: Die Schlachtschiffe haben keinen Jagdschutz und die japanische Flak ist alles andere als Leistungsfähig. Die meisten Bomber werden daher ziemlich sicher zurückkehren.


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12:39 Uhr: Die ersten Dauntless-Bomber beginnen mit dem Großangriff. Das Schlachtschiff Haruna wird von sechs eintausend Pfund-Bomben schwer getroffen, ein Kreuzer der Takao-Klasse wird einmal getroffen. Der Kapitän der Haruna Captain Ishii Kazuyuki befiehlt allen Besatzungsmitglieder von Bord zu gehen. Die meisten Mannschaften wollen aber das Schiff nicht aufgeben und kämpfen verbissen gegen die Brände und Wassereinbrüche.


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12:43 Uhr: Die ersten Bomber aus Townsville beginnen mit den Angriff. Der Staffelkommandant der 33. Bomber Schwadron meldet, dass ein Schlachtschiff brennend und mit schwerer Schlagseite hinter dem Verband zurückbleibt. Die Kongo erhält fünf Bombentreffer, ein Takao-Klasse Kreuzer und ein Asashio-Klasse Zerstörer werden von jeweils einer fünfhundert Pfund-Bombe getroffen.


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12:52 Uhr: Die nächste Bomberwelle beginnt mit dem Angriff. Die Kongo erhält einen Bombentreffer und der zweite Kreuzer der Takako-Klasse wird von einem Torpedo getroffen.


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12:54 Uhr: Auf dem Schlachtschiff Haruna kommt es zur Explosion in einem Magazin, das Schlachtschiff wird regelrecht zerfetzt und sinkt innerhalb von zwei Minuten. Mehrere Piloten die nach dem Angriff auf die Kongo eine Schleife geflogen haben um zur Yorktown zurückzukehren geben später zu Protokoll, das ihre Flugzeuge von einer Druckwelle erfasst und durchgerüttelt wurden, als die Haruna direkt unter ihnen explodiert ist.



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Bild 28: Schlachtschiff Haruna im Jahr 1935
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Haruna_1935.jpg








12:58 Uhr: Ein verirrter Bomberpilot aus Townsville gibt über Funk durch, dass er einen Zerstörer gesichtet hat, der über die gesamte Schiffslänge in Flammen steht. Außerdem mehrere Großkampfschiffe, die zwar Beschädigt aussehen, aber nicht brennen würden.


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13:12 Uhr: Die Bomber aus Charters Tower erreichen den Feind und greifen an. Die Kongo erhält einen Treffer, ein Kreuzer wird von zwei Bomben getroffen.


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13:17 Uhr: Das Ingenieurskorps in Port Moresby gibt das Flugfeld nach der notdürftigen Instandsetzung frei. Die Bomber aus Port Moresby sind wieder in der Luft um sich an dem Angriff auf die japanischen Schlachtschiffe erneut zu beteiligen.


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13:33 Uhr: Die nächsten Bomber erscheinen über den angeschlagenen japanischen Großkampfschiffen, können jedoch keine weiteren Treffer erzielen.


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14:07 Uhr: Während sich die Bomber der Yorktown erneut auf den Weg machen, erreichen die B-25 aus Port Moresby das Ziel. Über Funk macht das Wort „Tontaubenschießen“ die Runde. Die Kongo wird erneut von zwei Bomben getroffen. Außerdem berichten die Piloten, dass auf der Kongo bereits vor den beiden Treffern ein kleines Feuer zu sehen gewesen sei.


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15:01 Uhr: Admiral Flechter bewertet mit seinem Stab die Lage. Nach Sicht der Dinge sind die japanischen Schiffe zwar getroffen, aber allesamt Schwimmfähig. Aufgrund der Windrichtung und der Flugoperationen steht die Yorktown mittlerweile westlich der Japaner und dicht vor Port Moresby. Es stellt sich die Frage, ob die Luftangriffe ausreichen um die verbleibenden Großkampschiffe zu versenken. Einige Offiziere seines Stabens plädieren dafür die North Carolina und die Kreuzer aus dem Geleitschutz der Yorktown zu entlassen und nach guter alter Väter Sitte den Japanern mit diesen Schiffen den Rest zu geben.


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Iche_Bins
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Beitrag von Iche_Bins »

Uh, eine echte Seeschlacht, das fänden wir ja spannend :D
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Alith Anar
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Beitrag von Alith Anar »

Würde ich nicht machen.

Die Aufgabe der Kreuzer und Schlachtschiffe ist es die Träger zu schützen, nicht Schiffe versenken zu spielen und noch dümpeln da 1 oder 2 Japern rum, wenn ich es nicht überlesen habe.
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Bigfish
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Beitrag von Bigfish »

Zweite Schlacht im Korallenmeer 1. -3. Juli 1942 (Monat 3)




Verlauf der Schlacht:



15:14 Uhr: Eine neue Welle SBDs der Yorktown greift den japanischen Kampfverband an und erzielt einen Bombentreffer auf einem Zerstörer der Asashio-Klasse.


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15:19 Uhr: Admiral Fletcher erteilt Vorschlägen zu einem Seegefecht eine klare Absage. Die Schiffe werden nicht nur zum Schutz der Yorktown benötigt, sondern dürfen auch selbst nicht gefährdet werden. Der Feind verfügt immer noch über ein gewaltige Flotte und der Großteil der japanischen schweren Kreuzer befindet sich im Umkreis von 350 Seemeilen. Außerdem könnte der North Carolina am nächsten Tag das gleiche Schicksal drohen wie den japanischen Schlachtschiffen. Noch immer sind dort draußen zwei oder drei einsatzfähige japanische Flugzeugträger.




15:28 Uhr: Die nächste Angriffswelle rollt. Die Kongo wird von einer Tausend-Pfund-Bombe getroffen und es werden Folgeexplosionen gesichtet. Ebenfalls erhält einer der schweren Kreuzer einen weiteren Torpedo-Treffer.


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16:16 Uhr: Auf dem Zerstörer Oshio ereignet sich nach japanischen Angaben eine Folgenschwere Explosion. Der Zerstörer sinkt innerhalb von nur vier Minuten. 177 von 203 Besatzungsmitgliedern kommen ums Leben.


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Bild 29: Der Zerstörer Oshio während einer Werfterprobungsfahrt.
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File ... al_run.jpg





17:43 Uhr: Die letzten drei Angriffswellen des Tages sind kurz vor dem Ziel um etwa Viertel vor Sechs erreichen die B-25 Bomber aus Port Moresby als erste die feindlichen japanischen Kriegsschiffe und greifen an. Abermals erhält die Kongo einen Bombentreffer und es können Folgeexplosionen beobachtet werden.


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17:52 Uhr: Auch der zweite getroffene Zerstörer die Asagumo ist nicht mehr zu retten und kentert nach japanischen Angaben kurz vor Sechs Uhr am 2. Juli 1942.



18:03 Uhr: Bombern der Yorktown gelingt nach Unterlagen der kaiserlich japanischen Marine der entscheidende Treffer auf der bis zu diesem Zeitpunkt nur mäßig schwer getroffenen Kongo. Eine der beiden Tausend-Pfund-Bomben die bei diesem Angriff ins Ziel gelange durchschlägt die Panzerung und verursacht ein Feuer im Magazin der Flak-Munition. Dieses Feuer wird in der Nacht ursächlich für das Sinken des Schiffes sein. Ebenfalls werden zwei Treffer auf einem schweren Kreuzer erzielt.


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18:27 Uhr: Der letzte Angriff des Tages erzielt einen weiteren Treffer auf dem Schlachtschiff Kongo.


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19:43 Uhr: Die letzten Flugzeuge landen auf der Yorktown und Admiral Fletcher erörtert erneut die Lage. Mit seinem Stab. Als wesentlich muss die Frage angesehen werden, was Nagumo tun wird. Es ist klar, dass der Angriffsverband schwere Verluste erlitten hat und wegen der beschädigten Schiffe nur mit mäßiger Geschwindigkeit nach Hause fährt. Überlässt Nagumo diese Schiffe ihrem Schicksal und setzt sich ab, oder aber bringt er sich in Position um die Schiffe zu verteidigen und dabei möglicherweise zum Schlag gegen die Yorktown auszuholen.

Entscheidet sich Nagumo für Letzteres, besteht für ihn die Gefahr seine Träger in Reichweite der landgestützten Bomber zu bringen. Admiral Fletcher ist unsicher, was Nagumo tun wird.


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20:02 Uhr: Admiral Fletcher trifft die Entscheidung noch einmal eine List zu versuchen. Er ist sich ziemlich sicher, dass Nagumo vermuten wird, dass sich die Yorktown weiterhin im Schutzschirm der Australischen Luftstützpunkte aufhalten wird. Allerdings wird er sich auch um den Schutz der Kampfgruppe bemühen. Zumindest nimmt Admiral Fletcher an, dass sich Nagumo und Yamamoto nicht der Kritik aussetzen wollen eine ganze Kampfgruppe wehrlos geopfert zu haben.

Nagumo muss also näher heran. Diesen Umstand will Fletcher ausnutzen um mit einer weiteren Gewaltfahrt nach Südosten in den Rücken der japanischen Task Forces zu gelangen. An einen Ort, wo ihn mit Glück Niemand vermutet und wo er möglicherweise unentdeckt zum Schlag auf die Träger ausholen kann. Die japanischen Flottenverbände haben massive Verluste an Aufklärungsflugzeugen erlitten. Fletcher hofft, dass Nagumo nicht mehr genug Aufklärer besitzt um eine Rundumsuche durchführen zu können.

Wenn er schnell genug vorankommt, wird ihn soweit östlich Niemand vermuten.


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Bigfish
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Beitrag von Bigfish »

Werter Iche_Bins,

zum jetzigen Zeitpunkt wäre ein Artilleriegefecht der helle Wahnsinn. Die Japaner sind zu dieser Zeit noch deutlich überlegen und ein paar japanische Torpedos von den Zerstörern würden heftige Schäden anrichten. Außerdem würden die japanischen Träger am Folgetag die garantiert übel zugerichteten US-Schiffe auf den Grund des Korallenmeeres bomben.

Aber wir können ziemlich sicher sagen, dass Ihr eure Seeschlacht in einer künftigen Schlacht erhalten werdet. Das nächste Gefecht um Guadalcanal bringt dafür schon alles nötige mit. Invasionsflotten, Surface Combat Groups und Bombardment-Verbände. Also genug Blech, dass alles auf den selben Punkt zusteuert...




Werter Alith Anar,

genau so ist es!
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